TURKISH PERIODICAL MILLET

Document Type: 
Collection: 
Document Number (FOIA) /ESDN (CREST): 
CIA-RDP83-00415R004800030001-4
Release Decision: 
RIPPUB
Original Classification: 
C
Document Page Count: 
982
Document Creation Date: 
December 15, 2016
Document Release Date: 
November 21, 2003
Sequence Number: 
1
Case Number: 
Publication Date: 
April 11, 1950
Content Type: 
REPORT
File: 
AttachmentSize
PDF icon CIA-RDP83-00415R004800030001-4.pdf186.84 MB
Body: 
?,\ Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 CLASSIFICATION CONFIDENTIAL CENTRAL INTELLIGENCE AGENCY INFORMATION REPORT COUNTRY Germany SUBJECT Congress of the Union of German Engineers PLACE ACQUIRED DATE ACQUIRE REPORT NO. CD NO. DATE DISTR. / NOV 1951 NO. OF PAGES / 25X1 NO. OF ENCLS. (LISTED BELOW) SUPPLEMENT TO REPORT NO. 25X1A 25X1A 25X1 DATE OF INFORMATION LAvailable on loan from the CIA Library is a German report on the 81st Congress of the Union of German Engineers, July-August 1951 in Hannover, Germany. The report is supplemented with a collection of journals, newspapers, and special publications applicable to the Congress. The table of contents of the report is given below: Table of Contents Section Meetings and Reports Introduction The Union of German Engineers (VDT) The Program of the Congress General Information about the Congress Opening Ceremonies Scientific Panel: Power and Heat Overheating and Overheating Condition The Degree of Efficiency of Industrial Steam Turbines Aircooled condensors in Steam Power Situations Scientific Panel: Management Technique Overheating and Overheating Condition The Degree of Efficiency of Industrial Steam Turbines Aircooled condensors in Steam Power Situations Scientific Panel: Management Technique The (distribution) of Power and Performance on Machine Tools Deep hole bore technique wit4 high-speed cutting tools, counterbore and friction tools for rotaiing work piece Work Material Conservation through flexible cold forming in mass production of metal parts Scientific Panel: Work Organization and Work Safeguards Physiological Work organization . The Plant and Work Safeguards ? Practive of Accident Prevention in the Plant Practicabilities and presentation of Scientific Films Plant Visits H. Wohlenberg, Hannover , Continental Rubber Works, Hannover Volkswagen works, Wofsburg Critical Analysis Part II: Journals, Newspapers, Special Publicationil if? STATE - end - CLASSIFICATION CONFIDENTrAT, _ X NAVY NSRB DISTRIBUTION ARMY X AIR FBI ORR-EV Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 25X1 t'A Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 4,0 ,V Die 81. Hauptversamm1ung des Vereines Deutscher Ingenieure im Juli / August 1951 in Hannover e utscAAc \)"\F,c',,M)LAPe, ,8l '"-'ciA;CI`o.vmm) aoli*ci /Berichtny", Dipl .-Ing . Dietrich Fie cke Teil II: Zeit schriften, Zeitungen, Sonderdrucke INI`"j'lietire , &viol )1 Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 -14 Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 Teil II. Zeitschriften, Zeitungen, Sonderdrucke. Wdhrend der Hauptversammlung des VDI wurde von einer Buchhand- lung aus Hannover eine reiche Auswahl an Fachliteratur angebo- ten. Unter anderem waren Fachzeitschriften und -Zeitungen zu Linden, die zum Teil in mehreren Probeexemplaren zur Verfagung standen. Auch zu den einzelnen Fachsitzungen lag manchmal die entsprechende Fachzeitschrift aus. Diese Zeitschriften vermit- teln durch ihre Aufsatze mid durch die Anzeigen der Firmen einen kleinen Einblick in den Entwicklungsstand der einzelnen technischen Teilgebiete. Deshalb werden einige Probenummern aus den letzten Lonaten, soweit sie greifbar waren, diesem Be- richt Uber die VDI-Hauptversammlung als Anhang beigeftigt. Na- turlich konnen die folgenden Zeitschriften und Zeitungen nur einen kleinen Ausschnitt aus der technischen Zeitschriften-Li- teratur darstellen, die heute in Deutschland schon wieder recht umfangreich 1st. Einige der folgenden Zeitschriften konnen auf eine jahrzehntelange Vergangenheit zurlickblicken, dagegen sind andere erst in den Nachkriegsjahren neu herausgekommen. Die VDI-Zeitschrift ist als umfangreiche Sondernummer zur Haqgl versammlung erschienen. Auch die VDI-Nachrichten bringen Arti- kel, die mit der Tagung in Zusammenhang stehen. Ausserdem wur- de zu der VDI-Veranstaltung in Hannover eine Broschare mit dem Titel "Acht Jahrzehnte Hannoverscher Bezirksverein Deutscher Ingenieure" herausgegeben, die in kurzen Zligen die Entwicklung des iiezirksvereines in Hannover aufzeichnet. Verzeichnis der Zeitschriften.... Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 , Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 Verzeichnis der Fachzeitschriften, -Zeitungen und Sonderdrucke. Zeitschriften: 1) Zeitschrift des Vereines Deutscher Ingenieure. (Sondernummer zur Hauptversammlung Hannover 1951) 2) BWK - Brennstoff + Warme + Kraft. Zeitschrift fur Energiewirtschaft und technische Ueberwachung. (Organ des VDI und der Vereinigung der technischen Ueberwa- chungsvereine e.V. unter Mitwirkung des Ausschusses fur War- me- und Kraftwirtschaft.) 3) Heizung - Laftung Haustechnik. pachorgan der Arbeitsgemeinschaft LUftungs- und Ge- sundheitstechnik, Dusseldorf, und der Arbeitsgruppe Haustech- nik im Fachnormenausschuss BauWesen.) 4) Werkstattstechnik und Maschinenbau. (Organ der Arbeitsgemeinschaft deutscher Betriebsingenieure und der Arbeitsgemeinschaft f?r fertigungstechnisches iiiess- wesen im VDI.) 5) Werkstatt und Betrieb. Zeitschrift far Easchinenbau und Fertigung. 6) Konstruktion. Zeitschrift fur das Berechnen und Konstruieren von Maschinen9 Apparaten und Geraten. (Organ der Arbeitsgemeinschaft Kon- struktions-Ingenieure (AKI) im VDI.) 7) Metalloberflache. Mit der Ausgabe B: Praxis der Galvanotechnik und verwandter Gebiete der Veredelung und des Schutzes der Letalloberflache. 8) Kunststoffe. (Organ der Fachgruppen: Kunststoffe und Kautschuk der GDCh, Fachnormenausschuss Kunststoffe im deutschen 14.ormenausschuss, Fachausschuss fUr Kunststoffe beim VDI, Verband Kunststoff- erzeugende Industrie und verwandte Geboete, Gesamtverband kunststoffverarbeitende Industrie, Techn. Vereinigung der Her- steller typisierter Pressmassen und Presstoffe.) 9) Schweissen und Schneiden. Zeitschrift fUr die autogenen und elektrischen Schweiss-, Schneid- und Oberfldchenbehandlungsverfahren. (Zeitschrift des Deutschen Verbandes ffir Schweisstechnik e.V.) 10) Elektrowarme-Technik. Zentralorgan fur elektrische Warmeerzeugung und Warmeanwen- dung. Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 11) Energie. Kohle - Treibstoffe - Gas - Strom - Wasserkraft. Zeitschrift far Energie-ingenieure, iAaschinisten und Oberheizer. 12) Gesundheits-Ingenieur. Zeitschrift far angewaiidte Hygiene und Gesundheitstechnik in Stadt und Land. 13) Rationalisierung. Monatsschrift des Rationalisierungs-Kuratoriums der Deutschen Wirtschaft (RKW). Zeitungen: 14) VDI-i\fachrichten. Die aktuelle technische Zeitung. 15) Industriekurier. Mit der aochenausgabe: Technik und Forschung. Unabhangige Zeitung far Politik, Wirtschaft und Technik. 16) Handelsblatt. Deutsche 4irtschaftszeitung. Mit der halbmonatlichen Beilage: Die technische Linie. Sonderdrucke: 17) Acht Jahrzehnte Hannoverscher Bezirksverein Deutscher Inge- nieure. Von Dr.-Ing. Ludwig Croon. 18) Vereinigung Deutscher Elektrizitatswerke: Fast 6 Jahrzehnte Erfahrungen.... Die Zeitschriften Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 Die 81. Hauptversamtlun:6 des Vereines:Deutscher InE,-enieure Tell II: 7eitschriften, 7eitungen, Sonderdrucke Mlftwoch, I. ugust 1951 Handelsblatt ? Die Technische Linie Na 11 ? Seine Approved For Release 2003/10/16 Neue asthetische Bauglaser Be entspricht Im Grande dem Wesen des Glues, als halms Bauelement ira Hochbau und Gestalbangstaktor der Antitektur, unache in.Cr zu aria. Es soli Licht einlassen und im bbrigen moglichst wenlg Rufhebens von Nth machos. ? Es -gibt ater Palle, we der Lichtednia3 awed erforderlich, die Durdmidat abm nicht notwen- dig oder unerwiinsdat 1st. Dann greift man zu Glasern, die our nods ?durchscheinend. sind mad die des Licht dittos machen, z. B. Matt.. glee oder seine gemusterte Abart, das sole- nannte Mousselinglas. Von ihm existieren un- zahlige Muster; ale erschweren die Lagerhal- tuna und entsprechen inzwischert langst nicht mete der heungen Gesduredisridnung. Das am maisten verwendete, weil preislich leicht, zuganglIche Mattglas, entsteht durch auf- rauhende Bebandfung der Glasoberflathe mit. tots Smdstrahl. Im GegensaM nu dem kostspie- ligeren, durch Behandlung mit PluBsaure doe. minds gedtzten Mangles hat as aber den Mach- tell einer erheblichen EinbuBe an Lichtdureh. lassigkeit und einer gewissen Pleckenempfind. lidakeit. Sin entstebt dadunt, dad die winziged vom StoB des Sandkoms beim Mattierungs- prozeB entstebenden mikroskopischen KMtte die ihnen dargehotenen Unreintichkeiten lokal durda kapillare Saugkrafte festhalten. Tedinisch gesehen gibt es die Moglichkeit, Nth diesen Mengel aunutze zu madlen und ihn In einen Vorzug era verkehren, indem man die gesamte Fadie mit einer Praparation versieht, die eine gewisse ?Immersion.. hervorruft und dadurda wieder einen Tail der verlorenen Transparenz zuMickgewinnt. Dieser Wag labt side auch tile gemustertes Mattgles beschreiten, des dabei Mean feinen Seidenton annimmt, tale en scant nine durch Aftung errs bekommen war. Die Wirkung erinnert dam lebhaft an die als "?Damast. bekannten Leinengewebe. Nadi die. sem Verfahxen gibt es heuM Idinstlerische Mu- ster, die sista dem Stilempfinden einpassen mid dem Arthitekten neue und oftmals geforderte Maglichkeiten versprechen. An Stele elver Praparation der Mattflache kann mit ahnlicher Wirkung ihre Vereinigung mit der cur lierstellung von V er bund- Sicherheitsglas gebraudthchen Zwi- schenfolie lleten. Dann ergibt slob alt beson- dere Verlaine und Vollendung theses Prinzips die Maglichkeit, au& einem Verband-Sitheri heitsglas sthleierartig eine Durdmidd hand mende Wirkung au verleihert, ohne seine Ober- flache anzugreifen. Es kann no die Feuerpolltur beider Aulienseiten, also die leidate Reinhalt- barked des Glases, unangetastet bleiben und das aerie Damastmuster dem Inner n des Glases einverleibt werden Diane Neuheit er- maglicht on, auch etc Stellen, die einen halieren Preis vertragen (a B. fill Tridthlungen, Sahel. terwande und dergleichen mehr) gemusterte Scheiben vornehmster Wirkung no verwenden, wo man nicht gore nut des Sicherheitsprinalp verziehten mochte. Ate lehrreiche Erfahrung geht arts dieser Entwicklung zwelerlei hervon Erstens, daB die aufmerksame Auswertung eines an slch vorhandenen .Mangele eine oh.. misda-tedmisdie EntwicklungsmOglichkelt be und zweitens, daB es maglich war, den wenn myth nidat umwalzenden, so dude mc Ange fallenden PorMdarld ins asthetischen Sinne aus- zuwerten und donut dem Glas ins raureardii- tektonischen Element neuartige Whicungen zu erschlieBen. Innen marled. Verbundglas mll versahlelernd wIrkenden Mestere IngenieurmaBiges Deriken in der Wirtsdaaft Erfolgsausatchten used 43Yenten ' Von Rana Bolan In der Facbilteratur need in den Togas- let as enforderlidi, deb, 7470.41.0,4- seitungen -warden die StImmen immer Muter, volumen ungefilim proportional mit der Be. dab slob die Ingenieure mein um Wirtschafts- valkerong welcher. Von elner derartIg ratio- Ragan Ithinmem eollten, um die nicht au tang- nalen, aid naturwissenschaftlicher Etkenntnis nende Kluft mdschen Technikem und Wirt- beruhenden Entwiciclung des Zeldungsmittel- sdraftlern en verringem. tot es duds manch- volumene sled vele padoch heute welt entfernt. mal geradezu erschiittemd an sehen, welch Simnel 'Ache dutch die Willkfuukte elnaelner naive Vorstellungen the Techniker Uber Mt- oder gesetzgebender Korperschaften dee Zah- scheftliche Fragen lichen und andererseite tale lungemittelvolumen sprungbalt lead weidit von verstandnislos die Wirtschaftler technisch unab- drier stetigen Entwicklung ab, eta andennal dingharen Notwendigkeiten und Naturgesetzen fait dee ZahlungeraittelvoluMen enter der gegentberstehen. Mese GegensaMe eind be. Hastert.? angstlicher and zaghafter Manner zu- dingt durch die Motive und TrMbkrafte, ails emmnen. Dieses traurige Schauspiel, des sale derma die :wet Berufsgruppen handelnr schen sett Jahmehnten vor unseren Aug.. mob Der Techniker appelliert im groBen und abrollen sehen, were elms adheres au behrilien. seamen an den Intellekt; der Wirtschaftler let wenn bei der Bemessung tint' der mitlichen Ent, voluntaristtoch eingestent, di in sr hemaht sich wicklung des Zahlungsmittelvolumens nand- i;egree. wmen gercimemmen, gene oleiehonling, wissenschattliche oder elan knee cinch, worn wieweit seine Zielsetrung mit Naturgesetran ingenieurithiBige Denkungsart side durchtsettren in Konflikt komrot oder nicht. wrirde. Weim beide die Forderung gestellt wird, dal Wenn man haute versucht, cite Ingenieure aids Ingenieure mehr um wirtschaftliche Pro- the Wirtsohaftetragen re inter...nen, so dart blame karernern eollten, so liegt clarin eine orals man etch fiir den einzelnen Wirtschaftsakt kel- Gefahr. Viele Ingedieure sind der Maiming, nen allau groBen Brfolg vereprechen; dean side man hrauchre In wirtschattlIchen Dineen cur den schen oben erwahnt, shad die =dean sal* Intellekt waken au hymen und dean waren age sehaftlichen EnMcheidungen Ermessensentschei- Schwierigkeiten behoben. Ohne Uhertreibung dungen and haben nicht des geringste mit dad man wohl mem daB die maiden wirt- ingenieurmatigem Denken au tun. Vielleitht echaftlichen Entstheidurtgen Antworten ant Er- let es aber doch an der Zeit, dal die Ingenieure messensfragm and und daher snit naturwissen- und Naturwiseeivschaftler ares deem Dorn- eohaftlichem Denken nicht des gerIngste zu tun roschenschlal aufwacken said in dem schicksal- babor. Dim gilt insbmondere the aIle Preis- hat entscheidenden Punkt der Wirtsohaft, nam- testsetzungen, woranter auch die Lohn- mid lich in der Beineserung dee Zahlungsritittel- Gehaltregelungen fallen. Wenn an a. B. einem volumene, Mee Stirome our Geltung Magee. Ministerrat gefallt, die Gehalter der Stmts. Seder naturwissenschaftlich denkende Men.* healthuu willkarlich um 20./s se exhahen, so mad het Betrachtung der whroschaftldegidi eignisse !miner wieder den Kopf echfitteha tend kann man nur feststallen, del dime ErNihung eine Willensentscheidung der dear zdstandigen iNgenl Manner 1st. Mit verstandesmaaigen naturwis- Wle fange node werden stein die menecheo senschafllichen Dbedelgungen hat des Mehts in den einzelnen Wahrungsgehieten die GeiBel an tun. von Inflation und Dentition gefallen.lament Ant einem einzigen Goblet allerdings kann die numerische Auffessung er Betrachtungan Sinne natur- Glee ale Sehutfibersup Ws Stale wimenscheftlich entscheidend the elven stetigen Ablauf der Wirtschaft sein.nee *mem tochasehm Die Steligkeit met dabei aueschlaggebend. In co...al.'9?151; 1....bed? mandlecier Mete Min ar abgegrenzten Wahrungsgebiet gibt es 1- ein Kol dal dm Wohl und Wehe jedee ."` . Mktiv, . Amorgnag`sp,,,A.1,..,,..... ORM mi einzelnen und der gesamten Wirtschaft be. reid.o., her ski, dorellen Elm tel ; op ",b. dentin: es let des Kollektiv der Zehlungsmittel. DaB die Zahlungsmittel verschiedene Forme. Struktur see alkkorn haben kannen, hat sich allmahlich herumge. Dumb Messang der Didektrithatakeinstenten mod sprochen; die kindliche Vorstellung, deli die des Verlusifektizs Beads sith werivolie Aufschinase klingenden Minmen oder die mrknitterten Banld Ober az Strident von Grasern und die Winkung noten oder beide mammon das Zahlmosmittel- vezeohithener Alkallbestande gewlenen. A 2019 volumen'eines Landes auernachen, ist iiberholt. 01 Se Tankboden4chuls 80-90Vo der Zablungsmuttel eines Landes bei stehen rue Giralgeld, den each Bach- oder S.euueu assok...sem we..., durda Bankgeld genannt wird. Pill eine Ganzheits- kneeihnlduuleovm. Weesci. 111,4 betrachtung kommt es one cut die Summe derodor hu m. md. dred Zahlungsmittelarten an. Wenn wir daher NeuenlirM daerizi:lit 'meat den Oedema der Zane; im folgenden von dem Zehlungsmittelvolumen de no 1 m Helm eunechist mit einem Emadlitak, eines Wahrungsgebietes sprechen, so verstehen bedecki ihn done mit kreerweisen 1demo eon wit darunter die Somme der drei Zahlungs. 410 inn Meilen und ISIS lenden Glasfasobandon, paittelartem Munro, Banknoten, Giralgeld diolewd. um 5o min iibedemea, .endeer dire tleSes Zahlungsmittelvolumen bow. dessen eutubrede, Ete V scii d sr un g entscheidet, oh dee Gate,,7`we. In ens en. austausoh zwischen den einzelnen wirtschaf- ? S.S. tenden IndivIdden eich reibungelos vollzieht oder durch Sperrungen und Klemmungen be- Waded und verzegert wird. Par den natiir- silas c,lorevnmtahurn cchtluce gob,. siesiseikees lichen end rwanglosen wirtschefflichear Ablaut lama und sullen schweNPIsuiems. 3.58 VerladeF f leulieren IMO 1 Treoleed 18,7 m Spannweite MASCHINENTABETK DErlf, I r:.,1 oP, 1:3 Ta rl(hT1`1's I lz.11Th Metallwerke Bender G.m.b.H. 0 KR,E FE I. D-LINN ?, Fegeteachstreas IS Drammen Ankerrnetali Fernevelberi 11851110 BLOCKMETALLE ReinaluminiuMil 99 end 98 Aluminiunt-Leglerungen nach der Standardliste Altiminium-Varlegierungen , Blockmessing Blocktolgul3 GuBbranze Garantiezink Remeltedrink Leitalnn in Stangen und Blacken Lagermetalle Schriftmetalle Nei LOHNUMARBEITUNGEN ANKAur one Nichtelsen.Metallen In Fenn van Fabrikai tionsebt8Ilen, Spleen, Knetzen, Racket/4nd. _11181herii Kroleld,lodintriehalen, AnschluOglels AHLMOBEL fiLIVIABINSOHNEA MINDENINETTE Venohluedrato VersohluBappareta tar Falcate und Kisten II Auansions Dodd- and Draldiverenlabrik Hemer/WesIL ? innensechskontschraube mit centroler Schliisselfdru Auslieferungslager der 2110=. Erzeugnisse H.K.WESTENDORFF SCHRAUBEN ?MUTTERN ? NORMTEILE DUSSELDORF MAasuisarm ? RUF110991 Hiittenwerk Oberhausen Aktiengesellschaft Oberhausen (Md.) Wiz I !stern die graeugniste mese-rer Hochiffen Stahlwerke Stab- und Profil-Walzwerke Blechwalzwerke Zementfabrik Horizontal-Untversal. Fritsmasibinen bath in 5 Typen stufenlos regelbar Wilhelm Keeherscheldt Werk8engendchillenfebr& Kempen / Niedereheln Approved For Release 2003/10/16 : ClAtRDP80-00926A004100010001-6 Mlftwoch, I. ugust 1951 Handelsblatt ? Die Technische Linie Na 11 ? Seine Approved For Release 2003/10/16 Neue asthetische Bauglaser Be entspricht Im Grande dem Wesen des Glues, als halms Bauelement ira Hochbau und Gestalbangstaktor der Antitektur, unache in.Cr zu aria. Es soli Licht einlassen und im bbrigen moglichst wenlg Rufhebens von Nth machos. ? Es -gibt ater Palle, we der Lichtednia3 awed erforderlich, die Durdmidat abm nicht notwen- dig oder unerwiinsdat 1st. Dann greift man zu Glasern, die our nods ?durchscheinend. sind mad die des Licht dittos machen, z. B. Matt.. glee oder seine gemusterte Abart, das sole- nannte Mousselinglas. Von ihm existieren un- zahlige Muster; ale erschweren die Lagerhal- tuna und entsprechen inzwischert langst nicht mete der heungen Gesduredisridnung. Das am maisten verwendete, weil preislich leicht, zuganglIche Mattglas, entsteht durch auf- rauhende Bebandfung der Glasoberflathe mit. tots Smdstrahl. Im GegensaM nu dem kostspie- ligeren, durch Behandlung mit PluBsaure doe. minds gedtzten Mangles hat as aber den Mach- tell einer erheblichen EinbuBe an Lichtdureh. lassigkeit und einer gewissen Pleckenempfind. lidakeit. Sin entstebt dadunt, dad die winziged vom StoB des Sandkoms beim Mattierungs- prozeB entstebenden mikroskopischen KMtte die ihnen dargehotenen Unreintichkeiten lokal durda kapillare Saugkrafte festhalten. Tedinisch gesehen gibt es die Moglichkeit, Nth diesen Mengel aunutze zu madlen und ihn In einen Vorzug era verkehren, indem man die gesamte Fadie mit einer Praparation versieht, die eine gewisse ?Immersion.. hervorruft und dadurda wieder einen Tail der verlorenen Transparenz zuMickgewinnt. Dieser Wag labt side auch tile gemustertes Mattgles beschreiten, des dabei Mean feinen Seidenton annimmt, tale en scant nine durch Aftung errs bekommen war. Die Wirkung erinnert dam lebhaft an die als "?Damast. bekannten Leinengewebe. Nadi die. sem Verfahxen gibt es heuM Idinstlerische Mu- ster, die sista dem Stilempfinden einpassen mid dem Arthitekten neue und oftmals geforderte Maglichkeiten versprechen. An Stele elver Praparation der Mattflache kann mit ahnlicher Wirkung ihre Vereinigung mit der cur lierstellung von V er bund- Sicherheitsglas gebraudthchen Zwi- schenfolie lleten. Dann ergibt slob alt beson- dere Verlaine und Vollendung theses Prinzips die Maglichkeit, au& einem Verband-Sitheri heitsglas sthleierartig eine Durdmidd hand mende Wirkung au verleihert, ohne seine Ober- flache anzugreifen. Es kann no die Feuerpolltur beider Aulienseiten, also die leidate Reinhalt- barked des Glases, unangetastet bleiben und das aerie Damastmuster dem Inner n des Glases einverleibt werden Diane Neuheit er- maglicht on, auch etc Stellen, die einen halieren Preis vertragen (a B. fill Tridthlungen, Sahel. terwande und dergleichen mehr) gemusterte Scheiben vornehmster Wirkung no verwenden, wo man nicht gore nut des Sicherheitsprinalp verziehten mochte. Ate lehrreiche Erfahrung geht arts dieser Entwicklung zwelerlei hervon Erstens, daB die aufmerksame Auswertung eines an slch vorhandenen .Mangele eine oh.. misda-tedmisdie EntwicklungsmOglichkelt be und zweitens, daB es maglich war, den wenn myth nidat umwalzenden, so dude mc Ange fallenden PorMdarld ins asthetischen Sinne aus- zuwerten und donut dem Glas ins raureardii- tektonischen Element neuartige Whicungen zu erschlieBen. Innen marled. Verbundglas mll versahlelernd wIrkenden Mestere IngenieurmaBiges Deriken in der Wirtsdaaft Erfolgsausatchten used 43Yenten ' Von Rana Bolan In der Facbilteratur need in den Togas- let as enforderlidi, deb, 7470.41.0,4- seitungen -warden die StImmen immer Muter, volumen ungefilim proportional mit der Be. dab slob die Ingenieure mein um Wirtschafts- valkerong welcher. Von elner derartIg ratio- Ragan Ithinmem eollten, um die nicht au tang- nalen, aid naturwissenschaftlicher Etkenntnis nende Kluft mdschen Technikem und Wirt- beruhenden Entwiciclung des Zeldungsmittel- sdraftlern en verringem. tot es duds manch- volumene sled vele padoch heute welt entfernt. mal geradezu erschiittemd an sehen, welch Simnel 'Ache dutch die Willkfuukte elnaelner naive Vorstellungen the Techniker Uber Mt- oder gesetzgebender Korperschaften dee Zah- scheftliche Fragen lichen und andererseite tale lungemittelvolumen sprungbalt lead weidit von verstandnislos die Wirtschaftler technisch unab- drier stetigen Entwicklung ab, eta andennal dingharen Notwendigkeiten und Naturgesetzen fait dee ZahlungeraittelvoluMen enter der gegentberstehen. Mese GegensaMe eind be. Hastert.? angstlicher and zaghafter Manner zu- dingt durch die Motive und TrMbkrafte, ails emmnen. Dieses traurige Schauspiel, des sale derma die :wet Berufsgruppen handelnr schen sett Jahmehnten vor unseren Aug.. mob Der Techniker appelliert im groBen und abrollen sehen, were elms adheres au behrilien. seamen an den Intellekt; der Wirtschaftler let wenn bei der Bemessung tint' der mitlichen Ent, voluntaristtoch eingestent, di in sr hemaht sich wicklung des Zahlungsmittelvolumens nand- i;egree. wmen gercimemmen, gene oleiehonling, wissenschattliche oder elan knee cinch, worn wieweit seine Zielsetrung mit Naturgesetran ingenieurithiBige Denkungsart side durchtsettren in Konflikt komrot oder nicht. wrirde. Weim beide die Forderung gestellt wird, dal Wenn man haute versucht, cite Ingenieure aids Ingenieure mehr um wirtschaftliche Pro- the Wirtsohaftetragen re inter...nen, so dart blame karernern eollten, so liegt clarin eine orals man etch fiir den einzelnen Wirtschaftsakt kel- Gefahr. Viele Ingedieure sind der Maiming, nen allau groBen Brfolg vereprechen; dean side man hrauchre In wirtschattlIchen Dineen cur den schen oben erwahnt, shad die =dean sal* Intellekt waken au hymen und dean waren age sehaftlichen EnMcheidungen Ermessensentschei- Schwierigkeiten behoben. Ohne Uhertreibung dungen and haben nicht des geringste mit dad man wohl mem daB die maiden wirt- ingenieurmatigem Denken au tun. Vielleitht echaftlichen Entstheidurtgen Antworten ant Er- let es aber doch an der Zeit, dal die Ingenieure messensfragm and und daher snit naturwissen- und Naturwiseeivschaftler ares deem Dorn- eohaftlichem Denken nicht des gerIngste zu tun roschenschlal aufwacken said in dem schicksal- babor. Dim gilt insbmondere the aIle Preis- hat entscheidenden Punkt der Wirtsohaft, nam- testsetzungen, woranter auch die Lohn- mid lich in der Beineserung dee Zahlungsritittel- Gehaltregelungen fallen. Wenn an a. B. einem volumene, Mee Stirome our Geltung Magee. Ministerrat gefallt, die Gehalter der Stmts. Seder naturwissenschaftlich denkende Men.* healthuu willkarlich um 20./s se exhahen, so mad het Betrachtung der whroschaftldegidi eignisse !miner wieder den Kopf echfitteha tend kann man nur feststallen, del dime ErNihung eine Willensentscheidung der dear zdstandigen iNgenl Manner 1st. Mit verstandesmaaigen naturwis- Wle fange node werden stein die menecheo senschafllichen Dbedelgungen hat des Mehts in den einzelnen Wahrungsgehieten die GeiBel an tun. von Inflation und Dentition gefallen.lament Ant einem einzigen Goblet allerdings kann die numerische Auffessung er Betrachtungan Sinne natur- Glee ale Sehutfibersup Ws Stale wimenscheftlich entscheidend the elven stetigen Ablauf der Wirtschaft sein.nee *mem tochasehm Die Steligkeit met dabei aueschlaggebend. In co...al.'9?151; 1....bed? mandlecier Mete Min ar abgegrenzten Wahrungsgebiet gibt es 1- ein Kol dal dm Wohl und Wehe jedee ."` . Mktiv, . Amorgnag`sp,,,A.1,..,,..... ORM mi einzelnen und der gesamten Wirtschaft be. reid.o., her ski, dorellen Elm tel ; op ",b. dentin: es let des Kollektiv der Zehlungsmittel. DaB die Zahlungsmittel verschiedene Forme. Struktur see alkkorn haben kannen, hat sich allmahlich herumge. Dumb Messang der Didektrithatakeinstenten mod sprochen; die kindliche Vorstellung, deli die des Verlusifektizs Beads sith werivolie Aufschinase klingenden Minmen oder die mrknitterten Banld Ober az Strident von Grasern und die Winkung noten oder beide mammon das Zahlmosmittel- vezeohithener Alkallbestande gewlenen. A 2019 volumen'eines Landes auernachen, ist iiberholt. 01 Se Tankboden4chuls 80-90Vo der Zablungsmuttel eines Landes bei stehen rue Giralgeld, den each Bach- oder S.euueu assok...sem we..., durda Bankgeld genannt wird. Pill eine Ganzheits- kneeihnlduuleovm. Weesci. 111,4 betrachtung kommt es one cut die Summe derodor hu m. md. dred Zahlungsmittelarten an. Wenn wir daher NeuenlirM daerizi:lit 'meat den Oedema der Zane; im folgenden von dem Zehlungsmittelvolumen de no 1 m Helm eunechist mit einem Emadlitak, eines Wahrungsgebietes sprechen, so verstehen bedecki ihn done mit kreerweisen 1demo eon wit darunter die Somme der drei Zahlungs. 410 inn Meilen und ISIS lenden Glasfasobandon, paittelartem Munro, Banknoten, Giralgeld diolewd. um 5o min iibedemea, .endeer dire tleSes Zahlungsmittelvolumen bow. dessen eutubrede, Ete V scii d sr un g entscheidet, oh dee Gate,,7`we. In ens en. austausoh zwischen den einzelnen wirtschaf- ? S.S. tenden IndivIdden eich reibungelos vollzieht oder durch Sperrungen und Klemmungen be- Waded und verzegert wird. Par den natiir- silas c,lorevnmtahurn cchtluce gob,. siesiseikees lichen end rwanglosen wirtschefflichear Ablaut lama und sullen schweNPIsuiems. 3.58 VerladeF f leulieren IMO 1 Treoleed 18,7 m Spannweite MASCHINENTABETK DErlf, I r:.,1 oP, 1:3 Ta rl(hT1`1's I lz.11Th Metallwerke Bender G.m.b.H. 0 KR,E FE I. D-LINN ?, Fegeteachstreas IS Drammen Ankerrnetali Fernevelberi 11851110 BLOCKMETALLE ReinaluminiuMil 99 end 98 Aluminiunt-Leglerungen nach der Standardliste Altiminium-Varlegierungen , Blockmessing Blocktolgul3 GuBbranze Garantiezink Remeltedrink Leitalnn in Stangen und Blacken Lagermetalle Schriftmetalle Nei LOHNUMARBEITUNGEN ANKAur one Nichtelsen.Metallen In Fenn van Fabrikai tionsebt8Ilen, Spleen, Knetzen, Racket/4nd. _11181herii Kroleld,lodintriehalen, AnschluOglels AHLMOBEL fiLIVIABINSOHNEA MINDENINETTE Venohluedrato VersohluBappareta tar Falcate und Kisten II Auansions Dodd- and Draldiverenlabrik Hemer/WesIL ? innensechskontschraube mit centroler Schliisselfdru Auslieferungslager der 2110=. Erzeugnisse H.K.WESTENDORFF SCHRAUBEN ?MUTTERN ? NORMTEILE DUSSELDORF MAasuisarm ? RUF110991 Hiittenwerk Oberhausen Aktiengesellschaft Oberhausen (Md.) Wiz I !stern die graeugniste mese-rer Hochiffen Stahlwerke Stab- und Profil-Walzwerke Blechwalzwerke Zementfabrik Horizontal-Untversal. Fritsmasibinen bath in 5 Typen stufenlos regelbar Wilhelm Keeherscheldt Werk8engendchillenfebr& Kempen / Niedereheln Approved For Release 2003/10/16 : ClAtRDP80-00926A004100010001-6 Approved For Release 2003/10/1? : A '1.:I Il? . A%S S Iii Iii -? 4 Umdrehung brinct 1570 Mehrleistung! Das ist der groi3e Vorteil des stufenlosen PIV-Antriebes: Er befreit lhre Arbeitsmaschinen von der Bindung an feste ?Drehzahlstufen. Statt urn- standlicher Schaltungen braucht man jetzt nor das Regelhandrad des PIV- Getriebes nach links oder rechts zu drehen, urn sich an die jeweils beste Arbeitsgeschwindigkeit heranzutasten. Diese Feinkihligkeit ist es, die zu Hochstleistungen fOhrt. Denn darner gibt es keinen Zweifel: Wo der Stufensprung zwangslaufig em n Zuviel oder Zuwenig an Geschwindigkeit liefert, erreichen Sie mit dem PIV-Antrieb miihelos die einzig richtige Dreh- zahl. In unserem Fa Ile genagte z. B. eine Vierteldrehung, um em n bestimmtes Material mit bestimmten Rohstoffeigenschaften unter bestimmten Klima- bedingungen bestmoglich und hochwirtschaftlich zu verarbeiten. Das Er- gebnis war 15?/o Mehrleistung! Sie sehen daraus, da6 der stufenlose PIV- Antrieb das richtige Hilfsmittel ist, UM lhre Produktion zu intensivieren. Er verdient deshalb Bye Aufmerksamkeit. Schreiben Sie noch heute wegen weiterer Einzelheiten an PIV.-Antrieb Werner Reimers K. G., Bad-Homburg v. d. H. Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 Approved For Release 200 I . '11*:1 II? .41IA III -. a&mzekeidebgfezatoetk, GUST.&CARL J BACH ?,e/nwifteicl -71eitA44ghaadm, V E RTRE TU NG IN STUTTGART RUHRSTAHL- ROHRGEWINDEFRASE BRACKWEDE RUE:BIELEFELD 1353 In der Constructa, Hannover, Halle 9, Stand 35 PRAZISIONSWERKZEUG-FABRIK?HAMBURG-ALTONA Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 Approved For Release 2003/10/1 : ?:III? III III -. 17n du kWh/1"ot UNABHANGIGE ZEITUNG FUR POLITIK, WIRTSCHAFT UND TECHNIK Wochenausgabe TECHNIK UND FORSCHUNG Nr. 115 (27) ? 4. 3ahrgang DUSSELDORF Mittwoch, 1. August 1951 Zur 81. Hauptversammlung des VDI in Hannover Der Verein Deutscher Ingenieure hat ouch fur seine dies jahrige Hauptversammlung vom 31. Juli bis 3. August in Hannover em n urnfangreiches Tagungsprogramm aufgestellt, das neben der Erledigung interner Vereinsangelegenheiten eine ganze Reihe inter- essanter Pachsitzungen aus den verschiedensten Gebieten der Technik bringt. Das kraft- und warmewirtschaftliche Gebiet, das gerade im Hinblick auf die hertschende Kohlenknappheit und den Zwang zu sparsamster Ausnutzung der Brennstofte besondere Beachtung verdient, wird in zwei Fachsitzungen en alit, und zwar beschaftigen sich maBgebliche Fachleute in der Sitzung ?Kraft und Weirme" mit Uberhitzer und llberhitzergestaltung, dem Wirkungsgrad von Industrie-Dampfturbinen und luftgekahlten Kondensatoren in Dampfkraftwerken. In dal- gemeinsamen Veran- staltung de 3 Ausschusses ?Heizkraftwirtschaft" der Vereinigung Deutscher Elektrizitats- werke (VDEW) und der Arbeitsgemeinschaft ?Heizungs- und Laftungstechnik" im VDI werden unter dem Titel ?Heizkraftwirtschaft" Fragen der offentlichen Heizkraftwirt- schaft, Dampfkosten bei industrieller Eigenerzeugung, Rohrverlegung im Fernheiznetz und Warmemengenmessung behandelt. Weitere Fachsitzungen beschaftigen sich mit dem wichtigen Gebiet ?Messen in der Fer t igun g" und der ?F Ord er t echni k". In letzterer Abteilung spricht u. a. Prof. Dr. A. Vi er lin g Ober ?Gegenwartsfragen der Fordertechni10 und Dip] .-Ing. Saizer behandelt die Frage der Rationalisierung der Fertigung durch den Einsatz von steligeu Forderern. Die Fachsitzung ?B a a b etrie b" ist eine Diskussionssitzung, in der die Themen von je einem Referent en und Korreferenten in Kurzvortragen behandelt und anschlieBend zur Diskussion gestellt werden. Es wird fiber folgende Themen gesprochen und dis- kutiert: Ergebnisse betriebswissenschaftlicher Forschung. Konstruktive Gestaltung und WirtschaillIchkeitsfragen bei Erzeuger und Verbraucher. Eine besondere Fachsitzung wurde der Arb ei I sges t alt ung und dem A r be i t s- s c h a tz aewidmet, auf der Prof. Dr. med. G. Lehmann fiber ?Physiologische Arbeits- gestaltung", Reg.-Gewerberat Dr.-Ing. K. Radler fiber ?Betrieb und Arbeitsschutz" und ? 144:Wer-Bprck Ober ,,Praxis e 1.4dallverhatung im Betrieb" sprechen. h'WIe c h _ Arngit1410?n*euf " find PfiffiglaUs- priifer Dr. J. Sommer als Betriebswirt ilber das Thema ?Der Bkrieb von' morgen" soil Autklorung fiber folgende Fragen bringen: Was erwartel der Betrieb von Arbeits- gestalter and Betriebswirt? und Was erwartet der Betrieb von Wirtschaft und Staat? Den Eestvortrag auf der eigentlichen Mitgliederversammlung am I. August halt der Rektor der Technischen Hochschule Hannover, Prof. Dr. Decker t, Ober ?Aufgaben und Veraniwortung des Ingenieurs in der modernen Welt". In unserer heutigen Ausgabe bringen wir deshalb Fachbeitrage zu verschiedenen be- sonders beachtlichen Themen, die im Rahmen der vielen Fachsitzungen behandelt werden. Kupplung von Kraft und Warme I. Arten der Kupplung Die Kupplung von Kraft und Warme kann mannigfacher Art sein. In industriellen B'etrie- ben, wie in der Textil- oder chemischen Indu- strie, die groBe Dampfmengen fiat- die Fabri- kationsprozesse laufend benotigen, hat man schon fruhzeitig erkannt, dab die Verbindung von eigener Stromerzeugung im Gegendruck- betrieb mit Abdampfverwertung sehr vorteil- haft sein kann. tyl, tit #116, k\ \ amo 4000 6000 h 6000 .7.thres5tunden Abb. 1: Geordnete Jahresbelastungslinie eines Heizkraftwerks a) Nicht in den Turbinen ausgenUtzte Dampfabgabe b) Grundbelastung aus Warmwasser- bereitung Ahnlich verhalt es sich beim Betrieb von Heizkraftwerken. Auch hier wird die Warme- energie vorher zur Stromerzeugung heran- gezogen. Die Errichtung solcher Anlagen ist hauptsachlich in dichtbesiedelten Stadtgebie- ten lohnend, in denen mit einem Warmebedarf auch in warmeren Jahreszeiten, z. B. filr Kli- niken, Hotels, Schwimmbader oder industrielle Abnehmer zu rechnen ist. Die Warmedichte sollte mindestens 40 bis 50 Mill, kcal/km2 be- tragen. Eine weitere Moglichkeit der Kupplung von Kraft und Warme in ortlich und zeitlich gra- Berem Rahmen bietet der Verbundbetrieb zwi- schen alpinen Wasserkraften und Heizkraft- werken, wie er in Bild 1 angedeutet ist. Der Mangel an Wasserkraftdarbietung, der ohne geeignete Jahresspeicherung regelmaI3ig in den Wintermonaten zu verzeichnen ist, kann durch Warmestrom, der im Gegendruckbetrieb er- zeugt wird, teilweise ausgeglichen werden. Da- dutch, dab diese saisonbedingten Einfliisse der beiden Betriebsarten gegenlaufig sind ? im Sommer viel Wasser und geringer Warme- bedarf, im Winter umgekehrt kann man in Verbindung mit vorhandenen thermischen Grundlastwerken zu giinstigen Ergebnissen kommen. Auf diesen Voraussetzungen fallen verschiedene Planungen in SOddentschland. Auch die unmittelbare Ausnutzung der Erd- warme in den geothermischen Kraftwerken in Norditalien, deren weiterer Ausbau mit ERP- Mitteln geplant 1st, darf hier nicht unerwahnt bleiben. Die Verwertung der methanhaltigen Gru- bengase in Gasturbinen zur Energieerzeugung ist technisch ebenfalls mtiglich. Man hat er- rechnet, daB im westeuropaischen Steinkohlen- bergbau in absehbarer Zeit rd. 800 000 Nm3 je Tag, bezogen auf einen oberen Heizwert von 4300 kcal/Nm3 anfallen. SchlieBlich sei noch an die mannigfachen Arten der Abhitzeverwertung aus Fertigungs- prozessen der Eisenlilitten- und Zementindu- strie erinnert, wobei die Gase entweder un- mittelbar oder mittelbar aber die Dampferzeu- gung zur Stromerzeugung dienen. II. Technische Gesichtspunkte ei alien Gegendruckanlagen ist anzustre- ben, den Abdampfdruck intiglichst niedrig zu wahlen, um em n hohes Warmegefalle in der Maschine zu erhalten. Die Absenkung des Gegendrucks ergibt, wie sich rechnerisch leicht nachweisen lafit, einen hdheren Gewinn als eine Druck- und Temperatursteigerung, die oft mit teuren Investitionen erkauft warden muB. Bei kleineren Leistunnen verschleohtert sidh iiberdies der Turbinenwirkungsgrad, wenn das S ch luck verm o gen den D ruck verh altnissen nicht ,angeglichen werden kann. Setzt main z. B. ,das adiabatische Warrnepefalle zwi- 4 8 12 16 20 h 24 Tagesstunden Abb. 2: Tagesbelastungsverlauf eines aus- gefUhrten Heizkraftwerks an einem Winter- tag. Auf3entemp. ?3 bis +2?C schen 56 ata und 450? C Frischdampf und 5 ata Gegendruck gleich 100",A, so erhalt man bei gleichbleibendem Gegendruck durch eine Druck- und TemperaturerhOhung auf 111 ata und 490? C einen Gewinn von 240/o, wahrend bei Beibehaltung des ursprunglichen Frischdampf- zustandes die Absenkung von 5 auf 2 ata Gegendruck einen Gewinn von 27,60/0 erbringt. Industriebetriebe werden wohl selten fiber die 40 atii Druckstufe hinausgehen und eher danach trachten, durch Umstellung in der Fa- brikation den Gegendruck zu ermaBigen. Fiir kleinere Anlagen sind zwar Kolbendampf- maschinen hinsidfflich des Dampfverbrauchs besonders bei Teillasten end der Anlagekosten tiberlegen, jedoch liefern sie einen olhaltigen Abdampf, der haufig unerwiinscht und dessen Entolung betrieblich schwierig und oft unvoll- standig ist. Daher bevorzugt man vielfach mehrstufige Darnpfturbinen mit niectrigem Dampfverbrauch end holier Drehzahl, die fiber Getriebe mit dem Stronierzeuger gekuppelt sind. Die geordnete Jalaresbelastungskurve eines stadtischen Heizkraftwerkes zeigt Bild 2. Die Erfahrung lehrt, doll es wirtschaftlicher ist, die an verhaltnismaI3ig wenigen Tagen des Jahres auftretenden Dampfspitzen mit reduziertem Frischdampf (schraffierte Flache a) abzudek- Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 Approved For Release 2 Seite 232 ? Nr. 115 (27) Industriekurier Wochenausgabe Technik und Fors chung Mittwoch, 1. August 1951 ken, als sie in den Turbinen auszuniitzen. Die Flache b stellt die durch AnschluB von Dauer- abnehmern ,erzielbare Grundbelastung dar. Bild 3 ist die Wiedergabe der Tagesbelastung eines ausgefahrten Werkes an einem Winter- tag. Die Warmelieferung paBt sich gut dem ablichen Sbrombeiderf eines stadtischen Elektri- zitatswerkes an, wo in. den frilhen Margen- stunden eon stealer Lastanstieg erfolgt und der abendlichen Lichtspitrze ehenfalls ein erhohter Warmehedarf entspricht. IWO J FM AM A SON D Planate Aipelwasserk raf I -Strain 7/d/d/d//, Wartnekraft -Strom 11a,iiiisliTeemmterzeugung Abb. 3: Ergdnzung der Alpenwasserkrafte durch thermische Kraftwerke Trotzdem ist es zweckmaBig, em Heizkraft- werk mit einem Kondensationsteil auszuriisten, der etwa 300/0 der gesamten Leistung umfas- sen sollte. Erst dadurch wird em n wirtschaft- licher Betrieb und em Ausgleich zwischen dem elektrischen und thermischen Bedarf innerhalb eines begrenzten Versorgungsgebietes mog- lich sein. Die Wahl des Warmetragers ist schon oft erortert worden. Die Abgabe von Dampf wird man dann vornehmen, wenn industrielle Ab- nehmer die Warmelieferung in diesem Aggre- gatzustand benotigen, sei es, urn damit unmit- telber Antriebsmaschinen zu 'betreiben, sei es um Verfahrensprozesse mit Dampf durcihzufahren. Gegentiber Niederdruckdampf lessen sich mit dem gleichen Querschnitt bei Heif3wasser we- sentlich groBere Warmemengen transportieren. In geschlossenen Rohrsystemen mit Umwalz- pumpen bieten Hohenunterschiede kein Hin- dernis. Je nach der AuBentemperatur kann mit verschiedener Vorlauftemperatur gearbeitet werden, die durch mehrstufige Vorwarmung geregelt wird. In grOBeren Netzen geht man bis auf 1800 C. In Gegenstrom-Oberflachen-Vorwarmern laBt SilCh Mittels HeiBwassers Niederdruckdampf oder Warmwasser bereiten, wobei beide Kreislaufe getrennt bleiben. Im Primarkreislauf treten nur Undichtigkeitsverluste auf, die in maBigen Grenzen blethen. Hocihdrudhkreislauf und Kes- selanlage bleiben ,dadurch von dam Ersatz des int S ekunddrkreislauf venbr au cht en Dampf es oder Wassers und von Verunreinigungen un- berahrt. In Berlin erwagt man, die nachtliche geringe Belastung der Elektrizitatswerke dadurch zu verbessern, dal3 man mit Nachtstrom groBe Ruthspeicher aufladt, die den Dampf zur Be- heizung von Gebaudekomplexen liefern, welche schon jetzt mit Sammelheizungen ausgeriistet sind. Nach Ausbau von Fernheizwerken und eines Fernheiznetzes kOnnen derartige Spei- cher als Statzpunkte far Spitzendeckung und zum ljelastungsausgleich innerhalb eines weit- verzweigten Netzes ,dienen. Wirtschaftliche Gesichtspunkte Mogen auch ,die Meinungen tiber die Ko- stenaufteilung eines Heizkraftwerks, welche Betrage zu Lasten der Stromerzeugung und welche zu Lasten der Warmelieferung gehen, divergieren und daraber im Fachschrifttum zahlreiche Vorschlage existieren, so ist grund- satzlich zu sagen, daB jede Stromerzeugung im Gegendruckbetrieib our etwa die Halfte his emn Drittel des Brennstoffaufwandes gegeniihet dem reinen Kondensationsbetrieb erfordert. Je groBer die Warmedichte eines Gebietes, desto lohnender ist die zentralisierte Warmeversor- gung. Die Ausnatzung der Kohle in modernen Kesselanlagen oder deren vorherige Verge- sung ? unter Entziehung der Kohlenwert- stoffe ? zum Antrieb von Gasturbinen in Fernheizwerken ist volkswirtschaftlich gesehen vorteilhafter als die Erzeugung von Warme in vielen kleinen Feuerstatten mit unsachgemaBer Bedienung und schlechterem Wirkungsgrad. Wichtig ist es, die Benutzungsdauer der Warmeabgabe auszudehnen und durch bau- lithe die Material- und Ver- legungskosten des Heiznetzes zu senken. Auch ware es erwiinscht, daB die offentliche Versor- gung bei der Tarifgestaltung den berechtigten Interessen der Industrie bei Kupplung von Kraft und Warme das notwendige Verstandnis entgegenbringt. Es ist nur zu bedauern, daB zahlreiche wert- voile Planungen von Fernheizwerken, die im Zusammenhang mit dem Wiederaufbau der zerstOrten GroBstadte vorliegen, infolge Feh- lens der notwendigen Geldmittel vorlaufig nicht zur Ausfahrung kommen konnen. Zum Tell mag hieran auch die abweichende Auf- fassung schuld sein, welche die Amerikaner aber die ZweckmaBigkeit derartiger Anlagen haben. A. GraBmann Messen und Priifen in der Fertigung Wir Menschen ,des sogenannten technischen Zeitalters neannen die Erzeugnisse der Technik insoweit tfast burner als gegeiben trio, ale wir MRS aber ihre Entstehung ,wenig Gedanken machen. Wir wundern ,uns vielleicht aber des Funk- tionieren mancher Dinge, argern uns otter fiber liar Versagen, ,aber ,denken selten odor nie tiber dais Woher und Warum nach. Da schrat- ben wit- achtlos eine neue ,Glahlampe in die Fassung und waren erstaunt, wenn sie nicht paBte, wenn sie zu locker ware oder wornaglich gar nicht hineinginge. Gliihlampen werden zu Millionen taglich gefertigt und eine wie die andere imuB ,wahllos in die Fassung passers, tiberall auf ,der Erde ,und ibedingungslos. :Socket und Fassung haben. ,gewisse, sehr sargfaltig auifeinander abgestimmte Abmessungen. Diem Made auBerst genau einzulhalten, wtirde die Fertigungskosten erheblich eihdhen, denn sie miiBten ,dann tatsachlich an jedem Stuck ein- zeln ,gemessen ,werden. Man verzichtet des- halb bewuBt auf idieses genaue Feststellen des ?IstniaBes" urbd setzt Toleranzen lest, inner- halb ,deren das ?IstmaB" ream an sich verlang- ten ?SollmaB" abweichen dant. Nun bedarf es nur noch einer ,Prafung, oh die Toleranz ein- gehalten ist, d. 11 es wird ,kein genaues Mall mehr ,gemessen, sondern nur noch seine Lage innerhallb oder auBerhalb des ,Feldes der zu- lassigen Abweichungen festgestellt. Messen und Prafen haben also sehr unterschiedliche Ergebnisse Wie groB sind nun solche Toleranzen? Als der erste Kolben in den erten Dampf- maischinenzylinder eingeftihrt wurde, da muBte man probieren, wie groB das Spiel sein durfte, ohne zuviel Dampf vonbeizulassen. Soweit wir wissen, bewegte man sich in der GroBenord- nung von weniger als einem Zehntel Zoll, also von 1 his 2 Millimeter, ohne aber die wirk- lichen Made festzustellen. Man pal3te em. Wenn haute Zehrdausende von 1Motarkolhen oder Kolbenholzen taglich gefertigt werden, dann bewegen sioh die zulassigen MaBabweichungen ,Aber noch starker wirkt sich die Art der Fertigung airs. Wird em n bestimmtes Stack einmal her- gestellt, dann konnen nile wiichtigen Abmes- sungen wirklich gemessen werden, soweit sie nicht durch das yarn Deutschen ,Normenaus- schuB Sestgelegte Toleranzsystem toleriiert sind und ,durch Prtifung ,gesichert werden. Sind aber groBe Stilckzahlen gleicher Werksttioke zu fer- tigen mid mussels diese wahllos ,gegeneinander austauschbar sein, dann entistehen Probleme meB- und priifteohnischer Art, ,deren Erorte- rung u. a. auf der die:sjahrig,en 'Hauptversamm- lung des Vereines Deutscher Ingen,ieure in Hannover yargeselien ist. So wird z. B. 'tuber die Bewahriung von autoinatischarbeiten- den Pr ill geraten berichtet, bei denen die zu ,pridenden Teile eine mit Feintastern aus- geriistete Meastelle ,durchlaufen. Die Anzeige der Feintaster lost automatisch omen . Wei- chenmechanismus aus, so daB die Prii,Pstucke nadh ?gut", ?AueschuB" und ,,Nacharbeit" sor- tient werden. Andere ,Gerate prilfen mehrere Made gleichzeitig und bedienen sich dabei me- chanischer, elektrischer oder pneumatischer MeBgerate. Alle diese ,Clerdte sind .darauf ein- gestellt, samtlliche Teile zu prilfen. Dadurch entstehen jedoch nailer erlheblichen Kasten auch lbetrachtliche Zeitverluste. IYIanchmal ,dauert das Prtifen danger als das Fertigen. Hier ,bietet die Anwen,dung statistischer M e tho den eine wesentlic:he Verelnfachung. Die Thearie dieser atif mathematischen Grund- lagen .aufgebauten Methoden besagt, ,daf3, wenn 500 Teile einer Ferbigungsserie !geprilift ,und far einwandfrei erkilart wurden, mit einer Sicher- heit von 99,50/0 angenommen warden kann, dad linter den nachsten 10 000 Stuck ,auch kein schlechtes ist. :Pas usher ist eine Giite, die ,durch noch so sorgfaltige Einzelmessung in wirt- sohaftlich tragbarer Weise nicht untenbaten werden ,kann, Wo also die Grundvoraussetzun,g einer gesetz,mafil gen Fehlerverteilung enfant ist, ,da ,bietet sich in der ,statistischen Answer- in der ,GroBenordnung von eini,gen Missend- stel Millimeter, und diese Steigerung der An- forderun,gen an die MaBhaltigkeit hat ihre Urs,aohe irn nie en,d,e,nden Stre,ben nach Verbes,se- rung und Verbilligung der Erzeugnisse in der gesamten industrielle,n Fertigung. Bin neues Be- arbeitungsverfahren bidet hohere Genauigkeit, ,deren Uberwacihung Wieder fordert bessere Me13- und Priamittel. Urn ,diese herstellen zu kOnnen, sind genauere Verfahren, bessere Werkstoffe notig, und so entsteht der ewlige Wettlauf nach ,dem Bes,seren, ,dem Billigeren, dem ,Hoherwertigen. AlerdJings ist der BP gil 1ff 0. er Ge- n rig gkeit relati v. Wir pflegen eine Arm- b,and,uhr ,als amen H2Ohepunkt ,genauester Fer- tigung anzusehen. Betrachten win ihre Einzel- teile aber mit den M,aBstaben, die wir bei- spielsweise tin Motorenbau ,anwende,n, dams stel- len wir mit lErstaunen fast, dad eine Uhrenwelle mit einem Durchmes,ser von rvielleicht einem hatben Millimeter mid em n Hundertstel Milli- meter ,genau gefertigt wird. Wiirden wir eine Motorwelle von vielleicht 50 Millimeter Durch- messer vergleichswelise ebenso ?gertau" her- stellen, dann darften wir Abweichungen von einem Millimeter zulassen! So sind also die Aufgaben des Messens und Prafens stark von der Art der jeweiligen Erzeugnisse abhangig. Oberfldchenprofilbild einer gedrehten Stahlwelle. Aufgen. mit Leitz-Forster-Gertit. MaBstab: longs 25:1, quer: Tellung 2/1000 mm, d. h. von Bergspitze zu Bergspitze etwa 0,3 mm, von Tal bis Spitze etwa 0,02 mm tung von Stichprobenmessungen eine wesent- Eche Verbilligung der Prtifkosten. Werden dann diese Stichproben an der Maschine selbst ,ge- nommen, dann sinkt die Fehlermoglichkert noch welter, well jade etwa festgestellte unzu- lassige ,AbweicIsun,g von den ,SollmaBen sofort durch Nachstellen ausgeglichen warden kann. So wunde die Mathematik zu einem niltzlichen Hilismittel helm Prtifen in der Fertigung. Aber die Mall- and Formgenauigkeit stallen nicht alle,in Ansprtiche an die MeStechnik. Die GI at t e oder ,umgekehrt die Rauheit der 0,b erflachen wird neuendings dormer star- ker mit bestimmten Antorderung en vorgeschrieben. Wenn Opel beispiels,weise dara,uf verzichten kann, die lastige ,Ge,schwin- digkeits,b,eschrankung wahrend der Einfahrzeit varzuschreiben, dann ,deshalb, well es seinen Fertigungsin,genieuren gelun,gen ist, den sonst erst ,durch das ,Einlaufen der Motoren erzielten Ob,erflachenzustand an den ,Laufflachen der Motorzylin,der und Lager schon waihrend der Fertigung einwandirei zu erreichen. Welche Prolbleme fertigungs- und meStechnischer Art dabei zu losen waren, snag allein ,darau,s er- k,annt werden, dad man haute Rauhigkeiten in der GroBenordnun,g von einem Tausendstel Fortsetzu,n,g auf Seite 233 Approved For Release 2003/10/16: CIA-RDP80-00926A004100010001-6 pprove or e ease Mittwoch, 1. August 1951 Industriekurier Woohenausgabe Technik und Forschung Nr. 115 (27) ? Seite 233 Arbeitsgestaltung und Arbeitsschutz This Mechanisierung unzahliger Arbeitsvor- gange fillut in steigendem MaBe zu ,der Auf- lassung, dell die Maschine im Fabrikationspro- zeB die HauptsaChe und ?cler Menisch die Neben- sache sell. Aber wenn es ,auch schon ddenkende" Maischinen gibt und den Menschen kaum etwas anderes zu tun 13tielinott, ail and die Knopfe zu thicken, so ,bleiht doch stets sin Rest Kop- unid rating, clle ihm kein noch so .fein ausgekltigelter Mechanismns abnimmt amid die ihn immer wiedier in den Mittelpunkt der Al- beit steak. Wtir sill-id vm so mehr verpfltichtet, heute wie jederzeit die Aaibett mach .dem Menschen auszurichteri und nicfht umgekehrt, as mine die Physidlogen lad Grund .eingehender Forschun- gen genau sag.en kOnnen, wo die Grenzen der menschlichen Leistungs- f&higkeit liegen. Der' Enengiethaushalt ides Mensohen mull normalerweise ansigeglidhen sein, d. h. sein Kagorienverbrauch und die Zufuhr von 'Kelp- rien durch die Nahrurbg miissen einander mugs- petit sein. Kurzzeibige Hocthstletistungen ge- fahrden den Menschen natiirlich nicht, Site gehen aber auf Kasten Ides Korpergewichts und bedingen daher eine e..nitsprec.hencle Erholung. Rechnet man .die Kalorden, die ,der Mensah thur seine taglichen Vennichtungen braucht, such wenn er nicht ,aribeitet, von dem ,Gesamturnsatz all, so bleibt sin gerwisser Betrag thr die Arbeit verfiigbar. Da ,dieser nicht ilberschritten wer- den kann, muB Sr in haushalterischer Weise auf idle Arbeitszeit verteillt wercien. Bedingt dais Arbeitstempo einem sclharelleren Verbrauch, so miissen entsprechend lunge Pau- sen in die Arbeit eingesohaltet werden. Es let sinarlos und geradezu gegen ,alle Re- geln itier Vernunft, den Mensehen zu zwingen, wahrend der Zeit, die er unbectingt run Er- bolting und Entspannung braucht, Arbeit zu markieren. Die Zeiten, in denen stramarie Hal- lung in leder Lebenslage Trumpf war und Sawn bei .der Arbeit ails Faugheit 'gait, mdBten endighlllig vorbei sein. Es mull aber nicht nur .gefordert werden, daB ,die Erkenntnisse der Arbetitsphystiologen von den Anbeitsvorbereitern amid Kalkulatoren, ,die In den IBetriehen mach Rein mid sonstigen Systemen idle ISttiCkzeiten festlegen, zurKennt, nis genominen und in ihre Berechnungen ein- bezogen werden, sondem es mull such idarauf fdngeartbeitet werden, claB der Beg/tiff ?Arbeits- schutz", linter Idem bllshen Jugendschutz und Frauensdhutz, Arbeitszeitsahutz, Hygiene idler Arbeitsstatte, .t.jrzfallverhiltung and ahnliche Dinge zusammengefaBt :sind, auch auf den Schutz des arbeitenden Menschen vor tberbeanspruchung ausgedeihnit wird. Man braucht dabei gar nicht an Systeme zu denken, bed den:en fortlaufend die Hochstleisitung von haute zurn, normalen ?teistungs;Solg" von morgen gemacht wird); schon 'des Verweigern elmer Anbeitsertleichte- rung, die den Mensohen schont, ohne ,der Ar- bat Abbruch zu tun, It Rantlabau an der Ar- beitskraft. Es let ? urn nun ein Beispiel zu nennen ? nicht einzutsehen, warum der Fai- rer eines StraBenhahnwagens heute noch:stehen mull, ,wahrend der Omnibusfahrer wie leder andere Kraftfahrer shirt und sitzen dart Es list in ,den Gesetzen, ,die sich mit den Fragen des Arbeitsschutzes befassen, schon violets nieder- gelegt, was dem ,arbeitencten Menschen dais Lel-yen erleidhtert und seine Gesundheit sohilizt. Es let Aber notwendig, claB die ,Gesetzgebung mit den wissensOhaftliichen ErkenntniSsen fort- schreitet. Zu den IRtickwirkimgen, die die Nichtbeach- tung 'der physiologischen Erfordemisse mit sich bringt, gehart minter anderem such die hohe Unfa1lanfalligkeit, die muter den Menschen im Betriebe und ,auf der StraBe in dimmer steigendem Malls ?Opfer fordert. Die seit Jahrzehnten geilbten und er- problem Unfallverhiitungspraktiken: techuii- sdher Unfallschutz (Maschinenschutz), Verhal- tungsmaBregeln und Beeinflussung ,der Men- schen durch Anschauungsmaterial ratteln die Ivienschen zwar !Ulmer wieder auth und mache:n ihnen immer wieder die Gefahren bewuflt, ge- gen die sie sich nun Idurah immerwahrende .Selbsterzieihung schiltzen konnen. Doch werden, wie man Leader fesistellen mull, nicht nur die Unbelehrharen und die Besserwisser von Un- fallen getroffen, sondem .auch verniinftige und verantwortungsbewate 1Menschen, ,einer Ansprache zuganglich shad und der NotWendig- kelt standiger Vorsicht zustimmen. Man kann dtese Fagle nicht einfacili mit der allgemeinen menschlichen Unzulanglidhkeit ,abtun, der auch Idle Besten unterworfen sind, sondem muB prd- then, ,ob man nicht itrgendwie mar Wurzel ,des libels vordringen kann. Das scheinbar Unver- Messen und Prilten in der Fertigung Fonsetzung von Seite 232 Millimeter ohne ,allzu groBe Schwierigkeit zwar erkennen und sogar ausmessen karm, claB es aber hummer noch recht schwierig ist, eine soldhe Oberflachengiite mit Voribedacht an Tausenden von Werkstacken dinw.andfrei zu erzeugen. Die ,Abbildung zeigt eine normale gedrehte Oberflache einer IStahlwelle in fol.- genden MaBstalben: 25 mm in der Langsrich- tung ,bedeuten in Wirklichkeit 1 mm, wahrend der Abstand der waagerechten ,MaBlinien in Wirklichkeit 2/1000 mm ,bettagt. Das aufge- zeichnete Gebirge Oat em n zwar stark vergrd- Bertes, ether doch naturgetreues Abbild des Zustandes der Oberflache. An den Opelteilen wiirde such em n Gebirge zeigen, dais, wenn tiberhaupt noch erkennbar, sich allenfalls zwi- schen ,zwei benachbarten MaBlinien bewegen darfte, also etwa 1 bis 2 tausendstel Millimeter Rauhigkeit hat. Wit sehen also, wie die fast ins Unvorstellhare verfeinerte Technik Ides Messens und ,Priifens in Ider Eertigung unmittel- bar pr,aktische Folgen ,fer den Benutzer eines Kraftwagens hat. Ob Glithlampe oder Kraftwagen, ob irgend- ein anderes Erze.ugnis der Technik, liegen Opel ihrer .HersLellung irgend,welchen Pril- fungen, ohne deren sinnvolle Anwendung ,der heutige hohe ,Stand der fechnik unmogLich ware. Ks. Wirtschajtlich planen ? auch bei der Verpackung Einwandf Ablavti rte., rann Bit amen Bitumen im neuen Gewande Alle hisherigen Versuche der Bitumen- industrie, elan gleichwertigen Ersatz far die im Bituanengeschait allgernein beikannt,en Eisen- blechtrommeln ma besch,aff en, haben inehr oder weniger unbefriedigende Resultate gebracht. Nun hat die Deutsche Erdbl-Aktiengesell- schaft (DEA), Hamburg, nisch langwierigen Vor- arbeiten eine Verpackungsmethode hir Libre geblasenen Bituanensorten geschaff en, die aillen Anforderungen. ,entspricht. Das heiBfhissige Bi- tumen -wird in besonders impragnierte und dadurch absolut dichte Jutesacke gefillit, die mach dem Erkalten beqtiem verladen werde.n konnen und auch gegen Witterungseinfhisse bei langerer Lagerung he Freienthinreichend wider- standsfahig shad. Nach ,dem AufreliBen einer Langsnaht keen das Sackgewebe ,leicht vom Bitumen abgezogen warden, da die hnprag,nie- rung ein Festkleb,en mit Sicherheit verhindert. Der Verkaufspreis fin in Seken verpacktes Bitumen liegt trotz der mit cler sorgfaltigen prdgnierung verbundeinen IvIanipulationskositen noch tinter den he-ate ftir Trommelware gUlti- geal Notierungen. Wesentlicile Verringerung des Taraverlustes sowie Linalrhangigikeit von der jeweiligen Versorgungslage mit Fein- blether]. .geben der von der lleutscheri ErdOI- Aktiengesellsohaft (DEA) here its am Inland ale anah inn Ausland zum Patent angemeldeten Ver- packungsart gute Einfehrungsmoglichkeiten, Approved For Release 2003/10/16: CIA-RDP80-00926A004100010001-6 Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-10926A00 0 II iis Seite 234 ? Nr. 115 (27) Industriekurier Wochenausgabe Technik und Forschung Mittwoch, 1. August 1951 sitandliche wird .alber oft ventstancRich durch die aus TJblerheanspruchung resultierende geistige und kOrperliche Abgespannttheit, die ein Nach- lessen ,cler Vorsicht und Aufinerksamkeit nahezu zwangslaulig mit such ibringt. Daher dist dIe ?Ilnitallverhiitung" tauch immer wieder ? so- welt amen nicht Idurah itecihnische Mafinalimen ?narrensicthere" IMaschinen schaffen kann, .die .durch Hire Bauweise jeden Unfall anitsschltieBien ? darauf ibedacht, die Menschen dahin zu gen, daB ickaB sie iunbewuBt, sozusagen im Schlaf, das Richtige tam. Selbstverstandlich werden ruff leinsicihtige Menschen such systematisch irgendwelche Venhaltungsweisen .angewohnen; die.andern sind mehr oder weniger iihrem GliiOk oder Ungliick ausgellefert, soweit man Isle nicht durch rigorose MaBregeln ? die Furcht vor Strafe 1st .unter Umstanden gruBer .als die Furcht vor 'einem Unifaili ? idoch Ibis zu einem gewlissen Grade zu dhrem Gitiok zwingen kann. Man &Ake glanben, igerade ,beim Ingenieur,? der .doch dazu erzogen List, nicht das zu tun, was er will, sondem das, was ?es" ? ides Material ? will, id, ii. den inn .Staff 'steckenden physikalischen und chemischen Gegeigeben- heiten igeirecht zu werdert, Isaiah Verstandnis filr die psychologitschen mid physioilogisaben Ge- gebenheiten inn IvIenschen zu linden. Leider List dies nicht limier der 'Fall Der Ingenieur dist In erster Lillie der schoplenischen Albeit verfallen, ,er ringt mit dem Staff und seiner Gestaltgebung, 1st .aliso geneigt, das iihrige, was der Arbeiter idazu tut, lags selbstverstandlich hinzunehmen, iund des um so melhr, je h?iher qualifiziert idie mit ihm wirkenden Mensthen sind and je verstandnisvoller isle 'aid seine Gedanken ,eingehen. Aus idliesem Grunde ist es richtig, 'deli der Verein Deutscher Ingeindeure hei seiner dies- jahrigen Ilauptversammlung (31, 7. ibis 3, 8. in Hannover) elle ichiese Probleine in einer be- sonderen Fachsitzung zur Sprache hringt mind .dal3 er den Ingenieuren, die jahreus, jahrein in die Konstruktionsarbeit oder in die Fertigung .eingespannt sind, idle ithoer Obhut .anvertrauten Menschen wieder einmal dahin rackt, wohin isle gehoren: in den Mittelpunkt der Arbeit. Bezugsguellen DIN-gerechter Erzeugnisse Beim Deutschen NormenausschuB (DNA) gehen laufend Anfragen -nach Lieferern fiir DIN-Teile cm. Da der schnelle und liickenlose Nachweis von Normteil-,Herstellern und -Hand- lern die Einfiihrung der Normen wesentlich fordert, ist die Auskamftsstelle des DNA be- rnaht, die Vefbindung der Hersteller mit den Verbrauchern von DIN-Teilen zu vermitteln. Der im vergangenen Jahr auf Veranlassung des Ausschusses ?Normenpraxis" im DNA entstan- dene Bezugsquellennachweis soli mit Unter- stiitzung des Rationalisierungs-Kuratoriums weitergefiihrt und den ?DIN-Mitteilungen" so- wie den Rundschreiben und Mitteilungen der einzelnen Fachnormenausschasse wieder bei- gefilgt werden. Die Aufnahme in diesen Nachweis ist kostenlos. Hersteller iund Handler von genorm- ten Teilen werden daher gebeten, sich wegen Aufnahme ihrer genormten Erzeugnisse in den Bezugsquellennachweis an den Deutschen Nor- menausschuB, Berlin W 15, UhlandistraBe 175, zu wenden. Technische Versehrtenftirsorge Die Versehrtenverbantde betonen haufig, daB eines der wichtigsten Rechte des Versehrten das ?Recht auf Arbeit" ist. Wenn man von einem kleinen Prozentsatz Korperbeschadigter absieht, der standig pflegebedikftig ist und daher far jeden Arbeitseinsatz ausfallt, so ist im Hinblick auf .die groBe Masse der andern festzustellen, .daB das ?Vers.ehrtenproblem" in der Tat h.auptisachlich das Problem der Schaf- fung von Existenzen fiir die Versehrten ist. Die meisten Korperbesdhadigten sind nicht nur willens und in der Lage, zu arbeiten, son- darn sie sind auch fahig, die Arbeiten, die der ihnen verbliebenen ?Leistungsbreite" angemes- sen skid, ebensogut .auszufittiren, wie em Ge- sunder. Die Feststellung der Erwerbsbeschran- kung bedeutet ja such nicht, daB der Betref- fende keinesfalls mehr als nur amen bestimm- ten Bruchteil von dem verdienen kann, was Foto: Peter J. Aden:doe em Gesunder verdient, sondern, .daB er nur noch eine beschrankte Auswahl unter den Be- rufen hat, die ihm ohne seine Beschadigung offengestanden hatten. Da die Blinden, die Hand- und Armamputierten und die sonstigen unmittelbar Arbeitsbehinderten wiederum nur amen .gewissen Prozentsatz unter den Versehr- ten darstellen, treten die durch Versteifungen, Bewegungsbehinderungen, ja sager Beinampu- tationen und ahnliche Korperschaden hervor- gerufenen Hemmnisse bei der Arbeit selbst nur in verhaltnisanaBig geringem 'MaBe in Erschei- nung. Trotzdem ist in manchen Betrieben keine rechte Lust zur Ein.stellung von KOrperbescha- 'digten zu verspiken. Zum Teil beruht dies wohl auf einer falschen Einschatzung der Leistungsfahig- keit der Versehrten, zum Teil sind hierfiir allerdings auch andere Grande ma13.gebend. Es ist in Fachkreisen oft genug klargestellt worden und wird such von den einsichtigen Korperbeschadigten selber anerkannt, daB beispielsweise der Kandigungs- schutz eine zweischneidige W.affe ist. GewiB empfindet derjenige, den in Arbeit steht, den Schutz als angenehm. Fiir viele Betriebe ist er aber em Grund, die Pflichtquote freiwillig nicht zu iiberschreiten. Auch die Anrechnung des Arbeitsverdienstes his zu einer gewissen Hobe auf die Rente, die an sich vollkommen logisch begriindet ist, fiihrt dazu, daB der Ar- beitsverdienst erst .dann far den Versethrten interessant wird, wenn er den Rentenausfall iiberschreitet. Dies heint durchaus nicht, daB die Versehrten in ihrer Gesamtheit den Wert der Arbeit nur nach dem Verdien,st einschat- zen; aber die Betriebe haben zum Teil Erfah- rungen mit einzelnert, die lediglich Verdienst mid Rente gegeneinander abwagen, und schlie- 13en von diesen auf alle ilbrigen. Zweifellos ist dies sehr bedauerlich, aber es wird unendlicher Anstrengungen bediirfen, urn diese Zustande zu andern. Der Versehrte seinerseits macht umgekehrt auch den Betrieben gegeniiber mit Recht ge- wisse Vorbehalte, selbst wenn or bei der Ein- stellung weder dem Kiindigungsschutz noch dem Arbeitsverdienist iibertriebene Wichtigkeit beimint. Er will vor allem als vollwerti- ger Mensch gelten und nicht auf ?Druck- posten" gesetzt werden. Er will umgekehrt such, daB das Opfer, das er hat bringen M1.16 - sen, respektiert wird, und daB man ihm die durch seine Beschadigung notwendig geworde- nen Riicksichten ohne Aufhebens .entgegen- bringt. Die Art und Weise, wie man than be- gegnet und seine Arbeit erleichtert bzw. mag- 11th macht,list fiir seine innere Binstellung zum Betriebe maBgebend. Sind diese psycholoceschen Schwierigkeiten behoben, so steht zwar prinzipiell der Arbeits- aufnahme nichts im Wege; indessen konnen hierbei neue Probleme aultauchen, die nicht mehr mit sozialpolitiscrhen MaBnahmen, son- darn nur durch medizinisch-techni- s ch es Fa chw is sen gelost werden konnen. Zunachst mull ffir den zu Vermittelnden die verbliebene Leistungsbreite festgestellt weriden, wozu ganz exakte Methoden zur Ver- fiigung stehen. Sodann mull cue auch den geistigen und seelischen Anlagen dies Betref- fenden angemessene Arbeit ausfindig gemacht bzw. der Versehrte fin einen solchen Beruf geschult warden. Hierbei kann der Ingenieur, diem im Betrieb die Planung und Vorbereitung der Fabrikation obliegt, sich in ausschlaggeben- der Weise einschalten. Bin in vielen Fallen gangbarer, leider noch viel zu selten beschrit- tener Wag ist die Zerlegung von Arbeitspro- zessen in Einzelverrichtungen; anstatt mehrere Krafte den gleichen Arbeitsproze13 durchfiihren zu lassen, kann man unter Urnstanden jedem Beteiligten einen Teil theses Prozesses, eine Hochleistungs- Siebmaschinen in modern ster Bauart liefert: VV. FLAMRICH RECKLINGHAUSEN Spezialfabrik fiir Siebmaschinen Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 Approved For Release 2003/10/16 : CI A - Mittwoch, 1. August 1951 Industriekurier Wochenausgabe Technik und Forschung Nr. 115 (27) ? Seite 235 einzelne Verrichtung zuweisen und dadurch erreichen, daB auch Korperbehinderte mit ein- geschaltet werden, denen die Abwicklung des ganzen Prozesses zu schwer oder unmoglich ware. Ein diesbeztiglicher Versuch, der bereits einmal mit ErfoIg durchgefiihrt worden ist, ver- dient unbedingt Beachtung und Nachahimung. Der andere Wag ist die Ausrilstung der Versehrten mit Kunstgliedern, die sie in die Loge versetzen, den erlittenen Vetlust wenigstens in irgendeiner Hinsicht auszugleichen. Wahrend man beztiglich des Ersatzes von Ben .und Beinen, ja selbst von Handen schon ganrz beachtliche Erfolge erztielt hat, ist es mit der Ersatzbeschaffung fiir ab- gesetzte Arme, insbesondere Oberarme, noch nicht zum besten bestellt. Die rein mechanisch durch verbliebene Muskelpartien bewegten Kunstarme sind durchweg schwerfallig and vie- lerlei Storungen unterworfeni such sind und bleiben sie tote Anhangsel, die dam Versehr- ten niemals das Gefiihl geben, amen auch nur einigermafien vollwertigen Ersatz air den ver- lorenen Arm zu besitzen. In neuester Zeit ist allerdings em Arm ent- wickelt worden, dessen Steuerung in Uberstim- mung mit dem nach der Amputation verblei- benden Phantomgeftibl arbeitet und somit spon- tanen Regungen des Prothesentragers Inach- kommt. Da ferner ,die von aul3en auf die Kunst- hand wirkenden Krafte umgekehrt auf die Ner- ven des Stumpfes tibertragen werden, entwik- kelt sich der Kunstarm nach einiger Gewohnung zu einem unbewat betatigten und daher ange- nehmen und brauchbaren Hilfsrnittel, an dessen Einzelheiten unbedingt weitergearbeitet werden Denn noch fehlt es im Augenblick an einer universal brauchbaren und weitgehend verschleiBiesten Kunsthand ftir diesen Arm. Bei der in Hannover stattfindenden Jahres- versammiung des Vereines Deutscher Inge nieure werden alle diese Dinge zu.m Gegen- stand airier besonderen Fachsitzung gemacht werden, bei der langjahrig mit der Materie vertraute Fachleute sowohl aus dem Ingenieur- wie auch ens dem Arztberuf die Probleme be- sprechen und zur Diskussion stellen werden. AEG-Hollentalbahnlokomotive fiir 50 Hz Um die Frage zu klaren, ob der Anschlui3 von Vollbahnen an die ,allgemeine Landesver- sorgung mit Wecheelstrom von 50 Hz gegen- Biber dem bewahrten System der Versorgang mit Einphasen-Wechselsbrom 16/3 Hz tech- nische und wirtschaftliche Vorteile bringt, hat die Deutsche Reichsbahn im Jahre 1933 den EntschluB gefaBt, die Hollentalbahn, die das Rheintal mit diem Hochschwarzwald verbindet, 1000 vier Lokomotiven warden von den Firmen AEG, BBC, SSW und Fried. Krupp erstellt. Die Inbetrieb- setziumf der Balm erfolgte im Ja.hine 1936. Von diesen vier Lokomotiven ist nur eine mit 50-Hz- Kommutatormotoren ausgertistet worden, wahrend die tibrigen Lokomotiven zwei Gleichrichterlokomo- tiven und eine Umformerlokomotive nach dem System Punga-Schon sind. Dieser groBztigig durchgeftihrte Versuch der Deutschen Reichsbahn, der den Nachweis der se? e , 45' usd J90 e' MIMI a 171:92Vn 5 ? 57m 959m 932m800 iCs '5850m .30 Cs 0 1'8- 888k, 800 eo'>- 800 700 6 'IP ,.' 1 ATP AE G ,1,41rt _:friftr, ? ''f?N 7. , Das Zeichen fur elektrotechnische Hochstleistungen ? V? nvie_ 125?016?GROSSKRAFTWERK ? ERSTER AUSBAU 124000 kW ? 1951 IN BETRIEB*.:::0-M:AEC4N Planung und Boo von Gro6kraftwerken sind der PrOfstein fur die leistungsfahigkeit eloktrotedmischer Gro6untemohnsta. Gro6kraf mark isr eine Burnous von E rfah run g en auf den verschiedenssen Teilgobieten der Elektrotedmik end des -Moschinenbaus vereinigt, die nor von 'loser Gro6firma im Lauf? von Johrrehntengesammelt werd?n hams. Die AEG erriduote seit ihrern Bestehen ins In. nod Auslande eine grafi? Ansahl bedeutendorGroBkraftworke In die Wont. fiche end industrielle Energieversorgung end lieforte Turbinonsatte mit einerGesamtleistung von mohrals 20Millionen kY'S ,ALLGEMEINE ELEKTRICITATS - GE S E LLSCHAFT 5254 Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 A r mip ri Fnr RPIPaSP 2003/10/ FACHBUCHER EVERWEN DUNG ? ENERGIETECHN ? 0 oe Cg -RDP80-00926A004100010001-6 VORANZEIGE In kurzer Zeit erscheint das Fachbuch Wasserpflege in Industrie - Dampfkesselanlagen von Diplom- Ingenieur B. Woe Ike, Hamburg -Altana Das Lehrbuch Ober Kesselspelsewasser,das bisher gefehlt hat Der Verfasser erlautert auf Grund seiner Erfahrungen in Ober zwanzigiahriger Praxis die chemischen Vorgange und Anforde- rungen in der Kesselwasserpflege so einfach und klar, dae auch der in der Chemie nicht bewanderte Betriebsmann sic verstehen kann. PREIS 750 DM FRARITLIS-WEIRLAG ABTEILUNG ENERGIE MUNCHEN 2 ? LUISENSTRASSE 17 ?WI II4 HNIK ? ENERGIEVERWENDUNG ? WARM It1H3S113I ? MINH 111311811317:1 ? N Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 ACHT JAHRZEHNTE HANNOVERSCHER BEZIRKSVE REIN DEUTSCHER INGENIEURE Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 ACHT JAHRZEHNTE HANNOVERSCHER BEZIRKSVEREIN DEUTSCHER INGENIEURE Von DR.-ING. LUDWIG CROON Oberbaurat Aus An1aB der Hauptversammlung des V. d. I. 1951 in Hannover dem Hannoverschen Bezirksverein in Dankbarkeit gewidmet. Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 Die Abbildungen wurden zur Verfiigung gestellt : Abb. 2 vom Stadt-Archiv der Landeshauptstadt Hannover, Abb. 4 und 6 von Fabrikant Max Knoevenagel, Abb. 7 von Oberingenieur Theodor Damm, Abb. 8 von Direktor Curt Neuber, alle tibrigen vom Verfasser. Die Abbildung auf dem Umschlag zeigt das und Sterbehaus von Gottfried Wilhelm Leibniz in der SchmiedestraBe zu Hannover (nach einem alten Stich). Das Haus wurde 1943 durdi Luftangriff vollstandig zerstart. Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 Die Geschichte des Hannoverschen Bezirksvereins deutscher Ingenieure ist bereits zweimal geschrieben. Zum ersten Male wurde sie etwa 1912 begonnen. Wenn ich mich recht erinnere, war ihr Verfasser Philipp Hermann R osenkr an z. Sie war kurz vor Beginn des ersten Welt- krieges fertiggestellt und wurde bei den damals alteren Mit- gliedern zwecks Erganzung und Richtigstellung in Umlauf gesetzt. Wahrscheinlich hat sie sich zuletzt in den Handen von Hermann Fischer befunden, der im Februar 1915 verstarb, und in dessen NachlaB sie verlorengegangen ist. Spatere Nach- forschungen sind ergebnislos verlaufen. Spater wurde diese Arbeit vom Verfasser in Angriff genommen. In mehrjahriger Arbeit wurde durch eingehendes Studium der Akten (soweit sie noch vorhanden waren) und Zeitschriften, sowie durch zahlreiche Riickfragen beim Gesamtverein und den alteren Mitgliedern die Geschichte unseres Bezirksvereins nahe- zu liickenlos zusammengestellt. Sie war 1932 fertiggestellt, und zwar karteimaBig mit etwa 5000 Karten. Sie enthielt das Griindungs-Protokoll, samtliche Vorstande, samtliche gehaltenen Vortrage, die wichtigsten Beschhisse, die Festlichkeiten und Be- sichtigungen, die Mitgliederbewegung usw., ferner die Mit- arbeit von Mitgliedein unseres. Bezirksvereins beim Gesamt- verein. Es fehlten nicht die in friiheren Jahrzehnten zahlreichen fiir Sonderfragen eingesetzten Kommissionen, sowie die spateren Arbeitsgemeinschaften (A. D. B. usw.). Und endlich enthielt sie die Geschichte des vom Hannoverschen Bezirksverein ins Leben gerufenen ?Verbandes technisch-wissenschaftlicher Vereine zu Hannover." Diese Kartei wurde in den folgenden Jahren planmaBig vervoll- standigt und weitergefiihrt, ist dann aber bei den Bomben- angriffen auf Hannover im Jahre 1943 restlos verlorengegangen. Wenn mir jetzt vom Vorstand des Hannoverschen Bezirks- vereins der ehrenvolle Auftrag iibertragen wurde, fur die bevor- stehende Hauptversammlung die Geschichte unseres Bezirks- vereins zu schreiben, so stehe ich vor einer nicht leicht zu 3 Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 losenden Aufgabe. Die Akten unseres Bezirksvereins sind .ebenfalls restlos verlorengegangen; die Durchsicht samtlicher alten Zeitschriften ist wegen der Ktirze der Zeit nicht durchftihr- bar. Ich muB mich also auf einige wenige noch in meinem Besitz befindliche Aufzeichnungen, in vielen Fallen aber auf mein Gedachtnis stiitzen. Wenn mir dabei Fehler,unterlaufen sollten, wird man dieses verzeihlich finden. Den Hauptwert meiner Arbeit glaube ich darin zu erblicken, daB recht viele Mitglieder unseres Bezirksvereins veranlafit werden mochten, aus ihren Erinnerungen Mitteilungen zu machen, die dann gesammelt und bei einer spateren Neubearbeitung unserer ?Geschichte" verwendet werden konnten. Die Griindung. Pfingsten 1856. Der akademische Verein ?Hate" feiert sein zehnjahriges Stiftungsfest zu Halberstadt im Harz. Bereits auf dem vor- jahrigen Stiftungsfest war die Grtindung eines ?Vereins deutscher Ingenieure" ins Auge gefa.1,3t. Jetzt sollte der Ge- danke in die Tat umgesetzt werden. Am zweiten Pfingsttage, am 12. Mai 1856, fuhren junge be- geisterte Ingenieure, von denen keiner das dreiBigste Lebens- jahr tiberschritten hatte, auf Leiterwagen, die mit frischen Maien geschmtickt waren, von Halberstadt nach Alexisbad. Und hier wurden 23 Namen unter die Griindungsurkunde des ?Vereins deutscher Ingenieure" gesetzt, um ?die ?geistigen Krafte der deutschen Technik zusammenzufassen zum Wohle der gesamten vaterlaridischen Industrie". Dieser Gedanke fand schnell begeisterte Aufnahme in alien deutschen Landen. An vielen Orten wurdep ?Bezirksvereine" gegriindet, so noch im gleichen Jahre 1856 in Dusseldorf, Berlin, Aachen, Kaiserslautern und Dortmund, 1857 in Gleiwitz und Magdeburg, 1861 in Weimar, Stettin und K?ln, 1862 in Bern- burg, 1863 in Breslau, 1865 in Altena und Chemnitz, 1869 in Mannheim. Auch in Hannover hatte sich eine Anzahl Manner zusammen- qefunden, die den Gedanken der Grtindung eines ?Bezirks- vereins" ins Auge gefaBt hatten. Als geistiger Begriinder und 4 Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 Abb. 1 k Heimann Fischer, * 1840 t 1915 Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 tatkraftiger Forderer dieses Gedankens mul3 Hermann Fischer bezeichnet werden, der, damals dreiBigjahrig, sich einige Jahre vorher als Zivilingenieur in Hannover niedergelassen hatte. Um ihn scharten sich Manner wie Edmund Heusinger vo II Waldegg, 'Moritz Rilhlmann, Otto Grove, Carl Uhl e nhut h und andere. Nach mehrfachen Vorbesprechungen wurde die Griindung des ?Hannoverschen Bezirksvereins deutscher Ingenieure" am Freitag, dem 25. Marz 1870, im Viktoria-Hotell vollzogen. In seiner bescheidenen Weise iibernahm Hermann Fischer nicht den Vorsitz des neugegriindeten Vereins, sondern tiber- lieB ihn dem Oberingenieur Edmund Heusinger von Waldegg. In seinem Griindungsjahr zahlte der neue Verein 60 Mit- glieder. AuBer den oben bereits genannten finden wir Louis Bode, E. A. Dreyer, de Ha-en, Hermann Hagen, Hauers, Friedrich Heere,n, Georg Holzapfel, Albert Knoevenagel, H.Kriegar, A.Schneemann. Der Vorsitzende. Eine Besonderheit des Hannoverschen Bezirksvereins war es, daB der Vorsitz jedes Jahr wechselte. Man war bei dieser MaI3- nahme von dem Gedanken ausgegangen, daB der Vorsitz, wenn er ernst und pflichtbewuBt aufgefaBt und durchgefuhrt werden sollte, einen erheblichen Arbeitseinsatz erforderte, und daB man diesen einem einzelnen nicht langer als em n Jahr zumuten konne. In der Wahl des Vorsitzenden entwickelte sich im Laufe der Jahre em n regelmaBiger Turnus: Technische Hochschule ? Industrie ? freier Beruf. Als spater em n Geschaftsfuhrer eingestellt wurde, der den Vor- sitzenden in seiner Arbeit weitgehend unterstiitzte, wurde satzungsgemaB vom Jahre 1931 ab die Amtsdauer des Vor- sitzenden auf mehrere Jahre verlangert. Ein Verzeichnis samtlicher Vorsitzender seit der Grundung be- flndet sich im Anhang. *) Das Viktoria-Hotel stand an der Edce der GeorgstraBe und WindmithlenstraBe, dem heutigen Geschaftshaus der Wurttembergischen Metallwarenfabrik. 6 Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 Abb. 2. .Hotel Victoria", GeorgstraBe, Ecce WindmiihlenstraBe, in welchem die Griindungs-Versammlung des Hannover-schen Bezirksvereins stattfand. Das Haus wurde 1906 abgebrochen. Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 Approved For Release 2003/10/16: CIA-RDP80-00926A004100010001-6 ? Sitzungen und Nachsitzungen. Der Hannoversche war der fleiBigste aller Bezirksvereine, denn er hielt seit seiner Griindung bis in die dreiBiger Jahre dieses Jahrhunderts vom 1. Oktober bis zum 31. Mai jede Woche eine Sitzung ab, und zwar am Freitag, d. h. an dem WOchen- tage, an welchem unser Bezirksverein gegriindet wurde. In jeder dieser Sitzungen wurden Vortrage gehalten. Bis etwa 1890 waren es meistens keine groBere, umfassendere Vortrage, sondern jeweils zwei oder drei Kurzvortrage, oder besser gesagt, Mitteilungen, die durch Kreideskizzen an der Wandtafel er- bautert wurden. In diesen Mitteilungen berichteten Mitglieder des Vereins iiber besondere Ereignisse oder technisch wissens- werte Vorkommnisse aus ihrem Berufsleben, an die sich dann regelmaBig ausgedehnte und anregen.de Aussprachen an- schlossen. Erst in den neunziger Jahren ging man dazu iiber, urn- fassendere, abendfallende Vortrage zu veranstalten, zu denen man besondere Fachleute, teilweise auch von auswarts, heran- zog. Heute ist dieses bekanntlich zur Regel geworden. Besonders bemerkenswert ist es aber, daB man nach SchluB der Sitzung nicht auseinanderlief, sondern sich noch bei einem gemiitlichen Glase Bier zusammenfand, urn hier die Ausspradie iiber die Vortrage fortzusetzen, sich iiber private und geschaft- lithe Dinge zu unterhalten oder einen mehr oder weniger be- kannten Witz zum besten zu geben. Dabei wurde es (nach einem Ausspruch von Wilhelm Rieh n) dann Olje, unres wurde auch Zwolje`, bis man sich anschickte den Heimweg anzutreten. Dies e ?Nachsitzungen" haben auBerordentlich dazu beigetragen, daB sich die Mitglieder des Hannoverschen Bezirksvereins kennenlernten, sich naher rtickten und gewissermaBen wie zu einer Familie zusammenschmolzen. Dieser schone Brauch ist bis zum Zusammenbruch 1945 aufrecht- erhalten. Es ist zu erstreben und zu hoffen, daf3 es uns audi jetzt gelingt, unsere Tradition in dieser Beziehung fortzusetzen. 8 Approved For Release 2003/10/16: CIA-RDP80-00926A004100010001-6 Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 Die ?Commissionen." Einen besonders breiten Raum in der Arbeit des Hannoverschen Bezirksvereins nahm die Tatigkeit der ?Commissionen" em. Tauchte eine besondere Frage innerhalb der Mitglieder oder angeregt durch einen Vortrag auf, so wurde hierfur eine Commission, meistens bestehend aus drei bis fiinf Mitgliedern, eingesetzt. Diese bearbeiteten die gestellte Frage eingehend unter sich und setzten em n Gutachten auf. Dieses wurde in einer Mitgliederversammlung vorgelegt und bot haufig AnlaB zu recht ausgedehnten, lebhaften und fruchtbringenden Aussprachen. Hauflg wurden auch solche Fragen von Behorden, wie beispiels- weise der Stadtverwaltung oder dem Polizeiprasidium, dem Verein zur Bearbeitung und Begutachtung iibertragen, da diese Behorden zu jener Zeit eigene technisc.he Abteilungen, die dazu imstande gewesen waren, noch nicht hatten. Aus der groBen Ellie der bearbeiteten Fragen seien einige herausgegriffen: ?ZweckmaBige Schutzvorrichtung bei l3enutzung der Pferde- eisenbahn", und ?Nutzen, einer allgemeinen Wasserleitung f?r Hannover und speziell filr dessen Industrie". Die Behandlung der ?Arbeiterwohnungsfrage" (1873) hatte sogar zur Aus- schreibung einer ?Concurrenzaufgabe" gefiihrt. Audi die offentliche Gesundheitspflege .spielte langere Zeit eine groBe Rolle in den Sitzungen. Dieses fiihrte schlielllich dazu, daB auf Veranlassung und Betreiben des Bezirksvereins em n ?Verein f?r offentliche Gesundheitspflege" gegriindet wurde. Eine weitere bedeutsame Frage, die in jener Zeit sehr eingehend behandelt wurde, war die Sicherheit im Dampfkesselbetriebe. Schon im Jahre 1872 hatte der Hannoversche Bezirksverein eine ;,Dienstvorschrift f?r Kesselwarter" herausgegeben, die bereits im nachsten Jahre in dritter Auflage erscheinen konnte. Man war der Ansicht, daB fiir die Sicherheit des Dampfkessel- betriebes zwar eine gesetzliche Regelung erforderlich sei, daB Man aber die Durdifahrung dieser Gesetze und die Uber- wachung der Dampfanlagen zweckmaBig der privaten Wirtschaft tiberlassen miisse. Nach langen und eingehenden Verhand- lungen mit den maBgebenden Stellen und der Industrie wurde am 1. September 1873 der ?Verein zur Uberwachung von Dampfkesseln mit dem Sitz in Hannover" gegrandet. 9 Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 Abb. 3 Edmund Heusinger von Waldegg, 1817 t 1886. Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 Approved For Release 2003/10/16: CIA-RDP80-00926A004100010001-6 Es soil hier nicht unerwahnt bleiben, daB gleichzeitig mit dem Hannoverschen Bezirksverein auch der ?Gewerbeverein fiir Hannover" in der gleidien Richtung tatig gewesen ist. Besichtigungen. Um den Gesic.htskreis seiner Mitglieder zu erweitern, wurden vom Hannoverschen Bezirksverein seit seiner Griindung bis auf den heutigen Tag alljahrlich mehrere Besichtigungen durch- gefiihrt, die sich nicht nur auf Hannover und seine nahere Umgebung beschrankten, sondern haufig auch in Tages- und Halbtagsausfliigen auf groBere Entfernungen fiihrten, so daB die Teilnehmer em n Bild von der Mannigfaltigkeit der nieder- sachsischen Industrie gewinnen konnten. Haufig wurde von dem besichtigten Werk zu einem ImbiB eingeladen. In der Regel bildete aber eine gemeinsame Kaffeetafel oder em n gemiitlicher Abtrunk den AbschluB dieser Besichtigungen. Hauptversammlung in Hannover. 1874. Vom 9. bis 12. September 1874 fand die 15. Hauptversammlung unter dem Vorsitz von L. Wintzer in Hannover statt. Sie hatte sich im Gegensatz zu den voraufgegangenen Hauptver- sammlungen einer unerwartet groBen Teilnehmerzahl zu er- freuen. Sie beschaftigte sich in der Hauptsache mit Unfallverhiitungs- manahmen und Schutzmitteln an Maschinen und .mit der Aufstellung von Normalmal3en f?r guBeiserne Rohren, sowie mit der Patentgesetzgebung. Der BegriiBungsabend fand in den.Ranmen des ?Odeon" an der Goseriede statt, wahrend als ?Versammlungslocal der prachtige Conzertsaal des Hof-theaters durch die Mimificenz des Kaisers auf wohlwollende Verwendung der maBgebenden Chargen dem Vereine zur Verfilgung gestellt worden war". Das gemeinsame Pestmahl am 9. September wurde in dem ?mit reichem und sinnigem Schmuck ausgestatteten" Kaisersaal des Odeon eingenommen. Dann bewegte sich em n stattlicher Zug von iiber 100 ?Wagen der verschiedensten Gespanne" durch 11 Approved For Release 2003/10/16: CIA-RDP80-00926A004100010001-6 Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 ' die Stadt und den Georgengarten nach Herrenhausen, wo namentlich die ?groBartige Fontane" mit ihrem ilber 67 Meter hohen Strahl die allgemeine Bewunderung erregte. Abends war Festvorstellung im Koniglichen Hoftheater, wo eine Oper, em n Lustspiel und em n Ballett-Divertissement geboten wurde. Der Tag wurde beschlossen durch em n Zusammensein im Garten des Tivoli (KOnigstrafle), der sich zu Ehren der Gaste im Glanze seiner vollstandigen Beleuchtung zeigte. Der 10. September wurde eroffnet mit einer gemeinsamen Kaffeetafel im Zoologischen Garten. Nachmittags fanden ?Ex- cursionen nach den verschiedenen industriellen Etablissements in der Stadt selbst und dem Vorort Linden" statt. Fur die Fahrt nach Linden hatte die Direktion der Hannover-Alten- bekener Eisenbahn einen Extrazug zur Verftigung gestellt. Ftir den Abend hatte die Stadt Hannover zu einem ?einfachen Abendessen" in das Odeon eingeladen, an dem such eine nicht geringe Zahl von Biirgern der Stadt mit ihren Damen erschienen waren. Es soil eine auBerst gemiltliche Stimmung geherrsdit haben. Am 11. September brachte em n Extrazug die Teilnehmer nach Wilhelmshaven. Am Eingange der Stadt bot eine mit Flaggen geschmiidde Ehrenpforte den Ankommenden em n herzliches Willkommen. AuBer Besichtigungen verschiedener Einrich- tungen, der Schleusenanlagen und mehrerer Kriegsschiffe wurde auch eine Fahrt nach der AuBenjade auf den beiden von der Admiralitat zur Verftigung gestellten Avisos ?Loreley" und ?Boreas" unternommen. Nadi einer Fahrt im Extrazug ilach Bremen wurde der Tag durch em n gemtitliches Beisammensein im ?geschmackvollen" Seale des Kiinstlervereins und an- schlieBend im Ratskeller beendet. Der letzte Tag, der 12. September, fiihrte dann noch eine groBe Zahl der Teilnehmer nach Osnabriick zur Besichtigung der Georgs-Marien-Htitte. Ein gemeinsames Abendessen vereinigte dann die Teilnehmer noch einmal in den Raumen des Schiltzen- holes in Osnabruck. Damit land die 15. Hauptversammlung ihr Ende. Mit Stolz konnte der . junge Hannoversche Bezirksverein auf den Ablauf dieser Hauptversammlung zurtickblicken, deren Durchfiihrung wohl hauptsachlich der rastlosen und tatkraftigen 12 Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 fn.- -6 I et st Abeeds reet dee: reeen Artnaterstikken eeegerii stet .AtS Piestarr,, e, Kareen- hgeenTarafell Abb. 4. Fest-Kessel von 1896. (Gezeidmet von Philipp Hermann Rosenkranz.) Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 Vorbereitung des derzeitigen Vorsitzenden Carl Uhlenhuth und Hermann Fischer zu danken ist. Zum SchluB sei noch erwahnt, daB samtlichen Teilnehmern eine prachtig ausgestattete Festschrift iiberreidit wurde. Festlichkeiten. Fast regelmaBig wurden j?lich zwei groBere gesellige Ver- anstaltungen durchgefiihrt: das ?Stiftungsfest" und das ?Winter- fest" Das ?Stiftungsfest" wurde in die Mlle des Stiftungstages (25. Marz) gelegt tind war em n Herrenabend, auf dem Frohlich.- keit und Humor herrschte. Nach einem mehrgangigen Festessen begann em n langeres Programm mit den verschiedensten humoristischen Vortragen. Dazwischen wurden Lieder gesungen, von denen viele eigens f?r diesen Abend ?gedichtet" waren. Den BeschluB bildete dann em n ?Festspiel", ebenfalls eigens fiir diesen Abend ?gedichtet" und von Vereinsmitgliedern dargestellt. Um einen Begriff von diesen ?Festspielen" zu geben, sollen hier wenig- stens zwei Titel genannt werden: ?Der Uberfall in der Eilenriede" oder Die blutige Rache des EisengieBers. Ein romantisch-humoristisches Schauderdrama mit Gesang und Feuerwerk in einem Akt. (1891) ?Die Rauber" Trauer-, Schauer- und Familiendrama in entsetzlicher Realistik in einem Vorgange. Vorempfunden von Schiller, nachgespielt von Meyer. (1897) In ?einem anderen Festspiel ?Die Ahnen vom Freitag" (1881) treten u. a. als handelnde Personen auf: Archimedes, ein- armiger Hebelerfinder und Dampfcavalleriste und Iphigenie Buschmiiller, gefalsdites Milchmadchen. 14 Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 ? Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 Die Festkarten, ?Festkessel" genannt, enthielten Speisenfolge und Festordnung. Sie waren prachtig gezeichnet, mit humo- ristischem Einschlag, und entstammten jahrzehntelang dem Zeichenstift von Philipp Hermann Rosenkr an z. Daneben wurde noch eine Art Bierzeitung herausgegeben ?Der lustige Festkessel", in welchem die Mitglieder und die Ereig- nisse des abgelaufenen Jahres in herzerfrischender Weise glossiert wurden. Die vielen Jahrgange des ?Lustigen Fest- kessels" waren eine Fundgrube kostlichen Humors. In Dank- barkeit soil an dieser Stelle des ?lebenslanglichen Festkessel- Redakteurs" Ernst Block gedacht werden. Das ?Winterfest" mit Damen brachte em n Festessen und emn kiinstlerisches musikalisches Programm. Es verlief wohl meistens in den Ublichen Formen. Selbstverstandlich gab es auch hier kiinstlerisch schbn gezeichnete Festkarten. Gewerbe-Ausstellung Hannover 1878. In den Jahren 1835 bis 1859 hatten in Hannover sechs Gewerbe- Ausstellungen stattgefunden, die aber dem eigentlichen Zweck, einen Uberblick iiber den derzeitigen Stand und Anregungen fur die weitere Entwicklung des Gewerbes und der sich daraus entwickelnden Industrie zu geben, nur sehr wenig entsprochen hatten. Es wurde daher im Hannoversthen Bezirksverein der Plan einer gronen umfassenden Gewerbe-Ausstellung in Hannover er- ortert. Da der Bezirksverein allein far em n solches Unternehmen eine zu geringe Unterlage bot, suchte man andere Organi- sationen fur diesen Plan heranzuziehen. Es gelang hierftir den ?Gewerbeverein fiir Hannover" (den Veranstalter der friiheren Gewerbe-Ausstellungen), den Zentral-AusschuB der kbniglichen Landwirtschaftsgesellschaft, die Handelskammer Hannover und den Architekten- und Ingenieur-Verein zu Hannover zu gewinnen. Der Erfolg dieser ?Provinzial-Gewerbe-Ausstellung zu Han- nover 1878" war em n glanzender. Neben dem duBeren Erfolg brachte er einen ReiniiberschuB von 32 900,17 Mark. Dieser UberschuB wurde auf BeschluB der ?Generalkommission" der Ausstellung und unter Zustimmung. des Ministeriums f?r 15 Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 Handel und Gewerbe in einem Fond festgelegt und dem Gewerbeverein ftir Hannover zur Verwaltung ilbergeben. Dem ?Verwaltungsrat" dieses Fonds gehorte auch em n Mitglied des ? Hannoverschen Bezirksvereins an. Zum zweiten Male Hauptversammlung in Hannover. 1892. Vom 29. bis 31. August 1892 fand die 33. Hauptversammlung des V. d. I. unter dem Vorsitz von H. Car o in Hannover statt. Vorbereitet und durchgeftihrt wurde sie von Otto T a ak S. Sie nahm einen so glanzenden Verlauf, daB sie auf Jahre hinaus ftir die folgenden Hauptversammlungen als Vorbild gedient hat, aber kaum iiberboten sein diirfte. Die hauptsachlichen Beratungspunkte waren die Aufnahme der ftir FluBeisen geltenden Normalbedingungen ftir die Lieferung von Eisenkonstruktionen fur Briicken und Hochbau, sowie Mannahmen zur Einftihrung des vom V. d. I. festgelegten metrischen Schraubengewindes in die Praxis. Die Sitzungen fanden im Festsaale des alten Rathauses statt, wahrend das Festessen am 29. August in dem damals graten Seale Hannovers, dem neuen Festsaale des Arbeitervereins (spater ?Burghaus" genannt) eingenommen wurde. Am Abend des gleichen Tages Festvorstellung im Kg1. Hoftheater ?Der Freischtitz". Far die Damen waren am 29. und 30. August Rundfahrten durch die Stadt und die Eilenriede mit Kaffeetafel in Bischofs- hole vorgesehen, wahrend von den Herren Besichtigungen industrieller Werke vorgenommen wurden. Am Abend des 30. August war em n Gartenfest im DOhrener Turm angesetzt. ?Der Garten erstrahlte im Glanze elektrischen Lichtes und zahlreicher farbiger Lampen; im Hintergrunde rauschte em n ansehnlicher durch einen Reflektor (6000-7000 N.-K.) beleuchteter Wasserfall aus betrachtlicherHOhe herunter." Nicht programmaBig war allerdings der stromende Regen, die zuckenden Blitze und der grollende Donner. Dieses tat aber der Feststimmung keinen Abbruch ? die Stimmung war hervor- ragend, und em n frohlicher Tanz beschloB das schone Fest. Einen wiirdigen AbschluB fand die Hauptversammlung durch einen Ausflug nach Bremen und Bremerhaven. 16 Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 Abb. 5 Otto Taaks, ? 1849 t 1924 Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 Am Nachmittag des 31. August ging es mit Sonderzug nach Bremen. Nacli Besichtigung des Freihafens und der Aktien- gesellschaft Weser wurde der Tag mit einem Abendschoppen im Konzertgarten Tivoli besthlossen. Am nachsten Vormittage Fahrt mittels Sonderzuges nach , Geestemiinde. Nach Besichtigung der Hafen, Werft, und Lloyd- anlagen schloB sich mittags eine Seefahrt auf einem Raddampfer des Norddeutschen Lloyd nach dem Leuchtturm auf dem Roten Sande an, der damals kurz vorher erbaut war. ?Die Seefahrt muBte man allerdings, urn angesichts der herrschenden Gesund- heitsverhaltnisse keine Seekranken zuriickzubringen, bei ver- haltnismaf3ig langsamer Fahrt vor dem angesetzten Ziele unter- brechen; doch hat dies der Feststimmung keinen Abbruch getan." Auf der Ruckfahrt wurde das Wetter ruhiger, und nachdem eine Polonaise durch die samtlichen Schiffsraume dazu AnlaB gegeben hatte, wurde auf Deck flott getanzt, zumal auch inzwischen strahlender Sonnenschein eingetreten war. Ein frohlicher Abtrunk im Bremer Ratskeller beschloB die 33. Hauptversammlung. Nicht unerwahnt darf bleiben, daB der Hannoversthe Bezirks- verein jedem Teilnehmer eine 182 Seiten starke Festschrift iiberreicht hat. Von den Teilnehmern dieser Hauptversammlung werden nur noch sehr wenige unter uns weilen. Ich selbst habe vor einigen Jahrzehnten auf anderen Hauptversammlungen oft horen konnen, daB von der Hauptversammlung in Hannover 1892 mit Worten des groBten Lobes und der hOchsten Anerkennung gesprochen wurde, und daB diese die schOnste und bestorgani- sierte gewesen sei. Und wenn der Vorsitzende des Gesamtvereins H. Caro mit begeisterten Worten dem gastgebenden Bezirksverein als einem ?Wirte wundermild" Anerkennung und Dank ausgesprochen hat, so glaube ich, daB dieses im Sinne aller Teilnehmer geschehen ist. Das Vereinslokal. In den ersten Jahren nach der Griindung hatte man das Ver- sammlungslokal haufiger wechseln miissen, was durch die 18 Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 Approved For Release 2003/10/16: CIA-RDP80-00926A004100010001-6 liannoverscher Bezirks-Verein deutscher Ingenieure. Abb. 6. Fest-Kessel von 1905. Der ?Fest-Kessel" auf dem Rednerpult im Vortragssaal des Hannoverschen Kiinstlervereins. (Gezeichnet von Philipp Hermann Rosenkranz.) Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 wachsende Mitgliederzahl und damit groBere Teilnehmerzahl an den Sitzungen bedingt war. SchlieBlich wurde das Caf? Rabe am Agidientorplatz (heute ?Hansahaus") als dauerndes Vereinslokal beibehalten. Nachdem darn einige Jahre hindurch die Versammlungen im ,,Haus der Vater", Lange Laube, abgehalten waren, siedelte man etwa urn die Jahrhundertwende zum kiinstlerhaus, SophienstraBe, ?ber, wo gleichzeitig em n neben dem groBen Vortragssaale gelegenes Zimmer gemietet wurde, in welchem der Vorstand seine Sitzungen abhielt, und in welchem auch die Akten des Vereins untergebracht waren. Die Wande dieses ?Vorstandszimmers" schmiickte unsere ?Ahnengalerie", d. h. die Bilder samtlidier Vorsitzenden seit der GrUndung des Bezirksvereins. In der Inflationszeit war es dem Hannoverschen Bezirksverein infolge der dauernden Geldentwertung nicht mehr mOglidi, die Miete fur Vortragssaal und Vorstandszimmer aufzubringen. Er sah sich daher leider genotigt, beide aufzugeben. Fiir das Vorstandszimmer gelang es, in einer Privatwohnung Prinzenstr. 15 em n groBeres Zimmer zu mieten. Dieses wurde im Jahre 1943 mit seinem gesamten Inhalt durch feindliche Brandbomben vernichtet. Fiir die Sitzungen stellte zunachst in entgegenkommender Weise die Continental in ihrem Verwaltungsgebaude, Vahren- walder StraBe, einen groBeren Vortragssaal unentgeltlich zur Verfilgung. Infolge der ungiinstigen Lage lieB aber der Besuch der Sitzungen immer mehr nach. Der Hannoversche Bezirks- verein nahm daher gem das Anerbieten von Professor Friedrich Schwerd an, der den Vortragssaal in seinem Werkzeug- maschinen-Institut der Technischen Hochschule fiir die Sit- zungen zur Verfiigung stellte. Nadi eingetretener Stabilisierung unserer Wahrung konnten die Sitzungen wieder nach der Stadtmitte verlegt werden, und zwar in den oberen Saal des Biirgerbrau am Rathenauplatz. Eine blaue Fahne mit dem goldenen V. d. I.-Zahnrad, die an den Sitzungstagen wehte, zeigte auch nach auBen, wo der Hanno- versche Bezirksverein seine Versammlungen abhielt. Auch die Ublichen ?Nachsitzungen" erlebten hier eine Teilnehmerzahl, wie sie wohl selten vorher erreicht wurde. 20 Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 Bis auch diese Raumlichkeiten unter den feirKilichen Brand- bomben in Triimmer sanken ? ? Forderung des Nachwuchses. Der Hannoversche Bezirksverein ist sich stets bewufit gewesen, da13 die Pflege des technischen Nachwuchses eine wichtige Auf- gabe des Ingenieurvereins ist, und daB die Betreuung dieses Nachwuchses nicht vernachlassigt werden darf. Er hat sich deshalb im ,besonderen der damals einzigen in seinem Bezirk liegenden Hoheren Maschinenbauschule in Einbeck angenommen. Er hat dieser Schule langere Jahre hindurch regelmaBige geld- lithe zukommen lassen. In der Verwaltung dieser Schule war er durch em n Mitglied ?vertreten, welches in den Sitzungen des Bezirksvereins ilber den Stand und die Entwick- lung dieser Schule berichten muBte. Die Betreuung fand ihren AbschluB, als die Schule im Jahre 1907 aufgelost wurde. Verband technisch-wissenschaftlicher Vereine in Hannover. Wahrend Otto Taaks im Jahre 1903 Vorsitzender des Han- noverschen Bezirksvereins war, gelang es seiner Initiative, in Hannover den ?Verband technisch-wissenschaftlicher Vereine" ins Leben zu rufen. Mit dieser Tat hat Hannover eine wichtige Pionierarbeit geleistet, die im Jahre 1916 durch die Griindung des ?Deutschen Verbandes technisch-wissenschaftlicher Ver- eine" ihren kronenden AbschluB land. Das Abkommen wurde gesthlossen zwischen a) dem Hannoverschen Bezirksverein deutscher Ingenieure, b) dem Hannoverschen Bezirksverein deutscher Chemiker, c) der Erlektrotethnischen Gesellschaft Hannover e. V. Die drei genannten Vereine begriindeten unter der obigen Bezeichnung em n naheres Verhaltnis zueinander, um durch gemeinsame Unternehmungen die Interessen der Einzelvereine zu fordern. Als gemeinsame Unternehmen wurden folgende genannt: a) In der Zeit vom 1. Oktober bis 31. Dezember und vom 1. Januar bis 1. Mai jedes Jahres werden allmonatlich je 21 Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 zwei gemeinsame Vortragsabende veranstaltet. (Im Jahre 1905 wurde beschlossen, diese Zahl auf monatlich einen Vortrag herabzusetzen.) b) Der Verband veranstaltet gemeinsame Besichtigungen tech- nischer Anlagen. c) Der Verband veranstaltet die Herausgabe gedrudder, wOchentlidi erscheinender ?Mitteilungen", in welchen die vom Verbande und den Einzelvereinen zu veranstaltenden Versammlungen und Besichtigungen angezeigt und ilber die abgehaltenen Veranstaltungen berichtet werden soil. d) Zur Erledigung der schriftlichen Arbeiten soil em n gemein- samer Sekretar bestellt werden. e) Zu den von den Einzelvereinen veranstalteten Vortrags- abenden haben die Mitglieder der anderen dem Verbande angehorenden Einzelvereine als Gaste freien Zutritt. Den Vorsitz soil der Vorsitzeride des Ingenieurvereins ftihren. Ebenso soil der Schatzmeister des Ingenieurvereins die Kassen- geschafte erledigen. Die Kosten, welche aus den gemeinsamen Unternehmungen erwachsen, sollen auf die drei Vereine nach dem Verhaltnis der Mitgliederzahl verteilt werden. Dieses Abkommen trat mit dem 1. Januar 1904 in Kraft und wurde auf unbestimmte Zeit getroffen. Da aber durch die Fiihrung des Verbandes sowohl der Vor- sitzende wie auch der Schatzmeister des Ingenieurvereins zu stark belastet wurden, wurde am 26. Oktober 1906 beschlossen, daB der Verband einen eigenen Vorsitzenden und einen eigenen Schatzmeister erhalten sollte. ?Die Wahlen sind gultig fiir die Dauer einer Amtsperiode von zwei Jahren. Der Vorsitzende ist wieder wahlbar ftir eine folgende Amtsperiode, der Kassen- wart auch fur weitere Amtsperioden." Zum Vorsitzenden ftir die folgenden Jahre wurde Otto Taaks gewahlt. Eine Zusammenstellung samtlidier Vorsitzenden befindet sich im Anhang. Da es sich aber ergab, daB die Kassengeschafte des Verbandes am einfachsten durch den Schatzmeister des Ingenieurvereins erledigt werden konnten, so ging auf letzteren die Verbands- 22 Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 Approved For Release 2003/10/16: CIA-RDP80-00926A004100010001-6 kassenfidhrung vollstandig iiber. Der Geschaftsgang wurde so gehandhabt, daf3 der Ingenieurverein als der groBte der Einzel- vereine samtliche Ausgaben fur den Verband-vorlegte und sie dann halbjahrlich anteilmaBig von den Verbandsvereinen wie- der einzog. Diese Regelung wurde bis zum Jahre 1931 beibehalten. Vom Jahre 1932 ab wurden die Kassengeschafte des Verbandes von einem eigenen Kassenfilhrer besorgt. Vom Tage seines Bestehens ab hatte der Verband gemaB seinem GriindungsbeschluB als Mitteilungsblatt fiir seine Mit- glieder die ?Wochensdirift des Verbandes technisch-wissen- schaftlicher Vereine" herausgegeben, deren Druck und Vertrieb die Firma Gebriider Janecke besorgte. Als vierter Verein schloB sich im Jahre 1917 der ?Architekten- und Ingenieurverein zu Hannover" dem Verbande an. Im Jahre 1919 wurde die eigene Herausgabe der ?Wochen- schrift" aufgegeben. Sie wurde der Firma Sponholtz-Druckerei iiberlassen, die sie mit der von ihr seit mehreren Jahren her- ausgegebenen N. Z. I." vereinigte. Diese erschien nunmehr ab Mai 1919 unter dem Titel ?Norddeutsche Zeitschrift fiir die gesamte technische Industrie (N. Z. I.) vereinigt mit der Wodien- schrift des Verbandes technisch-wissenschaftlicher Vereine". Nachdem die Firma Sponholtz-Druckerei die N. Z. I." VerauBert hatte, erschien diese ab 1. Januar 1921 in der gleichen Form wie bisher bei der Firma C. V. Engelhard & Co. G. m. b. H. In den folgenden Jahren schlossen sich dem Verbande weiter folgende Vereine an: Verein deutscher GieBereifachleute, e. V., Niedersachsische Gruppe, Verband deutscher Diplom-Ingenieure, Bezirksverein Hanno- ver, Verein deutscher Heizungsingenieure, Bezirk Hannover, e. V., Deutsche Gesellschaft fiir technische Physik, Ortsgruppe Han- nover, Verband fiir autogene Metallbearbeitung e. V., Hannover. Mit Beginn des Jahres 1928 iibernahm der Verband selbst wie- der die Herausgabe seiner Wochenschrift. Unter Beibehaltung der gewohnt gewordenen Bezeidinung ?N. Z. I." erschien sie jetzt unter dem Titel ?N. Z. I., Niedersachsische Zeitschrift f?r 23 Approved For Release 2003/10/16: CIA-RDP80-00926A004100010001-6 Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 Industrie und Gewerbe. Technischer Anzeiger filr Niedersachsen, amtliches Mitteilungsblatt des VerbandeS technisch-wissen- schaftlicher Vereine zu Hannover". Druck und Vertrieb ver- blieb bei der Firma C. V. Engelhard & Co., G. m. b. H. SchlieBlich traten im Jahre 1932 noch fogende Vereine dem Verbande bei: Berufsvereinigung deutscher Ardiitekten und Bauingenieure, Ortsgruppe Hannover, Deutscher Verein zur Forderung des mathematischen und natur- wissenschaftlichen Unterrichts, Ortsgruppe Hannover, Deutscher Verein far Vermessungswesen, Gauverein Nieder- sachsen, e. V. Am 1. Januar 1935 erfolgte die Uberfiihrung der Vereine des Verbandes in den Nationalsozialistischen Bund Deutscher Tech- nik (NSBDT) und in die Reichsgemeinschaft der technisch- wissenschaftlichen Arbeit (RTA). Damit hatte der Verband technisch-wissenschaftlicher Vereine zu Hannover nach drei Jahrzehnten schoner, harmonischer und erfolgreicher Zu- sammenarbeit aufgehort zu bestehen. Vom gleichen Tage ab erschien der ?Technische Anzeiger fiir Niedersachsen" mit dem Untertitel ?Mitteilungsblatt der RTA Bezirk Hannover" und ab 1. Marz 1935 mit dem Untertitel ?Mitteilungsblatt des Nationalsozialistischen Bundes Deutscher Technik (NSBDT) und der in der Reichsgemeinschaft der technisch-wissenschaftlichen Arbeit (RTA) zusammengeschlosse- nen Vereine im Gau Siidhannover-Braunschweig". Nachdem dann der Titel des Mitteilungsblattes ab 1. November 1936 nochmals geandert war, und zwar in ?Niedersachsen- Technik. Mitteilungsblatt des NSBDT und der RTA. Heraus- gegeben vom Amt fiir Technik der NSDAP", stellte es mit der Januar-Nummer 1940 infolge der Zeitverhaltnisse sein Er- scheinen em. Der erste Weltkrieg. Wahrend des ersten Weltkrieges konnte der Hannoversche Bezirksverein trotz der erschwerten Verhaltnisse und trotz der Schwierigkeiten in der Vortragsbeschaffung seine regelmaBigen 24 Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 Approved For Release 2003/10/16: CIA-RDP80-00926A004100010001-6 Freitagssitzungen durchfiihren bis auf eine kurze Zeit, in der die Beheizung von Raumen fiir Vereinszwecke verboten war. Dariiber hinaus hat er seine Mitarbeit zur Verfiigung gestellt, wo immer diese eingesetzt werden konnte. Als im Jahre. 1916 das Waffen- und Munitionsbeschaffungsamt (Wumba) neu geschaffen wurde, und dieses den V. d. I. zur Mitarbeit heranzog, hat auch unser Bezirksverein eine Ma- schinenausgleichstelle gegriindet, deren Leitung in den Handen von Peter Fischer, Max Werner und Karl Rudeloff lag. Diese Stelle hatte die Aufgabe, Werkzeugmaschinen an soldie Betriebe zu vermitteln, welche sie zur Herstellung von Heeresbedarf benotigten. Vgeiter wurde eine Priifstelle fiir ins Ausland zu versendende technische Literatur unter der Leitung von Otto T a aks ein- gerichtet. Es sei an dieser Stelle erwahnt, daB der Hannoversche Bezirks- verein aus seinem Vereinsvermogen nicht unerhebliche Sum- men fiir Kriegsfiirsorge, filr die Einrichtung von Lazaretten und fur die Hilfskasse des Gesamtvereins zur Verfiigung gestellt hat. Reisestipendium. Der Hauptverein hatte beim ?Deutschen Museum" in M?nchen vier Reisestipendien zum Besuche dieser einmaligen Samm- lungen gestiftet. Im Jahre 1917 kam der Hannoversche Bezirks- verein zum ersten Male in die Lage, einen Stipendiaten vor- zuschlagen. Um nicht, wie bisher, alle zwolf Jahre, sondern jedes Jahr einen Stipendiaten nach Miinchen entsenden zu kOnnen, war es dem derzeitigen Vorsitzenden Ludwig Ho t opp gelungen, von einigen hannoverschen Industriewerken Beitrage zu er- halten, die aus der Kasse des Hannoverschen Bezirksvereins auf die erforderliche Summe von 2000 Mark erganzt wurde, so daB auch der Hannoversche Bezirksverein em n derartiges Sti- pendium errichten konnte. Leider ist auch dieses der Inflation zum Opfer gefallen. 25 Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 Normungsarbeit. Als im Jahre 1917 die Normung einsetzte und der ?Normen- ausschuB der deutschen Industrie" gebildet war, beteiligte sich auch der Hannoversche Bezirksverein sof9rt an diesen wichtigen Arbeiten. Bereits im April 1918 wurde em n ?Arb.eitsausschuB ftir Normungsarbeit" eingesetzt, dessen Leitung Albin Mittenzwei tibernahm. Dieser Ausschp.13 entfaltete sofort eine sehr rege Tatigkeit, wobei besonders die tatkraftige Mit- arbeit von Carl Schreibmayr hervorgehoben zu werden verdient. Spater wurden diese Arbeiten von der Arbeitsgemeinschaft deutscher Betriebsingenieure iibernommen und fortgesetzt. Weitere Ausschtisse. Urn eine innigere Zusammenarbeit von Landwirtschaft und Technik zu fordern, wurde im April 1920 em n ArbeitsausschuB gebildet, fiir dessert Vorsitz Alwin Nacht w eh und Domanen- pachter Vogt- Pattensen gewahlt wurden. Im gleichen Jahre wurde auth em n ArbeitsausschuB fur tech- nische Mechanik unter dem Vorsitz von Conrad Muller gebildet. . Ingenieurhilfe. Beim Gesamtverein war im Jahre 1919 die ?Ingenieurhilfe" gegriindet mit dem Ziel, die 1894 ins Leben gerufene ?Hills- kasse", die wahrend des Krieges entstandene ?Ingenieur- Krfegsdankstiftung" und die sonstigen Wohlfahrtseinrichtungen des Gesamtvereins zusammenzufassen und auszubauen. Der Zweck der ?Ingenieurhilfe" 1st es, vortibergehend in wirtschaft- lithe Bedrangnis geratene Ingenieure durch Gewahrung von Untersttitzungen fiber die augenblickliche Not hinwegzuhelfen. Innerhalb des Hannoverschen Bezirksvereins wurde em n Aus- schuB eingesetzt, der die in seinen Bezirk fallenden Antrage zu priifen und entsprechende Vorschlage an den Gesamtverein weiterzuleiten hat. Dieser AussehuB besteht heute noch und wird zur Zeit von Curt Neuber betreut. Dartiberhinaus hat der Hannoversche Bezirksverein alljahrlich in seinen Haushaltsplan mehrere hundert Mark eingesetzt, urn 26 Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 in dringenden Fallen Unterstiitzungen gewahren zu konnen, ohne den Antragsteller an den Gesamtverein zu verweisen, wo- durch oft eine sdinelle und wirksame Hilfe bewirkt werden konnte. Diese Einrichtung hat sich in sehr vielen Fallen als auBerst segensreich erwiesen. Arbeitsgemeinschaft Deutscher Betriebsingenieure (A. D. B.). Im Januar 1920 wurden die in mehreren Bezirksvereinen bestehenden Ausschtisse fur Betriebsorganisation vom Haupt- verein planmaBig unter der Bezeichnung ?Arbeitsgemeinschaft Deutscher Betriebsingenieure" zusammengefaBt. Ihre Richt- linien und Ziele wurden auf der Hauptversammlung in Kassel im Juni des folgenden Jahres festgelegt: ?Zweck der A. D. B. ist, die Hebung der Wirtschaftlichkeit industrieller und gewerb- licher Erzeugung im Wege des Erfahrungsaustausches durch gemeinniitziges Zusammenarbeiten von Fachgenossen unter AusschluB jeder Standes-, Sozial- und Wirtschaftspolitik zu erreichen". Um der A. D. B. eine moglichst breite Grundlage zu geben, wurde festgelegt, daB auch Nichtmitglieder zu den Arbeiten der A. D. B. zugelassen werden, eine Mafinahme, die auch spater bei anderen Arbeitsgemeinschaften durchgefiihrt wurde. Der angestrebte Erfahrungsaustausch sollte erreicht werden durch Abhaltung von Vortragen mit anschlieBender Aussprache, durch Besichtigungen upd durch Herausgabe von Betriebsbiichern und Betriebsblattern. Die bislang bestehenden Ausschiisse wurden Ortsgruppen der A. D. B. Urn die Arbeiten der Ortsgruppen zusammenzufassen und auf die Bediirfnisse der Praxis auszurichten, wurde im Jahre 1922 em n HauptausschuB eingesetzt, dessen Vorsitz Otto Klein, Hannover, iibertragen wurde. Auch in Hannover war im April des Jahres 1920 em n Arbeits- ausschuB ftir Betriebsorganisation unter dem Vorsitz von Albin Mitt enzw ei ins Leben gerufen, der noch im Laufe des gleichen Jahres in eine Ortsgruppe der A. D. B. umgewandelt wurde. In dieser Ortsgruppe wurde neben den allgemeinen Vortragen, die far .die gesamte Ortsgruppe gehalten wurden, zunachst in neun Fachgruppen gearbeitet, und zwar: 27 Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 1. Betriebsblatter. Gruppenfiihrer: Carl Schreibmayr; 2. Rohstoffe und Abfallwirtschaft. Gruppenfiihrer: Halter; 3. Transportwesen. Gruppenfiihrer: Ludwig Klein; 4. Triebwerke, Riemenpflege. Gruppenfiihrer: Hogrefe; 5. Berufseignung. Gruppenfiihrer: Almstedt ; 6. Zeitstudien. Gruppenfiihrer: Buerschaper; 7. Arbeitsverfahren. Gruppenfiihrer: Adorno; 8. Bearbeitungsvorrichtungen und Werkzeuge. Gruppenfiihrer: Karl Grupe; 9, Seibstkostenwesen. Gruppenfiihrer: Carl Schreibmay r. Daneben wurden, wie bereits oben erwahnt, die Arbeiten des bereits bestehenden Ausschusses f?r Normungsarbeit iiber- nommen. Im Verlauf der folgenden Jahre wurden jeweils den Bediirf- nissen und Anforderungen der Praxis entsprechend weitere Arbeitsausschtisse gebildet, so fur Gewinde, ftir Passungen, fiir Holzbearbeitungstechnik und andere. Sehr wertvoll wurden die neben den Vortragsabenden durch- gefiihrten sogenannten Sprechabende, auf denen jeweils nur emn kurzes Referat gehalten wurde, an das sich dann eine aus- gedehnte und meistens sehr ergiebige Aussprache anschloB. Von besonderer Bedeutung waren auch die von der A. D. B. nicht nur ftir ihre Mitglieder, sondern auch ftir AuBenstehende durchgefiihrten Kurse, von denen besonders die Hartekurse, die SchweiBkurse (in Zusammenarbeit mit dem Verband fiir autogene Metallbearbeitung) und die Refa-Kurse (in Zusammen- arbeit mit dem Refa-Kuratorium, Hannover) erwahnt werden sollen. Insgesamt kann gesagt werden, daB die A. D. B. Hannover stets eine sehr rege Tatigkeit entfaltet hat, deren Auswirkung auf die Praxis nicht ausbleiben konnte und stets allgemein anerkannt wurde. Die Obmanner der A. D. B. sind im Anhang zusammengestellt. Feuerungstechnische Woche 1921. In der Zeit vorn 17. bis 22. Januar 1921 veranstaltete der Hannoversche Bezirksverein mit Unterstazung des Lehrstuhls fur Dampfkesselwesen an der Technischen Hochsdiule eine 28 Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 ?Feuerungstechnische Woche" far die Besitzer und Betriebs- leiter von Dampfkesselanlagen. Durch diese Veranstaltung sollte Gelegenheit gegeben werden, die Fragen rationeller Kesselhauswirtschaft unter Beriicksichtigung der Bediirfnisse der hannoverschen Industrie und der durch die Kohlenlage er- wachsenden Aufgabe der Umstellung bisheriger Steinkohlen- betriebe auf Braunkohle und minderwertige Brennstoffe sach- kundig zu erortern. Es fanden sechs Vortrage mit anschlieBender Aussprache statt. Daneben wurden praktische Vorfahrungen und vergleichsweise Verfeuerung verschiedener Brennstoffe in den Kesselanlagen des dampf- und feuerungstechnischen Instituts der Technischen Hochschule durchgeftihrt. Die Veranstaltung war em n voller Erfolg. Da die Teilnehmerzahl aus raumlichen Grtinden auf 250 beschrankt werden muBte, konnte em n Teil der Anmeldungen nicht beriicksichtigt werden. Geschaftsfiihrer. Das Amt des Vorsitzenden war von Jahr zu Jahr umfangreicher geworden, so daB es immer schwieriger wurde, geeignete Herren zu finden, die bereit und in der Lage waren, dieses Amt zu tibernehmen. Es wurde daher im Jahre. 1922 beschlossen, zur Unterstiitzung des Vorsitzenden einen Geschaftsfiihrer ein- zustellen. Seine Aufgabe sollte es sein, die Sitzungen des Ver- eins vorzubereiten, sich urn Vortrage zu berntihen, die guten Beziehungen mit der Industrie zu pflegen, sowie tiberhaupt das Leben im Verein zu heben. Die Vergatung fUr den Geschafts- fiihrer war auf die Dauer von drei Jahren von der hannoverschen Industrie zur Verfiigung gestellt, spater wurden die Kosten vom Bezirksverein selbst getragen. Die Einstellung eines Geschafts- fiihrers hat sich fur das ,Leben im Verein als sehr frucht- bringend erwiesen. Geschaftsfuhrer waren: 1922-1931 Karl Hartmann, Geh. Regierungsrat, 1932-1945 Georg Nordmann, Dipl.-Ing., 1949-1950 Heinrich Sievers, Dipl.-Ing., seit 1951 Emil Kleditz, Dipl.-Ing. 29 Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 Bticherei. Der Hannoversche Bezirksverein hatte ich im Laufe der Jahre zur Benutzung ftir seine Mitglieder eine recht stattliche Bticherei zugelegt, die teilweise durch Stiftungen, teilweise durch eigene Ankaufe zusammengetragen war. Da aber diese Bticherei natur- gemal3 nicht alien Wiinschen und Ansprtichen der Mitglieder gerecht werden konnte, wurde in friiherer Zeit der gesamte Bticherbestand der Bibliothek der Technischen Hochschule tiber- wiesen, woftir unseren Mitgliedern das Recht eingeraumt wurde, Bticher aus der Bibliothek der Technischen Hochschule unent- geltlich zu entleihen. Dieses schriftlich festgelegte Abkommen konnte aber spater weder in den Akten des Hannoverschen Bezirksvereins noch in denen der Technischen Hochschule fest- gestellt werden. Deshalb wurde im Jahre 1923 (?) das alte Ab- kommen schriftlich erneuert, wobei der Hannoversche Bezirks- verein alle Bacher und Dissertationen, die sich in der Zwischenzeit wieder bei ihm angesammelt hatten, abermals der Hochschul- Bibliothek tiberwies. Die Mitglieder des Hannoverschen Be- zirksvereins haben also auch heute noch das Recht, Bacher aus der Bibliothek der Technischen Hochschule unentgeltlich zu entleihen. Betriebstechnische Wanderausstellung. In der Zeit vom 16. Juni bis 8. Juli 1923 wurde durch die A. D. B., Ortsgruppe Hannover, die Betriebstechnische Wander- ausstellung in schoner Aufmachung in der Ausstellungshalle der Stadthalle vorgeftihrt, an der sich auch in beachtenswerter Weise die industriellen Unternehmungen Hannovers beteiligten. In Verbindung mit der Ausstellung wurden eine Reihe von Vortragen bekannter Fachleute und Filmvorftihrungen ver- anstaltet. Die Ausstellung war in jeder Beziehung em n voller Erfolg. Inflationszeit. Die dauernde und immer rascher ansteigende Geldentwertung in der Inflationszeit machte dem Hannoverschen Bezirksverein schwere Sorgen. DaB es nicht mehr moglich war, unseren alt- vertrauten Vortragssaal und unser Vorstandszimmer im 30 Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 Abb. 7 Hindenburg auf der Betriebstedanisthen Wanderausstellung 1923. Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6. Approved For Release 2003/10/16: CIA-RDP80-00926A004100010001-6 Ktinstlerhause zu behalten, weil wir die Miete nicht mehr auf- bringen konnten, wurde bereits an anderer Stelle erwahnt. Ebenso, daB es uns das Entgegenkommen der ?Continental" und der Tedmischen Hochschule ermoglichte, unserer alten Tradition treu zu bleiben und an jedem Freitag eine Sitzung mit Vortrag abzuhalten: Weit schwieriger war es, die notigen Mittel far die laufenden Unkosten bereitzuhaben. Dieses war letzten Endes nur Inoglich durch gelegentliche Dollar-Betrage, die wir vom Gesamtverein erhielten. Letzterer hatte durch die Auslandsmitglieder und Lieferung von Zeitschriften usw. an das Ausland Stets einige Einnahmen in Devisen und hat dankenswerter Weise seine Be- zirksvereine immer anteilmal3ig daran teilnehmen lassen. Nun darf man 'aber nicht glauben, daB es sich urn wer weiB wieviele Dollar gehandelt habe. Es waren stets nur wenige, im Hochst- fall (wenn ich mich recht entsinne) einmal 8 (acht!) Dollar. Immerhin haben diese Betrage bei geschickter Ausnutzung des Wahrungsverfalls damals ausgereidit, urn uns tiber Wasser zu halten. Am Tage der Stabilisierung unserer Wahrung betrug das Ver- mogen des Hannoverschen Bezirksvereins 2,91 Reichsmark. Wir waren also arm wie eine Kirchenmaus, nachdem wir noch am Tage vorher das stattliche Vermogen von 2,91 Billionen Mark besessen hatten. Zum dritten Male Hauptversammlung in Hannover 1924. Im Februar 1924 erschien Conrad Matscho 13 vom Gesamt- verein in einer unserer Vorstandssitzungeri und machte uns die Mitteilung, daB man in Berlin beschlossen habe, jetzt nach ein- getretener Stabilisierung der Wahrung wieder eine Haupt- versammlung in groBerem Umfange abzuhalten, und dafiir Hannover ausersehen habe. Der Zeitpunkt miisse allerdings recht frith auf Anfang Juni gelegt werden. Es blieb also ftir die Vorbereitungen nur recht wenig Zeit iibrig. Wenn die Hauptversammlung trotzdem reibungslos verlief und einen geradezu glanzenden Verlauf nahm, so ist dieses dem restlosen und tatkraftigen Einsatz all e r Vorstandsmitglieder, von denen besonders Carl Schreibmayr und Curt N e ub er namentlich genannt werden sollen, zu danken. 32 Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 Abb. 8 Hauptversammlung 1924. Die Ausstellungshalle im Festschmudr. Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 Die 63. Hauptversammlung land vom 1. bis 3. Juni 1924 unter dem Vorsitz von Georg Klingenberg statt. Sie wurde eingeleitet durch em n feierliches Gedenken fiir die im Kriege gefallenen Mitglieder des V. d. I. Gleichzeitig wurde im Vereinshause in Berlin em n Kriegerdenkmal enthilllt. Die Hauptversammlung selbst stand im Zeichen der Luftfahrt, Den Auftakt bildete am Sonnabend, dem 31. Mai, der Begrithungsabend, der vom Hannoverschen Bezirksverein ge- geben wurde, in dei- festlich geschmiickten Ausstellungshalle (heutige Niedersachsenhalle). Eine Kapelle in der Uniform der althannoverschen Konigin-Husaren, tanzprische Darbietungen, gesangliche und deklamatorische Vortrage usw. sorgten fur die Unterhaltung. Da auch die gebotenen leiblichen Geniisse all- gemeine Anerkennung fanden, hatte der Abend einen schOnen und harmonischen Verlauf. Die Hauptversammlung land am nachsten Tage im Stadtisthen Opernhause statt. Nach Erledigung des geschaftlichen Teiles folgten die wissenschaftlichen Verhandlungen, die auf das Thema ?Luftfahrt" abgestimmt waren. Den Hauptvortrag hielt Oskar v on Miller iiber ?Probleme des Luftverkehrs", dem sich u. a. Vortrage von Mader, Dessau, -fiber ?Flugzeugbau" und Conrad Matscho 13 -Ober ?Aus der Entwicklungsgeschichte des Luftschiffbaus" anschlossen. Abends wurde em n gemeinsames Abendessen in der Aus- stellungshalle eingenommen. An wissenschaftlichen Fachtagungen wurden durchgefiihrt: 1. Sitzung der Arbeitsgemeinschaft deutscher Betriebsingenieure (Vorsitz: Otto Klein); 2. Bedeutung der Forschungsergebnisse und Konstruktions- erfahrungen der Luftfahrtechnik fiir das Ingenieurwesen. (Vorsitz: Gustav ter Mee r). In dieser Sitzung sprach u. a. Ludwig Prandtl iiber ?Fortschritte der Stromungslehre"; 3. Deutscher AusschuB fiir technisches Schulwesen. (Vorsitz: Lippart); 4. Dieselmaschinengruppe (Vorsitz: Nage 1). Eine gri5Bere Anzahl von Besichtigungen mit Tages- und Halb- tagesausflugen boten gute Gelegenheit die Industrie Hannovers in ihrer naheren und weiteren Umgebung kennenzulernen. 34 Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 In der Technischen Hochschule war eine Ausstellung des Deutschen Ausschusses ftir technisches Schulwesen zu be- sichtigen. AuBerdem fanden Rundfltige fiber Hannover statt. Ft:1r die Damen war em n besonderes Programm aufgestellt. AuBer einer Vortragsveranstaltung, in welcher tiber ?Barger- liche Baukunst in Niedersachsen" und ?die Herrenhauser Garten" gesprochen wurde, waren Fiihrungen und Besichti- gungen durch die Altstadt, das neue Rathaus und die Museen sowie Halbtagesausfltige nach dem Tiergarten und nach den Herrenhauser Garten und em n Ganztagesausflug nach Hildes- heim vorgesehen. Dank der gebotenen Vielseitigkeit und der guten Vorbereitung, sowie des strahlenden Wetters nahm auch diese dritte in Hannover durchgeftihrte Hauptversammlung einen prachtigen. Verlauf, so daB sie sich den beiden frtiheren wiirdig anschloB. Die etwa 1200 Teilnehmer werden noch lange von den schonen Tagen in Hannover gesprochen haben, denn jeder einzelne war urn eine schone Erinnerung reicher geworden. Leichtmetalltagung. In der Zeit vom 19. bis 21. November 1925 veranstaltete der Hannoversche Bezirksverein zusammen mit der Deutschen Ge- sellschaft far Metallkunde eine Leichtmetalltagung. Durch eine Reihe von Vortragen mit anschlief3endem Meinungsaustausch sollten Konstrukteure, Betriebsingenieure, Chemiker usw. mit ,der bisherigen Entwicklung und den Aussichten der Leicht- metalle im Maschinenbau, in der Elektrotechnik, in der chemischen Industrie usw. bekanntgemacht werden. Ingenieurdienst. Als in den zwanziger Jahren die Lage der Wirtschaft in Deutsch- land immer schlechter und die Zahl der Erwerbslosen immer groBer wurde, nahm auch die Zahl der erwerbslosen Ingenieure immer mehr zu, und eine Verelendung unseres Berufsstandes stand in bedrohlicher N?. Damals wurde vom Gesamtverein eine neue Organisation ins Leben gerufen, der ?Ingenieur- dienst". Dieser hatte eine doppelte Aufgabe, einmal die Stellen- vermittlung f?r erwerbslose Berufsgenossen, gleichgtiltig ob sie 35 Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 Mitglieder des V. d. I. waren oder nicht, zum andern die so- genannte ?werteschaffende Arbeitslosenunterstiitzung". Wenn ich mich recht entsinne, war es Conrad MatschoB, dem es gelungen war, bei der Reichsregierung und anderen Stellen nicht unerhebliche Mittel hierfiir zu bekommen. Der Sinn war folgender: fiir Entwicklungs- und Forschungsaufgaben fiir die zur Zeit weder von industrieller noch privater Seite Mittel zur Verfiigung standen, deren Durchfiihrung aber fur den Wieder- aufstieg unserer Wirtschaft wichtig erschienen, wurden Ingenieure eingesetzt, die aus den oben angegebenen Mitteln holier als die normale Arbeitslosenunterstiitzung bezahlt wurden, wenn diese Bezahlung auch nur in bescheidenen Grenzen lag, urn sie vielen zugute kommen zu lassen. Auch beim Hannoverschen Bezirksverein war unter Leitung des Verfassers eine Stelle des ?Ingenieurdienstes" eingerichtet, die ein eigenes Geschaftszimmer mit einem Geschaftsfiihrer in der LavesstraBe unterhielt. Es waren in Hannover dauernd bis zu 30 bis 40 Ingenieure in der ?werteschaffenden Arbeitslosen- unterstiltzung" untergebracht. Die nicht unerhebliche Zahl der arbeitslosen Berufsgenossen, die durch den ?Ingenieurdienst" in Stellung gekommen sind, laBt sich nicht mehr angeben, da bei dem Brande unseres Vorstandszimmers auch diese Unterlagen restlos verloren gingen. Als sich in den dreiBiger Jahren die wirtschaftliche Lage zusehends besserte, wurde die Arbeit des ?Ingenieurdienstes" allmahlich iiberfliissig und wurde dann eingestellt. Sitzungen in Hildesheim. Da eine groBere Anzahl unserer Mitglieder in Hildesheim ansassig war, die Griindung einer dortigen Grtsgruppe sich bislang aber noch nicht hatte ermoglichen lassen, war wieder- holt angeregt, von Zeit zu Zeit eine Sitzung in unserer Nach- barstadt abzuha4ten, was zum ersten Male im Jahre 1928 in die Tat umgesetzt wurde. Die Teilnehmer aus Hannover mit ihren Damen fuhren mit Sonderwagen der StraBenbahn nach Hildesheim, wo nachmittags Besichtigungen von Museen und industriellen Werken statt- fanden, wobei stets geniigend Zeit fiir eine gemeinsame Kaffee- tafel vorgesehen war. Gegen Abend wurde dann die Sitzung 36 Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 ' Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 durchgefiihrt, in welcher die Vortrage in der Regel sich auf Hildesheimer Verhaltnisse bezogen. Ein gemeinsames Abend- essen und gemiitliches Beisammensein beeridete dann die har- monisch verlaufene Tagung. Auch in den folgenden Jahren wurden wiederholt Sitzungen in Hildesheim abgehalten. Leider ist diese schone Gepflogenheit aber wieder eingeschlafen. Heute besteht in Hildesheim eine Ortsgruppe des Hannoverschen Begirksvereins. Das ?Fest der Technik". Einen Hohepunkt in der Geschichte des Verbandes technisch- wissenschaftlicher Vereine bildete das am 8. Dezember 1928 veranstaltete, von Max Buchner organisierte ?Fest der Technik". In samtlichen Raumen der Stadthalle, einschlieBlich der Ausstellungshalle (heute ?Niedersadrsenhalle" genannt), nahm es bei einer Teilnehmerzahl von etwa 3600 einen geradezu glanzenden Verlauf. Den Auftakt bildete in der Kuppelhalle eine eigens fiir diesen Zweck von Kate Steinitz und Kurt Schwitters verfaf3te Festspielrevue ?Mit Hilfe der Technik" mit etwa 300 Darstellern, darunter die ersten Krafte der Stadtischen Biihnen. Die Musik hatten Otto Ebel von Sosen, Walter Lehnhoff und Walter Gieseking beigesteuert. Die Handlung: 'In einer landlichen Stadt Klein-Mickerse hatte der fortschrittliche Burgermeister die Anschaffung einer Feuer- spritze beantragt. Dieser Antrag drohte an dem starren Konservatismus der tibrigen Mitglieder des Stadtparlaments zu scheitern. Urn die Opposition von der Notwendigkeit und der Wichtigkeit der technischen Errungenschaften zu ilberzeugen, ruft er den Geist der Technik zu Hilfe. Der Geist der Technik fiihrt nun die erstaunten Mitglieder des Stadtparlaments durch die verschiedenen Industrien, wie sie besonders hier in Hannover vertreten sind, und erreicht damit, daB die Mitglieder des Stadtparlaments von Klein-Mickerse den kulturellen Wert der Technik schlieBlich anerkennen. Wenn im SchluBbild sechs richtiggehende Autos (?kleine Hano- mags") auf die Biihne kamen (gesteuert von aetten, reizenden Damen), so ist dieses wohl als em n Unikum in der Theater- geschichte zu bezeichnen. 37 Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 Abb. 9. Fest der Tedmik. Der festlidi gesdimtickte ?Saal der Tedinik". Abb. 10. Fest der Technik. Bud aus der Festspiel- Revue in der Kuppelhalle. Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 Nadi Beendigung des Festspiels zerstreuten sich die Festteil- nehmer in die iibrigen herrlich ausgestatteten Raume der Stadt- halle. Etwa 1500 Teilnehmer nahmen zunachst in der Aus- stellungshalle, die als ?Saal der Technik" prachtig ausgeschmiickt war, em n Festessen em. Die iibrigen verteilten sich auf die versdiiedenen Festramme, von denen jeder einzelne in beson- derer Eigenart herrlich ausgestattet war, in den ?Justus-von- Liebig-Saal" (in lauterem Silber, iiberzogen von lachsfarbenem Transparit mit Beleuchtung durch auBerhalb an den Fenstern angebrachten Scheinwerfern), in den ?Friedrich-von-Krupp-Saal" (der ?mit Hilfe der Technik" in einen Feenpalast verwandelt schien), in den ?Grashof-Saal", den ?Werner-von-Siemens-Saal", den ?Heinrich-Hertz-Saal", die ?Zeppelin-Promenade", die ?Mensa", die ?Tankstelle" und die ?Pumpstation". Uberall herrsdite Hochbetrieb, in vier Salen wurde getanzt. Selbstver- standlich wurde eine Tombola veranstaltet, deren Hauptgewinn em n ?kleiner Hanomag" war. Es wird berichtet, daB die letzten Teilnehmer zwischen 7 und 8 Uhr den Heimweg angetreten haben. Das ?Fest der Technik" hat seinen Zweck voll erfiillt. Es hat der Offentlidikeit die Technik in ihrer Geschlossenheit und Bedeutung und als einen Machtfaktor der Kultur und Wirtschaft vorgefiihrt. Weihe des Grabdenkmals filr Edmund Heusinger von Waldegg. Edmund Heusinger von Waldegg war der Vorsitzende des Hannoverschen Bezirksvereins im Griindungsjahr 1870. Als Eisenbahnfachmann hat er sich um das Eisenbahnwesen Hanno- vers sehr verdient gemacht. Er ist der. Konstrukteur der nach ihm benannten Lokomotivsteuerung und unserer heutigen D-Zugwagen mit seitlich durchgehendem Gange. AuBerdem ist er der Begriinder des ?Organ fiir die Fortsdiritte des Eisenbahn- wesens in tedmischer Beziehung", dessen Leitung er seit seiner Griindung 1845 bis zu seinem Tode 1886 innehatte. Am 22. September 1929 konnte der Hannoversche Bezirksverein auf seinem Grabe auf dem Engesohder Friedhof em n Denkmal weihen, nachdem er die dazu erforderlichen Mittel teils selbst beigesteuert, teils von Behorden und Verbanden gestiftet er- halten hatte. 39 Approved For Release 2003/10/16: CIA-RDP80-00926A004100010001-6 Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 An der Feier nahmen eine Tochter sowie mehrere Enkel und Urenkel Heusingers teil. Nach der Gedenkrede, die der Verfasser hielt, und in der er das Leben Heusingers schilderte und seine Verdienste als Ingenieur eingehend wiirdigte, iibergab der Vorsitzende des Bezirksvereins Ferdinand Haier das Grabmal an die Familie Heusinger, Worauf der Enkel Heusingers, Pfarrer Wolfgang Heusinger von Waldegg im Namen der Familie fiir die Ehrung seines GroBvaters dankte. Umrahmt wurde die wiirdige Feier durch Gesangsvortrage des Niedersachsischen Mannerchors. ArbeitsausschuB ftir Technische Kulturdenkmale. Angeregt durch Oskar von Miller war im Jahre 1927 durch Conrad MatschoB eine Bewegung zur Erhaltung Technischer Kulturdenkmale ins Leben gerufen. Zunachst galt es, festzu- stellen, was an alten technischen Anlagen noch vorhanden war, urn dann das Erhaltenswerte unter Schutz zu stellen. Auch in Hannover hatte man diese Arbeit aufgegriffen, und es wurde im Jahre 1930 fiir diese Aufgabe em n ArbeitsausschuB unter dem Vorsitz des Verfassers gebildet. Von groBem Vorteil war es, daB hied& der ?Deutsche Bund Heimatschutz" und der ?Heimatbund Niedersachsen" zur Mitarbeit gewonnen werden konnte. Diese Zusammenarbeit erwies sich als auBerordentlich fruchtbringend; viel wichtiges und schones Material konnte zusammengetragen werden. Entsprethende Berichte mit ein- gehenden Beschreibungen und Bildern wurden ausgearbeitet und an die Zentralstelle eingesandt. Leider sind unsere Unter- lagen in Hannover den feindlichen By'andbomben zum Opfer gefallen. Mehrere bebilderte Aufsatze in dem Jahrbuch des V. d. I. ?Technikgeschichte" sowie in der ?Niedersachsischen Zeitschrift fiir Industrie und Gewerbe" und Abbildungen in dem von MatschoB und Lindner herausgegebenen Buthe ?Tech- nische Kulturdenkmale" zeugen von der im Hannoverschen Bezirksverein geleisteten Arbeit. Durdi die Zeitumstande bedingt ist diese Tatigkeit im ?Jahre 1936 zur Ruhe gekommen. 41 Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 Hannoverscher Bezirksverein und Technische Hochschule. Im Juni 1931 feierte die Technisdie Hochschule zu Hannover ihr 100jahriges Bestehen. Bei dem Festakt im Kuppelsaal der Stadt- halle ilberbrachte Conrad MatschoB die Ghickwiinsche aller technisch-wissenschaftlicher Vereine Deutschlands, insbesondere auch des Hannoverschen Bezirksvereins deutscher Ingenieure, dessen Beziehungen zur Technischen Hochschule seit seiner GrUndung besonders innig gewesen sind. Uberblickt man die im Anhang gegebene Zusammenstellung samtlicher 67 Vorsitzenden, so findet man darunter 17mal den Namen eines Hochschulprofessors, em n Zeichen dafiir, welchen Anteil die Technisdie Hochschule von jeher an den Geschicken und der Entwicklung unseres Bezirksvereins genommen hat. Wie stark die Befruchtung des Lebens im Bezirksverein gewesen ist, zeigt die groBe Zahl von Vortragen, zu denen sich die Professoren der Hochschule immer wieder bereit gefunden haben. Wenn auch nicht die Quantitat, sondern die Qualitdt das Entscheidende ist, so sollen an dieser Stelle doch einige Zahlen genannt werden: so hielt im Laufe der Jahre Hermann Fischer 130 Vortrage, Ferdinand Fischer 101 Vortrage, Moritz R U hlmann 61 Vortrage, Wilhelm Riehn 29 Vortrage, Ernst M U 11 e r 27 Vortrage, Ludwig K 1 e i n 20 Vortrage, Alwin Nachtw eh 20 Vortrage, Rudolf SchOttler 14 Vortrage, Franz Frese 12 Vortrage, Arthur P r o 11 12 Vortrage. DaB die Professoren der Hochschule auch stets bereitwilligst und tatkraftig in den verschiedenen Ausschiissen mitgewirkt haben, soll an dieser Stelle besonders hervorgehoben werden, geht auch zum Tell aus den Ausfiihrungen der friiheren Abschnitte hervor. Die schone Zusammenarbeit zeigte sich auch in verschiedenen gemeinsam veranstalteten Vortrags- und Fort- bildungskursen. Fiir diese treue Mitarbeit gebtihrt der Technischen Hochschule der besondere Dank des Hannoverschen Bezirksvereins. 42 Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 Der 2000. Vortrag. Am 2. Dezember 1932 wurde der 2 0 0 0. V ortr a g im Hannoverschen Bezirksverein gehalten. Es ist em n eigentiimlither Zufall, daB gerade der Verfasser an diesem Abend sprach, und zwar iiber ?Kurze Geschichte der Orgel (Von der Orgel des Ktesibios bis zu unserer Stadthallenorgel)". Im AnsthluB daran sprach Herr Hammer von der hannoversthen Orgelbauanstalt Furtwangler und Hammer ilber ?Neuzeitlichen Orgelbau". Ausschfisse. Wie bereits friiher betont, lag em n nicht unbedeutendes Tatig- keitsgebiet neben den allgemeinen Vortrags- undSprechabenden in der Arbeit der Ausschiisse, friiher ?Commissionen" genannt. Ein Teil dieser Ausschiisse wurde .bereits in den bisherigen Ausfiihrungen genannt, wenn es auch naturgemaB nicht miiiglich war, in dieser kurzen Darstellung unserer ?Geschichte" alle Ausschiisse namentlich zu erwahnen, wohlgemerkt, wenn mir dieses ilberhaupt moglith ware. Wie bereits erwahnt, wurden diese Ausschilsse den augenblicklichen Bediirfnissen und An- forderungen entsprechend gewahlt. Sie stellten ihre Arbeit em, sobald die ihnen gestellte Aufgabe gelost war, oder sobald ihre Tatigkeit nicht mehr erforderlich wurde. Nur um em n Bild iiber diese Ausschiisse zu geben, sei hier gesagt, daB zu Anfang der dreiBiger Jahre folgende Ausschiisse bestanden: AusschuB fur Berufsfragen, PatentausschuB, AusschuB fiir Krafterzeugung und KraftfluB, AusschuB f?r Erhaltung technischer Kulturdenkmale, AusschuB fiir Geschichte der Technik. Jungingenieure. Es hatte sich im Laufe der Jahre immer mehr gezeigt, daB es sehr schwierig war, auch die jiingeren Ingenieure zu den Arbeiten des V. d. I. heranzuziehen. Nur selten hatte es emn ? Jungingenieur gewagt, bei der Aussprache nach den Vortragen 43 Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 das Wort zu ergreifen, ja, die Teilnahme der Jungingenieure an den Veranstaltungen war verhaltnismaf3ig gering. Es wurde daher im Jahre 1934 eine ?Arbeitsgemeinschaft fiir Jung- ingenieure" (Obmann Paul Klip ps t e i n) gebildet, welche die Aufgabe hatte, diese aus ihrer Abgeschlossenheit heraus in die Arbeit des V. d. I. hiniiberzufilihren: Diese Arbeitsgemeinschaft hat ihren Erwartungen voll entsprochen. Es ist ihr gelungen, nicht nur einen kameradschaftlichen ZusammenschluB zu er- reichen, sondern auch die einzelnen zu einem freieren Auftreten zu erziehen: Dieses geschah einmal durch Vortragsveranstal- tungen mit Aussprache und Sprechabende, dann aber besonders durch Bildung kleinerer Arbeitsgruppen, die bestimmte Auf- gaben planmaBig in gemeinsamer Arbeit durchfiihrten, bei- spielsweise die Herstellung eines Werkstiicks vom ersten Ent- wurf bis zum Verkauf. Im Dritten Reich. Mit dem 1. Januar 1935 wurde der Hannoversche Bezirksverein wie alle anderen technisch-wissenschaftlichen Vereine in den Nationalsozialistischen Bund Deutscher Technik (NSBDT) und in die Reichsgemeinschaft der technisch-wissenschaftlichen Arbeit (RTA) iiberfiihrt und unterstand damit dem Amt fiir Technik der NSDAP im Gau Sildhannover-Braunschweig. Damit erhielt der Hannoversche Bezirksverein viele Aufgaben und Auftrage, denen er sich nicht .entziehen konnte. Ohne auf nahere Einzel- heiten einzugehen, muB aber besonders'hervorgehoben Weiden, daB er es stets verstanden hat, seinen Cliarakter als teChnisch- wissenschaftlicher Verein zu wahren. Erwahnt mull allerdingS-.werden,. daB et Mich in dieser Zeit wieder nicht unerhebliche Summen fiir wohltatige-Zwecke, wie Ingenieurhilfe, Winterhilfswerk?usw. aus seinen). VermOgen zur Verfiigung gestellt hat. Neuaufbau. Nach dem Zusammenbruch im Jahre 1945 setzten bald Bestre- bungen em, um den Hannoverschen Bezirksverein aus den Triirnmern neu erstehen zu lassen. 44 Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 Im November 1946 war eine Versammlung unter dem Vorsitz von Erich Metz eltin einberufen mit dem Zweck, die Neu- griindung des Hannoverschen Bezirksvereins zu vollziehen. Diese Versammlung verlief ergebnislos, da eine parteipolitische starke Opposition eine sachliche Aussprache nicht zustande- kommen lieB. Zwar war in dieser Versammlung Erich Metzeltin zum Vorsitzenden des Hannoverschen Bezirksvereins gewahlt, doch war vorerst em n Erfolg nicht zu erzielen, da die Opposition ihre Angriffe in der Offentlichkeit fortsetzte. Es bedurfte vieler Kleinarbeit, viele Besprechungen mit Stellen der Besatzungsmacht und mit Beharden Waren erforderlich, um dem erstrebten Ziele Schritt fiir Schritt naher zu kommen. Dankbar soil hier der unermUdlichen Tatigkeit der Herren Ewald Mal 1 e r und Karl Hof fmeister gedacht werden. Endlich am 12. Februar 1948 wurde in einer Versammlung unter dem Vorsitz von Ewald M U ller, die den Beethovensaal der Stadthalle bis auf den letzten Platz fiillte, unter lebhaftem Beif all der Versammelten die Neugriindung des Hannoverschen Bezirks- vereins einstimmig beschlossen und die neu aufgestellte Satzung genehmigt. Zum Vorsitzenden wurde Karl Hof fmeister gewahlt. Nun setzte der Wiearaufbau tatkraftig em. In den Versamm-. lungen wurden gute Vortrage, meistens von maBgebenden Personlichkeiten ihres Fachgebietes, gehalten, zahlreiche Besich- tigungen industrieller Werke, die seit der Griindung stets einen breiten Raum in der Betatigung des Hannoverschen Bezirks- vereins eingenommen haben, wurden durchgefiihrt. In den Vor- stand wurden einige altere Mitglieder berufen, unter ihnen Curt N e u1.3e r (der inzwischen zum Ehrenmitglied des Hannover- schen Bezirksvereins ernannt wurde), da die Erfahrungen der Alteren bei manchen Entschliissen von Vorteil sein 'carmen. Heute zdhlt der Hannoversche Bezirksverein iiber 1100 Mit- glieder und ist damit einer der groBten des,V. d. I. Bereits im Jahre 1948 konnte die ?Arbeitsgemeinschaft Deut- scher Betriebsingenieure" unter dem Vorsitz von Jakob G r U tzenbach ihre Tatigkeit wieder aufnehmen, die seit 1949 unter dem Vorsitz von Heinz He If t steht. 45 Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 Im Jahre 1949 wurde dann die ?Arbeitsgemeinschaft Kraftfahr- zeugtechnik, Arbeitskreis Hannover" unter dem Vorsitz von Otto Bode neu ins Leben gerufen, die eine auBerordentlich lebhafte Tatigkeit entfaltete und im Februar 1951 eine gut vorbereitete ?Bremsentagung" erfolgreich durchfiihrte. Da der friihere ?Verein deutscher Heizungsingenieure" seine Tatigkeit nicht wieder aufnehmen konnte, wurde mit Beginn des Jahres 1951 eine ?Arbeitsgemeinschaft Heizungs- und Liiftungstechnik" unter dem Vorsitz von Georg Kopp begriin- det, dem sich im Juni 1951 em n ?Arbeitskreis der Konstruktions- ingenieure" unter dem Vorsitz von Rudolf Klingenberg anschloB. Bald nach der Neugriindung des Bezirksvereins wurde in Hildes- heim eine Ortsgruppe gegriindet, die unter der Leitung von Karl Wampner eine rege Tatigkeit entfaltet hat. So sind durch die tatkraftige und freudige Mitarbeit aller Beteiligten die Voraussetzungen gegeben, daB der Hannoversche Bezirksverein auf dem beschrittenen Wege weiter aufwarts- steigen wird. Das alte Dichterwort hat sich wieder bewahrheitet: ?Und neues Leben bliiht aus denauinen". Es ist selbstverstandlich, daB das Streben dahin geht, auch den friiheren ?Verband technisch-wissenschaftlicher Vereine" wieder ins Leben zu rufen. Vorarbeiten hierzu sind bereits seit langerer Zeit im Gange. Eine engere Zusammenarbeit besteht bereits mit der ?Elektro- tethnischen Gesellschaft Hannover" sowie mit dem ?Verband fiir Arbeitsstudien e. V., Bezirksverband Hannover und Bezirks- verband Hildesheim", der bereits in den dreiBiger Jahren als selbstandige Korperschaft aus dem friiheren Refa-Kuratorium hervorgegangen ist. Vom Hannoverschen Bezirksverein wird gemeinsam mit den beiden genannten Verbanden seit dem 1. Januar 1950 das monatlich erscheinende ?Nachrichtenblatt fur technisch-wissenschaftliche Vereine" herausgegeben, in welchem auch Mitteilungen iiber die Veranstaltungen anderer technisch- wissenschaftlicher Vereine Aufnahme finden. Mehrere Vortragsabende wurden vom Hannoversthen Bezirks- verein und der Elektrotechnischen Gesellschaft gemeinsam ver- anstaltet. Ebenso wurden die Winterfeste gemeinsam gefeiert, wie es in friiheren Jahren auch haufig der Fall gewesen ist. 46 Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 Approved For Release 2003/10/16: CIA-RDP80-00926A004100010001-6 Es 1st zu hoffen, daB der alte ?Verband" demnachst neu er- stehen wird. Nun rtistet sich der Hannoversche Bezirksverein, um zum vierten Male als Gastgeber den V. d. I. mit einer Hauptver- sammlung in Hannover zu begriiI3en. Mitige audi diese Haupt- versammlung einen wiirdigen Verlauf nehmen und sich den drei vorhergehenden in Hannover bedeutungsvoll anschlieBen. Moge sie auch nach auBen hin Zeugnis ablegen von dem Lebenswillen und der Lebenskraft des V. d. I. und seiner Bedeutung fiir die Entwicklung von Technik und Wirtsdiaft unseres deutschen Vaterlandes. Die Vorsitzenden des Hannoversdien Bezirksvereins deutscher Ingenieure. 1870 EdmundHeusingervonWaldegg,Oberingenieur, gest. 1886. 1871 Hermann Fischer, Zivilingenieur, gest. 1915 als Ge- heimer Regierungsrat, Professor Dr.-Ing. E. h. 1872 Carl Uhl enhuth, Obermaschinenmeister, gest. 1910 als Geh. Baurat. 1873 C. Bub e, Fabrikant, gest. 1894. 1874 Carl Uhl enhu t h, Obermaschinenmeister, gest. 1910 als Geh. Baurat. 1875 Hermann Fischer, Zivilingenieur, gest. 1915 als Ge- heimer Regierungsrat, Professor Dr.-Ing. E. h. 1876 C. Bube, Fabrikant, gest. 1894. 1877 Fritz Har tmann, Dr. phil., Fabrikant, gest. 1932. 1878 Philipp Hermann R osenkranz, Fabrikant, gest. 1925. 1879 C. Bub e, Fabrikant und Senator, gest. 1894. 1880 Albert Knoev enagel, Fabrikant und Senator, gest. 1907. 1881 Hermann Fischer, Professor, gest. 1915 als Geheimer Regierungsrat, Dr.-Ing. E. h._ 1882 Bernhard Herhold, Zivilingenieur, gest. 1909. 1883 Wilhelm Riehn, Professor, gest. 1920 als Geheimer Regierungsrat, Dr.-Ing. E. h. 47 Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 1884 August v on Eorries, Regierungsmaschinenmeister, . gest. 1906 als Geh. Regierungsrat Professor. 1885 Ferdinand Fisc he r, Dr., Redakteur von Dinglers Pol. Journal,' gest. 1916 als Professor. 1886 Otto T a aks, Regierungsbaumeister, gest. 1924 als Geh. Baurat Dr.-Ing. E. h. 1887 Albert Frank , Professor, gest. 1909 als Geh. Regie- rungsrat. 1888 Carl Riechers, Ingenieur, gest. 1929 als Fabrik- direktor. 1889 Bernhard Her hold, Zivilingenieur, gest. 1909. 1890 Franz Fr es e, Professor, gest. 1932 als Geh. Regierungs- rat Dr.-Ing. E. h. 1891 George Stelling, Fabrikant, gest. 1932. 1892 Otto T a ak s, Regierungsbaumeister, gest. 1924 als Geh. Baurat Dr.-Ing. E. h. 1893 Fritz K a e f e r 1 e, Fabrikant, gest. 1910. 1894 Johannes K o r ting, Oberingenieur, jetzt Fabrik- direktor a. D. 1895 August von B or r ies, Regierungs- und Baurat, gest. 1906 als Geh. Regierungsrat Professor. 1896 Harry Fr i eder ichs, Ingenieur, gest. 1922 als Fabrik- direktor. 1897 Rudolf H a.13 1 e r, Fabrikdirektor, gest. 1916. 1898 August Dunsing, Oberingenieur, gest. 1936 als Direktor a. D. 1899 Ernst Heller, Fabrikdirektor, gest. 1909. 1900 Johannes K or t ing, Oberingenieur, jetzt Fabrik- direktor a. D. 1901 Karl S chli em a nn, Fabrikant, gest. 1922. 1902 Carl Riechers, Fabrikdirektor, gest. 1929. 1903 Otto T a ak s, Regierungsbaumeister, gest. 1924 als Geh. ? Baurat, Dr.-Ing. E. h. 1904 Ludwig Klein, Professor Dipl.-Ing:, gest. 1945 als Geh. Regierungsrat, Dr.-Ing. E. h. 1905 Max K no e v ena gel, Fabrikant. 1906 Paul Schroeter, Zivilingenieur, gest. 1928. 48 Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 1907 Alwin Nachtw eh, Professor Dr.-Ing., gest. 1939 als Geh. Regierungsrat. ?, 1908 Anselm Bock, Baudirektor, gest. 1926 als Stadtbaurat a. D., Senator a. D., Dr.-Ing. E. h. 1909 Gustav ter Meer, Fabrikdirektor, gest, 1950 als D Ing. E. h. 1910 Alwin Nachtw eh, Professor Dr.-Ing., gest. 1939 als. Geh. Regierungsrat. 1911 Max Werner, Fabrikdirektor, gest. 1928 als Zivil- ingenieur. 1912 Rudolf G a i 1 , Patentanwalt, gest. 1951. 1913 Ludwig Klein, Professor Dipl.-Ing., gest. 1945 als Geh. Regierungsrat, Dr.-Ing. E. h. 1914 Georg Nordmann, Dipl.-Ing., Oberingenieur, jetzt Zivilingenieur. 1915 Peter Fischer, Zivilingenieur, gest. 1927. 1916 Erich Metz eltin, Baurat, Fabrikdirektor, gest. 1948 als Dr.-Ing. E. h. 1917 Ludwig Hot opp, Geh. Baurat, Professor Dr.-Ing. E. h, gest. 1934. 1918 Otto Klein, Dipl.-Ing., Fabrikdirektor, jetzt Dr.-Ing. E. h. 1919 Friedrich Wilhelm Hempel, Regierungsbaumeister, gest. 19 . . als Regierungs- und Baurat, Professor. 1920 Eduard K u x , Dr.-Ing., Fabrikdirektor, gest. 19 . . 1921 Arthur Pr 611, Professor Dr.-Ing. 1922 Curt Zorn, Oberingenieur, Zivilingenieur, gest. 19 . . 1923 Wilhelm Schwa F,z e xi auer, Bergwerksdirektor a. D. gest. 19 1924 Kurt Neumann, Professor Dr.-Ing. 1925 Albrecht N u B, Regierungsbaumeister a. D., Fabrik- direktor, gest. 19 . . 1926 Curt Zorn, Oberingenieur, Zivilingenieur, gest. 19 . . 1927 Georg De t tmar , Professor Dr.-Ing. E. h., gest. 1950. 1928 Oskar Thraenhart Oberingenieur, gest. 1933. 1929 Ferdinand Haier, Baurat, Direktor, gest. 1945. 1930 Georg Nordmann, Dipl.-Ing., Zivilingenieur. 49 Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 Approved For Release 2003/10/16: CIA-RDP80-00926A004100010001-6 1931-1933 (1. Juli) Franz Kleemann, Dipl.-Ing., Gaswerks- direktor, gest. 1945. 1933 (1. Juli)-1935 Robert Lippmann, Zivilingenieur. 1936-1945 Walter Arend, Dr.-Ing., Oberingenieur. 1946 Erich Me tze ltin, Dr.-Ing. E. h., Baurat, gest. 1948. 1948-1949 Karl Hof fmeister, Dr.-Ing., Patentanwalt. seit 1950 Egon Martyr er , Dr.-Ing., Professor. Die Obmanner der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Betrlebsingenieure, Ortsgruppe Hannover. 1920-1922 Albin Mittenzwei, Fabrikdirektor. 1923-1926 (1. April) Carl Schr eibmayr, Dipl.-Ing. 1926 (1. April)-1930 (1. Juli) Theodor Damm, Oberingenieur. 1930 (1. Juli)-1931 Georg Elt en, Dipl.-Ing., Fabrikdirektor. 1932-1933 (1. Juli) Robert Lippmann, Zivilingenieur. 1933 (1. Juli)-1935 Paul Klipp st e in, Oberingenieur. 1236-1945 Wilhelm Meier, DipL-Ing., Baurat. 1948-1949 (1. Juli) Jakob G r u tz enb a ch, Betriebsleiter. seit 1949 (1. Juli) Heinz He f ft, Dipl.-Ing., Betriebsleiter. Mitglieder des Hannoverschen Bezirksvereins im Vorstand des Gesamtvereins (unvollstandig). Otto Taaks (1849-1924) 1904-1905 stellvertretender Vorsitzender, 1906-1919 Kurator. Ernst H e 11 e r (1848-1909) 1909 Vorsitzender. Gustav ter Meer (1860-1950) 1923-1925 stellvertretender Vorsitzender. 50 Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 Ehrungen durch den Gesamtverein. Drei Mitglieder unseres Bezirksvereins wurden durch Verleihung der Grashof-Denkmiinze ausgezeichnet: 1896 August W?hler (1819-1914), 1909 Ernst Korting (1842-1921), 1929 Ludwig Pr andtl (geb. 1875). Drei Mitglieder wurden zu Ehrenmitgliedern des Gesamtver- eMs ernannt: 1906 Karl Wilhelm Sudhaus (1827-1915), 1919 Otto T a ak s (1849-1924), 1950 Max Knoevenagel (geb. 1856). Das aus AnlaI3 seines 75jahrigen Bestehens vom V. .d. I. im Jahre 1931 geschaffene V. d. I.-Ehrenzeichen wurde im gleichen Jahre verliehen an Karl Hartmann (1855-1942), Max Knoevenagel (geb. 1856). Die Vorsitzenden des Verbandes technisch-wissenschaftlicher Vereine zu Hannover. 1904 Ludwig Klein, Professor Dipl.-Ing. 1905 Max Knoevenag e,1 , Fabrikant. 1906 Paul Schroeter, Zivilingenieur. 1907-1910 Otto Taaks, Baurat. 1911-1920 Otto Jordan, Dr. phil., Fabrikdirektor. 1921-1925 Georg Nordmann, Dipl.-Ing., Zivilingenieur. 1926-1930 Gustav Keppeler, Dr. phil., Professor. 1931-1934 (1. April) Rudolf Hase, Dr. phil., Professor. 1934 (ab 1. April) Robert Lippmann, Zivilingenieur. -51 Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 Die 81. Hauptversammlung des Vereines Deutscher ingemeure vom 3L Juli bis 3. August 1951 in der Stadthalle Hannover umfal3t folgendes Programm: A. Fachsitzungen: Kraft ?und Wdrrne, Heizkraftwirtschaft, Heizung und Liiftung, Betriebstechnik, MeStechnik, Fordertechnik, Arbeitsgestaltung und Arbeitsschutz, techn. VersehrtenfOrsorge, Technik und Wirtschaft, Baubetrieb, Lebensmitteltechnik. B. Besichtigungen: Halbtagig: Hanomag, Eisenwerk WulfeI, Gunther Wagner, Bahlsen, Continental, Hackethal Nordd. Portland -Zementwerke. Stuhlfabrik Baehre in Springe, Wohlenberg (Drehbanke), Garvens (Waagen), Benecke (Wachstuch). Ganztagig: Wasserwerk und Firma Wolff & Co., Walsrode, Kalibergwerk, Kraftwerk Bleckede, Gewerkschaft Elwerath (01) und Landesinstitut far Bienenforschung Celle, Volkswagenwerk, Peiner Walzwerk und Salzgitter, Miag Braunschweig. Approved For Release 200 b, w. POST KA RT E An den Verein Deutscher ingenieure Geschdftsstelle, Abt. CO D?sseldorf Prinz-Georg-StraBe 77 /10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 Approved For Release 2063/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 C. Rahmenprogramm: Montag abend: Zwangloses Treffen im Hauptbahnhof-Restaurant; Dienstag abend: Be- gr013ungsabend im Messe-Hauptrestaurant; Mittwoch morgen: Mitgliederversammlung und Festakt, abends Theatervorstellung ; Donnerstag abend: Abtrynk in der Stadthalle. Auf3erdem dienstags und donnerstags Spaziergange fill- die Damen und ganztagige Fahrt ans Steinhuder Meer. Ferner offentlicher Vortrag Ober Filmaufnahmetechnik. ??.1 Wir bitten Sie, Verstandnis daffir zu haben, da l3 wir mit Rficksicht auf die Papierknappheit unseren Zeitschriften nicht die ausfuhrliche Einladung mit Anmeldepapieren beitugen, Auf Wunsch steht lhnen diese gem n zur VerfLigung; bitte senden Sie, falls Sie interessiert sind, die beigefugte Postkarte an uns em. Die Teilnehmergebuhr betragt DM 15.? fur VDI-Mitglieder DM 7.50 fur Alt-, Jung-, stud. und stellenlose Mitglieder DM 20.? fur Nichtmitglieder Zur Erleichterung der Bearbeitung bitten wir, f?r jeden einzelnen Teilnehmer Anmelde- vordrucke bei uns anzufordern. Verein Deutscher Ingenieure Geschgftsstelle , den Ich mochte an der VDI-Hauptversammlung teilnehmen und bitte urn Ober- sendung von Einladung an folgende Anschrift: Name oder Firma ? Ort: StraBe: Bitte Stempel oder Blockschrifi Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A0041092a9ranin-Art Essen Band 2 D?sseldorf, Juli 1951 Heft 4 Inhalt: Betrachtungen zur Bauausstellung Hannover 1951 . 109 Entwicklungslinien h5,uslicher Gesundheitstechnik . 111 Heizofen fiir S?mehl. Von H. Tiipke, Belzig . . 116 VDI-Hauptversammlung vom 31. 7. bis 3. 8.1951 . 116 Fertigbauteile fur AbfluBleitungen aus GuBeisen . . 117 Feuerlosch-Einrichtungen zurn AnschluB an die Wasserleitung. Von P. Dorn, Bad-Soden . . . . 119 Doppelfenster auch inWestdeutschland wirtschaftlich ? Von Dipl.-Ing. G. Seelmeyer VDI, Berlin . . . . 121 Neue DIN-Vorschrift ?Umbauter Raurn" 122 Hamburger Bauoridnung filr den, Schornsteinbau 122 Schlangen mut Register als Raumheizfhichen. Von Baurat H. Schilling VDI, Wuppertal-Barmen . . 123 Zentralheizung im WOhnungsbau. Von J. Korting . 126 A4 Verwendungsverbote fiir Nichteisenmetalle . . . . 126 Regelbare ND-Dampfheizung. Von Ing. K. Mack VDI 127 Heizbare Dopp lm ntel- dewanne 128 Klosett-Enthift era it t 129 130 Neue Raumhei Umlegung p Heiz Von Dr. . pr r . 131 Norrnung d,... r33 Schlackenscheidekoks fiir Wohnungsheizung Temperaturen und Gradtage Winter 1950/51 : : : 113345 Patentschau 136 ?Zeitschrifterischart 137 Biicherschau 141 Tagu_ngen, Wirtschaft, Vereinsnachrichten 144 - u. Warmwasserkosten. Auf diese Stelle kommt es beim Radiator an! iiberdauert Generationen Beim guBeisernen Radiator ist die Nabe mit Rucksicht auf die starke Be- anspruchung besonders stabil ausgebildet. Die richtig dimensionierten Wandstdrken lessen aufierste Genauigkeit bei der Be- arbeitung der Dicht-Flachen und Gewinde zu. Durch den Zusammenbau beliebig vie- ler Glieder entsteht so em n einwandfreier, stabiler Heizkorper von grof3ter Prozision GuBeisen ist korrosionsbestandig, auch an dieser besonders gefi:ihrdeten Stelle. Es gibt keinen durchgerosteten GuB-Radiator HeizgAiliftg...Fichoktichyed For Releme22003/10/16NPIA-RDP80-009.461909411:=10001-6 Juli 1951 Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 HLH Bd. 2/4 Plattenheizkorper E RU - STAHLBAU ERNST RUMMEL KETTWIG TEL.493 Moderne Dampfkessel in liegender und stehender Bauart, ler elle Leistungen und Feuerungsarten, !intern wir als Spezialtabrik prompt und zu 'ganstigen_Bedingungen snimes....messawner!..! Temperaturregler inioNV mit entlastetem, dichtschliehendem Einsitwentil ? fur alle Regelaufgaben SAmson APPARATEBAU AG. FRANKFURT a. M. ? SCHIELESTR. 11-13 Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 a, a 0 p a, e a 0 , 0 0,- 0 a 0 a a, a, 0, 0 ' o o 0 0. 0 0 a e e ? 0 0 :4 4 0 0, , ', ' 0 04' 0 C'. 0 0 C.' 0 0 0 4 4 ', 0 (.1 - C 0 0 0 0 '00 4 Q, 0 c!, 0 '00 0 0 4 a 0 0 - , " 0 0 0 '0- R?CH2?C6H4OH + + R',?CH2?C6H4OH + H20 R?CH2?NH?CH2?R', + 2 C,H2OH?>- R?CH2?C6H4OH + + R',?CH2?C6H4OH + NH3 Far die Bestimmung der Reaktionsfahigkeit ergab sich als zweckmalligste Arbeitsmethode, das Harz mit einem "Ober- schuB des Reaktionspartners zur Umsetzung zu bringen und dessen ungebundenen Teil vom Harz mit Wasserdampf wieder trennen. Es bestand so die Moglichkeit im Destillat der Wasserdampfdestillation eine genaue analytische Bestimmung durchfiihren zu konnen4). Zur Umsetzung mit dem Harz steht in erster Linie Phenol und Anilin zur Auswahl. Bei beiden Icann man ungefahr in der gleichen Weise verfahren. Wir geben jedoch der Umsetzung mit Phenol den Vorzug, da dieses in verschiedenen Konzen- trationsverhaltnissen dieselben Werte ergibt, wahrend Anilin nur in ganz bestimmten Konzentrationen konstante Werte ver- mittelt. AuBerdem ist die analytische Bestimmung des Phenols genauer, was bei-den zu bestimmenden geringen Mengenunter- .schieden wichtig ist. Einwandfreie Werte sind nur dann zu erhalten, wenn man das zu untersuchende Harz von unumgesetzten Ausgangs- materialien befreit, was am besten durch mehrmaliges Urn- fallen aus alkalischer Oder alkoholischer Lasung geschieht. Dabei gehen allerdings auch die wasserloslichen Zweikern- verbindungen verloren. Die ermittelten Werte der Phenol- umsetzung beziehen sich also nur auf den wasserunlaslichen Harzanteil. .1 Zusammenstellung bei K. Hultzsch, Chemie der Phenolharze, Springer- Verlag, 1950, S. 169-170. Gegensatz hierzu bestimmt A. Wanscheidt, Ind. org. Chem. (russ.) Bd. 3 (1937) S. 385 die Gewichtszunahme des Harzes. Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 Kunststoffe Bd. 41 1951 Heft 6 Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 H. F. Miiller u. I. Muller, Reaktionslahigkeitzbestirnmung hartbarer Phenolharze 187 Ausfiihrung der Bestimmung 10 g Harz werden in 20-40 cma 2n-Nattonlauge (je nach Loslichkeit des Harzes) gelost und in 500 cm3 Wasser ein- gegossen. Unter starkem Riihren setzt man langsam zu der klaren Losung 2n-Schwefelsaure zu bis em pH-Wert von 6,5 erreicht ist. Dann erwarmt man die Ausfallung unter weiterem Riihren, wobei sich das Harz zusammpnballt. Man ti:ennt es von der LOsung, lost nochmals in 2n-Natronlauge und wieder- holt die Fallung wie beschrieben. Das erkaltete Haiz schlammt man unter Zerreiben in der Reibschale mit Wasser zu einer feinen Suspension auf, wobei insgesamt 250 cm3 Wasser zu- gesetzt werden. Dann bringt man unter starkem Riihren durch Erwarmen der Suspension das Harz zum Zusammenballen und trennt es von dem Waschwasser ab. Gegebenenfalls wird dieser Waschvorgang wiederholt. Das gereinigte Harz pulvert man und trocknet es fiber Phosphorpentoxyd im Vakuum bei 20?. 1st das Harz nur in Alkohol loslich, so kann es aus alko- holischer Losung mit Wasser umgefallt werden. Wichtig ist, dad auch hier das umgefallte Harz mit Wasser gut nach- gewaschen wird. Zur Bestimmung der Phenolaufnahme lost man 40 g Phenol im MeBkolben mit Wasser zu 50 cm3 Losung. Von dieser Losung pipettiert Man 2 cm3 in em Stehkolbchen (50 cm3 Inhalt) und ffigt unter Umschiitteln 500 mg Harzsubstanz zu. Dann ver- sieht man das Kolbchen mit' einem RfickfluBkiihler, bringt die Substanz auf dem Wasserbad im Phenol zur Losung und setzt durch den Kiihler 10 cm3 n-Salzsaure zu. Man kocht die Mi- schung eine halbe Stunde, lal3t abkiihlen, versieht das. Kolb- chen mit einem Aufsatz fur Wasserdampfdestillation und spiilt den Rfickflul3kiihler in einen 1-I-MeBkolben mit 100 bis 200 cm3 Wasser aus. In die Vorlage der Wasserdampfdestillation wird eine Usung von 1 g Natriumhydroxyd in 50 cm3 Wasser eingeffillt. Dann destilliert man erschopfend mit Wasserdampf, wobei es zweck- maBig ist, das Harz, falls es sich wahrend der Destillation zu einer harten Masse zusammenballt, zwischendurch zu ent- nehmen, zu pulvern und mit dem Kolbeninhalt in das Destillier- kOlbchen wieder zurfickzuspiilen. Der Inhalt der Vorlage wird nach der Destillation schwach angesauert und in den oben erwahnten 1-1-MeBkolben ein- gefiillt. Von der auf 1 Liter aufgefiillten Losung entnimmt man 10 cm3 und titriert in bekannter Weise nach Koppeschaar5) mit n/10-Bromid-Bromat-Losung. Mit derselben Phenolmenge (2 cm3 Losung) fiihrt man in gleicher Weise einen Blindversuch durch und nimmt den ge- fundenen Wert als Bezugswert. Die Phenolaufnahme des Harzes ist dann gleich der Differenz zwischen den beim Blind- versuch und bei der Versuchsdurchfiihrung unter Harzzusatz gefundenen Werten. Versuchsergebnisse Die beschriebene Methode wendeten wir auf Harze an, die wir durch Kondensation von Phenol mit Formaldehyd in An- wesenheit von Natriumhydroxyd als Kondensationsbeschleu- niger bei 100? herstellten. Die Harzkochungen wurden jeweils so lange gefiihrt, bis der ilberwiegende Teil des Harzansatzes wasserunloslich geworden war. Dann wurde abgekiihlt und das Harz in diesem Zustand, also undestilliert, verwendet. Im folgenden geben wir Ergebnisse von Versuchsreihen be- kannt, in denen das Molverhaltnis der Reaktionskomponenten, die Kondensationsdauer und die Menge des Reaktions- beschleunigers variiert war. Die unter Variation der Formaldehydmengen hergestellten Harze zeigen bei der Umsetzung mit Phenol deutliche Unter- schiede. Steigert man den Formaldehydanteil der Ansatze -fiber das Verhaltnis 1 Mol Phenol : 1 Mol Formaldehyd, so steigt auch die Phenolaufnahme der Harze betrachtlich an, die Zahl der reaktiven Gruppen nimmt also zu, Zahlentafel 1. Vorschrift bei J. Scheibe', Chem. u. Techn. d. ktinstl. Harze, Stuttgart 1943, 'Hiss. Verlagsges. S. 290. auf 1 Mol Phenol Kondensations- Menge d.untersuchtenPhenolaufnahme zugesetzt dauer Harzesin%d.theoret. mogl. Harzes je g Harz 2 Mol CI-120 75 min 72% 628 mg 1,5 Mol CH20 84 min . 70% 580 mg 1,1 Mol CH20 130 min 67% 344 mg 0,75 Mol CH20 180 min 51% 174 mg Zahlentafel 1 Phenolaufnahme von gereinigten Harzen aus 1 Mol Phenol und verschiedenen Mengen Fcrmaldehyd, in An- wesenheit von 1% NaOH (bez. auf Phenol) kondensiert Interessant ist die Feststellung, dad auch bei einer Unter- bilanz des Formaldehydanteils reaktive Gruppen im Harz enthalten sind. Dies gilt jedoch nur fiir die alkalische Konden- sation. Wird sauer kondensiert, z. B. 1 Mol Phenol mit 0,75 Mol Formaldehyd in Anwesenheit von 0,5% Schwefelsaure, so erhalt man nach Entfernurig der wasserloslichen Anteile aus dem Harz eine Phenolaufnahme von nur 14 mg pro g Harz! Es bestehen also zwischen sauer und alkalisch kondensierten Novolaken betrachtliche Unterschiede im Aufbau der Harze. Hierauf weisen auch die von M. Koebner6) ermittelten Vis- kositatskurven bin. NaOH in % bez. auf Phenol Konden sations- dauer Menge d. untersuchten Harzes in % d. theoret. mogl. Harzes . Phenolaufnahme je g Harz 5 % 1 % 0,2% 101 min . 130 min 210 min 74% 67% 60% 344 mg 344 tog 394 mg Zahlentafel 2 Phenolaufnahme von gereinigten Harzen aus 1 Mol Phenol und 1,1 Mol Formaldehyd, in Anwesenheit ver- schiedener Mengen NaOH kondensiert Die Veranderung der bei den, Harzkochungen zugesetzten Atznatronmengen bringt keine merkbaren Unterschiede des Gehalts an reaktiven Gruppeii in den verschiedenen Harzen mit sich, Zahlentafel 2. Die erhohte Phenolaufnahme bei Verwendung von 0,2% Natriumhydroxyd fiihren wir darauf zuriick, dad das Harz in der Kondensation noch nicht so weit fortgeschritten war. Denn die Phenolaufnahme sinkt mit fortschreitender Konden- sation, wie Zahlentafel 3 zeigt. Kondensationsdauer Menge d. untersuchten Harzes in % d. theoret. mogl. Harzes Phenolaufnahme je g Harz 130 min 90 min 67% 42% 344 mg 390 mg Zahlentafel 3. Phenolaufnahme von gereinigten Harzen aus 1 Mol Phenol, 1,1 Mol Formaldehyd und 1% NaOH, nach ver- schiedenen Kochzeiten untersucht Dieses Absinken der ?Phenolwerte im Verlaufe der fort- schreitenden Kondensation ist darauf zurfickzufiihren, dad sich die Harzbestandteile, wie schon friiher gezeigt wurde7), wah- rend der Kondensation unter Ansteigen der MolekillgroBe und Veranderung ihrer Eigenschaften wandeln, urn schlieBlich in den unloslichen und unschmelzbaren Zustand iiberzugehen. Folgerichtig mud dann aber die Zunahme der MolekiilgroBe der Harzanteile mit einer Abnahme der reaktiven Gruppen verbunden sem. Um dies zu beweisen, wurde em Phenolresol durch stufenweise Ausfallung aus alkalischer Losung in Frak- tionen zerlegt7) und deren Phenolaufnahme bestimmt. Die gefundenen Werte sind in Zahlentafel 4 aufgefiihrt. Bei der angewendeten Fraktionierungsmethode fallen die hochmolekularen Harzbestandteile zuerst aus. Fraktion 1 ist demnach die Fraktion mit dem hochsten Molekulargewicht. Sic nimmt am wenigsten Phenol auf. Mit steigendem Mole- ') M. Koebner, Brit. Plastics 19 (1947) S. 348. ") H. Fr. Midler und I. Muller, Kunststoffe Bd. 38 (1948) S. 25. Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 188 EinfluP der Temperatur au/ die LOsungsweirme von Polynieren Kunststoffe Bd. 41 1951 Heft 6 Fraktion Nr. Fallungsbereich curl 2n-Na0I4 vor Neutralpunkt Phenolaufnahme je g Harz Methylolgehalt in % der Harzfraktion 1 14-12 182 mg 6 % 2 12-10 286 mg 9,5% 3 10? 8 366.mg 12 % 4 8?C 460 mg 15 % 5 6? 4 524 nig 17 % 6 4? 0 562 mg 18,5% Zahlentafel 4. Phenolaufnahme der Fraktionen eines Resols, hergestellt aus 1 Mol Phenol, 1,1 Mol Formaldehyd und 1% NaOH kulargewicht sinken also tatsLValich die Phenolwerte ab. Da aber mit fortschreitender Kondensation in erster Linie die hochmolekularen Harzbestandteile vermehrt werden,muB auch die Phenolaufnahme des gesamten Harzes absinken, was schon oben gezeigt wurde. Da anzunehmen ist, da13 das fraktionierte Resol an reaktiven Gruppen fast ausschlieBlich Methylolgruppen enthalt, haben wir in Zahlentafel 4 die Phenolaufnahme in den entsprechenden Methylolgehalt umgerechnet. Man kommt so. zu Methylol- werten von 6 bis 18,5%. Der Durchschnittswert samtlicher Fraktionen betragt 11-12%. Zur besseren IThersicht ist abschlieBend in Abb. 1 die Ab- hangigkeit der Phenolaufnahme der Fraktionen vom Fallungs- bereich und Molekulargewicht dargestellt. Zusammenfassung Die mit Hilfe der beschriebenen Methode zur Bestimmung der Reaktionsfahigkeit hartbarer Phenolharze gewonnenen Erkenntnisse lassen sich folgendermaBen zusammenfassen : 0 16 _.....___?. er _ ? / Mot- &Nicht ? ? / Phenolaufnahme _ I 1 . I 1K. '192.1j 12 8 4 Failungsbereich 41 cm 2n-Na01/ 600 0 Abb. 1. Darstellung der Abhangigkeit der Phenolaufnahme aus alkalischer Losung gefallter Resolfraktionen vom Fallungs- Vereich und Molekulargewicht Bei alkalisch kondensierten Phenolharzen (untersucht wurde vorlaufig nur Natriumhydroxyd als Reaktionsbeschleuniger) wird die Zahl der im Harz enthaltenen rea,ktiven Gruppen in erster Linie vom Verhaltnis Phenol : Formaldehyd bestimmt. Die Menge des verwendeten Natriumhydroxyds ist dagegen ohne EinfluB. Bei saurer Kondensation im Sinne der technischen Novolak- herstellung sind praktisch im Harz keine reaktionsfahigen Gruppen enthalten. Mit fortschreitender Kondensation nimmt die Umsetzungs- fahigkeit der Resole ab. Bei den das Harz bildenden Korpern verschiedenen Mole- kulargewichts hangen Molekulargewicht und Reaktionsfahig- keit eng zusammen. Mit steigendem Molekulargewicht nimmt die Reaktionsfahigkeit ab. (192) EinfluB der Temperatur auf die Losungswarme von Polymeren Referiert nach : Ss. M. Lipatow u. Ss. I. Nlejersson, Colloid J. Bd. 12 (1950) S. 122/130. Dem EinfluB der Natur eines Losungsmittels auf die Eigen- schaften der Losung von Polymeren ist wenig Beachtung geschenkt worden. Die thermo-chemischen Zusammenhange werden am Mechanismus der Wechselwirkungen zwischen Nitrozellulose und verschiedenen. Fliissigkeiten im Tern- peraturbereich von 15-90? untersucht. Zur Anwendung gelangen. niedrigsiedende Losungsmittel: Azeton, Athyl- azetat, Butylazetat, Methanol, sowie hochsiedende Losungs- mittel: Dibutylphthalat und Trikresylphosphat als Weich- macher. Die Losungswarmetonung der Nitrozellulose sinkt mit steigender Temperatur, urn einem konstanten Wert zuzustreben. Unterhalb einer f tir das Losungsmittel be- stimmten kritischen Temperatur lost sich die Nitrozellulose in den genannten niedrigsiedenden Losungsmitteln mit der gleichen Warmetonung. Bei Temperaturen, die unmittelbar riber den kritischen liegen, erfolgt ein. rascher Abfall der Losungswarmetonimg. Bei weiterer Temperaturerhohung wird nach Erreichen einer zweiten kritischen Temperatur die Losungswarmetonung von der Temperatur unabhangig und fiir alle Losungsmittel gleich groB. Bei Temperaturen, die hOher als ? die kritischen sind, haben die Losungen gleiche Viskositaten und normale Viskositatstemperaturkoeffizienten. Dies deutet auf Bildung editor makromolekularer Losungen. Die Warmetonung der Wechselwirkung zwischen Nitro- zellulose und gelatinierenden Weichmachern wachst mit steigender Temperatur, urn einen konstanten Wert anzu- streben. Beim tberschreiten einer kritischen Temperatur wird auch hier die Warmetonung temperaturunabhangig und es entstehen echte makromolekulare Losungen. Die niedrig- siedenden Losungsmittel treten. in Wechselwirkung mit den polaren Gruppen der Nitrozellulose schon bei niedrigen Tem- peraturen und schirmen sie vollstandig ab. Bei Erhohung der Temperatur werden die zwischenmolekularen Bindungen an nicht solvatisierten Kettengruppen zerstort. Die gelatinieren- den Weichmacher wirken bei niedrigen Temperaturen auf die Gruppen, die von Azeton, Athyl- und Butylazetat nicht sol- vatisiert werden, und auf einige polare Gruppen em. Es konnten Mischungen von Losungsmitteln und Weichmachern gefunden werden, in denen die Losungswarmetonung fiir Nitrozellulose temperaturunabhangig wird, was auf den ver- schiedenen molekularen Wirkungsmechanismus zwischen Nitro- zellulose und Losungsmittel bzw. Weichmacher deutet. Es konnte gezeigt werden, daf3 sich die Wechselwirkungen zwischen Nitrozellulose und dem nicht gelatinierenden Weich- macher Rizinusol in einer geringen Warmeentwicklung auBert, deren Vorhandensein darauf hindeutet, daf3 das Rizinusol sich energetisch mit den Makromolekiilen der Nitrozellulose verbindet und so die Energie der zwischenmolekularenWechsel- wirkung schwacht. Der Effekt ist aber im Vergleich mit den gelatinierenden Weichmabhern sehr gering. (4514) Z Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 Approved For Release 2003/10/16 :CIA-RDP80-00926A004100010001-6 Kunststoffe Bd. 41 Kunststog-Kongre/3 Turin 1950 1951 Heft 6 189 Kunststoff-KongreB Turin 1950 Die II. Internationale Ausstellung zur Forderung des west- lichen Handelsverkehrs, die vom 30. 9. bis 19. 10. 1950 in Turin stattfand, brachte neben einer Schau landwirtschaft- licher Maschinen vor 'allem auch eine recht eindringliche und groBer angelegte Ausstellung von Kuns4-stoffen. Die in dem sehr modern und weitlaufig angelegten Ausstellungsgelande untergebrachte Kunststoff-Schau war von insgesamt 98 Fir- men, von denen 69 italienischer Herkunft und 29 auslandische Unternehmungen waren, beschickt. Von den auslandischen Ausstellern rangierte Amerika mit 9 Firmen an erster SteIle, dann folgte England, das durch 8 Firmen vertreten war, wahrend aus Frankreich lediglich 2 Aussteller die Messe be- schickt batten. Von weiteren ausstellenden Staaten verdienen noch Kanada und die Schweiz hervorgehoben zu werden, wahrend von Deutschland kein Vertreter ausgestellt hatte. Die einzelnen Aussteller konnten in drei groBe Gruppen eingeteilt werden: Kunststoff-Erzeuger, Kunststoff-Verar- beiter und Zubringer-Firmen. Von italienischer Seite verdienen von den Erzeugern beson- ders hervorgehoben zu werden: Montecatini, Saint Gobain und Ciba. ? Montecatini zeigte in einem sehr groBziigig angelegten Stand eine groBe Auswahl vorwiegend thermoplastischer Kunststoffe, wahrend Saint Gobain vor alien Dingen die Sili- cone als Vertreter der Dow Corning Comp. zur Schau stellte. Durch die Ciba wurden in erster Linie die neuen auf Ath- oxylinharz-Basis aufgebauten ?Araldit"-Klebstoffe mit einigen instruktiven praktischen Anwendungsbeispielen sowie die ?Melocol"-Marken (Melamin- und Harnstoff-Harze) in ihrer Anwendung fiir die Lack- und Leim-Industrie gezeigt. AuBer- dem wurden von der gleichen Firma Propagandaschriften fiir den von der Aero Research Ltd. entwickelten ?Redux-Leim" vertei It. Von den auslandischen Kunststoff-Erzeugern seien beson- ders erwahnt die Dow Chemical, Firestone; Tennessee Eastman Corp., und De La Rue. In den Vordergrund gestellt wurden hierbei Polyathylen, PVC-Folien, Polystyrol und Leichtstoffe auf Harnstoffharz-Grundlage. Einen wesentlich groBeren Umfang als die Erzeuger-Firmen nahmen die Stande der Kunststogverarbeiter em. Hier ver- dienen wieder die Firmen Flexa, Mailand; Laminati Plastici, Mailand; S.I.D.A., Mailand; L.M.P. (Lavorazione Materie Plastiche), Turin, besonders genannt zu werden. Die verschiedensten Anwendungsformen von PVC-Folie, Polystyrol in seinen vielfaltigen Verarbeitungsmoglichkeiten sowie Zellulose-Derivate traten besonders in den Vordergrund. Einen beachtlichen Ausstellungsstand hatte die Firma Ponte Lambro, Mailand, besetzt, die durch Verteilung gefarbter Kunststoff-Folien stark Propaganda machte. Auslandische Vertreter waren auf dem Verarbeitungssektor naturgemaB?nur in geringem MaBe vorzufinden. In maschinentechnischer Hinsicht zeigten 11 Firmen, teils italienischer, teils auslandischer Herkunft, die letzten Entwick- lungen, wobei neben einer automatischen SchweiBmaschine der Firma Singer, die vor allem fin die Folien-Verarbeitung von PVC und Polyathylen wichtig ist, Strangpressen und groBere hydraulische SpritzguBmaschinen ausgestellt waren. Die Firma Fimsai, Mailand, stellte als letzte Entwicklung einen SpritzguB-Automaten mit 1000 g SchuBleistung zur Schau. Zusarnmenfassend entstand der Eindruck, daB vor allem auch die italienischen Kunststoff-Verarbeiter-Firmen in der Art der Aufmachung und Herstellung der Fertigartikel durch die amerikanische Kunststoff-Entwiclgung beeinfluBt sind und sich an sie stark anlehnen. Interessant waren auBerdem eine Reihe von Standen, die fiir die technischen Zeitschriften warben. Erfreulicherweise waren auf diesem Sektor auch deutsche Zeitschriften, wie z. B. die Zeitschrift ?Kunststoffe" vertreten. Wahrend der Turiner Messe fand auBerdem in der Zeit vom 9. bis 13. Oktober em n Internationaler Kunststoll-Kongreg statt, zu dem von dem Direktor des Chemischen Institutes, Turin, Prof. Nasini, eingeladen worden war. Das Leitthema dieses Kongresses lautete : ?Kunststoff-Priifmethoden" und war in einen, wissenschaftlichen und technischen Teil gegliedert. Insgesamt diirften zu dem KongreB etwa 100 Teilnehmer er- schienen sein, von denen rd. 30% der Gaste aus dem Auslande waren. Neben Italien waren folgende Nationen vertreten: Belgien, Deutschland, England, Frankreich, Holland, Israel, Schweiz und USA, die samtlich in Kurzreferaten Beitrage zu dem wissenschaftlichen Teil des Kongresses leisteten. Prof. Melville,. England, referierte ausfiihrlich iiber den Abbau von hochmolekularen Verbindungen und machte auBer- dem einige Ausfiihrungen zu den Fragen der Mischpolymeri- sation. Das Thema des Vortrages von Prof. Dubois, Frank- reich, lautete : ?Auswahl und Begrenzung von Versuchen an Schichtmaterialien". Aus Holland referierte Dr. Staverman, der Leiter der wissen- schaftlichen Abteilung des Kunststoff-Institutes Delft, iiber die Molekulargewichtsbestimmungen von Hochpolymeren, wahrend der Kuhn-Schuler Prof. Katschalsky (Israel) iiber reale Losungen von Polyelektrolyten und mechanisch-chemische Systeme berichtete. Prof. W. Kuhn, Basel, sprach iiber Rela- xationszeitspektren hochelastischer Stoffe sowie muskelahn- liche Kontraktion und Dehnung von Netzwerken hochpoly- merer Stoffe. Dir. Dr. Frey, Basel, legte einige neue Gesichts- punkte fin die Herstellung und Gestaltung von Priifkorpern f?r mechanische Materialpriifungen dar. Der Mark-Schiller Mesrobian, New York, erorterte Alterungsversuche an Gummi durch Messung der Dehnungsrelaxation sowie die Struktur und das mechanische Verhalten von plastiziertem Polyvinyl- chlorid. Prof. Staudinger, Freiburg, sprach iiber Methoden der Konstitutionsaufklarung makromolekularer Stoffe; wahrend Dr. K. Wolf, Ludwigshafen, einigeAusfiihrungen zu dem Thema iiber dielektrische Messungen zur Bestimmung der inneren Beweglichkeit hochmolekularer Substanzen machte. Weiterhin erorterte Dr. Wolf die physikalischen Eigenschaften linearer Polyester, die Moglichkeit der Anwendung dielektrischer Messungen bei der Weichmachung hochmolekularer Sub- stanzen und legte schlieBlich einige Analog en beim plastisch- elastischen und elektrischen Verhalten hochpolymerer Stoffe dar. Von den zahlreichen Beitragen der italienischen Schule verdienen vor alien Dingen die Ausfiihrungen von Prof. Nasini, Turin, iiber Untersuchungen an mpnomolekularen Filmen hochpolymerer Stoffe hervorgehoben zu werden sowie die Referate von Herrn Prof. Natta, Mailand, iiber ?Verteilung der Reaktionsprodukte in nebeneinander verlaufenden Ketten- reaktionen" bzw. ?Vber die Verwendung des Ultraschalls zur Ermittlung der Struktur von Hochpolymeren". Prof. Milone, Turin, sprach iiber die Beziehungen zwischen dem elektrischen Moment und dem Molekulargewicht von Hochpolymeren bzw. iiber Beziehungen zwischen dem Ab- sorptionsspektrum im Ultraviolett und dem Molekulargewicht von Hochpolymeren. Eine kleine mit dem KongreB verbundene Schrifttumsschau brachte die wesentlichen Neuerscheinungen auf dem Kunst- stoff-Gebiet und war von deutscher Seite gut beschickt. Der Empfang und die Aufnahme der auslandischen Teil- nehmer einschlieBlich der deutschen Gaste waren herzlich, und es sei den verantwortlichen Leitern sowohl des Kunststoff- Kongresses als auch der Kunststoff-Ausstellung an dieser Stelle nochmals fin den freundlichen Empfang und die stete Hilfsbereitschaft gedankt. s (4609) A. Hochtlen Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RbP80-00926A004100010001-6 Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 190 Siebenter nordischer Chemiekongre,3 Runststoffe I3d. 41 1951 Heft 6 Siebenter nordischer ChemiekongreB tber die Grundlage der Emulsionspolymerisation hielt in einer Sond'ersitzung der Tagung nordischer Chemiker in Hel- singfors der zu einem langeren Besuch Finnlands eingeladene amerikanische Professor I. M. Kolthofi von der Minnesota Universitat in Minneapolis einen zusammenfassenden Vortrag. Der Prasident des Kongresses, der finnische Nobelpreis- trager A. I. Virtanen sprach iiber seine neuesten Forschungen, die er iiber die Synthese von Proteinen angestellt hat. Virtanen ist auf dem Gebiete der landwirtschaftlichen Chemie seit Ian- ger Zeit besonders erfolgreich tatig, und dementsprechend hat er in den Kreis seiner Untersuchungen pflanzliche Proteine einbezogen und zwar das Zein ails der Gruppe der Prolamine. Man kennt seit langem die durch Enzyme bewirkte Hydrolyse von Proteinen. Es gelang Virtanen, die Versuchsbedingungen der Hydrolyse so zu lenken, daB die Zerfallgeschwindigkeit kleiner ist als die Bildungsgeschwindigkeit neuer und zwar wesent- lich langerer Ketten aus den Bruchstacken des Zerfalls. Die Reaktion entspricht der Formulierung : R2 R3 H2N?C? CO ?NH ?C ? CO ?NH?C? CO ?NH . . . HOOC?C?NH? CO ?C?NH? CO ?C?NH? CO . . . Rx Rv Rz hat. Ferner sprach er fiber Verbindungen des Azetylens mit einwertigem Kupfer und deren katalytischen EinfluB auf die Polymerisation von Azetylen und die Vinylierungsreaktionen. Da man die verschiedensten Kunststofflacke als Korrosions- schicht verwendet, verdient auch der Vortrag, den der vor kurzem aus Graz an die Technische Hochschule in Finnland berufene Professor H. H. Grubitsch iiber den Mechanismus der Korrosion hielt, besonderes Interesse. Seine Untersuchungen weisen darauf hin, daB die Korrosion des Eisens in .waBrigen Elektrolytlosungen nicht als em rein elektrochemischer Vor- gang zu betrachten ist. Fiir den Depolarisationsvorgang ist vielmehr nor em kleiner Bruchteil der kathodischen Flache wirksam; die Gesamtkorrosion betragt aber em Vielfaches des elektrochemisch gemessenen Korrosionsanteils. Wahrschein- lich ist die direkte Reaktion von gelostem Sauerstoff mit ober- flachenaktiven Stellen der Eisenoberflache maBgebend. 'Mier die Wechselwirkung zwischen Pigmenten-Leinol sprach Civ. Ing. .Per-Ake Wallgren von der Technischen Hochschule in R1 R2 R3 H2N -C - CO NH -C - CO ?NH ? C ? CO ?NH . . . CO ?C?NH? CO ?C?NH? CO . . R, HOOC?C? NH Rx Synthese von Proteinen 'Ober die evtl. praktische Bedeutung dieser Versuche lal3t sich heute noch nichts sagen, aber dieser erste Aufbau lan- gerer Polypeptidketten, als die Natur sie kennt, ist hochst be- merkenswert. V eikko Nurmikko berichtete iiber die Einwir- kung von Glyzinpeptiden auf das Wachstum von Mikro- organismen. Phil. mag. Jorma Miettinen vom Biochemischen Institut Helsinki berichtete iiber papierchromatographische Untersuchungen iiber Proteinsynthesen mit Hefe. Phil. lie. Birger Drake von der Universitat Uppsala berichtete iiber automatische Registrierungsmethoden der Absorptionsanaly- sen von EiweiB, Peptiden und Aminosauren. Dipl.-Ing. Heikki Kerkkonen vom Biochemischen Institut Helsinki trug iiber Versuche zur Ausfallung von Polypeptiden mit Hilfe von Tri- chloressigsaure vor. Der finnische Professor Enkvist, der z. Z. als Gast im schwedischen Holzforschungsinstitut arbeitet, be- richtete iiber seine umfangreichen Versuche iiber Sulfat- kochung und in Sonderheit iiber Schwefellignin und Ligno- sulfonsaure, die er zum Teil gemeinsam mit Phil. lie. Gunhild A ulin-Erdtman vorgenommen hat. Dr. Gunnar Blomqvist von der finnischen Zellulosefabrik Wartsila in Aanekoski berich- tete iiber die Bestimmung des Zuckerverlustes bei der Zellu- losekochung und Doc. Charley Gusta f sson vom Zentrallabo- ratorium der Zelluloseindustrie in Plelsingfors iiber die Atha- nolyse von Birkenholz. Aus der staatlichen teehnischen For- schungsanstalt in Helsingfors berichtete Prof. 011i Ant- Vuorinen iiber den umstrittenen Karboxylgehalt der Zellulose. Der Direktor des Organisch-chemischen Instituts der T.H. in Stock- holm, Professor Holger Erdtman, einer der Pioniere auf dem Ge- biete der Ligninforschung, berichtete iiber seine Untersuchun- gen betreffend die Struktur der Phenolhuminsaure und ihre Bildungsweise. An zahlreichen Modellsubstanzen hat er seine Strukturformeln kontrolliert. Einer seiner Mitarbeiter, Tekn. lie. BengtLeopold berichtete .iiber seine Synthese von Modellsub- stanzen mit Lignincharakter. Phil. mag. T. Smedslund, Helsing- fors, sprach iiber Versuche, Dimethylsulfoxyde als Losungsmit- tel f fir Azetylen zu verwenden. Vber Methoden der genauen Be- stimmung von Azetylen und Monoazetylene sprach Phil. lie. Ragnar V estin, der gemeinsam mit Elisabeth Ralf im schwedi- schen Gummiforschungslaboratorium Versuche vorgenommen Gothenburg. Seine vorgetragenen neuen Gesichtspunkte sind auch bezaglich der Wechselwirkung von Pigmenten mit syn- thetischen Schutzschichten interessant. -Mier kinetische Unter- suchungen der Reaktion zwischen Athylenoxyden mid Am- moniak sprach Phil. mag. Stig Andersson von der Universitat Lund und iiber die kinetische Untersuchung der Reaktion zwischen Aminen und Propylenoxyden Phil. mag. Jan Hansson von der gleichen Universitat. 'Ober die Geschwindigkeit der Alkoholyse von Azetalen, die fiir die Synthese von Azetalen entscheidend ist, sprach Phil. mag. J. I. Jansson von der Aka- demie Abo. -Ober die Filmbildung mit Hilfe von Abietinsaure und einer groBen Zahl ihrer Derivate, wie auch Isodextropimar- saure und Abietinsauren sprach Dipl.-Ing. Henrik Bruun von der Universitat Abo. 'Ober die Feinstruktur von Baumwollfiber und gereinigter Holzfaser sprach Civ. Ing. Leif Jorgensen von der schwedischen Zellulose-Firma Billerud A.B. Phil. lic. Bengt R 4nby von der Universitat Uppsala sprach iiber kolloid- chemische Untersuchungsmethoden, die er zum Studium der Zellulosemizellen angewandt hat. In Sonderheit hat er die Ein- lagerung der Mizellen in den Zellwanden studiert und die ver- schiedenen Methoden zu deren Isolierung untersucht,wie saure Hydrolyse, Schwellung, alkalische Oxydation und Einwirkung von Enzymen. Insgesamt wurden wahrend des Kongresses etwa hundert Vortrage gehalten, aus denen vorstehend referierte ausgewahlt seien, da sie fiir die Leser dieser Zeitschrift von Interesse sein dilrften. Verbunden mit dem KongreB war eine Ausstellung neuer chemischer mid technischer Apparate, unter denen eine in Finnland von der Firma Oy Helvar in Sockenbacka hergestellte SchweiBmaschine fiir Thermoplaste allgemeines Interesse er- weckte. AbschlieBend fanden eine Reihe von Exkursionen statt, ins- besondere in Fabriken der in Finnland hochentwickelten Zellu- loseindustrie. Kurze Zeit darnach beging die finnische Kunststoffvereini- gung ?Finska Plastforeningen" das Jubilaum ihres zehn- j ahrigen Bestehens. Sie besteht derzeit aus dreiBig ordentlichen und dreizehn fordernden Mitgliedern. (4585) R. Lepsius. Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 Kunststoffe Bd. 41 1951 Heft 6 Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 The British Plastics Federation 191 The British Plastics Federation Bei der vergleichsweise noch jungen Organisation der Kunststoff-Industrie in der Bundesrepublik dtirfte die Darstellung paralleler Institutionen anderer Lander von Interesse sein. Im nachstehenden werden Geschichte, Aufgaben und Funktionen der British Plastics Federation geschilderti). Die British Plastics Federation (BPF), 47-48 Piccadilly, London, W. 1, stellt die offiziell anerkannte Wirtschafts- Vereinigung der englischen Kunststoff-Industrie dar. Sie wurde 1933 mit dem.Ziel gegriindet, die Zusammenarbeit der Betriebe zu fordern. Sie vertritt ebenso die Belange der Branche gegen- tiber den Regierungsstellen, wie sie die Verbindung der ein- zelnen Sparten untereinander und mit den Behorden fordert. Sie unterstiitzt Forschung und Fortschritt und vermittelt deren Ergebnisse an ihre Mitglieds-Firmen, denen sie auch mit alien einschlagigen Auskiinften zur Verfitgung steht. Die BPF befaBt sich nicht mit Lohnfragen. Organisation Die BPF wird durch ihren General Manager juristisch ver- treten und durch einen Rat gefiihrt, dessen Mitglieder aus dem Vorstand der einzelnen Fachgemeinschaften gewahlt werden. Der yorsitzende des Rates ist zugleich Vorsitzender der BPF. General Manager ist derzeit Dr. W. E. de B. Diamond, Chairman P. A. Delafield. Die Vereinigung gliedert sich in 6 Hauptgruppen : 1. Hersteller von Harzen, PreB- und Spritzmassen, PVC- Mischungen, Platten und Folien. 2. PreB- und SpritzguBbetriebe. 3. Hersteller von Schicht- und Faserstoffen. 4. Verarbeiter von Hart- und Weich-PVC und von Schicht- stoffen. 5. Technische Gruppe (Formen- und Maschinenbau). 6. Rohstofflieferer (Vorprodukte, Chemikalien, Ffillstoffe). Mitgliedschaft Diese steht alien im Britischen Empire gelegenen Firmen offen, welche Kunststoffe, Kunststoff-Rohstoffe oder Ein- richtungsgegenstande fiir die Kunststoff-Industrie herstellen oder verkaufen. Die BPF umfaBt sechs Hauptgruppen, in denen sich wiederum eine Anzahl von Unterabteilungen be- finden. Die einzelnen Gruppen erfreuen sich unter ihrem jeweiligen Vorstand weitgehender Selbstandigkeit. Sie ent- scheiden tiber die Aufnahme von Mitgliedern, die erst iiber die Zugehorigkeit bei der zustandigen Fachgruppe zu BPF-Mit- gliedern werden. Der Beitrag setzt sich aus einer Grundgebtihr, sowie Einzelbeitragen fiir die Fachgruppen zusammen. Leispungen Die BPF nimmt in erster Linie die Interessen der Kunst- stoff-Industrie gegentiber den Behorden wahr und vertritt die Einhaltung angemessener Richtlinien. Die fur die Forderung maBgebliche Regierungsstelle ist der Board of Trade, aber auch das Directorate of Housing Fitments 'und die Machinery Division of the Ministry of Supply sind an der Entwicklung der Kunststoff-Industrie lebhaft interessiert. Die BPF stellt die Plattform fiir die Festlegung und die Verbreitung der Meinungen ihrer Mitglieder innerhalb der Fachgruppen und Unterabteilungen dar und besorgt den Verkehr und die In- formation unter diesen. .) An Hand der Broschtire ?The British Plastics Federation, its history, purpose and function" vgl.: Da s Kunststoffeninstituut in Delft, Kunststoffe Bd. 40 (1950) S. 350. Abstracts Die BPF unterhalt einen sorgfaltig geleiteten Dokumen- tations-Dienst und versendet an ihre Mitglieder kostenlos die monatlich erscheinenden ?Abstracts", welche die derzeit urn- fassendste Referatensammlung aus der laufenden technischen, wirtschaftlichen und Patentliteratur aus aller Welt darstellt. Informationsdienst Der Informationsdienst der BPF erteilt bereitwillig alien Interessenten kostenlose Auskunft tiber Bezugsquellen von Material, Erzeugnissen und maschinellen Hilfsmitteln, aber auch tiber gesetzliche Bestimmungen und steht in alien die Kunststoff-Industrie betreffenden Fragen zur Verfiigung. Anfragen tiber Bezugsquellen und nach Erzeugnissen werden an Mitgliedsfirmen verwiesen, oder diesen zur Bearbeitung zugeleitet. Mitteilungen Den Mitgliedern geht em monatliches Mitteilungsblatt zu, das tiber Zusammenktinfte der Arbeitsgemeinschaften, gesetz- liche Bekanntmachungen und andere einschlagige interessie- rende Angelegenheiten informiert. Technischer Dienst Sowohl der Technische HauptausschuB, wie die technischen Gruppen-Kommissionen fiihren Untersuchungen durch, deren Ergebnisse alien Mitgliedern zur Verftigung stehen. Die BPF bereitet zusammen mit der British Standards Institution, deren Mitglied sie ist, Pritfvorschriften und Normblatter filr Kunst- stoffe und -Erzeugnisse vor. Sie handhabt zugleich zusammen mit der genannten Institution die Einrichtung und *Ober- wachung in der Ftihrung von Firmen- und Priifzeichen fiir Materialien und Erzeugnisse, welche die Einhaltung fest- gelegter Giitebedingungen gewahrleisten. Steuer- und Tarifwesen Als Wirtschaftsverband ihrer Industrie ist die BPF an der Teilnahme itber Beratungen zu Steuer- und Zollfragen, bei der Ausarbeitung von Verkehrstarifen, an Fragen der Statistik, an der Import- und Exportpolitik, sowie am Ausstellungs- und Messewesen interessiert und befaBt. Sie halt weiterhin die Verbindung zu den anderen Industrie-Verbanden und Handels- Organisationen des Empire aufrecht. Publizitat ? Der technischen, aufklarenden und propagandistischen Publizitat wird aufmerksame Beachtung geschenkt. EM be-, sonders far das Pressewesen ausgerichteter Mitarbeiterstab besorgt und iiberarbeitet einschlagige Veroffentlichungen, so daB eine korrekte und ausgeglichene Berichterstattung ge- wahrleistet wird. (4608) E. Escales Neuartiger Gartenstuhl mit PVC-Bezug. Referiert nach : Plastics (London) Bd. 16 (Mai 1951), S. 143 Die ineinander tibergehenden Sitzflachen und Rticklehnen bestehen aus quergespannten, galvanisierten. Metalldraht- Rundfedern, die mit stranggepresstem PVC-Schlauch be- zogen sind. Da die Federn in an den Rahmen befestigten, ebenfalls mit PVC bezogenen Laschen mit osen eingehakt werden, ist der PVC-Schlauch der Federn keinem Zug aus- gesetzt, ergibt elne bequeme Sitzflache und schtitzt die Federn vor Feuchtigkeit. 900 dieser von Ernest Raven Ltd., 22 Union Road, Clapham, London, S. W. 4, entworfenen und hergestellten StUhle, fiir die runci 10 km Schlauch be- notigt werden, sind fiir das ?Festival of Britain" in Auf- trag gegeben. (4637) D. Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 192 H. J . Schenck u. H. Puell, Verfahren zur quantitativen Chloybestimmung in Polyvinylchloyid Kunststoffe Bd. 41 1951 Heft 6 Einfaches Verfahren zur quantitativen Chlorbestimmung in Polyvinylchloricr) Von Dr. Hans-Joachim Schenck und Heinz Puell, Berlin-Gartenfeld Es wird em n em/ aches Verfahren zur Chlorbestimmung in Polyvinyichlorid mitgeteilt und als Normverfahren zur Dishussion gestellt. Uber die Fluorbestimmung, die in Einzeltillen Schwierigkeiten bereitet, soil ge- sondert berichtet werden. Einfiihrung Das bekannte, allgemein anwendbare und sehr genaue, aber auch einen gewissen Aufwand an Gerat und Zeit erfordernde Verfahren zur Chlorbestimmung nach Carius ist nach den VDCh-Richtlinien 22? 01 u. 22-02 zur Chlorbestimmung in Polyvinylchlorid vorgeschrieben: Hierbei wird die Substanz im Einschmelzrohr mit Salpetersaure aufgeschlossen und die gebildeten Chlorionen werden als Chlorsilber gefallt. Vor einiger Zeit gab K. Stoeckheyt1) in dieser Zeitschrift eine -Ober- sicht iiber die verschiedenen Versuche, die man seit der Ein- fiihrung des Polyvinylchlorids gemacht hat, urn em einfacher und schneller auszufiihrendes Verfahren zur Chlorbestimmung in Polyplasten auszuarbeiten. Der Vollstandigkeit halber seien auBer den dort genannten noch drei uns bekannt gewordene Verfahren erwahnt: 1. Die ASTM-Vorschriften2) sehen als bewahrtes Verfahren die Verbrennung der Substanz in einem Alundum- Schiffchen bei 1250-1350? im Sauerstoffstrom vor. Die Cl-haltigen Gase werden erst in einem AbsorptionsgefaB mit 1%iger Hydrazinsulfatlosung reduziert. In zwei weiteren AbsorptionsgefaBen werden die Salzsauredampfe in 10%iger Natronlauge absorbiert, der Wasserstoffsuper- oxyd zur Vervollstandigung der Reduktion zugesetzt werden kann (Verbrennungszeit 15... 20 mm). Nach dem Ansauern der Absorptionsfliissigkeit wird der Chlorgehalt nach Volhard in der urspriinglichen oder modifizierten Arbeitsweise oder gravimetrisch bestimmt. Die daftir not- wendige Apparatur aus z. T. schwer schmelzbarem Mate- rial, 3 Waschflaschen und Sauerstoffbombe lassen das Verfahren als kompliziert erscheinen, wahrend die Zeit- daiier tragbar ist. Fiir die Verbrennung nach Parr wird in den ASTM- Vorschriften der Nachteil angegeben, dad der AufschluB zuweilen unvollstandig ist. 2. Haslam und Soppet3) empfehlen dagegen em dem Parr- schen ahnliches Verfahren. Das Reaktionsgemisch ist aller- dings insofern verandert, als auf 0,3 g Substanz 1 g einer Mischung von zwei Teilen Kaliumnitrat und einem Teil Dextrose und 13 bis 14 g Natriumperoxyd verwendet werden. Zur Chlorbestimmung benutzen die Autoren die elektrometrische Titration. 3. Barger4) hat den fiir die Elementarreaktion tiblichen Auf- schluB mit Kalium als Mikroverfahren zur quantitativen Chlorbestimmung ausgearbeitet. Als ReaktionsgefaB dient em n Einschmelzrohrchen aus schwer schmelzbarem Glas, das iiber offener Fla mme erhitzt wird. Nach dem Aus- gliihen des Kohlenstoffs wird das iiberschiissige Kalium mit Alkohol zerstort und nach dem Ansauern das Chlor nach Volhard titriert. Dieses Verfahren diirfte sich wegen des im Einschmelzrohr auftretenden Drucks hochstens auf HalbmikromaBstab iibertragen lassen, wobei als Nach- teil far die allgemeine Anwendung noch das Hantieren mit besonders gereinigtem Kalium und mit Einschmelz- Mitteilung aus dem Kabelwerk der Siemens-Schuckertwerke, Berlin- Gartenfeld (Laboratoriumsleiter: Dr H. Heering). I) Kunststoffe Bd. 37 (1947) S. 52/54. 3) ASTM: D 833 ? 46 T. 3) J. Soc. Chem. Ind. Bd. 67 (1948) S. 33/35; Ref.: Farben, Lacke, Anstrich- stoffe, Oktober 1948, S. 178. 3) Angew. Chemie Bd. 45/46 (1941) S. 479/81. rohren und die Notwendigkeit einer Halbmikrowaage oder Mikrowaage bleibt. Stoeckhertl) schlug den AufschluB mit einem Natrium- peroxyd-Natriumkarbonatgemisch im offenen Eisentiegel nach Pringsheim vor. Nach den Beleganalysen mud bei diesem Verfahren mit einer Streuung von 3,4% (auf CI bezogen) bei verschiedenen Bestimmungen gerechnet werden. Dal& zeichnet as sich durch seine Einfachheit und Schnelligkeit aus, was offenbar den AnlaB zur Ver- offentlichung gegeben hat. Das neue Analysenverfahren Wir fanden nun, dad man die Vorteile der Einfachheit und Genauigkeit vereinigen kann, wenn man zum AufschluB die Kalkmethode nach Soubeiran5) und Liebig5) anwendet und zugleich die bewahrte Versuchsanordnung nach Piria und Schijr) benutzt. Die alte Kalkmethode erfordert einiges experi- mentelle Geschick: die Substanz mull mit Kalk gemischt, quantitativ in em Gliihrohr ilbergefiihrt werden und es mud em Kanal iiber der Kalkfiillung offen bleiben, der Stockungen des Gasstromes vermeiden soil, andererseits aber leicht die Ursache unvollstandiger Absorption der chlorhaltigen Dampfe sein kann.. Die Piria-SchiU-Methode bringt eine einfache und gliickliche Losung dieses Problems: sic benutzt zwei ineinander gestiilpte Tiegel, von denen der innere (umgekehrte) die Sub- stanz am Boden enthalt, wahrend der iibrige Inhalt beider Tiegel aus Absorptionsmasse besteht, wie Abb. 1 zeigt. Diese Tiegelanordnung hat zur Folge, dad erst dann die Zersetzung (Ku 494.1) Abb. 1. Anordnung der Tiegel zur Chlorbestimmung (M. : 1 : 2) - der Substanz erfolgt, wenn die Absorptionsmasse rotgliihend und daher absorptionsbereit far chlorhaltige Gase ist und dad diese relativ langsam erst durch den Inhalt des inneren Tiegels von 'oben nach unten und da.nn durch den Inhalt des auBeren Tiegels von unten nach oben diffundieren miissen. Piria und Schill benutzen als Absorptionsmasse em Sodakalk-Gemisch oder reine Soda. Soda kann nach unseren Versuchen ver- wendet werden, evtl. Wassergehalt stort jedoch und das Schmelzen dieses Salzes verhindert u. E. die gleichmaBige HC1-Diffusion und erschwert die Aufarbeitung durch Ver- backen der beiden Tiegel. ? Wir ziehen daher Kalk als Ab- sorptionsmasse vor. AnschlieBend wird die Reaktionsmasse mit verdiinnter Salpetersaure zersetzt, vom verbliebenen Kohlenstoff ab- filtriert und das Chlor als Silberchlorid mit Silbernitrat gefallt oder titrimetrisch bestimmt. Audi wegen der beim Ansauern 3) Ann. chim. phys. Bd. 48 (1831) S. 136. .) Liebigs Ann. Bd. 1 (1832) S. 201. ') Piria: Nuovo Cimento, Bd. 5 (1857) S. 321; Lezioni di Chimica organica (1865) S. 153. Schig: Liebigs Ann. Bd. 195 (1879) S. 293. Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 S coF4w2 noriENTHAN Laboratoriurns-Walzwerke 80/200 - 110/200 - 200/500 Gleichlauf und Friktion ? stufenlos regelbare Walzendrehzahl -- beheizbar bis 300? C Spritzmaschinen (Schneckenpressen) fro Kautsdiuk, Buna und plastische Massen, 40 bis 80 mm Schnecken Mehrstufen ? stufenlos Hochlelstungs-Walzwerke 350/700 - 400/1000/1200 - 500/1350. - fOr Kautschuk, Buna und plastisthe Ntassen ProduktIons-Walmverke fUr schwerste Boanspruchung RUTH SC HAYABIAld HOrtile CRIADNIBA 1113111P FiltRUN 61,644 4299 11366f-H HEI D[ 9 Fernruf : 66 87 63 - Taleg romm -Ad re,sso : Schwct bonthangum Kunststoffe Bd. 41 1951 Heft 6 Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 Umschau aus Schrifttum und Technik 193 von Soda auftretenden Kohlensaureentwicklung, die u. U. Substanzverluste verursachen kann, ist der Verwendung von Kalk der Vorzug zu geben. Weil die Reaktionsmasse in Saure aufgelost werden mull, haben wir Porzellantiegel zum Auf- schluB verwendet, wahrend Pine und Schifl MetalRiegel vor- schl agen. Wir empfehlen folgendes A nalysen-V en, ahnen : Die Substanz (0,1 bis 0,3 g) wird in einem kleinen Porzellan - tiegel (z. B. C 4/0) eingewogen8). Der Tiegel wird dann vollig mit halogenfreiem, gebranntem Kalk gefiillt, mit einem etwas groBeren Tiegel (z. B. C 1) bedeckt, in der durch Abb. 1 ver - anschaulichten Weise umgestillpt und der jetzt aufrecht stehende auBere Tiegel so weit mit Kalziumoxyd gefiillt, daB der kleine Tiegel vollkommen bedeckt Alsdann beginnt man den AuBentiegel zunachst mit einer kleinen Spitzflamme zu erhitzen und steigert innerhalb von etwa 10 min die Tem- peratur, bis die Masse auf Rotglut gebracht istn). Die Zer- setzung ist nach etwa viertelstiindigem Erhitzen vollstandig (Gesamtdauer : etwa 25 min). Nach geniigendem Abkiihlen wird der Inhalt beider Tiegel in einem Becherglas mit 100 cm3 2 n- Salpetersaure gelost, vom Kohlenstoff abfiltriert und der Riickstand mit heiBem Wasser chlorfrei gewaschen. Durch Zugabe von 20 cm3 50/0iger Silbernitratlosung wird danach das Chlor als Silberchlorid gefallt, dieses filtriert, mit heiBem, schwach salpetersaurem Wasser bis zum Ausbleiben der Kalziumoxalat-Reaktion im Waschwasser ausgewaschen, getrocknet und gewogen oder durch Titration ermittelt. Dieses Verfahren ist deshalb fiir Polyvinyldhlorid besonders geeignet, weil keine stOrenden anderen Elemente, wie z. B. Brom und Jod vorhanden sind und der Wasserstoffgehalt des Molekiils mit Sicherheit ausreicht, das Chlor als Chlor- wasserstoff entweichen zu lassen. Da die Substanz vor der -Zersetzung schmilzt, braucht sic nicht uber- inaBig zerldeinert zu werden, und da die Salzsaure im wesentlichen thermisch und nicht chemisch abgespalten wird, braucht die Substanz auch nicht mit dem Kalziumoxyd innig gemischt zu werden, beides im Unterschied zur Vor- schrift von Piria und Schiff. ?) Erforderliche Gesamtmenge rd. 3 g Kalziumoxyd. ?) Bei einiger ubung ist es auch mOglich, in der Weise zu arbeiten, da.13 man wahrend der ersten 7 min mit kleiner Flamme erhitzt oder bei voller Flamme die Tiegel auf ein Drahtnetz oder eine Asbestplatte stellt. AnschlieBene. werden die Tiegel etwa 16 min mit voller Flanune erhitzt. Mit dem geschilderten, iiberraschend einfachen Verfahren erreicht man nach kurzzeitiger Einiibung eine dem Genius- Verfahren ahnliche Genauigkeit, wie Zahlentafel 1 zeigt. Das Verfahren laBt sich auch auf polyvinylchloridhaltige Mi- schungen anwenden, vgl. Zahlentafel 1. Substanz Chlorgehalt (%) theoretisch (nach Formel bzw. Rezept) ? nach unserem Verfahren nach Piria und Schiff (Na2CO3) nach Car/us ? 1. Polyvinyl- chlorid Mittelwerte 2. PVC-Mischg. 3. desgleichen 56,75 56,75 39,9 41,1 56,87; 56,79; 56,55; 56,70 56,73 +0,10 40,01 41,37 - 56,76; 56,66 56,71 +0,05 ? 56,73; 56,71 56,72 +0,01 Zahlentafel 1. Beispiele vergleichender Chlortiestimmungen in Polyvinylchlorid nach unserem Verfahren und nach Genius Es ist anzunehmen; da13 sich dieses Verfahren auch auf andere chlorhaltige Kunststoffe (Chlorkautschuk, Polyviriy- lidenchlorid) wird anwenden lassen. Wir fanden im Gegensatz zu Literaturangaben, daB sich auch fluorhaltige Kunststoffe, wie z. B. Polytetrafluorathylen (Teflon) nach der Tiegel-Kalk-Methode aufschlieBen lassen. Doch bestehen Schwierigkeiten, das entstandene Kalzium- fluorid von eingeschlossenem Kalziumoxyd zu befreien. In einZelnen Fallen haben wir die abgewandelte Pinia- Schifl-Methode auch mit gutem Erfolg zur Bestimmung von Schwefel in Kunststoffen benutzt. 'Ober unsere dabei gewon- nenen Erfahrungen werden wir spater berichten. Zusammenfassung Nach unse.ren Versuchen ist die von uns verbesserte Methode von Pine und Schitt7) die am einfachsten und mit groBer Genauigkeit auszufiihrende Chlorbestimmung und sollte daher als Normverfahren eingefiihrt werden. Umschau aus Schrifttum und Technik Kunststoffverarbeitung Verhinderung der Staubansammlung auf Polystyrol. Polystyrol ? SpritzguBmasse wie auch SpritzguBteile ? be- sitzt auf Grund seiner ausgezeichneten dielektrischen Eigen- schaften die unangenehm empfundene Eigenschaft, sich elek- trostatisch aufzuladen, die Ladung wegen des auBerordentlich hoh en Isolationswiderstandes lange Zeit aufrechtzuerhalten und auf diese Weise Staub anzuziehen und festzuhalten. Die Koppers Company weist auf em n von ihr ausgearbeitetes Produkt Armee T bin, das geeignet ist, die Staubbindung zu verhindern. Armac T ist em n wasserlosliches Produkt, das in 1%iger Losung angewandt wird. Man wischt mit dieser Losung die Oberflachen der SpritzguBteile ab und erzeugt auf diese Weise amen diinnen Film, der den Obei-flachenwiderstand herabsetzt. So wird verhindert, daB eine elektrostatische Auf- ladung entsteht bzw. erreicht, daB sie rasch abgeleitet wird. Die Wirkung einer solchen Behandlung halt ungefahr 2 Monate lang an. Da innerhalb dieser Zeit Polystyrolteile ? man denke an Wandplatten ? ohnehin abgewischt werden, wird these Zeit als ausreichend betrachtet. Es besteht auch die Moglich- (494) keit, Armac T Poliermitteln, z. B. bodenwachsahnlichen Erzeugnissen, die zur Behandlung von Polystyrol-Wandplatten benutzt werden, zuzusetzen. Es sei darauf hingewiesen,daB die BA SF,Ludwigshafen a. Rh., schon seit Jahren em n fiir die gleichen Zwecke geeignetes Mittel unter der Bezeichnung Lunen A auf .den Markt bringt. Der Effekt einer Behandlung mit Luran A sei an nach- folgenden Zahlen erlautert : Ein bestimmtes SpritzguBteil aus Polystyrol III besal3 einen Oberflachenwiderstand von rd. 101-4 Ohm. Das Teil wurde mit einem Lappen, der leicht mit Luran A befeuchtet war, abgewischt. Der Oberflachen- widerstand ging auf 1.1013 Ohm herab und stieg nach 30 Tagen a?uf 24010, nach 100 Tagen auf 3.1013 und nach 300 Tagen auf 3.1011 Ohm bei Lagerung unter normalen Be- dingungen in einem Zimmer wieder an. Der Oberflachenwider- stand naherte sich also allmahlich wieder dem Anfangswert des unbehandelten Teiles, was bedeutet, cla3 die Behandlung zwecks Vermeidung der Staubansammlung alle paar Monate wiederholt werden sollte. (4622) H. Beck Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 194 Approved For Release 2003/10/16: CIA-RDP80-00926A004100010001-6 Umschau aus Schrifttum und Technik Kunststoffe Bd. 41 1951 Heft 6 Aus einem Stuck gespritzter Kiihlschrank-Rahmen. R. W. Barber, Mod. Plastics Bd. 28 (Sept. 1950) S. 97/100. Der fiir einen neuen Kiihlschrank der Crosley Div., Avco Mfg. Corp. benotigte Rahmen stellt das bisher grate aus einem Stack hergestellte SpritzguBteil dar. Urn die Trennfuge zwischen den beiden Fachern des Kiihlschrankes abzudecken, besitzt der Rahmen einer Querrippe, ferner auf der Riickseite zur Befestigung .Nocken. Die starke Beanspruchung im Ge- branch erforderte eine sorgfaltige Auswahl der SpritzguBmasse. Das fertige Spritzteil wiegt 1,36 kg bei einer Gr6Be von 685 mm ? 1420 mm. Au Ber den groBen Abmessungen erschwerte das Vorhandensein der Querrippe die Planung auBerordentlich. Die LOsung fand man schlieBlich in der Konstruktion einer aus 3 Hauptplatten bestehenden AbreiBspritzform. Die Aus- bildung und Lage der Angul3kanale ist in Abb. 1 ersichtlich. Abb. 1. Kidilsehrank-Thrralimen. Hauptangut3kegel und Langsrippe werden von Hand in ilirer urspriinglichen Stellung festgehalten Die Eigenart der Formkonstruktion bedingt, daB sich zuerst und Matrizenplatte voneinander trennen, wahrend die Form selbst noch geschlossen bleibt. Dies geschieht durch den Einbau von zwei hydraulisch betatigten Abdriickvorrichtun- gen, wobei der offnungsvorgang durch Anschlage begrenzt wird. Danach offnet sich die Form. Der HauptanguBkegel wird auf bekannte Art mit Hilfe eines zweckmaBig ausgebildeten AusstoBstiftes aus der AnguBbuchse herausgezogen, die beiden anderen AnguBkegel bleiben in hinterschnittenen Vertiefungen des Stempels hangen. Spritzteil und AngiiBe werden wie iib- lich durch Ausstaerstifte aus der Form entfernt, HauptanguB- kegel und Langsrippe fallen von selbst heraus. Die auBeren. Abmessungen der Form betragen 1575 mm - 815 mm ? 355 mm. Benutzt wird eine normale 48 Unzen-Maschine der Watson Stillman Co., wobei jedoch die Aufspannplatten entsprechend der Form vergroBert werden muBten. Der SchlieBdruck der Maschine betragt 1000 t. Beim Einstromen der SpritzguBmasse bilden sich 5 Binde- nahte, deren einwandfreies VerschweiBen eine sorgfaltige Uber- wachung der Formtemperatur verlangt. Erschwert wird dies durch die hohe Temperatur, welche die zur Verarbeitung be- stimmte SpritzguBmasse erfordert. Zwei Heiz- und Kontroll- Systeme arbeiten unabhangig voneinander. Ein System ist fiir die Stempelplatte mid das andere fiir die Diisen- und Matrizen- platte bestimmt. Beide Systeme bestehen aus drei Haupt- teilen, einem elektrischen Wassererhitzer, einem Ventilator und einer Zentrifugalpumpe. Die gesamte Anlage wird durch Thermostaten gesteuert. ? Zu Beginn eines Arbeitsganges arbeitet nur der elektrische Wassererhitzer, wenn aber die ein- gestellte Temperatur iiberschritten wird, tritt der Ventilator zur Abkiihlung in Tatigkeit und die Wasserbeheizung schaltet sich automatisch aus. Alle Kontrollorgane sind fiir den Ar- baiter gut sichtbar angeordnet. Ein Arbeitsgang dauert 11/2 mm. Nachdem an dem fertigen Spritzling die AnguBstege entfernt sind, kommt er in eine Kiihlvorrichtung. SchlieBlich wird zum Schutz gegen elektro, statische Aufladung em Vberzug aufgespritzt. (4455) K. Rck. Trockenes Einfarben von Polystyrol. S. E. Glick, Modern Plastics Bd. 28 (Febr. 1951) S. 79/83. Die Firma Monsanto hat Farbzusatze zu Polystyrol in Form von Farb- konzentraten oder reinen Farbstoffen herausgebracht, die in der Anwendung den deutschen Konzentratfarben entsprechen. Die neuen Farbstoffe miissen in Mischern dem Polystyrol beigegeben werden. Far durchscheinende und undurchsichtige T6nungen kann man Pigmente verwenden, fiir durchsichtige benotigt man losliche Farbstoffe, die sorgfaltig auf Licht- unds Hitzebestan- digkeit gepriift werden miissen. Auch sollten keine Pigmente in waBriger Teigform benutzt werden. In den SpritzguB- maschinen sollten Zylinder und Diise so gebaut sem, daB eine verstarkte Mischwirkung erreicht wird. Maschinen mit Vor- plastifizierung sind besonders vorteilhaft. Auch marmorierte, nachleuchtende (3 bis 10% Pigment) und metallische Tonungen (Zusatz von Silber- oder Aluminiumflocken) konnen erreicht werden. Die Einfarbekosten werden auf DM 0,05 bis 0,12/kg Masse geschatzt, was einer Ersparnis von DM 0,28/kg ent- spricht. (4563) K. St. Wickler fur Strangpressen. Bei der kontinuierlichen Ver- arbeitung von Kunststoffen, z. B. bei der Herstellung von Pro- filen und Schlauchen auf Schnecken-Spritzmaschinen, beim Kalandrieren von Folien usw., ist as oft notwendig, die Er- zeugnisse mit annahernd gleicher 5pannung, unabhangig vom Wicklerdurchmesser, aufzuwickeln. Hierfiir hat sich der Alquist-Wickler bewahrt, der vom Stahlkontor Weser GmbH., Hameln, hergestellt wird. Der Wickler besteht aus einem Spezial-Elektromotor mit Getriebe und dem Zugregler. Der Motor ist in seiner auf3eren Form, seiner Stromart und Span- nung em normaler Drehstrommotor. Er ist ganz gekapselt und auBen beliiftet. Der Drehstrom-KurzschluBlaufer-Motor weist bei Belastungsanderungen praktisch gleichbleibende Drelizahlen auf. Er ist daher fiir den Antrieb einer Wickel- vorrichtung nicht geeignet. Dagegen ist bei dem Wickler durch eine besondere Wicklung und Schaltung erreicht, daB sich die Motordrehzahl dem wachsenden Durchmesser der auf- zuwickelnden Ware anpaBt, ohne dabei an Zugkraft zu ver- lieren, bei ansteigendem Drehmoment bleibt dann die Waren- spannung ungefahr gleich. Das Getriebe dient zur Untersetzung der Motordrehzahl auf die jeweils erforderliche Drehzahl an der Wickelvorrichtung. Werden in einer Maschine verschie- dene Erzeugnisse hergestellt, die groBe Unterschiede in der Geschwindigkeit erfordern, so werden Schaltgetriebe verwen- det, die bei Wechsel der Ware umgeschaltet werden. Am Zug- regler wird die notwendige Zugkraft eingestellt. Ein Nach- laufen des Wicklers beim Abstellen tritt im allgemeinen nicht em. (4575) v. Die spanabhebende Bearbeitung von Schichtstoffen mit Glasgewebe als Harztrager. Modern Plastics Bd. 28 (April 1951) S. 103/06, 111 u. 114. Hartgewebe auf Phenol- Kresol-Basis mit Glasgewebebahnen als Harztrager sind span- abhebend nur sehr schwierig und mit sehr groBem Werkzeug- verschleiB zu bearbeiten. Glasgewebe bietet jedoch wegen seiner hohen Warmebestandigkeit, groBen Festigkeit und Feuchtigkeitsbestandigkeit so viele Vorteile, daB ihm groBe Anwendungsbereiche in der Technik sicher sind, wenn die Verarbeitung okonomisch gestaltet werden kann. Man hat nun festgestellt, daB die Verarbeitung von Glas- gewebe relativ einfach ist, wenn statt Phenol-Kresolharzen Polyesterharze als Bindemittel verwendet werden. Dies bringt auBerdem noch den Vorteil, daB bei der Herstellung derartiger Hartgewebe nach dem Niederdruckverfahren gearbeitet werden kann, so daB also die Benutzung graer Pressen unnotig wird. Die spanabhebende Verarbeitung des mit Polyesterharzen und Glasgewebe hergestellten Schichtstoffes gestaltet sich etwa wie die Verarbeitung des bisher bekannten iiblichen Hart- gewebes. Es ist dabei jedoch darauf zu7achten, daB bei der Verarbeitung des Glas-Hartgewebes em n feiner Staub entsteht, Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 Kunststoffe Bd. 41 1951 Heft 6 Umschau aus Schrifttum und Technik 195 der Hautschaden hervorrufen kann. Auch das Einatmen des entstehenden feinen Glasstaubes ist gesundheitsschadlich und es sind deshalb gut wirkende Absauge-Anlagen an den Ma- schinen vorzusehen und auf peinliche Sauberung nach der Arbeit ist zu achten. Alle bekannten Bearbeitungsmethoden wie Stanzen, Schnei- den, Sagen mit Band- und Kreissagen, Schmirgeln, Schleifen, Frasen, Drehen und Raumen konnen ohne Schwierigkeiten mit etwa dem WerkzeugverschleiB und den Arbeitsgeschwindig- keiten wie fiir normales Hartgewebe ausgefiihrt werden. Dabei muB auf den Schichtcharakter des Werkstoffes genau wie bei anderen Hartgeweben bei den verschiedenen Arbeitsmethoden Riicksicht genommen werden. Das Kleben dieses Kunststoffes ist noch nicht vollkommen erforscht und geeignete Klebemittel befinden sich noch nicht auf dem Markt. Leider steht dieser interessante Werkstoff in Deutschland noch nicht in groBerem MaBe zur Verfiigung. Auf vielen Ge- bieten wfirde dieser Werkstoff durch seine leichte Herstellung und einfache Bearbeitung Liicken ausfiillen, wo Kunststoff der gegebene Baustoff ware. (4617) H. Zickel Schweifiverfahren fiir thermoplastische Kunststoffe. H. Pischke, SchweiBen u. Schneiden Bd. 3 (1951) H. 5 S. 137/142. In dem Beitrag werden zusammenfassend die ge- brauchlichen Schweif3verfahren geschildert. (4607) ?er Zerkleinerung von Kunststoffabfallen. Modern Plastics Bd. 28 (Nov. 1950) S. 188. Schnelle und griindliche Zer- kleinerung von bisher schwer zu mahlenden Materialien, wie Kunststoffen, soli nach einem von The Linde Air Products Co., Tochtergesellschaft der Union Carbide and Carbon Cop. ent- wickelten Verfahren erleichtert werden. Durch Abkiihlen des Materials mit fliissiger Luft wird dies sprode, wodurch die fiir das Zerkleinern notige Energiemenge stark reduziert wird. Das Verfahren soil sich bei den schwer zu zerkleinernden Polystyrolen und Saran bewahrt haben. (4496) D. SpritzguBwerkzeug mit AnguB-AbreiBvorrichtung. C.Bossmann. Mod. Plastics Bd. 28 (Marz 1951) S.92/ 93.Bei dem in Abb. 1 dargestellten SpritzguBwerkzeug wird durch Sperr- klinken, die durch Kurven automatisch gesteuert werden, die obere Gesenkfutterplatte a wahrend des AbreiBvorgangs verriegelt. Der AnguBverteiler wird durch Hinterschneidungen in axial verschiebbaren Bolzen b beim offnen des Werkzeuges bzw. der beiden Platten c und a, in die er eingearbeitet ist, fest- gehalten. Nach dem AbriB Risen sich die Sperrklinken, die bei- den Gesenkfutterplatten a und d offnen sich ebenfalls und die Formteile konnen ausgeworfen werden. Ein automatisches Auswerfen des Angusses selbst ist nicht erkenntlich. 1411Intat 'Ntilekl N WI ffSeNalw ropr "%Sr I ?C-4"--WIraialf4-im 10.!... iramai?ui,ww.:-?10-i-f..eittg. gralleihr A 6.X. I I_ 1. Nm .4 L IL. Fili kli w.? 4.101....; Ih. \ Iiir A 11(u 4.593.11 Abb. 2. SpritzguBwerkzeug mit Anguli-AbreiBvorrichtung (4593) Thi. Kunststoffanwendungen Kunststoffe auf der British Industries Fair 1951. Mit Riicksicht auf die im Rahmen der Festival of Britain vom 6. bis 16. Juni 1951 stattfindende groBe Kunststoff-Ausstellung in Londons Olympia Hall haben viele Firmen von einer Be- schickung der diesjahrigen Industries Fair Abstand genommen. In Earls Court sind 23 Firmen vertreten. Der auBerordentliche Materialmangel verweist die Rohstoff-Hersteller auf die bloBe Reprasentation. besehrankt sich auf die Kunstleder- Sorten ?Vynide" (PVC) und ?Rexine" ,(Nitrozellulose), wah- rend Vinyl Products in der Hauptsache bedruckte und neuer- dings auch gepragte PVC-Folien, sowie Anwendungsgebiete fiir PVC-Pasten und Kunststoff-Emulsionen zeigt. Auf der Verarbeiter-Seite iiberwiegt das Angebot in Folien und Kunst- leder auf der Basis von PolyvinYlchlorid. ?Fablon" der Com- mercial Plastics und ?Storolan" der Storolan Mfg. weisen gute Qualitaten und reiche Dessins in der Farbgebung dieser fiir Vorhange, Regenbekleidung und Tischdecken verwendeten Folien auf. Einen sehr hohen Standard besitzen die in der Taschnerei, im Fahrzeugbau und in der Mobel-Industrie ver- wendeten PVC-Ku nstleder mit und ohne Gewebeunterlage. ? Superlone" der Commercial Plastics, ?Arlinghide" der Arling- ton Plastics, ?Synthede" der Leather Cloth Comp. und ?Vitrone" von Stanley Smith .8z Co. sind reichhaltig vertreten. Die Koffer-Industrie benutzt sowohl mit PVC kaschierte, wie durch Pasten- oder Emulsions-Bestrich gefestigte Auf3en- bespannungen. ?Enroplast" stellt em derartig kaschiertes Transportband der F. Jahn & Co. dar, das u. a. fiir die Schoko- ladenindustrie empfohlen wird. Melamin- und Harnstoffharz-Erzeugnisse fiir den Haushalt sind in alten und neuen Einfallen iiberreich vertreten, sic be- sitzen in England als Folge der hohen Preise fiir Porzellan- geschirr und im Wettbewerb mit der allgemein iiblichen Stein- gutware amen ungleich aufnahmefahigeren Markt. In der Spritzgui3verarbeitung fallt Zelluloseazetat als das dominierende Material und die vollig abweichende Geschmacksrichtung in der oft mehr als primitiv erscheinendep Ausfiihrung von Spiel- zeug, Bijouterie und Verpackungsmaterial auf. Polyathylen fehlte vollig, wahrend Polyamide in einem Fall als Zahnrad- Werkstoffe in Erscheinung traten. Die Hersteller von modischen Profilen aus PVC besitzen ausgezeichnete Exportmoglichkeiten nach Fernost und weisen dementsprechend breite Sortimente auf, deren Farbe von glas- klar his zum Metall-Effekt und deren Dessin alle denkbaren Profilierungen iiber Narbungen his zu kunstvollen Quereffekten reicht. Sehr bemerkenswert ist der Fortschritt, den die englische Lederindustrie gem acht hat und der in Verbindung mit PVC- Kunstledern und dem Hochfrequenz-SchweiBverfahren zu einem starken Aufstieg der Taschner-, Portefeuille- und Koffer- Industrie fiihrte, do dal3 sich hier em n ernst zu nehmender Wettbewerb mit Offenbach anbahnt. Als Hersteller von Hoch- frequenz-SchweiBmaschinen leisten die Radyne Radio Heaters hierbei wertvolle Pionierarbeit. Als ausgesprochene Neuheit zeigt die Flexigrip Ltd. einen ausschlieBlich aus Weich-PVC bestehenden ReiBverschluB, der aus zwei identischen, mit je zwei U-formigen, unter- Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 196 Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 Umschau aus Schriftturn und Technik Kunststoffe Bd. 41 1951 Heft 6 schnittenen Rillen versehenen Profilbandern besteht, die durch einen Metallschieber ineinandergedriickt und so zu einem halt- baren und wasserfesten VerschluB vereinigt, werden. Die in beliebiger laufender Lange herstellbaren VerschluBbander werden durch Nahen oder SchweiBen mit der Folie oder Platte von Regenmanteln, Handtaschen od. dgl. verbunden. Nicht unerwahnt darf der groBztigige Auskunfts-Stand der British Plastics Federation bleiben, die in vorbildlicher Weise die Interessen der britischen Kunststoff-Industrie vertritt. (4623) E. Escales Lichtdurchlassige Verandendacher aus geharz ten Glasfaserplatten. Modern Plastics Bd. 28 (April 1951) S. 87. Fitr die tberdachung der Veranden, wofiir zerbrechliche Glas- dacher vermieden und doch gentigend Helligkeit fiir die an- schlieBenden Wohnraume bewahrt werden soll, werden mit Polyesterharzen in Form von Wellblech verpreSte Glasfaser- platten mit groBem Erfolg verwendet. Die von der Corrolux Corp., Honston, Texas, gelieferte Platte von 3,7 m Lange und 61 cm Breite wiegt nur 5,5 kg, laBt sich leicht mit der tiblichen Holz- oder Metallsage oder mit der Blechschere auf die ge- wiinschten MaBe bringen und wird einfach auf das holzerne Rahmenwerk anfgenagelt. Dabei wird die erste Wellung der folgenden Platte jeweils ilber die letzte der vorhergehenden gelegt. (4616) D. Kalandrierter unverstarkter Vinylfilm. Rubber Age (Dez. 1950). Der Firma Ross und Roberts Sales Co., Inc., 350 Fifth Avenue, New York 1, ist es gelungen, kalandrierten unverstarkten Vinylfilm in einer Starke von 0,05 nim herzu- stellen. Es dfirfte das erste Mal sein, daB solcher industriell angeboten wird. Das Material ist in zahlreichen Farben er- haltlich. (4534) E. B. Kfinstliches Wildleder mit Bindemittel aus Kautschuk- Latex. Die Firma Loren Products Corp., New York, will jetzt kanstliches Wildleder in StiickgroBen von 45 x47,5 cm in den Handel bringen. Das Erzeugnis besteht aus einem Faservlies, das mit Hypar-Latex (Dispersion eines Butadien-Akrylnitril- Kautschuks) gebunden ist. Es soll dreimal langer halten als nattirliches Wildleder, aber nur den dritten Teil kosten. Gegen Benzin, Ole, Fette und Waschmittel ist es unempfindlich und wird daher zum Reinigen von Fenstern, Fliesen aller Art, Autos usw. empfohlen. ? EM ahnliches und sich sehr gut bewahrendes kiinstliches Wildleder fin die gleichen Zwecke wird in Deutschland seit Jahren von der Firma C. Freuden- berg, Weinheim, herausgebracht. (4610) K.St. Steppmuster aus Zelluloseazetat. Mod. Plastics Bd. (August 1949) S. 83. GepreSte Vierecke von 10 cm Seitenlange mit diagonaler Faltenimitation und Vertiefung an ihrer Kreu- zung in der Mitte des Viereckes, durch die em Dekorations- knopf zur Befestigung an unbearbeiteten Holzbrettern ge- schlagen wird, propagiert die Deks Inc., New York. Die Falten dienen als Verstarkerrippen ; am tiefsten Punkt sind die Platten 1,25 cm hoch. Die Wandplatten sollen zur Verschalung von Wanden, von Mobeln in Herrenzimmern und Kitchen, von Spiegelrahmen und Treppenhausern, von Zierkastchen und Bettstellen dienen. (4108) D. PreBstoffgleitlager. A. Kuntze, Technik Bd. 6 (1951) S. 209/18. Der Verfasser schildert im wesentlichen die Ent- wicklung und Bewahrung der PreBstoffgleitlager in der Ver- gangenheit und bringt sodann Angaben fiber Lagerherstel- lung und -konstruktion. Die Mitteilungen -Fiber die Schmie- rung und Kiihlung, die Vermeidung von Biegebeanspruchun- gen, die Ausfiihrung von Lagerbunden und Verbundlagern, das Lagerspiel sind im wesentlichen bekannt und entsprechen etwa den Angaben in den VDI-Richtlinien 2002 (Gestal- tung und Verwendung von Pi eBstoff- Gleitlagern). (4639) r. Handtaschen aus SpritzguBmasse (Berichtigung). 1m Marzheft 1951 S. 82 brachten wir links oben eine Ab- bildung modischer Handtaschen aus USA. Die American Molding Powder and Chemical Corporation, 703 Bedford Ave., Brooklyn 6, N. Y., teilt unsltierzu mit, dad diese Handtaschen von der Hardy Plastics Company in Brooklyn, N. Y., aus der von ihr auf der Basis von Zelluloseazetat der Hercules Powder Comp. hergestellten Spritzgu Bmasse AMPACET gefertigt worden sind. (4625) s. Kunststoffpriifung Kunststoffeigenschaften Priifung der Verarbeitungseigenschaften von Kaut- schuk und Kunststoffen mit dem DeformationsmeB- gerat (Bauart Continental). Th. Baader, Kautschuk und Gummi Bd. 3 (1950) S. 159/64, 205/07, 245/48, 279/80, 323/25, 361/63. Die Arbeit enthalt die Ergebnisse langjahrig durch- geftihrter Verformbarkeitsmessungen mit Hilfe des Deforma- tionsmeBgerates. Sie soll einen Vergleich ermoglichen mit den Leistungen des Mooney-Viskosimeters, das in USA. ent- wickelt wurde. Mit Hilfe dieses Gerates kann erreicht werden, dad z. B. der amerikanische Kunstkautschuk mit stets gleich groBer Mooney-Viskositat angeliefert werden kann. Es ist jedoch damit nicht gewahrleistet, daB auch die Ver- arbeitbarkeit dieses Produktes stets gleich groB ist. Baader ver- tritt den Standpunkt, daB die Aufgabe eines sog.?Plastizitats"- MeBgerates in .erster Linie die sein mud, MeBwerte zu liefern, mit deren Hilfe tatsachlich eine Begutachtung der Verarbeit- barkeit ? und nicht nur eine GleichmaBigkeitskontrolle ? durchgefithrt werden kann. Es wird dadurch auch z. B. den Herstellern von Kautschuk moglich gemacht, festzustellen, oh ihr Material nicht nur gleiche Konsistenz bzw. Viskositat besitzt, sondern auch gleichmaBig verarbeitbar ist. Bei der Defopriifung werden diejenigen Eigenschaften der Materialien gemessen, die fiir ihre Verformbarkeit ausschlag- gebend sind und daher im Hinblick auf die Verarbeitbarkeit als wichtigste Faktoren angesehen werden miissen. In der be- kannten vereinfachten Form wird gemessen, welche Kraft notwendig ist, urn an einem bestimmten Material eine stets gleich groBe Verformung in einheitlicher Zeit hervorzubringen und welcher Teil dieser Verformung nach Wegnahme der die Verformung hervorrufenden Kraft wieder rticklaufig wird. Anders ausgedriickt, as wird nach vollzogener Verformung festgestellt, welcher Anteil dieser Verformung bleibend, d. h. plastisch, und welcher Teil rticklaufig, d. h. elastisch ist. Die Defoprilfung ermoglichte weiter die Feststellung, dad auch die Abhangigkeit der Verformungseigenschaften von der Materialtemperatur von Material zu Material verschieden groB sein kann; wahrend der Verformungswiderstand weitgehend gleichmaBig von den Materialtemperaturen beeinfluBt wird, verhalt sich der elastische Anteil dagegen auch hierk ziemlich unabhangig von dieser Materialtemperatur und wird in ge- wissen Fallen tiberhaupt nicht von Warme beeinfluBt. Eine Begutachtung der Verarbeitbarkeit kann nicht mit einer einzigen Messung, z. B. an der Mischung, durchgefithrt werden, sondern man mud sich hieriu die Kenntnis verschaf- fen, welche Verformbarkeit der Kautschuk an sich im Roh- zustand besitzt und wie sie sich verandert-durch die verschie- denen Abbauverfahren, durch die Erwa,rmung des Materials, durch die Aufnahme von Filllmaterial und durch den EinfluI3 der die Vulkanisation hervorrufenden Mischungsbestandteile wahrend der Verarbeitung. Eine Begutachtung der Verarbeitbarkeit ist aber nur durch- fiihrbar, sofern man auBer einem Wert, wie ihn der Verfor- mungswiderstand darstellt, einen zweiten kennt, der Auskunft gibt fiber das plastische bzvv-. elastische Verhalten des Materials. Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 Kunststoffe Bd. 41 1951 Heft 6 Umschciu aus Schrifiturn und Technik 197 Die Voraussetzung dafiir, daB em Magerat brauchbare Ma- werte zur Begutachtung der Verarbeitbarkeit liefern kann, ist also, daB es diese beiden Eigenschaften in zwei Werte ge- trennt messen kann, urn den EinfluB von Bearbeitung, Ver- arbeitung, der Zusatzmaterialien und der Arbeitswarme auf diese zwei Werte in jedem Stadium der Verarbeitung fest- stellen zu ktinnen. Diese Werte ergeben dann auch die Moglich- keit eines Vergleiches der Verformbarkeit aller gepriiften Materialien. Die Priifung von Kunststogen ist im Defoapparat moglich bis zu Materialtemperaturen von 2000 C. Da die Verarbeitungs- eigenschaften von Kunststoffen ebenso wie diejenigen von Kautschuk stark von der Verarbeitungstemperatur abhangen und diese Temperaturen, z. B. bei hartbaren Kunststoffen, praktisch die gleiche Rolle spielen wie bei vulkanisierbaren Kautschukmischungen, hat sich das Defogerat auch in der Kunststoffindustrie bei Herstellung und Verarbeitung ein- gefiihrt. (4536) B. Kunststoff-Folien in der Verpackungsindustrie. R. Ha- gen, Verpackungs-Rdsch. (1951) S. 100/03. Nur bei guter Kennt- nis der Eigenschaften der Folien sowie der durch das Ver- packungsgut und die Verpackungsmaschinen gestellten An- forderungen kann man die richtige Auswahl der Verpackungs- folien treffen. Zahlentafel 1 gibt einen tTherblick aber die Wasserdampf- durchlassigkeit einiger Kunststoff-Folien. Sehr gasdicht, z. B. gegeniiber Sauerstoff und Kohlendioxyd, sind Folien aus Poly- vinylidenchlorid und lackierte Zellulose-Folien ; urn eine 10er Potenz schlechter ist die Gasdichtigkeit bei Folien aus Poly- amid, Kautschukhydrochlorid und PVC; sehr hoch ist die Gasdurchlassigkeit der Folien aus Zellulosederivaten, Poly- iithylen und Polystyrol. Zahlentafel 2 gibt einen tTherblick iiber die Bestandigkeit gegeniiber chemischen Agentien. Die I3edruckbarkeit der Folien ist unterschiedlich. Polyathylen Folien lassen sich nor sehr schwierig bedrucken. (4577) y. Folie Diffusionskonstante bei Raumternperatur g/cm h Torr Saran 3-4 x 10 ?" Polyisobutylen 2-3 x 10--' Polyathylen 3-4 x 10?' Polyvinylchlorid 6-8 x 10?' nachchloriertes Polyvinylchlor d 6-8 x 10?' Polystyrol Polyvinylchlorid 3-4 x 10?fl (etwa 40% Weichniacher) 6 x I 0--' Zellulosetriazetat 3-4 x 10--' Zelluloseazetat 4?OX 10-- Zahlentafel 1. Wasserdampfdurchlassigkeit einiger Kunststoff-Folien Hygienische Eigenschaften der Oberlederersatzstoffe far Schuhe. N. L. Prilutzkaja, Leichtind. Bd. 10 ( Juli 1950) S. 25/27. Die Mange' der bestehenden Prafverfahren auf Luft- durchlassigkeit, Wasserdampfdurchlassigkeit, Feuchtigkeits- aufnahme und Feuchtigkeitsabgabe sind durch Ausarbeitung neuer Priifmethoden beseitigt worden. Bisher ist bei der Luft- durchlassigkeitspriifung der EinfluB der Schnittkanten des Praflings unberiicksichtigt geblieben und die iibrigen Prii- fungen erfolgten unter Bedingungen, die den in der Praxis auf- tretenden Beanspruchungen nicht Rechnung trugen. Z. B. ist der EinfluB des Temperaturgefalles, das zwischen der Innen- und AuBenseite des Schuhes stets vorhanden ist, bisher nicht beriicksichtigt worden. Es werden Angaben iiber die Eigen- schaften verschiedener Oberlederaustauschstoffe gemacht. Das vorgeschlagene Prafungsgerat besteht aus einem ge- schlossenen Warmwasserbad von 32? C mit einer Anzahl von Offnungen fiir einzulegende Priifglaser. In diese Prilfglaser wird eine bestimmte Menge clestillierten Wassers gegeben. Die obere Offnung wird mit dem zu untersuchenden Lederersatz- stoff dicht verschlossen. Nach einer Behandlungsdauer von 16 Stunden wird das Glaschen mit der Probe und auch die Probe selbst gewogen, urn festzustellen, wieviel Feuchtigkeit durch den Lederersatz hindurchdiffundiert ist und wieviel dabei vom Lederersatz absorbiert wurde. AuBer den Ver- suchen mit Oberlederersatz selbst wird auch die Kombination mit Oberlederfutterstoff und einem Wollgewebe, das den Strumpf im Schuh darstellen soil, gemessen. Hierbei ergibt sich die eigenartige Feststellung, daB die Wasserdampfdurch- lassigkeit zwar im ganzen nicht geandert wird, dad aber die auf dem Full fiihlbare angenehme Wirkung von Wollstriimpfen lediglich auf der Aufnahme von Feuchtigkeit durch die Wolle beruht . (4529) Z. Arbeiter-Schutzhandschuhe aus PVC. Brit. Plastics Bd. 21 (Sept. 1949) S. 547. Die wegen ihrer besonders guten Widerstandsfahigkeit gegen Abnutzung, Saureangriffe usw. in England sehr verbreiteten Schutzhands,chuhe aus PVC mit Baumwollgewebeunterlage sind in Industriewerken verglei- chenden Priifungen mit Handschuhen aus anderen Materialien unterzogen worden. Die Tafel zeigt das Ergebnis : H a n tier e n mit Lebensdauer PVC-Hand- schuh Bisher Hand- schuh aus Lebensdauer bisher benutz- ten Hand- schuhs GewOhnlichem Gut . 6-12 Monate Englischleder 1-3 Wochen Eisenfasser 3 Wochen Leder 1 Woche Azetylen 3 Wochen Englischleder 1 Woche Schlosserwerkzeuge . . 6 Monate Gummi 1 Woche Schwere Hammer mid Spaten 6 Wochen Gummi 1 Woche Betriebsunterhaltung . . 25 Tage Englischleder 2 Tage Anilin-Erzeugung . . . 2 Monate ' Englischleder 2 Wochen Verpacken von Bleich- mitteln 6 Wochen Englischleder 3 Tage Stahltrommeln Natriumwerk Alkali Das Vierfa:che von Gummihandschuhen Das Dreifache von Englischleder Das Sieben- bis Achtfache von Gummi Ameisensaures Natron Das Zwanzigfache der bisherigen Sorten Natronzyanid , Nasser Zement Geolte Metallbleche Bleichsoda Das Vierfache von Gummi Das Sechsfache von Gummi Das Sechsfache von Leder Das Zwanzigfache der bisherigen Sorten Fluorwasserstoffsaure Nur PVC verwendbar. Versuche mit 22 verschiedenen Losemitteln ergaben eine Lebensdauer von 6 Wochen bis 6 Monaten, bzw. das Frinf- bis Zwanzigfache anderer Handschuhqualitaten. Die Innenseite der nalitlosen, wasserundurchlassigen Handschuhe nimmt SchweiB auf. (4270) D. Untersuchung des viskosen Fliel3ens bei Polyisobu- tylen. W. A. Kargin, T. I. Ssogolowa, Moskau, Physikal-chem. Karpowinstitut. J. f. physikal. Chemie, Bd. 23 (Mai 1949) S. 551/62. Am Beispiel Polyisobutylen werden die allgemeinen GesetzmaBigkeiten des FlieBvorganges von Polymeren unter- su cht und dieTemperaturabhangigkeit der plastischen Deforma- tion voin MG festgestellt. Es ergibt sich, dad sowohl die Flied- ternperatur, als auch die Temperatur des Vberganges aus dem glasartigen in den hochelastischen Zustand von der Spannung und der Deformationsgeschwindigkeit abhangt. Weiter wurde festgestellt, daB beim FlieBen des Polymeren eine Struktur- anderung eintritt. SchlieBlich wird noch die Vermutung ge- auBert, daB die Ursache der Viskositatserhohung im Verlaufe des FlieBprozesses in der Ausrichtung der Molekularketten zu suchen ist, die eine Verringerung der Diffusionsgeschwindig- keit und damit eine Verschiebung der Ketten hervorruft. Diese, Annahme stimmt mit den Relaxationseigenschaften des Poly- isobutylens, das einem FlieBprozeB unterworfen wurde, iiber- eM. (4400) Z. Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 198 Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 Umschau aus Schrifttum und Technik Kunststoffe Bd. 41 1951 Heft 6 Kunststoffchemie / Kunststoffphysik Verbessertes Naturholz. Modern Plastics Bd. 27 ( Juli 1950) S. 64. Die Curtis Co. in Clinton, Iowa, stellt Pres pine aus Holzabfallen mit 70% Phenolharz im Trockenverfahren verpreSt im Format von 0,4 m2 6 mm dick mit einem spez. Gewicht von etwa 1,0 her. Die Platten werden mit glatter Oberflache fiir Lackierung oder mit einer in beizfahigen Far- ben aufgebrachten photographischen Wiedergabe einer Holz- maserung geliefert. Sie werden in einer 5-Etagenpresse in Aluminiumrandformen von 4,5 cm 'Rae gepreSt. Die Platten werden fur Fiillungen von Wohnungstiiren und Kiichenmobeln angewandt und sind angeblich wirtschaftlicher und besser haltbar als Holzfiillun- gen. (4448) Sae. Einf1uf3 des Molekulargewichtes auf die ubergangs- temperaturen von Polystyrol. W. A. Kargin u. Ju. M. Malinski, Ber. Akad. Wiss. UdSSR. N. S. Bd. 72 (1950) S. 915/18. An Hand von Polystyrolen verschiedenen Mole- kulargewichtes wird das Entstehen und die Ausbildung der hochmolekularen Eigenschaften beim Vbergang vom nieder- molekularen zum hochmolekularen Zustand erforscht. Die Verglasungstemperatur der niederen Polymerhomologen wachst mit dem Polymerisationsgrad. Bei einem bestimmten Polymerisationsgrad verlangsamt sich das Anwachsen der Polymerisationstemperatur, urn dann einen gleichbleibenden Wert anzunehmen. Die FlieStemperatur wachst zu Beginn schnell, bleibt beim Polymerisationsgrad von 10 bis 1000 unverandert, urn dann mit anwachsender Molekiillange wieder anzusteigen. Nur in diesem Gebiet treten die hochelastischen Eigenschaften des Polystyrols auf. Eine solche Abhangigkeit der FlieStemperatur von der Molekfillange ist fiir kristalli- sierende Polymere charakteristisch. Die festgestellte Ab- hangigkeit der mechanischen Eigenschaften des Polystyrols vom Molekulargewicht, die nicht mit der iiblichen Vorstellung einer amorphen Struktur im Einklang steht, .wird durch die Annahme erklart, daB die Kettenmolekiile des Polystyrols selbst schmelzen und erstarren konnen und deshalb als lineare Kristallchen angesehen werden konnen. Das erstaunliche gleichzeitige Vorhandensein einer hohen Flexibilitat des Poly- styrolmolekiils mit einem hohen FlieBpunkt, das fiir Polymere mit steifeia Molekillen charakteristisch ist, kann ebenfalls durch Kristallisation der Kettenmolekfile erklart werden. Das Erstarren des Polymeren erfolgt durch Kristallisation der Molekiile, nicht aber durch deren Verglasung, wie bei den amorph-fliissigen Polymeren. (4509) Z. Studien auf dem Gebiet der Phenol-Harze. A. Zinke u. E. Ziegler, Fette und Seifen Bd. 52 (1950) S. 588/92. Es wird em n ITherblick iiber die von den Verfassern in den vergangenen Jahren angestellten Untersuchurigen1) sowie iiber die hieraus gewonnenen Auffassungen fiber die Phenolharz-Bildung gege- ben, die sich nicht in alien Punkten mit denen anderer Auto- ren2) decken. Die in Gegenwart von HC1 von Phenolalkoholen ausgehenden Modellreaktionen weisen darauf hin, daB auch aus Phenol, Formaldehyd und Salzsaure primar Phenolalkohole entstehen, die dann fiber Chlormethylphenole zu -CH2- bzw. -CF12-0-CH2- = Briicken weiterreagieren. Es erscheint ferner moglich, daB Chlormethylphenole sich in Chinonmethide urn- - wandeln und diese iiber Polymerisationsreaktionen eine Ver- . kniipfung und Vernetzung herbeifiihren. U. U. konnten sich Benzdioxanringe als Endbausteine ausbilden. Ahnliche Vor- gange seien auch filr die Saure-Kalthartung der Resole anzu- nehmen. Weitere Versuche mit p-tert.-Butylphenol-dialkohol dienten der Fortsetzung des Studiums der Hartungsreaktionen von ') Vgl. Kunststoffe Bd. 39 (1949) S. 171/3 u. 191/2; Bd. 40 (19501 S. 166. ) K. Hultzsch: Chemie der Phenolharze, Berlin-Gottingen-Fleidelberg 1950. Resolen, wobei offenbar auch der Bildung zyklisCh gebauter Verbindungen eine .besondere Bedeutung zukommt. Die in- direkte Hartung ? mit Hexamethylentetramin verlauft nach mit monoreaktiven Phenolen angestellten Modellversuchen iiber stickstoffhaltige Verbindungen; es konnten Dioxydi- benzylamine und Trioxytribenzylamine gefaBt werden. Dieses Bauprinzip trifft, wie nachgewiesen wurde, auch fiir poly- reaktive Harze zu. Als Nebenprodukte auftretende Azo- methine lieBen sich durch die bei der Hydrolyse der Endpro- dukte erfolgende Phenolaldehyd-Bildung nachweisen. (4504) K. H. Polymere aus Vinyihydrochinon: Ivor H. Updegrall, E. I., du Pont de Nemours & Co., Philadelphia, Pa., u. Harold G. Cassidy, Yale University, New Haven, Conn. *). Polymerisiertes Vinylhydrochinon wurde untersucht im Zu- sammenhang mit einem Forschungsprogramm iiber polymere Substanzen mit reversiblem Oxydations-Reduktionssystem. Vinylhydrochinon monomer und polymer wurde bereits frii- her beschrieben (Updegrall u. Cassidy, J. Am. Chem. Soc. Bd. 71 (1949) S. 407). Die Struktur (I) des Hauptbestandteils von polymerisiertem Vinylhydrochinon wird auf Grund der oxidativen Titration, des Molekulargewichts und des aktiven Wasserstoffs 'wie folgt angegeben : (I) 0 0N1-1 I I I II i?CH HO//\/\\// . CH H OH CI-I3 Das ermittelte Molekulargewicht von polymerisiertem Vinyl- hydrochinon schwankt je nach den Polymerisationsbedingun- gen, es liegt jedoch zwischen dem Dimeren und Trimeren. Eine gewohnliche Vinylpolymerisation findet jedoch gleichzeitig mit der Dimerisation statt miter Bildung von hoheren Poly- meren. Das Trimere (II) kann folgendermaBen formuliert werden: 0 (n) H0// CH OH OH CH3 CH2 \ OH Unter Betrachtung des graeren Molekiils stimmen die beobachteten Eigenschaften mit den errechneten fiir emn Gemisch von I und II einigermaBen iiberein. Hohermolekulare Polymere wurden dadurch hergestellt, daB zuerst Hydroxylgruppen durch Benzoylierung oder Azety- lierung geschiitzt wurden. Eine Halbchinon-Stabilisierung im Falle von hochpolymerem Vinylhydrochinon (nach Ent- fernung der schiitzenden Gruppe) ist wegen der intensiv blauen Farbe, die in Gegenwart von Luft bei pH 10,8 auftritt, wahr- scheinlich Die SchluBfolgerungen der freien Radikalstabili- sierung von polymerem Vinylhydrochinon werden besprochen. *) Bisher unveroffentlichter Vortrag von der Tagung der Amer. Chem. Soc. vom 16.-20. 4. 1950 in Detroit, Mich. Approved For Release 2003/10/16: CIA-RDP80-00926A004100010001-6 (4410) Ho. Approved For Release Kunststoffe Ed. 41 1951 Heft 6 Pa/en/listen Patentlisten Patent-Anmeldungen Munchen, den 15. Februar 1951 21h, 36. p 32275D. Dipl.-Ing. Tankred von Hauteville, Stuttgart-Degerloch (C. Lorenz Akt.-Ges., Stuttgart-Zuffen- hausen). Einrichtung zum dielektrischen SchweiBen oder Schneiden von Folien aus thermoplastischem Material mittels Hochfrequenz. 22. 1. 49. 21h, 39. p 45013D. Dipl-Ing. Tan/wed von Hauteville, Stutt- gart.Degerloch (C. 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Donald Kenneth Baird, Welwyn Garden City, Hertfordshire, England (Imperial Chemical Industries Ltd., London). Verfahren zur Herstellung von Filmen. 22. 10. 48. GroBbritannien 22. 3. 46. 39c, 2. B 2322. Dr. Heinrich Passing, Leverkusen-Wies- dorf, DY. Rudolf Bauer, Wermelskirchen u. Dr. Detlef Del/s, Leverkusen-Schlebusch-III. (Farbenfabriken Bayer, Lever- kusen). Verfahren zur Herstellung von kationelnaus- t a uschenden Kunstharzen. 28. 2. 50 39c, .15. I 177. Denis Coleman, Manchester, England, (Impnrial Chemikal Industries Ltd., London). Verfahren zur Herstellung von polymeren Stoffen. 14. 11. 49. Grossbritanien 19. 11. 48. 39c, 16. C 697. Dr. Heinrich Weber, Marl, Kr. Reck- linghausen. (Chemische Werke Hills G.m.b.H., Marl, Kr. Recklingshausen). Verfahren zur Herstellung :von Poly- estern 24. 3. 50. 39c, 19. p 975 D. DI,. Hugo vont Hove, Coventry, Eng- land und Otto Fuchs, Konstanz. (DEGUSA, Frankfurt/M.). Verfahren zur Herstellung hochschwefelhaltiger Ver- bindungen des Formaldehyds. 1. 10. 48. 199 39c, 25. p 29 370 D. Carl E. Barnes, Pipersville, Pa., USA. (General Aniline & Film Corporation, New York, N. Y., USA), Verfahren zum Polymerisieren von polyme- risierbaren organischen Verbindungen. 4. 3.49. USA 3. 2. 42. 39c, 25. B 255. Geofirey Swann u. Ernst L. Humburger, Liverpool, England (Beck, Koller & Company Ltd., Liver- pool, England). Verfahreri zur Herstellung von Polyathylen- ha,rzen. 24. 10. 49. 39c, 25. F 138. Dr. rer. nat. Paul Schlack, Bobingen, Kreis Schwabmiinchen (Dipl.-Ing. Wolf D. Frowein u. Dr. Paul Schlack, Bobingen, Kr. Schwabmiinchen). Verfahren zum Stabilisieren von Losungen von Polyacrylnitrilver- bindungen. 28. 10. 49. 39c, 25. H. 1779. Dr. Helmut Pietsch, D?sseldorf (Henkel & Cie. G.m.b.H., Dusseldorf). Verfahren zur Herstellung von kornigen Polymerisationsprodukten a, fl-ungesattigter Karbonsauren. 24. 2. 50. 39c, 25/01. B 156. Dr. Walter Bauer, Darmstadt. Verfahren zur Herstellung von Fonmgebilden, insbesondere blasen- freien Flachengebilden auf der Grundlage von Polymerisaten. 17. 10. 49. 39c, 30. p 415B. Henryk Zen//man, Saltcoats u. Andrew McLean, West Kilbride, Schottland (Imperial Chemical In- dustries Ltd., London). Verfahren zur Herstellung von harz- artigen Polyestern. 6. 11. 48. GroBbritannien 2. 1. 48. 64a, 24/02. H 1907. Fritz Heinemann, 'Wesseling, Bez. Koln. Unverlierbarer, selbstdichtender VerschluB f fir Tube n, Ventile, Flaschen, Rohre und sonstige Behalter aus Gummi, elastischer Spritzgamasse o. dgl. 6. 3. 50. Patent-Ertei/ungen 39b, 5/14, 804046. Dr. Hermann Haakh, Bad Soden, Taunus (Metallgesellschaft Akt.-Ges., Ffm.). Verfahren zur Behand- lung klebriger Harzoberflachen. 12. 1. 49. p 31433D. 39b, 22/06. 803956. Dr. Alfred Treibs, M?nchen (Consor- tium fiir elektrochemische Industrie G.m.b.H., Miinchen). Verfahren zur Herstellung feinkorniger Emulsionen von Polyvinylazetat. 2. 10. 48. p 6708D. 39b, 22/06. 803957. Karl Wollin, Naarden, Holland (Bala- turn N.V., Huizen N. H., Holland). Verfahren zur Herstellung einer aus plastischen Massen bestehenden mehrfarbigen Schicht. 10. 10. 48. p 17680D. Niederlande 24. 12. 47. 39c, 25/01. 803958. Dr. Herbert Reinecke, Burghausen, Obb. u. Dr. Alfred Treibs, Miinchen (Konsortium far elektro- chemische Industrie G.m.b.H., M?nchen 25). Verfahren zur Herstellung von Vinylalkohol gebunden enthaltendem Pol y- vinylchlorid. 2. 10. 48. p 6706D. 39c, 30. 803959. Dr. Ernst Trornmsdorfi, Darmstadt u. Dr. Gerhard Abel, Darmstadt (Rohm 8c Haas G.m.b.H., Darm- stadt). Verfahren zur Herstellung von Polymerisations- produkten. 2. 10. 48. p 13116D. Gebrauchsmuster-Eintragungen 77d. 1 619 941. Richard Ritter, Gotha, Thur. Heim- und Reise- im durchsichtigen Kunststoff-Rohr-Behalter. 10. 5. 50. R 1055. Patent-Anmeldungen Munchen, den 22. Februar 1951 4b, 15/03. D 5033. Ernst Diillmann, Dortmund. Licht - gitter aus Kunstharz. 17. 7. 50. 218, 10/02. p 13 414D. Dr. Willy Prang, Berlin-Schoneberg (Siemens & Halske Akt.-Ges., Berlin und Munchen). Ver- fahren zur Herstellung engtolerierter elektrischer Wickel- kondensatoren kleiner Kapazitat mit thermoplastischem Dielektrikum. 1._ 10. 48. roved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 200 Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 Patentlisten Kunststoffe Bd. 41 1951 Heft 6 22i, 1. G 1883. Karl Hannecke, Limburg/Lahn (Gewerk- schaft Keramchemie-Berggarten, Siershahn/Westerw.). Ver- fahren zur Herstellung eines Kunstharzsaurekittes. 11. 5. 50. 30b, 14/02. p 5487D. Werner Kohler, K?ln (Franz Jordan, Siegburg u. Werner Kohler, K?ln). Kunstharzvollzahn. 1. 10. 48. 38c, 2/04. W 1968. Dipl.-Ing. Heinz Weber, Kronach (Hans Weber, Maschinenfabrik, Kronach). Verfahren zum Schlei- f en von Holz, Kunststoffen, Metallen u. dgl. auf Zylinder- schleifmaschinen. 8. 5. 50. 39a, 19/01. p 14407D. Dipl.-Ing. Willibald Venus, Miinchen (Hahn & Kolb, Stuttgart). Spritzzylinder an SpritzgieB- maschinen fur thermoplastische Kunststoffe. 1. 10. 48. 39a, 19/03. W 4297. Richard Bosel, Fallingbostel (Wolff & Co., K.-G. a.A., Walsrode). Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung nahtloser Schlauche aus L6sungen oder Schmel- zen hochpolymerer Kunststoffe. 1. 10. 50. 39a, 19/07. p 27171D. Max Schmidt, Ansbach. Starrwan- dig,e Gegenstande, insbesondere Gebrauchsgegenstande, aus spritzfahigen, organischen, thermoplastischen Kunst- stoffen. 27. 12. 48. 39a, 19/07. p 38 687D. Norbert Hagen, Siegburg/Rhld. Ver- fahren zum UTherziehen oder Auskleiden von Gegen- standen mit einer Schicht aus einem thermoplastischen Kunst- stoff, insbesondere Polyvinylchlorid. 2. 4. 49. 39c, 1. H 666. Dipl.-Chem. Dr. Ralph Schwemer, Wuppertal- Barmen (Dr. Kurt Herberts & Co., Wuppertal-Barmen). Ver- fahren zur Herstellung von Harzen aus Phenolalkoholen und reaktionsfahigen- Carbonylverbindungen. Zus. z. Anm.: p 50577D. 28. 11. 49. 39c, 25. D 2038. 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Verfahren zur Beseitigung unerwiinschter elektrischer Auf - ladungserscheinungen an Glasern und optisch durch- sichtigen hochisolierenden Kunststoffen. 29. 4. 50. 39a, 19/07. p 53116D. Dipl.-Ing. Tankred v. Hauteville, Stuttgart-Degerloch) C. Lorenz A.-G., Stuttgart-Zuffenhausen). Elektrode zur dielektrischen HochfrequenzschweiBung von thermoplastischen Stoffen. 26. 8. 49. 39b, 12/01. p 2108B. Dipl.-Ing. Erich Psencik, Mettmann, Rhld. (Immalin-Werke G.m.b.H. Chemische Fabrik, Mett- mann, Rhld.). Verfahren zur Herstellung von Boden-, Mobel- und Wandbelagen. 5. 3. 49. 39b, 22/06. p 27024D. Dipl.Chem. Dr. Georg v. Hefiling, Wuppertal-Barmen (Dr. Kurt Herberts & Co., Wuppertal- Barmen). Verfahren zum Gelatinieren und Weichmachen von Vinylpolymerisaten. 24. 12. 48. 39b, 22/06. R 176. Dr. Herbert Rein, Augsburg (Cassella Farbwerke Mainkur, Frankfurt-M.-Fechenheim). Lichtbestan- dige, 61- und fettfeste und zugleich hitzesterilisierbare Filme, Folien und Formkorper. 27. 10. 49. 39c, 5. p 41907D. Dr. Alfred Brookes, London (British In- dustrial Plastics Ltd., London). Verfahren zur Herstellung von warmehartenden Harzen. 6. 5. 49. GroBbritannien 1.3.44. 39c, 21. p 14718D. Johannes T. Hackmann, Amsterdam (N.V. De Bataafsche Petroleum Maatschappij, Den Haag, Holland). Verfahren fiir die Herstellung von Reaktionsproduk- ten hochmolekularer, mehrfach ungesattigter Verbindungen mit Schwefeldioxyd. 1. 10. 48. Niederl. 17. 7. 47. 39c, 30. p 12362D. Dr. Julius Thewalt u: Dr. Fritz Miihl- bauer, Ludwigshafen/Rhein (Badische Anilin- u. Sodafabrik, Ludwigshafen/Rhein). Verfahren zur Herstellung hochmole- kularer filmbildender Stoffe. 1. 10. 48. 39c, 30. D 5126. Dr. Siegfried Nitzsche u. Dr. Ewald Pirson, Burghausen, Obb. (Rudolf Decker u. Dr. Hellmuth Holz, Munchen). Verfahren zur Herstellung von substituierten siliciumorganischen Verbindungen. 27. 7. 50. Patent-Erteilungen 30b, 14/01. 804 586. Siegfried Wenzel, Wuppertal-Elberfeld. Vorrichtung zur Festigung von aus KunststoffpreBmasse be- stehenden kiinstlichen Zahnen. 2. 10. 48. p 1618D. Frank- reich 28. 8. 47. 38h, 2/01. 804603. Dr. Gordon J. Pritchard, London (Ward Blenkinsop & Company Ltd., London). Verfahren zum Halt- barmachen von Holz und anderen verholzten oder Zellu- losematerialien. 19. 12. 48. p 25535. D. GroBbritannien 30. 10. 45. 39a, 19/05. 804865. Erwin Schmidt, Pforzheim (G. Schaub, Apparatebauges. m.b.H., Pforzheim). Verfahren und Einrich- tung zur Befestigung zusatzlicher Teile an Kunst- stoffprefflingen. 2. 10. 48. p 7210D: 39c, 10. 804604. Dr. Franz KaeI3, Trostberg, Obb. u. Dr. Ernst Doe klemann, Tbalham bei Altenmarkt (Siiddeutsche Kalkstickstoffwerke A.-G., Trostberg, Obb.). Verfahren zur Herstellung von ktinstlichen Harzen aus Dicyandiamid. 4. 2. 50. S 1565. 39c, 25/01. 804723. Dr. Wolfgang Gruber, Burghausen, Dr. Josef Hechmaier, Burghausen u. Hugo Zoebelein, Burghausen (Rudolf Decker u. Dr. Hellmuth Holz, Mtinchen). Verfahren zur Hers,-ellung der Ac et ale von Polyvinylalkoholen. 2. 3. 50. D 1189. 39c, 30. 804724. Solvay & Cie, Briissel. Verfahren und Vor- richtung zur kontinuierlichen Polymerisation. 25. 10. 49. S 246. Belgien 20. 3. 47. Patent -A nmeldungen Miinchen, den 8. Marz 1951 81, 2. B 2239. Dr. Wilhelm Tischbein, Leverkusen-Wiesdorf (Farbenfabriken Bayer, Leverkusen). Verfahren zur Ver- besserung von Schichtstoffen. 23. 2. 50. 12 o, 21. L 291. Abraham Brothman, Long Island City, N. Y., USA (Lonza Elektrizitatswerke und Chemische Fabriken A. G., Basel, Schweiz). Verfahren zur Herstellung von Methacryl- saureestern. 31. 10. 49. USA 6. 11. 48. 22i, 2. A 1692. Claud A. Rayner, Duxford, Cambridge, England (Aero Research Ltd., Duxford, Cambridge, England). Verfahren zur Herstellung von Klebemitteln. 23. 5. 50. GroBbritannien 9. 11. 39. 22 i, 2. H 3679. Hergis A .G., Hergiswil, NidWalden, Schweiz. Klebstofftiberzug auf einer Unterlage aus Papier und.Ver- fahreri zu seiner Herstellung. 17. 6. 50. Schweiz 15. 2. 50. 22 i, 2. S 110. Dr. Friedrich Supf, Hannover-Limmer, und Dr. Georg Meyer, Hannover-Herrenhausen (Sichelwerke A.G., Hannover-Limmer). Wasserbestandige Klebestoffe. 17.10.49 39a, 14. T 304. Dr. Hermann Teichmann, Wolfratshausen, Obb. Verfahren zur Verarbeitung von Polyvinylchlorid- mischungen zu Profilen oder Kabelumhiillungen. 11.1.50. 39a, 19/05. p 12 610 D. Wilhelm Hoppmann, Hermann Mulsow, Hamburg-Lokstedt, und Philipp Molter, Hamburg (Hoppmann & Mulsow, Hamburg). PreBwerkzeug zum Her- stellen von Kunstharzgegenstanden mit Stutzen mit Mutter- gewinde. 1. 10. 48. Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 Kunststoffe Bd. 41 1951 Heft 6 Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 Wirtschaftliche Rundschau 201 Wirtschaftliche Deutschland. Export von Kunststoffen und Kunst- stoffwaren. In der AuBenhandelsstatistik der Bundesrepublik finden wir die beiden Gruppen: ?Chemisch hergestellte Kunst- stoffe" und ?Waren aus Zellhoin und ahnlichen Kunststoffen". Handelt es sich bei der ersten Gruppe urn Vorerzeugnisse, so bei der zweiten Gruppe um Enderzeugnisse (Fertigwaren). Die fiir das ganze Jahr 1950 far chemisch hergestellte Kunst- stoffe ermittelte Ausfuhr liegt urn rd. 19 Mill. DM iiber der Ziffer des Jahres 1949, bleibt aber noch urn fast 5 Mill. DM --111thltpr Vorkriegsergebnissen von 1936 zuriick. Wir be- rechnen beim Ausfuhrwert fiir 1950 eine Quote von 83% der Vorkriegsziffer, bei der Ausfuhrmenge eine Quote von fast 50%. Die Einfuhr ist seit 1949 urn 1,1 Mill. DM gestiegen, sie macht wertmaBig 280% der Vorkriegsziffer aus. Bei der Ausfuhr von Fertigwaren aus Kunststoffen ist trotz groBer Umsatzsteigerung seit 1949 erst eine Quote von 64% der Vorkriegsziffer erzielt, wahrend der Einfuhrwert ungefahr dem Ergebnis von 1936 entspricht. Stellen wir die Ein- und Ausfuhrziffern einander gegennber, so finden wir in Gruppe I einen AusfuhrilberschuB von 15,5 Mill. DM, in Gruppe II einen solchen von 16,3 Mill. DM, insgesamt also von 31,8 Mill. DM als Beitrag der Industrie der Kunststoffe zur Zahlungs- und Devisenbilanz. Meng en und Werte ergeben folgendes Bud: I. Chemisch hergestellte Kunststoffe (Vorerzeugnisse) Jahr dz DMbzw.RM Ausfuhr 1950 80 644 22 544 000 1949 9 829 3 772000 1936 164 136 27 381 000 Einfuhr 1950 10 491 6 985 000 1949 8 811 5 841 000 1936 17 505 2 487 000 II. Fertigwaren (Enderzeug- nisse) aus Kunststoffen Ausfuhr 1950 8 175 17 445 000 1949 1 007 3 064 000 1936 34 991 26 609 000 Einfuhr 1950 454 1 176 000 1949 34 103 000 1936 3 626 1 166 000 Die wichtigsten Absatzgebiete fiir Kunststoffe rind Waren daraus gruppieren wir nach den Erdteilen und gewinnen zu- nachst far Europa em n aufschluBreiches Bad. In der folgenden Zusammenstellung sind mit I die Vorerzeugnisse und mit II die Enderzeugnisse bezeichnet. Den groBten Anteil finden wir fur beide Gruppen bei den Niederlanden mit insgesamt 22% der Gesamtziffern. Es folgen Belgien-Luxemburg mit fast 10% und die Schweiz mit 10,4%. Millionenziffern sind auBerdem bei Danemark, Norwegen, Schweden usw. nachgewiesen. Dabei sind die Unterschiede zwischen beiden Gruppen teilweise be- trachtlich : Kunststoffausfuhr im Jahre 1950 nach Gruppe dz DM Belgien-Luxemburg . 11 326 2 001 000 II 1 113 1 970 000 Danemark 8 345 2 017 000 II 248 612 000 Finnland 1 682 481 000 II 8 86 000 Frankreich 6 916 1 983 000 II 240 364 000 Saargebiet 1 115 280 000 II 73 195 000 Rundschau Gruppe dz DM Griechenland I 1 459 325 000 IT 208 131 000 GroBbritannien . I 1 996 791 000 II 59 . 86 000 Italien I 3.593 933 000 II 82 474 000 Jugoslawien . . I 106 51 000 II 5 . 12 000 Niederlande 1 7 547 2 524 000 II 2 572 6 367 000 Norwegen I 5 388 1 091 000 II 211 239 000 Osterreich I 1 654 769 000 II 190 266 000 Polen I 168 120 000 II 17 26 000 Portugal I 354 ? 140 000 II 20 340 000 Schweden I 3 084 990 000 II 189 640 000 Schweiz I 8 277 2 178 000 II 1 285 1 996 000 Spanien I 380 140 000 II . 5 ' 105 000 Tschechoslowakei . . I 505 375 000 II 0 1.000 Ungarn . I 2 648 867 000 Il 93 71 000 Damit sind die Europagebiete mit 33 Mill. DM, also mit 82% am Ausfuhrwert beider Gruppen beteiligt, so daB nur 18% fiir die tTherseegebiete bzw. auBereuropaische Lander ver- bleiben. Von geringer Bedeutung sind die Absatzgebiete in Afrika, wobei teilweise nur die Gruppe II (Enderzeugnisse) in Be- tracht kommt. Irnmerhin ist bei einigen dieser Gebiete der Ausfuhrwert hoher als 100 000 DM, bei Belg.-Kongo erreicht er 500 000 DM: Gruppe dz DM Agypten I 312 106 000 II 17 49 000 Belg.-Kongo I 150 21 000 II 524 490 000 Kenya, Uganda II 18 166 000 Goldkilste II 38 42 000 Sierra Leone I 2 4 000 II 104 173 000 Union von Siidafrika . . I 175 59 000 II 37 85 000 M. v. D.-Sadwestafrika . I 11 12 000 II 22 44 000 Innerhalb Asiens gibt es wenigstens em n Gebiet mit einem Ausfuhranteil von mehr als 1 Mill. DM, die Tiirkei, die nach neuerer Gepflogenheit nicht mehr bei den Landern Europas nachgewiesen wird. Die Lieferungen von Kunststoffen und Waren daraus sind dabei groBer als nach alien anderen Ge- bieten Asiens und Australiens zusammen. Der Austral. Bund ist ebenfalls mit mehr als 1 Mill. DM vertreten : Gruppe dz DM Iran 222 54 000 II 11 39 000 Syrien-Libanon 36 19 000 ? II 17 93 000 Tiirkei 5 891 1 226 000 II 119 449 000 Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 * Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 Kunststoffe Bd. 41 202 Wirtschaftliche Rundschau 1951 Heft 6 Gruppe dz DM Pakistan I 16 11 000 II 41. 92 000 Brit.-Malaya I 2 1 000 II 22 35 000 Austral. Bund I 2 339 1 073 000 II 34 62 000 Bei den Exporten nach Nord-, Mittel- und Sadamerika steht Argentinien an der Spitze, es folgen Brasilien und Uruguay. Die Anteile bleiben weit hinter den Umsatzziffern nach Europa zuriick. Es ist aufsehluBreich, festzustellen, inwieweit schen wieder Interesse in diesen Gebieten fiir deutsche Erzeugnisse dieser Art besteht. Unter Weglassung der kleinsten Quoten gewinnen wir folgendes Bud: Gruppe d z DM USA T 201 104 000 II 4g 104 000 Cuba I 11 16 000 II 6 31 000 Mexiko T 177 63 000 II 24 103 000 Argentinien I 1 604 671 000 II 17 23 000 Brasilien i 1 033 348 000 II 20 305 000 Chile I 179 54 000 II 4 21 000 Columbien I 83 49 000 II 46 93 000 Ecuador I 25 28 000 II 2 15 000 Peru I 73 20 000 II 11 55 000 Uruguay I 1 154 410 000 II 69 94 000 Venezuela I 101 29 000 II 64 184 000 DaB diese Exportziffern teilweise iibertroffen werden durch die Einfuhranteile der gleichen Gebiete, sehen wir bei den USA, deren Lieferungen an Firmen der Bundesrepublik in den Monaten Januar?Dezember 1950 bei Kunststoffen (Vor- erzeugnissen) 576 000 DM und bei Waren aus Kunststoffen 139 000 DM betrugen. DaB in der umfangreichen deutschen AuBenhandelsstatistik auch noch in zahlreichen anderen Positionen (z. B. Eelektro- technik, Spielwaren) Kunststoff-Erzeugnisse enthalten sind, setzen wir als bekannt voraus. Es kam uns diesmal auf die Darstellung der beiden Sondergruppen an. (8522) Erwin Stein Deutschland. Die Lage der westdeutschen Kunststoff - industrie. pie Arbeitsgemeinschaft Deutsche Kunststoff- Industrie Frankfurt a. M. stellt in einem Memorandum an den Rohstoffberater beim Bundesministerium fiir Wirtschaft fest, daB man in der Produktion und in der Verarbeitung von Kunststoffen mit Verbesserungen rechnen darf. Allerdings diirfte diese Aufwartsbewegung nur langsam von sich gehen. Im Jahre 1951 werde die Kunststoffverarbeitung ohne zen- trale F8rderung ebenfalls 22-25% iiber der des abgelaufenen Jahres liegen. Mit dieser Steigerung konnten aber nicht die volkswirtschaftlichen Aufgaben erfiillt werden. Die Arbeitsgemeinschaft sieht u. a. besondere Engpasse in der Phenolversorgung, da bei zunehmender Ausnutzung der Kokskapazitaten, verbunden mit hoheren Warmegraden, die Phenolausbringung absinkt. So wiirden fiir PreBmasse und SchichtpreBstoffe nicht geniigend Phenole zur Verfiigung stehen. Die Kohleknappheit Babe die zahlreichen kunststoffver- arbeitenden Betriebe mit einem geringeren Bedarf als 10 Mo- natstonnen (90% aller Betriebe) besonders hart betroffen. So habe die Aufwartsentwicklung in den ersten beiden Mo- naten des laufenden Jahres zu wiinschen iibriggelassen. Von einer ausreichenden Versorgung mit Polyvinylchlorid k8nne nicht gesprochen werden. Anlieferungen von 1100-1200 t monatlich stehe em n Bedarf von 200 t gegeniiber. In 1950 wurden insgesamt 44120 t Kunststoffe verarbeitet. Damit sind allerdings Sparten, wie Hartpapier f?r elektrische Zwecke, Vulkanfiber fiir die Kofferindustrie und teilweise die Kabelisolation nicht erfaf3t. Im umfassenden Sinne diirfte die Kunststoffverarbeitung 58000-60000 t betragen haben. Die Erzeugung wird mit 80000 t angegeben. Der Anteil unmittelbar erfaBbarer Exporte an Kunststoff- erzeugnissen betrug Januar und Februar 1950 etwa 2% vom Gesamtumsatz und stieg bis Februar 1951 auf 7%. Mit den indirekten Exporten diirfte die Exportquote bei 14% liegen. Die Kunststoffindustrie zeigt aber Zuriickhaltung im Export von Rohstoffen, um der deutschen Volkswirtschaft die Ver- arbeitungserlose nicht entgehen zu lassen. Sonst konnte bei dem allgemeinen Rohstoffhunger der Export beliebig ge- steigert werden. So liegt der Exportanteil bei den Rohstoffen im Durchschnitt zwischen 5 und 10%. Die Kapazitatsaus- nutzung der kunststoffverarbeitenden Industrie wird mit 36-38% veranschlagt. Beziiglich des Memorandums der Bundesregierung an die OEEC im Rahmen des Rohstoffsparprogramms fordert die Arbeitsgemeinschaft, daB man den dort gemachten Von- schlagen zur Forderung der Kunststoffindustrie Taten folgen lasse. Die Industrie, die sich nach dem Zusammenbruch miih- sam aufgerichtet habe, Urine die dafiir notwendigen Mittel nicht allein aufbringen. Sic wolle sich an der Bereitstellung von Forschungsmitteln in erheblichem Umfang beteiligen, sei jedoch auf staatliche Hilfe dringend angewiesen. (8523) Argentinien. Zellulose-Herstellung. Die Sociedad Cellulosa Argentina errichtet in der Nane von Eldorado, Provinz Misiones, eine Fabrik zur Herstellung von Zellulose mit einer Kapazitat von 50 t taglich. Plastiques-Informations Bd. 2 Nr. 20 vom 14. 4. 1951. (8505) D. Australien. Nylon und Polystyrol. In Neu-Siid-Wales wurde die N. S.W. Monsanto Chemicals Ltd. eingetragen, die unter Lizenz von Du Pont Nylon herstellen will. Die Monsanto Chemicals (Australia) Ltd. wird in Graybrook bei Melbourne fur ? 250000 eine Polymerisationsanlage fiir Styrol errichten, wofiir Monsanto das Mono.mere aus Schottland einfiihren will. Plastica Bd. 4 (1951) S. 112. (8519) D. Brasilien. Styrol-Polymerisation. Die Koppers Com- pany, Pittsburgh, USA, hat zusammen mit brasilianischen Interessen die Companhia Brasileira de Plastico Koppers in Sao Paulo gegriindet, deren Polystyrolfabrik eine Kapazitat von etwa 1500 t haben soll. Das Monomere wird von der amerikanischen Koppers Gesellschaft geliefert. Plastica Bd. 4 (1951) S. 112. (8520) D. Frankreich. Dunlop-Bodenbelag. Von der Dunlop Rubber Co., Ltd., wurde gemeinschaftlich mit der S.A. des Pneumatiques Dunlop mit einem Kapital von 100 Mill. Fres. die Societe des Revetements Cemetex S.A. gegriindet. Unter Lizenz von der Semtex Ltd., einer zum Dunlop-Konzern ge- hOrigen Gesellschaft, wird sic als Unternehmer fiir FuBbOden- und Vertafelungsarbeiten auftreten und hat bereits begonnen, in ihrer Fabrik in St. Maur des Fosses bei Paris-thermoplastische Platten und Kacheln ahnlich den Semastic Dekorationsplatten der englischen Gesellschaft herzustellen. Chem. Trade J. Bd. 128 (1951) S. 792. (8512) D. Venezuela. Kunstseidefabrik. Die Snia Viscosa wird zusammen mit dem brasilianischen Matarazzo-Konzern und der Celanese Corp. of America nach den Planen der letzteren eine 20 Mill. $ kostende Fabrik in Venezuela errichten, wofiir die Zellulose aus USA und Kanada eingefiihrt werden soli. Plastiques-Informations Bd. 2 Nr. 20 vom 14. 4. 1951. (8507)D. Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 Kunststoffe Bd. 41 1951 Heft 6 Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 Buchbesprechungen 203 Buchbesprechungen Kunststoffe ohne Geheimnis. Von Klaus Stoeckhert. Verlag Butzon 8c Bercker, Kevelaer/Rhld. 1950. 281 S. m. 10 Bild- tafeln u. 12 Textzeichnungen. Preis 8,50 DM. ?Dieses Buch beabsichtigt, sich in erster Linie an diejenigen Interessenten fiir Kunststoffe zu wenden, die mit der Her- stellung und Verarbeitung nicht in engerer wissenschaftlicher Beriihrung stehen ." Trotz dieser Einschrankung, die der Verfasser im Vorwort macht, gibt das Buch auf alien Gebieten der Kunststoff-Verarbeitung einen verziiglichen Vberblick, so da3'siardiejenigen, die Spezialprobleme der Kunststoff-Erzeu- gung oder -Verarbeitung zu Risen haben, das fliissig und klar geschriebene Buch gem zur Hand nehmen werden. Das Buch will kein Fachbuch sein, es informiert aber iiber die vielfaltigen Fertigungsverfahren doch so ausreichend, daB es dem Fach- mann und dem Nichtfachmann em n gediegenes Wissen ver- mittelt. E. Romer Deutsches Jahrbuch fiir die Industrie der plastischen Massen 1945-1950. Von Karl Fabel. Verlag Wilhelm Panse- gran, Berlin-Wilmersdorf 1951. 472 S. m. 15 Abb. u. zahlr. Tafeln u. Tabellen. Preis DM 32,60. Nach einer Pause von 8 Jahren liegt die 6. Ausgabe des Jahrbuches vor. Nach E. Dumont (1939) und K. Thinius (1942) hat. der Verlag jetzt K. Fabel als Herausgeber gewonnen, der die einzelnen Gebiete zusammen mit 4 Mitarbeitern bearbeitet hat. Das Buch ist gegliedert in die beiden Hauptabschnitte Plastische Massen auf der Grundlage von Naturstoffen und abgewandelten Naturstoffen sowie von vollsynthetischen Stof- fen. Als 3. kurzer Abschnitt folgen Verarbeitungsmethoden (19 S.). Der auf Grund des Fach- und Patentschrifttums ge- gebene iTherblick erstreckt sich auf die Jahre 1945 bis 1950. Wiederum ist in fleiBiger Kleinarbeit das wichtigste iiber For- schung, Eigenschaften, Verarbeitung und Anwendung zu- sammengetragen und zum Teil auch kritisch gesichtet. (So enthalt z. B. der Abschnitt fiber Polyvinyl- und Polyakryl- verbindungen 352 Literaturzitate einschlieBlich Patenten.) Er- freulich.erweise erschlieSt jetzt auch em n Sachverzeichnis den Inhalt der auf 356 Seiten behandelten Fortschrittsberichte. Natiirlich bleiben noch manche Wiinsche offen; so fehlen z. B. bei den ?Verarbeitungsmethoden" die Erzeugnisse zweier groBer deutscher SpritzguBmaschinen-Hersteller, die hydrau- lische und mechanische Maschinen von groBeren SchuB- leistungen liefern, wahrend auf S. 32 als Hersteller von Resopal noch Rommler-Spremberg genannt wird (S. 367 steht die jetzt richtige Anschrift). Nach den Fortschrittsberichten folgen Warenzeichen und Handelsnamen (16 S.) und em n Bezugs- quellenverzeichnis (75 S.) mit Firmen aus dem Bundesgebiet und der Ostzone. Schon in der Einleitung wird darauf hin- gewiesen, da3 es nicht ohne Liicken sein wiirde. Leider ist es uneinheitlich gegliedert und unvollstandig. Formenbauer wer- den genannt als Hersteller von PreL3- und Spritzformen (17 Fir- men), als Hersteller von Pre3werkzeugen (47 Firmen) und von Spritzwerkzeugen (19 Firmen). Nur 50 Firmen werden als Hersteller von SpritzguBteilen genannt, wahrend es im Bun- desgebiet deren mindestens 300 gibt. Es sollen aber auch nicht die Schwierigkeiten verkannt werden, die gegenwartig der Zusammenstellung von Bezugsquellenverzeichnissen entgegen stehen. Erfreulich ist trotz allem die Tatsache, daB das ? Jahrbuch" nach einer langen Pause wieder erschienen ist, E. Romer Stoff-ABC. Von K. Koloc. Fachbuchverlag G. m. b. H., Leipzig 1950. 296 S. Preis 25,? DM. Das vorliegende Verzeichnis umfaBt die deutschen Werk- und Hilfsstoffe fiir Maschinen-, Apparatebau und Elektro- technik. Es enthalt im wesentlichen eine Stoffliste mit etwa 17500 Werkstoffnamen, eine Gruppen- und Firmenliste. Die Stoffliste ist unterteilt nach Namen, Leitvermerken, Art des Werkstoffes, Werkstoffnummern, Hersteller bzw. Normblatt und Hinweisen. Entstanden ist das Buch durch Vorarbeiten im VDI, die inzwischen: iiberarbeitet wurden im Institut des Herausgebers. Es wird herausgegeben trotz vorhandener Man- gel, zeigt aber dem Praktiker den ungeheueren Wirrwarr auf dem Gebiet der Stoffbezeichnungen. Der Herausgeber weist daraufhin, daB Unterlagen aus den Westzonen nicht ausge- wertet werden konnten. Eine Nachprilfung far das Kunst- stoffgebiet zeigt daher noch recht betrachtliche Mangel Immerhin ist die gewaltige Arbeit, die bei der Zusammen- stellung und Herausgabe geleistet wurde, anzuerkennen. R. Die Materialkunde der Anstrichstoffe, 25 Lehrbriefe (Zusammensetzung, Verarbeitung und Eigenschaften der An- strichfarben und -lacke). Von Hans Wolff t; zusammengestellt, erweitert und erganzt von G. Zeidler unter Mitarbeit von Karlheinz Thews. W. Pansegrau Verlag Berlin 1950. 206 S. m. 20 Abb. Preis DM 12,60. Aufbauend auf zahlreiche noch aus der Feder des bekannten Lackforschers Dr. Hans Wolff stammende Kapitel haben Dr. G. Zeidler und K. Thews in Form von ?Lehrbriefen" fur Maier, Lackierer und alle anderen Interessenten des Anstrichfaches eine leicht verstandliche Darstellung der wichtigsten Tat- sachen auf dem Gebiet der Anstrichstoffe gegeben. Da das Buch hauptsachlich fiir den chemisch nicht vcrgebildeten Praktiker gedaCht ist, wird darin mit Recht auf die Erorterung der in der Regel oh.nedies nicht einfachen chemischen Grund- vorgange verzichtet und statt dessen oftmals auf die Benutzung von Vergleichen zuriickgegriffen. AuBerdem kommen im we- sentlichen nur diejenigen Materialien und Arbeitsvorgange zur Sprache, mit denen der Mann der Praxis tatsachlich zu tun hat, nicht aber etwa Aufbau und Herstellung moderner?Kunst- harze oder der daraus hergestellten Lacke. Infolge dieser weisen Beschrankung werden die Lehrbriefe dem darin angesprochenen Leserkreis zweifellos viel Freude und Nutzen bereiten. K. Hultzsch Einfiihrung in die organisch-technische Chemie. Von W. Langenbeck. Theodor Steinkopff, Dresden 1949..102 S. m. 41 Abb. Preis DM 9,?. Diese aus der Praxis des chemisch-technischen Unterrichtes entstandene Schrift ist als Erganzung zum ?Lehrbuch der organischen Chemie" des Verfassers entstanden und den Be- dilrfnissen des Studierenden, aber auch des nicht enger mit der Chemie befaBten Technikers und Wirtschaftlers angepa3t. Es behandelt die Prinzipien der chemischen Technik am Bei- spiel der organischen Rohstoffe, der Katalyse, der Fetten und Seifen, der Kohlenhydrate, der Explosivstoffe und der Kunst- stoffe. E. Fur und wider die Rationalisierung, Vortrage der 1. In- ternationalen Rationalisierungs-Tagung v. 25.-27. Okt. 1949 in Munchen. 1. Teil. Schriftenreihe des Rationalisierungs- Ausschusses der Deutschen Wirtschaft (RAW) Wege zur Rationalisierung, Heft 2. Carl Hanser Verlag, Miinchen 1950. 114 S. Kart. 3,60 DM. Jedermann wei3, daB ohne eine intensive Rationalisierung auf technischen, kommerziellen und psychologischen Bereichen der Wirtschaft die aus exportpolitischen. Griinden notwendige Leistungssteigerung in Frage gestellt bleibt. Die Gewerk- schaften stehen nach ihren Erfahrungen aus friiheren Zeiten der Rationalisierungsarbeit mit gewissen Vorbehalten gegen- iiber, wie der Beitrag Peter Kellers zeigt. Auf der anderen Seite bezweifeln konservative Kreise der Unternehmerschaft wiederum den Wert von Rationalisierungsbestrebungen. Das Gesamt des Fiir und Wider der Rationalisierung in einer knappen und klaren Form da:rgelegt zu haben, ist das Ver- dienst dieser ungemein anregenden Schrift, in dem die nam- Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 204 Buchbesprechungen - Persontithes Kunststoffe Bd. 41 1951 Heft 6 haftesten deutschen Rationalisierungsfachmanner wie Otto Bredt, Ernst Falz, Kurt Pentzlin und W kommen. Der landlaufigen Meinung, als sei Rationalisierung lediglicli eine technische und zudem viel Geld kostende An- gelegenheit, wird endlich einmal mit Argumenten entgegen- getreten, die sich nicht bestreiten lassen. K. Pentzlins Vortrag diskutiert temperamentvoll die Einwande der Rationalisie- rungsgegner aus der Erfahrungswelt des Betriebspraktikers. K. Rummel befreit in glacklicher Weise den oft zu eng ge- faBten Begriff der Rationalisierung, wenn er in seinem Vor- trag iiber Wesen, Ziele und Grenzen der Rationalisierung sagt, daB ?Rationalisierung viel weniger eine Sammlung von Rezep- ten als der Ausdruck einer geistigen Haltung, einer Mentalitat, einer Art von Besessenheit, wenn man will, einer psychisch wirtschaftlichen Weltanschauung, aber auch eines Tatwillens" sei. G. Schliebe. Concise Chemical and Technical Dictionary. H. Bennett Chemical Publishing Co., Inc., Brooklyn-New York 1947, 1055 S. Preis 10,? $. Dieses Dictionary ist ftir ?Fachleute und Laien bestimmt, ftir jeden intelligenten Menschen, der verstehen mochte, was er liest". Es bringt rund 50000 Definitionen far Spezialaus- dracke auf dem chem., phys., metallurg., min., biol., med., pharm., math. und botan. Gebiet; Definitionen fiir Handels- namen, Eigennamen, Abktirzungen. Es beschreibt die wichtig- sten Rohmaterialien und Fertigprodukte; gibt auch die sel- teneren Chemikalien mit samtlichen chem. und phys. Daten; bringt Ausdrticke aus Maschinenbau, Elektrotechnik, Schwei- Ben und Werkstattmethoden, Radio- und Fernsehtechnik. Der Abschnitt Nomenclature of Organic Chemistry bringt die Grundsatze des Aufbaues und der Orthographic der chem. Bezeichnungen unter moglichster Berticksichtigung der international iiblichen Terminologie ? sehr eingehend und nach Gruppen zusammengestellt. Im Abschnitt Pronounciation of Chemical Words sind zu- nachst die Grundsatze der Aussprache und in einem weiteren Abschnitt (Key to Pronounciation) eine recht umfangreiche Liste von Schliisselwortern zusammengestellt mit genauer AusSprach ebezeichnung , Den SchluB bilden chem. Tabellen. Urn kein MiBverstandnis aufkommen zu lassen ? dieses Dictionary ist einsprachig, bringt also nur englische Er- klarungen. Die Kunststoffe sind nur am Rande beriicksichtigt (abgesehen von neueren Handelsnamen und Weichmachern); in Zweifelsfallen beziehen sich die Erklarungen auf das Metall- gebiet (auch bei auf dem Kunststoffgebiet so tiblichen Aus- driicken wie plastic flow, molding, laminating). Die Definitionen dem Kunststoffgebiet sind nicht immer ganz zutreffend (z. B. ist HeatrOnu, Vorw?. srf (iren; beet/g-Harnstoff- masse hitzehartbar; das Typische am Catalin der Begriff des .GieBharzes, die Lackharze der Firma tragen andere Handels- bezeichnungen). Aber ? wie gesagt ? die Kunststoffe sind bier nur Randgebiet, und in alien Fragen der klassischen Chemie und chem. Technik ist Bennett das Nachschlagewerk, und zwar em n so umfassendes und eingehendes, wie wir uns nur wrinschen konnen ? eine Fundgrube fur jegliche Spezialitaten und das authentische Nachschlagewerk hinsichtlich Aufbau und Aussprache der chem. Bezeichnungen im Englischen. A. Wittfoht Personliches Herbert Tschacher 50 Jahre. Am 1. Mai 1951 beging Herbert Tschacher die Feier seines 50jahrigen Geburtstages. Tschacher ist seit 'etwa 14 Jahren fiir die deutsche Kunststoff- Industrie tatig. Im Amt f?r Roh- und Werkstoffe hatte er 1937 das Referat Kunststoffe abernomMen. Zu seinen Auf- gaben gehorte dabei insbesondere der Ausbau von Forschung und Entwicklung. 1946 wurde Tschacher Geschaftsfiihrer des Fachverbandes Kunststoffe in der britischen Zone, zwei Jahre spater Geschaftsfiihrer der Arbeit,sgemeinschaft Kunststoff- erzeugende Industrie fiir das Bundesgebiet. Seit Anfang dieses Jahres ist er Geschaftsfiihrer des Verbandes Kunststoff- erzeugende Industrie und verwandte Gebiete (VKE) und der Arbeitsgemeinschaft Deutsche Kunststoff-Industrie (AKI). Otto E. Hintze, 25jahriges Berufsjubiliium. Der auf dem Gebiet der Lackforschung bekannte Chemiker und Fabri- kant Otto E. Hintze konnte am 1. Mai ds. Js. auf eine 25jahrige Berufstatigkeit zurrickblicken. Hintze begann seine Tatigkeit 1926 in der von seinem Vater gegriindeten Norddeutschen Lackfabrik in Hamburg, wo er vor allem das Gebiet der Nitro- zellulose-Lacke bearbeitete. Von 1938 bis 1945 war Hintze Leiter des Lacklaboratoriums bei der Firma Rohm & Haas, Darmstadt, wo er sich besonders dem Gebiet der Akrylharz- Lacke erfolgreich widmete. Nach dem Zusammenbruch iiber- nahm Hintze die Leitung der Norddeutschen Lackfabrik und stellte dartiber hinaus seine Arbeitskraft und Erfahrungen durch ehrenamtliche Mitarbeit im Verbandswesen fiir den Wiederaufbau zur Verfiigung. Seit 1948 widmet sich der Jubilar ausschlieBlich seinem Unternehmen, das u. a. -Nitro- zellulose-Lacke und Alkydharz-Lacke fiir die Fahrzeug- industrie herstellt. In halt G. Schricker, Ober die Bestimmung der Festigkeit von HeiBsiegelnahten 173 Kunststoff-Kongrefi Turin 1950 189 Herstellung von PVC-Kunstleder in USA 177 Siebenter nordischer ChemiekongreLS 190 2. Bekanntmachung iiber typisierte PreBmassen 178 The British Plastics Federation , 191 H. Ho/meter, Klimaprtifung zur Ermittlung der Gebrauchseigenschaften Neuartiger Gartenstuhl mit PVC-Bezug 191 von Kunststoffen und anderen Werkstoffen 179 H.-J. Schenck u. H. Puell, Einfaches Verfahren zur nuantitativen Chlor- Ein Gegenwartsbild der makromolekularen Chemie 180 , bestimmung in Polyvinylchlorid 192 Die Kunststoff-Industrie auf der Technischen Messe Hannover . . . . 182 Umschau aus Schrifttum und Technik 193 Neuheiten aus Kunststoffen (Bildseite) 185 Patentlisten 19 H. Fr. Mailer u. I. Muller, Eine Methode zur Bestimmung der Beak- Wirtschaftliche Rundschau 201 tionsfahigkeit hartbarer Phenolharze 186 Buchbesprechungen 203 EinfluB der Temperatur auf die LOsungswarme von Polyrneren . 188 PersOnliches . . . 204 Aus dem Inhalt der nachsten Hefte Dr. H. Casper, KunstharzfuBbodenbelage. Dr. A. WesP, Ober die Messung und Auswertung der Zahigkeitserschei- nungen bei der Auflosung von PVC in Weichmachern. Dr. G. Zigeuner, Studien auf dem Gebiete der Harnstoff-Formal- dehyd-Kondensationsprodukte. Prof. Dr. E. Jesse/eel, Weichmacherproblerne. Dipl.-Hdl. E. Leder, Kunststoff-Packungen in der Rasierklingen- Industrie. Dr. G. A. Schrater, Ober die Lichtempfindlichkeit organischer Film- bildner und ihre Beeinflussung. Bezugspreis der ?Kunststoffe" vierteljahrlich 8,80 DM zuztiglich Postgeld. ? Erscheinungsv.eise monatlich. Berechnung vierteljahrlich zu Quartalsbeginn. ZahlungsmOglichkeiten sind am der Rechnung ersichtlich. Abbestellung bis spatestens 4 Wochen vor Quartalsschlu13. Verantwortlich fOr den Chemischen Teil: Dr.-Ing. Erich Escales, Wiesbaden, Biebricher Alice 57, fiir den Technischen Teil: Dipl.-Ing. Ernst Romer, Darmstadt, Claudiusweg 19. Verlag: Carl Hanser Zeitschriftenverlag GmbH., Miinchen 27, Leonhard-Eck-Str. 7. Anzeigenverwaltung: Carl Hanser Zeitschriftenverlag GmbH., Miinchen 27, Leonhard-Eck-Str. 7. Druck: Dr. F. P. Datte'rer 8c Cie. (Ib. Sellier), Freising. ? Bei allen Anfragen an Schriftleitung end Verlag wird halich gebeten, doppeltes Rtickporto beizuftigen. ,,Kunststoffe" 1st angeschlossen der IVW (Informationsstelle zur Feststellung der Verbreituug von Werbetragern) Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 Juni 1951 Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 KUNSTSTOFFE 19 GEMMER & CO. Werkzeug-Maschinenfabrik ? Coburg PreB- und Spriizformen in anerkanni bester Qualitat und Prazisionsausfiihrung Unsere Konstruktionen verbiirgen Hachstleistungen in ieder Beziehung Altestes Untqrnehmen dieser Branche, daher jet die Gewahr far tuisere Leistungsfahigkeit gegeben 1910-1950 ADAC-DEUTSCHLANDFAHRT 1951 In einer ZerreiBprobe ohnegleichen gelangten 2 Mannschaften auf 6 durch den ADAC yom Band genommenen Fahrzeugen in konkurrenzmdBig besetzter Klassp allein strafpunktfrei ans Ziel Sie errangen 6 Goldplaketten mit silbemen Bechern und 2 grofie Mannschaftspreise mit gold.Schild Ein Bowels fur unitherfrofiene Gualital BORGWARD nHANSA 1500n MODELL 1951 CARL rm. BORGWARD G.M.B.H. BREMEN PETER TEMMING?AKTIENGESELISCHAFT "61 = CCI 8 GEBLEICHTE LINTERS UND coGLOCKSTADT/HOLSTEIr EDELZELLSTOFF IN JEDER FORM FOR ALLE CFIEMISCHEN ZWECKE CONS T RU C TA BAUAUSSTELLUNG 19 51 HANNOVER 3.V11.-12.V1H. LANDESPLANUNG STADTEBAU UND ORTSGESTALTUNG BAUPLANUNG ABC DES ,BAUENS INGENIEURBAU BAUWIRTSCHAFT AUSLAND BAUEN AUF DEM LANDE DAS KLEINE HAUS ZENTRALBUCHEREI KONGRESSE UND TAGUNGEN Die Deutsche Bundesbahn gewahrt Tarifverganstigungen ? Sander- age und Gesellschaftsreisen durch DER -Reisebiiros ? Auskiinfte erteilt CONSTRUCTA Hannover-Messegelande Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 20 KUNSTSTOFFE 41. Jahrg. Nr. 6 Kaufgesuche des Auslandee) Wegen der Bekanntgabe von Auslandsanschrif ten zu den einzelnen Chiffren bitten wir bei UBERSEE- POST, Nurnberg 2, anzufragen. Adressierter Frei- umschlag ist beizuftigen. Eine Verantwortung f?r Zuverlassigkeit der an- fragenden Auslandsfirmen. konnen wit nicht fiber- nehmen. Abkiirzungen: v= I= Fab =- Ex = REx Ref = eR dtsch = Vertreter Importeur Fabrik Exporteur Re-Exporteur Referenzen wurden genannt Kauf auf eigene Rechnung Korrespondenzsprache dtsch. usw. 11601 Plastik-Fliesen fiir Fuliboden. ? Dane- mark ? I ? dtsch. 10305 Zelchenartikel aus Zelluloid. ? Belgien ? V ? dtsch. 9739 Maschinen fur die Kunststoff-Industrie. ? Belgien ? I ? V ? Ref frz. 11071 Kunststoffpressen, Spritz- und andere Maschinen fiir die plastische Industrie. ? Israel ? V ? I ? dtsch. 10841 KunstharzfolienschweiBmaschinen, Stempel- und. Prageapparate fiir Beschrif- twig von Folien. ? Indien ? V ? I ? engl. 10813 Bakelit- und Kunstharz-Pressen. ? Schweden ? I ? dtsch. 9740 Kunststoff-Spritz- und Preamaschinen auf hydraulischer Basis, einfach und kom- biniert, halb- oder vollautomatisch. ? Bel- gien ? I ? V ? Ref ? frz. 9536 Maschinen zur Herstellung von Kunst- stoff-Kiimmen. ? Brit.-Westindien ? V ? engl. 11470 Maschinen zur Herstellung von Kunst- stoffknopfen. ? Spanien ? I ? span. Entnommen dem ?Exportdientt", Verlag Hermann E. Reisner KG., Nurnberg 2 10690 Haushaltwaagen. ? Hongkong ? I ? Ref ? engl. 10939 Gaufrierwalzen fiir Kunstleder. ?Ita- lien ? V ? Ref ? ital. 11231 Bakelit-Kapseln f. Flakons. ? Frank- reich ? I ? frz. 9640 Steckdosen, Fassungen. ? Holland ? I ? dtsch ? engl. 10825 Abzweigdosen, Steckvorrichtungen. ? China ? I ? V ? engl. 10052 Elektr. Kleinmaterial. ? Brit. Guayana ? I ? V ? Ref ? engl. 11529 Schalter, Fassungen, Abzweigdosen. ? Pakistan ? I ? engl. 10/36 Lampenfassungen, Schalter, Klingel- driicker. ? Arabien ? I ? V ? engl. 10715 Elektr. Kipp- und Zugschalter, Licht- und Klingeldriicker. ? Brit.Kronkolonie (Hong- kong) ? I ? V ? engl. 10330 Hiingesteckdosen, Stemkopfe, Schalter, Fassungen. ? Pakistan ? I ? V ? engl. 11273 Schalter, Steckdosen, Fassungen. ? Agyptbn ? V ? frz. 11198 Abzweigdosen, Schalter, Fassungen, lichtdrUcker. ? Holl. Guayana ? I ? V ? Ref ? engl. 10285 Fassungen, Schalter, Mehrfachstecker, Abzweigdosen. ? Frankreich ? I ? V ? Ref ? frz. 11559 Stecker, Fassungen, Abzweigdosen. ? Port. Ostafrika ? I ? port. 11008 Installationsmittel aus Bakelit, Schal- ter, Steckdosen. ? Frankreich ? I ? V ? frz. 10619 Steckdosen, Fassungen. ? Irak ? I ? V Ref ? engl. 9668 Fassungen. ? Sildafrika ? I ? V ? engl. 9754 Klingeldrticker, Steckdosen, Fassungen, Zugschalter. ? Belgien ? I ? V ? frz. dtsch 10848 Schalter, Steckdosen, Fassungen. ? Siidafrik. Union ? I ? engl. 10114 Schalter, Stecker. ?.ILibanon ? I ? V ? Ref ? frz. 10407 Dieh- und Kippschalter. ? Holland ? ? I ? V ? dtsch ? engl. 10015 Schalter, Stecker, Fassungen. ? Chile I ? V ? span. 10566 MeBbecher. ? Ecuador ? I ? V ? frz. 9583 Servierbretter. ? Costa Rica ? I ? V ? Ref ? span. 9468 Haushaltgerate aus Kunststoffen. ? Italien ? I ? V ? Ref ? ital. 9782 Brillenfassungen. ? Pakistan ? I ? V ? engl. 9487 Brillengestelle. ? Franz. Indien ? I ? V ? engl. 10823 Schutz- mid Sonnenbrillen. ? Hongkong ? I ? V ? engl. 10239 Schutz- und Sonnenbrillen. ? Nigeria ? V ? engl. 11155 Brillengestelle aus Kunststoff. ? Indien ? I ? engl. 9481 Sonnenbrillen. ? Belg. Kongo ? V ? frz. 10149 Sonnenbrillen. ? Agypten ? V ? engl. 10749 Sonnenbrillen. ? Australien ? V ? engl. 9571 Sonnenbrillen mid Brillenfassungen aus Kunststoff. ? Brit. Guayana (S.A.) ? I ? V ? engl. 10069 Sonnenbrillen (auch Angebote iisterr. Firmen erbeten). ? Agypten ? I ? frz. 10689 Brillenfassungen. ? Hongkong ? I ? Ref ? engl. 10462 Sonnenbrillen, Brillengestelle. ? Vene- zuela ? V ? span. 11710 Fiillhalter. ? Holland ? V ? Ref ? dtsch ? engl. 11642 Fuller. ? Indien ? I ? V ? engl. 10951 Fiillhalter, Kugelschreiber. ? USA ? I ? engl. ? dtsch 11661 Fassungen. ? Syrien ? V ? I ? frz. 9472 Schalter, Lichtdriicker-Fassungen. ? Syrien ? I ? frz. 9719 Schalter, Stecker. ?Indien ? I ? engl. 11717 Steckdosen, Zugschalter, Lichtdriicker. ? China ? I ? V ? engl. 10353 Schalter und Stecker, Fassungen. Indien ? I ? engl. IHRE ABFALLE weich und hart P.V.C. jede Art SpritzguB sowie Lagerrestposten von Plastic-Rohstoffen kauft laufend OTTO KRAHN, HAMBURG 11 GRIMM 19 TELEFON 32 12 71/73 Wilh. Wenninger WerkzeugfabrIk SchnItte und Stanzen Kunstharz-Preltformen und Spritzformen 24 55 97" ? F erns p r. Hamburg 24 2316 mburg 1 Alexanderstr.12 6( _ Iju Automatische ../ Temperaturregler Vorwarme - und fir elektrische Beheizung Nachharte- Oefen for Kunsthorzpressereien u. andere Industrien ? soe" . 011?te 1(1 ftl sf6 ClC3C] 75 0 vor. Besteht Gleichheit zwischen beiden Seiten, so laBt sich daraus das Gewichtsverhaltnis von Keil/Messer bestimmen, bei dem die Keilfliehkraft allein zur MesSerbefestigung ausreichen Die Beziehung fiir die Losedrehzahl rtL, in bezug auf das Vorrutschen oder Herausschleudern der Messer, d. h. fiir FMX > R?, wird aus dem Kraftegleichgewicht am Messer unter Beriicksichtigung der Haftkrafte nach Gl. 13 ab- geleitet (vgl. hierzu Gl. 2) : FMX = mm ? rm ? w2 ? cos (a + y) = R01 2 (Rvx Rify) Rmy? (16) Nach entsprechender Umformung ist die Losedrehzahl: (15) 30 nti= ? C1 V mm ? I'm ? cos (a+ y) -1 1+ k C2?C3 Diese Gleichung hat nur fiir F mx > R? GOltigkeit, da sie nur filr diesen Bereich im physikalischen Sinne auswertbare Losungen liefert. Die Lesedrehzahl nL2, die die Grenze der zulassigen Messer- bzw. Keilverlagerungen infolge elastischer Trag- korperaufweitungen erfassen soll, ergibt sich aus der Gl. 8, wenn V'n = 0 gesetzt wird: Vn ? F'K mK ? rill ? w2 cos (a + /3) 1 (18) 1 1 + k cos a 1+k (17) Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 41. Jg., Heft 7. Juli 1951. Approved For Release 2003/10/16: CIA-RDP80-00926A004100010001-6 30 _ Mo sin ski , Zulassige Betriebsdrehzahlen an Holzfraswerkzeugen. 4 ? ( 1 k) ? v MK ? 1K (19) C, bis C4 = Konstante, 'in denen verschiedene von der Werkzeugausfiihrung abhangige KenngroBen, U. a. auch Reibungsbeiwerte zusammengefaBt sind. Bemerkenswert ist die Feststellung, dal:3 nL2 ebenfalls eine von der Schraubenvorspannungskraft V bestehende Abhangigkeit aufweist. Eine Gegeniiberstellung zwischen den nach obigen Be- rechnungsverfahren ermittelten Losedrehzahlen und den versuchsmaBig gefundenen in Bild 12 laBt eine befriedigende Annaherung der Rechnung an die Ver- suchsergebnisse erkennen. Die sich unter Schnittkraftbelastung ergebenden Lose- drehzahlen liegen hier zwar auch niedriger, jedoch ist der Unterschied nicht so stark ausgepragt wie bei den Werkzeugen mit reinen Schraubenbefestigungen. Die Rechnungs- und Versuchsergebnisse an einer Schlitzscheibe nach Bild 2h und Bild 13, bei der der Schraubenanzug in radialer Richtung erfolgt, sind in Bild 14 zusammengestellt. Auch hier ist eine alas- reichende Vbereinstimmung zwischen Rech- nung und Versuch festzustellen. Es iiber- rascht die Feststellung, daB die Halte- kraft Z der Stellschraube S eine bedeutsame Rolle als Befestigungskraft spielt und nicht unwesentlich zur Erhohung der Be- triebssicherheit beitragt. Bei Keilbefestigungen ist in bezug auf die 12000 U/min ? "t?itz, 8000 Ausfahrang4_ filltikt ,reezlasedrehzahl ,:t3 11900 pp- oe Ft he kdrrelifehez ;Crew ate nrsph/ rec/..rchlte 1/Zuu"'?ser- fte'rethhzil +LosedrehzehierriiNreki 2 3 l Anzugsmomen1 Bud 12. Lesedrehzahlen (bezogen auf 269 0,1 71w) (dezakt Schreuderkag- ezaktighikkei0):70) esfigkeil bei 4-1 St 1 mill ragkiirper- 6 mkg Grenzbedingung 2,. Fm, < /42) in Abhangigkeit vom Schraubenanzugsmoment bei einem Universalmesserkopf mit Keilbefestigung. Messer &elle am Ire hedge Fllehlrnafikvirktm,q (for n=8000 U/min) Fs 14's (5mm-100.kg) Knee am Ifell beim Anziehea der SimansehroabeR (M4 ?0,5mkg Bild 13. Krafte in der Keilbefestigung einer Schlitzscheibe. Festlegung der zulassigen Betriebsdrehzahl nach den gleichen Ge- sichtspunkten wie bei den Schraubenbefestigungsarten zu verfahren. Die Streuung der Ergebnisse umfangreicher Versuche, durch die der Nachweis der Brauchbarkeit obiger Rech- nungen erbracht werden sollte, betragt nicht mehr als + 15%. In dieser Genauigkeit kommt zum Ausdruck, da13 sich die Losevorgange bereits weitgehend mit den ange- gebenen Berechnungsverfahren beherrschen lassen, so daB sic geeignet erscheinen, zu einem erfolgversprechenden Hilfsmittel in der Hand des Konstrukteurs zu werden. Schrifttum: Cred?Untersuchung ither den Zerspanungsvorgang bei Holz- hobelmaschinen mit umlaufenden Messern (Hiss. Dresden 1914). Bobbe: Untersuchungen iiber die bei Hobelmaschinen mit um- laufenden Messern auftretenden Komponenten (Diss. Dres- den 1928). Sachsenberg: Neuere Forschungsergebnisse auf dem Gebiet der Holzbearbeitung (Masch.-Bau 1928, S. 1094). Beck: Untersuchungen an einer Dicktenhobelmaschine (Z. Masch.-Bau 1932, S. 182). Schlesinger: Die Ermittlung des Leistungsbedarfs bei Messer- wellen fiir die Holzbearbeitung (Z. Werkstattstechnik 1933, S. 128). Jahnert:Aus dem Schrifttum fiber Holzbearbeitung (Z. Masch.- Bau 1935, S. 31). S achsenb erg: Zerspanen von Holz (Z. Masch.-Bau 1936, S. 261). Pause: Die Arbeitsgiite schnellaufender Holzhobel- und Fras- maschinen (Z. Holz 1938, S. 503). 100 18 0 MOO iqoo I i r I rechrerische Werte_erde Kew_ oder Versuchswerte Ilesserbewegurg, (cue Versuch) raker. :ruchdrehzah pry- v200 /fifer sciziersVrshragredes !Jib ethnedberagen -K woo esaritha -and Halle- ?a eget-01014 kre e /,37/ 800 600 0? V200 echrer asedrehrah/ lire &rads/014g r0/7A .4 I8ruchdreh- vahl cue Versuch IOUSVer // ........ 6000 8000 100 133 Drehzah/ Bild 14. Haft- und Haltekrafte am Messer einer Schlitzscheibe mit Keilbefestigung in Abhangigkeit von der Drehzahl. 10000 167 12000U 2000 V000 min 200 U/sek Funk: Frasdornbrache als Unfallursache in der Holzindustrie (Prtif.-Arbeit der Norddeutschen Holzberufsgenossenschaft 1939). Brune: Untersuchungen iiber den EinfluB der Faserrichtung auf die zur Holzbearbeitung erforderliche Zerspanungsarbeit (Diss. Dresden 1939). H aase-D oiling: Neuzeitliche Hobelmaschinen (Z. Holz 1940, S. 83). Pause: Die Antriebsleistungen von Holzhobelmaschinen (Z. Holz 1943, S. 54). Grammel: Die Erklarung des Problems der hohen Spreng- festigkeit umlaufender Scheiben (Ing.-Arch. 1947, S. 1-4). Hagen: Beurteilung der Werkstoffeignung far statische, dyna- mische und thermische Beanspruchung auf Grund des Ahn- lichkeitsprinzips (Z. Technik 1948, S. 6-14). Approved For Release 2003/10/16: CIA-RDP80-00926A004100010001-6 Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 270 Wagner, Statistische Grundlagen der Stichprobenprtifung in der Mengenfertigung. WERKSTATTSTECHNIK UND MASCHINENBAU Statistische Grundlagen der Stichprobenpriifung in der Mengenfertigungl. Von Dr. rer. nat. Gustav Wagner, Stuttgart. 1. Hundertprozentige Priifung mid Stichproben- prilfung. Jede Prafung hat den Zweck, die Gate eines Erzeug- nisses an bestimmten Stellen des Fertigungsganges zu iiberwachen. Die einzelnen Prtifgange sind dabei so auf die Fertigung verteilt, daB die Herstellungskosten (Fertigungs- und Prafkosten) mit der geforderten Gate des fertigen Erzeugnisses in Einklang stehen. Die Entscheidung oh und wie scharf nach einer bestimmten Fertigungsstufe gepriift werden soil, ist somit eine Frage der Wirtschaftlichkeit. Soil die Priifung Sicherheit daftir geben, daB die ge- priiften Teile hundertprozentig den gestellten Forderungen entsprechen, so muB hundertprozentig gepriift werden. Bei alien Priifungen, bei denen die Priifkosten einer hundert- prozentigen Priifung nicht mit der entsprechenden GUte- steigerung des fertigen Erzeugnisses verbunden sind, ist die hundertprozentige Priifung unwirtschaftlich. Dies trifft bei vielen in den Fertigungsgang eingelegten Zwischen- prtifungen zu. Ganz unmoglich ist die hundertprozentige Priffung, wenn der Priifgang mit einer Zerstorung der Priiflinge verbunden ist (Dauerpriifung, Werkstoffprilfung) ; in diesen Fallen kann nur stichprobenweise gepriift werden. Mit der Stichprobenpriifung ist naturgemaB eine gewisse Unsicherheit verbunden. Durch die Rechenverfahren der Statistik ist e aber moglich, diese Unsicherheit abzu- schatzen und umgekehrt Stichprobenpriffplane so aufzu- stellen, daB sie den praktischen und wirtschaftlichen Belangen gerecht werden. 2. Die Stichprobe. Unter einer Stichprobe, oder genauer Zufallskichprobe, versteht man eine bestimmte Anzahl von Teilen, die zu- fallig aus einer gut durchgemischten Menge herausgegriffen werden; ihre Entnahme ist also keiner GesetzmaBigkeit unterworfen, so daB fiir jedes Teil der Menge die gleiche Moglichkeit besteht, herausgegriffen zu werden. Nur unter dieser .Voraussetzung ist die Stichprobe kennzeichnend fiir die Gesamtheit, aus der sie entnommen wurde, und nur dann darf der statistische SchluB von der Gesamtheit auf die Stichprobe und umgekehrt der RtickschluB von der Stichprobe auf die Gesamtheit angewandt werden. Die Entnahme der Zufallsstichprobe stellt also in der Praxis em n gewisses Problem dar, das z. B. bei der FlieBband- fertigung dadurch gelost werden kann, daB in unregel- maBigen Zeitabstanden Teilstichproben aus der laufenden Fertigung gegriffen werden, die dann zusammen die Zufalls- stichprobe bilden. Werden aus einem Behalter mit sehr vielen guten und schlechten Teilen mehrere gleich groBe Stichproben heraus- gegriffen und wird innerhalb dieser Stichproben jeweils der Anteil der schlechten Teile bestimmt, so stellt man fest, daB die AusschuBanteile in den einzelnen Stichproben nicht gleich groB sind, sondern daB sie um einen bestimmten Mittelwert schwanken. Diese Schwankungen sind die Aus- wirkungen des Zufalls, und sie bringen eine gewisse Un- scharfe in die Aussage einer Stichprobe hinein. Die Haupt- aufgabe der Statistik besteht nun darin, diese Unscharfe abzuschatzen und die wirklichen Sachverhalte moglichst deutlich herauszustellen. 1 Auszugsweise vorgetragen auf der VDI-Tagung ?Messen und Priifen in der Mengenfertigung" am 28. u. 29.9.1950 in Stuttgart. 3. Die Wahrscheinlichkeit. Der Begriff ?Wahrscheinlichkeit" spielt in der stati- stischen Betrachtungsweise eine aberragende Rolle. Durch die Wahrscheinlichkeit wird der Moglichkeit des Eintreffens eines Ereignisses em zahlenmaBiger Ausdruck, eine Zahl zwischen 0 und 1 (0% und 100%), zugeschrieben. Die Wahr- scheinlichkeit 0 bedeutet Nichteintreffen und die Wahr- scheinlichkeit 1 (100%). bedeutet Sicherheit des Eintreffens des betrachteten Ereignisses. Werden aus einer sehr groBen Teilemenge mit 5% Aus- schuB 100 Teile als Zufallsstichprobe entnommen, so ist die Wahrscheinlichkeit P(m) daftir, daB die Stichprobe m schlechte Teile enthalt, aus Bild 1 zu ent- nehmen2. Auf Grund der De- finition der Wahrscheinlich- keit kann das 0,7 Schaubild auch folgendermaBen gedeutet wer- den: Zieht man aus der Menge mit 5% Aus- schuB viele gleich groBe, 100 Teile um- fassende Stich- proben, so ent- halten 100 P (m) % der Stichproben in schlechte Teile. Da die Ergebnisse statistischer Berechnungen stets Wahrscheinlichkeitsaussagen sind, fallt es dem Nicht- eingeweihten oft schwer, aus diesen Aussagen praktischen Nutzen zu ziehen. Es soil jedoch an Hand einiger einfacher Beispiele gezeigt werden, wie wichtig diese Ergebnisse ftir den Praktiker sind. POO qas 0 1 2 3 4, 5- , llz 67 T 10 Bild 1. Wahrscheinlichkeit P (m) f?r das Auffinden von in AusschuBteilen in einer Stichprobe, bestehend aus 100 Teilen aus einer Menge mit 5% AusschuB. 4. Riickschlui3 von der Stichprobe auf die Gesamtheit. Da die Aussagen von Stichproben Zufallsschwankungen unterworfen sind, liegt die Frage nahe : ?Welcher Ruck- schluB kann aus del: Stichprobenaussage auf die Gesamt- heit gezogen werden ?" ? Die Antwort ist aus den Kurven" 2 P (m) ergibt sich aus der binomischen Verteilung P (m) (n )pm (1?)n? m-_, ?1? (pn)In e?Pn m ! n = StichprobengroBe; in = Anzahl der schlechten Teile inner- halb der der Stichprobe; p = AusschuBanteil in der Gesamtheit; e = Grundzahl des natiirlichen Logarithmus. Die Poissonsche Naherung gilt fiir p 0,1 = 10%. 3 Die Grenzkurven ergeben sich aus den Bedingungen: = untere Kurve : obere Kurve : 1 ? S 2 1 ? S 2 In )Pn` (1?P)n?m in = c in c ( 17i) Pm (1?P)n?m in = o wobei S die Urteilssicherheit bedeutet. Die Gleichungen lassen sich in die tabellierte unvollstandige Beta-Funktion oder die F-Verteilung transformieren. Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 Jg., Heft 7. lull 1951. 100 80 80 70 68 .50 410 30 c) 20 Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 Wagner, Statistische Grundlagen der Stichprobenprtifung in der Mengenfertigung. 0 10 20J0 SIO 50 5870 80 90%100 Arschaganted in der athArMe Bild 2. Riickschlu8 von der Stichprobe auf die Gesamtheit. Urteilssicherheit 99%. Nach (1). (Voraussetzung: Gesamtheit zehnnial groBer als Stichprobe.) des Schaubildes in Bild 2 zu entnehnien, in dein der Aus- schuBanteil der Gesamtheit gegen den AusschuBanteil in der Stichprobe aufgetragen ist und die StichprobengroBe als Parameter an den Kurven vermerkt ist. Wiirde z. B. innerhalb einer Stichprobe, die 100 Teile umfaBt, 20% Ausschul3 festgestellt, so kann auf Grund dieser Darstellung gefolgert werden: ?Mit 9-9% Urteils- Sicherheit (in 99 von 100 Fallen) stammt die Stichprobe aus einer Menge, die zwischen 10 und 32% schlechte Teile enthalt." Je groBer die Stichprobe gewahlt wird, urn so naher rticken die Grenzen fiir den AusschuBanteil der Ge- samtheit zusammen, und bei eingehender Betrachtung kann festgestellt werden, daB die Genauigkeit der Aussage etwa mit der Quadratwurzel aus der StichprobengrOBe zunimmt. Wird die Urteilssicherheit kleiner gewahlt (95%, 90%, 80% ...), Mat man also em n groBeres Risiko gegen Fehl- entscheidungen zu, so riicken die zu einer bestimmten StichprobengroBe gehorigen Grenzkurven naher zusammen. Je kleiner also das Risiko ist, das dem statistischen Rack- schluB zirgrunde gelegt wird, je groBer also die Urteils- sicherheit sein soll, desto unscharfer wird die Aussage. Fiir die Teilepriifung, bei der im allgemeinen mit klei- neren AusschuBzahlen zu rechnen ist, ist vor allem die linke untere Ecke des Schaubildes in Bild 2 wichtig. Der Bereich kleiner Ausschunzahlen ist daher in Bild 3 nach dem Vorschlag von L. K tittner (2) in iibersichtlicherer Form dargestellt4. In diesem Schaubild sind die Fehler- grenzen der Gesamtheit gegen den Umfang der Stichprobe aufgetragen. Die an den parallelen Linien angeschriebenen Zahlen bedeuten die Anzahl der schlechten Teile innerhalb der Stichprobe. Werden in einer Stichprobe, die 200 Teile umfaBt, 5 schlechte Teile festgestellt, so liest man aus der Darstellung ab: ?Mit 99% Urteilssicherheit starnmt die vorliegende Stichprobe aus einer Gesamtheit mit rnindestens 0,55, hochstens aber 7% Ausschuf3." Aus Bild 3 folgt ferner, daB 4 Die Grenzkurven ergeben sich aus den Bedingungen: untere Grenze: obere Grenze: m=e? 1 1+sP 1 ?..---1e?n -- 2 Lj m! 1 ? S c?Pn 2- In = o rid = C - (1,11)m 10=0 Diese Gleichungen sincl (lurch die tabellierte x2-Vertei1ung zu ersetzen. 03 30 58 100 200 500 Umfang der iffichprobe 271 inzah% der sehlehlen ffichfirone v or \\\ \ \\\ 7ede iimerhak \\\ \\ \\\\\ ., ,... , \ \ \ . \\\\\\ \\ \ ?:,,,,` .\\ \NLN \ \ \ 146X "\ w,\ . \ 7 \ s , \ \\ \\\\ ,? \\N \ \\ . . \\,\?, 1000 Uriedratherheit 99% --uniere &raze --obere &WA" Bild 3. Ruckschlu8 von der Stichprobe auf die Gesamtheit. Urteilssicherheit 99%. (Voraussetzung: Gesamtheit zehnmal groBer als Stichprobe.) die obere Grenze des AusschuBanteils stets einen endlichen, von Null verschiedenen Wert annimmt, selbst dann, wenn in sehr grof3en Stichproben kein fehlerhaftes Teil gefunden wird. Beobachtet man z. B. in einer Stichprobe, die 1000 Teile umfaBt, kein schlechtes Teil, so stammt sie mit 99% Sicherheit aus einer Gesamtheit mit hochstens 0,5% Aus- schuB. Die Rechnung bestatigt also die selbstverstandliche Tatsache, daB eine Stichprobenprafung niemals Sicherheit daftir geben kann, daB die gepriifte Menge in ihrer Gesamt- heit hundertprozentig gut ist. 5. Stichprobenverfahren fiir die Gilteilberwachung in der Mengenfertigung. a) Die Forderungen an den Stichprobenpriifplan. Da das ?Messen", d. h. die Feststellung des IstmaBes, bei der Mengenfertigung zeitraubend und teuer ist, wird die Gate der Teile meist mit Grenzlehren beurteilt, also ?gepriift". Es muB jedoch betont werden, daB das ?Messen" dem ?Prafen" auch statistisch betrachtet iiberlegen ist, daB also auf Grund einer kleinen Anzahl von ?MeBwerten" bessere Rfickschlasse auf die Gesamtheit der Teile ge- inacht werden kOnnen als auf Grund der ?Prafung" einer Stichprobe desselben Umfanges. Die Auswertung der MeB- ergebnisse ist jedoch ungleich schwieriger als die Hand- habung der Priifergebnisse. Fiir die folgenderi Betrach- tungen wird daher vorausgesetzt, daB jedes Sttick innerhalb der Stichprobe nur ?gepraft" wird. Es wird also festgestellt, ob das einzelne Teil ?gut" oder ?schlecht" ist, ob z. B. emn bestimmtes Maf3 innerhalb oder auBerhalb der Toleranz- grenzen liegt. An Hand des Ergebnisses der Stichproben- priifung muB dann entschieden werden, ob die ganze an- gelieferte Menge ?gut", also annehmbar, oder ?schlecht", also abzulehnen ist. Um eine solche Entscheidung treffen zu konnen, muB von vornherein festgelegt sem, welche Mengen als ?gut" und welche Mengen als ?schlecht" be- trachtet werden sollen. Diese Festsetzung ist kein stati- stisches Problem; sic muB vom praktischen und wirtschaft- lichen Standpunkt aus getroffen werden und wird zweck- maBig zwischen Hersteller und Abnehmer (Kunde oder nachste Fertigungsstufe) vereinbart. Als Beispiel wird angenommen, daB die obere Grenze des zulassigen AusschuBanteils einer Teilemenge auf p, = 5% Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 212. Wagner , Statistische rundlagen der Stichprobenpriiiung in der Mengenfertigung. 108 % 80 70 qz 60 Sig ? /dealer Prdfio/all 000%/ge Profung) ,14 20 10 Izo= dart-Aoki. Aussehug- onfell der ferligung a= ErzeugerrkAo iz,= Ober? 6're/we des zags- sigeft Aussehuganfells =Vera/ruche/v./Oa 0 7 ? 2 3 41 5 6 7%8 Izolii Arschuganted fri der engehekrieg Alegge Bild 4. Kennlinie des idealen und wirklichen Stichprobenpraf- plans (Hersteller- und Abnehmerrisiko). festgelegt ist. Mengen mit weniger als 5% AusschuB sind somit ?gut" und solche mit mehr ?schlecht". Ein idealer Priifplan miiBte also den in Bild 4 dargestellten Kenn- linienverlauf haben, d. h. alle Mengen mit weniger als 5% AusschuB miiaten mit Sicherheit (Wahrscheinlichkeit 100%) angenommen und alle Mengen mit mehr als 5% AusschuB miiBten mit der Wahrscheinlichkeit 0% an- genommen, also stets abgelehnt werden. Eine derart scharfe Trennung zwischen guten und schlechten Mengen ist jedoch mit keinem Stichprobenschema, sondern nur durch hundert- prozentige Priifung zu erreichen. Neben dieser idealen Priifplankennlinie ist in Bild 4 die Kennlinie eines wirklichen Stichprobenpriifplans ein- gezeichnet. Aus dem Verlauf der Kurve geht hervor, daB nicht alle Mengen, deren AusschuB p, = 5% iibersteigt, abgelehnt werden, sondern daB eine kleine Wahrscheinlich- keit dafiir besteht, daB auch solche Mengen angenommen werden. Andererseits werden nicht alle Mengen, die weniger als 5% AusschuB enthalten, angenommen. Die Wahrscheinlich- keit fiir die Annahme von Mengen mit p = 3% AusschuB betragt z. B. nur 50%, d. h. unter 100 Mengen, die mit genau 3% AusschuB zur Priifung kommen, werden durch- schnittlich 50 Mengen durch die Stichprobenpriifung ?gut" beurteilt und angenommen, wahrend die restlichen als ?schlecht" abgelehnt werden. Je geringer der AusschuB- anteil in der angelieferten Menge ist, desto graer wird die Wahrscheinlichkeit fiir ihre Annahme durch die Stich- probenpriifun g. Aus diesen Betrachtungen folgt, daB die Stichproben- priifung grundsatzlich mit 2 Fehlern behaftet ist: 1. Nicht alle ?guten" Mengen (p 62 _L ?Do Tab ell e 3. Doppelte Stichprobenprfifplane. Menge ? schlecht " hochst- zulass. Aus- schuB- anteil % Be- zeich- nung der Priif- plane Anlieferungssttickzahl N 200 201-500 501-1000 1001-2000 2001-5000 5001-10000 >10000 is, 350 450 510 560 580 600 Ta 61100% 0 0 0 0 0 0 112 ? ? 1020 1120 1160 1200 62 ? 3 3 3 3 0,5 n , 350 450 510 880 1200 1250 Tb c1100% 0 0 0 1 2 2 n2 ? 1020 1760 2400 2500 C2 ? ? 3 7 10 10 /II 160 225 260 280 300 300 300 II a c, 0 0 0 0 0 0 0 n2 ? 520 560 GOO 600 600 c5? 3 3 3 3 3 1,0 n, 160 225 260 430 600 610 . 625 TI b c, 0 0 0 1 2 2 2 is. ? 520 860 1200 1220 1250 C. ? ? 3 7 10 10 10 n, 55 60 60 60 60 60 60 III a c, 0 0 0 0 0 0 0 n2 110 120 120 120 120 120 120 C5 3 3 3 3 3 3 3 5,0 is, 55 90 120 125 125 125 125 . III b c, 0 1 2 2 2 2 2 n2 110 180 240 250 250. 250 250 62 3 7 10 10 10 10 10 - n, 12 12 12 12 12 12 12 IVa c, 0 0 0 0 0 0 0 n, 24 24 24 24 24 24 24 C2 3 3 3 3 3 3 3 25 n, 24 24 24 24 24 24 24 IV b c, 2 2 2 .2 2 2 2 is 48 48 48 48 48 48 48 62 10 10 10 10 10 10 10 (1st keine Stichprobe n, angegeben, so ist an ihrer Stelle der Rest der Menge zu prtifen.) also ftir eine bestiminte An- lieferungssttickzahl nicht von vornherein angegeben werden kann. Sie hangt ab von der Giite der Menge ? sehr gute und sehr schlechte Mengen werden auf Grund der Aus- sage der ersten Stichprobe be- urteilt ? und von den Aus- wirkungen des Zufalls. Da die statistische Rechnung aber das Gesetz des Zufalls be- herrscht, kann die ?durch- schnittliche Stichproben- groBe" in Abhangigkeit vom AusschuBanteil der angelie- ferten Menge angegeben werden. In Bild 6 ist das Verhaltnis der durchschnittlichen Stich- probengroBe n* der doppelten Stichprobenprtifplane zur gleichbleibenden Stichpro- bengri5Be n der einfachen Priifplane dargestellt. Die Er- sparnis an Prtifkosten bei An- wendung der doppelten Stich- probenpriffung hangt also ab von der angelieferten Gtite und betragt im Durchschnitt etwa 25%. Dieser Vorteil der doppelten Stichproben- priifung mull jedoch durch groBere organisatorische Schwierigkeiten erkauft wer- den. Die Stichprobentabelle wird untibersichtlicher, die Prtifanleitung verwickelter und die Priifzahl liegt nicht fest, was sich insbesondere bei der Vorberechnung des Stiicklohnes nachteilig aus- wirkt. Die Unterteilung der ein- fachen Stichprobe kann fiber die doppelte Stichprobe hin- aus noch weiter durchgefiihrt werden. Wa,hlt man dabei die Teilstichproben n?, n,, n, . . . immer kleiner, so ergibt sich schlieBlich der von A. Wald (3) entwickelte Folge tes t (Sequentialtest). Bei die- sem Verfahren liegt die Stich- probengroBe nicht von vorn- herein fest; die Anzahl der zu priifenden Teile ergibt sich erst im Laufe der Prilfung. Die Teile werden nacheinan- der gepriift und die Ergebnisse zweckmaBig in einem graphi- schen Priifplan festgehalten, in dem in Abszissenrichtung die laufende Nummer der Be- obachtung und in Ordinaten- richtung die Anzahl der be- Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 41. Jg., Heft 7. Juli 1951. Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 Wagner, Statistische Grundlagen der Stichprobenpriifung in der Mengenfertigung. 275 obachteten schlechten Teile aufgetragen werden. Die Zeichenebene ist durch ein Parallelenpaar in 3 Zonen ein- geteilt: 1. Zone ?Annahme" (Menge ?gut"), 2. Zone ?Ablehnung" (Menge ?schlecht") und 3. indifferente Zone. Die Steigung und der gegenscitige Abstand der Geraden folgen aus der Rechnung, der die GroBen h, p?, p zu- grundeliegen6. In Bild 7 ist der graphischc Prtifplan IIIa mit dem Ergebnis ciner Priffung eingezeichnet. Die ersten 39 beobachteten Teile sind gut; das 40. Teil ist schlecht, es erfolgt also em n Sprung des Beobachtungspunktes in Ordi- natenrichtung. Das 41. bis 73. Teil ist wieder gut, wahrend Teil Nr. 74 schlecht ist (erneuter Sprung in Ordinaten- richtung). Die Teile mit den Nummern 75 bis 133 sind wieder gut, 134 schlecht mid alle folgenden gut. Das Priif- ergebnis des 190. Teils liegt in der Annahmezone, die Priifung wird beendet und die Menge ist ?gut". Aus diesein Beispiel geht hervor, dal3 die Zahl der gepriiften Teile von den Ergebnissen der Einzelbeobachtungen abhangt. Die Prilfung nach diesem Folgetest ergibt irn Durchschnitt etwa 40% bis 50% Priifkostenersparnis gegentiber der ein- faclien Stichprobenpriifung. Der organisatorische Aufwand ist bei diesem bestechenden Verfahren jedoch grof3. c) Unterschied zwischen prozentualen und stati- stisch berechneten einfachen Stichprobenpriif- planen. Um die Notwendigkeit der statistischen Berechnung von Priffplanen zu veranschaulichen, sind in Bild 8 die Kenn- linien eines prozentualen Stichprobenprtifplanes dargestellt. Die Prtifung erfolge dabei nach folgender Vorschrift: Aus der angelieferten Menge werden 5% als Stichprobe entnommen. Sind alle Teile innerhalb der Stichprobe gut, so wird die Menge angenommen. Wird jedoch innerhalb der Stichprobe em n schlechtes Teil (oder mehrere) vor- gefunden, so ist die Menge ?schlecht". Aus Bild 8 folgt die filr den Laien iiberraschende Tat- sache, daB die Scharfe der Prtifung mit wachsender An- lieferungsstiickzahl zunimmt. Die zum Verbraucherrisiko /3 = 5% gehorige obere Grenze des zulassigen AusschuB- anteils ist sehr stark von der Anlieferungsstiickzahl N ab- hangig. Sic betragt p,? .58% fur N = 100 und n = 5; P1 = 5,8% fur N --- 1000 und n = 50 und p, = 0,58% far N = 10 000 und n =- 500. Kommt eine Menge mit 4% Ausschul3 zur Priifung, so wird sie mit 81% Wahrscheinlich- keit angenommen, wenn N = 100, mit 13%, wenn N =- 1000 und praktisch mit Sicherheit abgelehnt, wenn N =_ 10000. Die .Wahrscheinlichkeit fiir die Annahme einer schlechten Menge ist also urn so groBer, je kleiner die An- 6 Nach A. Wald (3) sind die Gleichungen der Grenzlinien: Gegen die Zone ?Annahme": 111 In 1 ? a in P1 ? in 1 Po 1?pc Gegen die Zone ?Ablehnung": =- in 1 ? fl +n 1.?po In 1.?pi. in -p'-- Po 1? po 1? in a 1?p, Pi 1 ?Pi ln?in Po 1?pcPc 1?P1 In In 1?Po Hierbei bedeuten m die Anzahl der beobachteten schlechten Teile und n die laufende Nummer der Beobachtung. lieferungsstfickzahlen sind. Man mull sich iiber die Folgen einer derartigcn Prtifung im klaren sem! Legt man die ftir N = 10 000 und n =- 500 geltende Priif- plankennlinie einer statistischen Berechnung zugrunde und fordert man, daB dieser. Kennlinienverlauf fiir jecle beliebige Anlieferungsstiickzahl gelten soli, so ergibt die Rechnung die in Bild 9 (Seite 276) dargestellten Stich- probengr6f3en. . Fiir Mengen mit N < 10 000 sind die berechneten Stich- proben groBer und fiit N > 10 000 kleiner als die prozen- tualen. Die beiden Kurven haben nicht nur verschiedene Ordinaten, sondern auch verschiedene Krtimmungen. Die g gz 473 o 475 o- eg 0%70 1 a 4741 fix 18 12 y%2,0 il 0 7 2 3 41 5 6 7 6' 9%70 III 0 5 10 15 20 25 30 36 V 957.50 Warafradated der /lenge A 6. Verhaltnis der durchschnittlichen StichprobengroBe n* der doppelten Stichprobenpriifung zur konstanten Stichproben- grOl3e n der einfachen Prafplane. Ab/ehnalls7 /edlerente Zone Annahme a 28 88 60 80 100 120 10 160 180 200 200 leefenle din den &Ouch/ring n Bild 7. Folgetest, Graphischer Priifplan lila. 700 90 80 70 60 50 sig 30 20 70 ,.. ? A,=58% fl?-= 5%-- I u -fr, 117=4-8% '=5% ''' u -711=4758% , 1% .fO 012341.5477%8 Aussehugegted in der angelieferieft Menge Bild 8. Kennlinien des prozentualen Stichprobenpriifplans nIN = 0,05, c = 0 . Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 1 Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 276 K uh lm an , Hartloten mit Schutzgas im Durchlaufolen. 500 400 (L) O,dog ,200 v?-? 700 prijfIlan telt oil ,5?10) 6 .o, o \o ..c?Q prO z 1106? 200 800 500 7000 2000 5000 10000 20000 ifeeferuggsskickzah/ Bild 9. StichprobengroBe des statistisch berechneten und des prozentualen, Priifplans. statistisch berechnete Kurve steigt bei kleinen Anliefe- rungsstiickzahlen steil an, nahert sich aber rasch einem Grenzwert. 4. Zusammenfassung. Durch statistische Berechnungen lassen sich Stich- probenverfahren angeben, die den praktischen und wirt- schaftlichen Erfordernissen angepaBt werden konnen. Da die Sicherheit der Stichprobenprtifung bei entsprechendem Aufwand an Prtifkosten beliebig hoch gewahlt werden kann, vermag sie in vielen Fallen die hundertprozentige Priffung in der Teilefertigung zu ersetzen. Die Betriebsstatistik zeigt, daB selbst bei hundert- prozentiger Priifung infolge Unachtsamkeit und Ermiidung des Prafpersonals im Durchschnitt einige Promille Aus- schuB unbemerkt durch die Prtifung schltiofen. Es bedeutet also kein sehr groBes Risiko, wenn die Prafplane Ia und Ib an Stelle der hundertprozentigen Priifung eingesetzt werden. Die Auswahl der Stichprobenprafplane an Hand eines geeigneten Schemas (Tabelle 1) zwingt den Betriebsmann dazu, die Scharfe der Prtifung zahlenmaBig festzulegen. WERKSTATTSTECHNIK UND MASCHINENBAU Dadurch werden ?Gefahl" und ?Erfahrung" weitgehend aus der Stichprobenpriifung ausgeschaltet. Die in den 'rabellen 2 und 3 aufgefahrten Stichproben- groBen sollen dem Prtifingenieur als Unterlage far die Planung dienen. Zur Vereinfachung der Stichproben- tabellen sind kleine Veranderungen im Stichprobenumfang zulassig, da sic die Priifsicherheit nur unwesentlich be- einflussen Die Entscheidung, ob die einfache oder doppelte Stich- probenprtifung eingefahrt werden soil, ist in erster Lin ie abhangig vom Stand der Ausbildung des Prtifpersonals. Sind gutgesehulte Krafte vorhanden, so kann die doppelte Stichprobenprtifung angewandt werden; es werden dabei etwa 25% Priifkosten eingespart. Geringere Ansprtiche an die Organisation und an die Zuverlassigkeit des Personals werden bei der einfachen Stichprobenprfifung gestellt. Es ist anzustreben, daB derartige Stichprobentabellen mit genau definierter Sicherheit genormt werden, urn Lieferungsfragen zwischen Hersteller und Abnehmer leichter klaren zu konnen. Schrifttum: 1. Statistical Research Group, Columbia University: Selected Techniques of Statistical Analysis. McGraw-Hill Book Company, New York, 1947. 2. L. Kiittner: Wahrscheinlichkeitsrechnung in Technik und Wirtschaft, Technik 4 (1949), S. 468. 3. A. Wald: Sequential Analysis, Wiley and Sons, New York, 1947. 4. J. H. Enters: De omvang van de steekproef bij een enkel- voudig steekproefsysteem (Der Umfang der Stichprobe bei einem einfachen Stichprobensystem), Statistica 1 (1948), S. 228. 5. H. F. Dodge und H. G. Romig: Sampling Inspection Tables,, Wiley and Sons, New York, 1949. 6. Statistical Research Group, Columbia University: Sampling Inspection, McGraw-Hill Book Company, New York, 1948. 7. H. C. Hamaker: Die Abnahmeprnfung von Partien mittels Stichproben, Philips' Techn. Rundschau 11 (1949), S. 186. Theorie der Stichprobenschemas, ebenda S. 264. Stich- probenschemas und Sticbprobentabellen in der Praxis, ebenda S. 370. 8. P. B. Goggins: Some general results of elementary sampl- ing theory for engineering use, Bell System Techn. Journ. VII (1928), S. 44. Hartloten mit Schutzgas im Durchlaufofen. Von E. P. Kuhlmann, Augsburg. Der nach folgende Aufsatz soll die Anwendungsmoglichkeiten des Hartlotens kleiner Teile in (Men mit Schutzgas aufzeigen, und zwar unter besonderer Beriicksichtigung des Biiro- maschinen- und Apparatebaus. Dabei werden Beispiele gebracht, welche die verschiedenen Sitzarten und Lotzeiten erlautern. Auch die Kostenfrage wird eingehend behandelt. Durchlauf Men zum Hartloten. Vorlaufer. der Durchlaufofen, welche zuerst in den USA entwickelt wurden, waren die sogenannten Kammerefen mit anschlieBenden Kiihlkanalen (Bud 1). Diese Ofen, welche auch heute noch gebaut werden und sich bestens sind vornehmlich fiir das Loten kleinerer Stiickzahlen be- stimmt. Die Teile werden auf eine geeignete, feuerfeste Unterlage gebracht und von Hand in die Lotkammer des Ofens geschoben, urn nach Beendigiing der Latung eben- falls von Hand in den Kahlkanal weiterbefordert zu werden. Bei Massenartikeln empfiehlt sich dagegen die Anwendung eines Schutzgaslotofens mit Forderband (Bild 2). Dieser Ofen gestattet em n fortlaufendes Arbeiten. Durch stufenlose Verstellung der Forderbandgeschwindigkeit konnen die Letzeiten entsprechend dem Stiickgewicht des Lotgutes eingerichtet werden. Die Ofen bestehen ebenfalls aus einer Heizkammer mit anschlieBendem, wassergekiihltem Kiihl- kanal. Die zusammenzulotenden Teile werden an der Eingangsseite des Ofens auf em n endloses, ,hoch hitze- bestandiges Drahtmaschenband gelegt und durchlaufen zunachst die Letzone und anschlieBend die Kiihlzone. Der Riicklauf des Forderbandes erfolgt unterhalb des Ofens. Durch eine Spannvorrichtung wird die Spannung des Bandes eingestellt. Vor Eintritt in die Heizzone und nach dem Austritt aus der Kiihlkammer Mutt das Band eine Strecke frei zuganglich, so daB die Teile an diesen Stellen bequem aufgelegt oder abgenommen werden konnen. Die Temperatur' im Ofen wird durch Zu- und Ab- schaltung von elektrischen Heizkorpern selbsttatig geregelt. Bei Kupferlotung herrscht in der Heizzone des Ofens eine Temperatur von 1115? C. Eine entsprechende Isolierung sorgt daftir, daB keine tibermaLligen Warmeverluste ent- stehen. In die.Kiihlkammer wird Leitungswasser im Gegen- strom zwischen einer Doppelwandung hindurch geleitet. Die Tfiren beim Eintritt in die Heizzone und beim Austritt aus der Kiihlkammer konnen so verstellt werden, da3 nur Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 1 Al. Jg., Heft 7. Juli 1951. Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 K uh 1m a nn, Hartloten mit Schutzgas im Durchlaufofen. Bild 1. Kammerofen mit anschlieBenden Kiihlkandlen. em n Schlitz entsprechend der GroBe des Lotgutes frei gelassen wird. Um den Eintritt der AuBenluft in das Ofeninnere zu verhindern, wird das Schutzgas unter Dberdruck dem Ofen zugefiihrt; der geringe OberschuB verbrennt dabei am Eingang der Heizzone und am Ausgang der Kiihlkammer in offener Flamme. Die Forderbandgeschwindigkeit wird so eingestellt, daB die geloteten Teile beim Verlassen des Ofens auf etwa 100?C abgekiihlt sind. Schutzgas. Das praktisch explosionssichere Schutzgas wird in einer besonderen Erzeugeranlage entsprechend den metallurgi- schen Anforderungen in verschiedener Zusammensetzung gewonnen (Bud 3). Es handelt sich dabei meist urn teil- verbranntes Leuchtgas. Im Schutzgaserzeuger werden Leuchtgas und Luft riber Mengenmesser, die unmittelbar ihre Anteile abzulesen gestatten, durch einen motor- getriebenen Verdichter angesaugt und als Gemisch in einer Brenn- und Katalysatorkammer so welt verbrannt, wie es der LuftaberschuB gestattet. AnschlieBend wird das so erzeugte Schutzgas in einem Gaskiihler abgekiihlt und durchstromt dann einen Wasserabscheider, urn dort vom Kondenswasser befreit zu werden. In besonderen Fallen 1st auBerdem noch eine Reinigung von etwa vorhandenem Schwefelwasserstoff erforderlich, ehe das Schutzgas dem ()Ten zugeleitet werden kann. Infolge seines je nach Mischungsverhaltnis von Gas und Luft veranderlichen Gehaltes an unverbranntem Wasserstoff und Kohlenoxyd Bild 3. Schutzgaserzeugeranlage, 277 Bild 2. Schutzgaslotofen mit Forderband. wirkt das Schutzgas mehr oder weniger stark als redu- zierende Atmosphare. Es halt daher die Oberflache des Lotgutes nicht nur v?llig blank, sondern reduziert darriber hinaus noch etwa vorhandene Oberflachenoxyde. Schickt man z. B. em n Stack gewohnliches Schwarzblech durch den Ofen, so kommt es metallisch blank und sauber heraus. Eigenschaften der Lotverbindung. Beim Loten verteilt sich das Lotmetall, das vorzugs- weise aus reinem Kupfer besteht, nach dem Schmelzen fiber die metallisch reine Oberflache der Lotstelle und dringt durch die Kapillarwirkung selbst in die feinsten Fugen, wie etwa bei Prapassungen, em. Oberschiissiges Lot iiberzieht die Werkstiickoberflache teilweise und diffundiert dabei auch in den Werkstoff. Urn fiber die Festigkeit der Lotverbindungen Klarheit zu schaffen, wurden Reihen von Zugversuchen durch- gefiihrt, wobei die Priiflinge aus FluBstahlstaben StC 1061 von 7 mm Durchmesser bestanden, -die in Scheiben aus gleichem Werkstoff von 4 mm Dicke eingelotet waren. Aller KupfertiberschuB einschlieBlich etwaiger verstarkend wirkender Hohlkehlen war entfernt. Die erste Versuchsreihe sollte ermitteln, wieweit bei gleicher Warmebehandlung (20 mm) der Sitz die Haltbar- keit einer Lotverbindung beeinfluBt. Wie die Tabelle 1 zeigt, werden mit enger werdendem Spiel Festigkeitswerte erzielt, die noch fiber die Zug- festigkeit des reinen Kupfers (21 kg/mm2) hinausgehen. Jedoch sind iibertriebene PreBsitze fur die Lotung nicht mehr von Belang. Tabelle 1. EinfluB des Sitzes'. Art des Sitzes GroBtwert 'Zugfestigkeit in kg/mm2 Kleinstwert Durchschnitt Lose Verbindung (0,1 mm Spiel) 16,4 15,4 16,05 Schiebesitz (kein Spiel) 21,6 18,9 20,5 PreBsitz (Bolzen 0,05 mm VbermaB) 23,7 19,8 21,4 PreBsitz (Bolzen 0,38 mm VbermaB) 22,5 20,4 21,5 1 Die Tabellen 1 bis 4 stammen aus einer Untersuchung aus dem Jahre 1937, die aber, wie eine Nachpriifung ergab, heute noch voile Giiltigkeit hat. Sie wurden vom Verfasser schon im September 1937 in der Zeitschrift ?Maschinenbau ? Der Betrieb" veroffentlicht. Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 278 Kuhlmann, Hartloten mit Schutzgas im Durchlaufofen. Als nachstes wurde die Wirkung verschiedener Lotzeiten bei gleichbleibendem PreBsitz (0,05 mm VbermaB) er- forscht (Tabelle 2). Tabelle 2. EinfluB der Lotdauer. Lotzeit (Minuten) Zugfestigkeit in kg/mm2 Gratwert Kleinstwert Durchschnitt 4 19,6 18,1 19,1 8 20,6 19,0 20,0 15 21,0 19,4 20,1 22 22,5 19,8 21,2 30 23,8 21,1 22,8 45 23,2 18,6 20,8 60 23,0 17,5 20,7 Die Festigkeitswerte steigen bis zu einer Lotzeit von 30 Minuten stetig an, um dann wieder etwas abzufallen. Da das Lot in den ersten Minuten zweifellos vollstandig durchgeflossen ist, kann die Wirkung der dariiber hinaus- gehenden Behandlungszeit und der Festigkeitszuwachs nur durch die Diffusion des Kupfers in den Stahl erklart werden. Bei den Proben mit 45 bis 60 Minuten Lotzeit war auch nur noch sehr wenig Kupfer an der Oberflache sichtbar, vomit vielleicht die Festigkeitsabnahme ihre Erklarung findet. ? Da der Schmelzpunkt des Kupfers erheblich holier liegt als die Einsatztemperatur von Kohlenstoffstahl StC 10.61, ist es ohne weiteres moglich, die gekiteten Teile einzusetzen und zu harten. Die Priifstiicke waren wieder mit PreBsitz (0,05 mm ObermaB) zusammengehigt ; die Lotdauer betrug 20 Minuten; das iiberschfissige Kupfer wurde im Zyanbade entfernt. AnschlieBend wurden die Stiicke gehartet. Wie aus Tabelle 3 ersichtlich, wird die Haltbarkeit der Lot- verbindung durch das nachtragliche Einsatzharten herab- gesetzt, was nach den Ergebnissen der Versuche iiber den EinfluB der Lotzeit kaum iiberrascht. Urn die Streuungen in den Festigkeitswerten zu vermeiden, mul3 beim Harten mit groBter Sorgfalt vorgegangen werden; eine gewisse Schwachung der Lotverbindung ist trotzdem in Kauf zu nehmen. Tabelle 3. EinfluB des Ha,rtens nach dem Loten. Harteverfahren Harte- tempe- ratur ?C abge- schreckt in Zugfest'gkeit in kg/mm2 GroBt- wert Kleinst- wert Durch- schnitt Einsatz-Harte- verfahren Zyan-Hartesalz- bad (20 MM.) Einsatz-Harte- verfahren 815 815 815 815 900 Wasser 01 Wasser 01 Wasserz 21,7 22,0 16,4 20,8 22,4 16,2 16,5 12,2 11,8 15,2 18,3 19,2 14,1 16,0 20,3 2 Dann nochmals im Ofen auf 7750 erhitzt und im Wasser abgeschreckt. Tabelle 4. EinfluB der Abschreckhartung an verschiedenen Stahlsorten. VVerkstoff Harte- tempe- ratur ?C abge- schreckt in iange- 'assen Zugfestigkeit der Lotsteffen kg/mm2 GroBt- wert Kleinst- wert Dutch- schnitt C 15 50 Cr V 4 Chrom-Nickel- Molybdan Silberstahl 840 870 850 775 Wasser 01 01 Wasser nein 5550 nein nein 35 28,5 42 31,2 29,3 18,5 31 22,4 31,5 24,6 37,3 25,5 WERKSTATTSTECHNIK UND MASCHINENBAU Die in Tabelle 4 aufgefiihrten Lotverbindungen ver- schiedener Stahlsorten zeigen dagegen auch nach dens Abschreckharten durchweg eine hohe Festigkeit, was wohl auf den EinfluB der Legierungsbestandteile der einzelnen Stahle zuriickzufiihren ist. Der Chrom-Nickel-Molybcla,n- stahl hat in der Lotstelle die groBte Festigkeit mit einem Durchschnitt von 37,3 kg/mm2; sic liegt weit holier als die des Kupfers. Schlagversuche. Da ein groBer Teil der durch Loten zu verbinclenden Teile bei ihrer spateren Verwendung einer schlagartigen Beanspruchung unterworfen sind, wurden Schlagversuche durchgefuhrt. Dazu wurden Teile genommen, bei denen eine Nabe mit einem Hebei zusammengelotet ist. Der Hebei erhielt in der Minute 800 Schlage. Zunachst wurden Toile gepriift, die in der alten Art mit Stiften befestigt waren. Hier trat der Bruch im Durchschnitt nach 1 400 000 Schlagen em. Bei den mit Kupfer im Schutzgasofen geloteten Teilen wurden die Versuche nach 5 300 000 Schlagen abgebrochen. Es machten sich an der Lotstelle keinerlei Zerstorungserscheinungen bemerkbar, so daB der Vorteil dieser Verbindung klar zutage trat. Ausbildung und Vorbereitung der Lotstellen. Um die gewiinschte Haltbarkeit zu erzielen, muB bei der Konstruktion der Teile, die durch Schutzgaslotung verbunden werden sollen, Verschiedenes beriicksichtigt werden. Bei &Innen Werkstiicken, in die Naben, Bolzen und dergleichen eingelotet werden sollen, ist eine moglichst groBe Schulter vorzunehmen, da ja diese auch mit ver- Motet wird und so die Haltbarkeit erhoht. Da Kupferlot- verbindungen groBe Haltbarkeit und lange Lebensdauer aufweisen, kann in vielen Fallen mit kleineren Quer- schnitten gearbeitet werden. Dadurch wird Werkstoff, Gewicht und in manchen Fallen auch notwendiger Platz eingespart. Zur Vorbereitung der Teile zum Loten legt man um die Lotstelle einen diinnen Kupferdraht herum (Bild 4 bei a), der moglichst weich seinmull Wenn es aus raumlichen Griinden nicht moglich ist, Kupferdraht anzubringen, kann man eine Paste aus Lack und feinen Kupferspanen mit einem Pinsel an der Lotstelle auftragen. Ferner besteht die Moglichkeit, die zusammen- zufiigenden Teile vorher gal- vanisch zu verkupfern, wo- bei dann der Oberzug als Lot dient. Neuerdings sind gerade fur Ofenkitungen neue Lote ent- wickelt worden;die tadellos im Schutzgas verlaufen und iiberraschende Festigkeiten ergeben. Das Lot hat den Vorzug, unter 10000 zu schmelzen und schont damit den Ofen. Es ist em n wenig zahfliissiger als reines Kupfer und bildet daher etwas groBere Hohlkehlen. Schwingungs- und Dauerfestigkeit solcher Lotstellen werden von keinem anderen Lot erreicht, und die hohe Scherfestigkeit von 38 kg/mm2 bewirkt, dal3 damit gelotete Teile meist auBer- halb der Lotstellen brechen. Bei richtiger Drahtdicke des Lotes erfordert das fertige Teil nach dem Loten keinerlei Nacharbeit. Das Lot bildet Bild 4. Teil, vorbereitet zum Loten (bei a herumgelegter Kupferdraht). Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 41.1g., Heft 7. Juli 1951. Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 Kuhlmann, Hartloten mit Schutzgas im Durchlaufofen. BiM 6. Bild 8. Kupferlbtung IOW140Alk? Bild 5. F- 1 279 Bild 7. 1 Alipferititung Bild 5-12. Bild 9. Arbeitsbeispiele. bei Obergangen leichte Hohlkehlen. 1st das aber aus irgend- einem Grunde nicht erwiinscht, so kann em n etwa vorhan- dener Vberschuf3 leicht auf elektrolytischem Wege in einem Zyanbad entfernt werden. Praktische Anwendungsbeispiele. Durch das Schutzgasloten konnen Teile, die man bisher vielfach aus dem Vollen fertigte, unbedenklich aus meh- reren Teilen zusammengefiigt werden. An Stelle des kost- spieligen Verstiftens, Vernietens usw. werden sie einfach aneinandergesteckt und durch Loten vereinigt. Im Beispiel Bild 5 sind auf einer Nabe em Sperrad, emn Hebel und einige Kurvenscheiben zu befestigen. Die ein- zelnen Teile miissen ganz bestimmte Stellungen zueinander aufweisen ; sie werden in einer Vorrichtung in der ge- wiinschten Weise auf em n Rohr gepreSt. Dabei werden gleichzeitig Kupferdrahtringe fiir die Lotstellen iiber die Abstandringe gesteckt. Nach dem Loten ist eine weitere Nacharbeit ? auBer etwaigem Harten ? nicht erforderlich. Bild 6 zeigt eine Welle alter Ausfiihrung mit. aufgestif- teten und vernieteten Hebeln. Das gleiche Teil wird bei Anwendung des Kupferlaverfahrens wesentlich verein- BiM 12. facht (Bud 7). Ein ahnliches Beispiel ist in Bild 8 und 9 dargestellt. ? Teile, bei denen das Loten erhebliche Zerspanungs- arbeiten spart, sind in Bild 10 und 11 wiedergegeben. Das Teil (Bud 12), das urspriinglich aus dem Vollen gedreht wurde, ist geradezu em n Schulbeispiel, das die auf3erordentlichen Vorteile des Zusammenbaues aus meh- reren Einzelteilen mit anschlieBendem Loten aufzeigt. Es besteht aus einem Rohr, einer gestanzten Scheibe, einem weiteren Rohr und einem ausgestanzten Zahnkranz. Die Kosten f?r ein solches Teil betragen nur einen Bruchteil der Kosten bei Herstellung aus dem Vollen. Gegeniiberstellung der Kosten. Allgemeingiiltige Regeln kann man bei einer Betrachtung der Kosten nicht aufstellen, da diese von den verschiedenen Betriebsbedingungen abhangig sind. Doch gibt Tabelle 5, in der die Selbstkosten der abgebildeten Teile in der alten Ausfiihrung und mit Schutzgaskitung zusammengestellt sind, einen Begriff von den Sparmoglichkeiten. Die Zahlen sind auf Grund einwandfreier Kalkulationsunterlagen Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 280 Gunther, EndmaBe aus geschmolzenem Quarz. unter Anwendung der wirklich entstandenen Zuschlage bei der alten Herstellungsart und bei der Lotausfiihrung errechnet. (Das Durchlaufband besaB eine ausnutzbare Lange von 7500 mm und eine Breite von 165 mm.) T a bell e 5. Gegeniiberstellung der Kosten. (Kosten in DM per 1000 Stuck.) Altes Verfahren Neues Verfahren (Ofenloten) Bild 6 DM 2312,06 Bild 7 DM 727,91 Bild 8 DM 1061,84 Bild 9. DM 250,80 Bild 10 DM 1132,48 Bild 11 DM 271,71 Bild 12 (ausVollmat.) DM 8242,94 Bild 12 DM 2420,68 (kein Preisvergleich vorhanden) BiM 5 DM 3262,94 18,0 DM 140 15:0 ? 1,70 ?????? ge 110 1749 t` 49 40 4-0 80 min. Durch/au /zed I ? - ehgezeichnele knee 6/1Id arechnet 80 4,9 so 60 70 80 90 se 770 125 150 775 290 225 g 250 Stliolrgewicht Bild 13. Stiickpreise in Abhangigkeit vom Stiickgewicht. op.' ? otsfellell iffiickgovichl, lig 216Xylelen Beispieb Siiickpreip 6711DM/1008/iick WERKSTATTSTECHNIK UND MASCHINENBAU Das auf Grund genauer Kostenermittlungen gezeichnete Schaubild (Bud 13) zeigt die Stiickpreise fiir 100 gelotete Teile bei Stfickgewichten von 30 bis 250 g und 1 bis 4 Lotstellen. Die auBergewohnlichen Vorteile des Schutzgaslot- verfahrens lassen sich wie folgt zusammenfassen: 1. Platzersparnis: Durch Wegfallen von Flanschen, Ansatzen usw. konnen sich groBe konstruktive Vorteile ergeben. Da beim Zusammenhigen keine Werkstoff- schwachung eintritt, konnen kleinere Naben, Flanschen usw. gewahlt werden. Der dal2ei eingesparte Platz kann anderweitig verwendet werden. 2. Steigerung der VerschleiBfestigkeite Bisher triuBte man in der Massenfertigung Teile, die durch Ver- stiften zusammengesetzt wurden, entweder gliihen oder weich lassen, damit sic sich bohren liel3en. Nunmehr konnen die Teile nachtraglich gehartet werden. Wird beispielsweise fiir Toile, die einem VerschleiB unterliegen, hartbarer Stahl gewahlt, dagegen fiir Teile, die noch zu bearbeiten sind, weicher Stahl, so werden durch die Hartung des zusammengeloteten Werkstiickes lediglich die gegen den VerschleiB zu sichernden Teile hart, wahrend die zu bearbeitenden Teile welch bleiben. 3. Genauigkeit: Schutzgaslotung ergibt die denkbar sauberste Verbindung und erfordert in den meisten Fallen keine Nacharbeit. 4. Kostenersparnis: Werkstoff- und Zusammenbau- kosten werden erheblich vermindert. 5. Haltbarkeit: Die Haltbarkeit der Lotverbindung liegt hoher als bei anderen Fugeverfahren. EndmaBe aus geschmolzenem Quarzl. Von Dr.-Ing. Hermann Gunther, Hanau. Der Gedanke, EndmaBe aus einem zuverlassigeren Werkstoff als Stahl herzustellen, ist durchaus nicht neu. Bereits in den Jahren 1920 bis 1929 erschienen verschiedene Veroffentlichungen2 fiber EndmaBe und StrichmaBe aus Quarz sowie Hinweise auf die brauchbaren Eigenschaften des Quarzes. Der Quarz kommt in der Natur in seiner reinsten Form als Bergkristall vor. Elektrisch oder in der Knallgasflamme bei 1700? geschmolzen, ergibt sich der sogenannte geschmolzene Quarz in amorpher Form. Er ist von groBer Reinheit und Durchsichtigkeit im Gegensatz zum sogenannten Quarzgut (z. B. Rotosil), das ebenfalls geschmolzener Quarz ist, aber als Ausgangsstoff stark kieselsaurehaltigen? Sand hat und daher wegen Ver- unreinigungen und Beimengungen undurchsichtig ist. Fiir QuarzmaBe `kommt nur der' reine durchsichtige, ge- schmolzene Quarz in amorpher Form in Frage. Wenn daher in den nachfolgenden Ausfiihrungen von Quarz gesprochen wird, ist irnmer diese Form gemeint. Im Jahre 1933 veroffentlichte K ukkamaki eine Arbeit fiber EndmaBe aus geschmolzenem Quarz. AnlaB dazu war die Notwendigkeit, 18 EndmaBe aus Quarz von je 1 m Lange zu eichen und auf mogliche Veranderungen zu fiber- priifen, damit diese MaBe als Ausgangsnormale fiir emn von Prof. Vaisala, an der .Universitat Turku in Finnland entwickeltes Interferenzverfahren eingesetzt werden konnten. ? Nach einem Vortrag an15.13lich der VDI-Feinwerk-Tagung vom 19. bis 21. 10. 1950 in Braunschweig. ? S. Schrifttumsverzeichnis. ? Die Untersuchung wurde also eigentlich nur im Hinblick auf dieses MeBverfahren durchgefiihrt, doch sind die Er- gebnisse von weiterreichender Bedeutung und geben zu- verlassigen AufschluB fiber die zeitlichen Anderungen des Quarzes und seine Warmedehnzahl. Fiir den Vergleich der .EndmaBe konstruierte Kukk a- m a ki einen Lichtinterferenzkomparator, mit dessen Hilfe die Metermaf3e im Verlauf von 4 Jahren gepriift wurden. In dieser Zeit veranderten sie sich im Mittel urn 0,05 ft, obwohl sic wiederholt auf 0? abgekiihlt und auf 50? erwarmt waren. Demnach hat der Quarz den an Werk- stoffe fiir LangenmaBe zu stellenden Anforderungen gentigt. K ukkamaki glaubt, daB eine maBige kiinstliche Alterung das Ergebnis noch verbessern wiirde. Die thermischen Anderungen der EndmaBe wurden bei Temperaturen zwischen ? 5? und 50? C gemessen. Die relative Warmeausdehnung schwankt bei den einzelnen MaBen zwischen 0,420 und 0,430 tz, d. h. die Warme- dehnzahl betragt rund 0,43 ? 10-6 mm. Urn thermische Hysteresis oder bleibende Anderung bei Erhitzung auf hohere' Temperaturen festzustellen, wurde em n MetermaB etwa 2 Tage lang auf einige hundert Grad erhitzt und dann zum erstenmal nach 0,8 Stunden und zuletzt nach 3,5 Mo- naten gemessen. Eine thermische Hysteresis war nicht ersichtlich, dagegen eine bleibende Anderung; sic betrug nach der Erhitzung von 17? auf 503? + 1,22 ,a und von 17? auf 256? ? 0,12z. Obwohl diese Versuchsergebnisse f?r normale EndmaB- satze mit Malangen bis zu 100 mm Lange wenig inter- Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 41. Jg., Heft 7. Juli 1951. Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 Gunther, EndmaBe aus geschmolzenem Quarz. essieren und auch solche Erwarmungen in der Praxis kaum vorkommen, so ist die errnittelte Anderung doch er- staunlich und vom Quarz ausgehend nicht ohne weiteres zu erklaren. Wahrscheinlich werden in den QuarzmaBen K ukkamakis Spannungen gewesen sem, denn die MaBe bestanden nicht aus homogenem, massivem Quarz, sondern aus Quarzgutrohren von 23 mm AuBendurchmesser und einer Wanddicke von 2,5 mm. An beiden Enden der Rohre waren 10 mm dicke Quarzstiicke aus geschmolzenem Bergkristall angeschmolzen. Um den Luftdruck innen und auBen auszugleichen, waren die Rohre mit einer 1 mm weiten Offnung versehen. Die Einwirkung des Luftdruckes auf die QuarzmaBe wurde iibrigens ebenfalls von K ukk a- maki gemessen. Die auf die Luftdruckanderung von 1 mm Hg-Saule eingetretene Langenanderung betrug da- nach im Mittel 1,12 p. Es ist erstaunlich, daB trotz dieser guten Ergebnisse die Praxis bisher nicht dazu tibergegangen ist, EndmaBe aus geschmolzenem Quarz herzustellen und zu verwenden. Das mag zum Teil daran liegen, daB es nicht moglich oder wenigstens schwierig war, den Quarz vollstandig span- nungsfrei herzustellen, und daB auch keine geniigend sicheren und rationellen Arbeitsverfahren bekannt waren. Diese Schwierigkeiten sind nun in den letzten zwei Jahren restlos iiberwunden und der Einfiihrung der QuarzendmaBe steht nichts mehr im Wege (Bud 1). DaB dieses Ziel erreicht werden konnte, ist in erster Linie dem Leiter der Quarzlampengesellschaft in Hanau, Franz Gunther, zu verdanken. Welche Vorteile bieten nun die EndmaBe aus Quarz? Schon die Tatsache, daB die Langenbestandigkeit ohne jegliche Ablagerung oder kiinstliche Alterung fiir alle praktisch vorkommenden MeBprobleme als vollkommen zu bezeichnen ist, gibt dem Quarz einen ganz wesentlichen Vorsprung gegerriiber Stahl. Die Warmedehnzahl fiir Quarz betragt 0,43 ? 10-6, fur Stahl dagegen 12 ? 10-6, also das 25fache. Wenn auch genaue Messungen sowieso im MeBraum mit Klimaanlage durchgefiihrt werden, so ist die Verwendung eines tern- peraturbestandigen Werkstoffs wichtig und zeitsparend, denn bekanntlich miissen StahlendmaBe, nachdem sic entfettet und gesaubert sind, 2 bis 4 Stunden liegen, damit die Handwarme wieder restlos entfernt wird. Bei Quarz- maBen spielt die Handwarme keine Rolle. Die MaBe konnen beliebig lange in der Hand gehalten werden, und vor allem: sie liegen sofort mel3bereit im Behalter, denn das lastige Ein- und Entfetten fallt selbstverstandlich fort. Es geniigt, die MaBe vor dem Gebrauch mit einem sau- beren Leinentuch vorbeugend leicht abzuwischen. Da das spezifische Gewicht des Quarzes nur 2,2 F/cm3 betragt, sind die MaBe auBerdem auch sehr leicht zu ;land- haben, und es laBt sich besser ?mit Gefilhl" messen. Durchgefiihrte Vorversuche zeigten, daB auch der Ober- fiachenwiderstand, der em n Mall fiir die Abnutzung gibt, bei Quarz groBer als bei Stahl ist. Genauere Messungen miissen erst noch ausgefiihrt werden, jedoch sind die ersten Versuchsergebnisse durchaus glaubhaft, da Quarz in der Harteskala an 7. bis 8. Stelle steht. Die ziemlich groBe Sprodigkeit mag zirerst als Nachteil erscheinen, ist es aber durchaus nicht. Fallen zum Beispiel je em n Endmaf3 aus Quarz und aus Stahl zu Boden, so bleibt das Stahl- endmaB auBerlich zwar unversehrt, ob es aber maBlich noch stimmt, ist sehr fraglich, Das QuarzmaB ist entweder ganz oder zerbrochen, aber sowohl das unversehrte Stuck als auch die Bruchstiicke haben immer noch die richtige MeBlange. Bild 1. EndmaBe aus Quarz. 281 Ahnlich ist es, wenn die MeBflachen der EndmaBe durch Ritzen beschadigt werden: Bei StahlendmaBen entstehen zwei Grate, die iiber die EndmaBflache hinausragen. Bei QuarzmaBen dagegen splittert ger Werkstoff beim Ritzen aus und die Beschadigung besteht lediglich in einer zuriick- bleibenden Rille, die die MeBgenauigkeit in keiner Weise beeintrachtigt. Die Ansprengbarkeit der QuarzmaBe ist auBerordentlich gut und bereitet keinerlei Schwierigkeiten. Es besteht auch ohne weiteres die Meglichkeit, em n aus mehreren QuarzmaBen zusammengesetztes MaBsystem beliebig lange in angesprengtem Zustande liegenzulassen, da KaltschweiBung und Rosten nicht eintreten konnen. Einer der groBten Vorteile der EndmaBe aus Quarz ist wohl die Durchsichtigkeit. Unsauberkeiten auf der Mel- flache, die so gering sein konnen, dal3 sic das Ansprengen nicht verhindern, konnen sofort an den sich bildenden Interferenzlinien erkannt und beseitigt werden. Bei voll- standig sauberen MeBflachen verschwinden die Inter- ferenzlinien und die MaBe haben optischen Kontakt. Bei der Priifung von. Lehren konnen die Interferenz- erscheinungen benutzt werden, urn abgenutzte Stellen oder sonstige Unebenheiten sofort festzustellen. Selbst- verstandlich setzt em n solches MeBverfahren voraus, daB die QuarzmaBe selbst in bezug auf Planparallelitat, Mitten- mall und Oberflachenbeschaffenheit von hochster Giite Bild 2. Mikro-Interferenzaufnahme der Oberflache eines Quarz- endmaBes. Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 282 Pe in eke , Instandhaltung der Werkzeuge und MeBzeuge. sind (Bud 2). DemgernaB werden fiir die beiden ersteren keine groBercn Abweichungen als ? 0,05 p zugelassen. 1. Die maBliche Gilte entspricht daher der der besten Stahl- endmal3e. Der Matechniker verfiigt somit iiber Endmal3e, die ihm auf Grund ihrer guten Eigenschaften em n groBes Vertrauen zu seinen Messungen vermitteln und deren Anwendungsmoglichkeiten sehr vielseitig sind. 2. 3. WERKSTATTSTECHNIK UND MASCH1NENBAU Schrifttum. Zur Frage der Endmal3e aus Quarz, Dinglas Polytechn. Journ. 1920. Kurze Endmal3e aus geschmolzenem Quarz, Report of National Physikal Laboratory 1929. Kukkam aki, T. J.: Untersuchungen iiber die Meter- Endmal3e aus geschmolzenem Quarz, Turku (Finnland) 1933. Instandhaltung der Werkzeuge und Meazeuge. Von Dipl.-Ing. H. H. Peineke, Kiel. Richtige Behandlung der Werkzeuge und MeBzeuge bei der Aufbewahrung und Benutzung erhoht ihre Lebensdauer be- trachtlich. Im folgenden sind die wichtigsten sich aus der Praxis ergebenden MaI3nahmen far ihre Instandhaltung zusammen- gefaBt. 1. Schneidwerkzeuge . Die Schnittkraft ist wesentlich vom Zustand und der Scharfe der Werkzeugschneide abhangig. Es ist Aufgabe der Werkzeugpflege, die Schneiden moglichst lange ge- brauchsfahig zu erhalten, urn einen zu schnellen Werkzeug- verbrauch zu verhindern und andererseits auch die Werk- zeugmaschine zu schonen, denn schlechte Werkzeuge be- einflussen durch Vberlastung und Erschiitterungen bei der Arbeit auch die Lebensdauer der Werkzeugmaschinen nicht unerheblich. Da alle Werkzeuge an den Schneiden durch StoB sehr leicht beschadigt werden konnen, sind sie so aufzubewahren, daf3 sie sich nicht gegenseitig mit den Schneider' beriihren konnen. Hierzu sind am besten Schubkasten geeignet, in denen die Werkzeuge auf Holzzapfen aufgesetzt oder durch Holzleisten getrennt und zugleich gegen Verstaubung ge- schiitzt aufbewahrt werden konnen. Durch Inhaltsangabe auBen an den Kasten konnen weitere Beschadigungen der Werkzeuge infolge haufigen unnotigen Offnens der Kasten vermieden werden. Ebenso wichtig ist es, die Werkzeuge mit einem geeigneten Schneidenschutz aus der Werkzeug- ausgabe herauszugeben, damit sie nicht schon auf dem Wege zur Maschine beschadigt werden. Man kann hier Kasten mit Trennleisten oder Auflagebretter fiir langere Werkzeuge, wie Bohrer, Reibahlen, Gewindebohrer, und auch Schneidenschutzhiillen aus Holz, Leder, Kunststoff, Pappe und rtotfalls aus mehreren Lagen Packpapier be- nutzen. Auch am Arbeitsplatz sind geeignete und fiir das Arbeiten bequeme Werkzeugablagen zu schaffen, wenn die Werkzeuge wahrend der Arbeit haufig gewechselt werden mtissen, wie z. B. an Bohrwerken. Urn em n einwandfreies Arbeiten umlaufender Werkzeuge zu erzielen, miissen diese schlagfrei laufen. Das kann aber nur erreicht werden, wenn die Spanneinrichtungen, Werk- zeugkegel usw. sowohl an den Werkzeugen wie auch an den Maschinen pfleglich behandelt und haufig geprtift werden. Werkzeuge im eingespannten Zustand auf der Maschine mit Hammerschlagen richten zu wollen, ist zwecklos und fiihrt nur zu Beschadigungen der Werkzeuge und der Maschine. Fraser dtirfen auch nicht mit Gewalt auf den Frasdorn auf- getrieben werden, da sie hierbei zu Bruch gehen konnen; auBerdem wird der Dorn fast in alien Fallen beschadigt. Gewindebohrer milssen mit der Werksttickbohrung fluchten, da sonst der Bohrer abbrechen kann. Ein groBer Teil von Werkzeugbriichen ist auf mangelhafte Befestigung zuriick- zufiihren, weshalb Werkstiicke und Werkzeuge stets ge- ntigend fest eingespannt werden sollten. Die richtige Wahl von Vorschub- und Schnittgeschwindig- keit ist ftir die wirtschaftliche Ausnutzung der Werkzeuge wichtig und mull haufiger gepriift werden, da zu hohe Schneidenbelastung ebenso wie ungentigende Kiihlung zu schnellem Abstumpfen des Werkzeuges ftihrt. Beim Ar- beiten mit Hartmetall ist auf gleichmaf3ige Kiihlung be- sonders zu achten, da hier die Werkzeuge durch plotzliche Temperaturschwankungen einreiBen konnen und unbra.uch- bar werden. Ebenso empfindlich sind Hartmetalle gegen Stof3beanspruchung. Deshalb diirfen unter Schnitt stehen- gebliebene Maschinen erst nach Zurtickstellen der Werk- zeuge wieder angefahren werden, weil Hartmetallwerkzeuge sonst sicher zu Bruch gehen. Das Kiihlmittel ist in vielen Fallen auch fur die Spanebeseitigung ebenso wichtig wie die Gestaltung des Werkzeuges und die Unterteilung des Spanes durch versetzte Schneiden oder Spanbrechernuten. Ver- stopfung der Werkzeuge mit Spanen fiihrt stets zu Werk- zeugbeschad igun gen . Die Abstumpfung darf nie so weit getrieben werden, daB eine grOBeWerkstoffabnahme beim Scharfen erforderlich ist, weil sonst die Ausnutzung des Werkzeuges unwirtschaftlich wird. Der Verlauf der Abstumpfung kann gut an der Sauber- keit der bearbeiteten Flachen beobachtet werden. Soil die Schneide moglichst lange stehen, so sind die Schneiden- flachen, sowohl Span- wie auch Freiflache, mit hoher Ober- flachengiite zu schleifen, gegebenenfalls auch zu lappen. Grobere Werkzeuge werden gewOhnlich im NaBschliff ge- scharft, feinere trocken, wobei ortliche Vberhitzungen wegen des Harteverlustes der Schneide auf jeden Fall ver- mieden werden miissen. Nach dem Scharfen ist der Schleif- grat vorsichtig mit dem Olstein zu entfernen. Urn den wertvollen Werkstoff abgenutzter oder be- schadigter Werkzeuge noch auszunutzen, wird man diese moglichst zu ahnlichen Werkzeugen kleinerer Abmessungen umzuarbeiten suchen. Das Instandsetzen von zerbrochenen Werkzeugen ist z. B. durch das AEG-Arcatom-SchweiB- verfahren grundsatzlich moglich, doch im allgemeinen nur bei sehr teuren Werkzeugen zu empfehlen, da es verhaltnis- maf3ig hohe Kosten verursacht und die urspriingliche Giite des Werkzeuges nur selten erreicht werden kann. Bei bil- ligen, handelsilblichen und kurzzeitig lieferbaren Werk- zeugen ist die Neubeschaffung ratsamer. Mit Diamantwerkzeugen mull besonders vorsichtig ge- arbeitet werden, weil sie empfindlich gegen StoBbean- spruchung sind und, wenn tiberhaupt, so doch im all- gemeinen nur vom Hersteller instandgesetzt werden konnen. Es empfiehlt sich, Diamantwerkzeuge nur an als gewissen- haft bekannte Arbeiter auszugeben, jedes Werkzeug mit einer Nummer zu versehen, karteimaf3ig zu erfassen und his zu einmal wochentlich auf seinen Zustand zu priifen und den Benutzer immer erneut zur pfleglichen Behand- lung zu ermahnen. Diamantwerkzeuge sollen tiberhaupt nur benutzt werden, wenn es der Fertigungsgang un- bedingt erfordert. Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 41. Jg., Heft 7. Juli 1951. Approved For Release 2003/10/16: CIA-RDP80-00926A004100010001-6 Peineke, Instandhaltung der Werkzeuge und Mellzeuge. 2. Schleifscheiben. Die Schleifscheibe ist em n haufig gebrauchtes Werkzeug, auf dessen Pflege groBer Wert gelegt werden muB, weil Schleifscheibenbriiche haufig zu erheblichen Beschadi- gungen der Schleifmaschinen und zu schwersten Betriebs- unfallen fiihren konnen. Die Bruchursachen sind nur zum geringen Teil in Herstellungsfehlern zu suchen, viel haufiger dagegen in falscher und unsachgernaBer Behandlung der Schleifscheibe. Die richtige Behandlung beginnt schon bei der Lagerung. Leichte und kleine Schleifscheiben konnen unbedenklich in groBeren Stapeln aufeinander liegend auf- bewahrt werden, wobei man zweckmaBig eine Stange durch die Bohrungen steckt, urn das Umfallen des Stapels zu ver- hindern. Dunne und schwere Scheiben bewahrt man besser stehend auf oder, wenn man die Scheiben wegen Platz- mangels doch hinlegen mull, so- doch nur wenige aufeinander. Lagernde Schleifscheiben sind sorgfaltig vor Frost und Nasse zu schatzen, ebenso vor .plotzlichen Temperatur- schwankungen. Bei der Beforderung sind die Scheiben stets stoBsicher zu verpacken und entsprechend vorsichtig zu behandeln. Die Schleifscheibenform mull so gewahlt werden, daB der Querschnitt an jeder Stelle genagend grof3 ist, urn Briiche infolge ortlicher Belastung zu verrneiden. Hohlkehlen sind stets gut zu runden. Zur Verstarkung werden groBe Topf- scheiben zweckmaf3ig am Au Benumfang mit Drahtbandagen versehen. Vor Benutzung sollte man eine Scheibe stets mit dem Hammerstiel leicht anschlagen, urn am Kiang zu priifen, ob sie auch keine Risse oder Sprange hat. Beim Auf- spannen der Schleifscheiben miissen vor allem Verspan- nungen verhindert werden, da these sehr haufig den AnlaB zum Bruch der Scheibe geben. An den beiderseits der Scheibe beigelegten Pappflanschen kann man gut sehen, ob der Druck der Spannscheiben gleiclimaBig ist. Die Spann- scheiben, deren Durchmesser etwa % bis 1/, des Schleif- scheibendurchmessers betragen soil, mfissen auf beiden Seiten unbedingt gleich grof3 und in der Mitte frei gearbeitet sein, so daB der Druck gleichmaBig am Umfang der Spann- scheibe wirkt. Beim Spannen ist groge Sauberkeit erforder- lich, da schon kleine, zwischen den Spannflachen liegende Fremdkorper eine starke Verspannung der Schleifscheibe hervorrufen konnen. Das Spannen mull mit Gefiihl vor- genommen werden, es darf weder zu lose noch zu stramm gespannt werden. Nadi dem Spannen werden die Scheiben statisch aus- gewuchtet, bei schweren Scheiben mit groBer Umfangs- geschwindigkeit empfiehlt sich die dynamische Auswuch- tung. An den Spannelementen sind meistens verstellbare Gewichte angeordnet, so da13 das Auswuchten in kurzer Zeit durchgefiihrt werden kann. Bei groBeren Scheiben mull vor der Inbetriebnahme erst em n Probelauf mit der Arbeits- drehzahl gemacht werden, wobei in der Nahe befindliche Arbeiter sich in gentigende Deckung zu begeben haben, vor allem aber nicht in der Schleuderebene der Scheibe stehen d tirfen Fiir den einwandfreien Betrieb der Schleifscheibe ist emn erschatterungsfreier'Lauf wichtig. Erschtitterungen konnen auf Unwucht, Schlag der Schleifspindel oder Lagerschaden zurtickzuftihren sein. Diese Fehler, besonders aber das Taumeln der Scheibe infolge Spindelschlages sind sehr ge- fahrlich und f?hren zur Zerstorung der Spindellagerung und zuni Springen der Scheibe. Aber auch von auBen auf die laufende Schleifspindel einwirkende Erschiitterungen, wie sie haufig vom Antriebsmotor oder von der Riemeniibertragung herriihren, sind zu beseitigen, da die zum Mitschwingen an- geregte schwere Scheibe die Schwingungen verstarkt an die 283 Lagerung zurackgibt und diese beschadigt werden. kann. Der Spindeldurchmesser mull immer dem Scheibengewicht angepaBt sein. Bei zu schwacher Spindel treten unzulassige Durchbiegungen em, welche die am Werkzeug stets vor- handene kleine Umwucht derart verstarken konnen, daB die Scheibe zerstort wird. 1st eine Schleifscheibe einmal zu Bruch gegangen, so darf die Maschine auf keinen Fall wieder in Betrieb genommen werden, bevor nicht eine griindliche Priifung der Spindellagerung und der Spindel er- geben hat, daB die Spindel einwandfrei und schlagfrei lauft. Besondere Vorsicht ist ferner bei einer Anderung der urspriinglich vorgesehenen Schleifspindeldrehzahl geboten ; es mull erst untersucht werden, wo die kritische Drehzahl der Spindel liegt. Hierbei hat naturgemall das Tragheits- moment der Schleifscheibe einen wesentlichen EinfluB auf die kritische Drehzahl, weshalb man auch bei der Wahl anderer als der tiblichen Schleifscheibenformen an einer gegebenen Maschine stets vorsichtig sein mull. Die Schutz- haube iiber der Schleifscheibe soll aus zahem Werkstoff hergestellt sein, weil sie sonst keinen sicheren Schutz gegen das Fortsclileudern der Scheibenteile beim Bruch bietet. Vorteilhaft ist eine elastische Abdeckung der Scheibe durch gewelltes, zahes Stahlblech. Es ist darauf zu achten, daB die Scheibe nicht gegen die Schutzhaube anlaufen kann, da hierdurch auch zuweilen Schleifscheibenbriiche verursacht werden. Beim Schleifen selbst darf die AnpreBkraft nicht zu grof3 sein, weil hierbei Gefahr ffir Schleifscheibe und Maschine besteht. Meist wird dabei die Drehzahl herabgemindert und die Scheibe stark erwarmt und verstopft, also em n giinstiger Schleiferfolg doch nicht erzielt. Ebenso mull eine versehent- lich zu starke Zustellung zu Beginn des Schleifens durch sachgemaBe Bedienung der Maschine verhindert werden. Besondere Vorsicht ist in dieser Hinsicht wegen der Biegungsbeanspruchung bei seitlich arbeitenden Teller- scheiben, z. B. an Werkzeugschleifmaschinen, Zahnflanken- schleifmaschinen usw., geboten. An Schleifmaschinen und Schleifbocken, bei denen die Werkstiicke von Hand gegen die Schleifscheibe geftihrt werden, mull darauf geachtet werden, daB die Werkstackauflage so dicht an der Scheibe steht, daB sich das Werkstack nicht zwischen Auflage und Scheibe einklemmen kann. Tellerscheiben diirfen nicht an der Stirnflache, Topfscheiben nicht am Umfang benutzt werden, da sonst die Gefahr eines Bruches nach langerer falscher Benutzung besteht. Mit NaBschliff arbeitende Schleifbocke sind so einzurichten, CIA die Scheibe nicht in den Wasserspiegel des Beckens eintauchen kann, sonst saugt sie sich bei Stillstand einseitig voll Wasser und er- zeugt so eine Unwucht, die bei Betrieb zum Bruch der Scheibe f?hren kann. Bei Handschleifmaschinen mit fester oder biegsamer Welle, bei denen die Schleifscheibe von Hand an das Werk- stack gefiihrt wird, wird die Scheibe haufig in sehr un- ganstiger Weise seitlich beansprucht. Auch wird in vielen Fallen ohne Schutzhaube an der Schleifscheibe gearbeitet. Daher miissen die Scheiben hier besonders sorgfaltig auf- gespannt werden; der schlagfreie Lauf der Schleifspindel ist in kurzen Zeitabstanden immer wieder zu tiberprtifen. 3. Werkzeuge zur Umformung. Die Vielgestaltigkeit der Umformarbeiten und die hier- durch bedingten, verschiedenartigsten Anforderungen an Gestaltung, Pflege, Behandlung und Instandhaltung der Werkzeuge macht es unmoglich, auf alle vorkommenden Einzelheiten einzugehen. Versucht man, die fast allenWerk- zeugen gemeinsamen Bedingungen zusammenzustellen, so Approved For Release 2003/10/16: CIA-RDP80-00926A004100010001-6 Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 284 Peineke, Instandhaltung der Werkzeuge und MeBzeuge. ergeben sich drei wichtige Punkte : Erstens miissen die Werkzeuge sicher und in der richtigen Lage an der Maschine eingespannt oder befestigt werden, so daB em n Losen wahrend des Betriebes unmoglich ist. Zweitens sind die Be- wegungen der Maschine richtig einzustellen und die Arbeits- bewegung moglichst durch langsarnes Durchdrehen der Maschine zu beobachten. Drittens ist daftir zu sorgen, daB die Werkstiicke mit Sicherheit in der richtigen Lage in das Werkzeug gelangen, da anderenfalls bei der Arbeits- bewegung unbeabsichtigte, zum Teil sehr starke Krafte im Werkzeug oder in der Maschine zur Wirkung kommen konnen, die gegebenenfalls zur Zerstorung der Werkzeuge und der Maschinen und auch zu gefahrlichen Betriebs- unfallen f?hren konnen. Im tibrigen wird es Aufgabe der Meister und Ingenieure in den Umform-Werkstatten sein, die fiir die gerade vorliegende Arbeitsweise notwendigen Vorschriften fiir die Behandlung und Benutzung der Werk- zeuge unter Beachtung der Betriebserfahrungen festzulegen. 4. Lehren und Mel3gerate. Zur ordentlichen Werkstattarbeit gehort auch die pfleg- fiche Behandlung der Lehren und MeBgerate, da deren Genauigkeit und MeBsicherheit die Giite der Fertigung in hohem MaBe beeinflussen. Schon die Aufbewahrung der Lehren ist fiir die Lebensdauer und Erhaltung der Genauigkeit von groBter Wichtigkeit. Alle Lehren sollten so gelagert werden, daB sie z. B. beim Offnen von Schubkasten usw. nicht gegen- einanderschlagen konnen, da jede, auch leichte Schlag- beanspruchung das MaB der Lehre verandern kann. Es hat sich als tiberaus zweckmaBig erwiesen, jede Lehre einzeln auf einem Aufbewahrungsbrett oder in einem geeigneten Kasten aufzubewahren und das Brett oder den Kasten mit an die Maschine zu geben, es also gewissermaBen als Bestandteil der Lehre zu betrachten. Die Lehrenbretter sind so zu gestalten, daB die Lehren unverrackbar fest liegen und moglichst nicht herunterfallen konnen. Die MeB- flachen sollen geschtitzt liegen, so daB die Lehren beim Auf- einanderlegen mehrerer Bretter nicht beschadigt werden. Die Form der Bretter ist so zu wahlen, daB die Lehren vom Benutzer leicht und bequem abgenommen und wieder auf- gelegt werden konnen. Durch die Verwendung solcher Lehrenbretter ist nattirlich em groBerer Raum zur Unter- bringung und Aufbewahrung der Lehren erforderlich, als es sonst der Fall ware, aber die hierdurch erreichte scho- nende Behandlung der Lehren rechtfertigt den Mehrauf- wand an Raum auf jeden Fall. Wesentlich fiir die Lebens- dauer der Lehren ist ferner, einen staubgeschiitzten Raum fiir die Aufbewahrung zu wahlen, oder sie doch wenigstens in geschlossenen Schranken unterzubringen. Zur Erhohung der Ubersicht empfiehlt es sich, die Lehrenbretter an der Vorderseite mit einer schragen Flache und der Lehren- bezeichnung zu versehen; auBerdem hat es sich bewahrt, die Bretter entsprechend den Passungen usw. verschieden- farbig anzustreichen. Urn eine Vertauschung der Lehren auffallig zu machen, konnen auch die Lehren den gleichen Farbanstrich erhalten. Zur Vermeidung von Fehlmessungen mull man eine unzulassige Erwarmung der Lehren wahrend der Be- nutzung in der Hand verhindern. Empfindliche Lehren miissen daher mit warmeisolierenden Handgriffen ver- sehen werden. Auch darf man die Lehren nicht auf den durch den Betrieb erwarmten Teilen der Werkzeug- maschineri ablegen. Urn den VerschleiB der Lehren-MeBflachen moglichst gering zu halten, miissen die Werkstiicke vor dem Messen WtRKSTATTSTECHNIK UND MASCHINENBAU sorgfaltig gesaubert werden, was besonders beim Priifen der Werkstiicke bei der Bearbeitung an der Maschine wichtig ist. ErfahrungsgemaB zeigen die bei der GuBbearbeitung und in der Schleiferei benutzten Lehren die starkste Ab- nutzung; sie laBt sich nur durch groBte Sauberkeit ver- ringern. Eine weitverbreitete Unsitte ist auch das Prtifen am laufenden Werkstiick und das Auflaufenlassen von Gewindelehren. Dadurch wird nicht nur em erhohter Ver- schleiB verursacht, sondern durch die Erwarmung der Lehre kommt es auch zu Fehlmessungen; vor allem besteht aber die Gefahr, daB die Lehre am Werkstiick festklemmt und von ihm mitgerissen wird und so Beschadigungen der Lehren und der Werkstiicke entstehen. Urn die Lehren zu schonen, mull jede Gewaltanwendung beim Prtifen unter- bleiben. Die Lehren dfirfen nur durch ihr Eigengewicht iiber den Prtifling gleiten. Hat sich eine Lehre wirklich einmal verklemmt, so mull sie mit groBer Vorsicht wieder gelost und darf nicht etwa, wie haufig an Grenz- und Gewinde- lehrdornen zu erkennen ist, mit Hammerschlagen oder dergl. bearbeitet werden. Um eine sichere Fertigung zu gewahrleisten, miissen die Lehren standig auf ihren Zustand und ihre MaBe geprtift werden. Dazu werden die Lehren vielfach in regelmaBigen Zeitabstanden zur Priifung eingezogen. Jedoch ist die Abnutzung im allgemeinen nicht von der Zeit, sondern von der Benutzungshaufigkeit abhangig, so daB fiir einige Lehren der Zeitraum zu lang ist, wahrend andere Lehren wieder in der Zwischenzeit ilberhaupt nicht benutzt worden sind. Der Zeitraum zwischen zwei Priifungen ist von der Anzahl der mit der Prilfung beschaftigten Personen und der GroBe des Lehrenbestandes abhangig. Urn die Prilfzeiten moglichst zu verkiirzen, hat es sich sehr bewahrt, die Lehren nach einer Priifung z. B. durch einen gummierten Papierstreifen zu plombieren, der bei der Ausgabe oder Benutzung der Lehre abgerissen werden mull. Dadurch kann man die inzwischen nicht benutzten Lehren bei der regelmaBigen Priifung erkennen und auslassen. Bei einem anderen Priifverfahren geht man tiberhaupt nicht zeit- gebunden vor, sondern sorgt daftir, daB die plombierten Lehren nur einmal zur Benutzung ausgegeben werden. Dabei ist im allgemeinen eine VergroBerung des Lehrenbestandes notwendig, weil ja* die Priffungen eine gewisse Zeit er- fordern, wahrend der die Lehren nicht benutzt werden konnen. Diesem Nachteil hat man verschiedentlich zu be- gegnen versucht, indem man die Priifung unmittelbar in der Lehrenausgabe sofort nach Rtickgabe der Lehren vor- nimmt und diese dann erst wieder in die Kasten ein- ordnet, wodurch das Plombieren iiberfliissig wird. Doch kann auch dieses Verfahren unrationell sein, weil man ja nie weiB, wieviel Werkstiicke mit einer zuriickgegebenen Lehre gepriift worden sind. Man mull es also zusatzlich jedem Benutzer zur Pflicht machen, daB er die Lehren nach Durchlauf einer bestimmten, von den jeweiligen Betriebs- verhaltnissen abhangigen Anzahl von Werkstticken von sich aus zur Prtifung zurtickgibt. Die anzeigenden MeBgerate miissen selbstverstandlich mit der gleichen Sorgfalt benutzt und aufbewahrt werden wie die festen Lehren. Hinsichtlich ihrer beweglichen deren gegenseitige Bewegungen die MeBgenauigkeit be- einflussen, miissen diese Gerate vorsichtig betatigt werden; die MeBkraft darf nur so groB sein, daB Verformungen nicht eintreten. Die MeBflachen der Schieblehren sollen stets moglichst welt innen benutzt werden, weil hierbei die Me13- fehler am kleinsten sind und durch das Messen standig wechselnder Durchmesser so eine einigermaBen gleich- maBige Abnutzung der MeBflachen stattfindet. Schraub- Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 41. jg., Hefty. Juli 1951. Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 herichte. lehren diirfen nie durch Herumschleudern geoffnet werden, weil sie ihre Genauigkeit hierdurch sehr schnell einbliBen. Um eine moglichst gleichmaffige Abnutzung der MeB- spindel zu erreichen, sollen Schraublehren nicht standig f?r einen einzelnen MeBzweck, z. B. zum Messen eines bestimmten Durchmessers, benutzt, sondern haufiger ausgetauscht werden. Feintaster und MeBuhren sind vor derben StoBen auf den Tastbolzen ebenso wie vor Ein- dringen von Staub und Kiihnissigkeit zu schtitzen, damit das feine MeBwerk nicht beschadigt wird. Die MeBgerate sind so gebaut, daB sie, wenn nicht im Einzelfalle andere Anweisungen bestehen, keine besondere Schmierung be- notigen ; das Olen wirkt sich im Gegenteil schon nach kurzer Zeit nachteilig aus, weil das 01 verhartet und die feinen MeBbewegungen derart hemmt, daB die Gerate nicht weiter benutzt werden konnen. Eine Wiederinstandsetzung kann dann meist nicht selbst durchgefiihrt werden. Bei optischen MeBgeraten ist noch zu beachten, daB die frei liegenden Glasflachen der Okularlinsen usw. nicht mit 285 Lappen, Ledertuch, Papier usw. abgewischt werden, weil sie hierdurch allmahlich blind werden; vielmehr darf Staub nur mit einem weichen Dachshaarpinsel entfernt werden, fettiger Schmutz wird mit Ather abgepinselt. Schrifttum. Diergarten, F.: Pflege und Instandhaltung der Schneidwerk- zeuge. Z. Mach.-Bau 41, S. 339. Engelhard, K., und Trapp, W.: Instandhaltung der Eras- werkzeuge. Z. Mach.Bau 42, S. 57. Griiber, H.: Lagern und Instandhalten von Schneid- und MeBwerkzeugen. Z. Masch.-Bau 39, S. 139. Heinze, P.: Priifen und Instandhalten von Werkzeugen und anderen Betriebsmitteln. Werkstattbiicher, Heft Nr. 67. Kraft, H.: Pflege der Werkzeuge far spanlose Formung. Z. Masch.-Bau 41, S. 293. Trapp, W.: PlanmaBige Instandhaltung von Werkzeugen, tlberwachen und Ausbessern. Z. Masch.Bau 40, S. 245. Trapp, W., und Engelhard, K.: Instandhaltung der Eras- werkzeuge. Z. Masch.-Bau 42, S. 57. Vogt, K.: Aufbau und Behandlung von Schnittwerkzeugen. Z. Masch.-Bau 37, S. 199. Berichte. Ein neues Biegeprfifverfahren Far die zahlenmaBige Bewertung der Bildsamkeit &inner Bleche sehen wie u. a. die deutschen Normen (DIN 1623) auch die britischen Normen eine Biegeprafung vor. Es wird gefordert, daB sich em n bestimmtes Blech bei einem Biegewinkel von 180? mindestens bis zu einem kleinsten Biegehalbmesser r = a ? s biegen laBt, ohne zu brechen (s = Blechdicke). Gewohnlich ist dazu eine Versuchsreihe mit Werkzeugen not- wendig, deren Biegehalbmesser immer kleiner wird. Diese Ver- suche erfordern eine groBe Zahl von Proben und sind entspre- chend umstandlich. AuBerdem zeigt sich oft, daB insbesondere bei kleinen Halbmessern das Blech trotz der durch das Werk- zeug vorgegebenen Form scharf abknickt und deshalb eine ein- deutige Bestimmung des Biegehalbmessers an der Probe unmog- lich wird. Waiter hangt der kleinste Biegehalbmesser sehr weit- gehend von der Art des benutzten Biegeprilfgerates ab. Es ist z. B. von EinfluB, an welchem Hebelarm die biegende Kraft angreift. Die britische Norm schreibt in Zweifelsfallen z. B. vor, das Blech mit einem Stempel, der mit dem vorgeschriebenen Biegehalbmesser gerundet ist, in weiches Blei einzupressen. Das neue Biegepriifgerat beansprucht einen trapezformigen Blechstreifen langs seiner nichtparallelen Seiten auf Knickung (Bud 1). Es besteht aus einer unteren und einer oberen keilfor- migen Platte; beide sind zueinander parallel gefiihrt. Ihr Ab- stand kann an einer Skala abgelesen werden. Die Biegeprobe wird durch eine Rille im Ober- und im Unterteil gefiihrt. Wird das Oberteil heruntergepreSt, so knickt die Blechprobe em n und kriimmt sich entsprechend dem Verlauf des Biegemomentes in der Mitte am starksten durch. Der Krammungshalbmesser ist dabei auf der kiirzeren Trapezseite der Probe am kleinsten und nimmt zur langeren Seite hin gleichformig zu. Bei entsprechender Knickung reiBt die Probe schlieBlich im Bereich der scharfsten Kriimmung, also von der kiirzeren Trapezseite her em. Die Kriimmung soll selbst bei 20facher VergroBerung noch als genau kreisformig anzusprechen sein. Man kann also dort, wo Bad 1. Biegeprtifgerat nach Thompson. Proben-Abmessungen a Kleinere Blechdicken 44,5 25,4 127 mm GroBere Blechdicken 57,2 38,1 127 mm f?r Blechei. der EinriB in der Biegeprobe gerade aufhort, den kleinsten Biege- halbmesser bestimmen. Dieser entspricht mit groBer Genauigkeit den Halbmessern, die am gleichen Werkstoff durch Einpressen in Blei festgestellt wurden. Um noch feinere Unterschiede im Verhalten des Werkstoffs festzustellen, als sie durch Messung des kleinsten Biegehalb- messers ermittelt werden konnen, erwies as sich als zweckmaBig, das Prafgerat stets urn den gleichen Betrag zusammenzupressen und die EinriBlange am Blech als weiteres MaB far die Bildsam- keit beim Biegen einzufiihren. Zu diesem Zweck wurde das Gerat mit vier Anschlagschrauben versehen, die den Hub begrenzen. Durch derartige Versuche konnten geringfiigige Unterschiede in der Vorbehandlung des gleichen Werkstoffs nachgewiesen werden. Das neue Verfahren besitzt gegeniiber anderen Prafverfahren den Vorteil der Einfachheit. Dabei verspricht die Messung der EinriBlange bei bestimmtem Hub schon deshalb mehr Erfolg als die unmittelbare Messung des kleinsten Biegehalbmessers, weil dieser auch bei erheblicher Vergraerung immer nun an- genahert bestimmt werden kann. Aus dem Verlauf des Biege- moments bei einer auf Knickung beanspruchten Probe ergibt sich, daB sich das Blech genau nach einer Biegelinie mit wach- sender Kriimmung durchbiegen muB und em n eindeutiger Biege- halbmesser auch in der Probemitte nicht auftreten kann. Diese Erscheinung wird sich wahrscheinlich bei einer Durchfiihrung gleichartiger Versuche mit harten Werkstoffen sehr deutlich zeigen. Als ungiinstig ist anzusehen, daB nun zwei verschiedene Pro- benabmessungen fiir alle in Frage kommenden Blechdicken vor- geschlagen werden. Damit ergeben sich, da die Ahnlichkeit in der Beanspruchung der Probe nicht gewahrt ist, voraussichtlich sehr unterschiedliche Werte der EinriBlange und des Biegehalb- messers bei verschiedenen Probedicken des gleichen Werkstoffes. Es wird deshalb vorgeschlagen, die Abmessungen der trapezfor- migen Probe wie auch den Knickhub im Priifgerat als Viel- faches der Blechdicke festzulegen und dementsprechend den kleinsten Biegehalbmesser als Vielfaches der Blechdicke anzu- geben. Auf diese Weise konnte wahrscheinlich em n von der Blech- dicke weitgehend unabhangiger Biegeprilfwert far das bildsame Verhalten von Blechen gewonnen werden. Vor dem. in ahnlicher Weise wirkenden Biegepriffverfahren nach Giith2, bei dem die Probe mittels Stempel in em n Gesenk mit kegeliger Form gepreSt und ebenfalls die EinriBlange be- stimmt wird, hat das beschriebene Verfahren den groBen Vorteil der eindeutigen Beanspruchung (einheitliche Randbedingungen). Es sollte daher bei alien, die sich mit der Blechprilfung befassen, entsprechende Beachtung finden. Wolter t. 1 Nach W. Tompson: Ductility testing of Aluminium-Alloy- Sheets by Free-Cone Bend Test. Sheet Metal Industries Juni 1950, S. 503-507, 512. I H. Guth, Ein neues Biegeprafverfahren, Metallwirtschaft 18 (1939) H. 9, S. 188/90. Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 286 Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 Berichte. Eine neue Hochleistungs-Gewindeschneidmaschine. Die Hochleistungs-Gewindeschneidmaschinen Typen HG 12 und HG 20 (Bild 1) der Firma Wilhelm Wiest, Plochingen, stellen in ihrer in vielen Teilen neuartigen Konstruktion einen gewissen technischen Fortschritt in bezug auf wirtschaftliches Gewinde- schneiden dar. So ermoglicht z. B. der zum Patent angemeldete Drehmomentenminderer, der durch einen einfachen Schaltgriff auch wahrend des Arbeitens der Maschine bedient werden kann, em spielend leichtes Einstellen des auf den Bohrer ausgeiibten Drehmomentes und gibt damit einen weitgehenden Schutz gegen Bohrerbruch. Die Konstruktion der Maschine nimmt von vornherein Rack- sicht auf Mehrfach-Verwendung. So ist das eigentliche Aggregat in drei Lagen, als Anbau, Auf- bau- oder Einbau-Einheit, senk- recht, waagerecht bzw. liegend zu verwenden. Es enthalt die gesamte Installation, so daB also in der Einzelverwendung keine WERKSTATTSTECHNIK UND MASCHINENBAU Schwierigkeiten entstehen. Bei der Ausfiihrung als Stander- maschine steht das Aggregat auf einem in Stahlblech-Kasten- bauweise ausgefiihrten Stander, der sehr steif und schwingungs- fest ist. Samtliche Einbauteile, wie Tauchpumpe, Fahrungs- und Bedienungsgestange liegen im Innern des Standers und sind somit vor Verschmutzung und Beschadigung geschiitzt. Der Unterteil des Standers dient als Kiihlmittelbehalter mit einem Fassungsvermogen von etwa 16-18 1; er kann nach einfachem Abnehmen der Abdeckhaube leicht gereinigt werden. Der an einer Fiihrung am Stander hohenverstellbare Arbeits- tisch enthalt T-Nuten zum Spannen der Werkstiicke oder Vorrichtungen. Die Maschine wird (Aber eine gummigedampfte Kupplung und em Dreiganggetriebe von einem polumschaltbaren Motor ange- trieben. Die dadurch zu erzielenden sechs Geschwindigkeits- stufen erlauben die wirtschaftlich giinstige Anpassung der Schnittgeschwindigkeiten fiir alle vorkommenden Werkstoffe. Durch die besonders groB gestaltete Vor- und Rficklaufkupplung werden geringe Flachenbelastungen, eine besonders hohe VerschleiBfestigkeit und eine bemerkenswerte Weichheit in der Bedienung der Kupplung erreicht. Besonders erwahnens- wert ist, daB die Leitmutter den gesamten Umfang der Leitpatrone umfaBt. Die Gewindetiefe laBt sich auf 0,2 mm genau und ohne besonderes Werkzeug einstellen. Einige Anbauteile zu den Typen HG12 (bis 12 mm 0 in Stahl) und HG 20 (bis 20 mm) ergeben als Sondertype eine HG 20 kombinierte Bohr- und Gewindeschneid- maschine fiir Falle, wo eine Gewinde- schneidmaschine nicht voll ausgelastet ware, oder wo sich die Anschaffung zweier Einzweckmaschinen nicht lohnt. Durch Anbau eines Mehrspindelkopfes wird die Maschine zu einem ausge- sprochenen Mittel der wirtschaftlichen Massenfertigung. Botzenhardt. Bild 1. Hochleistungs-Gewindeschneidmaschine (Wilhelm Wiest, Plochingen). Maschinendaten : Typ HG 12 Schneidleistung bei Stahl Spindelhub 6 Spindeldrehzahlen im Bereich von Motorleistung M 12. (12 mm 0) 70 mm 180 940 U/min 1,1 kW M 20 (20 mm 0) 70 mm 80 - 400 U/min 1,5 kW Schleifautomat zum Schleifen und Scharfen von Rundwerkzeugen. Der Werkzeugschleif-Vollautomat, Modell V (Bild1) der Firma Textima, Webstuhlbau, GroBenhain/Sa., dient zum Schleifen bzw. Scharfen und Vertiefen der Zahnnuten abge- nutzter Rundwerkzeuge, wie Fraser, Reibahlen, Gewindebohrer Bild 1. Werkzeugschleif-Vollautomat (Textima) GroBte Schleiflange (bis Modul 12) 350 mm GroBter Schleifdurchmesser 200 mm Tischgeschwindigkeit, stufenlos 0,05-4,2 m/min Kraftbedarf etwa 1,6 kW usw. Des Schleifschlitten wird hydraulisch hin- und herbewegt ; seine Geschwindigkeit ist stufenlos verstellbar. Das zu schlei- fende Werkstiick wird durch em n Teilgerat (nicht durch Wechsel- racier) geschaltet. Die Zahnezahl des Teilrades stimmt hierbei mit der des Werkstackes iiberein. Der Andruck der zu schleifenden Flache an die Scheibe wird durch em n selbsttatiges Vorschub- und Schaltgetriebe gesteuert und periodisch ausgeglichen, so daB eine sehr genaue Teilung erzielt werden kann. Hierbei ist zu bemerken, daB das Werkzeug wahrend des Vor- und Riickganges des Schleifschlittens dem Schleifvorgang unterworfen ist, diese Maschine also doppelt- wirkend arbeitet und dadurch die Leistung gesteigert wird. Der Schaltvorgang wird hydraulisch gesteuert. Durch eine Zusatzeinrichfung mit Schaltklinkensystem ist es moglich, abgenutzte Fraser aufzuarbeiten, ohne daB sie aus- gegliiht und neu gehartet werden miissen. Mit Hilfe eines ein- stellbaren Rahmenlineales kann die Spindel des Teilgerates so eingestellt werden, daB die Schraublinie des zu schleifenden Werkzeugs ohne Anwendung von Wechselradern abgewickelt wird. Ein schwenkbarer Kreuzsupport, auf dem Schleifspindel und Schleifscheibe angeordnet sind, ermoglicht das Bearbeiten alter vorkommenden Schnittwinkel. Fur NaBschliff ist im Standerinnern em Kahlwasserkasten mit einer kleinen Pumpe vorgesehen; fiir Trockenschliff kann em Sondergerat zur Ab- saugung des Schleifstaubes neben der Maschine aufgestellt werden. Der Antrieb der Maschine erfolgt durch zwei Motoren. Ein verbessertes Periodengetriebe und eine Um steuersicherun g an der hydraulischen Schaltung sowie eine neuartige Schaltkulisse mit Skala gewahrleisten vollkommen sicheres Arbeiten und leichte, schnelle Bedienung. Die Maschine kann durch einen un - gelernten Arbeiter nebenbei bedient werden. Hildebrandt. Vorrichtung zum Frasen von Schlitzen und Schliisselflachen an Schrauben und ahnlichen Teilen. Trotz weitgehender Normung kommen in der Fertigung auch heute noch Sonderschrauben vor, welche mit Schlitzen oder Flachen versehen werden miissen. Vielfach lohnen sich grof3e Sondereinrichtungen fiir die Durchfahrung dieser Arbeiten nicht, veil die Stiickzahlen zu klein sind. Die gezeigte Vor- richtung hat sich fiir diesen Zweck hervorragend bewahrt. Es ist mit ihr moglich, in der Minute je nach Art und GroBe 8 bis 15 Schrauben zu schlitzen. Die Arbeit kann auf jeder Maschine Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 41.4., Heft 7. Juli 1951. ausgefiihrt werden, welche dem Fraser die vorgeschriebene Dreh- zahl zu geben und die Vorrichtung aufzuspannen gestattet. In einem gabelformigen Geste11 ?/" ist em n Schwenkteil ?2" mit einem Bolzen ?3" gelagert und so mit einem Griff ? 6" verbunden, daB es geschwenkt werden kann. An dem Schwenkteil ?2" ist eine Klappe ?5" gelagert, welche auf ihrer Oberseite eine ansteigende Kurve tragt. -Ober eine Rolle ?7", welche auf einem einstellbaren Federstab ? 8" gelagert ist, wird beim Einschwenken von Teil ?2" gegen den Fraser das Werksttick tiber die auswechsel- baren Backen ?4" gespannt und beim Weiterdrticken gefrast. Der Voischubdruck wird durch den Anschlag ?9" aufgenommen, welcher gleichzeitig durch eine Einstellschraube die richtige Fest- legung des Werksttickes in axialer Richtung ermoglicht. Beim Zurtickschwenken von Teil ?2" wird die Klappe ?3" durch Zugfedern _12" geoffnet, der Auswerfer ?10" schlagt auf und stol3t tiber Bolzen ?Li" das Werkstiick aus. Die linke Hand koser "h- \ Aus der Gemeinschaftsarbeit. ' :NM El ALEW A E=EED- Efi=a- 72 nicks/Fick fferkstack Y OUP Backen 287 ffeopele Ram Bfid 1. Vorrichtung zum Frasen von Schlitzen und Schliisselflachen an Schrauben. hat inzwischen eine neue Schraube ergriffen und legt sie in die geoffnete Vorrichtung em. Durch leichtes Losen des Griffes ?6" geht dabei der Auswerferbolzen zuriick. Das Arbeitsspiel kann dann von neuem beginnen. E. Nies. Laufzeiterhohung auf Index-Automaten. Bedingt durch die Konstruktion und die mitgelieferten Wechselrader fiir den Steuerwellenantrieb betragt die langste Bearbeitungszeit ffir em n Werksttick auf den Index- Automaten 24, 36 und 52 360 sec. Sind aber Werkstticke mit groBen Drehlangen und mit verwickelten AuBen- und Innenformen, dazu noch aus Werkstoffen hOherer Festig- Es dfirfte daher von Interesse sein, daB ohne Anclerung an den A ut om at en die erreichbare Bearbeitungszeit je Werk- sttick urn 331/3% von 360 auf 480 sec erhoht werden kann. Daftir werden nur weitere Wechselrader mit 20 und 80 Zahnen beniitigt. Die Wechselradertafel fiir den Steuerwellenantrieb im Index-Betriebs-Handbuch ist dann nach Tabelle 1 zu erganzen. Tab ell e 1. Erganzung der Index-Wechselradertafel. Hundertstel 24 36 52 der 24, 36 Kurve 52 Umdrehungen der Arbeitsspindel Index 36 und 52 Umdrehungen der Arbeitsspindel fiir em n Werkstiiek Index 24 und 36 Index 24 auf Scherenbolzen Werkstoffanschlag 1. Rev.- Kopfschaltung 3 ?ti .. 1. Rev.- Kopfschaltung ? .9, Index 24, 36, 52 1 sek 2 2,5 3,2 4 5 6,3 8 10 12,5 16 20 25 31,5 40 1 mm 120 150 190 240 300 380 480 600 750 960 1200 1500 1900 2400 480 20 80 20 80 1 1 2,5 1 2,5 960 1200 1520 1920 2400 3020 3840 4800 6000 7680 9600 12000 15200 ' 19200 keit, zu bearbeiten, dann reicht diese Bearbeitungsze't oft nicht aus. Die Teile deswegen auf Revolverbanken zu be- arbeiten, erlaubt in den meisten Fallen der Wettbewerbs- preis nicht. Ahnlich laBt sich die Laufze't auch auf dem Index-Automaten 12 bis 18 in kleinen Grenzen erhohen. Auf besondere Bestellung 'carmen jetzt Ubersetzungsrader fur doppelte Sttickzeit von den Index-Werken bezogen werden. Karl Gruber. Aus der Gemeinschaftsarbeit. Das Zeitstudienwesen in Frankreich. Von Dr.-Ing. Manfred Knayer, Stuttgart. Allgemeines. Die franzosische Industrie macht seit Kriegsende betracht- liche Anstrengungen, ihre Leistungen in jeder Hinsicht zu stei- gem. Dazu gehoren auch MaBnahmen auf dem Gebiet der Or- ganisation, im Zeit- und Arbeitsstudienwesen. Neben bekannten Organisationsunternehmen wie die Bed aux- Gesellschaft sind es einige Ausschfisse, die auf diesem Gebiet Entwicklung be- treiben, Kurse abhalten und auch die Entwicklung im westlichen wie im tistlichen Ausland verfolgen. Die friihere Anlehnung an amerikanische Methoden laBt sich deutlich an Fremdwortern, etwa Planning, Stock, Work Simplification, erkennen. Anderer- seits blieb die Beriihrung mit Deutschland wahrend des Krieges von forderndem EinfluB. Das Gedankengut von REFA findet in Frankreich starke Beachtung, und auch dort wird das Er- scheinen des dritten REFA-Buches mit Interesse erwartet. Auch in anderer Hinsicht gleichen die Verhaltnisse in Frank- reich teils denen in Deutschland, teils denen in den Vereinigten Staaten. Neben groBen Betrieben der FlieBfertigung finden sich zahlreiche leistungsfahige mittlere Unternehmen der Einzel- und Serienfertigung. Man findet in ihnen zuweilen ein buntes Volker- gemisch : Neben einem Elsasser sitzt em n nach dem Kriege zu- gewanderter Pole, daneben em n Neger, und einige Schritte weiter sitzt em n Araber und eine Arbeiterin aus Indochina. Die Gewerk- schaften sind stark zergliedert und kiimmern sich nicht viel urn Fragen des Zeitstudienwesens; vollig neue Gesichts:punkte ent- standen jedoch durch die Nationalisierung. Neben der Bahn wurden auch groBe Betriebe, wie z. B. Renault, verstaatlicht. Die Neigung des Franzosen zum scharfen, kritischen Denken erleichtert ihm die Analyse von Arbeitsgangen. Die Mathematik bildet em n geschickt beniitztes Werkzeug des Zeitstudienmannes. Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 288 Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 Aus der Gemeinschaftsarbeit. Zur Ermittlung des Leistungsgrades hat man allerdings auch dort keinen streng wissenschaftlichen Weg finden konnen. Entwicklung. Das Streben nach giinstiger Gestaltung der Arbeit nahm in Frankreich seinen Ausgang in der Verwaltung. Urn die Jahr- hundertwende, als Taylor und Gilbreth in den Vereinigten Staaten die Fragen der Fertigung wissenschaftlich untersuchten, ftihrte H en ri Fa y ol, weniger beachtet, aber ebenso gr?ndlich, seine Ermittlungen Uber Fragen der Btiroarbeit durch. Im Jahre 1919 wurde das Centre d'Etudes Administratives geschaffen. Ein Jahr spater entstand auf Anregung einiger franzosischer Schuler Taylors die'Conference de l'Organisation Francaise. Die Ziele der beiden Vereinigungen waren ahnlich und fiihrten bald zum Zu- sammenschluB. Die heutigen Verbande. 1. Das ?Comite National de l'Organisation Francaise (CNOF)),. Dieser AusschuB fur Organisation in Frankreich wurde in Paris nach Zusammenschlu3 der beiden betriebswissenschaft- lichen Vereinigungen geschaffen. An vorderster Stelle seines weitgespannten Arbeitsgebiets steht die preparation et regu- lation du travail, was etwa mit Arbeitsvorbereitung und Arbeits- fiihrung zu bezeichnen ist. Daneben werden die Organisation der Verwaltung, das Rechnungswesen, Prilfverfahren, Arbeit in der Landwirtschaft, das Vertriebswesen und Psychologie behandelt. Kleinere Unterausschiisse beschaftigen sich mit Unfallschutz, Biiromaschinen, Verpackungswesen, mit beruflicher Weiter- bildung, mit Mikrofilmdokumentation und mit anderen Fragen. Im Jahre 1934 wurde eine Fachschule gegriindet, die vom Er- ziehungsministerium tiberwacht wird und neben Paris noch etwa fiinf weitere Zweigstellen in den groBeren Stadten Frankreichs unterhalt. Das Zeitstudienwesen gehort mit zu den Fachern dieser Schule. Es entwickelte sich aber bald zu einer besonderen Fachrichtung. 2. Das ?Bureau des Temps elementaires (BTE)?. Eine Gruppe, die sich mit Sttickzeitermittlung beschaftigte und 1938 gegriindet worden war, entwickelte sich bald zur Selb- standigkeit: Die Vereinigung fiir Arbeitsstudien und Arbeits- vereinfachung, ebenfalls mit dem Hauptsitz in Paris, wo sich auch die Verwaltung, eine Forschungsstelle und das Archiv be- linden. Besondere Verdienste erwarb sich das BTE durch Abhaltung von Kursen in zahlreichen Industriestadten, sogar in den Ko- lonien, und auch bei groBeren Firmen. Die Zahl der Schiller be- tragt rund fiinfhundert j?lich, die Zahl der Ausgebildeten iiberschreitet bald fiinftausend. Die Nurse sind auf verschiedene Ausbildungsziele abgestimmt. Die Kurse fiir Arbeitsstudien dienen der Ausbildung von Zeit- nehmern und Arbeitsgestaltern (Chroffometreurs, Agents d'etude du travail) und umfassen Arbeitsanalyse, Arbeitsplatzgestaltung und Bereinigung, Zeitstudien, Leistungsgradschatzen, dazu psychologische und physiologische Fragen, wie Erholungs- zuschlage. Ein ahnlicher Kurs fur Fertigungsplaner (Agents de methode) behandelt Aufstellung und Festlegung der Fertigungsverfahren, Maschineneinsatz, Lagerwesen, insbesondere aber Schaffung und Gebrauch von Unterlagen zur Stiickzeitvorrechnung. In Kursen fur leitende Angestellte kommen neben den vor- genannten Sachgebieten die Fragen des Menschen im Betrieb zur Sprache, die Aufgaben des Arbeitsbtiros, das Auftrags- und Rechnungswesen. Meister und Arbeiter werden in weiteren Kursen mit dem Zweck und Nutzen der Arbeitsstudien bekanntgemacht. Weiterbildungskurse und Vbungen im Leistungsgradschatzen werden von Fall zu Fall veranstaltet. Die.Kosten ftir den Haupt- kurs f?r Arbeitsstudien, der sich fiber einen halben Tag wahrend acht Monaten erstreckt, entsprechen etwa 400 DM. Unterlagen zur Sttickzeitberechnung wurden vom BTE in groBer Zahl geschaffen. Es handelt sich dabei nicht urn Maschinen- karten mit zahlreichen Rubriken, deren Ausfilllung dem Be- steller tiberlassen bleibt. Vielmehr enthalten diese dossiers de WERKSTATTSTECHNIK UND MASCHINENBAU machine (de poste de travail) fur Maschinen bzw. Arbeitsplatze zahlreiche bewahrte Angaben tiber Rust- und Stiickzeiten, wobei die einzelnen Verrichtungen und Arbeitselemente nach einem Zahlenschltissel gegliedert sind und so erlauben, die Angaben in der Stiickzeitrechnung eng zusammenzudrangen. Vber hundert solche Leistungshefte liegen vor und sind auf ganz bestimmte Maschinen, Dreh- und Revolverbanke, einfache und Zahnrad- frasmaschinen zugeschnitten. In neuerer Zeit erscheinen solche Tabellen ftir SchweiB-, GieBerei- und sogar Biiromaschinen. Bis in einigen Jahren wird es selbstverstandlich sein, daB jede Firma zu den wichtigeren Maschinen em n solches Leistungsheft mit- liefert. Die Preise dieser Sammelmappen sind nicht niedrig und betragen 12,? bis 60,? DM je Maschinenband. Wie Uberall, war der Maschinenbau das erste Anwendungs- gebiet der Zeit- und Arbeitsstudie. Heute bestehen Fachaus- schtisse fiir die mechanische Industrie, filr Kraftfahr- und Flug- industrie7 f?r GieBerei, SchweiBwesen, ftir Druckerei und BUro- wesen und schlieBlich fur Bauwesen, insbesondere ftir offent- fiche Auftrage. Die ganze heutige Entwicklung laBt die Bilro- arbeit immer wichtiger werden. In manchen Betrieben, z. B. Ver- sicherung, umfaBt sie hundert Prozent aller Arbeiten. Die offent- lichen Auftrage haben beim Neuaufbau Frankreichs besondere Bedeutung. Zudem erwartet man im Bauwesen his zu 50% Lei- stungssteigerung durch Arbeitsstudien. Zur Unterrichtung der Fachkreise erscheint em n Nachrichten- blatt, das auch zuweilen eine Befragung fiber die Meinung der Leser, z. B. tiber abgekiirzte und Fernkurse, veranstaltet. Ein Mitteilungsblatt halt Filhlung mit den Absolventen. SchlieBlich verfilgt das Archiv fiber zahlreiche Gbersetzungen auslandischer Veroffentlichungen. Besondere Einzelheiten. Der Chronometreur hat auch in Frankreich keinen leichten Stand. Es ist daher verstandlich, daB sich das BTE bemilht, durch entsprechende Vortrage das Vertrauen und die Mitarbeit der Leute der Werkstatt zu gewinnen. Eine weitere MaBnahme in dieser Richtung besteht darin, daB man in den Betrieben gerne Leute aus der gleichen Gegend einsetzt. In den Lehrgangen wird nach kurzer Darlegung der Grundlagen bald auf die ent- sprechenden Fachgebiete tibergegangen. Man ist bestrebt, die Arbeitsstudie in den Vordergrund vor der Zeitstudie zu rticken, ohne jedoch die iibertrieben feine Zer- legung der amerikanischen Schule anzuwenden. Mit Filmanalyse beschaftigen sich nur wenige Spezialisten. Hingegen wird der Film gerne zur Darstellung verschiedener Arbeitsgeschwindig- keiten benutzt. Auch das BTE hat erkannt, daB das Vorfiihren eines Filmes mit unterschiedlicher Geschwindigkeit nicht die richtige Darstellungsweise ist. Die Bewegungen sind bei unter- schiedlicher Arbeitsleistung nicht dieselben. Von einem guten Zeitnehmer verlangt man, daB er laufend und bei jedem Element auch die Schnelligkeit (besser gesagt : den Leistungsgrad) beurteilt. Bei der Auswertung werden die einzelnen Zeiten fiir die einzelnen Vorgange und Arbeitselemente nach Leistungsgrad einerseits und Zeitdauer andererseits in emn Diagramm eingetragen. Neben der Streuung der Zeiten erkennt man auch die Genauigkeit des Zeitnehmers im Leistungsgrad- schatzen. Die Begriffe Hand- und Maschinenzeit treten in ahnlicher Form ebenfalls auf. Statt von Rust- und Sttickzeit spricht man von Zeit je Serie und Zeit je Stuck. Neben diesen praktischen Fragen des Werkstattalltages hat das BTE weitere Ziele. Man untersucht Lohnsysteme, Arbeits- bewertung, Fragen der Arbeitsfiihrung, Abstimmung der FlieB- fertigung und hat auch eine vereinfachte Symbolschrift zur Dar- stellung und Anstrengling des Arbeiters bei den einzelnen Vor- gangen entwickelt. Durch erfolgreiche Arbeitsvereinfachung mochte man einen giinstigen EinfluB auf den Lebensstandard gewinnen. Man hofft, die Lohne in der Richtung beeinflussen zu konnen, daB das Kaufvermogen der breiten Schichten auch einen Verbrauch der Erzeugnisse ermoglicht und verfolgt mit dem Streben nach einem solchen Gleichgewicht em n hohes wirt- schaftliches und soziales Ideal. Lehrgang ?Bestgestaltung menschlicher Arbeit" vom 8. bis 10. Marz in Dortmund. Die 200 Teilnehmer der vom Arbeitskreis Dortmund der' Arbeitsgemeinschaft Deutschef Betriebsingenieure im VDI in Verbindung mit dem Max-Planck-Institut fiir Arbeitsphysiologie in Dortmund durchgeftihrten Veranstaltung setzten sich zu- sammen aus 'Werksleitern, Betriebsingenieuren, Refa-Leuten, Revisionsingenieuren und Werksarzten. Nach der Eroffnung durch Direktor Dipl.-Ing. S till e und Dipl.-Ing. Mauk is c h leitete Prof. L eh m a nn , Direktor des Max-Planck-Instituts ffir Arbeitsphysiologie, die Vortragsreihe mit dem Thema ?Physio- logische Arbeitsgestaltung" em. Der Vortragende gab zunachst einen 17berblick tiber die energetischen Verhaltnisse bei der menschlichen Arbeit und ihre Bedeutung fur das Leistungs- Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 Jg., Heft 7. lull 1951. Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 Aus dem Schrifttum. vermfigen des Menschen und ging dann auf eine Reihe die Leistung begrenzende Faktoren em. Hierbei wurde auch die Arbeit bei erhohten Raumtemperaturen, das richtig bemessene Trinken und die Anderung des Adrenalinspiegels im Blut mit der Tageszeit im Zusammenhang mit der Leistungsbereitschaft behandelt. AnschlieBend sprach Prof. Graf vom Max-Planck-Institut iiber ?Arbeitsgestaltung als psychologisches Problem". Er zeigte nach Klarlegung einiger Grundbegriffe an der physio- logischen Leistungskurve das Verhaltnis von der geforderten Leistung zur Willensanstrengung auf. An Hand von zahlreichen Lichtbildern wurde das Verhalten des Arbeitenden bei geregelten und ungeregelten Pausen usw. veranschaulicht. Der SchluB des Vortrages befaBte sich mit Untersuchungsergebnissen aus amerikanischen Betrieben, mit der Einstellung des amerika- nischen Arbeiters zu seiner Arbeit und mit dem Verhaltnis zu seinem Vorgesetzten. Am Nachmittag trafen sich die Teilnehmer im Unfallkranken- haus, wo Chefarzt Dr.-med. K ii pp er m an n iiber Unfall- ursache, Unfallbehandlung und Heilerfolge unter Vorfiihrung von Unfallverletzten sprach. Den zweiten Tag des Lehrganges leitete Prof. Muller vom Max-Planck-Institut mit einem tIberblick iiber ?Physiologische MeBmethoden im Laboratorium" em. Er wies dabei auf die ungeheuren Schwierigkeiten einer objektiven Messung der Vorgange im Organismus hin. Die iiblichen MeBverfahren wurden in groBen Ziigen erlautert, wobei die vom Vortragenden selbst entwickelte Pulsfrequenzmessung mit Hilfe einer Photo- zelle und Verstarkeranlage besonderes Interesse erregte. 289 Es sprach dann Dr.-Ing. Koch, Soest, iiber ?Arbeitsschutz und Leistung". Seine Ausfiihrungen beriihrten zunachst die Probleme geeigneter Schutzvorrichtungen. Nach einem -Ober- buck (Aber die Gesichtspunkte, die beim Einsatz von Frauen und Jugendlichen zu beachten sind, wurden die Klima- verhaltnisse im Betrieb erortert. Die gezeigten Lichtbilder schnitten auBerdem einige Probleme der Arbeitserleichterung bei der Bedienung von Maschinen an. Einen tieferen Einblick iiber zweckmaBige Lichtverhaltnisse und richtige Farbgebung im Betrieb gab Dr. Scholz vom Max-Planck-Institut. Prof. Kraut aus .dem gleichen Institut stellte dann die Zusammenhange zwischen Ernahrung. Leistung und KOrpergewicht dar. Die Ausfiihrungen wurden erganzt durch Schaubilder von im Kriege angestellten Untersuchungen. Nach einem Ilberblick iiber den Wert des tierischen und pflanz- lichen EiweiBes, iiber Vitamine und richtige Ernahrung legte der Vortragende die Begriffe der Tinter- und Vollernahrung im Hinblick auf die Leistungsfahigkeit klar. ?Arbeitsphysiologie in der Betriebspraxis" hieB das Thema des letzten Vortrages, den Dipl.-Ing. Spitzer vom Max- Planck-Institut hielt. In der Hauptsache wurde das auf kalori- metrische Betrachtungen aufgebaute rationelle Forderwesen (Treppensteigen, Sacketragen, Schieben von Karren, Schaufel- arbeiten usw.) behandelt. Zum SchluB ging der Vortragende auf das Thema ?Mensch und Maschine" iiber und verwies dabei auf die Arbeiten am Lehrstuhl fur Werkzeugmaschinen an der Technischen Hochschule Hannover runter der Leitung von Prof. Dr.-Ing. Kienzle. Schulte. - Sitzung des DNA-Ausschusses ?Oberflachen". Am 31. Marz 1951 fand in Koln unter Vorsitz des Obmanns, Dr.-Ing. v. W eingraber, bei lebhafter Beteiligung die zweite Nachkriegsvollsitzung des Ausschusses ?Oberflachen" statt. Die Entwiirfe DIN 4760 ? Technische Oberflachen, Allgemeine Begriffe fiir die Oberflachengestalt ?, DIN 4761 ? Technische Oberflachen, Begriffe und bildliche Kennzeichnung der Rau- heit ? und DIN 4762 ? Technische Oberflachen, Bezugssystem und MaBe fiir die Feingestalt ? wurden nach geringfiigigen Anderungen endgiiltig verabschiedet. Die seit Jahren bestehende Norm DIN 140 ? Zeichnungen, Oberflachenzeichen ? gentigt in keiner Weise mehr der tech- nischen Entwicklung und bedarf daher einer grUndlichen Vberarbeitung. Bis zum Zustandekommen einer internationalen Norm soil an den bisher benutzten Oberflachenzeichen fest- gehalten werden. Fiir feinstbearbeitete .Flachen wird das Oberflachenzeichen VVVV aufgenommen. Dem eingebrachten Vorschlag, jedem der Oberflachenzeichen V. VV, V V V und VVVV einen bestimmten Rauhtiefenbereich zuzuordnen, wurde zugestimmt. Der DNA-AusschuB ?Zeichnungen" wurde gebeten, unter Beriicksichtigung der gefaBten Beschliisse fiir DIN 140 einen neuen Entwurf auszuarbeiten. Ferner wurde es als notwendig angesehen, em Normblatt fiir die Stufung der Rauhtiefe und des Traganteils zu entwerfen. Nach Erledi- gung der Tagesordnung erfolgte eine lebhafte Aussprache iiber die Aufstellung verschiedener weiterer Entwtirfe und iiber eine mogliche deutsche Beteiligung an internationalen Normungsbestrebungen auf dem Gebiet der technischen Ober- flachen. 81. Hauptversammlung des V Der Verein Deutscher Ingenieure halt seine diesjahrige Haupt- versammlung ? die 81. seit Griindung im Jahre 1856 ? in Hannover (Stadthalle) ab. In der Zeit vom 30. Juli his 3. August werden in 11 Fachsitzungen (darunter 3 Diskussionstagungen) insgesamt 33 Themen behandelt. Dazu kommen die gesellschaft- lichen Veranstaltungen, 14 Fabrikbesichtigungen und 7 ganz- tagige Besichtigungsfahrten. Im besonderen interessiert unsere ereins Deutscher Ingenieure. Leser die Fachsitzung: II. Messen in der Fertigung; IV. Betriebstechnik; VII. Arbeitsgestaltung und Arbeitsschutz. Anfragen nach Programm und Anmeldung zur.Tagung sind an die Abteilung CO, VDI-Geschaftsstelle, Dusseldorf, Prinz-Georg- StraBe 77, zu richten. Aus dem Schrifttum. Zeitschriftenschau. Roloff, J.: Schweif3en oder Gief3en im Werkzeug- maschinenbau? Ind ustrie-Anzeiger, 71. Jg. (1949), Nr. 103/104, S. 55-58. Es wird iiber die Herstellung von Werkzeugmaschinen in StahlschweiBbau berichtet. Die Vorteile liegen dabei in der Verwendung diinner Bleche von 3-5 mm. Bei GuBgestellen werden dagegen norm alerweise Wanddicken von 20-30 mm, versuchsweise 8-10 mm ausgefiihrt. Durch den groBeren Elastizitatsmodul von Stahl gegentiber GuB wird bei zweck- maBiger Gestaltung dieser ?Blechkonstruktionen" die notige Steifigkeit erreicht. Am Beispiel einer Drehbank, die zuerst in GuB mit einem Maschinengewicht von rd. 2600 kg gebaut wurde, wird die schrittweise Einfiihrung der SchweiBkonstruk- tion erlautert, die das Maschinengewicht nach und nach ver- ringerte. Die Anwendung von 3-5 mm Blechen setzt selbst- verstandlich eine. Zellenbauweise mit guter Verrippung voraus. Bei 5 verschiedenen Bettkonstruktionen in GuB- und Stahlbau- weise mit verschiedenen Wanddicken wurden die Federzahlen fiir Biegen und Verdrehen versuchsweise bestimmt. Zur Er- langung von Unterlagen iiber das wirtschaftliche SchweiBen in einer GroBreihenfertigung von 80-100 Betten im Monat wurden Studien an einem durchsichtigen Zellonmodell angestellt. Die Fithrungen der ausgefiihrten Betten bestanden aus Walz- profilen, die aufgeschweiBt, nach dem Peddinghausverfahren mit Leuchtgas und Sauerstoff auf eine Tiefe von 0,8-1,0 mm gehartet und anschlieBend naB fertig geschliffen wurden. Der Harteverzug wurde an Betten his 1500 mm Lange zu 0,2-0,3 mm gemessen. Sehr aufschluBreich sind die Gegen- iiberstellungen des Werkstoff- und Arbeitseinsatzes fiir die beiden Bauartem Demnach kann man aus 10 t Roheisen 15 Drehbankbetten in StahlschweiBbau im Gewicht von je 520 kg oder 9 Betten in GuB mit einem Gewicht von je 1065 kg herstellen. Die Vergleichszahlen fiir den Arbeitseinsatz betragen je geschweiBtes Bett 941/ Std. und je GuBbett 108 Std. Zahl- reiche Bilder zeigen das Schweil3en der Betten in Drehvor- richtungen sowie weitere .Werkzeugmaschinen in StahlschweiB- bau, und ,zwar eine Trommelrevolverbank, eine Bandsage und eine Dicktenhobelmaschine. H e i B. Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 290 Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 Aus dem Schrifttum. Barish, Th.: Entwicklung einer schwingungs- freien, steifen Walzdrehbank. (?How to Locate the Weak Link in Machine Tools.") American Machinist 94 (1950), Nr. 20, S. 83 bis 85. An einigen Beispielen zeigt der Verfasser, wie wichtig em steifes Maschinengestell bei Werkzeugmaschinen ist. Besonderes Augenmerk ist auf das Verhalten der Fugen zu richten. Die planmaBige Ausmerzung von Schwach- stellen bei der Weiterentwicklung von Maschinen wird an einer Walzdrehbank besonders deutlich, die fur das Be- arbeiten von Schmiedestticken entwickelt wurde. Beim Walzdrehen walzt der DrehmeiBel sein Profil am sich drehenden Werkstiick ab (Bud 1). Beim reinen Abwalzen ent- sprechen die MaBe des Werksttickes entsprechenden Umfangs- abschnitten des DrehmeiBels. Es ist aber auch moglich, den DrehmeiBel schneller oder langsamer zu drehen als dem Walz- vorgang entspricht: Dadurch kann sein Durchmesser kleiner gehalten werden. Dies ist von Vorteil bei langen Werkstiicken und erleichtert das Nachschleifen der Werkzeuge. Bei kleineren Werkzeugdurchmessern ist zudem die Spanform giinstiger. Die zum Teil groBen Spanbreiten verursachen erhebliche Schnittkrafte. Bei der Gestaltung der Walzdrehbank wurde daher schon bei der ersten Ausfiihrung groBer Wert auf eine steife Bauart gelegt. Am Maschinengestell befindet sich hier ein- senkrechter Schlitten, der den Spindelstock und den Reitstock tragt und das Werksttick am sich langsam drehenden Werkzeug entlangfithrt. Bevor aus dieser Type eine Zweispindel- Ein- zweck -Walzdrehbank mit einer Schrupp- und ? Schlichtspindel entwik- kelt wurde, unternahm man ausgedehnte Steifigkeitsmessungen. Mit Hebeln wurden am Werkzeug und Werksttick die gleichen Krafte wie beim Zerspanen aufgebracht und die elastische Ver- formung mit MeBuhren am Werkstiick, Werkzeug, Reitstock, an der Spindel und anderen wichtigen Stellen gemessen. Auf Grund dieser Messungen wurde die neue Walzdrehbank entsprechend steif gestaltet. Mtinnich. Painter, R. 0.: Aufnahmen schneller Bewegungen als Hilfsmittel zur Untersuchung von Herstellungs- verfahren. Iron Age 163 (1949), Nr. 18, S. 82-87. In vielen Fallen, in denen schnelle Bewegungen genau unter- sucht werden sollen, hat sich die ?Blitz"-Photographie als brauchbares Hilfsmittel erwiesen. So werden schon seit langerer Zeit auf den Prtifstanden von General Motors tragbare Kameras verwendet, mit denen man bis zu 10000 Bilder/s aufnehmen kann. Durch Zeitmarkierungen ist es moglich, die Geschwindig- keiten und Beschleunigungen der photographierten Teile genau zu bestimmen. Da mit hohen Filmgeschwindigkeiten (z. B. bis zu 38 m/s bei 5000 Bilder/s) gearbeitet werden muB, sind die Kameras mit umlaufenden Prismen ausgertistet, die mit den Streifen gekoppelt sind. Zur Beleuchtung werden 150-Watt- Punktlichtprojektoren verwendet, wobei als groBte Lichtstarke das 15- bis 20 fache des hellsten Sonnenlichtes erreicht wird. Mit diesem Verfahren laBt sich sehr schon die Tatigkeit von Werkzeugen bei der spanenden Bearbeitung untersuchen. Es wurde z. B. das Verhalten einer Fraserschneide beim Bearbeiten einer 12 mm Nut in einem zylindrischen Werksttick aus Stahl photographiert. Die Bildfolge dieser Aufnahmen gibt Aufklarung tiber das Auftreff en des Fraserzahns auf das Werkstiick und tiber die Art und Weise, wie die Spane vom Fraser abgestoBen werden. AuBerdem kann die Bewegung der Schneidfltissigkeit auf dem Zahn als Kriterium ftir den auf den Fraser wirkenden StoB angesehen werden. Ebenso wurden Aufnahmen von Dreharbeiten durchgefiihrt, urn den Spanablauf bei unterbrochenem Schnitt zu -beobachten. Leyensetter. Carruthers, A. J.: Die Ermittlung des Dreh- moments beim Gewindebohren. (Determining Torque in Tapping), Machinery, London, 8. Juni 1950, S. 825-827. Die MeBeinrichtung besteht aus einem Drehmomentenmesser, einer Eichvorrichtung und einem Oszillographen mit Verstarker. Der Drehmomentenmesser (Mid 1) wird zwischen Bohrer und Bohrspindel der Maschine angeordnet. Die Verdrehung bewirkt eine Auslenkung der Stabe A; deren Beanspruchung wird mittels WERKSTATTSTECHNIK UND MASCHINENBAU Bild 1. Walzdrehen. X SChniil Bild 1. Schnitt durch den Drehmomentenmesser. DehnmeBstreifen von einem Oszillographen angezeigt. Der MeBstrom wird fiber einen besonderen Btirstenkorper B, der nicht mit umlauft, iiber Silberschleifringe zu- und abgeleitet. Mit dem Gerat klinnen Drehmomente bis 1730 cm/kg gemessen werden. Die MeBgenauigkeit wird mit ? 1% angegeben. H. Mintrop. Grix, H. H.: Der Fugenhobler und seine Anwen- dungsmoglichkeiten. SchweiBen und Schneiden, 1 (1949) H. 3, S. 35-44. Der Fugenhobler unterscheidet sich voM Schneidbrenner dadurch, daB die Energie des Sauerstoffstrahles durch schrage Haltung des Brenners dazu benutzt wird, urn auf der Oberflache des Werksttickes eine Rille auszuarbeiten. Die mit dem Fugen- hobler zu bearbeitenden Werkstoffe sind die gleichen wie beim Sauerstoffschneiden. Als Brenngas wird bevorzugt das Azetylen verwendet. Die Arbeitsgeschwindigkeit liegt beim Fugenhobeln wesentlich h?her als beim Autogenschneiden, die Warme- beeinflussung des angrenzenden Grundwerkstoffes ist daher geringer und gibt keinen AnlaB fiir zusatzliche Warmespan- nungen. Das Hauptanwendungsgebiet des Fugenhoblers liegt im ruck- seitigen Auskreuzen von ElektroschweiBnahten. Durch ent- sprechende Handhabung und Bedienung des Hoblers kann die Rillentiefe beeinfluBt werden. Zum Entfernen von Schlacken- resten geniigt eine Drahtbiirste. Vorheriges Abreiben der zu hobelnden Zone mit einem olhaltigen Lappen nimmt der Schlacke die Haftmoglichkeit neben der Rifle. Der Fugenhobler kommt ferner fiir das Vorbereiten von SchweiBnahten durch Abarbeiten der Kanten in Betracht, bei dickeren Wandungen unter zusatzlicher Verwendung eines Schneidbrenners. Urn Fugen von besonderer Form, z. B. genau geradlinige oder kreisformige, herzustellen, konnen Fiihrungs- und Bewegungs- vorrichtungen benutzt werden. Die Wirtschaftlichkeit des Fugenhobelns iibertrifft die der anderen Arbeitsverfahren, wie MeiBeln, Schleifen oder Frasen. Zorn. Noskov, S. E.: Elektrolytisches Werkzeugscharfen. (Nach The Engineers Digest, X, Nr. 3, Marz 49, S. 95-97, Original russisch). Das in der UdSSR. entwickelte neue Scharfverfahren fiir Werkzeuge ist mit dem ?anodischen Polieren", verwandt. Das zu scharfende Werkzeug, das an den +Pol einer Gleichstrom- quelle angeschlossen ist, wird von einem Elektrolytstrahl aus einer Pumpe dauernd umspiilt. Gegen die zu scharfende Schneide wird eine sich drehende Scheibe aus Stahl oder Kupfer gedrtickt, die an den ?Pol angeschlossen ist. Durch die Wirkung der Elektrolyse wird an der Schneide Werkstoff abgetragen. Dabei bildet sich infolge der Zusammensetzung des Elektrolyten emn thinner Film unloslicher Teilchen auf der Schneide, der emn weiteres Einwirken des Stromes verhindern wiirde, wenn er durch die umlaufende Scheibe nicht standig mechanisch ent- fernt wiirde. Auf diese Weise wird em gleichmaBiger Werkstoff- abbau und damit em Scharfen der Schneide ermoglicht. Durch Anderung von Spannung und Strom kann die abzu- tragende Werkstoffmenge gesteuert werden, und es ergibt sich die Moglichkeit, zu schruppen, zu schlichten und zu polieren (s. nachstehende Tabelle). Spannung Strom- starke erf. Wider- stand Oberflachen- rauhigkeit V A 9 fi Sch,ruppen 18--20 40-45 0,05-0,1 2,5 ?6,4 Schlichten . 17-19 20-30 0,25 0,5 ?2,5 Polieren ... 10-14 2? 4 1,8 und 3,6 0,13-0,5 , Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 41. Jg., Heft 7. Juli 1951. Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 Aus dem Schrifttum. ' Als giinstigste Geschwindigkeit der Scheibe wird 8-12 m/s angegeben. Bei groBerer Geschwindigkeit wird der Elektrolyt durch Fliehkraftwirkung fortgeschleudert und seine Wirkung damit ausgesetzt. Mit wachsender AnpreBkraft zwischen Anode ?und Kathode nimmt bis 0,6 kg/cm' die Menge des abgetra- genen Stoffes zu, dariiber hinaus fallt sie schnell ab. Es wird empfohlen, die AnpreBkraft zwischen 0,4 und 0,8 kg/cm2 zu halten. Die Elektrolyt-Menge betragt 6-10 1/min. Das elektrolytische Werkzeugscharfen kann auf gewohnlichen Werkzeug-Schleifmaschinen, die mit einem besonderen Spindel- stock ausgerastet sind, vorgenommen werden. EM solcher Spindelstock ist mit einer einstellbaren Schraubfeder versehen, die die erforderliche AnpreBkraft fiir die Scheibe erzeugt. Bei der beschriebenen Einrichtung hat diese einen Durchmesser von 150 mm bei einer Drehzahl von 1420 U/min. Die gesamte elek- trische Einrichtung (Schalter, Schatze, Widerstande, Instru- mente) ist in einem kleinen Schaltschrank zusammengefaBt. Bei der Ubertragung der Tabellen und Abbildungen des Auf- satzes aus dem Russischen scheinen einige kleinere Fehler unter- laufen zu sein, so dap sich eine gewisse V orsicht bei der Betrach- lung der Ergebnisse empfiehlt. Lange. Tschirf, L.: Probleme bei der Herstellung und Reparatur von Ringspannsitzen mit vollzylindrischer Prel3fuge. Betrieb und Fertigung, Heft 4, 1948, S. 65. Bei Instandsetzungen miissen bisweilen PreBverbindungen gelost werden. Dazu warmt man in bestimmten Fallen das AuBenteil an. Dadurch werden den durch die PreBpassung ent- standenen Spannungen Warmespannungen iiberlagert. Hierfiir werden die rechnerischen Unterlagen gegeben und em Verfahren gezeigt, wie man durch schichtweise Erfassung gleichmaBig dicker Scheiben diese Zusatzspannung ermitteln kann. In einem Zahlenbeispiel wird gezeigt, daB diese unter Umstanden gefahr- liche GroBen annehmen kannen, insbesondere wenn die AuBen- teile aus GuBeisen bestehen. In manchen Fallen verzichtet der Betrieb nicht darauf, zur Sicherung PaBfedern vorzusehen. Dann kommt es darauf an, sie symmetrisch in die Nuten der erwarmten Nabe einzufahren. Bild 1. Anordnung der Kupferbolzen an PaBfedern. Dazu wird em Beispiel bekanntgegeben, das durch Bild 1 er- lautert ist. An der PaBfeder, die fest im Innenteil sitzt, werden an beiden Seiten Kupferbolzen angebracht, die die symmetrische Fiihrung in der Nut des AuBenteils geben. Damit beim Schrumpfen die Kupferbolzen ?verschwinden" konnen, sind Aussenkungen vorgesehen, in die sie hineingestaucht werden. Kienzle. Hiersig, H. M.: Leistungssteigerung an hoch- belasteten Zahnradern. Ein Beitrag zur Frage der Zahn- gestaltung. Stahl und Eisen, Bd. 69 (1949), S. 695-701. Die Belastbarkeit von Zahnradgetrieben IaBt sich u. a. durch Gestaltung giinstigerer Zahnformen als bei der 0-Verzahnung (Normalverzahnung) steigern. EM Mittel hierzu ist die Profil- verschiebung, die -sich ohne Anderung des Bezugsprofiles, also mit normalen Werkzeugen anwenden laBt. Die Vielfalt der innerhalb der Norm zulassigen Profilverschiebungen (V-0-Ver- zahnung, V-Verzahnung) verhinderte aber bisher ihre allgemeine Anwendung. Die Arbeit von Hiersig bringt nach kurzer Schilderung der bisher bekannten speziellen V-Verzahnungen (AEG, Lentz, Maag) und allgemeiner Regeln bei der Gestaltung von V-Verzahnungen 291 ausfahrliche Gestaltungsrichtlinien und untersucht die be- sonderen Eigenschaften der vom Verfasser entwickelten soge- narniten V-3 -Verzahnung. Bei dieser im Rahmen der Norm liegenden Verzahnung wird gegeniiber der 0- und V-0-Verzahnung bei gleichbleibendem Achsabstand die Gesamtzahnezahl von Klein- und GroBrad urn drei vermindert, wobei die Aufteilung der Einzelprofilverschie- bungen auf Klein- und GroBrad so vorgenommen wird, daB am Kleinrad der FuBkreis so groB wird wie der Grundkreis. Es ergeben sich damit Profilverschiebungen von nahezu einer gesamten Zahnhohe. Vergleicht man die Beanspruchungen (Biegebeanspruchung: Zahnbruch; Flankenpressung: DruckverschleiB; spezifisches Gleiten: ReibverschleiB) einer derartigen V-3-Verzahnung mit denen einer 0- und einer V-0-Verzahnung, so ergeben sich fiir die V- 3-Verzahnung erhebliche Vorteile, die in der Arbeit im einzelnen durch Zahlenwerte belegt werden. Dabei wird die Biegespannung auf der Zugseite bei Lastangriff im auBeren Einzeleingriffspunkt, die Flankenpressung im Walzpunkt und fiir das spezifische Gleiten dessen Gratwert als maBgebend betrachtet. Die beanspruchungsmaBigen Vorteile bilden zu- sammen mit dem gegeniiber der 0-Verzahnung ungeanderten Achsabstand den Hauptanreiz zur Verwendung der V-3-Ver- zahnung. Allerdings wird gegentber der 0-Verzahnung das Ubersetzungs- verhaltnis urn his zu 5% verandert, und die Lagerkrafte werden urn bis zu 6% erhoht. AuBerdem wird bei Anwendung derartig groBer Profilverschiebungen wegen der erforderlichen Kopf- kiirzung der Uberdeckungsgrad herabgesetzt. Ob und inwieweit die nberdeckungsgrade (Grenze nach H iersig 1,1) das Schwin- gungs- und Gerauschverhalten beeinflussen, ist durch Mes- sungen bis haute nicht eindeutig geklart, wenn auch vielfach eine Verschlechterung der Laufruhe befiirchtet wird. H. Glaubitz. Brokate, Berechnung der Kurve eines Herz- kurvengetriebes mit zwei Rollen. Feinwerktechnik, 53 (1949), H. 2, S. 49-53. Eine gleichgerichtete Drehbewegung von gleichbleibender Winkelgeschwindigkeit wird mittels eines Kurvengetriebes in eine moglichst gleichformige geradlinige Hin- und Herbewegung umgesetzt, wenn der Mittelpunkt der Schubstangenrolle, die kraftschliissig auf der Kurvenscheibe lauft, im An- und Ablauf jeweils spiegelbildliche archimedische Spiralen beschreibt. Der Kurvenscheibenrand ist dann die Gleichabstandige (Aqui- distante) im Abstand des Rollenhalbmesseii zur archimedischen Spirale. Die Kurvenscheibe selbst hat eine herzformige Gestalt, ohne allerdings eine Herzkurve (Kardioide) zu sein, die emn Sonderfall der Epizykloide ist. Formschliissige Fahrung der Schubstange kann durch eine zweite Rolle in festem Abstand von der ersten erreicht werden. Der Mittelpunkt dieser Rolle beschreibt als Gegenkonchoide die gleiche archimedische Spirale. Die Berechnung der Gleichabstandigen (r, 99) aus der archi- medischen Spirale (t, ip) wird geometrisch entwickelt. Um in den Scheitelpunkten der Kurvenscheibe em Abheben der Rolle durch plotzlichen Richtungswechsel zu vermeiden und urn iiberhaupt die Anwendung einer zweiten Rolle zu ermOg- lichen, wird zweckmaBig sowohl die Spitze wie auch der gegen- iiberliegende Kurventeil durch einen Kreisbogen gerundet, in den die Spirale tangential einlauft. Man erzielt dadurch eine VerzOgerung bzw. Beschleunigung kurz vor bzw. nach dem Umkehrpunkt. Beide Korrekturen werden geometrisch er- mittelt. Durch em Zahlenbeispiel wird die Brauchbarkeit der geometrischen Ansatze bestatigt. Gres. Wick, C. H.: Das Schweif3en von Rahmen- und Blechkarosserieteilen fiir den Hudson- Monobilt. (Welding Hudson's ?Monobilt" Body and Frame.) Machi- nery (New York) 55, Nr. 3, November 1948, S.170-177. An Hand eines Beispiels aus der amerikanischen Automobil- industrie wird die Verbindung von Blechziehteilen mittels elek- trischer WiderstandsschweiBung erlautert. Dabei werden weniger Maschinen fiir das StumpfschweiBverfahren, sondern zumeist Sondermaschinen mit einer groBen Anzahl PunktschweiB- elektroden benutzt. Fiir eine einzige Personenwagenkarosserie sind etwa 5300 PunktschweiBungen erforderlich, beispielsweise fiir die Verbindung des Daches mit dem Windschutzscheiben- rahmen allein 84 SchweiBungen, die durch eine Maschine in 3 Stufen nacheinander erfolgen. Da es unmoglich ist, die Elek- troden in dem notwendigen Abstand von 20 mm anzuordnen, werden zunachst von den 84 PunktschweiBungen nur 28 im Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 292 Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 Aus dem Schrifttum. Abstand von 60 mm ausgefiihrt. Danach'wird das PunktschweiB- aggregat zweimal urn je 20 mm seitlich verschoben. Es konnen auf diese Weise 100 Einheiten je Stunde angefertigt werden. Fur die tibrigen SchweiBarbeiten bei der Karosserieherstellung sind ahnliche Sonder-PunktschweiBmaschinen vorgesehen. Oehler. Einsparung von 56 t Blech am Tage. (Salvaging Fifty-six Tons of Sheet Metal per Day.) Machinery (New York) 55, Nr. 3, November 1948, S. 178-183. Es wird gezeigt, wie man Stanzabfalle noch zur Fertigung kleinerer Stanzteile am zweckvollsten ausnutzen kann. Dabei wird allerdings nicht erwogen, inwieweit eine bessere Ausnutzung des Werkstoffes von vornherein scion den Anfall groBer Abfall- mengen verhtiten konnte. Es fiberrascht gerade bei amerikanischen Verheiltnissen, da/3 der verhaltnismdffig hohe Lohnaufwand far em n ziemlich wahlloses Verarbeiten von AN&llen die Werkstolleinsparung aufwiegt. Interessanter als diese Ausfiihrungen sind die Bader zu jenem Aufsatz, aus denen die Anwendung der Pre filuft zum Ausblasen der Werkstficke auch auf einfachen Werkzeugen hervorgeht. Dies moge die deutschen Stanzereibetriebe anregen, in verstifirktem Mafie als bisher Pre filuft zum Ausblasen ausgeschnittener Teile anzu- wenden. Oe. Martin, C. Henn: Richtlinien f?r Metalldrficken. (Rules for Metal Spinning.) American Machinist 94 (1950) Nr. 10, S. 133-135. Beim Metalldriicken ist gemaB Bild la die kegelige Form giinstiger als die halbrunde oder gar die zylindrische Form nach 1 b; die Verhaltnisse liegen also beim Driicken uingekehrt wie beim Tiefziehen. Ebenso ist der AuBenbOrdel (2a) leichter als der Innenbordel (2b) herzustellen. Scharfe Absatze (3b) sind zu vermeiden und Eindriicke auf Hauben sind moglichst flach (4a) auszufiihren. 1m allgemeinen geschieht das Drucken in drei Stufen. In der ersten Stufe wird die Blechscheibe umgeschlagen. Das Blech hat noch nicht seine endgiil- tige Form, ist je- doch bereits zu 95% umgeformt. Die restliche Hmfor- mung folgt in der zweiten Stufe, wo das Blech an die iForm angelegt wird. In der dritten Stufe wird schlieB- lich mit einem hochglanzpolierten, geharteten Werk- zeug nochmals nachgeformt. Die Formen, . die zum Teil als Futter be- zeichnet werden, bestehen aus iiber- einander geleimten Ahornplatten.Man- che Werkstoffe wer- den durch die Urn- formung hart und neigen ebenso wie beim Biegen zum Riickfedern. In diesen Fallen mud die Futterform dem Rack- federn Rechnung tragen. Durch den- Drtickvorgang wird die ursprangliche Werkstoffdicke geschwacht. Der Werkstoff ist daher moglichst urn 30% dicker zu wahlen, als die Mindest- wandstarke betragen soil. Handelstibliche FreimaB-Toleran- zen sind far groBe Arbeitsteile 3 mm, mittlere 1,5 mm und fiir kleine 0,8 mm. Es kOnnen aber auch erheblich geringere Werkstticktoleranzen erreicht werden, und zwar bis zu 0,1 mm herab. Jedoch bedarf dies besonderer Sorgfalt beim Driicken, so dad derartige Anforderungen mit einem hoheren Preis bezahlt werden miissen. Man sollte ftir Aluminiumteile keine engeren Toleranzen als 0,5 mm und fiir andere Werkstoffe nicht weniger als 0,4 mm vorschreiben. Die groBten Blechdicken betragen fiir Stahlbleche mit geringem Kohlenstoffgehalt 4 mm, ftir gunstig uogonsit:g la I- ib Fri wklill lti 2a 2b 313 mom mons= RI 411\ri All Bffd 1-4. Giinstige und ungiinstige Driickformen. WERKSTATTSTECHNIK UND MASCHINENBAU rostfreie Stahlbleche und Bleche aus Nickellegierungen 2,5 mm, fiir Bleche aus Kupfer-, Messing- und Aluminiumlegierungen, soweit diese weich und gut tiefziehfahig sind, 6 mm. Als Schmier- mittel haben sich Talg, Wachs und Schmierseife bewahrt. Oehler. Spritzlackierautomaten fiir kleine und groBe Teile. Industrie-Lackier-Betrieb 18 (1950) Nr. 6, S. 97-100. Spritzlackierautomaten, die Massenteile selbsttatig grun- dieren, lackieren und gegebenenfalls dekorieren, wobei die Werk- stiicke nur von Hand aufgesteckt und abgenommen zu werden brauchen, werden jetzt auch wieder in Westdeutschland her- gestellt. Ihr Aufbau und ihre Arbeitsweise werden an Hand-von Abbildungen ausfiihrlich beschrieben. Es handelt sich insbe- sondere urn Maschinen mit Drehtischen zur Aufnahme der Werk- stticke, doch gibt es auch Automaten, die mit endlosem Band arbeiten. Rectanus. Bilcherschau. Die Schriftleitung behal sich vor, unverlangt eingegangene Bitcher zu besprechen oder am SchluB der ?Bilcherschau', titelmaBig zu nennen. Konstruktionsaufgaben fur den Maschinenbau. Einfiihrung des Studierenden in die Praxis des Ge- staltens. Von Walter Beinhoff. 184 S. mit 300 Bildern. Berlin/Gottingen/Heidelberg: Springer-Verlag 1950. Preis DM 9,60. Der methodische Weg dieses fur Hoch- und Ingenieurschiiler .geschriebenen Buches ist anders als der der meisten Konstruk- tionslehrbticher, aber sicher fruchtbar: I m allgem ein en wer- den hier dem Lernenden ? fertige oder unfertige, richtige oder fehlerhafte ? Konstruktionen vorgegeben, die zu vervollstan- digen, zu erweitern, zu detaillieren, zu deuten, zu begranden, zu kritisieren, zu vergleichen, zu berichtigen, zu vereinfachen oder sonstwie abzuwandeln sind. In Einzelfallen sind die Konstruk- tionsaufgaben auch rein textlich gestellt; in anderen besteht die Aufgabe darin, einfachere Maschinenteile oder Werkzeuge nach dem Gedachtnis darzustellen, oder es sind Vorrichtungen oder Werkzeuge far die Herstellung gegebener Teile' zu ent- werfen. Die 160 Aufgaben ? offenbar in langer Praxis mit Sorg- falt und padagogischem Geschick gesammelt und progressiv ge- ordnet ? sind den verschiedensten Fachgebieten und Ferti- gungstechniken entnommen. Fiir die Halfte der Aufgaben sind im zweiten Teil des Buches Losungen angegeben; fiir omen Teil der restlichen waren solche vielleicht ebenfalls nicht uner- wiinscht. Zeichnungen und sonstige Ausstattung des Werkes sind gut. Vereinzelte Unstimmigkeiten (vgl. Aufgabe 12, AufriB, recite untere Ecke) konnen den Wert des Buches nicht schma- lern. Mogen recht viele Studierende Nutzen daraus ziehen. S. Berg VDI. Die Maschinenelemente. Von Erich A. vom End e. (Sammlung Goschen Band 3), 156 S., 173 Fig. u. 12 Tafeln. 2. Aufl. Berlin, Walter de Gruyter & Co. 1950, Preis DM 2,40. Ingenieure der Praxis wie Studierende werden sich freuen, die Maschinenelemente ins Rahmen eines Goschenbandchens in neuer Auflage zu erhalten. Verbindungen ? Wellenleitungen ? Rader-Getriebe ? Kurbeltriebe sind entsprechend dem Stand der GegenOart beschrieben; auf bestehende DIN- Normen wird jeweils Bezug genommen. DO die Beispiele iiberwiegend dem Kraftmaschinenbau ens- nommen sind, zeigt, wie langsam der Werkzeugmaschinenbau in die Elementelehre eindringt. Kurbeltriebe an Sdgegattern oder grol3en Pressen sind ebenso aufschlufireich wie die an Kraft- maschinen oder Puns pen, der Keilriementrieb verdiente mehr Beachtung. Weiler sei ins Sinne einer Anregung fur eine neue Auflage darauf hingewiesen, da /8 es, nachdem die DIN-Normen ffir die DIN-Passungen eingezogen sind, nicht mehr angebracht ist, sic zu beschreiben; das bedeutet eine unnotige Belastung fur den Lernenden und verwirrt ihn eher als es als .Kriicke dient. Die Schrumpfpassungen wfirden 'besser bei den Passungen behandelt, wobei die DIN-Formelzeichen benutzt werden sollten. Irrig ist die Angabe, der Haftbeiwert sei um so holier, je glatter die Fldchen seien. Wenn diese bei gleichein ebermafi eine hohere Haftkraft ergeben, so liegt das daran, da/3 die glade Fleiche beim Fagen einen geringeren Ubermafiverlust ergibt. Diese Einzelheiten beeintrdch- tigen indes den praktischen Wert dieser klaren und iibersichtlichen Darstellung keineswegs. Kienzle. Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 41. Jg., Heft 7. Juli 1951. Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 Aus dem Schrifttum. Klingelnberg - Palloid - Spiralkegelrader. Berech- nung, Einbau und Herstellung. Von W. Kr u mm e. Zweite Auflage. 123 S., 140 Abb., 27 Berechnungstafeln. Berlin, Springer-Verlag, 1950. Preis DM 12,?, Ganzleinen DM 13,50. Das bereits woh/bekannte Buch liegt jetzt in der zweiten Auflage vor, wobei die Abschnitte iiber die Berechnung der Spiralkegelrader neu gefaBt wurden. Es stellt eine vom theo- retischen und praktischen Standpunkt vollstandige und hervor- ragende Darstellung dieses Sondergebietes der Verzahnungen dar, die far den Fertigungsingenieur wie far den Konstrukteur gleichermaBen von groBer Bedeutung ist, da alle Fragen iiber die Berechnung und Konstruktion, die Herstellung, die Priifung und den Einbau der Spiralkegelrader erschopfend behandelt sind. Die Ausstattung des Buches, der Druck und die Wiedergabe der Abbildungen sind ausgezeichnet. Martyrer. Stahl-Handbuch. Von Walther Hiller. 326 S. Wien, Verlag 'Rudolf Bohmann. 1948. Preis DM 9,80. Wer sich mit dem Werkstoff Stahl befaBt, tut gut daran, seine Kenntnisse -fiber die Eigenschaften dieses verbreiteten Werkstoffes laufend dem neuesten Stande von Technik und Wissenschaft anzupassen. Leider erfordert das Studium des einschlagigen Fachschrifttums zu viele Miihe und Zeit, urn da- durch zu den gewanschten genaueren Kenntnissen der Her- stellung, Verarbeitung, Behandlung und Verwendung des Stahles zu gelangen, so daB em einfacher Weg, zu diesem Ziel zu kommen und sich miihelos iiber die wichtigsten und ge- brauchlichsten stahltechnischen Begriffe zu unterrichten, der ist, em alphabetisches Nachschlagewerk der Stahlkunde zu be- nutzen, das in klarer, iibersichtlicher und leichtfaBlicher Weise diese tagtaglich bei der laufenden Arbeit vorkommenden Begriffe erlautert. Dieses Stahl-Handbuch liegt jetzt vor. Nach einer metall- kundlichen Einleitung beriicksichtigt die Inhaltsiibersicht, der Erzeugung folgend, die einzelnen Legierungselemente der far besondere Verwendungszwecke erschmolzenen Stahle und ihre Herstellungsverfahren mit der dabei ablichen Technik. So geht es vom ?Abbaschen", ?Allitieren" und ?Ahern" iiber 326 Seiten und rund 150 Stichwortern bis zum ?Zug- versuch" und dem ?Zwischenstufengeffige", wobei Abbildungen, Schaubilder und Zahlentafeln die Erlauterungen mit praktischen Beispielen belegen. Der Inhalt des fliissig geschriebenen Buches bildet beileibe kein trockenes und nur im ganzen Zusammenhang verstandliches Lehrbuch. Durch seine Kiirze ist es dem Viel- beschaftigten als Auskunft doppelt willkommen und daher zu haufiger Benutzung als Ratgeber angelegentlich zu empfehlen. Dr.-Ing. Karl Schimz. Vorrichtungsbau.VonDr.-Ing.Hans Kummer. 142S., 153 Abb. Braunschweig: Georg Westermann 1950. Preis DM 6,20. In drei Hauptkapiteln gibt der Verfasser einen Grundri3 iiber den Aufbau von Bohr- und Frasvorrichtungen mit hand- betatigter Festspannung der Werkstacke. Kapitel I ? ?das Gehause" ? enthalt die Forderung nach Starrheit und Handlichkeit unter Berticksichtigung der GuB- eisen- und SchweiB-Bauweise. In der anschlieBenden ?Lagebestimmung der Werkstacke" wird die zweckmaBigste Losung f?r das lagegerechte Ein- bringen in die Vorrichtung und em n leichtes Herausnehmen des Werkstiickes in vielfaltigen Berechnungs- und Konstruktions- beispielen gesucht. Erschopfend wird auch das Spannen der Werkstacke mittels Kegel, Schrauben und Spannexzenter behandelt. In vier wesent- lich ktirzeren Nebenkapiteln beschreibt der Verfasser das Fiihren der Werkzeuge (z. B. mittels Bohrbuchsen), die Verbindungs- elemente Schrauben, Stifte usw., Vorrichtungen zur Aufnahme mehrerer Werkstiicke und Standard-Vorrichtungen. Wie im Vorwort betont, wendet sich der Verfasser mit seinem Buch an alle diejenigen, die sich in die Vorrichtungskonstruktion einarbeiten wollen. Aber der Begriff ?Vorrichtungen" ist doch ? trotz der Vielzahl der gebrachten Anwendungsbeispiele ? wesent- lich weitergesteckt und erschopft sich nicht einmal in den hier leider nur erwahnten Schleif- und Drehvorrichtungen. In dem Kapitel ?Spannelemente" wird man vergeblich z. B. nach den bewahrten Hydraulik-, Ringscheiben-, Magnet- oder PreBluft- Schnellspannungen suchen, wie man tiberhaupt am SchluB dieser in den behandelten Themen sehr exakten Einfiihrung in den Vorrichtungsbau zu der Erkenntnis gelangen muB, daB viele Probleme des heutigen Vorrichtungskonstrukteurs dort be- ginnen, wo dieses Buch aufhart. Briisch. 293 Die Oberflachenbehandlung der Metalle. Von C. Schwahn. Band 3 der kleinen Fachbiicherei des Gold- und Silberschmieds. 139 S., 21 Abb. Halle (Saale): Verlag Carl Marhold 1950. Preis DM 3,?. Aus dem Titel konnte man etwas anderes entnehmen als den allzuweit gefaBten Stoff des Inhaltes. Nach einem allgemeinen metallurgischen Teil I wird im speziellen Teil II nicht nur die Oberflachenbehandlung der Metalle, sondern auch die Be- arbeitung durch Schmieden, Sagen, Bohren, Drehen, Frasen usw. erlautert. Die Behandlung eines so weiten Gebietes auf so engem Raum erfordert schon an sich eine wohliiberlegte, ge- drangte Zusammenfassung des Stoffes. Leider ist dies nicht der Falb Es ware sehr viel besser, an Stelle der allgemeinen Be- trachtungen tiber das Drehen und tiber die Hauptbestandteile einer Drehbank zumindest die hier tiberhaupt nicht erwahnten Begriffe von Schnittgeschwindigkeit und Vorschub kurz zu er- lautern und dartiber hinaus unter Hinweis auf den Werkstoff, des Werkstticks und des Werkzeuges entsprechende Richtlinien in Tabellenform zu bringen. Die 21 Bilder zeigen Metallschliffe, die auf Seite 3 falschlich als Dannschliffe bezeichnet sind, ohne irgendwelche textliche Erlauterung, so daB der Leser damit tiberhaupt nichts anzufangen weiB. Bei einer Neubearbeitung des Buches kann nur empfohlen werden, die Teile I und III voll- standig wegzulassen, ebenso wie die Unterabschnitte 1 und 4 in Teil II, hingegen die Unterabschnitte 2 und 3 des Hauptteiles II dafitr ausfithrlicher zu behandeln. Das Buch hat in der gegen- wartigen Form weder far den Fachmann noch far den Lehrling einen allzu groBen Wert, wiirde aber nach der vorgeschlagenen nberarbeitung erheblich gewinnen. Oehler. SchweiBtechnik. Von Dr.-Ing. Erich Sudasch. 543 S., 457 Abb. Miinchen, Carl Hanser-Verlag, 1950. Preis DM 29,?. In der Reihe der altbewahrten Handbiicher far die SchweiB- technik ist nunmehr em neues Buch erschienen, so daB sich die Frage erheben konnte, ob Bediirfnis f?r das vorliegende Werk besteht. Nach genauer Durchsicht des Buches muB diese Frage unbedingt bejaht werden, denn der Verfasser hat nicht nur die gesamte SchweiBtechnik einschlieBlich des Brennschneidens, Brennhartens und Lotens sehr ausfiihrlich behandelt,. sondern in seinem Werk auch manche Ge:biete, die anderswo etwas stief- miitterlich weggekommen sind, gr?ndlich geschildert. Es ist wertvoll, daB die Metallurgie der SchweiBung zu ihrem Recht kommt und ganz besonders auch das SchweiBen der Nicht- eisenmetalle, plattierter Werkstoffe und Kunststoffe gr?ndlich behandelt wird. Es ist praktisch kein Gebiet der gesamten SchweiBtechnik vernachlassigt worden, wobei sich der Verfasser nattirlich auch auf die Forschungsarbeiten in Veroffentlichungen anderer Fachkollegen stiitzen muBte. Dies geht aus dem groBen Litera- turverzeichnis hervor. Es ist verstandlich, daB der Verfasser hier in erster Linie deutsche Veroffentlichungen erwahnt. Je mehr aber die Verbindung Deutschlands mit dem Ausland zu- nimmt, desto groBer sind auch die Moglichkeiten, auslandische Forschungsquellen zu benutzen. Far eine neue :Auflage wird daher der Wunsch .vorgebracht, das Ausland noch etwas starker zu beracksichtigen. Da und dort fallt auf, daB die benutzten Quellen nicht restlos angegeben sind. Auch dieser Schonheitsfehlet diirfte zweck- maBig in einer neuen Auflage bereinigt werden. Da, wie schon erwahnt, der Verfasser alle einzelnen Gebiete der SchweiB- technik behandelt hat, dabei auch die Frage der Konstruktion, der Kalkulation und der Berechnung nicht auBer acht gelassen hat, gehort das Buch nicht nur in die Hand jedes SchweiB- ingenieurs, sondern auch auf den Tisch des Konstrukteurs, der SchweiBkonstruktionen zu entwerfen hat. Seine Beschaffung kann daher .empfohlen werden. Spitzenloses Schleifen. Von Obering. W. Hofmann. Werkstattbacher Heft 97, 54 S., 99 Abb. Berlin: Springer- Verlag, 1950. Preis DM 3,60. Die Moglichkeiten des spitzenlosen Schleifens werden in der Fertigung noch viel zu wenig ausgeschopft, vielfach wohl, veil dieser Arbeitsvorgang und die groBen Moglichkeiten zu wenig bekannt sind. Der Verfasser hat deshalb eine dankenswerte Arbeit unternommen, und alle das spitzenlose Schleifen be- treffende Fragen in der kleinen Schrift zusammengestellt. Be- sonders wertvoll erscheint es, daB nach einleitenden Worten und einer Beschreibung der wichtigsten Maschineneigenarten zahl- reiche Beispiele gebracht werden, die em anschauliches Bild Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 294 Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 Aus dem Schrifttum. davon vermitteln, was spitzenlos geschliffen werden kann und wie dabei vorgegangen werden muB. Die beim spitzenlosen Schleifen besonders wichtige Frage der Formgenauigkeit der Werkstiicke wird ebenfalls eingehend behandelt, auch die er- zielbare Oberilachengiite. Wenn auch der beschrankte Umfang des Werkstattbuches es mit sich bringt, daB manche interessante Frage nicht behandelt werden konnte, bringt die Schrift doch eine solche Fiille von Wissenswertem fiir den Praktiker, daB sie einen dankbaren Leserkreis finden wird. Das Werkstattbuch kann jedem Betriebsmann empfohlen werden, ob er nun schon eine spitzenlose Rundschleifmaschine hat und seine Arbeits- verfahren danach iiberprtifen will oder ob er die Wirtschaftlich- keit des Einsatzes dieser Maschinenart untersuchen will. Finkelnburg. Einfiihrung in das optische Rechnen und Zeichnen. Von Dr.-Ing. R. Berger VDI. 216 S., 245 Abb., 121 Auf- gaben. Berlin, Verlag Dunker & Humblot, 1950. Preis DM 12,?. Dieses Fachbuch, weniger fiir den optischen Rechner als fiir den Konstrukteur bestimmt, der sich optischer Bauteile be- dient, gibt eine Einfiihrung in die geometrische Optik, die Be- rechnung und das Zeichnen mit Strahlen von Fernrohrobjek- tiven im achsnahen Bereich. Der Verfasser, langjahriger Lehrer an der GauB-Schule Berlin ftir geometrische Optik und optische Instrumente, behandelt mit padagogischem Geschick den Licht- rtickwurf und die Lichtbrechung an ebenen und kugeligen Flachen sowie die im gesamten Abbildungsbereich auftretenden Linsenfehler. Zahlreiche Rechenbeispiele und saubere Zeich- nungen vertiefen den Stoff. . Dr. Georg. Fur und Wider die Rationalisierung. Vortr5,ge der 1. Internationalen Rationalisierungs-Tagung 25. his 27. Ok- tober 1949 in M?nchen, 1. Teil. (Schriftenreihe des Ra- tionalisierungs-Ausschusses der Deutschen Wirtschaft [RAW] ?Wege zur Rationalisierung", Heft 2). 114 S. Munchen, Carl Hanser Verlag, 1950. Preis DM 3,60. Das vorliegendelleft der voni RAW herausgegebenen Schriften- reihe ?Wege zur Ratiorialisierung" enthalt eine Reihe von Vor- - tragen (Oktober 1949 in.Mtinchen). Namhafte Fachleute (Staats- minister Dr. Seidel, Dr.-Ing. Bredt, Dr. Falz, Peter Keller, Dr. P. ent zlin, Prof. Dr. Rummel) haben es unternommen, die mit- den gegenwartigen Rationalisierungsbestrebungen ver- bundenen yolks- und betriebswirtschaftlichen Probleme kritisch zu beleuchten. Vor- und Nachteile, Gegenargumente, Not- wendigkeit, Moglichkeit und Grenzen des Rationalisierungs- gedankens werden unvoreingenommen und sine ira et studio behandelt, vom Wissenschaftler und Techniker ebenso wie vom Gewerkschaftsvertreter. Dabei finden mit deutscher Griindlich- keit selbst die ethischen und philosophischen Hintergrtinde der Probleme Erwahnung. Einen breiten Baum nimmt der aus- gezeichnete Aufsatz von Prof. Rummel em, der sich, getragen von einer sehr tiefgehenden Sach- und Menschenkenntnis, mit den Grundtatsachen der Rationalisierungsarbeit sticliwortartig befaBt. Es ist ivichtig, dap diese Dinge, wie es in def vorliegenden Schrift geschehen ist, nicht nur vom einseitigen, fachlichen Stand- punkt aus, sondern im gropen Zusammenhang mit dem Kreiftespiel WERKSTATTSTECHNIK UND MASCHINENBAU des Sozial- und Wirtschaftslebens betrachtet werden. Jeder, der die Belange industrieller Leistungssteigerung zu vertreten hat, sollte das Bandchen zur Hand nehmen, denn er wird eine F?lle nachdenkens- werter Anregungen tar seine Arbeit finden. Knecht VDI. Der Lizenzvertrag und die internationale Patent- verwertung. Von Ernst Neuberg, Prasident des Ver- bandes Deutscher Patentwirtschaftler e. V. 100 S., 1 Tafel. Weinheim/BergstraBe: Verlag Chemie GmbH., 1950. Preis DM 3,80. Von alien im Laufe eines Jahres in der Welt angemeldeten Patenten sind mehr als 90% wertlos, stellt der Verfasser fest und gibt eine klare und sachliche Begriffsbestimmung, von welchen Faktoren der Wert und die Verwertbarkeit eines Patentes abhangen. In 5 Abschnitten wird der Aufgabenkreis eines Patent- wirtschaftlers geschildert, der sich nicht nur auf die kommer- zielle Auswertung von Patenten beschrankt, sondem auch tech:. nische Hilfsvertrage zur Verpflanzung neuartiger Fertigungs- methoden abschlieSt. Der Wert derartiger Neuerungen, von denen Patente nur em Teil zu sein brauchen, ist um so h8her, je groBer die Fabrikationsreife ist, Die an sich bekannten Tatsachen werden systematisch zu- sammengefaBt und an einigen treffenden Beispielen erlautert. Die Lektiire ist alien Erfindem und Patentinhabern zu emp- fehlen, die sich haufig em falsches Bild von dem Wert ihrer Neuerung machen, der nur in engem Zusammenhang mit Fertigungseinrichtungen zu sehen ist. Kirchner. Theorie und Praxis des logarithmischen Rechen- stabes. Von A. Rohr berg. (Mathematisch-physikalische Bibliothek I, 23), 8. Aufl. Leipzig: B. G. Teubner Ver- lagsgesellschaft, 1950. Preis DM 1,80. Eine ausgezeichnete Gebrauchsanweisung fiir den Praktiker, die man kaum besser und kiirzer zusammenstellen kann. Der Verfasser verzichtet bewuBt auf die Aufzahlung aller ?Kunst- stficke", die man mit einem Rechenschieber bewaltigen kann, und bringt nur das Wesentliche. Dabei wird die Mitarbeit des Lasers vorausgesetzt, insbesondere eine bewuBte Vberschlags- rechnung im Kopf, die jeder eigentlichen Rechenschieber- rechnung vorausgehen sollte. Stohler. Die Maschinenbauerlehre. Von Karl Bartsch. (Cole- mans Fachbilcher f?r das Schlosser- und Maschinenbauer- Handwerk, Band VII). 256 Seiten. Liibeck, Charles Cole- man, 1950. Preis Leinen DM 9,80, brosch. 7,80. Nach den einleitenden Abschnitten tiber Roh-, Werk- und Hilfsstoffe sowie tiber Grundgesetze der Mechanik und Festig- keitslehre ist em umfangreicher Abschnitt der Arbeitskunde gewidmet. Hier werden unter anderem das Messen und die MeB- zeuge sowie die Werkzeugmaschinen behandelt. Tm nachsten Abschnitt folgen die wichtigsten Maschinenelemente, die zu den Kraft- und Arbeitsmaschinen iiberleiten. Das Btichlein ist, unterstiitzt durch zahlreiche Bilder, weit mehr als nur em Hilfsbuch fiir die Lehre, obwohl diesem Ziel allgenieine Angaben tiber die Prtifungen und zahlreiche Prtifungsfragen mit Antworten gewidmet sind. Eggert. Inhalt. (* bedeutet mit Abbildungen im Text.) Schleifautomat zum Schleifen und Scharfen von Rund- ' werkzeugen 286* Vorrichtung zum Frasen von Schlitzen und Schliissel- fiachen an Schrauben und ahnlichen Teilen 286* LaufzeiterhOhung auf Index-Automaten 287 Aus der Gemeinschaftsarbeit. Das Zeitstudienwesen in Frankreich 287 Lehrgang ?Bestgestaltung menschlicher Arbeit" 288 Sitzung des DNA-Ausschusses ?Oberflachen" 289 81. Hauptversammlung des Vereins Deutscher Ingenieure 289 Aus dem Schrifttum. Zeitschriftenschau 289* Biicherschau 292 . Aufsatze. Mosinsk i, E., Untersuchungen fiber zulassige Betriebs- - - drehzahlen an zusammengesetzten Holzfraswerkzeugen 263* Wagner, G:, ?Statistische Grundlagen der Stichproben- prtifung in der Mengenfertigung 270* Kuhlmann, E. P., Hartloten mit Schutzgas -im Durch- laufofen 276* Gunther, H., EndmaBe aus geschmolzenem Quarz 280* Pein ek e, H. H., Instandhaltung der Werkzeuge und MeBzeuge 282 Berichte. Ein neues Biegepriifverfahren fur Bleche 285* Eine neue Hochleistungs- Gewindeschneidmaschine 286* Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 41...1g., Heft 7. Juli 1951. Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 ANZEIGEN Gefesselte oder freie Produktion? Dariiber gibt es keinen Zweifel: Wer die Arbeitsgeschwindigkeit seiner Maschinen an feste Drehzahlstufen bindet, fesselt? damit zugleich den ganzen Betrieb an em n starres Leistungsniveau. Die Folge 1st eine mengen- und qualitatsmaNg unbewegliche Produktion von beschrankter Konkur- renzfeihigkeit. Sie sehen aus dieser Tatsache, wie aufierordentlich wichtig es ist, daf3 Sie die Drehzahl Ihrer Maschinen beherrschen und den Er- fordernissen einer zeitgemdf3en Fertigung laufend anpassen. Das Mittel dazu ist der stufenlos regelbare PIV Antrieb. Mit ihm konnen Sie jede Maschine auf die bestmogliche Arbeitsgeschwindigkeit einregeln und so die Produktionskrafl des Betriebes nach Giite und Menge im Sinne optimaler Leistungen beeinflussen. Damit 1st iiber den Wert des PIV An- triebes alles gesagt. Ober seine konstruktiven Voriiige geben wir lhnen gerne jede Auskunfi. Schreiben Sie deshalb an PIV Antrieb Werner Reimers KG ? Bad Homburg v. d. H. Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 10 Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 ANZEIGEN WERKSTATTSTECHNIK UND MASCHINENBAU Elektrisch beheizter 1-lartlot-Ofen zum Loten von Maschinenteilen mit Kupfer- lot unter reduzierender Atmosphare (Schutzgas) Temperatur 1150? C. Beheizung erfolgt durch Felgenheizkorper DRP (Felge-Warenzeichen). GroBe und Leistung nach Bedarf ?7",lvvI Iwur Schutzgas-Erzeugungsanlage Bauart JUNKER, bestehend aus Verbrennungskammer, Trocken-Entschwefler, Kontakt- topf, Trocknungsanlage und Kommandotafel. Leistung von 5-150 Nm3/h. Interessenten lassen wirgerne dutch unsereFachingenieure beraten. Wit bitten urn Ihre Anfrage OTTO JUNKER G. M. B. H., GEVELSBERG Postfach 71, Telefon 38 34 und 3910, Fernschreiber 03 21 64 BOH LE FRASMASCHINEN REINHARD BOHLE K.G. BIELEFELD WERK 2 EUGMASCHINENFABRIK RUF 3084 -POSTF 267 Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 41. Jg., Heft 7. Jtili 1951. Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 .ANZEIGEN 11 FERDINAND C.WEIPERT WERKZEUGMASCHINENFABRIK UND EISENGIESSEREI ? HEILBRONN-N ? WEIPERTSTR.8-30 Diese Werkstacke wie Blichsen oiler Art, Hydraulische Zylinder, Pumpen-Zylinder, Kompressoren - Gehduse, Elektromotoren-Gehause, sowie:Steinder-Pakete und eihnliches b'earbeitet die Feinstbohrmuschine PFR 'MSO -MASCHINEN- UND ScHLEIFMITTEL-WERKE AG .(vorm.- Mayer 8,,,SChmidt AG) OFFENBACH -AM MAIN Approved For Release 2603/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 12 Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 ANZEIGEN WERKSTATTSTECHNIK UND MASCHINENBAU Der Kleirtlast-Hartepriifer ?Z 32366 hat sich in weniger als 2 jahren die Anerkennung eller Fachleute erobert, die einmal praktisch mit ihm arbeiteten. Durch seine hbersichtliche Konstruktion, seine einfache Handhabung und seine hohe Anzeigegenauig- keit ist Z 323 die Verkorperung des .neuesten Entwicklungsstandes aut. dem Gebiete der Metall-Hdrteprilfung ? Aushahrliche -Auskunft durch ZWICK & CO. KG., Einsing:en bei I/Ira/Donau 141-4A.E- HYDRO- PRESSEN Diesejvielseitigen Hochleistungs- pressen werden standardmiiBig in fol- genden Ausfuhrungen herge- stellt: Tischpressen 2,5-6t Stinderpressen 6-40 t Alle Pressen in aufbiegungs- steifer, bruchsicherer, staub- und oldichter AusfUhrung Anfragen erbeten an: STENZEL &CO. WERKZEUG -MASCHINEN WIESBADEN-KOSTHEIM ? Kostheimer Londstr. 27 Tel.: 29196 ? Telegr.-Adr.: Amatoco ? Fernschreiber: 04-1219 c--- MACH-SCIMIIMASCHINE MIT EINRICHTUNG ZUM HOHLSCHLEIFEN FOR ARBEITSSTIJCKE 8IS 250mm 0 UND 100 mm HoHE REICHLE KNoDLER? HEILBRONN A N WERKZEUGMASCHINENFABRIK Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 26A004100010001-6 DEUTSCHE SHELL AKTIENGESELLSCHAFT 9 ZWEIGNIEDERLASSUNGEN IN BERLIN, BREMEN, DUSSELDORF, FRANKFURT/M. HAMBURG, HANNOVER, KOLN, LUDWIGSHAFEN, MUNCHEN, NURNBERG, STUTTGART Elektrokohie -Werke- Lichienberg BERLIN-LICHTENBERG FoRDERN SiE UNVERBINDLICHES ANGEDOT Ca mit Diamontscheiben ? 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Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 FAB RII(ATIO NSPROGRAMM Autogene Metallbearbeitung Azetylen-Entwickler Schwei0-, Schneid- und lotbrenner Druckminderer Brennschneidmaschinen Oberflachen-Hartemaschinen Elektro-SchweiOung Widerstand-SchweiBmaschinen lichtbogen-SchweiBmaschinen SchweiB-Elektroden Induktions-Erwarmungs-Anlagen ANZEIGEN Gronanlagen fiir Schweifitechnik und themische Industrie Azetylen-Erzeugungs-Anlagen Sauerstoff-Stickstoff-Gewinnungsinlagen Koksofengas-Zerlegungsanla?en AD OF MESSER G.M.B.H. FRANKFURT AM MAIN 0321 PROPAGANDA STUITGART Auf3ergewohnhche Anspr?che erfullen unsere geschhffenen Abvvalzfraser fur felneVerzahnungen Fr.Pi1136,Sohn ? Heidenheim a. d. Brenz Fabt11. fir Ferkjc 15. ZINK ALUMINIUM KUNSTHARZ G.A.EV:5D1ERS s MAU Y HANNOVER ERNST WAGNER APPARATIBAU S8UTUNO8e4 NUIMUltillte) HOCHWERTIGE BETRIEBSMITTEI. AUER ART ZUNI MESSEN? PROFEN ? VORRICHTEN Wil.H.AD. KUNKEL 0.H.G. 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Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 EISE.MANN GMBH' STUTTGART ,16 Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 ANZEIGEN WERKSTATTSTECHNIK UND MASCHINENBAU g\\\NI I 1740r4r4r4r 4"074cww4 Patent Rohr-Ve;rs;gf9gpkge:n f?r ii:#.!41#0114wokir Maschinenbau, RMETO-ARSATUREN. INDEtSBLE1(11E;Oltilf'Ef TRANSPORTANLAGEN GMBH "WE STD E UTSC H LAN D" KoLN Brandenburger StraB.e 2 liefert wieder BLEICHERT-Transportanlagen BLEICHERT-Elektrokarren und Ersatzteile dafOr stellt Ingenieure?Monteure 11Zsteit DIAMANT- ACHILEIF-u. CAPPSCH EISEN 4 1113): IrECplIR or DiAMANTE111 DiAmANTEN GESCHLIF di FENE D1AM o ANT tA EN e etallbeor t on beitung MAN MT-SAGEN-UND BOHRER fUe Nortstoffe ERNST WINTER & SOHN, HAMBURG 19, Zahlapparate wie Touren-, Hub-, Stack- und Meter- zdhler, Fernzahler u. Windungszahler mit u. ohne outoma- tischer Abschaltung speziaizahier fur atle Verwendungszwecke J. HENGSTLER K.-G. 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THEODOR HIEPE?OLISSELOORF-REISHOLZ ELEKTROTECHNISEHE FRBRIK Die leerivieu,gmazdzikte i dea I-1444d &cavedeBetzeiciptg. vast. miiksetipc, kost4tieliger, licauladett apt-duet-14W wid,scitagicke etaciavect4eTzd4w4.9. BOSCH-ELEKTRO-WERKZEUGE Handmotoren, Schleifer, Schrauber, Blec.hscheren, Ventileinschleifer, Gewindeschneider, Polierer BOSCH-HAMMER BOSCH-HOCH FREOUE N Z-WE RKZE UGE HAHN eit. KOLB STUTTGART BERLIN. DUSSELDORF ? FRANKFURT AM MAIN HANNOVER LEIPZIG ? MUNCHEN ? NURNBERG Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 ANZEIGEN WERKSTATTSTECHNIK UND MASCHINENBAU 09.uttornatische KEGELRADHOBLER tit gerad-urut Schrtiqveroz a [mu EIN?UND ZWEISTANDER HOBELM -('HINEN Diesem Heft liegen zwei Prospekte des Springer-Verlages, Berlin ? Gottingen ? Heidelberg, bei Veroffentlicht unter der Zulassung Nr. 242 der Nachrichtenkontrolle der MilithrFegierung. Verantwortlich ftir den redaktionellen Teil: Prof. Dr.-Ing. Q.AkakitifebrittiW4e2Witgai WpiggagAvtatugsaMOVettp niNefligt W 35, Reichpietsch- ufer 20. ?hted in Germany. Approved For Regi ? 1.z._ frahliUdAW80-00926A004100010-01-6 ,r g KONSTRUKT Zeitfchrift far das Berechnen und Konftruieren von Mafchinen, Apparaten und Geraten (ky Organ der Arbeitsgemeinschaft Konstruktions-Ingenieure (AKI) im VDI Herausgeber: Prof. Dr.-Ing.F.Sass ? Schriftleitung: Dr.-I ng. Ezur Nedden und Dipl:Ing.G.Menz SP RI N GER-VERLAG / BERLINIGOTTINGEN /11EIDELBERG 3. Jahrgang 1951 Heft 5 INHALT Siebel, E., Die Festigkeit dickwandiger Hohlzylinder 137 Ma a 13, E. W. H., Vernietung diinnwandigerer Bauteile 142 Kucharski, W., (..1b3r die Bewegungen der Ketten und Seile 149 T rc ke , H., Das Vet:halten des GuBeisens beim SchweiBen 154 Zeitschriftenschau 16o Dauerfestigkeit gegossener Kurbelwellen S. 160 ? Schlag- versuche an FluBstahlproben S. 161 Schwingungs- untersuchungen in Maschinenbetrieben des Bergbaus S. 161 ? Kaltschlagen von Aluminium-Nieten S. 161 ? Lagerschmierung bei Temperaturen unter Null S. 162 ? Nabentotwasser hinter Leitradern axialer Stromungs- maschinen S.163 ? Instandhalten von Walzlagern S.I63 ? Registrierinstrumente der Zukunft S. 163 ? Autobusse mit Umterflur-Motoren S. 163 ? Schwefel in Dieselolen S. 164 ? Berechnung von Kolbentemperaturen S. 165 ? Dauerbetriebsversuche mit einer Gasturbinenanlage S.165 Buchbesprechungen 165 Aus der AKI-Arbeit 167 Patentberichte 167 AEG Stromrichter Das weitgespannte Programm fiir alle Probleme der Stromumformung Selen-Gleichrichter ? Gliihkathoden-Gleichrichter Quecksilberdampf - Glas- und Eisen -Stromrichter Kontakt-Gleichrichter ALLG E IN El N E E LE KTRICITA'TS GE SE LLSCHAFT Approved. For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 5016 Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 ANZEIGEN KONSTRUKTION 3. (1951) Heft 5 Die Zeitschrift KONSTRUKTION erscheint monatlich in Heften von je 32 Seiten. ? Zuschriften sind zu richten an die Schriftleitung der ?Konstruktion", Springer-Verlag, Berlin-Charlottenburg 2, JebensstraBe x. Manuskripte werden druckfertig in Maschinenschrift und mit einer kurzen Inhaltsangabe erbeten, die Abbil- dungen (Zeichnungen mit deutlichen Konstruktions- einzelheiten und gute Hochglanzfotos) auf besonderen Blattern, ebenso die zugehorigen Legenden. Den Verfassern von Originalbeitragen stehen je nach Umfa-ng 2-4 Exemplare des betreffenden Heftes kosten- frei zur Verfiigung. ? Nachdruck: Der Verlag behalt sich das ausschlieBliche Recht der Vervielfaltigung und Verbreitung aller Beitrage sowie ihre Verwendung f?r fremdsprachige Ausgaben vor. Bezugspreis: vierteljahrlich 9,? DM, f?r das Einzelheft 3,50 DM, ? zuziiglich Postgebiihren. Die Lieferung lauft weiter, wenn nicht 4 Wochen vor QuartalsschluB abbestellt wird. Der Bezugspreis ist im voraus zahlbar. Bestellungen nimmt jede Buchhandlung, in den West- zonen auch jedes Postamt entgegen. Anzeigen nimmt die Anzeigen-Abteilung des Verlages (Berlin W 35, Reichpietschufer 20 [West-Berlin], Fern- sprecher: Sammelnummer 91 03 46) an. Die Preise wolle man unter Angabe der GrOBe und des Platzes erfragen. SPRINGER-VERLAG Berlin-Charlottenburg 2, JebensstraBe i. Fernsprecher: 3220 70 und 32 64 46 Heidelberg, Neuenheimer LandstraBe 24, Fernsprecher: 24 40 und 54 30 Vertriebs-Vertretung im Ausland: Lange, Maxwell & Springer Ltd., 41-45 Neal Street, London, W. C.2. Yoll- und Rohrnieten aller Art aus alien Metallen Spezialitat: Brems- und Kupplungsbelagnieten Alfred Honsel Nieten- und Metallwarenfabrik (21 b) Frondenbeeg Ruhr Mechaniker- Drehbanke mit leitspindel 140 x600 mm Einzelantrieb34-3 PS Kugelgelenke, Kreuzgelenke, _ Gelenkwellen, Dekupiersagemaschinen HansBohler &Co. MASCHINENFABRIK 11401 Wernou (Neckar)8 Erfahrener Konstrukteur aus dem chem. Apparate- u. Rohrleitungsbau, evtl. auch Maschinenbau, bis 40 Jahre alt, gesucht. Luckenlose Bewerbungen mit Angabe von Gehaltsan- spruchen und des frOhesten Eintrittstermins erbeten unter ?Konstruktion 83" an den Springer-Verlag, Anzeigen- abteilung Berlin W35, Reichpietschufer 20. Mathematische Rechenarbeiten jeder Art, auch aus der hoheren Mathematik, wie z. B. L6sung von Differential-Gleichungen, harmonische (Fourier-) Analyse, usw. fuhrt gewissenhaft aus: Helmut Petzold, Schleiz Thur. Schliegfach 71 Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 KONSTRUKTION 3. Jahrgang 1951 Heft 5 Professor Dr.-Ing. Erich Siebel begeht am 17. Mai seinen 6o. Geburt stag. Dent Konstrukteur hat CY neue und grundlegende Erkenntnisse ?bey das Verhalten der Werkstoffe bei den, verschiedenartigsten Beanspruchungen gegeben, die diesem ge- statten, seine Maschinen, Apparate und Gercite genauer und sicherer zu berechnen. Dem Forscher und Lehrer wunschen wir, da/3 ihm noch viele Jahre erfolgreichen Schaffens vergOnnt sein mogen. Aus seiner Feder bringen wir den Aufsatz: Die Festigkeit dickwandiger Hohlzylinder. Die Beanspruchungsverhaltnisse bei elastischer und iiberelastischer Beanspruchung. Wird der Innendruck p in einem dickwandigen Hohl- zylinder von Null beginnend allmahlich gesteigert, so wird der Werkstoff zunachst rein elastisch beansprucht. Die Spannungsverteilung ist dabei durch die Beziehung be- stimmt Umfangsspannung at = p ? u2 ? u: Langsspannung e1? P ,2 u2 ? u2 Radialspannung a,? p ( I) (2) U2 mit u ist dabei das Verhaltnis vom AuBenhalbmesser zum Innenhalbmesser rt des Hohlzylinders und mit uz das Verhaltnis eines beliebigen Halbniessers x innerhalb der Wandung zum Innenhalbmesser r bezeichnet. Die tangentiale Zugspannung at erreicht ihren HOchstwert + (77 P u2 ? OtnaX (4) an der Innenseite. Die Langsspannung besitzt iiber den ganzen Querschnitt die gleiche GriDe, und die radialeDruck- spannung o sinkt vom Wert o an der AuBenseite allm? ljch bis auf den Wert des Innendrucks p (5) an der Innenseite ab. Die Spannungen sind also auf der Innenseite am greaten. Hier wird der Werkstoff auch zuerst versagen, sobald der Innendruck und damit die An- strengung geniigend hoch ansteigt. Das Versagen des Werkstoffes kann entweder durch einen Trennbruch erfolgen, oder es kann der Werkstoff an der hochstbeanspruchten Stelle in den plastischen Zustand iibergehen. Wahrend em n Trennbruch eintritt, sobald die auftretenden Zugspannungen an irgendeiner Stelle die Trennfestigkeit aT erreichen, wenn also die Bedingung erfiillt ist crmax CiT. (6) ?ist fur den Ubergang zum plastischen Zustand nach der Gestaltanderungsenergie-Hypothese die sog. Vergleichs- spannung a, 0,71 (at o)2 ? (a1 c)2 ? ((yr at) 2 (7) 0,87 (at? a?)' maBgebend. Sobald also an irgendeiner Stelle die Anstrengung die FlieBgrenze aF des Werkstoffes erreicht, div.= 0,87.(Ci ? O'r) = (IF, (8) wird an dieser Stelle FlieBen einsetzen. Ob das Versagen auf die eine oder die andere Weise erfolgt, hangt von dem Verhaltnis aTlaF des Werkstoffes und dem Halbmesser- verhaltnis des Hohlzylinders ab. 1st aTlaF 5 ist mit einem Trennbruch an der Innenseite..nur zu rechnen, wenn CT/CF 0,57 ist. Da bei alien im Zug- versuch schmeidigen metallischen Werkstoffen ar/oF> 1,0 ist, kann bei diesen einTrennbruch an der Innenseite dick- wandiger Hohlzylinder nur dann erfolgen, wenn der elastizitats- theoretische Span- 7 nungszustand durch Fehlstellen, Eigen- spannungen oder dgl. gestort ist. Sind die vorstehend erorterten Vorausset- Abb. 2. EinfluB des Halbmesser- zungen fiir den Trenn- verhaltnisses auf die Zugbean- bruch nicht gegeben, spruchung bei FlieBbeginn. so wird em n Hohl- zylinder aus einem schmeidigen Werkstoff zu flieBen beginnen, sobald die Anstrengung a: an der Innenseite die Streckgrenze CF des Werkstoffes erreicht,?sobald also der Innendruck p auf den Wert 2 3, Si ?5 licamesserverkinhiu 142 ? I Pr = 0,57 142 CF (9) ansteigt. Mit weiter steigendem Innendruck breitet sich der plastische Zustand dann allmahlich von innen nach za 48 so 42 k ? ,? ? ?A -42 1?6, -48 -10 =12 -1,q u-15 u= 2 14-3 ! - h0il0E- - -.0y/0r---? F-4./CF crt/0 de/0F cidar (71 a - oi/0/- Cr /CT CO/ 61 /OF Crr/aF Abb. 3. Spannungsverteilung im vollplastischen Zustand. auBen fiber die ganze Wanddicke aus, his schlieBlich beim Innendruck PH = 1,15 (IF ? in 14 (ro) der vollplastische Zustand erreicht ist. Die dem von- plastischen Zustand .entsprechende Verteilung der Pm- fangs-, Langs- und Radialspannungen ergibt sich bei,den Werkstof fen mit ausgepragter FlieBgrenze zu ot _?=. 1,15 ? oF in ux/u) ----------.( = 1,15 ? 0-F (0,5+ ifl 71x174) (12) a. _=.? 1,15 ? CF ? in ux/u. (13) In Abb. 3 ist diese Spannungsverteilung fiir die Halbmesser- verhaltnisse u u = 2 und u = 3 dargestellt. Ein Vergleich mit Abb. i zeigt die grundsatzliche Veranderung der Beanspruchungsverhaltnisse gegeniiber dem elastischen Grenzzustand. Damit die Anderung der Beanspruchungsverhaltnisse mit zunehm.ender plastischer Verforrnung noch klarer wird, ist in Abb. 4 der Verlauf. der Tangentialspannungen und der Radialspannungen fiir verschieden groBe Ver- gleichsclehnungen E: an der Innenseite des Hohlzylinders bzw. fiir den auf die Dehnung 1F bei Erreichen. der Streck- grenze bezogenen Dehnungswert e'er. dargestellt. Es 12 10 45 04 441 42 Z-42 kl-aq -48 -48 -10 -12 u=75 u=2 u=3 eVer 8.1e E*/ . ! Z5 L #1# 10 I_ . t is 1 5 co cr,../4,- I , w /A r I 2,10 (7 47 4f0 5,0 cr Of ii I 40 30 10 Abb. 4. Spannungsverteilung beim IThergang vom elastischen zum vollplastischen Zustand. wird dabei ersichtlich, wie der Spannungszustand sich mit steigendem. Innendruck vollstandig urrikehrt. Die Tangentialspannungen cr, und die Radialspannungen ver- schieben sich dabei an der Innenseite immer mehr nach ? oo hin, womit die Bildsamkeit und das Formanderungs- vermogen an dieser Stelle gesteigert wird. Der HOchst- wert der Tangentialspannung, der am Ubergang vom plastischen zum elastisch beanspruchten Gebiet auftritt, wird hingegen immer groBer und steigt bei Erreichung des vollplastischen Zustandes- his 1,15 CF an der AuBenseite an. Dementsprechend nimmt auch die Trennbruchgefahr in dem MaB zu, wie sich der Beanspruchungszustand dem vollplastischen Zustand nahert. Die hochste Zugspannung tritt aber nunrnehr nicht, wie im. elastischen Zustand an der Innenseite, sondern an der AuBenseite des Hohl- zylinders auf. EM etwaiger Trennbruch geht daher 'auch nicht mehr von der Innenseite, sondem von der AnBen- seite aus und schreitet von bier nach innen fort. - Die Festigkeitsrechraing. Wird der Innendruck bei FlieBbeginn nach Gl. (9) und im. vollplastischen Zustand" nach Gl. (ro) ermittelt mid gem. Abb. 5 in Abhangigkeit vom. Halbmesserverhaltnis aufgetragen, so ergeben sich die Kurven I mid II, welche das mit Hohlzylindern verschiedener Wanddieke mit schmeidigen Werkstof fen beherrschbare Druckgebiet ein- schlieBen. Wahrend die beiden ?Grenzkurven bei wandigen Hohlzylindern nahezu zusammenfallen,. laufen sic mit wachsendem Halbmesserverhaltnis immer mehr auseinander, da die fiir den FlieBbeginn maBgebende Kurve I fiir U =oo dem Grenzwert p/oF = 0,57, die Kurve ./1 des vollplastischen Zustandes aber dem Grenz- Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 KONSTRUKTION 3. (1951) Heft 5 _ Approved For Release 2003/10/16: CIA-RDP80-00926A004100010001-6 E. Siebel, Die Festigkeit dickwandiger Hohlzylinder. 139 wert oo zustrebt. Legt man der Festigkeitsrechnung den FlieBbeginn zugrunde, so vermag man auch mit groBen Durchmesserverhaltnissen hochstens einen" Innendruck p 0,57 ? (IF zu beherrschen, wahrend bei Zulassung des vollplastischen Zustandes, geniigende Wanddicke -.A. jaSteld 1M 0614.64hA N,M - .441. \,Nin 40011/4 pr Ike/ I laslischer2usland \ 1 Mk 14. \k?IM Nil 2i .%.d.r- AFTA rv,o- - , ? , rar Aore/aslischer ZushincIMI r Ar Ar Ar ,r A 40 40 410 50 HalbmesserverMllaisu Abb. 5. Innendruck bei FlieBbeginn (pi) und im vollplastiscben Zustand (pH). co vorausgesetzt, der Hohlkorper auch Innendriicken stand- halt, die einem Vielfachen der Streckgrenze des Werk- stoffes entsprechen. Einer Steigerung des Innendruckes bis nahe an den Wert, bei dem der vollplastische Zustand erreicht wird, ist jedoch bei dickwandigen Hohlzylindern dadurch eine Grenze gesetzt, daB die Formanderungen an der Innen- seite des Behalters dann unzulassig hoch werden. Die Dehnung an der Innenseite bei Erreichen des vollplasti- schen Zustandes wachst namlich mit dem Quadrat des Halbmesserverhaltnisses an, entsprechend der Beziehung .81t011piastisch eF ? u2 ? (14) Bei einer Dehnung eF 0,1 bis 0,2% an der AuBenseite steigt die Dehnung an der Innenseite bei einem Halbmesser- verhaltnis u = 3 also auf i bis 2%, bei einem Halbmesser- verhaltnis U 5 aber auf 2 bis 5%. Schon aus Griinden der Formerhaltun g erscheinen solch groBe Formanderungen unzulassig, und es sollte im Hinblick hierauf und auf das Formanderungsvermogen der Werkstoffe dafiir Sorge ge- tragen werden, daB die Formanderungen an der Innen- seite des Behalters bei dem wirksamen Innendruck das 2- bis 3f ache der Dehnung bei Erreichung der Streckgrenze nicht fiberschreiten. ?A f75 wpm= I M>bt?i 6417IIIIM 1,50 /a ischer klei/-100?/ lorMillill. arileaggillill 128 W III167 p '1W1.011111111111.1141.1... ' . . /0?41110111111111011 - _..ligoolliall 1111111111111 - 175 , / Mai Ailfillilli? ...---- ill -,----- IT FPIPPffir---- 1 R25 1 7 45 2,0 45 40 45 f10 lialklesserverholb:s u 4;5 54% 0% 40 c-7 50 40 45 40 18 to Abb. 6. Kurven gleicher Formanderung auf der Innenseite der Hohlzylinder. Als Grundlage filr eine derartige Festigkeitsrechnung kann Abb. 6 dienen, auf welcher die bezogenen Drucke plap in Abhangigkeit vom Halbmesserverhaltnis u dar- gestellt sind, bei denen die Dehnungen an der Innenseite e* den r,5fachen bzw. den 2-, 3-, 5- und rofachen Wert der Dehnung eF beim Einsetzen des FlieBens erreichen. Die einzelnen Kurven lassen sich mit Hilfe der Beziehung be- rechnen I, 8* s*IEF plciF 0,575 (i+ n (15) eF u2 ' An den Kurven ist weiterhin vermerkt, wieviel % der Wanddicke plastisch verformt sind. Wie die Abbildung erkennen laBt, sinkt der Anteil des plastisch beanspruchten Gebietes an der Gesamtdicke der Wandung fiir em n be- stimmtes Verhaltnis e*/eF mit zunehrnender Wanddicke bzw. u schnell ab. Werden an der Innenseite des Be- halters bleibende Formanderungen von 0,2% zugelassen, was einer Gesamtformanderung e* 0,2 + eF % ent- spricht, so ergeben sich fiir verschiedene Werte der Streck- grenze CF folgende e*/eF-Verhaltnisse: F = 20 kg/mm2 30 kg/mm2 40 kg/mm2 50 kg/mm2 EF 0, % 5* =, 0, 3 % elVEF 3 0,15% 0,35% 2,3 0,2 % 0,4 % 2,0 0,25% 0,45% 1,8 Das Verhaltnis e* I sp. nimmt also, wenn em n bestimmter Grenzwert far die bleibende Formanderung zugrunde ge- legt wird, in dem Maf3e ab, wie die Streckgrenze ansteigt. Die Hochdruckbehalter miissen nun so dimensioniert werden, daB einmal der geniigende Abstand vom voll- plastischen Zustand gewahrt bleibt, und daB zweitens die bleibenden Formanderungen auf der Innenseite des Be- halters sich mit Sicherheit in den gewiinschten Grenzen halten. Gegen die Erreichung des vollplastischen Zustan- des erscheint eine mindestens z, 8fache Sicherheit beim Betriebsdruck erforderlich, da beim Vberschreiten dieser Grenze mit sehr groBen Deformationen zu rechnen ist, die den Behalter vollig unbrauchbar machen warden. Hin- gegen erscheinen bleibende Formanderungen bis zu 0,2% an der Innenseite far die Brauchbarkeit der Hochdruck- behalter praktisch ohne Bedeutung. Es ist daher bei der Festigkeitsrechnung gegen bleibende Formanderungen an der Innenseite nur dafiir Sorge zu tragen, daB der ge- wUnschte Grenzwett der Verformung beim Probedruck nicht iiberschritten wird. Da der Probedruck pi aber nor- malerweise das r,3fache des Betriebsdrucks p betragt, mull der Sicherheitsbeiwert in diesem Falle mindestens zu 1,3, besser aber etwas h?her zu 1,5 gewahlt werden. In Abb. 7 sind die bezogenen zulassigen Driicke pzuilaF eingetragen, welche mit den vorstehend erlauterten Sicherheitsbei- 7 ere,- T _,,.... 30 48 ,411111.111.111111.w."-- ...... 15 10 ...4 --- :' Or , " , liebmessepverhenis u Abb. 7. Schaubild zur Berechnung dickwandiger Hohlzylinder unter Innendruck. werten aus Abb. 6 errechnet sind. Die Abbildung laf3t er- ? kennen, daB bei kleinem. Durchmesserverhaltnis u, solange also die Ungleichformigkeit in der Beanspruchung verhalt- nismaBig ldein ist, die Erreichung des vollplastischen Zu- standes, bei groBem Durchmesserverhaltnis aber der Grenz- wert der Dehnung an der Innenseite fiir die Dimensionie- rung maBgebend ist. Der Gang der Festigkeitsrechnung sei an folgenden Beispielen erlautert : Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 140 E. Siebel, Die Festigkeit dickwandiger Hohlzylinder. KONSTRUKTION 3. (1930 Heft Welche Wanddicke muB em Hohlzylinder mit einem Innendurchmesser di = 500 mm erhalten, wenn em n Stahl mit einer Streckgrenze az, = 38 kg/mm2 verwendet wird und der Betriebsdruck a) '= 700 atii b) p = 1200 atii. c) p= 2000 atii betragt ? Zu a) : Bei einem bezogenen zulassigen Druck 700 Pzia/aF 38.100 - 0,184 ergibt sich gernaB Abb. 7 bei einer r,8fachen Sicherheit gegen Erreichung des vollplastischen Zustandes em Durch- messerverhaltnis ii = 1,34. Beim r,5fachen Betriebsdruck ist dabei e*IeF =1,o, so daB bei diesern Durchmesserver- haltnis beim Probedruck keinerlei bleibende Formande- rungen an der Innenseite des Behalters zu erwarten stehen. Der AuBendurchmesser des Hochdruckbehalters ist so- ma zu da = u ? di = 1,34 ? 500 = 67o min zu wahlen. Die erforderliche Wanddicke betragt S (da- di) = ? (670 - 500) = 85 mm. 2 2 Zn b) : Mit ? 1200 Pzul/OF 38.100 - 0,316 erhalt man als Durchniesserverhaltnis bei r,8facher Sicher- heit gegen Erreichung des vollplastischen Zustandes aus Abb. 7 U= 1,65. Dabei ergibt sich e*/eF beim r,5fachen Betriebsdruck zu etwa 1,5. Mit EF ---= 38/20 000 = 0,19% vermag man alsdann die Gesamtdehnung auf der Innen- seite beim Probedruck zu e* 1,5 ? 0,19 = 0,29% und die bleibende Dehnung an dieser Stelle zu ebi = e* - eF 0,29 - 0,19 = 0, ro% zu ermitteln. Da bleibende Form- anderungen von dieser GroBe unbedenklich zugelassen werden konnen, geniigt es, den AuBendurchmesser zu da= 5,65 ? 500 = 825 mill und die Wanddicke mit s = (o25 - 2 zu wahlen. Zn c) : Bei einem sich 500) = 163 mm Innendruck pzuz .=_- 2000 atii ergibt 2000 P.zuVIR 38 ? /oo - 0,527 Im Hinblick auf eine r,8fache Sicherheit gegen Erreichen des vollplastischen Zustandes vermag man alsdann der Abb. 7 em erforderliches Durchmesserverhaltnis u = 2,27 zu entnehmen. Die gleiche Abbildung laBt jedoch erken- nen, daB bei diesem. Durchmesserverhaltnis das Dehnver- haltnis e*/eF beim r,5fachen Betriebsdruck etwa den Wert 2,5 erreicht. Beim Probedruck wiirde somit eine Gesamt- dehnung e* = 2,5 ? 0,19 =0,47% und eine bleibende Deh- nung Ebi = 0,47 - 0,19 = 0,29% auftreten. Es empfiehlt sich somit, irrtHinblick auf die zu hohe bleibende Dehnung das Durchmesserverhaltnis auf U = 2,5 zu erh?hen. Da- durch wird e*IeF auf 2,0 herabgesetzt und man erhalt nun- mehr beim r,5fachen Betriebsdruck auf der Innenseite eine Gesamtdehnung E* = 2 ? 0,19 -=. 0,38% und eine bleibende Dehnung et,/ = 0,38 - 0,19 = 0,19%. Eine weitere Herab- setzung der bleibenden Formanderungen auf 0,1% ent- sprechend einem Verhaltnis e*IeF=-1,5 ist, wie Abb. 7 er-' kennen laBt, bei Verwendung des gleichen Werkstoffs nur dadurch moglich, daB das Durchmesserverhaltnis u auf 4,0 vergroBert und damit die Wanddicke verdoppelt wird. Mit u = 2,5 ergibt sich der AuBendurchniesser des Be- , halters zu 2,5 ? 500 = 1250 Rim und damit die Wanddicke zu s ( 1250 - 500) = 375 mm. Bei der vo.rstehend behandelten Berechnungsweise ist es storend, daB die einem bestimmten p/crF-Wert zu- geordneten Wanddicken s nicht unmittelbar berechnet werden konnen, sondern daB zunachst dem Schaubild die u-Werte zu entnehmen sind, aus denen die Wanddicken dann berechnet werden miissen. Auf Vorschlag von Dr. Class wurde daher gepriift, oh sich der Rechnungsgang nicht durch Anwendung einer Naherungsformel verein- fachen laBt. In Abb. 8 sind die den folgenden Beziehungen is 0 _ dotheblaadedder Ifizno'd/af is 111 ? 5%r ? eP?F % - 2,3 MEI 'c 4 04 1%p as ' era i fliek; inn 111111 is z5 30 35 fe liakmesserverhagas a 40% 0'4 42 Abb. 8. Vergleich der Berechnungsformeln. 0% entprechenden p/op-Werte eingetragen und mit den fiir den FlieBbeginn und den vollplastischen Zustand geltenden Grenzkurven in Vergleich gesetzt : p/o?F = 1,15 (u - = 273 - ?' (i6) 1 - I = - PRIF = 2'3 u+ 2 '3 2,3di s 2,3 da - s; (17) - PIF - 2,3 = 5, 5 - 2,, da di + 2S (r8) Gl. (16) entspricht der friiher im Kesselbau iiblichen Be- rechnungsweise f?r dannwandige Behalter. Die Formel ist, wie die Abbildung erkennen l?, fiir die Berechnung dick- wandiger Hohlzylinder vollig unbrauchbar. Giinstiger ver- halt sich Gl. (17), bei der di durch den mittleren Durch- messer d-= di s ersetzt ist. Die nach dieser Gleichung berechneten bezogenen Innendriicke plo-F stimmen his zu einem Halbrnesserverhaltnis U = 2 weitgehend mit der fiir den vollplastischen Zustand geltenden Grenzkurve iiberein. Oberhalb dieses Wertes verlaufen die so be- rechneten bezogenen Innendriicke unterhalb der Grenz- kurve. Benutzt man diese Naherungsgleichung also dazu, urn die Festigkeitsrechnung gegen groBe Formanderungen durchzufiihren, so rechnet man Mr Vergleich zu Gl. (ro) stets nach der sicheren Seite. Die nach Gl. (r8) berech- neten bezogenen Innendriicke liegen im unteren Teil des teilplastischen Gebietes. Bei Erreichung dieser Driicke ist stets nur em geringer Teil der Wandung iiberelastisch be- ansprucht und das Dehnverhaltnis eleF bleibt stets unter 2. Die bleibenden Dehnungen an der Innenseite des Behalters sind entsprechend klein. Gl. (i8) kann daher ohne Beden- ken fiir die Festigkeitsrechnung gegen kleine bleibende Formanderungen beim Probedruck benutzt werden. Auf Grund der vorstehenden Ausfiihrungen ergeben sich aus Gl. (17) und (i8) fiir die Berechnung der Wand- dicke folgende Beziehungen: Berechnung gegen groBe Formanderungen irn Betriebe S, = 0,43 p ?S2 d di Ioo.a mp 230-aF P. Si Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 (r 7a) KONSTRUKTION 3. (1951) Heft 5 ? Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 E. Siebel, Die Festigkeit dickwandiger Hohlzylinder. 141 Berechnung gegen bleibende Formanderungen beim Probe- druck p ? S2 S2 0,43 ? i? la 300 tip di 230 ?cf p 2 p ? S2 Die Sicherheitsbeiwerte sind dabei, wie bei der urspriing- lichen Berechnungsweise, mit S1= 1,8 und S2 = 1,5 ein- zusetzen. Der groBere der beiden fiir die Wanddicke er- rechneten Werte ist maBgebend. Die Formeln fiir den zu- lassigen Druck lauten entsprechend bei Berechnung gegen groBe Formanderungen im Betrieb ? tip s o?F pzui, 230 ? ? 230 ? 230 ' ? (r7b) S, u +1 S? dm Si di+ s bei Berechnung gegen bleibende Forrnanderungen beim Probedruck tip 14 ? I (IF s (IF P 2,a2 = 115 ? 230?? ? 230 ? . (r8b) S2 U S2 da S2 d1+23 In dieserri Fall ist der kleinere der beiden Werte maB- gebend. Die vorstehende Berechnungsweise sei nunmehr an Hand der eingangs behandelten Berechnungsbeispiele weiter erlautert und mit den friiher errechneten Werten verglichen. Zu a) : Fiir den Betriebsdruck p 700 atti ergeben sich folgende Wanddicken: 500 500 ? 85 mm; (r8a) S2 23038 1 s 6,93?I 700.1,8 500 500 ? 8o min_ 230 ? 38 8,32 ? 2 ?2 700.1,5 Erforderliche Wanddicke s s, 85 mm wie bei der fritheren Berechnungsweise. Zu b) : Fur einen Betriebsdruck von 1200 atti ergeben sich die Wanddicken: S2 = 500 500 ? 164 Mtn; 175 mm. 230.38 500 1200 ?I,8 500 230.38 2 4,85-2 1200.1,5 Erforderliche Wanddicke s s2 = 175 mm gegentiber 163 mm bei der friiheren Berechnungsweise. Zu c): Ftir einen Betriebsdruck von 2000 atii ergeben sich die Wanddicken: 500 500 Si = ? 352 111M; 230.38 2,42-1 2000.1,8 500 . 500 S2 -= ? 543 num 230.28 2 2,92-2 2000 ? 1, 5 Die erforderliche Wanddicke betragt s = s2------ 543 mm. Demgegenitber genfigte bei der fritheren Berechnung, wenn von etwa 0,2% bleibender, Verformung beim Probedruck ausgegangen wurde, eine Wanddicke von 375 mm. Der Ausfiihrung mit 543 mm Wanddicke und einem Halb- messerverhaltnis u 3,2 wiirde gemaB Abb. 7 em Dehn- verhaltnis s*/EF? 1,7 und damit eine bleibende Dehnung an der Innenseite ebi 0,14% beim x,5fachen Betriebs- druck entsprechen. Berechnet man nach GI. (17b) und (r8b) den zulassigen Betriebsdruck ftir eine Wanddicke s =375 mm, so erhalt man: 38 375 piz., = 230 0.500+ 375 ? 208o atii; ? 38 375 ? p2zui 230 1,5 .500 + 375 1740 atii. Die vorstehenden Beispiele lassen erkennen, daB bis zu einem Wert p/aF 0,23 stets der Wert s,, oberhalb p/o.,F 0,23 aber der Wert .52 fiir die Dimensionierung des Behalters maBgebend ist2. Zusammenfassung. Die Untersuchung der Beanspruchungsverhaltnisse von Hohlzylindern bei FlieBbeginn fiihrt zu dem Ergebnis, daB die Gefahr der Ausbildung eines Trennbruches auf der Innenseite des Behalters gegentiber der FlieBgefahr mit zunehmendem Halbmesserverhaltnis abnimmt. Nach Er- reichen der FlieBgrenze breitet sich bei weiter steigendem Innendruck der plastische Zustand allmahlich von innen nach auBen iiber die Wandung aus, bis schlieBlich der voll- plastische Zustand erreicht ist. Im vollplastischen Zustand tritt der Hochstwert der Zug-Tangentialspannung nicht mehr wie bei elastischer Beanspruchung auf der Innen- seite, sondem auf der AuBenseite des Behalters auf, und hier ist entsprechend auch die Bruchgefahr am groBten, so daB etwaige Trennbriiche an der AuBenseite einsetzen und von hier nach innen fortschreiten. Wahrend der FlieBbeginn bei diinnwandigen Hohl- zylindern nahezu mit dem Erreichen des vollplastischen Zustandes zusammenfallt, laufen die beiden Grenzkurven ftir den Innendruck bei FlieBbeginn und bei Erreichen des vollplastischen Zustandes mit wachsendem Halbmesser- verhaltnis immer mehr auseinander. Zur richtigen Be- messung dickwandiger Hohlzylinder ist es alsdann zweck- ma,Big, von bestimmten Grenzformanderungen an der Innenseite des Behalters auszugehen. Verschiedene For- mein zur Berechnung von dickwandigen Hohlzylindern unter Innendruck werden erortert und durch Berechnungs- beispiele erlautert. 2 Siebel, E. und S. Sch waigerer: Die Festigkeit von Rohren unter Innendruck bei sehr hohen Temperaturen. Brennstoff -Warme -Kraft (BWK) 3 (i95i), Heft 5, S. 142/43. Approved For Release 2003/10/16: CIA-RDP80-00926A004100010001-6 142 Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 ? E. W. H. Maa,B, Vernietung dunnwandigerer Bauteile. 'RONSTRUKTION 3. (1951) Heft 5 Vernietung diinnwandigerer Bauteile. Von Obering. E. W. H. MaaB, Winsen/Luhe. Der Leichtbau hat in weitert Kreisen der Metallindustrie und des Handwerks Eingang gefunden. Seine Entwicklung ist noch void im FluB. Als Baustoff benutzt man Profile, die durch Pressen, Ziehen, Walzen oder Abkanten aus Blech mit Wand- starken von 0,4-1,0 mm entstanden sind, sowie thinnwandige Rohre. Es wird unterschieden zwischen Leichtmetall- und Schwermetall-Leichtbau. Als Leichtbauweisen haben sich herausgebildet a) Zellenbau (Maschinen usw.), wobei mehrere neben- einander liegende Zellen aus diinnem Walzblech durch elektrische LichtbogenschweiBung miteinander verbunden werden; b) Rahrenbau (Waggonbau usw.); c) Schalenbau (Schiffbau usw.). Bisher konstruktiv nicht zum Tragen herangezogene Bauteile werden beim Leichtbau mit in die Tragkonstruktion einbezogen (beim D-Zugwagen z. B. auch Dach und Boden). Beim Leichtmetall-Leichtbau kann man schmi vom Sparbau sprechen. Zwei Faktoren gehen ineinander auf: Leichtstoffbau (Leichtmetalle) und Leichtkraftbau (Verringerung von Massenkraften, Totgewicht). Durch den Leichtbau werden naturgemaB auch die Nietverbindungen beeinfluBt. Ihre Konstruktion und Ausfiihrung behandelt dieser Aufsatz. Der warm eingezogene Stahlniet schrurnpft bei der Ver- nietung starkerer Konstruktionen in der Langsachse. Die Belastung wird durch die Reibung zwischen Nietkopf und Werkstoff sowie zwischen Werkstoff und Werkstoff iiber- tragen (Gleit- und Reibungswiderstand). Beim kalt ge- schlagenen Niet dagegen abernehm.en der Lochleibungs- druck (Druck des Nietschaftes auf die Lochwandung) sowie der Scher- und Biegewiderstand des gestauchten eng in der Bohrung anliegenden Nietes die Kraf tither- tragung. Bei dieser Nietung wird das gegenseitige Ver- schieben der vernieteten Bauteile unter Beanspruchung durch FormschluB des Nietes oder Nietzapfens im Nietloch verhindert. Im. Stahlleichtbau wird heute weitgehend das SchweiBen angewendet. Leichtm,etallbauteile, bei welchen auf groBere Festigkeit der Verbindungsnaht Wert gelegt wird, ver- bindet man durch Vernieten, da dies die giinstigste unkis- bare Verbindungsart ist. Die Erwarmung der Naht beim SchweiBen wiirde zum Weichgliihen. der SchweiBzonen fiihren; die SchweiBnaht weist in solchen Fallen GuBgefage geringerer Zahigkeit auf. Werkstoffe far Niete. Grundsatzlich sind fiir Niete alle Legierungen geeignet, die zur Bildung eines SchlieBkopfes bereits geniigend weich sind bzw. die sich durch Glahen geniigend weich rnachen lassen. Bei der Verarbeitung von Leichtrnetall massen mechanische Beschadigungen der Werkstoffoberflache un- bedingt vermieden werden; der Nietwerkstoff wird daher in der Regel etwas weicher gewahlt als der Werkstoff der zu verbindenden Bauteile. Zur Verhinderung elektro chemischer Potentialunterschiede sollten bei Leichtrnetall Niet und zu vernietende Teile aus der gleichen Werkstoff- art bestehen. Niete aus Kupfer oder Kupferlegierungen sind stets zu vermeiden. ZweckmaBig sind die folgenden Werkstoffpaarungen: Aluminium, weich bis halbhart, zum Vernieten von Aluminium; Al-Cu-Mg-Legierungen, frisch abgeschreckt, oder Al-Cu-Mg-Sonderlegierungen. zum Ver- nieten von Al-Legierungen (auBer Al-Mg); Al-Mg-Legie- rungen zum Vernieten von Al-Mg- 'und Magnesium- legierungen. Zum Verbinden von Bauteilen aus ausgeharteten Al- Werkstoffen, z. B. Al-Cu-Mg, sollen keine Niete dieser Gattung im. weichgegliihten Zustand verwendet werden. Zu harte Niete erfordern nicht nur einen hiiheren Arbeits- aufwand, sondern ergeben auch leicht rissige bzw. zum Abspringen neigende SchlieBkopfe. Al-Cu-Mg-Niete werden stets kalt geschlagen. Sie diir- fen auf keinen Fall wie Stahlniete warm eingezogen werden, da ?hierdurch nicht nur der Niet selbst beschadigt wird, sondern auch der zu vernietende, ausgehartete Al-Cu-Mg- Werkstoff in der Umgebung der Nietlocher. Al-Cu-Mg- Niete sind im Anlieferungszustand bereits ausgehartet und sornit zur allgemeinen Verarbeitung nicht geeignet. Nur notfalls konnen sie bis zu einem Durchmesser von etwa 3 mm im ausgeharteten Zustand geschlagen werden. Die Al-Cu-Mg-Niete werden wie folgt behandelt: 1. Aushartungsgliihen bei etwa 5000 C wahrend 15-30 min je nach Dicke; 2. Abschrecken in kaltem Wasser; 3. Schla- gen der Niete unrnittelbar im AnschluB an diese Behand- lung, hochstens jedoch 3-4 Stunden danach. Auf Eis gelagert bleiben die Niete etwa 20 Stunden schlagbar. Em geschlagenen Niet vollzieht sich dann die Aushartung selbsttatig. Die Niete werden im Gliih- oder Salzbadofen warmebehandelt. Zur Verzogerung der Kaltaushartung werden vielfach Al-Cu-Mg-Niete aus einer Sonderlegierung mit niedrigem Mg- und Cu-Gehalt gewahlt. Diese sind auch im voll ausgeharteten Zustand noch schlagbar, erreichen jedoch nur eine urn etwa 5 % geringere Scherfestigkeit. Beanspruchung, Nietanordnung und Nietdurchmesser. Die zulassige Scherbela'stung einesNiets hangt nicht von der zu vernietenden Werkstackdicke ab, sondern auBer. vom Werkstoff. vom Nietqperschnitt d2 ? n/4, also vom. Nietdurchmesser d. Der zulassige Lochleibungsdruckhangt' auBer vom Werkstoff von der GroBe der Lochleibung d ? s, also vom Nietdurchmesser und von der zu vernie- tenden Werkstoffdicke ab. In einer belasteten Nietverbin- dung wird der Niet gegen die Lochwandung gedriickt. Der spezifische Lochleibungsdruck zwischen Nietschaft und Lochwandung kann insbesondere bei diirinen Blechen so- wie bei mehrschnittigen Verbindungen ziernlich hohe Werte annehm.en, da die Lochleibungsflache in den dannwandigen Blechen verhaltnismaBig klein ist. Deshalb wiirde in sol- chen Fallen unter der Beanspruchung eher das Blech durch zu hohen Lochleibungsdruck zu Bruch gehen als der Niet durch Abscheren. Die zulassige Scherfestigkeit betragt etwa 60 ?70 % der Zugfestigkeit. Anzustreben ist, die Nietverbindung so zu bernessen, daB bei der zulassigen Belastung gleichzeitig der zulassige Lochleibungsdruck und die zulassige Scherbeanspruchung erreicht werden. Da die Errnittlung aller zusamrnenwirkenden Krafte kaum moglich ist, rechnet man im allgemeinen mit betracht- lichen Sicherheitsfaktoren. Dabei ist zu beriicksichtigen, ob ruhende oder wechselnde Beanspruchung vorliegt. Wahrend bei ruhender Belastung die zulassige Scherbean- spruchung im Nietschaft etwa der zulassigen Zugbean- spruchung des Werkstoffs in der Nietreihe gleichgesetzt werden kann, diirfen fiir wechselnde Beanspruchungen holier? Werte fiir Scherbeanspruchung und Lochleibungs- druck zugelassen werden. In der Tabelle i sind fiir ruhende und wechselnde Be- lastung die zulassigen Beanspruchungen auf Abscheren und Lochleibung zusammengestellt. Als Werkstoffe sind dabei die wichtigsten Aluminiumbaustoffe gewahlt worden. Bei Berechnung der Nietverbindung legt man zunachst den Nietdurchmesser d fest. Es hat sich als zweckmaBig erwiesen, bei ruhender Belastung d etwa gleich der zwei- bis dreifachen Blechdicke zu wahlen. Der gefundene Wert wird auf genormte Nietdurchmesser abgerundet. Bei un- gleich dicken Querschnitten wird der diinnere fiir die Rechnung beriicksichtigt. Damit liegen Nietquerschnitt Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 KONSTRUKTION 3. (1951) Heft 5 Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 E. W. H. MaaB, Vernietung diinnwandigerer Bauteile. 143 und Lochleibungsflache fest. Durch Multiplikation dieser Flachen mit den zulassigen Scherbeanspruchungen bzw. Lochleibungsdriicken erhalt man die Tragfahigkeit des Niets in den beiden Beanspruchungsf alien, die dann der nate konnen in Einreihennaht, Kettennaht (Abb. 4) oder Zickzacknaht (Abb. 5) hergestellt werden. Die Ketten- naht wird im allgerneinen nur fiir kurze Nahte angewendet. Bei der Kettennaht liegen die Niete beider oder mehrerer Tabelle /. Zulassige Nietbeanspruchungen' auf Abscheren und zulassige Lochleibungsdracke beim Vernieten Von Al-Werkstoffen.* Werkstoff Bauteil Niet Zul. Scherbeanspr. kg/mm2 ruhende Last wechselnde Last Zul. Lochleibungs- druck ruhende Last kg/mm2 wechselnde Last Al halbhart .bis hart Al weich bis hart 2,5-3 4-6 Al-Cu-Mg aus- Al-Cu-Mg nach Ab- gehartet schrecken geschlagen 8-ro 6-7,5 r7 13 Al-Mg-Si kalt oder Al-Mg-Si, kalt ausge- warm ausgehartet hartet geschlagen 6-7 4,5-5,5 13 TO Al-Mg 3 weich bis halbhart Al-Mg 3 halbhart 5,5-6 3,5-4,5 It 8 Al-Mg 5,7 und 9 Al-Mg 5 weich bis weich bis halbhart halbhart 6,5-7,5 4,5-5 II Al-Mg-Mn halbhart Al-Mg-Mn h al bhart bis hart bis hart 5,5 -6 3,5-4,5 12 9 Al-Mn halbhart Al-Mn weich bis hart bis hart oder Al hart 3-4 8 * Nietdurchmesser (1=1,5 8+2 MM. Abb. 4. Kettennietnaht. Abb. 5. Zickzacknietnaht. Reihen hintereinander. Bei der Hierbei ergeben sich gute Mittelwerte. Zickzacknietung sind die Nietreihen urn eine halbe Teilung gegenein.- ander versetzt ; die Nietreihen liegen also einander naher, und der Abstand von je zwei benachbarten Nieten kann tmin betragen. Als giinstigsten Nietabstand wahlt man bei Rund- und Flachkopfen tnan - 3d, bei groBen Kopfen tmin= 5 d. Der Randabstand in Langs- und Quer- richtung ist dadurch begrenzt, daB sich beim Nieten die Blechrander nicht ausbeulen diirfen; er soil min- destens 2,0-2,5 x Nietdurchm.esser be- tragen. Beim. Vernieten von Profilen (Abb. 6) muf3 der Abstand des Niets von der Biegekante amjn=6s betragen, mindestens jedoch 8mm, damit der Dopper die Biegekante nicht verletzt. weiteren Berechnung zur Ermittlung der erforderlichen Nietanzahl zugrunde gelegt wird. Unter Um.standen ist noch em n Sicherheitsfaktor einzusetzen,, dessen GroBe von der Nietanordnung, Werkstoffpaarung usw. abhangt. Die Normung hat giiltige Werte (DIN 265) aufgestellt, so daB zur vollen Ausnutzung der Festigkeit einer Nietverbindung die MaBe der belasteten Flachen in em n verniinftiges Ver- haltnis zueinander gebracht werden. Bei Verwendung zu diinner Niete wird die Festigkeit der Lochwandung nicht ausgenutzt, bei zu dicken Nieten in diinnen. Blechen nicht ihre Tragfahigkeit. Der zweck- radBige Nietdurchmesser in Abhangigkeit von der Dicke des diinnsten Bleches einer Nietung ist in Tabelle 2 wieder, gegeben. Tabelle 2. Nietdurchmesser im Verhaltnis zur diinnsten Blechstarke. Blechdicke S Min 0,3 bis 0,5 bis o,8 1,0 1,2 1,5 r,8 bis 2,5 3,0 bis 4,0 0,4 0,6 2,0 , ' 3,5 Nietdurch- 2,9 2,0 2,0 2,6 3,5 3,5 4,0 5,0 5,0 6,o messer bis bis bis bis bis bis bis bis bis bis d MM. 2,6 3,0 3,5 3,5 4,0 4,0 6,o 6,o 7,0 8,o ? Nach der Art des Zusamm.ennietens wird zwischen Vberlappungs-. und Laschennietung unterschieden. Beide Verbindungen konnen em- oder mehrschnittig (-reihig) hergestellt werden. Die iiblichere ist die Uberlappungs- nietung (Abb. i). Abb. 2 zeigt die einseitige Laschen- nietung. Im. Leichtmetallbau wird die 'doppelte Laschen- nietung (Abb. 3) selten angewendet. Da die Nietquer- 4111111k Ail VAk Nor Nwir Abb. 1. 'Ober- Abb. 2. Einseitige lappungsnietung. Laschennietung. 41. wr?All' \7.s1 Abb. 3. Doppelseitige Laschennietung. schnitte hier ?zweischnittig belastet sind, brauchen die Blechdicken der Laschen nur halb so stark zu sein. Bei der doppelseitigen Laschennietung werden zwei Quer- schnitte durch, die zu ilbertragende Kraft auf Abscheren beansprucht. Dasselbe trif ft fiir die Laschen zu. Niet- it Abb. 6. Abstand des Niets vom Profil. Nietformen und Nietungsarten. Dunne Bleche, Schalen-, Hohlplatten-, Rohr- und Kastenkonstruktionen vertragen beim Vernieten nur ver- haltnismaBig geringe spezifische Driicke. Sie sind beson- ders empfindlich gegen Beanspruchungen, die beim durch- weg kalten Schlagen der Niete entstehen. Unter Unistan- den konnen Feinrisse im Kopf der Niete auftreten. Wegen der Gefahr der Beschadigung des Bleches und der Niet- kopfe werden Sondernietform.en angewendet. Bei der Leichtbaunietung kann sich sowohl der SchlieB- kopf als auch der Schaft andern. An Stelle des Halbrund- kopfes tritt der Flachrundkopf (Tonnenkopf), wenn mit dem ruhigen Druck der Nietpresse an Stelle des schlagen- den Niethammers gearbeitet wird. Der Tonnenkopf wird haufig noch weiter ausgebildet zum Konus- oder Kegel- kopf, well fiir diese Form wesentlich giringere Stanch- leistungen erforderlich sind und diirch zusatzliche Fiihrung der Niete im entsprechend fassonierten Dopper die Mittig- keit des SchlieBkopfes gewahrleistet ist. Wird mit automatischen Nietmaschinen gearbeitet, so ist die Schaftlange des Niets -2 mm Unger als bei der Handnietung. Bei der Maschinennietung tritt eine starkere Stauchung em, wodurch das Nietloch sich starker aus- weitet. Dies wird durch mehr Schaftmaterial ausgeglichen. Halbrund- und Flachrundniete. Rohe Niete sind nach ihren Setzkopfen genormt. In Abb. 7 ist em n Niet mit den ilblichen Bezeichnungen und Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 144 E. W. H. MaaB, Vernietung diinnwandigerer Bauteile. KONSTRUKTION 3. (1951) Heft 5 MaBen wiedergegeben. Per Halbrundniet wird dort ver- wendet, wo der vorstehende Kopf nicht stort. Der Schlief3- kopf kann auch als Flach-SchlieBkopf, Senk-Schlief3kopf usw. ausgebildet werden. Bei Fe'stigkeitsverbanden be- nutzt man iiberwiegend Halbrundniete. Per Flach- SchlieBkopf (Abb. 8) ist am leichtesten zu schlagen und Setzkopf Schaff Sch/iedkopf ? Abb. 7. Bezeichnungen der Nietteile. Dz d . K 0,7 d d < 4 mm = i'7 bei d > 4 ,P111 K = 0,6 d Abb. 8. Flach-SchlieBkopf. D 1,6 d bei d 3,5 mm in der Herstellung am billigsten. Als Zugabe zum SchlieBen des Flachkopfes wird mit 1,5 d gerechnet. Per Kopf - macher wird gespart, das Blech kann dadurch nicht ver- letzt werden. In Abb. 9 ist der Werdegang einer indirekten Nietung dargestellt. Soil oder darf der SchlieBkopf nicht vorstehen, so wird er als Flachsenk-SchlieBkopf (Abb. io) r Ay/ Aillkd .g Lus Abb. 9. Anziehen und Schlagen des Flach-SchlieBkopfes. , Ar/ M. rvAir A LiJk' Abb. To. Anziehen und Schlagen des Flachsenk-SchlieBkopfes. ausgebildet. Als Zugabe zum Ausfiillen der Senkung sind o,8 --1,o d erforderlich. Liegt das dickere Blech auf der Schliakopfseite (Abb. ro), so muB es eine gewisse Mindest- dicke (Tab. 3) aufweisen, damit es die Aussenkung auf- Tabelle 3. Mindestblechdicke ftir die SchlieBkopfseite. Nietdurchmesser mm Mindestblechdicke . mm 2 o,8 2,6 1,0 3 1,0 3,5 1,2 4 1,2 5 1,5 6 2,0 nehmen kann. Befindet sich dagegen der Setzkopf auf der Seite des dicksten Bleches, so wird das diinnere Blech in die Senkung des dickeren Werkstoffes nach Abb. ii ein- gezogen. Per SchlieBkopf wird im diinneren Blech ge- bildet. Bei dieser Einziehnietung wird das diinne Blech sehr fest in die Aussenkung gepreSt. Es konnen auch rnehrere Lagen der schwacheren Bleche auf diese Weise vernietet werden. Fiir das diinnere Blech diirfen die in Tabelle 4 angegebenen Wandstarken nicht iiberschritten werden. Tabelle 4. Grate Blechdicke bei der Einziehnietung. Nietdurchmesser d mill GroBte Einzelblech- dicke s . . . mm GrtiBte Gesamt- blechdicke . . . mm 2 2,6 3 3,5 0,6 o,8 1,0 1,2 1,5 4 5 I,0 2 6 Senkniet und Flachsenkniet. Diese Nietarten wendet man an, wenn entweder dicke Bleche miteinander oder wenn Profilleisten mit J3lechen verbunden werden sollen und auch, wenn die Nietkopfe aus irgendwelchen Griinden versenkt liegen miissen, z. B. aus Platzmangel, im Luftfahrzeugbau aus aerodynamischen Griinden usw. Beim Flachsenkniet ist der Kopf des rohen Niets etwas gewOlbt, damit das Schlagen erleichtert wird. Der Popper oder die Vorhaltmasse beriihrt nur die Mitte NII Ii ? einziehen schlagen Abb. Ir. Einziehnietung. Abb. 12. Flachsenknietung (Flachsenk-Setzkopf, Flach- SchlieBkopf). des Kopfes, nicht das Blech. Die Wolbung wird beim Ein- ziehen des Niets eingestaucht (Abb. 12). Die Senktiefe K des Kopfes ftir Flachsenk-Setzkopfe ist in Tabelle 5 ange- geben. Per Kopf des Senkniets hat einen Senkungswinkel 'T a b ell e 5. Senktiefe des Kopfes fiir Flachsenk-Setzkopfe nach Abb. 12. d mm 2 2,6 3,5 4 5 6 7 8 K mm o,8 0,9 r,o I,' 1,2 1,4 1,6 1,8 2,0 von 750. Per Senkkopf ist daher kraftiger als der von Flachsenk-Nieten (1200 Senkwinkel). Man benutzt ihn zum Vernieten dickere r Bauteile und zum Verbinden von starkwandigen Werkstof fen mit Blechen. Fiir den gib- Beren Flachsenk-Setzkopf mull das dicke Blech starker ausgesenkt werden als far den Flachsenk-SchlieBkopf. Die Mindestdicke der auszusenkenden Bleche fur Flachsenk- Setzkopfe geht aus Tabelle 6 hervor. Das dickere Blech Tabe 11 e 6. Mindestblechstarke fiir Flachsenk-SetzlOpfe. Nietdurchmesser . . mm Mindestblechdicke. . mm 2 2,6 I. 3 1,2 3,5 4 1,5 5 6 2 kann-aber auch auf der SchlieBkopfseite liegen, wobei dann das diinnere Blech nach Abb. 13 eingezogen wird. Es ist Gummiring senken Niet einfahren L einziehen Abb. 13. Flachsenknietung. schlagen auch moglich, zwei diinne Bleche nach Abb. 14 miteinander zu vernieten. Gegeniiber der Pilznietung, die im nachsten Abschnitt behandelt wird, hat diese Verbindung den Vor- zug, daB die Bleche mit Sicherheit eingezogen werden und daB dadurch em n einwandfreier SchlieBkopf entsteht. Seltener fiihrt ma!n. Vernietungen mit Flachsenk- SchlieBkopfen gemaf3 Abb. i5 aus, da die Bleche infolge der doppelten Aussenkung zu sehr geschwacht werden: Dunne Bleche werden aus diesem Grund auch mit 1400 statt 1200 angesenkt. Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 KONsTRuKTION 3. (tot) Hefts Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6, E. W. H. MaaB, Vernietung diinnwandigerer Bauteile. 145 Pilznietung und Einziehnietung. Der Pilzniet wird an Stelle des Flachsenkniets zum. Verbinden diinner Bleche verwendet, insbesondere wenn die Blechdicke fiir das Aussenken durch Spanabnahme zu gering ist. Es muB sehr sorgfaltig gearbeitet werden, da andernfalls die Bleche nicht geniigend eingezogen werden und em n mangelhafter SchlieBkopf entsteht. Dies ist dem IL )!Sr( P AA NIP ?AO Niel einziehen Niel schlagen Abb. 14. Flachsenknietung diinner Bleche. 120-1300 C zur Entziindung gebracht. Per Nietkolben wird von auBen auf den Nietkopf gesetzt. Bei der Ent- zandung wird das hohle Ende des Niets aufgebaucht. Da der Niet passend eingetrieben wurde, ist er durch die Aus- bauchung seines hohlen Schaftendes fest eingekeilt. Die Scherfestigkeit der Thermoniete liegt urn etwa 15% nie- driger als die der norrnalen. Bei der Thermonietung werden I/cm/hammer 1410? zo? RIO? Masse Abb. 15.. Flachsenk- Setzkopf und Flachsenk-Schliakcipf. geschlagenen Niet nicht immer anzusehen. Per Pilzniet ist beziiglich Festigkeit und sauberer Ausfiihrung dem Flachsenkniet iiberlegen. Im Flugzeugbau wurde die Pilz- nietung von der Einziehnietung abgelost. Die Pilznietung (Abb. 16) benutzte man dort vorwie- gend zum Aufnieten der Haut. Die Bleche wurden dabei mit dem Pilznietenzieher gleichzeitig an- und eingezogen. Tabelle 7. Blechdicke bei der Pilznietung. Nietdurchmesser . . . . mm 2 2,6 3 3,5 4 5 GrUte Einzelblechdicke mm o,6 o,8 1,2 GroBte Gesamtblechdicke mm 2 2,5 3 3,5 Die groBten Blechdicken bei Pilznietungen sind in Tabelle 7 wiedergegeben. Eine Reihe von Glatthaut-Nietverbindun- gen ist in Abb. 17 dargestellt. ;NNI" ?44, ? Ii 7 ??? Ii , A k JU Abb. r7. Glatthautnietungen. Sondernietverfahren und -nietformen. Thermo nietung (Abb. 18). Darunter versteht man eine Nietung, bei welcher der SchlieBkopf durch Entziinden von Thermit im Nietschaft gebildet wird. Man benutzt sie insbesondere bei leichten Blechausfiihrungen fiir die Be- festigung von Bauteilen an einseitig unzuganglichen Kon- struktionen. Der Schaft des Thermoniets ist teilweise hohl. Die Aushohlung wird mit einem Spezialsprengstoff gefiillt Abb. lg. Hohlnietung. Abb. 20. Vernietung mittels Rohrniet. und durch em n Plattchen zum Schutz gegen Witterungs- einfliisse abgedeckt. Die iiblichen Nietdurchmesser der Thermoniete betragen 2,5-6 mm. Das Nietloch ist mit geringexn. UntermaB (o,5 mm) zu bohren und dann auf FertigrnaB aufzureiben. DerThermoniet wird mit Hilfe eines vorgewarmten elektrisch beheizten Nietkolbens bei 0-1,0-18.d einziehen schlagen Abb. 16. Pilznietung. wegen des ungeschwachten Schaftquerschnittes bessere Festigkeitswerte als bei der Hohl- und Dornnietung erzielt. Hohlniete und Hohlnietverfahren. Per Hohl- niet (Abb. 19) bietet eine weitere Moglichkeit, an einseitig unzuganglichen Stellen zu nieten. Er ist leichter als der Vollniet. Ftir-Nietungen mit groBer Festigkeit ist er nicht verwendbar, weil die SchlieBkopfbildung nicht zuverlassig iiberwacht werden kann und weil der Schaft des Hohlniets durch die Bohrung erheblich geschwacht wird. Beira Bau von Rundfunkgeraten und Nachrichten- mitteln werden zur Befestigung von Bezeichnungsschil- dern, Isolierplatten u. a. neben. Kerbnageln Rohrniete (Abb. 20) verwendet. Sie kommen lediglich fiir gering beanspruchte Verbindungen in Betracht. Hohlniete k?n- nen auch aus kleineren Rohrabschnitten hergestellt werden, die man nach Abb. 21 und 22 mittels Zangen, Doppern oder Sonderwerkzeugen bis zum festen Anliegen umbordelt. Ifokenle/ekkAsch gehe/272 Thermilladung Versch/uffp/illYchen Abb. 18. Thermonietung. Im Gegensatz zum handelsiiblichen Rohrniet (Abb. 20) erhalten sic keinen Setzkopf. Die beiden Kopfe werden beim Nieten haufig mit recht einfachen Werkzeugen ge- bildet, z. B. durch rotierende, auf eine normale Handbohr- maschine gesetzte Werkzeuge. Abb. 23 zeigt eine weitere Art der Rohrnietung. Ein kleiner Axialdruck auf den Niet geniigt, urn den Werkstoff bei der Kopfbildung sanft und allmahlich zu verdrangen. SchlieBkopf und Setzkopf konnen gleichzeitig hergestellt werden, wobei jedoch darauf zu achten ist,. daB die Drehrichtung der beiden gleichzeitig arbeitenden Werkzeuge gegenlaufig sein muB. Zur weiteren Verringerung des Druckes bei dieser Bordel- nietung konnen die Bordelenden leicht abgedreht werden (Abb. 24). Bei der Dornnietung (Abb. 25) wird der hohle Schaft durch den Dorn ausgefiillt. Per Niet kann daher groBere Krafte aufnehmen und iibertragen. Seine Scherfestigkeit reicht annahernd an die. des Vollniets heran. In Frankreich wurde der Chobert-Hohlniet entwickelt, bei dem durch einen Hilfsdorn, der- nach der Nietung wieder entfernt wird, der SchlieBkopf hergestellt wird. Es entsteht emn Hohlniet nach Abb. 26. Das Arbeitstempo liegt bei diesern Approved For Release 2003/1'0/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 146 E. W. H. MaaB, Vernietung diinnwandigerer Bauteile. KONSTRUKTION 3. (1951) Hefts Nietverfahren sehr hoch: ?Mit einem Automaten werden zo Niete je Minute eingezogen. Der Chobert-Niet kann auch in Magnesiumlegierung ausgefiihrt werden. vorgang automatisch das Unterblech gegen das Oberblech driickt und nach Fertigstellung des SchlieBkopfes verformt abfallt. 72,e/25tforn ? Popper Abb. 22, 22, 23 und 24. Rohrnietungen. Bei derartigen Hohlnieten kann es vorkommen, daB die zu vernietenden diinnen Bleche nicht satt aufeinander liegen; es ist nur schwer moglich, sie zusammenzudriicken. 1.0ornnieh1k, Dormietzange effifithren 2.Dornmei o'asMeaah eiinTihren Bei einer Abart des nor- malen Chobert-Hohlniets wird der gesamteNietkOrper bis zum Setzkopf gestaucht. Man er- reicht darnit em n dichtes, sat- tes Anliegen des Schaftteiles (Abb. 28). Abb. 29 zeigt einen Klemm- niet, der unter Zuhilfenahme eines fassonierten Hilfsdorns hergestellt wird. Die Niete ki5nnen auch gabelformig oder geschlitzt ausgefiihrt werden. Dabei driickt em n durchge- stoBenerD9rn die durch Schlitze gebildeten (meist vier) Lappen auseinander. Bei den meisten Hohlniet- formen wird der Hilfsdorn nach beendeter Nietung zuriickgezogen und wieder verwen- det. Es gibt aber auch Hohlnietformen, bei denen der Dorn durch den Nietvorgang entweder zerrissen oder blei- -7 :711!; 9110/1 I sN r A A ASK Abb. Ihifydruckkam91,04 27. Durchziehniet zum Zusammendriicken vernietenden mit Hilfskappe der zu Bauteile. ktie \r,!! \nelme //--e 3.Nie anziehen bis der Dorn- schaff onred/ 4. Dort/sena/1 elwa 5.0ornschafi trnmaerdem seillich hillsenkoptabknelea efrilrerbeR Abb. 25. Dornnietung. 6. Dornschafi seNich iiber dem llesen- kgof aokne/Yen Der schlechter zugangliche untere Bauteil kann auch beim Einfiihren des Niets zuriickgestoBen werden. Dadurch entsteht die Gefahr, daB der SchlieBkopf z wis c hen beiden D>>>>>>>) 0 (1) r A 11111 V .0 >Atop- 111.... Abb. 26. Durchzieh-Hohlnietung (Chobert-Verfahren). Bauteilen anstatt auBerhalb liegt. Urn dies zu vermeiden, kann man eine kleine Hilfskappe verwenden aus gezogenem diinnen Stahlblech nach Abb. 27, welche beim Niet- Abb. 28. Schaftstauchniet (ab- gewandeltes Cho bert- Verf ahren). bend verformt wird (verlorener Dorn). Abb. 3o-32 zei- gen derartige Ausfiihrungen. Der Dorn ist am unteren Ende verdickt, in Abb. 30 reiBt er in einer Kerbe oberhalb ICIA?t\NNS N.VaNCIK . A ? li N. N 7 A Abb. 29. Klemmniet. der Verdickung beim Zur?ckziehen ab. Man kann auch einen verhaltnisnaBig weichen Dornwerkstolf verwenden, die ir reAr.02 Abb. 3o. Hohlniet mit verlorenem Dorn. der sich beim Bilden des SchlieBkopfes verformt, d. h. zusammengedriickt wird. In Abb. 32 ist der Dorn am ver- dickten Schaftende konisch gehalten (ausgebohrt). Die Verdickung wird beim Niet- vorgang in den konischen Teil gedriickt. 4.1 y 1111 &sw, / Abb. 31. Hohlnietung nach dem Armstrong-Whitworth- Verf ahren N N r A Abb. 32. Hohlnietung nach Loire und Oliver. Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 KONSTRUKTION 3. (195z) Hefts Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 E. W. H. MaaB, Vernietung diinnwandigerer Bauteile. 147 Einseitig geschlossene Hohlniete (Sackniete) konnen mittels rotierender Werkzeuge befestigt werden (Abb. 33 bis 36). Dabei muB man manchnial fiir einen Niet mehrere Dome verwenden. Die Abbildungen zeigen exzentrisch Abb. 33 und 34- Geschlossene Hohlniete (Sackniete). ;1 / Abb. 35. Breguet-Hohlniet. Abb. 36. United Hohlniet. gedrehte Scheiben und gespreizte Formnasen. In die Sackniete kann man nach der Verformung Leichtmetall- pfropfen setzen und den Rest des Hohlraurrts mit schnell hartendem Kunstharz ausfiillen. Der VberschuB der Masse wird glattgestrichen. Die Fiillung ist unbrennbar; ihr spezifisches Gewicht betragt etwa 2,3 kg/drn3. Nietverfahren und Nietwerkzeuge. Nach der Schlagrichtung unterscheidet man die direkte Nietung (Schlag auf den Nietschaft) und die indirekte Nietung (Schlag auf den Setzkopf), nach den Werkzeugen, die verwendet werden, Handnietung (Schlagen mit dem Handniethammer), PreBluft- oder Elektrohammer-Nietung (Schlagen mit Handmaschinen), PreBnietung (PreBdruck durch die Nietpresse). Die direkte Nietung wird vorwiegend bei handwerk- maBiger Herstellung und beim Verbinden von dicken und starren Bauteilen (Abb. 37) angewendet. Die Hand- nietung ist teuer. Bei der indirekten Nietung ist Voraus- setzung, daB der zu vernietende Werkstoff mitschwingt (Abb. 38), damit sich der Schaft anstauchen kann. Bei schlagen ? _117 pep- Wen , Masse starre oa'er ge/agerle goatee Abb. 37. Direktes Nieten. Abb. 38. Indirektes Nieten. schlagen Bieck schwitg/ keen* starren Bauteilen ist eine indirekte Nietung nicht moglich, weil der Schaft sich fast gar nicht verformt und nur der Setzkopf hart geschlagen wird. Die PreBluftnietung ware auch nicht far die direkte Nietung geeignet, weil der I:15pper sich schlecht auf dem Nietschaft fiihren laBt. Wenn er abrutscht, bilden sich m.angelhafte SchlieBkopfe. Weiterhin wiirde bei der direkten Nietung, hervorgerufen durch die schnelle Schlagfolge des PreBluftharnmers, der Nietschaft im Nietloch zuriickgeschlagen, wenn nicht sehr sorgfaltig vorgehalten wird. Die indirekte Nietung ist daher vorwiegend beim Vernieten elastischer mitschwin- gender Bauteile von Vorteil. Bei der indirekten Nietung wird auf den Nietschaft em n kurzer, moglichst schwerer Gegenstand gedriickt, welcher unter der Wirkung der auf den Setzkopf gefiihrten Schlage durch seinen Widerstand als trage Masse den Nietschaft zu einem Tonnenkopf staucht. Mit Doppelhebelzangen lassen sich SchlieBkopfe klei- nerer Niete durch einen einzigen Druck von Hand quet- schen. Derartige Nietungen sind bei geringen Ausladungen fiir Niete bis zu 2,5 mm Durchmesser vorwiegend fiir die Verarbeitung von Aluminiumnieten anwendbar. Hammernietung. Von Hand wird mit gewohnlichen Niethammern ge- nietet. Die Hammergewichte m.iissen richtig gewahlt wer- den. Einen Anhalt gibt die Tabelle 8. EM zu groBer Hammer verbeult mit zu wuch- tigen Schlagen den Werk- stoff ; em n zu leichter Hammer schlagt den Niet hart und ehe der SchlieBkopf fertig gebildet ist. Allgemein gilt folgende Faustformel: je Millimeter Nietdurchmesser etwa 8o Gramm Hammer- gewicht. Stets wird die Ver- formung des Nietkopfes durch die Schlagzahl und die Schlag- starke (Harnmergewicht und aufgewendete Kraft) be- stimmt ; daher miissen sie?im richtigen Verhaltnis zuein- ander stehen. Tabelle 8. Gewichte von Niethammern. Niet-Dmr. Dam FIaramer- gemicht 2 150 2-3,5 200 4-4,5 300 5 400 6-7 500 7-8 600 9 700 Io 8o0 PreBluft- und Elektroharnmer- nietung. Die Schlagfolge liegt bei PreBlufthammern bei max. 5000/m,in. Zum Vernieten diinner Bleche werden schnell schlagende Hammer benutzt, zum Verbinden dicker und starrer Bauteile langsam schla- gende Hammer, deren Schlag- zahl etwa 800/min betragt. Fiir Senknietungen sowie f?r die Verarbeitung diinner Bleche benutzt man Popper mit Gummi- ringen (Abb. 14). Der Ring wirkt als federnder Blechniederhalter und verhindert das Verbeulen der Bleche. Stander-Nietmaschinen (Abb. 39) werden durch den Ein- bau von PreBlufthammern in ortsfeste Maschinen verwandelt. Bei der Verarbeitung von Leicht- metallblechen sollte nur der Luft- hammer mit umlaufendem Kreuz- steg-Dopper verwendet werden, insbesondere beim Schlagen von Nieten groBerer Durchrnesser (Abb. 40). Beim Umlauf wird mit jedem Schlag nur em n Teil des Schaftes gestaucht, em n Vor- teil, der besonders beim Nieten von Leichtmetallen wichtig ist. Die Vorhaltwerkzeuge sind verschiedenartig, racist dem Zweck entsprechend, ausgebildet. In Abb. 41 ist eine Nietkeule dargestellt. Bei guter Federung, entweder von Hand oder durch eingebaute Federn hervorgerufen, er- geben sich kiirzere Schlagzeiten, eine bessere Kopfausbil- Abb. 39. StAnder-Nietmaschine mit Luftfederung. Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 ? 148 E. W. H. MaaB, Vernietung diinnwandigerer Bauteile. KONSTRUKTION 3. (1931) Heft dung und weichere Schlage. Fiir die Nietung von Rohren stehen verschiedene Werkzeuge zur Verfligung: Abb. 42 zeigt die starre Nietkeule (AmboB), Abb. 43 em n Feder- werkzeug mit Schiebestange zur Verlangerung und Abb.44 Abb. 40. Kreuzsteg-Dopper. eM Ein-Mann-Spezialwerkzeug fiir Rohrtrager (Schienen- werkzeug). Das Schienenwerkzeug rauB sehr sorgfaltig behandelt .werden; die Schiene ist meist langer als 4 m, Abb. 41. Nietkeule. Abb. 42. Nietkeule fiir Rohrnietung. Kerb AVerader,4mboh' fOrungssch/?fte Abb. 43. Zwei-Mann-Nietwerkzeug fur Innennietung. Zugsed" fWernder Amnon fiihrungsschiene Abb. 44. Ein-Mann-Nietwerkzeug fiir Innennietung. sie darf sich nicht unnotig durchbiegen. Die Nietflache des Reiters ist gehartet und geschliffen. Das Einstellen. des Reiters erleichtert die saubere Herstellung der Nietung. PreBnietung. Der Schlief3kopf wird bei der PreBnietung langsam und stetig in einem Gang gepreSt. Das Verfahren ist fast ge- rauschlos. Der Nietvorgang kann geregelt werden. Die Nietpresse (Abb. 45) ist verhaltnismaBig schwer, daher lassen sich nur gut zugangliche Stellen nieten. Die Presse ist entweder ortsfest oder wird an diner Kette hangend als bewegliches Arbeitsmittel benutzt. ?/1 IJ II Aft/ a, Egi 0,30 1,0 to 0,35 Verhillnis Wangena'icke 0,00 0,05 Zoll Abb. 2. EinfluB der Kurbelwangendicke auf die Biegedauerfestigkeit. wie es von geschmiedeten Kurbelwellen bekannt ist. In Abb.i ist der EinfluB der Kurbelwangenbreite auf das ertragbare WeclAselbiegemoment bzw. die zugehorige Nenn- spannung in der Kurbelwange wiedergegeben. Wahrend das Biegemoment mit wachsender Wangenbreite ansteigt, fallt die ertragbare Nennspannung zuerst wenig, dann aber stark ab. Die einzelnen Versuche sind jedoch nach Ansicht des Referenten nicht streng untereinander vergleichbar, da fiir verschiedene Wangenbreiten auch verschiedene Wangen- formen gewahlt worden sind. Abb. 2 zeigt den EinfluB der Wangendicke auf die Biegedauerfestigkeit, der eine ahnliche Charakteristik aufweist wie der EiniluB der Wangenbreite. Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00,926A004100010001-6 KONSTRUKTION 3. (1931) Heft 3 Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 Zeitschriftenschau. 1.61 Die Verf. haben auch Versuche mit verschiedener Kurbel- zapfenlange durchgeftihrt und fanden dabei heraus, daB die Lange des Kurbelzapfens keinen nennenswerten EinfluB auf die Dauerfestigkeit der Kurbelwellen hatte. Dagegen zeigt Abb. 3, daB Erleichterungsbohrungen in der Welle die Dauer- f estigkeit im giinstigen Sinn beeinflussen, sofern sie nicht kg/nunk, 250 p, 6;5 - 225 ego 175 13 5 11 0,25 400 Pephiginis off 7 2 Durchmesser der/Wrung d Abb. 3. Abhangigkeit der Biegedauerfestigkeit vom Durch- messer der Erleichterungsbohrungen in der Kurbelwelle. Zoll 3 groBer als etwa 0,4 des Kurbelwellendurchmessers gehalten werden. Interessant ist auch die Abb. 4, welche die Abhangig- keit des ertragba.ren Biegemoments von der ?tberschneidung" der Kurbelwelle und des Kurbelzapfens wiedergibt. Die -Ober- schneidung wird dabei definiert als Wellenradius plus Zapfen- radius minus Kurbelradius. Man sieht, daB bei einem be- stimmten Wert dieser GraBe das Biegemoment und die ertrag- bare Nennspannung em n ausgepragtes Minimum haben, das konstruktiv vermieden werden sollte. Vergleiche, welche die Verfasser zwischen den Dauerfestig- keiten der Kurbelwelle und den aus dem gleichen Werkstoff z 275 119/112Th 70 - o, cc, 250 6,5 - c$, _N225 6,0 45 - 200 ,o et, t,k 5,0 - 4(5 150 -0,500 6 l\,,........... ,..........."6 AK o -4375 -0,250 ? -4125 Verhd/Inis 1 o 1 2,0 -1,5 -g 4.5- - 0 4 -5 Zoll 1,10 i 1 I aberschneidang S Abb. 4. EinfluB der ?tberschneidung" auf die Biegedauer- festigkeit. (I)berschneidung ,----- Wellenradius + Zapfenradius ? Kurbelradius.) 0 4125 0258 gefertigten Probestaben angestellt haben, lieBen keine Be- ziehungen erkennen, welche von praktischem Wert gewesen waren. Dies lain sich auf Grund des Gestalteinflusses, der bei den Kurbelwellen im hohen Grade vorhanden ist, leicht einsehen. Es ist, wie in den Diskussionen und Stellung- nahmen zu der Veroffentlichung wiederholt ausgedrtickt wird, fraglich, ob eine Zergliederung des Gestalteinflusses in Einzel- ef fekte dazu benutzt werden kann, eine Kurbelwelle von be- stimmten Festigkeitseigenschaften zu entwickeln. Wie die Versilche mit der geometrisch ahnlichen, kleineren Kurbel- welle ergaben, scheint neben dem GestalteinfluB auch emn beachtlicher MaBstabseffekt vorhanden zu sem. Die Verf. wollen ihre Arbeit fortsetzen und dabei besonders die Tor- sionsdauerfestigkeit untersiichen, welche bei Kurbelwellen eine ebenso groBe Rolle spielt wie die Biegedauerfestigkeit. Th. Fink, K.: Ober Schlagversuche an FluBstahlproben mit allgetheinen Folgerungen far Untersuchungen an stoBartig beanspruchten festen Stoffen. Schweizer Archiv 13 (1949) Nr. 7, S. 193/214, 18 Abb. Der Verfasser berichtet fiber Schlagzug, und Schlagstauch- versuche mit FluBstahlproben, bei denen der Kraftverlauf wahrend des Schlages iiber Widerstandsstreifengeber mit Hilfe eines Kathodenstrahloszillographen aufgenommen wurde. Die Versuche zeigten u. a., daB bei entsprechend hoher Schlag- geschwindigkeit bei einem weichen FluBstahl mit ausgepragter oberer Streckgrenze eine 1TherhOhung der Streckgrenze urn mehr als r00% moglich ist. Die relative Erhohung der FlieB- grenze beim SchIag nahm mit steigendem Kohlenstoffgehalt des Probestahls ab. Die theoretische N achpriifung und Deu- tung der Ergebnisse ergab, daB schon bei Versuchen mit ein- fachen Pendelschlagwerken die Ausbreitung elastischer Wellen beim StoB beracksichtigt werden muB. Urn die Beanspru- chungsverhaltnisse in den Proben beim Schlagversuch zeitlich und ortlich genauer zu verfolgen, ist eine Versuchsanordnung ?notig, bei der die einzelnen bei der Schlagprilfung wirksamen EinfluBgroBen getrennt werden konnen. Der Verfasser schlagt hierzu em n Priifverfahren vor, das auf der Grundlage des zen- tralen StoBes zylindrischer Stabe unter Verwendung von Drahtwiderstandsgebern far Spannungs- und Dehnungsmes- sungen beruht. Th. Kohler, R.: Ergebnisse von Schwingungsuntersuchungen in Maschinenbetrieben des Bergbaus. Gliickauf 85 (1949) Nr. 51/52, S. 934/941, 5 Abb. Der Verfasser behandelt Schwingungsuntersuchungen an. Ma,schinenanlagen des Bergbaus, insbesondere Turbinen, Ver- dichtern, Ltiftern und Aufbereitungsmaschinen. Er zeigt, wie sich unter gewissen Umstanden schwierige Schwingungs- systeme auf einfache zurackftihren lassen, und geht auf ver- schiedene MaBnahmen em, mit deren Hife storende Resonan? zen beseitigt werden konnen. Die beiden grundsatzlichen Mog- lichkeiten, einmal die Eigenfrequenz des schwingenden Systems abzu5,ndern (z. B. durch Veranderung der Masse oder Steifigkeit von Gebauden und Fundamenten), zum anderen Mal die Erregung zu beseitigen (durch sorgfaltiges Auswuchten der Maschinen), werden an Hand von Beispielen erlautert. Das Auswuchten der Maschinen ist, besonders wo es an Ort und Stelle ausgefahrt werden kann, der bequemere Weg und hat in jedem Falle zu einer Herabsetzung der Schwingungs- amplituden auf 1/,oihres ursprtinglichenWertes gefiihrt. Unter- suchungen an Turbinenfundamenten haben ergeben, daB un- symmetrische Bauweisen nach Moglichkeit vermieden werden sollten, da die auftretendenSchwingungsformen sonst sehr ver- wickelt werden. Die Messung der Biege-Eigenschwingungs- zahlen eines Turbinenlaufers lieferte far Betrieb und Still- stand des Laufers sehr verschiedene Werte. SchlieBlich zeigt der Verfasser noch, wie es gelang, Luftschwingungen beim Be- trieb einer Grubenliiftung durch Anbringen von schmalen Schlitzen in der Wand des Liifterschlotes auf em n ertragliches Mall herabzusetzen. Th. Fertigung. Anders, E. und D. G. Elliot: Entwicklungen im Kalt- schlagen von Aluminium-Nieten. (Developments in the Cold Riveting of Aluminium.) Engineering 170 (1950) Nr. 4411, S. 141/143, 28 Abb., i Tab. Die Anwendung des Aluminiums und seiner Legierungen far Bauzwecke hat u. a. weitgehende Entwicklungsarbeiten hinsichtlich des Schlagens groBer Aluminium-Niete (bzw. Niete aus Aluminiumlegierungen) erforderlich gemacht. Die Verfasser beschreiben solche Entwicklungsarbeiten, wie sic anlaBlich des Baus einer genieteten Aluminiumbriicke tiber den Saguenay River in Arvida, Quebec, durchgefiihrt wurden. Obgleich es Aluminiumlegierungen gibt, die sich gut im warmen Zustand schlagen lassen, hat sich das Warmschlagen nicht als zweckmaBig erwiesen, da die Temperatur des Niets beim Schlagen in sehr engen Grenzen gehalten werden muB, wozu kostspielige Vorrichtungen notig sind. Es mull daher versucht werden, Aluminiumniete. herzustellen, die sich gut im kalten Zustand schlagen lassen. Beim Kaltschlagen von Aluminiumnieten mit Schaftdurchmessern von % Zoll und dariiber zeigte sich, daB die SchlieBkopfe die Neigung haben, sich unter Verfestigung seitlich zu versetzen. Bei Verwendung von Nietmaschinen (Pressen) konnte dies in den USA durch Einfahrung einer .konischen Kopf form (Abb. t) vermieden werden. Auf Baustellen ist man jedoch weitgehend auf denn PreBlufthammer als Nietwerkzeug angewiesen. Das Katt - schlagen mit dem PreBlufthammer gelingt nur, wenn man im Nietkopf eine Zentrierbohrung herstellt, zum Schlagen einen Schellhammer mit einer Kornerspitze, etwa nach Art der Abb. 2 wahlt unci mit dem Nietwerkzeug beim Schlagen Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 162 Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 Zeitschriftenschau. KONSTRUKTION 3. (1951) Heft 5 eine RollbeWegung ausfiihrt. Die Form des fertiggeschlagenen Nietkopfes ist in Abb. 3 wiedergegeben. Solche Niete zeigen befriedigende Festigkeitseigenschaften. Fiir den Bau der Arvida-Br?cke wurde aber aus asthetischen Griinden eine andere Kopf form gewahlt, die in Abb. 4 und 5 wiedergegeben ist. Die Ent - wicklung dieser Kopfform an Hand 7 ariar/vie0 1.1/18 " Loch 0 440*. Abb.,. Konischer Nietkopf fiir Maschinennietung. Abb. 2. Schlagen eines Nietkopfes mit Zen- trierbohrung mittels Pre Blu fth ammer. Abb. 3. Form des fertigen Niet- kopfes von Abb. 2. mehrerer Varianten wird von den Verfassern ausfiihrlich dargestellt. Der Nietkopf nach Abb. 5 wies hinsichtlich der Festigkeit und der Formbarkeit sehr befriedigende Eigen- schaften auf. Die von den Verfassern mitgeteilten Erfah- rungen und LErgebnisse durften iiber das Bauwesen hinaus das Interesse des Schiffbaus verdienen, der sich in immer steigendem Umfang des .Aluminiums als Werkstoff bedient. Th. Berechnung und Ge staltung von Maschinenteilen. Wilcock, D. F.: Lagerschmierung bei Temperaturen ? unter Null. (Subzero Lubrication of Bearings.) Machine Design 21 (i949) Nr. II, S. 92/95, 9 Abb. Es wird em n zusammenfassender Bericht fiber Kernpunkte des Problems der Tieftemperaturschmierung gegeben. Dabei geht der Verfasser zunachst auf Schmierole em, die ffir eine Verwendung bei tiefen Temperaturen geeignet sind, und zahlt dann die wichtigsten Eigenschaf ten und KenngroBen auf, die fur eine Beurteilung der Schmierole brauchbar sind. Er be- schreibt zwei Versuchseinrichtungen zur Priifung von Schmier- stoffen unter tiefen Temperaturen und befaBt sich dann spe- ziell mit Schmierfetten, die sich fiir eine Verwendung bei tiefen Temperaturen eignen. Lagerstellen mit ausgesprochen niedrigen Betriebstempera- turen spielen in vielen neueren Anwendungen des Maschinen- baus eine Rolle. Der Konstrukteur solcher Maschinenteile muB sich von vornherein Gedanken machen, wie? dabei eine ausreichende Schmierung erreicht werden kann. Er muB wissen, welche Schmiermittel fur niedrigste Temperaturen zur Verfugung stehen, und muB auf deren Eigenschaften bei der Gestaltung der Maschinenbauteile Riicksicht nehmen. Wahrend des vergangenen Krieges ist eine Reihe von neuen synthetischen Schmierstoffen mit guter Eignung fiir Tieftern- peratur-Anwendungen entwickelt worden., von denen die Silikon- und Diesterole besonders hervortraten. In Abb. sind die Stockpunkte einiger synthetischer Tieftemperatur- Schmierole im Vergleich zu denen naturlicher Schmierole Abb. 4. Schlagen eines Nietkopf es fiir die Arvida-Br?cke mittels PreBluft hammer . N13/5..?N Abb. 5. Kopfform der Nieten fur die Arvida-Br?cke. wiedergegeben, wahrend in Abb. 2 die kinematische Zahig- keit dieser Schmierole in Abharigigkeit von der Temperatur dargestellt ist. Die Abbildungen zeigen, daB mit der Ent- ono/ -150?F -100 -50 Thmperatur Abb. 1. Stockpunkte einige'r Tieftexpperatur-Schmierole. 0 10000 2 -so 8. so too , . 7imperatar I E in 1Wyesteral \ - \ ? \\ - .. . \N finPoYene fin 100-1!.T- Pa tiVe E i a Afelhy/- Sllikond ? .\\. h., We. , ,4A1-0-I-0. I \\ (fster-Basis) '.\? \\\ . \\ ? \ *\ ss ? ? \ \ \ Abb. 2. Kinematische Zahigkeit einig TielteinperatUr- - Schmierole in Abhangigkeit von der Temperatur. 200 g-c , I ,s1llirvy NotaNithes ? SailliePforouffskrIcii J) , 05 0 2,5 -50 7iweratar -75 ?C-100 Abb. 3. Anfahrdrehmoment eines mit zweiVerschiedenen Fetten geschrnierten Lagers in Abhangigkeit von 'der Temperatur; wicklung der synthetischen Ole em n guter Fortschritt erzielt wurde, der zu weiterer Entwicklungsarbeit auf diesem Gebiet ermutigt. Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 SPRINGER-VERLAG?BERLIN GOTTINGEN ? HEIDELBERG Soeben erschienen: Januar 1951 Hebe- und Forderanlagen Em n Lehrbuch ftir Studierende und Ingenieure Von H. Aumund ? und H. Knaust Professor Dr.-Ing. e. h. Dement Dr.-Ing. habil Dritte, neubearbeitete Auflage in einem Band Mit 222 Abbildungen und 15 Tabellen VI, 214 Seiten. 4?. Ganzleinen Mark 25.50 Siehe Seite 2 Grundlagen der Angewandten Thermodynamik Von Dr.-Ing. habil. Kurt Nesselmann Wiesbaden . Mit 311 Abbildungen und 5 Diagrammen im Text XI, 320 Seiten. Cr. 8?. Ganzleinen DMark 18.? Siehe Seite 5 Zu beziehen durch jede Buchhandlung (Fr. Weidemann's Buchhantifuno Approved For Release2003h10/1g f!CitXlp8,0-00926A004100010001-6 n (20a)annover, m bteintior Schillerstr. 17 + Eingan Lirnbur. str. Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 HEBE- UND FORDERA.NLA.GEN. Em n Lehrbuch fur Studierende und Ingenieure. Von Prof. Dr.-Ing. e. h. H. Aumund und Dozent Dr.- Ing. habil. H. Knaust. Dr i t t e, neubearbeitete Auflage in einem Band. Mit 222 Abbildungen und 15 Tabellen. VI, 214 Seiten. 40. 1950. Ganzleinen DMark 25.50 Das gesamte Gebiet der Hebe- und Forderanlagen wird in der dr i t ten Auflage in einem Band zusammengefaBt, wobei eine Aufgliederung in zwei Teile durchgefiihrt ist. Im 1. Teil des neuen Buches wird zunachst eine "Ober- sicht iiber die Bahnforderung mit einzelnen oder zugweise bewegten Fiirder- gefaBen gegeben. .An diesen Abschnitt schlieSt sich eine eingehendere Be- handlung der Dauerforderung an, die im Zusammenhange mit der heutigen Forderung starker Leistungssteigerung auf alien Gebieten der Rohstoffge- winnung und der Fertigung mehr als je unentbehrlich ist. Das Ende des ersten Teiles bildet em n Abschnitt iiber die zu den vorher geschilderten Birder- einxichtungen gehiirenden Behalteranlagen und ihre Verschlfisse. Im 2. Teil werden die Hubforderer und die Einrichtungen far die Entladung von Schutt- giitern aus offenen Eisenbahnwagen behandelt. Am SchluB des Bandes wird dann noch eine gedrangte zusammenfassende Beurteilung der verschiedenen FOrdereinrichtungen gebracht. Die wichtigsten Einzelheiten iiber die Berech- nung der Hebezeuge und Forderanlagen mit einzelnen Beispielen werden in einem spiiter geplanten Buche behandelt werden. Das Buch soil dem planenden Ingenieur die Vberlegungen vermitteln, die fiir die Gestaltung und Anwendung der verschiedenen Hebe- und Forder- mittel von entscheidendem EinfluB sind. Der Inhalt soil weiter nicht in letzter Lithe auch dem Studierenden die fordertechnischen Probleme niiherbringen und ihm die notwendigen konstruktiven Einzelheiten vermitteln. Zu diesem Zwecke ist bei den meisten Abbildungen der MaBstab der Darstellung an- gegeben mid es wurde, soweit dies m0glich war, den Strichzeichnungen gegen- liber der Photographie der Vorzug gegeben. SPRINGER -VERLAG/BERLIN?GOTTINGEN?HEIDELBERG Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 Aumund-Knaust / Hebe- und Forderanlagen. Dritte Auflage. Inhalisiibersicht 41. . Erster Teil. Balm- and Dauerforderer sowie dazugehOrige Behalteranlagen. Einleitung mit kurzem AbriB der Entwicklung zu maschineller Forderung. I. Die Bahnf orderung mit einzeln oder zugweise bewegten F?rdergefa B e n. Standbahnen mit Betrieb durch menschliche oder tierische Kraft ? Standbahnen mit mechanischem Antrieb: ? a) Lokomotivbetrieb auf Schmalspurgleisen ?b) Elektrischer Betrieb mit Motorwagen auf Standbahnen ? Schwebebahnen mit Einzelantrieb: ? a) Hangebahnen mit Handbetrieb ? b) Elektrohangebahnen ? c) Eingleisiger Umlauf- f orderer. H. Die Dauerforderer. Allgemeine Richtlinien fiir die Verwendung der Dauerforderer ? Dauerforderer, bei enen die einzelnen FordergefaBe von der dauernd umlaufenden Zugvorrichtung "sbar sind ? a) Standbahnen mit Ketten- oder Seilbetrieb ? b) Bremsberge ? c) Hangebahnen mit Seilbetrieb ? d) Seilschwebebahnen ? a) Zweiseilbahnen fl) Einseilbahnen ? Dauerforderer, bei denen Zugorgan und FordergefaB fest mitein- ander verbunden sind ? a) Forderer, welche das Fordergut durch einfaches Fort- schieben bewegen ? a) Kratzerfiirderer ? /3) Forderrinnen ? b) Fordereinrichtungen, bei denen das Fordergut durch den- Forderer fortgeschoben wird, aber gleichzeitig eine Relativbewegung zwischen Forderer und Fordergut stattfindet ? a) Forder- schnecken ? 13) Forderrohre ? c) Fordervorrichtungen, bei denen das Fordergut wahrend der Bewegung durch den Forderer getragen unci an der Entladestelle ab- geworfen wird ? a) Plattenbandforderer ? 13) Gurtforderbander ? y) Becherwerke und ahnliche dauernd umlaufende Elevatoren ? 6) Pendelbecherwerke ? e) Schaukel- forderer und Paternosteraufziige. III. Die mit den ?Fo.rdervorrichtungen in Verbindung stehenden Behalteranlagen und ihre Verscblu Beinrichtungen. Behalter ? Schieberverschliisse ? Stauklappen ? AbschluBklappen ? Zuteilvor- richtungen Wagevorrichtungen. SPRINGER-VERLA G/BERLIN?GOTTINGEN? HEIDELBER G Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 Aumund-Knaust / Bebe. and Forderanlagen. Drittelege. Zweiter Teil. Hubforderer, Eisenbahnwagenkipper und zusammenfassende Beurteilung der Hebe- und Forderanlagen. IV. Die Hubf orderer. Allgemeines iiber die Hubforderer ? Die Vorrichtungen zum Aufnehmen des Verlade- gutes ? a) Haken und Zangen ? b) Kiibel und Greifer ? c) Lasthebemagnete ? d) Ltiffelbagger ? e) Zusammenfassende Betrachtung fiber die ZweckmaBigkeit mecha- nischer Vorrichtungen zum Aufnehmen des Verladegutes ? Winden und Aufziige mit einfacher Lastenbewegung ? a) Schraubenwinden, Zahnstangenwinden und Hebebiicke mit Hebei- und Kolbenbetrieb ? b) Flaschenziige ? c) Raderwinden und Aufziige ? Windwerke und Krane mit zusammengesetzter Lastenbewegung ? a) Schragaufziige b) Laufwinden, Laufkrane mid verwandte Verladeanlagen ? c) Drehkrane. V. Die Entladung von Schiittgiitern aus offe nen Eisenbahnwagen. Allgemeine Betrachtungen iiber die Moglichkeiten der Entladung und ihre wirtschaft fiche Anwendung ? Eisenbahnwagenkipper fiir Schiffsbeladung und auf Kraft Mitten- und anderen Werken. ? VI. Zusammenfassende Beurteilung der Forder- vorrichtungen fiir kleine und mittlere Entferni.ingen, bezogen auf die wirtschaftliche Abgrenzung ihrer Anwe?ndungsgebiete. Waagerechte Forderung ? a) Schneckenforderer ? b) Kratzerforderer ? c) Curt- forderer d) Platteribandforderer ? e) Eingleisiger Umlauffiirderer ? f) Schieb- karrenforderung ? g) Handkippwagen auf Feldbahngleis ? h) Pferdebetrieb auf vor- handener StraBe ? i) Pferdebetrieb auf Feldbahngleis ? k) Lastkraftwagen auf vor- handener StraBe ? 1) Lokomotivbetrieb auf Schmalspurgleis ? m) Standbahnen mit Motorwagenbetrieb ? n) Standbahnen mit Seilbetrieb ?'o) Hangebahnen mit Hand- betrieb ? p) Hangebahnen mit Seilbetrieb ? q) Elektrohangebahnen ? r) Seil- schwebebahnen ? Senkrechte Fiirderung. Sachverzeichnis. SPRINGER-VERLA G/BERLIN? GOTTINGEN- HEIDELBERG. Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 1 Approved For Release 2003/10/16: CIA-RDP80-00926A004100010001-6 DIE GRUNDLAGEN PER A.NGEWA.NDTEN THERMO- DYNAMIK. Von Dr.-Ing. habil. Kurt Nesselmann, Wiesbaden. Mit 311 Abbildungen mad 5 Diagrammen im Text. XI, 320 Seiten. Gr. 8?. 1950. Ganzleinen DMark 18.? Eine geschlossene Darstellung der gesamten Thermodynamik wiirde meh- rere Bande fiillen, und selbst die Beschrankung auf ihren angewandten Teil in ausfiihrlichster und breitester Darstellung ergabe ein Werk, das seines Umfanges wegen von einer Durcharbeitung abschrecken wiirde. Es warde mehr den Charakter eines umfas3enden Nachschlagewerkes annehmen. Den Verfasser lockte die Aufgabe, den angewandten Teil der Thermo- dynamik in einem solchen Umfang darzustellen, das sich das Buch noch zum Durcharbeiten eignet, ohne wesentliche Teile des Gebietes auszulassen. Dies konnte nur dqdurch ermoglicht werden, daB das Buch wirklich nur Thermodynamik lehrt. Daher wurde alles herausgelassen, was auf technische Einzelheiten hinzielt. Die Kreisprozesse fiir die Warmekraftmaschinen und die Zustandsanderungen in den Moschinen selbst werden jedoch ausfiihrlieh besprochen. Das vorliegende Buch bringt den Leser so weit, dal3 er die thermo- dynamischen Vorgange innerhalb der Maschinen und die sonstigen thermodyna- mischen Prozesse versteht und zu verfolgen lernt. Somit muBte sich der Verfasser auf das Wesentliche und Grtmdsatzliche der thermodynamischen Vorgange beschranken und versuchen, den Leser zum thermodynamischen Denken zu erziehen, um ihn schlieBlich so weit zu bringen, fiir alle auftauchenden Fragen geriistet zu sem. Der mathematischen Formulierung ist der Vorzug eingeraumt, da letzten Endes nichts klarer und eindrucksvoller sein kann, als die mathematische Gleichung. Die mathematischen Anforderungen gehen jedoch in keinem Fall iiber die Anfangsgriinde der Differential- und Integralgleichung hinaus. I Inhaltsiibersicht I. Grundbegriffe. Temperatur ? Warmemenge ? Spezifische Warme ? Warme und Energie ? Der I. Hauptsatz ? I3eispiele. SPRINGER-VERLAG/BERLIN?GOTTINGEN ? HEIDELBERG Approved For Release 2003/10/16: CIA-RDP80-00926A004100010001-6 Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 Nesselmann, Die Grundlagen der angewandten Thermodynamik II. Die volikommenen Gage. Das Gesetz von GAY-LUSSAC. Absolute Temperatur ? Gesetz von BOYLE- MARIOTTE ? Die Zustandsgleichung der vollkommenen Gase ? Das Gesetz von AVOGADRO. Allgemeine Gaskonstante ? Beispiele ? Anwendung des I. Haupt- satzes auf die vollkommenen Gase ? Innere Energie und spezifische WArme cv ? Enthalpie (Wiirmeinhalt) und spezifische Warnae cp ? Die Beziehungen zwischen cp und cv. Molwarme ? Isobare Zustandsanderung ? Isochore Zustandsanderung ? Isotherme Zustandsanderung ? Adiabatische Zustandsanderung ? Poly- tropische Zustandsanderung ? Ermittlung des Exponenten einer gegebenen Zustandsanderung. Zeichnung der Polytrope ? Der einstufige Gasverdichter ? Der mehrstufige Gasverdichter ? Beispiele ? Die Entropie der vollkommenen Gase ? Das T, s-Diagramm ? Zustandsanderungen im T, s-Diagramm ? Kreis- prozesse ? Der Carnot-ProzeB ? Umkehrarbeit und Nichtumkehrarbeit. II. Hauptsatz ? Die Plancksche Formulierung des II. Hauptsatzes ? Allgemeine Betrachttangen iiber Wirkungsgrad und Leistungsziffer umkehrbarer Kreis- prozesse ? Nicht umkehrbare Kreisprozesse ? Nicht umkehrbare Zustands- anderungen ? Die Entropie beliebiger Korper ? Die Entropie bei umkehrbaren Vorgangen ? Die Entropie bei nicht umkehrbaren Vorgangen ? Mathematische Formulierung des II. Hauptsatzes Besondere nicht umkehrbare Vorgange ? Maximale Arbeit ? Thermodynamische Temperaturskala ? Die wichtigsten Gleichungen des I. mad II. Hauptsatzes ? Die Hei13- und Kaltluftmaschine ? Der Verpuffungs- oder Ottomotor ? Der Gleichdruck- oder Dieselmotor ? Genaue Berechnung des Verpuffungs- und Dieselmotors ? Der Doppelisothermen- KreisprozeB ? Beispiele. III. Die Dampfe. Gase und Diimpfe ? Der Verdampfangsvorgang im p, v-Diagramm. Dampf- spannung. Grenzkurven. Kritischer Punkt ? Der Verdampfungsvorgang im T, s-Diagramm. Verdampfungswarme ? Die Clausius-Clapeyronsche Gleichung ? Einige empirische ZusammenhAnge zwischen Dampf mad Fliissigkeit ? Van der Waalsche Zustandsgleichung. Korrespondierende Zustande ? Das In p, I/ T- Diagramm ? Technische Zustandsgleichungen ? p, T-, i,s-Diagramm ? Der Gefriervorgang im T, s-Diagramm. Schmelwfirme ? Isobare wad isotherme Zustandsanderung nasser Diimpfe ? Isochore ZustandsAnderung ? Adiabatische Zustandsanderung ? Zustandsanderung bei konstanter Enthalpie ? Dampftafeln ? Beispiele ? Der Rankine-ProzeB fiir die Dampfmaschine ? Die mittlere Temperatur der WArmezufuhr ? Die praktische Dampfmaschine ? Zwischen- Aberhitzung ?Das Benson- Verfahren ? Die Carnotisierung des Rankineprozesses ? Mehrstoff-Dampfmaschinen ? Die Kaltdampfmaschine ? Der Kaltemaschi- nenprozeB ? Mehrstufige Kaltemasehinen ? Die Warmepumpe ? Beispiele. IV. Die stromende Bewegtmg der Gase und Diimpfe. Enthalpie und Stromungsenergie ? Die Turbine ? Die verlustlose Diisen- stromung ? Verlustlose Diasenstromung mit Vorgeschwindigkeit ? Verlustlose Diffusorstromung Diisen mad Diffusorformen ? Stromungsgleichungen fiir kleine Druckunterschiede -- Die Reibungsverluste bei der Diisenstromung ? Die Reibungsverluste bei der Diffusorstromung ? Beriacksichtigung der Rei- bungsverluste durch einen polytropischen Exponenten ? Stahlkontraktion ? Der verlustlose Strahlappm at ? Staahlapparat mit Verlusten ? Die Dampf- strahlkaltemaschine ? Thermodynamische Betrachtung der Dampfstrahlkalte- maschine ? Beispiele. SPRINGER-VERLAG/ BERLIN?GOTTINGEN?HEIDELBERG Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 Nesse'mann, Die Grundlagen der angewandten Thermodynamik V. Die nnvollkommenen Gase. p v, p-Diagramm. Boyle-Punkt. Idealkurve. Boyle-Kurve ? Der differentiale Thomson-Joule-Effekt ? Der integrale Thomson-Joule-Effekt ? Allgemeine Gesichtspunkte fiir die Gasverfliissigung ? Der theoretische Arbeitsaufwand zur Gasverfliissigung ? Das Linde-Verfahren zur Luftverfliissigung ? Die technische Ausbildung von Luftverfliissigungsanlagen ? Das Claude-Verfahren zur Luft- verfliissigung ? Beispiele. VI. Thermodynamik der Gemische. Gemische und Losungen ? Kennzeichnung der Gemische ? Gemische von Gasen. Gesetz von DALTON ? Feuchte Luft. Taupunkt. Relative und absolute Feuchtigkeit ? Das J, x-Diagramm ? Erwarmung und Abkiihlung feuchter Luft ? Mischung zweier Mengen feuchter Luft ? Die Zumischung von Wasser oder Wasserdampf zu feuchter Luft ? Der Trockenvorgang ? Adiabatische Zustandsanderung feuchter Luft unter Arbeitsleistung ? Adiabatische Zustands- iinderung von Dampfgemischen unter Arbeitsleistung ? Urnkehrbare und nicht- umkehrbare Mischung zweier Gase ? Beispiele ? Der osmotische Druck ? Dampfdruckerniedrigung. Raoultsches Gesetz ? Die Warmetonung beim ,Losen ? Die Ausdampfungswarme ? Das Lasungsfeld ? Siedepunktserhohung ? Gefrierpunktserniedrigung. Das t, $-Diagramm.. Eutektischer Punkt ? Das Mischen zweier Losungen ? Beispiele ? Allgemeine Bemerkungen liber die Losung zweier Fliissigkeiten ? Die Gleichung von DUHEM-MARGULES. Das Gesetz von HENRY ? Zusammenhang zwischen Dampf- und Fliissigkeitskonzen- tration idealer Losungen ? Die verschiedenen Losungstypen im p, e- und t, $- Diagramm ? Die Diihringsche Regel ? Die Ausdampfungswarme bei Losungen zweier Fliissigkeiten ? Beispiele ? Das i, $-Diagramm ? Der Ausdampfungs- vorgang in reclinerischer und graphischer Behandlung ? Beispiele ? Die Ab- sorptionskaltemaschine ? Warmetransformation ? Die logarithmische und die reziproke Temperaturskala ? Destillation und Rektifikation ? Die Verstar- kungssaule im 'Pp-Diagramm ? Die Abtriebsaule im vpD, lpF-Diagramm ? Die gekoppelte Verstarkungs- und Abtriebssaule im 'Pm 'Pp-Diagramm ? Die Ver- starkungssaule im i,$-Diagramm ? Die Abtriebsaule im i,$-Diagramm ? Die gekoppelte VerstArkungs- und Abtriebssaule im i,$-Diagramm ? Beispiele ? Kaltemischungen ? Absorption und Adsorption an festen Stoffen ? Die Phasen- regel ? Das kritische Gebiet der Losungen. VII. Thermodynamik der chemischen Reaktionen. Allgemeine Bemerkungen ? Warmetonung bei konstantem Volumen und kon- stantem Druck ? Das Gesetz von HESS ? Die Abhangigkeit der Warmetonung von der Temperatur. Satz von KIRCHHOFF ? Die Abhangigkeit der Warme- tonung vom Druck ? Beispiele ? Der Heizwert ? Luftbedarf mad Rauchgas- volumen fester mid fliissiger Brennstoffe ? Luftbedarf und Rauchgasvolumen gasformiger Brennstoffe ? Die Bestimmung des Luftiiberschusses aus der Rauch- gasanalyse ? Die rechnerische Ermittlung der Verbrennungstemperatur ? Das J, t-Diagramm der Verbrennung ? Beispiele ? Entgasung mid Vergasung ? Das Generatorgas.-Dia.gramm ? Beispiele ? Maximale Arbeit chemischer Reek- tionen ? Freie Energie und freie Enthalpie ? Die Gleichung von HELMHOLTZ ? Berechnung der maximalen Arbeit ? Gleichgewichtskonstante. Gleichung von SPRINGER -VERLA G/BERLIN?GOTTINGEN?HEIDELBERG Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 Nesselmann, Die Grundlagen der angewandten Thermodynamik VAN'T HOFF ? Das Massenwirkungsgesetz ? Die Berechnung der Gleichgewichts- konstanten ? Die Gleichgewichtskonstante heterogener Reaktionen ? Die Warmettinung heterogener Reaktionen ? Einzelberechnung der Teildriicke der Gleichgewichtskonstanten ? Dissoziationsgrad und Bildungsgrad ? Gleich- gewicht bei tlberschuB eines Reaktionsteilnehmers ? Die Reaktionsgeschwin- digkeit ? Beispiele ? Der III. Hauptsatz ? Per III. Hauptsatz mid die maxi- male Arbeit chemischer Reaktionen ? Die Dampfdruckkonstante ? Gleichge- wichtskonstante und maximale Arbeit gasformiger Reaktionen auf Grund des III. Hauptsatzes ? Gleichgewichtskonstante filr heterogene Reaktionen auf Grund des III. Hauptsatzes ? Theoretische Folgerungen aus dem III. Hauptsatz. Unerreichbarkeit des absoluten Nullpunktes. VIII. Wiirmeaustausch. Allgemeine Bemerkungen ? Der Warmedurchgang durch ebene Platten ? Per Warmedurchgang clurch das Rohr ? Per nichtstationiire Warmedurchgang ? Emission und Absorption. Gesetz von KIRCHHOFF ? Die Strahlung des schwarzen Korpers ? Das Lambertsche Cosinungesetz ? Strahlungsaustausch zwischen zwei parallelen Flachen Strahlungsaustausch zwischen konzentrischen Flachen ? Strahlungsaustausch zweier Flachen in beliebiger Lage ? Die Warmaiber- gangszahl bei Strahlung ? Gasstrahlung ? Beispiele ? Laminare und tur- bulente Stromung ? Freie Stromung ? Die mittlere Temperatur des stro- menden Stoffes ? Die Berechnung der Warmeiibergangszahl auf Grund der Ahnlichkeitsgesetze ? Die Berechnung der Warmeiibergangszahl auf Grund des Stromungsmechanismus ? Warmeilbergang bei erzwungener laminarer Stromun im Kreisrohr ? Warmeiibertragung bei erzwungener turbulenter Stromung vo Gasen im Kreisrohr ? Umrechnung auf andere Querschnitte ? Warmetibergang bei erzwungener Gasstromung quer zur Rohrachse ? Warmenbergang bei er- Zwungener Gasstromung langs einer ebenen Wand ? Warmeiibergang bei er- zwungener turbulenter Stromung tropfbarer Fliissigkeiten im Kreisrohr ? Warmeiibergang bei erzwungener Stromung tropfbarer Fliissigkeiten quer zur Rohrachse ? Warmeiibergang bei freier Stromung von Gasen und Fliissigkeiten an Rohren quer zur Rohrachse ? Warmetibergang bei freier Stromung von Gasen und Fliissigkeiten an vertikalen Wanden ? Warmeilbergang bei freier Stromung von Gasen und Fliissigkeiten an horizontalen Wanden ? Berippte Flachen ? Die Stoffkonstanten ? Warmeiibergang bei Kondensation Warmeiihergang bei siedenden Fliissigkeiten ? Mittlere Temperaturdifferenz beim Warmeaus- tauscher ohne Speicherung (Rekuperator) ? Warmeaustauscher mit Speicherung (Regeneratoren) ? Beispiele ? Das Ausfrieren und Schmelzen von Eisschichten ? Beispiele. IX. Stoffaustausch. Grundgesetz der Diffusion bei volldurchlassigen Grenzflachen ? Diffusionszahl ? Die Diffusion bei halbdurchlassigen Grenzflachen ? Stoffaustausch und Warmeaustausch? Stoffaustausch bei erzwungener Stromung. Gesetz von LEWIS ? Stoffaustausch bei freier Stromung ? Die Stoffkonstanten ? Korrektur der Grundgleichungen ? Warme- mid Stoffaustausch imJ, x-Diagramm? Beispiele. Namen- und Saehverzeichnis. SPRINGER -VERLAG/BERLIN?GOTTINGEN?HEIDELBERG Apprs:WedfoloRdtbatr*-20t33/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 KONSTRUKTION 3. (1951) Heft 5 Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 Zeitschriftenschau. 163 Bei den Schmierfetten zeigen sich hinsichtlich der Zahig- keit groBere Unterschiede als bei den SchmierOlen. Abb. 3 gibt beispielsweise das Anfahrdrehmoment eines fettgeschmier- ten Lagers in Abhangigkeit von der Temperatur wieder. Man erkennt auch hier die IThcrlegenheit des syn.thetischen Fetts gegeniiber dem naturlichen. Das Anfahrdrehmoment spielt bei niedrigen Temperaturen eine bedeutende Rolle. Die Lager sollten so konstruiert werden, daB auch bei langerem Stillstand bei tiefen Temperaturen kein Verziehen der Gleitflachen em- 1250 g?cut k. 1000 tzl 7108 50 Zed Abb. 4. Anfahrdrehmoment eines Gleitlagers in Ab- hangigkeit von der Still- standszeit bei ?55? C. h /00 2500 9-nm A 2000 15000 45 wit 7,0 RadieesZagervid Abb. 5. Anfahrdrehmoment eines Gleitlagers in Ab- hangigkeit vom Lagerspiel bei ?55? C. tritt und die Gleitflachen stets durch eine genngende Schmier- schicht getrennt bleiben. Ausreichendes Lagerspiel ist eine Voraussetzung hierfiir, besonders wenn die Temperatur- dehnungen der Lager- und Wellenwerkstoffe verschieden groB sind, und zwar so, daB sich das Spiel mit sinkender Temperatur verkleinert. Abb. 4 zeigt beispielsweise die Wirkung eines Stillstands auf das Anfahrdrehmoment, wahrend die Abb. 5 den EinfluB des Lagerspiels wiedergibt. Th. Bruening, J. M.: Das Instandhalten von Walzlagern. (Maintenance of Antifriction Bearings.) Mech. Engng. 72 (1950) Nr. 2, S. 142/143. , Urn die Betriebsbrauchbarkeit von Walzlagern aufrecht zu erhalten, ist es wichtig, sie vor Schmutz zu schiitzen. Schmutz in Form von Schmirgel, Sand und Staub bildet mit dem Schmiermittel eine schmirgelnde Masse, welche das Lager stark abnutzt. Schmutz, hervorgerufen durch Metall- und Sagespane, verstopft die Lager und erhoht die Reibungsver- luste, er wirkt schlieBlich bremsend und ruft Erwarmung und gegebenenfalls em n Fressen der Lager hervor. Es konnen auch Vibrationen auftreten, die z. B. bei einer Werkzeugmaschine die Oberflachengilte des Werkstticks beeintrachtigen. Mit- unter kann die Verschmutzung einen Bruch des Kugelkafigs verursachen. Beim Einbau der Walzlager muB auf grate Sauberkeit geachtet werden. Fabrihneue Lager sollen nicht ausgewaschen werden, sie sind einbaufertig und mit dem richtigen Fett ver- sehen. Wellen und Gehause, die schon in Benutzung waren, diirfen nicht beschadigt oder abgenutzt sein. Verschmutzte Lagersitze verringern die Sitzgenauigkeit. Sind diese Vor- aussetzungen erftillt, so muB das Lager sich bis zum Anschlag mit gleichbleibendem Druck aufziehen lassen. Druck auf den Au Be nring fiihrt zu Beschadigungen der Laufflachen, Einwandfreies Anliegen der Stirnflache am Anschlag ist Vor- aussetzung fur genauen Sitz. AnschlieBend werden Empfehlungen f?r das Reinigen ge- brauchter Lager gegeben. v. A. Bammert, K. und H. Klaukens: Nabentotwasser hinter Leitradern von. axialen Str6mungsmaschinen. Ingenieur- Arch. 17 (1949) Heft 5, S. 367/390, 36 Abb., 3 Tab. Beim Durchstromen der Leitrader axial beaufschlagter Stromungsmaschinen kann sich an der Nabe em n Totwasser- ring bilden, der die Drallstromung, insbesondere ihre Rich- tung, wesen.tlich beeinflussen kann. Die Verfasser entwickeln unter Zugrundelegung einer reibungsfreien Fltissigkeit eine Theorie zur Berechnung des Totwassers, die auch auf radiale Leitrader ausgedehnt wird. Es wird veranschlagt, daB die Theorie fiir die wirklichen Flussigkeiten etwas zu groBe Tot- wasserabmessungen liefert, was auch durch bekannte Ver- suche bestatigt wird. Die Berechnung gilt streng nur f?r Leitrader, hinter denen die Fliissigkeit frei abflieBen kann, und liefert in diesem Fall Werte, die in guter Naherung den Verlauf der wirklichen Stromung wiedergeben. Th. Messen, Erproben, Betriebsiibervvachung. Keinath, G.: Registrierinstrumente der Zukunft. ATM 1949, Lieferg. 16o, J. 030 ?3. Wahrend in. Europa meist Fallbugelschreiber Rh- warme- technische Anlagen benutzt werden, verwendet man in Amerika fast ausschlieBlich das Potentiometerverfahren. Da- bei werden Streifenschreiber von 250 mm Papierbreite und Scheibenschreiber mit zoo ram Schreibhohe verwendet. Um ilbersichtliche Schaubilder zu erhalten, muB man die Papier- breite der erforderlichen Genauigkeit anpassen. Man erhalt durch mehrere schmale Streif en em n nbersichtlicheres Bild als durcheinen breiten Streifen, auf dem acht oder mehrMeBstellen aufgezeichnet sind. Die Diagramme konnen auch auf Filme aufgeschrieben werden, die man nur bei Bedarf vergroBert, oder man nimmt nur dann die MeBwerte auf, wenn anomale GroBen auftreten. Die Diagramme lassen sich auch magne- tisch aufzeichnen und spater wieder loschen. Es war bisher nblich, die Diagramme nebeneinander aufzuschreiben, was sich aber als ungnnstig erwies, da. die Aufzeichnungen sich kreuzen oder zusammenfallen konnen. Das Sweep-Balance- Prinzip ist bei Verwenden eines endlosen Papierbandes gnn- stig, wobei der Zeitvorschub quer zur Laufrichtung geht. Das Band wird in sechs Felder eingeteilt, wobei jedes Feld mit drei Farben beschrieben wird, so daB sich 18 fibersichtliche MeBbilder ergeben. Einzelne Felder kOnnen sich auch nber- lappen, wenn die MeBwerte nicht zu stark schwa.nken. Es kOnnen ohne Schwierigkeit 30 Punkte/min aufgezeichnet werden, so daB bei 24 1VIeBstellen jede einzelne in Abstanden von 48 sek erfaBt wird. Durch Funken oder elektrische Re- gistrierung ist die Geschwindigkeit der Aufzeichnung noch urn das Zehnfache zu erhohen. Tech. Warrnekraftmaschinen. Autobusse mit ?Unterflur-Motoren". (Buses wfth Under- Floor Engines.) Engineer 189 (1950) Nr. 4905, S. 114/116, und Nr. 4906, S. 147/149, 13 Abb. Bei Autobussen gestattet die Anordnung der .Motoren unterhalb der Flurebene eine bessere Ausnutzung des Fahr, gastraums als bisher. Darnber hinaus laBt sich eine rnerklich bessere Gewichtsverteilung erreichen, die Isolierung des Fahr- gastraums von Motorengerausch und Verlirennungsgasen ist leichter durchzufiihren, und bei Stadtverkehr kOnnen die Ein- und Ausstiegtiiren giinstiger angeordnet werden. Omnibusse mit Unterflur-Motoren sind bisher hauptsachlich in den USA gebaut worden, sie gewinnen aber in letzter Zeit auch in Europa immer mehr an Bedeutung. In GroBbritannien haben die Firmen Leyland/1\4CW und Associated Equipment 'Com- pany (AEC) je einen neuen Autobus mit Unterflur-Motoren herausgebracht, tiber die im o. a. Aufsatz ausfiihrlich be- richtet wird. Das Modell ?Olympic" der Fa. Leyland/MCW wird fiir den britischen Markt mit "den dort hochstztilassigen Ab- messungen von '8,4 m Lange und 2,3 m Breite hergestellt 'und ist mit 40 Fahrgastsitzen ausgertistet. Fur Exportzwecke konnen Abmessungen und Sitzzahl groBer sein. Im Gegensatz zu der sorist in England tiblichen Bauweise sind Chassis und Wagenkasten in einer dem Schalenbau ahnlichen Weise zu einer Konstruktionseinheit verschmolzen, die in sich sehr steif und zugleich leicht ist. per Motor und alle zum Antrieb des Wagens gehorenden Teile sind unmittelbar unterhalb der Flurebene an das FuBboden-Rahmenwerk angeschlossen und sind, wie sich gezeigt hat, ebenso gut zuganglich wie bei der normalen Anordnung des Triebwerks fiber der .Vorderachse. Der 6 Zylinder-Diesamotor vom Typ Leyland ?o600" hat eine Nennleistung von 125 PS find ist seitlich liegend etwa in der Mitte zwischen den Achsen eingebaut. Bei der Er- probung zeichnete sich der neue Autobus durch em n beSbnders gutes Beschleunigungsvermogen und riiedrigen Brenristoff- verbrauch aus. Der neue, von der AEC hergestellte Autobus mit Unterflur- Triebwerk tragt die Typenbezeichnung ?Regal" Mark IV und hat fiir die Inlandsausfiihrung die gleichen AuBenabmessungen wie der Leyland ?Olympic". Bei ihm sind Wagenkasten und Chassis in der tiblichen Weise als tragendes Grundgestell mit darauf montiertcm Kasten hergestellt. Obgleich die Mehrzahl der Trieb- und Fahrwerksteile mit denen des hid- heren, bekannten Modells ?Regal" Mark III austauschbar gestaltet sind, ist der Motor selbst weitgehend neu durch- konstruiert. In Abb. i ist em n Querschnitt des Motors wieder- gegeben, der sechs in Reihe liegende Zylinder hat, mit 120 111111 Approved For Release 2003/10/16 : cIA-RDP80-00926A004100010001-6 164 Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 Zeitschriftenschau. KONSTRUKTION 3. (r95z) Heft 5 Bohrung und 142 mm Hub. Der Motor hat bei 1800 U/min eine Hochstleistung von 125 PSe, bei r000 Wmin em n maxi- males Drehmoment von 59,4 kgm, und der mittlere effektive Druck betragt maximal 7,7 kg/cm2. Besonders interessant ist, 'daf3 der Motor mit dem neuen sog. Pilot-Einspritzsystem aus- gerastet ist, welches frtiher in ,,The Engineer" und auch (als notwendig, die schadigende Wirkung des Schwefels in den Dieselkraftstoffen genauer zu untersuchen und festzustellen, auf welche Weise diese vermieden werden kann. Die Verfasser gehen zunachst auf physikalische und chemische Reaktionen des Schwefels im Motor em. Sic erlautern, daB em n bemerkens- werter Teil des Schwefels im Motor entgegen landlaufiger Abb. r. Querschnitt des 9,6 Liter-Unterflur-Dieselmotors ftir den AEC ?Regal" Mark IV-Autobus. Referat) in dieser Zeitschrift beschrieben wurde 1. Durch dieses Einspritzsystem wird em n Klopfen des Motors mit Sicherheit vermieden und eine besonders gute Laufruhe erzielt. Die Zuganglichkeit zum Motor und zu den tibrigen Triebwerkteilen ist auch bei diesem Autobus gut. Die Her- steller erwahnen, daB der Ausbau des (kompletten) Motors von 2 Mechanikern in 33 Minuten, der Wiedereinbau in 24 Minuten bewaltigt. werden kann. Hierzu ist im Chassis eine besondere Hebevorrichtung. eingebaut. Th. Broeze, J. J. und A. Wilson: Schwefel in Dieselolen. (Sulphur in Diesel Fuels.) Inst. Mechan. Eng., Auto- mobile Division, Proc. 1948/49 Part III, S. 128/145, 10 Abb. 6 Tab. Die immer weiter gehende ErschlieBung und Ausbeutung der reichen Erdolvorkommen des nahen und mittleren Ostens Abb. r. Poros-verchromte Zylinderlaufflache. (Wirbelkammer-Motor von 4" Bohrung und 4,5" Hub, nach 333 h bei 4,9 kg/cm2 rnittlerem ef felitiven Druck und 3000 TJ/min.) wird es voraussichtlich mit sich bringen, daB die zuktinft4, auf den europaischen Markt kommenden Dieselkraftstoffe einen hoheren Schwefelgehalt haben als bisher. Es ist deshalb 1 The Engineer 187 (1949) Nr. 4863, S. 392/393. Konstruktion i (1949) Heft 23, S. 349/350. Ansicht nicht zu SO, sondern zu SO, verbtennt, und be- schreiben den VerschleiB der Zylinderlaufflachen und Ventil- sitze, der bei Schwefelgehalten von 3% und dartiber infolge der Bildung korrosiver Sauren stark anwachst. Ebenso ist die Verschmutzung der Motoren bei haheren Schwefelgehalten groBer als niederen. Aff/erer Yersch/a des Ourchmessers Milli. Litill V ,ii"SAS I r r r \ . FA,- , ,G,feiseri 11111I. ? IUUMl 1 1 -II- 0 40 Abb. 2. Vergleich des VerschleiBes einer poros verchromten Zylinderlaufbachse mit dem VerschleiB einer nur nitrierten guBeisernen Laufbiichse. (Wirbelkammer-Dieselmotor mit 4" Bohrung und 4,5" Hub bei p me =-- 4,9 kg/cm2 und r000 U/min.) Schwefelgehalt des Brennstoffes Temperatur des Zylindermantels t ? c Laufzeit Verchromt (h) GuBeisen 1,5 6o? 173 90,5 0,1 6o 52 116,5 0,I 20 24 insgesamt 225 231 Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 KONSTRUKTION 3. (1951) Heft 5 Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 Buchbesprechungen. 165 Die wirksamste MaBnahme, Schaden zu vermeiden, ware die Entfernung des Schwefels aus dem Kraftstoff. Sie ist grundsatzlich moglich, wiirde aber den Kraftstoff verteuern. Deshalb ist es besser, durch einf ache konstruktive Maf3nahmen die Motoren unempfindlich gegen die Wirkung des Schwefels zu machen. Dies kann nach Erfahrung der Verfasser mog- licherweise durch eine sorgfaltige Regulierung der Kiihlung geschehen, so daB die Zylinderlaufwand stets in einem be- stimmten mittleren Temperaturbereich bleibt. Als em n sehr wirksamer Schutz hat sich auch eine Verchromung der Zylinderlaufflachen nach Art der Abb. i erwiesen, Durch nachtragliches Atzen wird dabei die Chromschicht poros gemacht, urn em n besseres Haften des olfilms an der Lauf- flache zu erreichen. In Abb. 2 ist das VerschleiBprofil.einer poros verchromten Zylinderlaufbtichse dem einer our nitrierten guBeisernen Laufbiichse gegentibergestellt. Man erkennt deut- lich den Vorteil, den die pprOse Verchroniung, deren Anwen- dung im Motorenbau bereits weit verbreitet ist, mit sich bringt. Eine andere M6glichkeit zur Unschadlichmachung des Schwe- fels wiirde in der Neutralisation der sich bildenden korrosiven Sauren durch geeignete Zusatze zum Kraftstoff oder Schmier- stoff bestehen. Th. Steinbuch, K.: Berechnung von Kolbentemperaturen. Ingenieur-Arch. 17 (1949) Heft 5, S. 353/362, 8 Abb., 3 Zahlent. Der Verfasser zeigt, wie man mit einem ertraglichen Arbeitsaufwand die Kolbentemperaturen von Verbrennungs- kraftmaschinen berechnen kann. Der Berechnung liegt die Annahme zugrunde, daB die vom Kolben aufgenommene Warme durch die Ringzone zum Zylinder, durch den Schaft zum Zylinder und durch den Kolbenboden zur Gehauseluft abflieSt. Zur Durchfiihrung der Rechnung ist die Kenntnis einer Anzahl von EinfluBgroBen erforderlich, iiber die sich leider zum Teil nur sehr ungenaue Angaben machen lassen Ein Beispiel, das der Verfasser durchgerechnet hat, zeigt. befriedigende tThereinstimmung mit dem experimentellen Er- gebnis. Th. Erfolgreiche Dauerbetriebsversuche mit einer Gastur- binenanlage. (Gas-Turbine Operation.) Mech. Engng. 71 (1949) Nr. 12, S. 1042/1043, Abb. Die erfolgreiche Durchfiihrung von Dauerbetriebsver- suchen mit einer Gasturbinenanlage von 3500 PS wird von der US-Marine gemeldet. Es ist die erste Gasturbinenanlage, die im Dauerbetrieb mit Gas-EinlaBtemperaturen von 815? C arbeitet. Die Anlage besteht aus 2wei Gasturbinen, einem Axialverdichter, einem Regenerator und den Hilfsaggregaten. Schwierigkeiten mit der Beschaufelung sind trotz der hohen Gastemperatur nicht zu verzeichnen. Von groBter Bedeutung ist die bei dieser hohen Temperatur erzielte Steigerung des thermischen Wirkungsgrades. Unter den vielen Neuerungen, die in dieser Anlage erprobt werden, sind zahlreiche Versuche zur Anwendung der Luftkahlung zu nennen, durch welche die bei hohen Temperaturen arbeitenden Teile gegen ilbermaBige Beanspruchung geschiltzt werden sollen. Wenn auch betont wird, da13 es sich urn eine Versuchsanlage handelt, so ist doch zu erwarten. 'daB die aus den Dauelversuchen gewonnenen Erfahrungen ilber K6nstruktion, Material und Betrieb, dank der ErhOhung der Zuverlassigkeit und der Verbesserung des Wirkungsgrades, bald zur Anwendung der Gasturbine fur Schiffsantriebe und far stationare Kraftanlagen in groBem Mastab fiihren werden. v. A. Buchbesprechungen. Schmeidler, W.: Integralgleichungen mit Anwendungen in Physik und Technik; I. Lineare Integralgleichungen. Sammlung ?Mathematik und ihre Anwendungen in Physik und Technik", Reihe A Band 22. Leipzig: Akademische Verlagsgesellschaft Geest & Portig K.-G. 1950. 611 S. Geb. DM 38.?. Urn es gleich zu sagen: em n wundervolles Buch, welches tiberdies die selten anzutreffende Eigenschaft besitzt, in gleicher Weise den Ingenieur und Physiker wie auch den Mathematiker anzusprechen. Es handelt sich urn eine Dar- stellung des Gesamtgebietes der Integralgleichungen ; von welchem hier der erste Teil, die linearen Integralgleichungen betreffend, vorliegt. Ganz neu ist die gleichmaBige Be- handlung der Integralgleichungen erster, zweiter und dritter Art: so beginnt das Werk sofort mit den viel schwierigeren aber urn nichts weniger wichtigen Integralgleichungen erster Art, fur die bislang eine einheitliche Theorie fehlte. Das Mittel dazu ist die beriihmte von Hilbert geschaffene Theorie der unendlich vielen Variablen, deren gewaltige Kraft sich hier aufs neue eindringlich offenbart. Nach ihr spiegelt sich die lineare Integralgleichung wider in einem linearen Glei- chungssystem von unendlich vielen Variablen, wodurch sich in vielen Fallen auch em n Weg zur numerischen Auflosung offnet. Grundlegend hierfiir ist der von Schmeidler als Forderungssatz bezeichnete Satz 8 auf S. 35/36. Der reiche Inhalt des fliissig geschriebenen Werkes zeigt sich am besten, wenn wir von den 98 im Text durchgeftihrten Beispielen einige herausgreifen, welche den Ingenieur besonders inter- essieren diirften: Windungsdichte einer Kreisspule; Strom- aufnahme in Metallrohrleitungen; schwingende Kolbenmem- bran; Talsperre; elastische Bewegung einer Halbebene bzw. eines Halbraumes bei vorgegebenen Randverschiebungen; Balkenschwingungen; thermoelastische Randwertaufgaben : gerader Stab und Kreisscheibe mit festem Rand; Stab mit veranderlichem Querschnitt ; ebener Spannungszustand; Plattenbiegung; Bodenpressungen einer Staumauer. E. Mohr. Lickteig, E.: Schraubenherstellung. Stahleisen-Bilcher Bd. 4. 2. Aufl. D?sseldorf: Verlag Stahleisen m. b. H. 1950. 244 S., 176 Abb., II Zahlent. Ganzl. DM 26.?. Die Schraubenverbindung fand seit 1930 in der Forschung und im Schrifttum besondere Beachtung, bedingt durch die Bedeutung dieses Maschinenelementes fiir die gesamte Technik. Die Veroffentlichungen beschaftigen sich im wesentlichen mit der Beanspruchung und Gestaltung, der Werkstoffaus- wahl, der Normung und dem Einbau von Schrauben in Maschinen. Wohl bei keine m anderen Maschinenteil hat die Forschung so in die Breite gearbeitet wie gerade bei der Schraubenverbindung. Obwohl noch nicht alle Fragen gelost sind und noch manches der Klarung bedarf, kann das Buch ? Schrauben- herstellung" als AbschluB und tibersichtliche Zusammen- fassung eines Forschungsabschnittes betrachtet werden. Nach einer kurzen Darstell-ung der geschichtlichen Entwicklung der Schraube beztiglich Ursprungsformen, Anwendung, Werk- stoff und Herstellungsverfahren werden die Grundlagen der Gestaltung, die Prtifung von Werkstoff und Schraube, der Stand der Schraubenfertigung und ihre geschichtliche Ent- wicklung, Sonderausfahrungen von Schrauben, Normen und technische Lieferbedingungen und schlieBlich Patentfragen behandelt. Zu jedem Kapitel wurde das einschlagige Schrift- tum durchgearbeitet und angefiihrt. Die Darstellungsweise ist klar und tibersichtlich, so daB das Buch far denjenigen, der sich mit Einzelfragen naher befassen will, angenehme Hinweise auf die abrige Schraubenliteratur gibt. Es ist zu erwarten, daB die zweite Auflage fur den Konstrukteur emn ebenso wertvolles Nachschlagewerk wird, wie es die erste war. Dem Buch ist eine weite Verbreitung zu wiinschen. H. Wiegand. Berg, S.: Angewandte Normzahl. Berlin u. Krefeld- Uerdingen : Beuth-Vertrieb G.m.b.H. 1949. 192 S., '59 Abb. u. zahlr. Taf. DM 17.5o. Der Verfasser hat sich em n weitgehendes Ziel gesteckt. Er versucht, dem Konstrukteur Richtlinien fiir alle Zweige der Technik zu geben, nach denen er die GroBenstufung einfacher Maschinenteile und die Aufstellung von Modellreihen (Typluig) von ganzen Maschinen vornehmen kann. Aus der Fiille der Anwendungsgebiete sei auf folgende interessante Falle hin- gewiesen. Am einfachen Beispiel der Normung der Nennweiten von Rohrleitungen nach einer geometrischen Reihe RIO mit dem Stufensprung. 1,25 zeigt Berg, daB die DurchfluB- mengen ? gleichgroBe Geschwindigkeit c vorausgesetzt ? ebenfalls als Normzahlen einer geometrischen Reihe R 5 mit dem Stufensprung (1,25)2 1,5 erscheinen. Die GrifiBe fiir die DurchfluBmeiage ist nach oben durch den zulassigen Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 166 Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 Buchbesprechungen. KONSTRUKTION 3. (193x) Heft 3 Druckverlust (entspr. cmax) und nach unten durch die Wirt- schaftlichkeit (enstpr. cmin) gegeben; durch Darstellung dieser Beziehungen im rechtwinkligen, doppeltlogarithmischen Sy- stem erhalt man em n anschauliches Bild. Die mechanische Ahnlichkeit von Brennkraftmaschinen leitet Berg unter der Voraussetzung ab, dad fiir alle Motoren einer Reihe die mittlere Kolbengeschwindigkeit, der mittlere Kolbendruck und das Hubverhaltnis konstant sind. Nach dem Ahnlichkeitsgesetz ist dann, wenn fiir die Langen der Stufensprung yo=- 1,25 gewahlt wird, Z. B. der Stufensprung ftir Raume, Gewichte, Made, Widerstandsmomente und Mo- mente=- far Krafte und Geschwindigkeiten-= q und far Drehzahlen und krit. Drehzahlen = 9)--1. Berg geht so weit, dad er ?Mutterentwiirfe" far den Vier- und Zweitaktmotor aufstellt mit Angabe des betr. MaBstabes, z. B. r :4; I :6,3; : ro. Diese Gedanken mogen far den planenden Konstruk- teur recht anregend sein, jedoch, wenn man sieht, dad emn von Berg aufgestelltes Typenbild Motoren von 40 bis 400 PS bei Drehzahlen von 2000 bis 315 Uimin umfaBt, so mud man sich unwillkiirlich?fragen, ob Berg hier die Kompliziertheit der Brennkraftmaschinen nicht unterschatzt. 70 Seiten sind der Typung der Dampf- und Gasturbinen gewidmet. Im ganzen gesehen, kann das Buch empfohlen werden, insbesondere den Konstrukteuren, die sich mit dem Aufstellen von Typenreihen von Maschinenteilen und Maschinen be- schaf t i gen . Ch. Bouche. Thomas, A. K.: Die Tragfahigkeit der Zahnrader. Miin- chen : Carl Hanser Verlag 1950. 176 S., 88 Abb., 35 Tafeln. Brosch. DM 12.?. Das Buch stellt auf Grund der bis zurn Jahr 1947 in Deutsch- land erschienenen Veroffentlichungen die neuzeitlichen Berech- . nungsweisen der Zahnbeanspruchungen von Stirn-, Kegel-, Schnecken- und Schraubenradern zusammen, wie dies in gleicher Griindlichkeit bei so gedrangter Form sonst kaum veroffentlicht wurde. Die in der Mechanik vorausgesetzteri Kenntnisse sind ganz gering, auf die Ableitung der Formeln wurde verzichtet. Da die Forrneln durch Zeichnungen und Text klar erlautert sind und zahlreiche einfache Diagramme die Rechnungen erleichtern, diirften auch dem Leser, der mit Zahnradern nicht vertraut ist, zumindest durch die Beispiele die notigen Rechnungen vollstan- dig klar werden. Zur Erleichterung des Verstandnisses wurde fiir die Ernaittlung der tberdeckungen, der Flankenkrtimmung (damit der Hertz schen Pressung) und der radialen Kraft- komponente der EinfluB der Korrekturen vernachlassigt. Die Schwierigkeiten bei Schnecken mit groBer Steigung in der Be- schrankung der ZalinfuBhohe durch den Grundzylinder bei der Evolventenschnecke und der Abhangigkeit der ZahnfuBhohe vom FuBspiel bei Frasschnecken vermeidet der Verfasser durch VergroBern des Eingriffswinkels bei groBerer Steigung, wahrend in neueren Normungsvorschlagen der Eingriffswinkel 20? im Normalschnitt beibehalten, die Sch-neckenfuBhohe verkleinert, Kopfhohe und Schneckenzahndicke im Teilzylinler vergroBert werden. Dies Beispiel zeigt, clad bei einem Werk dieses Um- fanges nicht die Besprechung aller Gesichtspunkte ftir die Aus- legung mOglich ist. Daher ist- bei Sondergebieten wie Spiral- kegelradern tiber die gebrachten Naherungsrechnungen hinaus auf die Literatur hingewiesen. Besonders den Ingenieuren, die nur gelegentlich Zahnrader berechnen, wird das sorgfaltig aus- gefiihrte Buch eine wertvolle Hilfe sein. H. Niermeyer. Sieker, K. H.: Einfache Getriebe. Bd. 15 der Lehr- biicher der Feinwerktechnik. Leipzig: Akademische Ver- lagsgesellschaft Geest & Portig K-G. 1950. 287 S., 441 Abb. Geb. DM 22.?. In jeder Maschine werden Getriebe der verschiedensten Art verwendet, wie Schwingen-, Schubkurbel-, Schleifen-, Schrauben-, Rader-, Zahnstangen- oder Kurvengetriebe. tlber Aufbau, Wirkungsweise, Geschwindigkeits- und Be- schleunigungsverhaltnisse all dieser Gebilde gibt das vor- liegende Buch Auskunft. Die Unterteilung in kurze abge- schlossene Abschnitte, oft durch em n Zahlenbeispiel erganzt, gestaltet den umfangreichen Stoff recht tibersichtlich. Das Buch wendet sich in erster Linie an Studierende der Fein- werktechnik, und em n groBer Ted der Beispiele ist diesem Ge- biet entnommen. Wegen seiner klaren Darstellung ist es auch zum Selbststudium als Einfiihrung in das groBe Gebiet der Getriebetechnik gut geeignet. Da die Grundlagen, wie Ein- teilung der Getriebe, Getriebeelemente, und die Frage nach den Bewegungsverhaltnissen auf alien Anwendungsgebieten die gleichen sind, werden auch die Ingenieure des Maschinen- baues und der Elektrotechnik Nutzen aus diesem Werk ziehen. Im ersten Abschnitt werden die kinematischen Grund- lagen der Schub-, Dreh-, Roll- und Relativbewegung be- handelt. Dann folgen Ausfahrungen fiber die wichtigsten Teile der Getriebe, das sind die Gelenke und Fiihrungen, und das Zusammenfilgen mehrerer Glieder zu einer kinematischen Kette einschlieBlich ihrer Erweiterung und Umkehr. Der dritte und umfangreichste Abschnitt zeigt den Aufbau und die Vielgestalt der Getriebe, ihre Anwendung, Sonderfalle und Berechnungen. FuBnoten im Text verweisen auf den Rahmen des Buches tiberschreitende Sonderarbeiten, und eine Be- sprechung der auf dem Gebiet der Kinematik erschienenen Buchliteratur gibt einen wertvollen /Therblick. H. Muller. Kappey, R.: Maschineningenieur und Maschinengriln- dung. PoBneck: Rudolf R. Lang Verlag 1950. 8o S. DM 3.70. Das Biichlein bringt zunachst auf 40 Seiten eine kleine Baustoffkunde und die einfachsten Grundsatze fiir die allge- meine Ausfiihrung von Grtindungen. Der zweite Teil faBt unter der tYberschrift ?Berechnungsgrundlagen" einige Be- grif fe und Formeln aus der Schwingungstechnik der Funda- mente zusammen. AnschlieBend werden Fundamentformen und einige Beispiele behandelt und verschiedene Richtlinien (Turbinenfundamente und Hammerfundamente) zu wesent- lichen Teilen im Wortlaut wiedergegeben. ? Stil und Darlegungsweise lassen die Arbeit am ehesten als technische Plauderei kennzeichnen. Wenn der Leser aber schon nicht bis zur Moglichkeit eigener Arbeit geftihrt wird, hatte die Aufzahlung einiger schwingungstechnischer Begriffe und Formeln wegbleiben konnen. Die Beispiele und einige Auffassungen sind leider einseitig nach einer einzelnen Firma orientiert. Es sprache mehr an, wenn der Verfasser eine ilber- geordnete Stellung eingenommen hatte. Der Nutzen des Bachleins far den Konstrukteur ist deshalb begrenzt. W. Zeller. Rantsch, K.: Genauigkeit von Messung und MeBgerat. (Techn. Messen in Einzeldarstellungen, Bd. 5). Munchen: Carl Hanser Verlag 1950. 83 S., 15 Abb. Kart. DM 8.80. Das Bachlein ist mit aus der Erkenntnis entstanden, dad em n MeBergebnis nur dann wirklich Wert hat, wenn man die Genauigkeit kennt. Es ist eine in der Praxis leider immer wieder zu beobachtende Tatsache, dad die ganz doch nie ver- rneidbaren Fehler nicht hinreichend berticksichtigt werden oder dad ihre Existenz ilberhaupt unbekannt ist. Wenn die AusfUhrungen auch stellenweise etwas stark auf Langenmessungen und mechanische Werkstatt-MeStechnik abgestellt sind (was man aus dem Titel des Buches nicht erkennt), so sind die allgemeinen Betrachtungen tiber die Fehler meist auch fiir die vielen anderen Zweige der gesamten MeStechnik anwendbar. Der Verfasser bespricht zunachst die systematischen und zufalligen Fehler. Bei den letzteren sind Durchschnittswert, Sireuung usw. definiert, wobei von vornherein von der Serie und dem Kollektiv der MeBwerte ausgegangen wird. Auch die Unsicherheit der Unsicherheits- kenngroBen ist beriicksiehtigt. Von den EinfluBgroBen wird dann die der Temperatur Wieder im Hinblick auf LangenmaBe behandelt. Wertvoll sind hier besonders die Angaben tiber das, was in einem FeinmeBraum beachtet werden mud. ? Das nachste Kapitel befaBt sich mit der Fehlerfortpflanzung der systematischen und der zufalligen Fehler. AnschlieBend werden Ungenauigkeiten von MeBgeraten und MeBergebnissen besprochen, wobei Hinweise ftir die Praxis des Werkstatts- messens gegeben werden. Es folgen im Abschnitt fiber die Theorie der Beobachtungsfehler die Definitionen und Berech- nungen der StreugroBen und der mittleren Fehler. Bei den Fehlerwahrscheinlichkeiten sind Zahlentafeln far die Werte der G a u Bschen Fehlerfunktion mitgeteilt. Zusammenstel- lungen der Formelzeichen, der wichtigsten Formeln, des Schrifttums und em n Sachregister beschlieBen das Heft. Besonders dem MeStechniker in der Fertigung wird das Buch sehr vollkommen sein, nicht zuletzt durch die zweck- maBig eingestreuten Beispiele. Aber auch fiir die allgemeine MeStechnik ist die Schrift eine begrilBenswerte Bereicherung, zumal Theorie und Praxis der Fehlerrechnung auch in gro- Beren meStechnischen Werken oft zu kurz behandelt sind. F. Moeller. Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 KONSTRUKTION 3. (1951) Heft 5 Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 Aus der AKI-Arbeit. - Patentberichte. 167 Palm, A.: Elektrische MeBgerate -und MeEleinrichtungen. Dritte, neubearb. Auflage. Berlin: Springer 1948. 284 S., 232 Abb., 7 Tafeln. Gr. -8?. DM 2I.-. Gegeniiber der i. und 2. Auflage weist die neubearbeitete 3. Auflage einige Erganzungen auf. Die Kapitel ?Elektrizi- tatszahler" und ?MeBeiniichtungen mit Elektronenrohren" sind neu aufgenommen worden und werden \tom Leserkreis der Lernenden und Studierenden fyeudig begriiBt. - Im ersten Teil, betitelt MeBgerate, gibt der Verfasser eine a,usgezeichnet gegliederte Darstellung ilber die MeBgerate, wobei dieser Begriff so weit gefaBt 1st, daB Vor- und Neben- widerstande und MeBwandler einbezogen sind. Den AbschluB dieses kapitels bildet eine Zusammenstellung iiber die Ver- wendungsmOglichkeiten der Geratearten, den Strom-, Span- nungs- und Freguenzbereich der MeBgerate, den Eigenver- branch normaler Strom- und northaler Spannungsmesser. Zur Vervollstandigung dieser Zusammenstellung sind aus dem VDE-Vorschriftenbuch die Sinnbilder fiir MeBgerate und im Auszug die Fehlergrenzen und Klassenzeichen angegeben. Im zweiten Teil werden die eleldrischen MeBeinrichtungen behandelt. Hierbei kann der Verfasser bei der Fiille des Stoffes natiirlich.nur auf die prinzipiellen Vorgange eingehen. Wer tiefer in die einzelnen Verfahren einsteigen will, dem leistet der Literaturnachweis, der in Form von FuBnoten er- scheint, was als besonders angenehm empfunden wird, wert- voile Dienste. Die Schwingkontaktgleichrichter sind im ersten Teil mit den entsPrechenden Literaturhinweisen erwahnt. Bei dem hohen technischen Stand, den diese MeBeinrichtung erreicht hat, ware es in einer Neuauflage erwiinscht, daB der Ver- fasser im Teil ?Elektrische MeBeinrichtungen" einige An- wendungsbeispiele bringt. Das Buch kann jedem, der sibh mit MeBgeraten und MeB- einrichtungen vertraut machen will, warmstens empfohlen werden. H. Sass. Kaufmann, W.: Einfuhrung in die technische Mechanik. Bd. I: Statik starrer Korper. Berlin: Springer 1949, 166 S., 194 Abb. Brosch. DM 15.-. Nach einer Einfiihrung in die Grundbegriffe der Mechanik und der Vektoralgebra werden graphisch und analytisch die Zusammensetzung und Zerlegung der Krafte und ihr Gleich- gewicht in der Ebene und im Raume behandelt, wobei von der Deutung der Krafte als Vektoren und damit der Vektor- rechnung ausgiebig Gebraucli gemacht wird. AnschlieBend folgt die Lehre vom Schwerpunkt. Welter wird das Gleich- gewicht gestiitzter Korper : Trager, Scheiben, Seile untersucht. Beim Fachwerk werden die iiblichen Verfahren zur Bestim- mung der Stabkrafte angegeben. Die raumliche Stiitzung und das Raumfachwerk werden wenn auch nur kurz - eben- falls betrachtet. Ein langerer Abschnitt ist der Reibung ge- widmet. Zum SchluB wird noch das Prinzip der virtuellen Verrfickungen beim starren Korper behandelt. Das klar und anschaulich geschriebene Buch, dessen Stoff durch zahlreiche durchgerechnete Beispiele noch erlautert wird, kann unseren Studenten nur warmstens empfohlen werden. E. Metzmeier. Aus der AKI-Arbeit. AKI-Arbeitskreis Aachen. Die erste Zusammenkunft des neu gegriindeten Arbeitskreises f and am 22. 2. in der Tech- nischen Hochschule statt. Der stellv. Vorsitzende des VDI- Bezirksvereins Aachen, Prof. Dr.-Ing. e. h. Wa llichs, wies in seiner Eroffnungansprache auf die Bedeutung der AKI fiir den Austausch der Erfahrungen und fur die Ertiichtigung des Nachwuchses hin. Der stellv. Obmann des AKI-Arbeitskreises, Dipl.-Ing. Blaise, hielt nach kurzem AbriB iiber die gedachte Arbeitsweise des Arbeitskreises zwei Kurzreferate, die die Blindkraft im Maschinenbau, erlautert an einem Nitschelwerk der Spinnerei-Industrie, und das Wiegen bewegter Gilter, er- lautert durch em n Relativgetriebe in einem Wippkran, be- handelten. In der Monatsversarnmlung des AKI-Arbeitskreises am 5. 4. sprach Baurat Prof. Dr.-Ing. Oehler iiber ?Beanspruchung und Gestaltung" mit zwei Kurzbehandlungen: ?Indikator- Einschaltvorrichtung" und ?Laufkatze fiir i000 kg". AKI-Arbeitskreis Berlin. Ebenso wie in Aachen fanden die Monatsversammlungen des Berliner Arbeitskreises regen Zuspruch, in erster Linie von Konstrukteuren aus der Praxis; sie wurden im Durchschnitt von 250 bis 300 Teil- nehmern besucht. In der am 15. 3. veranstalteten Versamm- lung trug Obering. S ch nf elder iiber das Thema vor ?Welche Mangel sieht der Konstrukteur an den heutigen Festigkeits- rechnungen ?". Da es sich als praktisch erwiesen hat, die Diskussion erst in der darauffolgenden Monatsversammlung stattfinden zu lassen, entwickelte sich in der Zusammenkunft am 20. 4. eine rege Aussprache iiber den Vortrag. Es ergaben sich dabei so viele Anregungen, daB auf Vorschlag des AKI- Obmannes, Direktor Dipl.-Ing. Bo be k, beschlossen wurde, eine Arbeitsgruppe ?Festigkeit" ins Leben zu rufen, deren Leitung Obering. Schonf elder iibernehmen wird. Den Vor- trag des Abends hielt Dipl.-Ing. G6 t ze iiber ?Leichtbau von Maschinen" 1. 'Wird spater in,, Konstruktion" veroffentlicht. Patentberichte. Patentblatt vom 18. 1. 51. Pat ent anmeldunge n: Ablauf der Einspruchsfrist 18. Mai 1951. 3-47 a, K 1089. Kohler, Dinslaken. Vorrichtung zur Be- festigung einer Kopfschraube in einem nur einseitig zugang- lichen Bohrloch. 22. 12. 49. (T 4, Z i.) 3-47 f, K 3759. Kohlenscheidungsgesellschaft mbH., Stutt- gart. Verbindung eines Rohres mit einer Rohrplatte. 14. 6.50. (T Z 1.) Patentblatt vom 25. 1. 51. Patent anmeldungen: Ablauf der Einspruchsfrist 25."Mai 1951. 4-47 b, H 1235. Haisch, Klosterreichenbach/Schwarzwald. Verfahren und ? Vorrichtung zur Herstellung von nichtmetalli- schen, gerauscharmen Getrieberadern. 13. I. 50. (T 6, Z 2.) 4-47t, K 345. Kestermann, Zahnrader- und Maschinen- fabrik KG., Bochum. Elastische Reibungskupplung. 31. ro. 49. (T4, Zi.) 4-47 b, L 587. Loher & Saline GmbH, RuhstorfiRott. Laby- rinthdichtung Itir,Walzlager, insbes. far elektrische Maschinen. 9: 32.49. (T 3, Z I.) 4-47 h, G 3607. Grothe, Kiel. Stufenlos regelbares Fliissig- keitsgetriebe. 8. 4. 50. (T 5, Z Patentblatt vom 1. 2. 51. Pate nt anme ldungen: Ablauf der Einspruchsfrist 1. Juni 1951. 5-747 g, p 55 118 D. Markischer Armaturenbau GmbH., D?sseldorf. Absperrschieber mit beweglichen Schieberplatten 16. 9. 49 (T. 3, Z. 2). p28 506 D. Gako, Gesellschaft fur Gas- und Kohlen- staubfeuerungen mbH., Essen. Vorrichtung zum Regeln der durch eine Rohrleitung flieBenden Menge von gasformigen oder fliissigen. Stoffen. 30. 32. 48 (T. 8, Z. 1). 5-47g, G 992. Gerdts, Bremen. Block-Ventil. 2. 2. 50 (T. 3,Z. r). 5-52 a, D 5029. Diirkoppwerke AG., Bielefeld. Nadelstangen- schmierung. 17. 7. 50 (T. 3, Z. 1). Patentblatt vom' 8. 2. 51. Patent anmeldungen: Ablauf der Einspruchsfrist 8. Juni 1951. 6-47b, M 5o88. The Mollart Engineering Comp., Ltd., Surrey, England. Universalgelenk. 7. 7. 50 (T. ro, Z. 1). 6-47c, E 3038. Eisenwerk Wiilfel, Hannover-Wiilfel, ?Druck- luftgesteuerte Reibungskiipplung. Zus. z. Patent 8o, 600. 22. 4. 50 (T. 3, Z.. 1). 6-47 h, p 20 551 D. N. V. Philip's Gloeilampenfabrieken, Eindhoven, Holland. Triebstange von durch eine Taumel- Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 168 Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 Patentberichte. "KONSTRUKTION 3. (1951) Heft s scheibe angetriebenen hin und hefgehenden Korperri, beispiels: weise Kolben. 3. ii. 48 (T. 4, Z. i). 6-59b, C 612. Carter Carburettor Corporation, St. Louis, Missouri, USA. Kraftstoffpumpe. 4. 3. 50 (T. 14, Z. 2). _ Patentblatt Nom 15.2. 51. Pa,t e nt anmeldungen: Ablauf der Einspruchsfrist 15. Juni 1951. 7-47a, p 56 245 D. Motorenfabrik Darmstadt GmbH. Motor mit druckolgesteuerten Verbindungen seiner Maschinen- elemente, z. B. der Kurbelwellenteile, des Schwungrades auf der Kurbelwelle o. dgl. 28. 9. 49 (T. 3, Z. I). 7-47b, p 33 976 D. Gerard, Paris. Reibungsloses Lager. II. 2. 49 (T. 17, Z. 5). 7-59, B 2396. Boltersdorf, Velbert/Rhld. Zahnradpumpe. 4. 3. 50 (T. 5, Z. i). 7-47c, p 51 769. AG. ?Weser", Bremen. Fliissigkeitskupp- lung mit mehreren Arbeitskammern. ii. 8. 49 (T. 4, Z. i). 7-47C, P 27 772 D. Maschinenfabrik Stromag GmbH., Unna. Elektromagnetische Kupplung. 28. 12. 48 (T. 4, Z. r). 7-47d, C 2002. Continental Gummi-Werke AG., Hannover. Keilriemen mit einem Zugstrang und einer darunter befind- lichen Fiillgummischicht. 24. 8. 50 (T. 4, Z. r). 7-47d, p 1520 B. Brammer, Leeds (York), England. Aus einer Mehrzahl von flachen Gliedern bestehender, zur Kraft- tibertragung dienenderKeilriemen, dessen Riemenglieder durch Verbinder gelenkig losbar zusammengehalten werden. 17. I. 49 (T. 7, Z. 1). 7-47f, p 17 699 D. Kapps, Halle/Saale. Vorrichtung zur Entlastung des Arbeitskolbens bei Kraft- und Arbeitskolben- maschinen. 9. to. 48 (T. 4, Z. 1). 7-47g, K 744. Dr. Karnath, Kronshagen bei Kiel. Hoch- druckabsperrschieber mit losen Absperrplatten. Zus. z. Anm. p 27 272 D. 28. II. 49 (T. 4, Z. i). 7-47g, G 216. Gerdts, Bremen. Spreizkegelventil mit Not- dichtung. Zus. z. Anm. p 14 584 D. 28. to. 49 (T. 5, Z. i). 7-47g. G 220. Gerdts, Bremen. Absperrventil mit Spreiz- verschluB. Zus. Z. Anm. p 14 584 D. 28. Do. 49 (T. 4, Z. i). 7-47g, H 2(3.18. Dipl.-Ing. Hingst, Kassel-Wilhelmsh8he. Einrichtung zum Sichern des Dichthaltens von Absperr- ventilen 0. dgl. 14. 3. 50 (T. 3, Z. I). 7-47h, E 1189. Eisenwerk Wiilfel, Hannover-Willfel. Mehr- stufiges Zahnradschaltgetriebe. 15. 5. 50. (T. 5, Z. 2). 7-47h, E 1357. Eisenwerk Willfel, Hannover-Wulf el. Stufenlos regelbares kraftschliissiges Schaltgetriebe. 15.6.50 (T. 4, Z. i). 7-47h, E 975. Manfred Erhard & Co., Augsburg. Stufenlos regulierbares Keilriemenwechselgetriebe mit automatischer Geschwindigkeitsverstellung mittels Steueiring durch Ande- rung des Achsabstandes. 4. 50. (T. 2, Z. 2). 7-47h, P 840. Pfenningsberg, M.-Gladbach. Keilriemen- getriebe. 24. 2. 50 (T. 4, Z. i). Patentblatt vom 22. 2. 51. Patent anme ld ungen: Ablauf der Einspruchsfrist 22. Juni 1951. 8-47 a, 17. p 27 945 D. Storzbach, Stuttgart. Federsaule aus Tellerfedern. 29. 12. 48 (T. 4, Z. 2). 8-47 b, p 39617D. Hedtmann, Hagen-Kabel. Elastisches Lager, insbes. Nadellager. II. 4. 49 .(T. 4, Z. I). 8-47 b, 7. p 45 052 D. Hedtmann, Hagen-Kabel. Elastisches Lager. 7. 6. 49 (T. 3, Z. I). 8-47 b, 33. p 38 488 D. Seholz, Coesfeld/Westf. Vorrichtung zum Ablichten einer umlaufenden Welle gegen Str3mungs- mittel, vor allem Gase oder Dampfe, mit fliegend angeordneter Kraft- oder Arbeitsmaschine. 31. 3. 49 (T. 7, Z. I). 8-47 c, ii. M 2677. Maschinenfabrik Stromag G.m.b.H., Unna/Westf. Lamellenkupplung. 5. 4. 50 (T. 4, Z. i). 8-47 d, 3. p 12 493 D. EBlinger, Herbrechtingen/Wiirtt. Textiltreibriemen, insbes. fur rasch laufende Kurzantriebe. I. JO. 48 (T. 4, Z. t). 8-47 e, 24. L 1790. Dr.-Ing. Lehnert, Braunschweig. Auto- matischer Antrieb fur Schmierolkolbenpumpe. zo. 4. 50 (T. 2, Z. I). 8-47 e, 35. p 28 778 D. Compagnie Francaise de Raffinage, Paris. Trockenschmierung. 30. 12. 48 (T. 5, Z. -). 8-47 f, 7/10: T 134: Teves, Maschinen-'und Armaturenfabrik KG., Frankfurt a. M. Rohr- bzw. SchlauchanschluB. 31. To. 49 (T. 3, Z. i). 8-47h, 6. Sch 184. Schulze-Allen, D?sseldorf. Zweistufiges Stirnradgetriebe mit .doppeltem soder.inehrfacliem Zahneiligriff. 24. ro. 49 (T. 3, Z.). 8-47 h, 12. M 1243. Moog, Geisenheim/Rhein. Mehrstufiges Zweiwellen-Raderwechselgetriebe. 29. 12. 49 (T. 2, Z. I). 8-47 h, 12. V 1483. de Valliere, Boulogne-sur-Seine, Frank- reich. Betatigungsvorrichtung fiir Geschwindigkeitswechsel- getriebe, insbes. Geschwindigkeitswechselgetriebe fiir Werk- zeugmaschinen. zo. 6. 5o (T. 5, Z. r). 8-47 h, 14. B 3383. Braun, Fahr/Rhein. Stufenloses Getriebe. 4. 5. 50 (T. 2, Z. I). Patentblatt vom 1. 3. 51. Patent an me Id u nge n: Ablauf der Einspruchsfrist I. Juli 1951. 9-47 a, 1. S 2317. Spieth, EBlingen/Neckar. Vorrichtung zur Beseitigung des Spiels zwischen einander zugeordneten Ge- windeteilen. 18. 3. 50 (T. 3, Z. i). 9-47 b, 2. p 52 738 D. Diirr, Ludwigsburg. Biegsame Welle mit austauschbarem tberzug. 22. 8. 49 (T. 3, Z. I). 9-47 b, 12. p 53 340 D. Ziller & Co., D?sseldorf. Abdichtung von Lagern o. dgl. mittels einer umlaufenden und einer fest- stehenden Stahlscheibe. 29. 8. 49 (T. 4, Z. I). 9-47 e, 4. B 3574. Banhart, Fellbach Krs. Waiblingen. Vor- richtung zur tropfenweisen Abgabe genau bemessener Flussig- keitsmengen. II. 5. 50 (T. 6, Z. r). 9-47 f, 22/70? p 1535 B. Wolf, Lommatsch/Sa., und Wolf, M?nchen. Kolbenringdichtung. 18. I. 49 (T. 3, Z. I). 9-48 a, 14/01. p 52 169 D. Gebr. Schoch GmbH., Stuttgart- Feuerbach. Verfahren zur Erhohung des Adhasionsvermogens hartverchromter Flachen fiir Schmiermittel. 16. 8. 49 (T. 4, Z. -). 9-47 g, 26/02. p 52 493 D. Markischer Armaturenbau GmbH., D?sseldorf. Durch Leitungsdruck dichtender Absperrschieber. 19. 8. 49 (T. 5, Z. 2). 9-47 g, 27. p 36 119 D. Dipl.-Ing. Dienst und Dr.-Ing. Dienst, Hildesheim. Durchgangsdrehschieber, insbes. far Vakuum- apparate. 7. 3. 49 (T. 4, Z.2). Patentblatt vom 8. 3. 51. Patent an meld unge n: Ablauf der Einspruchsfrist 8. Juli 1951. 10-47 a, 17. p 28 464 D. Losenhausenwerk Diisseldorfer Ma- schinenbau AG., Dusseldorf. Federgelenk, insbes. fiir Vibra- -toren 0. dgl.. 30. 12. 48 (T.4, Z. I). 10-47 b, 1. C Ir. Creuzburg, Essen-Heisingen. Drehschwin- gungsfreie Welle. 7. Jo. 49 (T. 3, Z. 1). 10-47 b, 9. P575. Pleuger KG., Hamburg. Wassergeschmierte Lagerung. 14. I. 5o (T. 6, Z. i). 10-47 b, 13. R 3046. Ruhrtaler Gesenkschmiederei Wengeler, Herbede/Ruhr. Kardangelenkwelle. to. 7. 5o. (T. 6, Z. i). 10-47 b, 23. p 28 466 D. Losenhausenwerk Diisseldorfer Ma- schinenbau AG., D?sseldorf. Zahnrad, Schneckenrad o. dgl., insbesondere fiir staubende Betriebe. 30. -12. 48 (T. 5, Z. 3). 10-47 c, 13. M 4055. Metalluk, J. Cawe, Elektrotechnische Spezialfabrik, Bamberg. Fliehkraft-Riemenscheibe oder -Wel- lenkupplung. 13. 6. 50 (T. 3, Z. I). 10-47 f, 1/5o. M 5619. Maschinenfabrik Augsburg-N?rnberg, Zweigniederlassung N?rnberg. Vorrichtung zum voriiber- gehenden AbschlieBen von Druckrohren, beispielsweise f?r Turbinenleitungen, zwecks Durchfiihrung von Druckproben. 16. 8. 50 (T. 8, Z. r). 10-47 f, 24/01. G 531. Friedr. Goetze AG., Burscheid. Kam- merringpackung. 5. 12. 49 (T. 5, Z. 1). 10-47 h, 1. H 2284. Hiibner, Munchen. Stufenloses Getriebe 6. 4. 50 (T. 6, Z. i). 10-47 h, 18. E 157. Elektro-Mechanik GmbH., Wendener- hiltte iiber Olpe. Einrichtung zur geschwindigkeitsabhangigen Steuerung eines hydraulischen Stellmotors. 27. Da. 49 (T. 6, Z. I). Von den ausgelegten Unterlagen konnen beschafft werden: Positiv-Photokopien, Format 15 x 21 cm, Preis DM -,55 je Seite zuziiglich Porto. Bei Bestellungen sind die Aktenzeichen und der-Name des Anmelders anzugeben. Die Klammer am SchluB jeder Anmeldung gibt die Anzahl der Textseiten (T) und die Blattzahl der Zeichnungen (Z) an. Material zur Begriindung von Einspriichen oder Loschungsantragen kann aus den Unterlagen des Berliner Patentamtes beschafft werden. Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 KONSTRUKTION 3. (x951) Heft 5 Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 A NZEIGEN III Wer stellt her? Konstrukteure! Setzt auf die Stiickliste fur Bezug von auswarts alles, was bei Spezialfirmen besser und billiger erhaltlich ist ! Lager GK-Lager (Kurzgleitlager mit guB- eisernen Gleitflachen) : Flender G. m. b. H., Bocholt/Westf. Hochgenau-Kugellager (Ring-Rillen-, Ring-Schulter-, Ring-Schraglager) : Georg Muller Kugellager-Pabrik K.-G., Nurnberg. Kohlelager : Schunk & Ebe G. m. b. H., GieBen. KW-Lager (Kurzgleitlager mit WeiB- metall-Laufflachen) : Flender G.m. b. H., Bocholt/Westf. Lohmann-Einscheiben-Segment- Drucklager: Lohmann & Stolterfoht A.-G., Witten/Ruhr. MGF-Lager (Mehrgleitflachenlager) : Gleitlager-G. m. b. H., Gottingen. Seposint (Sinterlager) : Schunk & Ebe G. m. b. H. , GieBen Schiffswellendrucklager: Lohmann & Stolterfoht A.-G., Witten/Ruhr. Wellen Biegsame Wellen und Mehrzweck- maschinen mit biegsamen Wellen: Otto Suhner G. m. b. H., Sackingen/ Baden. Kupplungen Almar-Kupplung (Trockenreibkupp- lung) : Flender G.m.b.H., Bocholt/ Westf. Druckluft-Kegelkupplung (Kegelreib- kupplung mit Druckluft-Kegel- brernse) : Lohmann & Stolterfoht A.-G., Witten/Ruhr. Eupex-Kupplung (Klauenkupplung mit Gummi-FederungskOrper) Flender G.m.b.H., Bocholt/Westf. ZF-Elektrolamellenkupplung: Zahn- radfabrik Friedrichshafen A.-G., Friedrichshafen/Bodensee. Triebwerke AVAU-Spiralkegehtder (achsversetzte Spiralkegelrader, Herstellung auf Klingelnberg Walzfrasmaschine) : W. Ferd. Klingelnberg, Remscheid. Blauri-Triebe (Keilriementriebe mit endlosen Keilriemen) : Flender G.m.b.H., Bocholt/Westf. Boehringer-Sturm-Oelgetriebe (hydr., stufenl. Regelgetriebe) : Gebr. Boehringer G.m.b.H, G?ppingen. Forderhaspelgetriebe (Kegelstirnrad- getriebe) : Lohmann & Stolterfoht Witten/Ruhr. Jahnel-Regelgetriebe (stufenloses Pla- neten-Regelgetriebe) : Zahnrader- fabrik Bochum, A. Jahnel G. m . b. H., Bochum. Lohmann-Schiffswendegetriebe (Aus- fiihrung fur Handschaltung, Druck- olschaltung und Untersetzung) : Lohmann & Stolterfoht A.-G., Witten/Ruhr. Rollenkettentriebe: Arnold & Stolzen- berg G.m.b.H., Einbeck/Hann. Rotofix und Rotorex (Mehrzweckma- schinen mit Elektromotor und schnellschaltbarem Geiriebe): Otto Suhner G.m.b.H., Sackingen/ Baden. StrOmungsgetriebe ? System Lysholm- Smith (regelbar durch Pumpen- schaufelverstellung) : Fried. Krupp Lokornotivfabrik, Essen. Variator (stufenlos regelbares Getriebe mit Keilscheiben) : Flender G. m. b. H., Bocholt/Westf. Weber-Getriebe (stufenlos regelbares Keilriemen-Wechselgetriebe) : Her- stellergemeinschaft Hans Weber, Kronach/Ofr. und AnkerwerkGebr. Goller, Nurnberg. Zahnkettentriebe: Westinghouse- Bremsen-Gesellschaft m. b. H., Abt. fur Kettentriebe, Gronau/Hann. Kolben Autothermik-Kolben ( Stahlstreifen- Kolben, Bimetallkorper) Eloxal-Laufschicht (el. Oxydation der Aluminiumkolben-Laufflache) Grafal-Laufschicht (Grafitschicht auf Leichtrnetallkolben) MEC-Kolben (Rohrenkolben) Nelson-Bonalite-Kolben(Invarstreifen- kolben. Invar, em n Stahl beson- derer Zusammensetzung, wird in Leichtmetall eingebettet) Plumbal-Laufschicht (Verbleien der Kolbenlaufflache) ? Ringtragerkolben (Kolbenringe in eiserne Ringe gelagert) Schlitzmantel-Kolben (Schaft federnd ausgebildet) Stannal-Laufscbicht (Verzinnte Kol- benlaufflache) Vollschaft-Autothermik-Kolben (Deh- nungshemmende Stahleinlagen in Leichtrnetall-Kolben; Fiihrungs- flache nicht unterbrochen) : samtlich hergestellt von Mahle K.-G., Stuttgart-Bad Cannstatt. Armaturen Be- und Entluftungsventile: Eisen- werk Rodinghausen K.-G., Len- dringsen/Krs. Iserlohn. Freistrom-Ventile: Hochdruck-Dich- tungsfabrik Schmitz & Schulte, Burscheid bei K?ln. Klarfilter (Klarfiltration von FlUssig- keiten durch Anschweramfilter ; Trinkwasseraufbereitung) : Berke- feld-Filtergesellschaft u. Berkefeld- GroBanlagenbau G.m.b.H., Celle. Membran-Spar-Schieber: Hochdruck- Dichtungsfabrik Schmitz &Schulte, Burscheid bei K?ln. Ringkolbenschieber: Eisenwerk RE,- dinghausen K.-G., Lendringsen/ Krs. Iserlohn. Zentralschmieranlagen (01- und Fett- schmierpumpen) : De LimonFluhme & Co., Dusseldorf. Pum pen Kreiselpumpen (Kesselspeisepumpen, Umwalzpumpen, Kondensations- pumpen, Schraubenpumpen, Pro- pellerpumpen usw.) : Halberg Ma- schinenbau und EisengieBerei G. m. b. H., Ludwigshafen/Rh. Elektrische Maschinen und Zubehor Surstenhalter und Kohlebiirsten fiir alle elektrischen Maschinen : Schunk & Ebe G. rn. b. H., GieBen. Elektro-Motoren (schlagwetter- und explosionsgeschiitzt) : Felten & Guilleaume Carlswerk A.-G., K?ln- Mulheim. Kohlekontakte fiir Schaltapparate: Schunk & Ebe G. m. b. H., GieBen. Kohleschleifbilgel und -schleifstlicke fiir Stromabnehmer : Schunk &Ebe G.m.b.H., GieBen. MeBgerate Doppelsteuergerat (Zahler, Impulsgeber fiir Regelvorgange) : Hengstler K.- G., Zahlerfabrik, Aldingen b. Spai- chingen. Heju-Kontaktthermometer (Tempera- tur-, MeB- und Regelinstrumente) : M. K. Juchheim, Fulda. Thermometer fiir Industrie und Labo- ratorien Herra-Thermometer- und Glasinstrumentenfabrik, Viersen (Rhld.). (Fortsetzung umseitig I) Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 IV Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 ANZEIGEN KONSTRUKTION 3.(195x) Heft 5 Wer stellt her? Konstrukteure! Setzt out die Stackliste fur Bezug von auswarts alles, was bei Spezialamen besser und billiger erlialtlich ist ! Zahler, einstellbare, Handtourenzahler Impuls-Fernzahler, Stuck zahler, Wiederholungszahler usw.: Irion & Vosseler, Zahlerfabrik, Schwen- ningen/Neckar. Werkstoffe und Halbzeuge A. metallische: Blatt-Tragfeder: Fried. Krupp Loko- rnotivfabrik, Essen. Drehstabfeder: Fried. Krupp Loko- motivfabrik, Essen. Pawo-Union-Drahtseil (spannungsfr. Drahtseil) : Westfalische Union A.- G. fiir Eisen- und Drahtindustrie, Hamm/VVestf. SWB-Edelstahle (Schnellarbeits- und Werkzeugstahle, Baustahle ? Son- derstahle) : Stahlwerke Bochum A.-G., Bochum. SWB-Qualitatsbleche (Stahlbleche? fiir Maschinen- und Apparatebau, f?r Kraftfahrzeugebau, Feinbleche, Kesselbleche, Elektrobleche) : Stahlwerke BochumA. -G. , Bochum. SWB-StahlguB (DIN- und S onderqua- litaten) : Stahlwerke Bochum A.-G., Bochum. Tellerfeder: Fried. Krupp Lokornotiv- fabrik, Essen. Tru-Lay-Drahtseil (spannungsfreies u. drallarmes Drahtseil) : Stahlwerke Bochum A.-G.,. Bochum. B. nichtmetallische: Kunstharzstoffe und Form.preSteile: PreBstoffwerk Schoppenstedt Paul Schnake G.m.b.H., Schoppenstedt. KunstharzpreBstoffe und FormpreB- teile : Brown, Boveri & Cie. A.-G., GroB-Umstadt/Odw. Techn. Nach- folge H. Rommler. KunstharzpreBstofflager: Brown, Bo- yeti & Cie A.-G., GroB-Umstadt/ Odw. Technische Nachfolge H. Rommler. Lupolen H (naturfarbige bzw. gefarbte Kunststoff-SpritzguBmasse) : Ba- dische Anilin- und Soda-Fabrik, Ludwigshafen/Rhein. Metallgummi (Gummi auf Metallteil vulkanisiert) : Continental Gummi- Werke A.-G., Hannover. Oppanol B (stark gefiillte Spezialfolie fiir Bautenschutz, Grundwasser- abdichtunpisw.) : Badische Anilin- und Soda-Fabrik, Ludwigshafen (Rhein). Pepren (Klebmittel zum Verbinden von Weichgummi mit Metallen) : Badische Anilin- und Soda-Fabrik, Ludwigshafen/Rhein. Plastomoll WH (wasserheller neuar- tiger Weichmacher fiir Polyvinyl- chlorid geeignet) : Badische Anilin- und Soda-Fabrik, Ludwigshafen (Rhein). Plexiglas und Plexigum (glasklare Kunststoffe) : Rohm & Haas, G.m. b.H., Darmstadt. Polystyrol VI (glasklarer Kunststoff, f?r SpritzguB) : Badische Anilin- u. Sod a-Fabrik, Ludwigshaten(Rh). Resopal(Aminoplastschicht stoffe ;Ver- kleidungsplatten; Schilder; Re- .sopal-Drucke) : Brown, Boveri & Cie. A.-G., GroB-Umstadt/Odw. Technische Nachfolge H. Rommler. Schwing-Metall (Gummi auf Metallteil vulkanisiert) : Continental Gummi- Werke A.-G., Hannover. Dichtungen Espey-Ideal (selbstschmierende Weich- m.etallpackungen aus Hartblei- od. Weichkupfer) : Espey G.m.b.H., Duisburg. ' Espey-Perfekt (selbstnachstellende guB- eiserne Federpackung als Stopf- buchsenpackung) : Espey G.m.b.H. Duisburg. Espey-Turbo (Kohlepackting f?r rotie- rende Wellen) : Espey G. m. b. H. , Duisburg. HDF-Favorit (kafiglose Wellendich- tung aus synthetischem Kant- schuk): Hochdruck-Dichtungs- fabrik Schmitz & Schulte, Bur- scheid bei K?ln. Zeselit-Dichtungikitte: Chem.-Techn. Werkstatten C. Zesewitz, Stuttgart- Bad Cannstatt. Zeichengerate und Zubehor. Ecobra-Telescop (ReiBzeug-Einsatz- zirkel mit ausziehbarer Verlange- rungsstange): Bayerische ReiBzeug- fabrik A.-G., Nurnberg. Elma-Zeichentisch ?Supra DRa" (au- tomatisch verstellbarer Zeichen- tisch mit Laufwagenzeichenma- schine) : Elma-G-erate Ing. Viktor Altemark, Dankersen b. Minden. Hebel-KF-ZM (Kleinformat-Zeichen- maschine ftir DIN A2, A3, A4): Walter Hebel, Kirchen/Siegen. Kuhlmann-Zeichentisch (Zeichen- tisch mit Laufwagen-Zeichenma- schinen) : Kuhlmann K.-G., Wil- helmshaven. Nestler-Prazisionszeichenmaschinen: Albert Nestler A.-G., Lahr/Baden. Nestler-Rechenschieber: System Rietz und System Darmstadt: Albert Nestler A.-G., Lahr/Baden. Ecobra-Rechenschieber: System Rietz (Leichtmetall-Rechenschieber) : Bayerische ReiBzeugfabrik A.-G., N?rnberg. Zeichnungsordner MMus (hangende Aufbewahrung von Zeichnungen auf kleinstem Raum) : Fa. Mobus Borgwedel (Kr. Schleswig). Vervielfahigungsgerate. Develop (Blitzkopierapparat fiir DIN A3 und A 4) : Develop G.m.b.H., Stuttgart-Bad Cannstatt. Unikop-Duokop (Belichtungsgerate fiir DINA 3 und A4): Develop G.m.b.H. ; Stuttgart-Bad Cannstatt. Kontophot A, AKTS, AKT, F, FT (Fotokopiergerate verscliiedener GroBen), Kontophot, Wedekind A.-G., Berlin W 3o Gewinde. Normen, Berechnung, Fertigung, Toleranzen, Messen: LeichtfaBliche Darstellung fur Stadium, Miro und Werkstatt.? Von Dr.-Ing. Paul Leinweber. Mit 203 Ahbildungen und zahlreichen Gewindetahellen. VIII, 294 Seiten. 1951.? . Ganzleinen DM 19.50 In halts fibers icht : Gesehichtliehes: Normung. Toleranzen. Messen. ? Bestimmungastiieke und Magra en : Bestimmungsstiicke. MeBgriiBen. Gewindearten. Rezeichnungen genormter Gewinde. ? Bereehnung: WirkUngsweise. Festigkeit. Dauerhaltbarkeir. Erhobung der Dauerhaltbarkeit. Reibung, Selbsthemmung. Wirkungsgrad. Hinweis auf Folgerungen. Fertigung: Spanende Formung. Drehbank und Revolverdrehbank. Gewindebehrer. Schneideisen und Schneidkopf. Frasen. Schleifen. Driicken und Walzen. ? Toleranzen: Anforde- rungen an tin gutes Gewinde. MeStechnische Betiehungen zwischen den MengroBen. Priifen der Toleranzen. Die deutschen Gewinde- toleranzen. ? Messen der einzeinen MeBgraen: AuBendurchmesser. Kerndurchmesser. Flankendurclamesser des Holten& Steigung. Flankenwinkel. Rundung 'und Abflachung. Muttergewinde. Lehrer': Lehrenarten. Gewinderollenlehren. Auswahl. Wahl des Gate. grades. Auslesepaarung. RaumaBe. Herstelltoleranz und Abnutzung. ? Sehritttunk.? Sachverzeiehnis. SPRINGER - VERLAG / BE:RLIN ? GOTTIN'GEN ? HEIDELBERG Diesem Heft liegt em n Prospekt des Alfred Kroner Verlag, Stuttgart-W., bei. Verantwortlieh fiir den redaktionellen Teil: Dr.-Ing. F. zur Nedden, Berlin-Charlottenburg 2, Jebensstr. ; ftir den Anzeigenteil: Hans-Georg Halfter, Berlin W35, Reichpietschufer 20.- Springer-Verlag, Berlin-Charlotten burg, Jebensstr. i. ? L /V / I2 /7 2 5 ( 036). - Printed in Germany. Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 Verlogsorr Mnchen A denn GuBeisen ist korrosionsbestandig Nicht al/em n seine metallurgische Zusammensetzung, sondern auch die beim GieBprozeB entstehende naturliche GuBhaut sind unverwiistlicher Schutz gegen aggressive Beimischungen des Wassers und der Lai Oil @MO(H. Wit() dilhOndk, 7 0@cot NE:JIM:Were Am Steintw stig074ab, V7 0 Nagano diounhaorg.sk. VER AG A51.-o9el-RrERIEa3sP2Y0?.11j :VAr4ai;-}6b6t4A00 72.JAHRGANG 1951 41/001)11.0.0.C111 Site 207-246 Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 darauf kommt es an! Starre gefroste Dichtungsflachen Stabilisationsrohr durch die Naben Solideste Verarbeitung! Die Kennzeichen der ? STAHLRADIATOREN nach DIN 4722 AUGUST BROTJE RASTEDE-OLDBG. Werkslager in: Hamburg ? Braunschweig ? GUtersloh ? Munster ? Dortmund ? KoIn - Frankfurt und Stuttgart AKTIENGESELLSCHAFT BERLIN NW 87 ? GIESSENLAHN Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A00100010001-6 LILA. Heft 13 14 Anzeigen-S. 3 021 BEM* BELBAG-LUFTFILIER Gmbti 20 Rf 2020 BERLIN-HPLENSEE ? FERNRUF 977616 mu 521 DUSSELDORF.HEERDT? AMT NEUSS 2105 '5';"-,, Ausland-BUros tit Rotterdam Charlerot lesemboura Oslo Aste"'F'd'slnroaaW'ej'atro'''Mr.,!a Ur Industrie ? Hygiene ? Fahrzeuge Anwendungsgeblete der DELBAG-LUFTFILTER Far hygienische Klima-, Laftungs- und Luftheizungsanlagen, ins- besondere solche fa rTheater, Kinos, Konzertsale, Kiankenhauser, Sanatorien, Schulen, Museen, Ausstellungshallen, Banken, Ge- schafts- und Barohauser, Hotels, Gaststatten, Hallenschwimm- bader, Duschraume, Rundfunkhauser, Bachereien, Kirchen, Markthallen, Bahnhafe, Postgebaude, Graf:Stoic/len usw. Fur industrielle Klima-, Laftungs- und Luftheizungsanlagen, ins- besondere far Maschinenraume, Telefonzentralen, Selbstan- schlueamter, Ladcierereien, Filmkopieranstalten, Trodcenraume aller Art; ferner fur Betriebsanlagen zur Herstellung von Filmen, Trockenplatten, fotographischen und anderen Feinpapieren, op- tischen Geraten, Leder, Gelatine, Teigwaren, Malz, Schokolade, Tabakerzeugnissen sowie anderen Nahrungs- u. Genuemitteln. Zur Reinigung und Entkeimung der Luft, insbesond. in Kranken- hausern, Operationssalen, Rontgenraumen, Butterkahlraumen, Margarine-Pabriken, Kasereien,Molkereien u. ander. Nahrungs- mittelbetrieben ; ferner in der chemischen Industrie, Heilmittel- betrieben, beim Trocknen empfindlicher Emulsionen, bei Kahl- lagerung von Nahrungs- und Genuemitteln usw.; weiterhin far Gerate zum Ab- oder Umfallen von Milch, Obst usw. lytdeut Lie unvediindeidi Aftioiate cud gadiituienietteacittch Voll- und halbautomatische EILFEUERUNGEN Sparsam im Betrieb bei hochster Leistung und gering- stem 01- und Stromverbrauch Geruch- und gerkiuschlos Modelle far Industrie Zentralheizungen Dampfkessel Dampfbackofen Kochherde in Hotels und Metzgereien NEU IN DEUTSCHLAND! Typen von 0,5 bis 60 qm Heizfliiche 17 Jahre blfeuerungsbau H.WERDENBERG PFORZHEIM Wolfsberg-Allee 63, Tel. 4817 Constructs: Halle IV, Stand 152 SUPERIOR-STANDARD 503 ,) 1111111111111101 fj 1,1 r\III,,, ) .71 Illi 1 4?16 4.147? Ir.,111\11,11/11,1:1." -y- Vs101NaiSSeT 1(?S.t.ba.t. 2 t r, . . . SIND WASSERZAHLER UNERLASSLICH. UNSERE WASSERZAHLER BIETEN BESTANDIGKEIT GEGEN KORROSION UNEMPFINDLICHKEIT GE- GEN VERSCHMUTZUNG ? HOHE MESSGENAU- IGKEIT ? BEWAHRUNG IM DAUERBETRIEB ? EIN- FACHE UND BILLIGE INSTANDSETZUNG BOPRIREUTHER di MANN HEIM -WALDHOF Wo 433 ? Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 Anzeigen-S. 4 Heft 13/14 G-.I. Verbrennungsofen verbilligen die Abfuhrkosten, vernichten schnell, sicher und hygienisch einwandfrei Krankenhausabfalle oiler Art WILH. RUPPMANN Stuttgartl, Postfach54 PERO AERO- Apparatebau ? Gesellschaft m.b.H. Berlin-Lichterfelde-West Cu rtiusstraBe 16 Ruf 73 54 95 Klima -Anlagen mit vollautomatischer Regelung Luftbefeuchtung - Kuhl ung Luftheizung - Entfeuchtung Trocknung - Entstaubung Lufttechnische Anlagen Fachmannische Beratung Klimciapporatur mit Umlauffiiter fur GroBsenderanlage Prazisions-Druckminderer Bauart Kaeferle, mit Quecksilbersteuerung fur hohere MinderdrUcke mit Membransteuerung, verschiedene Ausfuhrungen, saubere Bearbeitung, zuverl. Arbeitsweise, Einzelanfertigung fur jeden Betriebsfall Niederhub-Eck- Sicherheitsventile mit Hebei-, Feder- und direkter Belastung Gummikugel- Ruckschlagventile fur Pumpenheizungen Walter Thies, Hannover Hildesheimer Chaussee 124, Telefon 83810 I W K -----mummem;??-% in Gelenk- und Axialaus- fiih rung aus hochwertigem Chromstahl,fUr hoheDrUcke, hohe Temperaturen U. groBe Dehnungen. ? Geririge RUckdrucke ? GroBe Leberisdauer INDUSTRIE-WERKE ? KARLSRUHE Aktiengesellschaft Karlsruhe H. Schaffstaedt ? 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Heft13/14 Anzeigen-S. 5 Neuzeitliche Raumbeheizung und RaumbelLiftung durch Schilde Raum-Lufterhitzer in einem Speisesaal LUFTHEIZER ?THERMON" RAUM-LUFTERHITZER KLEINITHERMON GAS-THERMON Druckschr. 01 1100 auf Anfrage I Benno Schilde Maschinenbau A.G. Bad Hersfeld SCHROTER K.G. MASCHINENFABRIK RUDERSBERG, KreisWaiblingen bei STUTTGART FERNRUF 174 Ventilatoren Luftheizer aller Art Komplette Anlagen ftir: Ent- und Belli flung, Entstaubung, Entnebelung, Spaneabsaugung, .Spritzabsaugung, Spritzstande, Trocknung' (Ind Klimatisierung Luttenventllator zum Einbau in Rohrleitung mit Leitapparat (Wirkun4. sgrad ca. 80%) Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 Anzeigen-S. 6 Heft 13;14 G.I. WHIM so plagen Der fortuhrittliche Bauer verwendet eine KRACHT - aiikontatisdle, Hays-Wasserversorgungs-Anlage KRACHT-PUMPEN und Motorentabrili G.m.b.H. Werdoht i.W. 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Wedepohl HBK - Berlin Stand Nr. 9 - ELOORBEST-Fu8boden im Winkeltyphaus - Prof. E. Neufert - Darmstadt S. R'e0g5e0ande - lundwhieduaffliches Demon: a) 20 HA - Getreidewirtschaft - 8 Kuhhof Entwurf Arch. E. Klement - Hannover ETERNIT-Dach rostbraun, Typ 1951, Regen- rinnen- und Fallrohranlage, Enthiftungsschlot fur den Kuhstall und Entliiftungsjalousiewan- de des Stalles b) 20 HA - Hackselbetrieb - 16 Kuhhof Entwurf Reg. Baurat Kirstein - Hannover Well-ETERNIT-Dach silbergrau Ober der Heu- Hackselanlage, Tafelverkleidung der Auf- ISTRASSERBAHW bauten der Heu-Hackselanlage und Entliif- tungsjalousiewande der Speicheranlage c) Scheune - Freigespannte Hoizkon- struktion Entwurf Arch. E. Klement - Hannover Well-ETERNIT-Dach rostbraun,Well-ETERNIT- Wande silbergrau, Regenrinnen- und Fall- rohranlage d) 5 Kuhhof Entwurf Prof. G. Widcop - Hannover ETERNIT-Tafelbelage f?r Arbeitstische 6. Pro old We: a) Untergruppe KI. - Sonderschau Das kleine Haus Stand 5 E - Das wachsende Haus - Entwurf Prof. G. Hassenpflug ETERNIT-Dach rostbraun Typ 1951, FLOOR- BEST-Fu8baden in Kiiche, Bad und Flur b) Untergruppe F 4 Stand 4 - Nordmarkhaus - Otto Delfs Albersdorf ETERNIT-Dach blauschwarz Typ 1951, FLOOR- BEST-Fu8boden in !Cliche, Bad und Flur c) Stand 18 - Fertighaus - Gitterschicht- werk- und Lamellenwerk-Bau Frankfurt/M. ETERNIT-Dach rostbraun Typ 1951 d) Stand 10 - Fertighaus - Deutsche Berg- werks- und HOttenbau-Ges. m. b. H. FLOORBEST-Fubboden in Kiiche,Bad und Flur Vorf?hrung de s ?Die steinerne Haut EVERNOT-BLUMENKASTEN, KUBEL UND PKI ENT-GROSSTAFELN EVER 07-GLANZ-GRANIT-TAFELN EVEI[T-INNENBAUTAFELN ?H" VERNIT-TAFELN FLOORBEST-FUSSBODENPLATTEN IN 20 FARBEN pprove ? or -e ease I III III -. NACH ZEN IIRIGER PAUSE treten die deutschen ETERNIT-Werke anloelich der CONSTRUCTA-Bauausstellung 1951 Hannover wieder mit einer Leistungsschau auf, die der Bauwelt einen Uberblick Ober ihre Erzeugnisse und deren Anwendung in der Praxis vermitteln soli. An der Qualitat der Produkte und den gezeigten Konstruktionen werden die Besucher der CONSTRUCTA erkennen, daf3 die Deutsche Asbestzement-Aktiengesellschaft die Kriegs- und Demontageverluste iiberwunden, und die Marke yETERNIT? nach inter nationalen MaBstaben wieder ihren fUhrenden Platz eingenommen hat. Die Aufgabe dieser Schrift ist, die an ETERNIT und FLOORBEST interessierten Besucher unser Material in Hallen und Freigelande leicht finden zu lassen. Begri.if3t wird der Besucher durch den Ober 30m hohen ETERNIT-Turm am Haupt- eingang ? eine Gemeinschaftsarbeit von ETERNIT und CENO, gestaltet nach dem Entwurf von Arch. Dipl. Ing. Friedrich Lindau. In knapp 30 Tagen wurde dieser ETERNIT-CENO-Turm konstruiert, aufgestellt und mit Well-ETERNIT ummantelt. Die zum Teil freiliegende feingliedrige Gitterkonstruktion, in Verbindung mit dem leichten Well- ETERNIT, veranschaulicht die Wirtschaftlichkeit dieser Kombination der CENO-Bauweise mit ETERNIT fur weitgespannte Hallen und Wohnbauten. Der ETERNIT-CENO-Turm ist begehbar und bietet dem Besucher einen grof3artigen Uberblick iiber das Ausstellungsgelande. In der am Eingang gelegenen Halle VII - Baustoffe - beflndet sich der ETERNIT- Stand (Nr. 86), der die Leistungsfahigkeit der ETERNIT-Werke veranschaulicht. Besonders sei auf die ETERNIT-Rohrleitungen hingewiesen, die Klimaanlagen fur neuzeitliche GroBbauten demonstrieren. FLOORBEST-Fuf3boden wird in ver- schiedenen Farben und Mustern gezeigt. In der Halle III ? ABC des Bauens ? haben die ETERNIT-Werke die Gestaltung der Gruppe Asbestzement Ubernommen. Es werden Rohstoffe, Produktion, Eigen- schaften des Asbestzementes und dessen Anwendung gezeigt. Auf dem Freigelonde >>L? ? Bauen auf dem Lande ? geben die drei aufgestellten Gehofte sowie die Musterscheune einen Uberblick ober die Bedeutung des Bau- stoffes ETERNIT fur die Landwittschaft: 1. Der 20 ha-Hackselbetrieb - 16 Kuhhof mit Auflosung der Wandflachen in S-formige ETERNIT-Jalousien zur besseren BelUftung, Nachtrocknung und Minderung der Gefahr der Selbstentzundung. 2. Der 8 Kuhhof (20 ha-Getreidewirtschaft) mit Querbeliiftung durch schreig ge- stellte ETERNIT-Jalousiewande. Beide Gehofte sind mit den seit 50 Jahren bewahrten ETERNIT-Dachern versehen. Das Dach des 8 Kuhhofes ist mit rostbraunen ETERNIT-Dachplatten in dem neuen Farbverfahren Typ 1951 eingedeckt. Die Scheune in freigespannter Holzkonstruktion ist mit rostbraunem Well-ETERNIT gedeckt, die Wande sind mit Well-ETERNIT verkleidet. Auf dem Freigelande sind Kleinhauser mit ETERNIT in Schieferart und gewellt ein- gedeckt und veranschaulichen die Moglichkeiten, die dem Architekten bei Anwen- dung von ETERNIT gegeben sind. Unser FLOORBEST-FuBboden ist auf3er auf dem Stand 86 in Halle VII an ver- schiedenen Stellen der Ausstellung zu sehen. Wir liefern durch den Baustoff- und Fachhandel Ingenieure unseres technischen Dienstes beraten Sie ETERNIT- und FLOORBEST-Monteure Oberwachen Ihre Baustellen Verfijgen Sie bitte Ober unsere Verkaufsorganisation Bezirk Nord: ETERNIT-Vertrieb-Nordwest G. m. b. H., Hamburg 1, Banksstra8e 20-26, Stadtdeich 27, Tel.: Sammelnummer 24 14 12 La gerplat z: Hamburg 24, Wendenstr. 424, Tel.: 25 18 64 Bezirk Mitte: Helmut Pettann, Hannover, Redenstraf3e 5, Tel.: 8 49 51 Bezirk West: Wilhelm Botermann, D?sseldorf 10, Grunerstraf3e 24, Tel.: 645 31 Bezirk K?ln: Wilhelm Tenten G. m. b. H., Bonn, Bornheimerstra8e 3, Tel.: 39 41/ 42 Bezirk Aachen: Franz J. Viethen, Aachen, Jupp-M?ller-StraBe 11, Tel.: 3 16 54 Bezirk Hessen-Pfalz: Heinz G. Giercke, Wiesbaden. OestricherstraGe 15, Tel.: 2 55 38 Bezirk SOdwest: Dipl.-Kaufm. Franz Bochtler, Stuttgart 13, Planckstraf3e 127, Tel.: 4 27 64 Bezirk Franken: Leube-Werk K. G., N?rnberg, Maybachstra8e 21, Tel.: 6 9192 und 6 9415 Bezirk Regensburg: Alfred Fleischner, Regensburg, Von der Tannstra8e 13/0, Tel.: 5 537 Bezirk Sud: Dipl.-Ing. H. D. Heese, M?nchen 22, Widenmayerstraf3e 45, Tel.: 22 501 onun?ME i\SCInSMWAIEMU-KULIMGESELLSCHAFT ?Ve7lsatq: l-leovinbastrz 36, Blelchenbv5cke 10, Tel.: 04 04 57 We:Easvglzu-Liud?eu, Nanalsi1m3ell7-155, Tel.: GO OS 71 TannEngo ? (C=loOsl.ele), Telof?K: 291 comsunucua mes011e VOU, Sinzsnel 56, Val.: C36501, Appemt T414 ed For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A00410001 GESUNDHEITS-INGENIEUR 72. Jahrgang Zeitschrift for angewandte Hygiene und Gesundheitstechnik in Stadt und Land Herausgegeben von W. von Gonzenbach, K. Imhoff, A. Kollmar, W. Liese, F. Meinck, F. Puntigam, E. Sprenger Fachblatt maBgeblicher Stellen der Praxis, Verwaltung und Wissenschaft unter besonderer Mitwirkung des Robert-Koch- Instituts fur Hygiene u. Infektionskrankheiten in Berlin-Dahlem Mitteilungsblatt der Abwassertechnischen Vereinigung Inhalt Seite Die Stockwerks-Warinwasserheizung. Von Ing. W. H. Suter 207 Untersuchungen ilber den praktischen Feuchtigkeitsgehalt von Kalksandstein-AuBenwanden. Von W. Schtile und A. Henke 219 Zur Berechnung der Trittschalldammung von Massivdecken. Von K. GOsele 224 Zur Frage des Mindestwarmeschutzes von Leichtbauarten. Von Dipl.-Ing. W. Caemmerer 227 Gegenwartsaufgaben des Verkehrsstadtebaues und der Siedlungs- wasserwirtschaft. Von Stadtbaurat a. D. Prof. J. W. Korte 229 Das PISTA-Eisenungsverfahren zur Wasser- u. Abwasserreinigung. Von Ing. H. L. Bendel 231 EM FluB nach 20 Jahren. Von Prof. Dr. A. Wetzel 234 Die Wanderratte in der Kanalisation. Von Dr.'habil. Hermann Peters 236 Zeitschriften-Umschau 240 Buchbesprechungen 241 Mitteilungen und Industrlenachrichten 241 Mittenungen des Veriages: Verlag: R. Oldenbourg Verlag G. m. b. H., Mill:when 1, Postfach Tel. 241 54, 2 41 55 Verlagspostamt fur die Deutsche Demokratische Republik Berlin NW 7, Clara-Zetkin-Str. 62 Verantwortlich ftir den Texttell: Prof. Dr. W. Liese, Berlin-Lankwitz, Kaulbachstr. 2, Telefon: 73 13 22 Textbeitrage: (Erstveroffentlichungen), die in das Gebiet der Zeitschrift fallen, sind an den Schriftleiter Prof. Dr. Liese zu senden, bzw. filr Volks- gesundheltspflege : Prof. Dr. W. v. Gonzenbach Ztirich/Schweiz, Clausiusstr. 25 Abwasser: Dr.-Ing. K. Imhoff, (22 a) Essen, Robert-Schmidt-StraBe 8 Wasser: Prof. Dr. F. Meinck, (1) Berlin-Dahlem, Correimplatz 1 Heizung: Dr.-Ing. A. Kollmar, (1) Berlin-Haselhorst, Haselhorster Damm 5 Lilftung und Klimatisierung : D ipl -Ing. E. Sprenger, (1) Berlin-Neuk011n, KranoldstraBe Medizinalwesen: Dr. F. Puntigam, Wien 1, Hanuschgasse 3 Alle Rechte, besonders die des Nachdrucks und der Ilbersetzung (auch auszugsweise) vorbehalten. Unverlangt eingesandte BUcher werden nicht zurUckgegeben; daher wegen Buchbesprechungen vorher. Anfrage bei der Schriftleitung erbeten. Bezugsbedingungen: Der ?Gesundheit s-Ingenieur" erscheint mit 16 Ausgaben im Jahr. Bezug sp r e is: DM 8.40 (4 Nummern) imViertel- jahr zuztiglich Zustellgebtihr. Bestellungen aus der Westzone kOnnen bei jedem Postamt, beim Fach- buchhandel oder beim Verlag, aus der DDR bei jedem Postamt oder beim Fachbuchhandel aufgegeben werden.? Oberweisung der Bezugs- gebiihr bel Bestellungen an den Verlag werden erbeten auf Postscheek- konto R. Oldenbourg, MOnchen 5004. ed For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A0041000 ed For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A0041000 Bezugsquellennachweis Die Zahlen hinter den Stichworten nennen die Nummern, unter denen Ste die Lieferwerke far die betreffenden Erzeugnisse in der nachfolgenden ?Firmenliste zum Bezugsquellennachweis" linden. Abdampfanlagen 1 Absaugeanlagen 1, 19, 22, 33 A.bsperrvorrichtungen 15 Abwarmeverwertung 1 Abwasserklaranlagen 8, 15, 17, 34 Abwasserpumpstationen 30; 34 Abwasserreinigung s. a. Wasser- reinigung 2, 15, 17 Abwasserpumpstationen 31 Anlagen, lufttechnische 22, 33 Apparate, autom. pneum. 9 - Apparate, heizungstechn. 9, 22, 24, 33 Appa.rategruppen far Fernheiz- zentralen 9 Armaturen Badearmaturen 28 Dampfarmaturen 29, 30 Gasarmaturen 14 Laboratoriumsarmaturen 9 Sanitare Armaturen 28 Spezialarmaturen 24 StahlguBarmaturen 30 Aufbereitungsanlagen 2 Automaten HeiBwasserautomaten 18 Badeapparate S. a. Ofen 18 Befeuchter und 13efeuchtungsan- lagen 22 Beltif ter und Beltiftungsanlagen S. a. Ltiftungsanlagen 5, 19, 22,33 Benzinabscheider 15 Beratung 1 Beschickungsgerate ftir Heizkessel 27 _ Blechrohrleitungen 22, 33 13odenentleerer 27 Brennstoffe s. Einzelbezeichnvngen 13runnen Klarbrunnen 34 13runnenbau 34 Bacher 35 Dachltifter 22, 33 Dampfdruckverminderer 24 Dampfkesselspeisung (autoina- tisehe) 9, 24 Dampfkraftanlagen 1 Dampflufterhitzer 21, 22, 33 Dampfstauer 24 Dampfwasserableiter S. a. Kon- denswasserablei ter 24 Dichtungshanf 6 Druckmesser s. Manometer Druckminderer 9, 24 En tdunstungsanlagen 22 Enteisener und Enteisenungsan- lagen 34 Entgasung 2, 22 Entharter- und E n arlungsan- lagen 2 Entliiftungsanlagen s. a. f- tungsanlagen 5, 19, 22, 33 Entmanganungsanlagen 2, 34 Entnebelungsanlagen 5, 22, 33 EntOlungsanlagen 2 Entsauerungsanlagen 34 Entstaubungsanlagen 5, 22, 33 Entwasserungsanlagen 15 Exhaustoren 5, 22, 33 Fachliteratur 35 Faltenrohrkompensatoren 24 Fern-Anemometer s. Anemometer Fernheizungen 1 ? Fernmanometer s. Manometer Fernthermometer s. Thermometer Fernthermometerstationen 9 Fernventilsteuerungen 9 Feuchtigkeitsmesser 9 Feuerungen s. Einzelbezeichnnogen Feuerverzinkereien 33 Filter und Filteranlagen 2 Langsamfilter 34 Luftfilter 16, 22, 26 ? ()Miter. 2. Schnellfilter 34 - Frisehwasserklarung 15 Gasapparates. Linzelbezeichnungen Gaslufterhitzer 21, 22, 26 Gaswarmwasserapparale 18 Geblase Hochdruckgeblase 22, 33 Schraubengeblase 22, 33 Zentrifugalgeblase 22, 33 Gegenstromapparate 28, -33 Gegenstromvorwarmer 33 GroBraumheizungen 9, 22, 23 Hangebahnen 27 Hauswasseranlagen 10, 29, 30 Heizaggregate s. a. Luf theizaggre- gate 22, 33 Heizapparate s. a. Luf theizappa- -- rate 22, 26, 33 HeizkOrper s. a. Radiatoren 14 Heizregister 22, 33 Heizungsbeschickungsgerate 27 Kalorifere 21, 22 Kanalisationsanlagen 15, 34 Kellerentwasserung s. a. Ent- wasserung 15, 30 Kessel Dampfkessel 14 Gasheizkessel 14 Heizungskessel 14 Hochdruckkessel 14 Hochleistungskessel 14 Niederdruckdampfkessel 14 Stahlheizkessel 12 Warmwasserkessel 14 Zentralheizungskessel 12 Kirchenheizungen 22 Klaranlagen 8, 15, 17, 34 Klappenfernstellanlagen 9 Klimaanlagen, autornatische S. a. Wetter, ktinstliches 1, 9, 22 "Kohlenaufzuge 27 Kohlenwagen 27 Kompressoren 29 Kondensationsanlagen 26 Kondensatoren 26 KondenstOpfe '29 Kondenswasserableiter 24 Kondenswasserrfickspeiser 24 Konvek toren 26 Korrosionsschutzanlagen 11 Kahlsysteme 28 Lamellenhalorifere s. Kalorifere L?ftungsanlagen 5, 19, 22, 33 Lilftungsgarnituren 9 Luftbe- und -entfeuchtung 22 Luftbehandlungsanlagen Luftentstaubung 16, 22 Lufterhitzer 3, 19, 21, 22, 23, 26, 33 Luftheizaggregate 3, 19, 22, 33 Luf theizanlagen 19, 22, 33 Luftheizapparate 3, 19, 22, 26, 33 Luftkondensatoren S. a. Konden- satoren 26 LuftkOhler 21, 22, 26, 32 Luftreinigung 16 Lufttrocknung 22 Metallschlauche 13, 22 Mihromanometer S. Manometer Misehapparate 24 Motoren 9 Oren BadeOfen 18 Gasbadeofen 18 Gasheiziffen 14, 18 IndustrieMen 5 KohlenbadeOfen 15 Luftheizungsofen 23 SchmelzOfen 5 olabscheider 15 olfeuerungen 7 Projektierungen Pumpen 10, 29, 30, 31 Feuerlosehpumpen 30 Fliigelpumpen 29- Hauswasserpumpen 10, 29, 30 Kesselspeisepumpen 10, 29 Kolbenpumpen 29 Luftpumpen 29 Motorpumpen 10 Niederdruckkreiselpumpen 10, 29, 31 Umwalzpumpiin 10, 25, 29, 31 Unterwasserpumpen 29 Zahnradpumpen 10 Zentrifugalpumpen 10, 29, 30, 31 Pumpensehaehte 8 Pumpwerke 31 Radiatoren 12 Radiatorenentleerer 24 Rauchgaslufterhitzer 22 Raumerwarmer -5, 14 Rechen 15 Schlitzrechen 15 Siebbandrechen 15 Reehenanlagen 15 Registrierthermometer s. Thermo- meter Regler 9 Druckregler 24 ed For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A0041000 ed For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A0041000 Feuerungszugregler 4 ? Membranregler 24 Raumtemperaturregler 24 Schwimmerregler 24 Temperaturregler 24 Wassertemperaturregler 24 Zugregler 24 Regulatoren 9 RippenheizkOrper 3 Rohre Betonrohre 8 Rippenrohre 3 Spiralrippenrohre 3 Standrohre 14 Rohrleitungen 34 Rohrnetzbau 1, 34 Rohrverlegungen 1 R iicklaihlanlagen 1, 21 Saugzuganlagen 22, 33 Schieber Absperrschieber 15, 30 Dampfschieber 30 ? Schlackenaufzilge 27 Schlammabfuhrwagen 27 Schlammbelebung 15 Schlammverwertung 15 Schmutzfanger 24 Schraubenliifter 3, 22 Seitenentleerer 27 Sicherheitsmischapparate 24 Siebtrommeln 15 Signal-Anlagen 9, 24 Sinkkasten 15 Spaneabsaugungsanlagen 22, 33 Spanetransportanlagen 22 Sprinkler s. a. Spriihdiisen tinter Dtisen 15 Spillapparate 15 Staubsaugeanlagen 22, 33 Staubtransportanlagen 22 Teerstricke 6 Temperaturme Bgerale 9 Therm orne?xr 9 Transportgerate 27 Trocknungsanlagen 5, 22, 33 tinterwind 22 Ventilationsanlagen s. Luft ti gs- an lagen Ventilatoren 5, 19, 21, 22, 33 NaBabscheider-Ventilatoren 22 Schmiedeventilatoren 22 Zentrifugalventilatoren 3, 22, Ventile 9 Absperrventile 29, 30 - Druckreduzierventile 24 Dreiweg-Ventile 9 Eckventile .?Type Koswa" 20 Fla nschen-Schragsit zven tile ?Type Koswa" 20 Schnellschliaventile 24 Schragsitzventile 30 Sicherheitsventile 30 Sicherheits-Wechselvent ile ?Type Koswa" 20 Yierweg-Ventile 9 Verzinkerei 33 Vorwarmer 28 Warrneaustauschap parate 21, 26, 28 Warmeplatten 22 Warmespeicher 1 Warmewirtschaft 1, 2 Waschetrockner (Tumbler) 33 WarmwasSerbereiter 14, 18 Warmwasserregulatoren 24 Wasseraufbereitungsanlagen 2, 1 l Wasserreinigung 2, 32, 34 Wasserreinigungsapparate 34 Wasserstands-Alarmapparate 24 Wasserstandsfernmelder 24 Wassersteinverhtitung 2, 11 Wasserversorgung 34 Wasserwerksbau 34 WeiBstricke 6 Wetter, ktinstliches s. a. Klima- anlagen, automatische 22 Zeigerthermometer S. Thermometer Zentralheizungen 1 entralhei zungsbed arf 9 Firmenliste zum Bezugsquellennachweis ? Sachregister-Nummer A.-S. = An zeigenseite S-B. A.-S. S.- I Kraftanlagen Ak 18 sellschaft, Heidelberg, Bis- marckstr. 11 2;3 19 2 Fischer Emil, Warnaewirt- schaft, Wasserreinigung unci Regeltechnik, Essen, SchlieBfach 98 9 3 G-rauhan Hermann, Mill- heim-Ruhr, Postfach 368 14 4 Jansen J., D?sseldorf, Volmerswertherstr. 43 18 5 Schilde Benno, Maschinen- bau AG., Hersfeld/Hessen 5 6 Hanfzen trate Griesinger, Neu-Ulm-Donau 10 7 Werdenberg IT., Volt- u. halbautomatische ()Ilene- rungen, Pforzheim, Wolfs- berg-Allee 63 3 24 Engel & Leonhard t, Be- tonwerk, Berlin-Spandau, 25 Am Stidhafen 18 9 Regulator & Instrument AB Billmann, Wyhlen (Baden) II 10 Kracht Pumpen- U. Mo- torenfabrik GmbH? Wer- dohl i. W. 6 11 ?Pharmachemie" Fabrik chem.-pharm. U. techn. Praparate, Berlin-Tempel- hof, Borussiastr. 53 10 12 13rOtje Aug., Radiatoren- fabrik, Rastede-Oldbg. 2, Umschlagseite 13 ?Flexa" Steinheimer Me- tallschlauch G. m. b. 11., Steinheim am Main 8 14 Gasgerate-Gesellschaft Dipl.-Ing. Barsch & Co., Bochum, Schellstr. 7 23 32 15 ,Passavant-Werke, Michel- bather Mae (b. Michel- bach, Nassau) 33 4. Umschlagseite 16 Delbag-Luftfilter GmbH., ? Berlin-Halensee/Dtissel- dorf-Heerdt 3 17 Menzel & Co., Wasser- und 35 Abwasserreinigungs-Ges., Stuttgart I, Postfach 819 10 20 21 22 23 26 27 28 29 30 31 34 K. - A.-S. Vaillant Joh., K. G., Rem- scheid, Berghauserstr. 40 13 Langbein & Engelbracht o. G., Bochum, Posi - schlieBfach 355 16 Porringer & Schindler G. in. b. H., Zweibriicken, Postfach Nr. 60 7 Scheller W., Maschinen- bau K. G., Essen, Post-. fach 529 8 SchrOter K.-G., Maschi- nenfabrik, Rudersberg. Kreis Waiblingen/Wilri t. 5 Rekuperator KG., Dr.- Ing. Schack & Co., D asset- dorf, Wilhelm-Marxhaus 14 Willms A.? Dusseldorf, Hermannstr. 48 6 Oplander Wilhelm, Appa- ratebau, Dortmund, Post- schlieBfach 251 12 GEA Luftktihler-Gesell- schaft in. b. H., -Bochum, KOnigsallee 45 7 Schuler Otto, K.-G., Beuel a. Rhein, GartenstraBe 86 14 Schaffstaedt H., Appara- tebau U. Armaturenfabrik, GieBen/Hessen 4 Klein, Schanzlin & Becker AG., Frankenthal/Pfalz 21 Amag-Hilpert-Pegnitz- Iiiitte AG., Pegnitz/Ofr. 17 U. 21 Kleinschanzlin-Besten- bostel GmbH., Bremen, Griineristr. 104-109 , 17 [Rimer Hans & Co. G. in. b. H., Dusseldorf, Eller- str. 157 14 Geisel Rudolf, Maschinen- fabrik, Mannheim-Indu- striehafen 14 Hempel H., Berlin-Niko- lassee, Teutonenstraf3e 24 17 Oldenbourg R., Verlag, Munchen, Lotzbeckstr. 2a, SchlieBfach 31 16, 21 u. 22 ed For Release 2d03/10/16 : CIA-RDP80-00926A0041000 ed For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A0041000 Beratende Ingenieure VBI in den Arbeitsgebieten der Hygiene Die Ingenieure Obernehmen fachmannisch und unabhangigt Gut- achten, Beratung, Planung, Bauleitung nach der GebOhrenordnung der Ingenieure. - Die Ansthrift der Geschdftsstelle des ?Vereins Be- ratender Ingenieure" ish (22a) Essen, Moltke-Strafie 40 .1. Bauer Dipl.-Ing. Wasserversorgung, Entwitis- Regensburg, Carlstrafte 3 serung, Abwasserreinigung Hans Dahlem Tel. 2 89 83 Ortsentwdsserungs- und Essen-SU, Schnutenhausstrafte 63 Abwasserreinigungsanlagen Wilhelm Ferbers Wassergewinnung und (22c) Siegburg, Rhld., Bahnhofstr. 30, -versorgung., Entwosserung, 'Telefon 3598 Abwasserrethigung . Friedrich Hippo Wasserversorgung, Abwasser- Osnabruck, Hemrichstr. 33 beseitigung, Gutachten, Ent- Telefon 54 47 wurf, Bauleitung Kari Imhoff Dr.-Ing. Wasser, Abwasser Essen, Robert-Schmidt-Strafte 8 Hans Preuriner Dipl.-Ing. Wasserversorgung und Hamburg-Klein Flottbek, -aufbereitung, Kanalisation, Kanzleistrafte 56, T. 49 67 54 Kldranlagen . Kurt Scheffel Dipl.-Ing. Hydrologie, Wasserversorgung. Kanalisation, Abwasserreinig., Hannover S, Kerstingstr.16, 1.8 07 22 Gutachten, Entwurf, Bauleitung F. Schimrigk Dr.-Ing. Wasserwerke, Kanalisation, Weimar, Marienstrafte 14 Wasseraufbereitungsanlagen, Schlie6fach 143, Telefon 2167 Abwasserklaranlagen Schlegel Reg.-Bmstr. Tel. 36 24 54 Abwasser- und MOnchen 38, Guntherstrafte 29 Wasserversorgungsanlagen C. A. Seltmann Helzun9s- Liillungs- und Ge- Heidelberg, Neuenheimer Land- sundhettstechnik, Fernheiz- strafte 52, Telefon 29 75 werice und Stadteheizungen Dr. ling. THIEM Hydrologische Forschungen LEIPZIG Wasserversorgung . Franz Umstaetter Hetzung, Warme-,Kraft-, Klima- (13 b) M?nchen 23, Ohmstrafte 17/I anlagen, LOftung, Trodcnung, Telefon 3 53 94 Grofildichen, Waschereien Erich Weise Dr.-Ing. Wasserversorg., Abwasser- und Lobed 60 Phon, s. Tabelle II. In Tabelle II ist die Normtrittlautstarke fiir das Beispiel der Tabelle I durchgerechnet. Die Abweichungen zwischen den 1) Bei der Messung mit OkLavfiltern, die sich gegenseitig in ihrem Frequenzbereich ilberlappen (z. B. 100 his 200 Hz, 150 his 300 Hz, 200 his 400 Hz usw.) wird die Summe ilber samtliche Ablesungen ge- bildet und diese am SehluB mit dem'Faktor 54 versehen (s. Tabelle II). aus dem Trittschallpegel gerechneten Lautstarken und den unmittelbar mit einem DIN-Lautstarkemesser gemessenen sind nach Versuchen des Verfassers bei einwandfreier Mes- sung nicht groBer als 1 Phon2). Grenzen der Rechnung Die in Abschnitt IV geschilderte Berechnung des Trittschall- pegels gilt zunachst nur fur Massivdecken, solange keine entsprechenden Erfahrungen bei Holzbalkendecken vorlie- gen. Es ist auBerdem unzulassig, die Verbesserungen zweier Gehbelage zu addieren (z. B. Gummilaufer auf Korkparkett). Dasselbe gilt fiir Dammschichten unter Estrichen (z. B. Sandschtittung auf Weichfaserplatte oder zwei aufeinander- g?elegte Damm-Matten). In solchen Fallen kann man zur naherungsweisen Berechnung lediglich die Werte fiir die wirksamere der beiden gleichartigen Damm-Mal3nahmen der Rechnung zugrunde legen. Die Addition der Verbesserungswerte ist auBerdem nicht zulassig bei weichen Bodenbelagen auf Riemenbeiden mit Lagerholzern. Die zusatzliche Verbesserung durch den Bodenbelag ist in diesem Fall ? wie Versuche des Verf. er- geben haben ? wesentlich geringer als unmittelbar auf der Decke. V. Zusammenpssung Das Trittschallverhalten einer Decke (ausgedriickt durch den Trittschallpegel) laBt sich aus den aus Tabellen zu ent- nehmenden Trittschallpegelwerten der Rohdecken und den Verbesserungswerten der Dammschichten und Bodenbelage errechnen. Es wurde gezeigt, daB die Voraussetzung fiir eine derartige Wchnung ? Unabhangigkeit der Verbesse- rungswerte von der Rohdeckenausfiihrung und zulassige Addition verschiedener Verbesserungswerte ? abgesehen 2) Eine etwa nicht vorhandene 1Thereinstimmung ist umgekehrt ein Kriterium fiir verschiedene Absolutempfindlichkeit von Schallpegel- messer und DIN-Lautstarkemesser, fiir eine falsch bestimmte Durch- landiimpfung des Oktavsiebes und ahnliehe Fehler. db 90 80 40 30 Rohdecke PVeichfaserdeinwnplatte Korkparkett Wohnfertige Decke 100 200 300 It 56 8 1000 7-0/717ohe Bild 5. Zur Berechnung des Trittschallpegels einer wohnfertigen Massivdeeke aus den bekannten Werten der Rolideck und den Ver- besserungen A LT der Estrichunterlage und des Bodenbelages. Werte entsprechen dem Beispiel in Tabelle 1. 3000 3000 4 560001/z Tabelle I: Berechnung des Trittschallpegels einer wohnfertigen Decke Beispiel: Massivplattendecke, mit Weichfaserdammplatte unter Estrich, darauf Korkparkett (Werte entnommen aus [5]) Trittschallpegel in db bei den Frequenzen (Hz) . . 112 150 225 300 450 600 900 1200 1800 2400 3600 Trittschallpegel der Rohdecke 66 70 72 74 75 77 79, 80 82 83 82 Verbesserung durch Weichfaserdammplatten 0 ?1 ?1 1 4 6 11 ' 16 21 24 28 Verbesserung durch Korkparkett 0 0 0 1 2 3 8 11 22 28 38 Trittschallpegel der wohnfertigen Decke 66 71 73 72 69 68 60 53 39 31 16 Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 HILFSTAFELN ZUR BERECHNUNG VON WARMWASSERHEIZUNGEN VON HERMANN RECKNAGEL vollstandig neu bearbeitet von Ober-Ing. ERICH KELLER VDI 65 Seiten mit 61 Zahlentafeln, DIN A4, 1951, broschiert DM 12.50 8. Atiflage Die Neubearbeitung tragt alien, auch den vielen grundsatzlichen Ande- rungen im Heizungsbau, wie sie durch die Fortschritte der Technik, durch die auBeren Zeitverhaltnisse und Gegebenheiten bedingt sind, Rechnung. Aus dem Inhalt: Mehrfachzahlen fiir Pumpen-Zusatzdrucke ? Warmeabgabe von Heizrohren ? Gewicht eines m3 Wasser in kg bei Temperaturen von 400-2500 ? Warmelieferung und Einzelwiderstande verschiedener Rohr- arten ? Widerstand der HeizkOrper-AnschluBleitungen ? Warmeabgabe von nackten und umhiillten handelsiiblichen Rohren ? Leistungsverzeichnis der ?Wilo"-Umwalzpumpe ? Warmehbergangszahlen ? Warmeabgabe von glat- ten Rohrregistern und -schlangen sowie von schmiedeeisernen Rippenrohr- strangen und -registern ? Warmeabgabe von Heizkorpern ? Heizkorpertafeln. Umseitig ? als Probeseite ? Zahlentafel i des Buches: Sie ist in 3 Rubriken eingeteilt. Spalte Jo enthalt fiir den Ausdruck ?ah" die Werte fiir einen Grenzbereich von 0-700 mm WS. Links davon finden sich in den Spalten 1-9 die ?h"-Werte, die den ?ah"-Werten zugrundeliegen; rechts sind aus den Spalten 11-19 die Mehrfachzahlen ?M" fiir Pumpen-Zu- satzdrucke ?A" von 150-2800 mm abzulesen. Die Berechnung des Wertes ?ah" kann als bekannt vorausgesetzt werden. Die Mehrfachzahl ?M" ergibt sich aus nachstehendem Ausdruck : =,1121 V P M = Mehrfachzahl bei einem bestimmten Pumpen-Zusatzdruck ?A" A = Pumpen-Zusatzdruck in mm WS p ah Schwerkraft-Druckhohe in mm WS p, = ah 2 = Gesamtdruckhohe in nam WS - h = senkrechter Abstand von Mitte 1esse1 bis Mitte Heizkorper in m a = Gewichtsunterschied des Vor- und Rticklauf-Heizwassers VERLAG VON R.OLDENBOURG MUNCHEN Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 Zahlentafel 1 Mehrfadizahlen ftir Pumpen-Zusatzdrucke von 150-550 mm WS, bezogen auf die bei Schwerkraft- druckholien ah = 0-700 mm WS umlaufende Wassermenge in Liter/Stunde ?h" in m bei 20? TU ?h," in in bei 25? TU 90/65 ?h" in m bei 30? TU ah mm WS A -=-- Zusatz-Pumpendruck in rim W 80/60 85/65 90/70 80/55 85/60 80/50 85/55 90/60 150 200 250 300 350 400 450 500 1 550 - - - - - - - - - 0 12,25 14,14 15,81 17,32 18,71 20,00 21,21 22,36 23,45 0,09 0,08 0,08 0,07 0,07 0,07 0,06 0,06 0,06 1 12,29 14,18 15,84 17,35 18,74 20,02 21,24 22,38 23,47 0,17 0,17 0,16 0,14 0,14 0,13 0,12 0,12 0,10 2 8,72 10,05 11,23 12,30 13,27 14,18 15,03 15,85 16,62 0,26 0,25 0,24 0,22 0,21 0,20 0,18 0,18 0,17 3 7,14 8,23 9,18 10,05 10,85 11,60 12,29 12,95 13,58 0,35 0,33 0,32 0,29 0,27 0,26 0,25 0,23 0,22 4 6,21 7,14 7,97 8,72 9,41 10,05 10,65 11,23 11,77 0,44 0,42 0,40 0,36 0,34 0,33 0,31 0,29 0,28 5 5,57 6,40 7,14 7,81 8,43 9,00 9,54 10,05 10,54 0,52 0,50 0,48 0,43 0,41 0,39 0,37 0,35 0,33 6 5,10 5,86 6,53 7,14 7,70 8,23 8,72 9,18 9,63 0,61 0,58 0,56 0.50 0,48 0,46 0,43 0,41 0,39 7 4,74 5,44 6,06 6,62 7,14 7,62 8,08 8,51 8,92 0,70 0,67 0,64 0,53 0,55 0,52 0,49 0,47 0,45 8 4,44 5,10 5,68 6,20 6,69 7,14 7,57 7,97 8,35 0,80 0,75 0,72 0,65 0,62 0,5) 0,55 0,53 .0,50 9 4,20 4;82 5,36 5,86 6,32 6,74 7,14 7,52 7,88 0,88 0,84 0,80 0,72 0,68 0,66 0,61 0,59 0,56 10 4,00 4,58 5,10 5,57 6,00 6,40 6,78 7,14 7,48 0,96 0,92 0,88 0,79 0,75 0,72 0,68 0,64 0,61 11 , 3,83 4,38 4,87 5,32 5,73 6,11 6,47 6,82 7,14 1,05 1,00 0,96 0,86 0,82 0,79 0,74 0,70 0,67 12 3,67 4,20 4,67 5,10 5,49 5,86 6,20 6,53 6,84 1,14 1,09 1,04 0,93 0,89 0,85 0,80 0,76 0,73 13 3,54 4,05 4,50 4,90 5,28 5,64 5,97 6,28 6,58 1,25 1,17 1,12 1,01 0,96 0,92 0,86 0,82 0,78 14 3,42 3,91 4,34 4,74 5,10 5,44 5,76 6,06 6,35 1,31 1,25 1,20 1,08 1,03 0,98 0,92 0,88 0,84 15 3,32 3,79 4,20 4,58 4,92 5,26 5,57 5,85 6,13 1,40 1,34 1,28 1,15 1,10 1,05 0,98 0,94 0,89 16 3,22 3,67 4,08 4,44 4,78 5,10 5,40 5,68 5,95 1,49 1,42 1,36 1,22 1,17 1,11 1,05 0,99 0,95 17 3,13 3,57 3,96 4,32 4,65 4,95 5,24 5,51 5,77 1,58 1,50 1,44 1,30 1,23 1,18 1,11 1,05 1,00 18 3,06 3,48 3,86 4,20 4,52 4,82 5,10 5,36 5,62 1,66 1,59 1,52 1,37 1,30 1,25 1,17 1,12 1,06 19 2,98 3,39 3,76 4,10 4,41 4,70 4,97 5,23 5,47 1,75 1,67 1,60 1,44 1,37 1,31 1,23 1,17 1,12 20 2,92 3,32 3,67 4,00 4,30 4,58 4,85 5,10 5,34 1,84 1,76 1,68 1,51 1,44 1,38 1,29 1,23 1,17 21 2,82 3,24 3,59 3,91 4,20 4,48 4,74 4,98 5,21 1,92 1,84 1,76 1,58 1,51 1,44 1,35 1,29 1,23 22 2,80 3,18 3,52 3,83 4,11 4,38 4,63 4,87 5,10 2,02 1,92 1,84 1,65 1,58 1.51 1,42 1,35 1,28 23 2,74 3,11 3,44 3,75 4,03 4,29 4,48 4,77 4,99 2,10 2,01 1,92 1,73 1,65 1,57 1,48 1,40 1,34 24 2,70 3,06 3,38 3,67 3,95 4,20 4,44 4,67 4,89 2,19 2,09 2,00 1,80 1,71 1,64 1,54 1,47 1,40 25 2,65 3,00 3,32 3,61 3,87 4,12 4,36 4,58 4,80 2,63 2,51 2,41 2,16 2,05 1,97 1,84 1,76 1,67 30 2,45 2,76 3,06 3,32 3,56 3,78 4,00 4,20 4,40 gp 000 00-I p) pool 000 fir 0flr. o-0000r00000cn000n,-flp,.,,p014 rn 4,82 5,26 5,69 6,13 6,57 7,01 7,45 7,88 8,32 8,76 9,20 9,64 10,07 10,51 10,95 13,10 15,35 17,50 19,70 21,90 24,10 26,30 30,70 35,00 39,40 43,80 48,20 52,60 61,40 1 4,61 5,03 5,45 5,87 6,29 6,71 7,12 7,54 7,96 8,38 8,80 9,22 9,64 10,06 10,48 12,52 14,65 15,70 18,80 20,90 23,00 25,10 29,25 33,45 37,60 41;80 46,00 50,20 58,50 2 4,41 4,81 5,21 5,61 6,02 6,42 6,82 7,22 7;62 8,02 8,42 8,82 9,20 9,62 10,00 12,00 14,00 16,05 18,05 20,00 22,10 24,10 28,05 32,10 36,05 40,10 44,10 48,10 56,10 3 3,96 4,32 4,68 5,04 5,40 5,76 6,12 6,48 6,81 7,20 7,56 7,92 8,28 8,64 9,00 10,80 12,60 14,40 16,20 18,00 19,80 21,60 25;20 28,80 32,40 36,00 39,60 43,20 50,40 4 ? 3,76 3,61 3,38 4,10 3,94 3,69 4,45 4,26 4,00 4,79 4,59 4,30 5,13 4,92 4,60 5,47 5,81 6,16 6,50 6,84 5,25 4,91 5,58 5,22 5,90 5,53 6,23 5,84 6,56 6,15 7,18 6,89 6,15 7,52 7,22 6,75 7,87' 7,54 7,06 8,21 7,87 7,37 8,55 8,20 7,68 10,28 12,00 13,70 15,40 17,10 18,85 20,50 24,00 27,40 30,80 34,25 37,65 41,10 48,00 9,80 9,20 11,45 10,75 13,10 12,30 14,75 ,13,80 16,40 15,40 .18,10 16,90 19,70 18,40 23,00 21,50 26,20 24,60 29,50 27,60 32,80 30,70 36,10 33,80 39,40 36,80 45,90 43,00 5 6 7 '9 3,22 3,07 3,52 3,35 3,81 3,63 4,10 3,91 4,40 4,19 4,69 4,46 4,98 4,74 5,27 5,02 5,57 5,30 5,86 5,58 6,15 5,86 6,45 6,14 6,74 6,42 7,03 6,70 7,33 6,98 8,80 8,40 10,25 9,80 11,70 11,20 13,20 12,55 14,70 14,00 16,15 17,60 20,50 23,40 26,40 29,30 32,20 35,20 41,00 15,35 16,70 19,50 22,30 25,10 27,90 30,70 33,50 39,10 50 2,00 55 1,93 60 1,87 65 1,82 70 1,76 75 1,73 80 1,69 85 1,67 90 1,64 95 1,60 100 1,58 105 1,56 110 1,54 115 1,52 120 1,50 125 1,48 150 1,42 175 .1,36 200 1,32 225 1,29 250 1,27 275 1,24 300 1,22 350 1,20 400 1,17 450 1,15 500 1,14 550 1,12 600 1,12 700 1,10 8 9 10 11 2,24 2,15 2,08 2,02 1,96 1,91 1,87 1,83 1,79 1,76 1,73 1,71 1,68 1,66 1,64 1,63 1,53 1,46 1,41 1,37 1,34 1,31 1,29 1,25 1,23 1,20 1,18 1,16 1,15 1,13 12 2,45 2,65 2,83 2,36 2,54 2,71 2,27 2,45 2,62 2,20 2,38 2,52 2,14 2,30 2,45 2,08 2,24 2,38 2,03 2,18 1,98 2,13 1,94 2,08 1,90 2,04 1,87 2,00 1,84 1,96 1,81 1,93 1,77 1,90 1,75 1,87 1,73 1,84 1,63 1,73 1,56 1,65 1,50 1,58 1,45 1,53 1,41 1,48 1,38 1,44 1,35 1,47 1,31 1,36 1,27 1,32 1,25 1,29 1,23 1,26 1,21 1,19 1,16 13 1,24 1,22 1,20 14 2,32 2,26 2,22 2,16 2,12 2,08 2,06 2,01 1,98 1,95 1,82 1,73 1,66 1,60 1,55 1,51 1,47 1,41 1,37 1,33 1,30 1,28 1,29 1,22 15 3,00 3,16 3,32 3,46 2,88 3,03 3,18 3,32 2,76 2,92 3,06 3,18 2,68 2,82 2,94 3,08 2,59 2,72 2,86 2,98 2,52 2,65 2,76 2,89 2,45 2,39 2,34 2,28 2,24 2,19 2,15 2,12 2,08 2,05 1,9 1,81 1,73 1,67 1,61 1,56 1,52 1,46 1,41 1,37 1,34 1,31 1,29 1,25 16 2,58 2,70 2,80 2,50 2,64 2,73 2,45 2,56 2,66 2,40 2,50 2,61 2,35 2,45 2,55 2,30 2,40 2,49 2,26 2,35 2,45 2,22 2,32 2,41 2,18 2,27 2,37 2,14 2,24 2,32 2,00 2,08 2,16 1,89 1,96 2,03 1,80 1,87 1,93 1,73 1,80 1,86 1,67 1,73 1,79 1,62 1,68 1,73 1,58 1,63 1,68 1,51 1,56 1,61 1,46 1,50 1,54 1,41 1,45 1,49 1,38 1,41 1,45 1,35 1,38 1,41 1,32 1,35 i 1,38 1,28 1,31 1,33 17 18 19 Spa I te Probeseite aus dem Werk: Recknagel, Hilfstaf eln zur Berechnung von Warmwasserheizungen 6' Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 Weitere Werke unserer heizungstechnischen Fachliteratur: FRIEDRICH NUBER WARMETECHNISCHE BERECHNUNG DER FEUERUNGS- UND DAMPFKESSELANLAGEN r. Auflage, 257 Seiten mit 41 Abbildungen, Kl.-80, 1949 broschiert DM 9.50, gebufiden DM 10.50 ? . . Verstandlicher kann die Warmetechnik wirklich nicht dargestellt werden. ." ?NT B ? Neue Technische Bucher", 1950 ALBRECHT .KOLLMAR DIE STRAHLUNGSVERHALTNISSE IM BEHEIZTEN WOHNRAUM mit Berechnung der Einstrahlzahlen in der Heiz-, Beleuchtungs- und Feuerungstechnik XVI und Seiten mit 29 Abbildungen, io8 Textfiguren und zahl- reichen Tabellen, Gr.-80, 1950, broschiert DM 24.? . . diese Arbeit gibt dem Heizungsfachmann em n sicheres Urteil iiber die ZweckmaBigkeit dieser oder jener Heizflachenplacierung und somit em n Werk- zeug in die Hand, iiber dessen Nutzen nur der ins unklaren sein kann, der die Grundaufgabe der Heizung noch nicht erfaBt ?Die Inst allation", Zurich, Juni 1950 ALFRED FABER 000 JAHRE WERDEGANG VON HERD UND OPEN Ausgewahlte Kapitel aus ihrer technischen Fntwicklung bis zu Beginn des 19. Jahrhunderts 40 Seiten mit II Textabbildungen und 20 Bildern auf Tafeln 80, 1950,- broschiert DM 1.40 ?. . . nicht nur die Geschichte eines technischen Werdegangs, sondern gleich zeitig auch eine Kulturgeschichte mensch lichen Lebens in Wort und Bild." ?Glas-Email-Keramo-Technik", Metre 195 VERLAG VON R.OLDENBOURG MUNCHEN Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A0041001'&d01-6 Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 Git.I; Heft 13/14 (72. Jahrg. 1951) ? 227 Tabelle 2: Berechnung der Normtrittlautstarke aus dem Trittschallpegel einer Decke Mittelfrequenzen der Oktavbereiche in Hz Trittschallpegel bezogen auf 10m2 bezogen auf Ao 1 m2 (+ 10 db) Frequenzbewertungs- faktor h (nach DIN 5045) LT + 10 + k. . 100.1 (LT +io+k) LT =-_ 112 150 66 71 76 81 ___5 ?3 71 78 1,2 ? 107 6,4 ? 107 Beispiel der Tabelle 1 225 300 450 600 ? 900 1200 1800 2400 3600 73 72 69 68 60 53 39 31 16 83 87 79 78 70 63 49 41 26 ?2 ?2 ?1 ?1 0 0 1 1 1 81 80 78 77 70 63 50 42 27 1,2 ? 108 108 6,4 ? 107 5 ? 107 107 0,2 ? 107 105 1,6 ? 104 0,5 ? 103 1 ?21100,1 (LT 4-10+k) 21 ? 107 ? Normtrittlautstarke NT = 10 log (21 ? 107) = 83,2 Phon. Die Deckenausfiihrung geniigt sornit den Mindestanforderungen von DIN 4110 (hochstzulassige Norintrililaut- starke : 85 Phon). von wenigen Ausnahmen, erfrillt ist. 4 Anschr. d. Vert'. Literatur: [1] Greiner, H. u. L.: Theorie quepz" 2 (1948), S. 61. [2] Ingerslev, Nielsen u. Sound Transmission through (1947), S. 981. [3] Lindahl R. u. Sabine mit ausreichender Genauigkeit : Stuttgart-Degerloch, Oberer Wald 3 der Entstehung des Klopfschalls ,,Fre- Larsen: The Measuring of Impact Floors. bourn. Acoust. Soc. Amer. 19 : Measurement of Impact Sound [4] [5] [6] [7] Transmission through Floors, bourn. Acotist. Soc. Amer. 11(1940) S. 401. &Eisele, K.: Zur Melhnethodik der Trittschalidammung, Ges.-Ing. 70 (1949), S. 66. &Eisele, K.: Die Trittschalldammung von Decken, Gehbeltigen und Dammschichten ?Die Bauzeitung" (1951), S. 126. &Eisele, K. U. Bach, W.: ?Schalltechnische Untersuchungen" in Heft 9/50 der VerOffentlichungsreihe der Forschungsgemein- schaf I Bauen und Wohnen, Stuttgart, (FBW-Versuchsbauten 1949, Bauphysikalischer Teil). DIN 4110: Technische Bestimmungen fur die Zulassung neuer Bauweisen. Abschnitt D 11 (Schallschutz), Beuth-Vertrieb Gr. m. S. H. Zur. Frage des Mindestwarmeschutzes von Leichtbauarten Von Dipl.-Ing. W. Caemme re r Aus der Beschtiftigung mit der Frage des Einflusses der wiirmespei- chernden Eigenschaften der verschiedenen Bauteile auf den Warme- schutz des Hauses ist die Erkenntnis erwachsen, daB die in den Vor- ,sehriften') fesigelegten Werte des Mindestwanneschutzes bei Leicht- bauarten erholit werden mOssen, wenn man rauniklimatische Ver- halinisse auch bei diesen Bauarten einhalten will, wie sie bei Schwer- bauarten ilblich sind. Dabei gelten als Leichtbauarten in Anlehnung an einen Vorschlag von Reiher2) solche mit einem Wandgewicht2), das kleiner als 300 kg/m2 ist. Iin Hinblick auf die in Vorbereitung befindlichen Vorschriften DIN 4108') soli die Frage erOrtert werden, wie hoch die Dammwerte von AuBenwanden2) bei Leichtbauarten mindestens getrieben werden intissen. Ein Vorschlag in dieser Hinsicht wurde bereits von v. Cube') gemacht (s. Tabelle 1). In Anlehnung an die in den DIN 41105) enthaltene Tabelle Ober die Zuschlage auf den Warme- schutz von Sonderbauarten beziehen sich die in Tabelle 1 aufgefiihrten Werte auf einen Dammwert von 0,55 m2h0C/ kcal ohne Unterschied einer Klimazone. Dabei ist bis zu einem Wandgewicht von 100 kg/m2 die Erhohung des War- meschutzes verhaltnismaBig gering. Dies steht in gewissem Widerspruch zu den Erfahrungen der Praxis, die gezeigt haben, dal3 bei derartigen Wandgewichten bereits ganz er- heblich verschlechterte raurnklimatische Verhaltnisse vor- liegen kOnnen. Es soil daher untersucht werden, unter wel- chen Voraussetzungen diese Werte entstanden sind. ') Einheitliche Technische Baubestimmungen (ETB), Erganzung 1 und DIN 4108: ?Richtlinien fin* den Warmeschutz im Hochbau" (in Vorbereitung). 2) Reiher, H.: Entwurf fur Forderungen im Wohnungsbau hinsicht- lich Schallsicherheit und Warmeschutz. Ges.-Ing. 51 (1928), S. 217. ') Die Betrachtungen der vorliegenden Arbeit sind auf den Warme- schutz der AuBenwande bezogen. Sie gelten sinngemii13 auch ftir alle anderen AuBenbauteile. 6) von Cube, H. L.: Die AuskOhlung, von Iiiiusern und deren Be- rficksichtigung in Vorschriften iiber den Warmeschutz von AuBen- wanden, Forschungsgemeinschaft Bauen und Wohnen, Stuttgart 1949; siehe auch Ges.-Ing. 71 (1950), S. 81. 6) DIN 4110: ?Technische Bestitnmungen ftir Zulassung neuer I3au- weisen". Tabelle 1: Mindestwarmeschutz nach v. Cube WandgeWicht Mindestwarineschutz kg/m2 in'!! .C/kcal 20 20-30 30-40 40-50 50-60 60-80 80-100 100 1,43 1,18 1,00 0,91 0,82 0,77 0,72 0,69 Die Werte der Tabelle 1 sind unter der Bedingung errechnet, dat3 die innere Wand-Ubertemperatur (AuBentemperatur = 0 gesetzt) nach 8stiindiger Auskiihlung noch 50 vH der inneren Wand-Ubertemperatur im stationaren Zustand der Beheizung betragen soil. Also 1 [Cos (m 6) + a' ? sin (m a) 1 6 .1 A + 1 A (m 6) 0w5.(m 6)2 ? t 1?v' (Trt 6) ? 2 a .1 A yr ? lb (`" + I) + + 2] A A ? 0,5 (1) (2) o?a, 1 bedeutet darin einen Faktor, der von ?A und ?b abhangig ist und aus Tabellen entnommen werden kann (4). Die GroBe Qw bezeichnet die spezifische Speicherfahigkeit der Wandkonstruktion in kcal/m2 ?C. b gibt an, wie grol3 die im Inneren des Hauses (Heizungsanlage, Moblierung, Innen- wande) gespeicherte Warmemenge im Verhaltnis zu der in den AuBenwanden gespeicherten ist. Bezogen auf 1 m2 Aul3enwandflache und 1? C innere Obertemperatur ist diese ?Kernspeicherung" unter Vernachlassigung eines inneren Wiirmeriberganges: WKb (by kcal 1 (3) 2 In20C 1 Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 228 ? Heft Approved3/14 For Relea (72. Jahrg. 1951) ?* 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 1 Fur -10? C AuBen- und 200 C Innentemperatur gibt v. Cube (4) den (linearen) Verlauf dieser Grae in Abhangig- keit vom Wandgewicht an. Aus Gl.(3) ist ersichtlich, daB WK fiir die beiden anderen Klimazonen mit - 15? C und - 20? C AuBentemperatur kleiner werden muf3. Tabelle 2 zeigt fiir Wandgewichte von 20 bis 300 kg/m2 die Gri513e der ?Kernspeicherung" WK fiir die verschiedenen Klimazonen. Berticksichtigt man die im Hausinnern gespeicherten War- memengen, so erscheint es notwendig, auch die im Haus- innern entstehenden Verluste, die von diesen Warmemengen gedeckt werden miissen, in Rechnung zu stellen. Es sind dies die Transmissionsverluste durch die Fenster und die Liif- tungsverluste. In den in Tabelle 2 angegebenen Werten von WK dtirften die Fensterverluste filt Doppelfenster, unter der Annahme, daf3 die Fensterflachen 10 vH der gesamten AuBen- wandflache ausmachen, enthalten sein. Die Ltiftungsver- luste sind abhangig von der stiindlichen Luftwechselzahl, von der Grundflache und lichten Holm der Wohnung und vom Seitenverhaltnis des Grundrisses. Diese GroBen ki5nnen alle in wean Grenzen schwanken. Man wird jedoch einen vergleichbaren Durchschnittswert erhalten, wenn man eine Wohnung des sogenannten ?Indexhauses"?) mit 50 m2 Grundflache bei 7,25 m Wohnungsbreite, 9 m Haustiefe und 2,75 m GeschoBliiihe zugrunde legt. In Tabelle 2 sind die Liiftungsverluste fiir 'verschiedene Luftwechselzahlen in den verschiedenen Klimazonen angegeben. In Spalte 9 werden noch die zusatzlichen Fensterverluste aufgefiihrt, die entstehen, wenn an Stelle von Doppelfenstern Einfach- fenster verwendet werden. Tabelle 3 zeigt, welche Diinamwerte sich nunmehr aim den Gl. (1) bis (3) errechnen7). Sie liegen nur in Klimazone I im Rahmen der Tabelle 1 und werden ftir Klimazone II und III entsprechend dem Ansteigen der treibenden Temperatur- differenz zwischen AuBenluft und Innenraum nicht uner- heblich holier. Spalte 7 zeigt, welche absoluten Endternpe- raturen nach der Auskiihlung erreicht werden. Sic liegen in Klimazone I bei 3? C, in Klimazone II um 0? C und in Klimazone III bei - 2? C. Nach den heutigen Anschauungen fiber Wohnungshygiene dud- ten diese Temperaturen zu tief Tabelle 2: Im Hausinneren gespeicherte VVarme und auftretendc Warineverluste 1 2 3 4 5 6 7 s ii Wandgewicht kg/m. Im Hausinneren gespeicherte Warme kcal/m, ?C bei einer Innentemperatur Von Liiftungsverluste kcal/m' ?C Luft- wechsel Innentemperatur Zus. Fensterver- luste bei Verwen- dung von Einfach- fenstern 30 ? C 35?C 1 40?C IM 1 30?C 1 35?C J 40?C kcal/m' ?C 20- 30 10,9 9,4 8,2 30- 40 ? 11,2 9,6 8,4 1 4,0 4,7 5,3 2,6 40- 50 11,6 10,0 8,7 50- 60 12,0 10,3 9,0 60- 80 12,5 10,7 9,4 5 19,8 23,0 26,3 2,6 80-100 13,2 11,4 9,9 100-150 14,4 12,4 10,8 150-200 16,2 13,9 12,2 200-250 18,0 15,5 13,5 10 39,3 45,9 52,4 2,6 250-300 20,0 17,0 14,9 ' liegen. Auf Grund der Festlegung des Mindestwarmeschutzes (1) stellt sich im stationaren Heiz- betrieb in alien 3 Klimazonen eine innereWandoberfla- chentemperatur v. 13,3?C em. Bezieht man nun die Be- dingung der Gl. (1) auf diese Temperatur, so wtirde das eine Endtemperatur nach 8stiin- diger Ausktihlung von 6,7? C bedeuten, die in alien 3 Klima- zonen einzuhalten ware. In Ta- belle 4 sind die entsprechenden Tabelle Mindestwarmeschutz und Temperaturen bei der Tabelle 4: Mindestwarmeschutz und Temperaturen bei der Bedingung-0/01v, = 0,5 B edingung t = 6,7? C (fi ...- 16,7; 21,7; 26,7? C) 1 2 3 4 5 6 1 7 Klima- zone Zonen- temp. Wand- gewicht mindest- warme- sch 0/0._ Wand- Innen- temp. Temp. diger Auskiihlungutz nach 8 stun- , '' di = 0,5 19 Wa 19 1 ?C kg/m' na' h ?C kcal 0 c 0 C ? C I - 10 20- 30 1,28 27,0 13,5 3,5 30- 40 1,13 26,6 13,3 3,3 40- 50 1,01 26,3 13,2 3,2 50- 60 0,93 26,1 13,1 3,1 60- 80 0,81 25,6 12,8 2,8 80-100 0,70 25,1 12,6 2,6 100-150 - 0,50 24,4 12,2 2,2 150-200 0,45 23,3 11,7 1,7 200-250 0,45 23,3 14,0 4,0 250-300 0,45 23,3 14,0 4,0 II - 15 20- 30 1,76 32,4 16,2 1,2 30- 40 1,55 32,1 16,1 1,1 40- 50 1,33 31,7 15,9 0,9 50- 60 1,19 31,3 15,7 0,7 60- 80 1,04 30,8 15,4 0,4 80-100 0,86 30,1 15,1 0,1 100-150 0,68 29,2 14,6 -0,4 150-200 0,55 28,3 14,2 -0,8 200-250 0,55 28,3 17,0 2,0 250-300 0,55 28,3 17,0 2,0 III - 20 20- 30 2,51 37,8 18,9 -1,1 30- 40 ' 2,09 37,5 18,8 -1,2 40- 50 1,79 37,1 18,6 -1,4 50- 60 1,57 36,7 18,4 -1,6 60- 80 1,31 36,1 18,1 -1,9 80-100- 1,08 35,4 17,7 -2,3 100-150 0,80 34,2 17,1 -2,9 150-200 0,58 33,2 16,6 -3,4 200-250 0,55 33,2 20,0 0,0 - 250-300 0,55 33,2 23,2 3,2 1 2 3 4 5 6 Klima- zone Zonen- temp. Wand- gewicht Mindest- warmesch. 1 = 6,7 ?C Wand- Innentemp. ?"',u Arts- kilhlung '"Ivat o c kg/m' m'hoC/kcal ?C I - 10 20- 30 1,75 27,8 0,62 30- 40 1,64 27,6 0,62 40- 50 1,52 27,5 0,63 50- 60 1,42 27,4 0,64 60- 80 ' 1,27 27,1 0,63 80-100 1,10 26,6 0,65 100-150 0,86 25,9 0,64 150-200 0,68 25,0 0,67 200-250 0,60 24,5 0,69 250-300 0,55 24,1 0,68 11 -15 20- 30 2,82 33,3 0,66 30- 40 2,58 33,2 0,67 - 40- 50 2,32 32,9 0,67 50- 60 2,11 32,8 0,67 60- 80 1,92 32,6 0,68 80-100 1,70 32,4 0,69 100-150 1,44 31,9 0,70 150-200 1,18 31,4 0,70 200-250 0,97 30,6 0,71 250-300 0,82 30,0 0,73 III - 20 20- 30 4,71 38,8 0,68 30- 40 4,15 38,7 0,69 40- 50 3,68 38,5 0,70 50- 60 3,30 38,3 0,70 60- 80 2,86 38,1 0,70 80-100 2,43 37,8 0,71 100-150 1,97 37,4 0,71 150-200 1,65 36,9 0,74 200-250 1,42 36,4 0,75 250-300 1,25 36,0 0,75 ?) Einigung Ober Reform des Baukostenindex, Die Bauwirtschaft 1950, H. 21, S. 7. ') 13 ei 33erUcksichtigung der Ltiftungsverluste ftir 1-fachen Luftweehsel, Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A00.4100010001-6 Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 G.I. Heft 13/14 (72. Jahrg. 1951) ? 229 Dammwerte berechnet. Dabei wurde der innere Warme- iibergangswiderstand berricksichtigt. Gl. (1) his (3) gehen dann fiber in die Form: + 0 ? ? [nos (In 6) + ? 1 A A mi. (rnO) _ y (?A + 2) (b + 1) 2 1+ 0 A c 4>44>4 4/444 >444 SCHWEISSTRANSFORMATOREN >44449 44 iu 4,4 HWEISSE LEKTRODEN Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 Altp. 20/101 6, : ;4$041 .. ... ... weitere leistungssteigerung durch BW-TRANSFER-STRASSEN. Ausschnitt aus einer BW-TransferstraBe, bestehend aus 12 Vielspindel- maschinen zur Durchfiihrung von 161 Operationen an einem Zylinderkopf. Maschine, Vorrichtung und Transfermatik arbeiten mit BW - H YD RA U LI K. Burkhardt & 'Weber L. BURKHO.rii:17 WEEit:?7 K.0 ? lAilASCAF,biliNitli;i[K - ;:flilriMiNGEN/WURTT. , 24 Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 WERKSTATT UND BETRIEB 84. Jahrg. Nr.7 SCHARMANN-BOHRWERKE VON 65-120 mm SPINDELDURCHMESSER ALS TISCH- UND PLATTEN-BOHRWERKE RHEYDTER WERKZEUGMASCHINENFABRIK TELEGRAMM-ANSCHRIFT: BOHRWERK Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 Juli 1951 Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 WERKSTATT UND BETRIEB 25 Zweista4der-Starr liobelmaschine 3000 mm Hobeibreite ? 8000 mm Hobellange auf der DEUTSCHEN INDUSTRIEMESSE HANNOVER Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 WE'RICSTATT UND BET1?IEB Gewindeschneidmaschinen Jahrg. Nr. Hydraulisch gesteuert, mit automatischem mid Hand- vorschub, 6 GroBen mit dem Schneidbereich von 0,5 bis 65 mm, fiir jeden Zweck in den verschiedensten Aus- fiihrungen lieferbar, wie: Kastenstander- Saulenstander- Radial- AusfUhrung vergrifi13erte. Ausladung horizontale vertikale Zusatzeinrichtungen ftir Massenfertigungen R ad ialausfiihrung Maschinenfabrik HAGEN & GOEBEL, SO E ST i. W. Kastenstanderausf iihrung foiecitscherm opoLoctistafizakt 100% e_ yeatuitqJ, durch automa- tische Messer- einstellung OR GI NAL PEDDINGHAUS .o3 I I I 1500 kg mi, ischr ? ? IEinstellung/1 0 i"L /11;1 Honde nstellung [ 0.?....,0 IA ---.1 1 okg , z 3 ZeU in Sfunden Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 Juli 1951 Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 IVERKSTATT UND BETRIEB 27 SPITZENLEISTUNGEN MIT RUNDSCHLEIFMASCHINEN AuBen-Rundschleifmaschinen von 200-2500 mm Spitz enweite in Verbindung mit dem FORTUNA-FINITOR u. der hydraulischen Formabdreheinrichtung Innen-Rundschleifmaschinen mit Schwingdurchmesser 350 mm, Schleiftiefe 160 mm FORTUNA-VVERKE Spezialmaschinenfabrik A.G. Stuttgart Bad Cannstatt Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 28 WERKSTATT UND BETRIEB 84. Jahrg. Nr. 7 Hydraulische und mechanische Rundschlelfmaschinen Feinbohr- und Honmaschinen far Produktion und Instandsetzung Neues Modell FH-200 Ku rbelwel len - Schlelfmasch 'nen Vollhydraul. Hochleistungs-Rundschleifmaschine Spitzenhohe 110 mm Schleiflangen 400, 750 und 1000 mm Lieferbar mit Einrichtung f?r automatisches MaBschleifen SelbstRitige Spiralbohrer- Schlelfmaschinen Schlelfscheiben u. Schleifmittel MSO-Maschinen- und Schleifmittel-Werke AG., Offenbach/Main Left- und Zugspindel-Drehbanke Produktionsdrehbanke ?E LTRO MATIC"-Drehbanke zur Einhaltung von konstanter Schnittgeschwindigkeit MAX MOLLER BRINKER Spitzenhohen 210-350 mm Spitzenweiten 750-2500 mm Antriebsleistung bis 18 kW MASCHINENFABRIK ? HANNOVER ? POSTFACH Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 Juli 1951 Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 WERKSTATT UND BETRIEB Wer die Technische Messe Hannover gesehen hat, wird bestiitigen, daB dem Besucher auf dieser beispiellosen Leistungsschau eine Un- summe wertvollster Anregungen geboten wurde. Wenn wir das sagen, denken wir ouch an die Erfahrungen, die wir selbstwiihrend der Messe auf unseren drei Ausstellungsstkinden gemacht haben, und an das Urteil der vielen Interessenten aus dem In- und Auslande. Alle waren sie beeindrudct von den Leistungen unseres Werkes, das auf den vier Arbeitsgebieten WIEGEN PRUFEN FORDERN SIEBEN der Betriebskontrolle, Werkstoffprofung, Massenguterforderung und Materialklassierung durch fortschrittliche Konstruktionen und ratio- nelle Arbeitsmethoden neue Wege gewiesen hat. Die Anerkennung der Besucher gibt uns neuen Ansporn for die Arbeit der kommenden Jahre im Interesse des Fortschritts und zum Vorteil der Kundschaft. Carl Schenck Maschinenfabrik Darmstadt GmbH ? Darmstadt Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 30 Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 WERKSTATT UND BET//ER 84. Jahrg. Nr. Hydraulische Kallkreissagen Sageblattscharfmaschinen Segment-Sageb latter Gewindeschneidmaschinen GewindeschneidkOpfe Strehlerbacken GUSTAV WAGNER mASCHINENFABRIK REUTLINGEN WURTT lie lasomzierza flaLktizeiciteo. de FISCHER-TAFELBLECHSCHEREN KASTENFORMIGER AUFBAU ? SCNWEISSKONSTRUKTION TORSIONSFEDERSTABE ? TIEFLIEGENDER PRAZISIONSANTRIEB KARL EUGEN FISCHER ? MASCHINEN- UND STAHLBAU ? BURGKUNSTADT/BAY. Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 Juli 1951 Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 WERKSTATT UND BETRIEB 31 Original Gehring- Prizisions-Honmaschine fOrdie Bearbeitungv.GroB-Diesel-Zylindern mit hydraulischer Spannung des Werkstiickes mit hydraulischem Sprungtisch und mit hydraulischer Original Gehring - Prdzisions- Honahle mit MaBbegrenzung Maschinenfabrik Gehring STUTTGART-RUIT Tel. 98751 Forkardt-Futter sind nicht nur fur Drehmaschinen geeignet. Die Abbildung zeigt eine Sondermaschine zur Herstellung von gleichzeitig 3 Bohrungen an einem Olpumpengehouse, welches in einem feststehenden Forkardt- PreBluft-Zweibackenfutter 2 BLA ge- spannt wird. - Paul Forkardt Kom.-Ges. Dusseldorf Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 32 Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 WERKSTATT UND BETRIEB 84. Jahrg. Nr. 7 das neue einstellbare Nadellager der Tornos-Automaten fur hohere Genauigkeit und Leistung. Das radiale Spiel dieses Lagers kann ohne irgendwelche Demontage jeder gewonschten Arbeit angepaBt werden. TORNOS WERKE AG., MOUTIER (Schweiz) Schopfer des Drehautomaten mit beweg- ? lichem Spindelstock Flachenschleifmaschinen Verkaufsabteilung bei F. C. SCHELLER GmbH. STUTTGART, Neckarstr. 63, Tel. 97341 Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 Juli 1951 WERKSTATT UND BETRIEB 33 [cg MASCHINENFABRIK RUDOLF STAEHELY?WUPPERTAL A:41 _=AN4DAR---.H A--4414K. von 400 mm Spitzenhiihe bis zu den groPhen Abmessungen MASCHINENFABRIK FRORIEP GMBH, RH EYDT (RH LD) Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 IV ERKSTATT UND BETRIED 84. Jahrg. Nr. 7 EINE 60 JA TRAD und stete Weiterentwicklung der Her- stellungs-u.Meernethoden sind Biirge fiir Prdzision und Schnittleistung un- serer Schneidroder. Sie helfen Ihnen die Wirtschaftlichkeit Ihrer Getriebe- fertigung sichern. 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Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 Juli 1951 Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 WERKSTATT UND BETRIEB 37 Peter Hahn der Schmied von Solingen, Symbol fur Solinger Wertarbeit Lwillingsfrtismaschine fur' GeradzahnRegelriider rni+ Sferoid - Verzahnung . . . enn tausende von Betrieben sich auf die GUte eines Fabrikates verlassen, so ist das fur den' Unternehmer zuerst die Verpflichtung, seine Abnehmer nicht zu enttouschen ? aber auch die sichere Grund- loge fur erspriefiliches Arbeiten, fOr planmiages Forschen und Entwickeln von Methoden und Kon- struktionen, sichere Grundlage fur Spitzenleisturigen. So denkt man bei DWK, danach handelt man bei DWK. Darum !carmen Sie sich auf DWK immer verlassen I DR. W. KAMPSCHULTE & CIE. Spezialfabrik fiir die gesamte Galvanotechnik SOLINGEN GEGR.1891 CODurch Wdlzen erzeugte Zohnformen. OKein Kantentragen, weil bollige Zahnonlage ?Sferoid". OEinfache, vielseitig verwendbare Werkzeuge, hohe Standhaltigkeit, 10000 bis 40000 Zane von Scharfschliff zu Scharfschliff. Hohe Leistung, ausgezeichn.O Wirtschaftlichkeit. Durch Anwendung des Baukastenprinzips bei verwendung entsprechender Einheiten ebenso geeignet fur die Herstellung von Kegelradern, wie ouch fur Stirnrader. W?FERD?KLINGELNBERG SIMNE?REMSCHEID Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 38 WERKSTATT UND BETRIEB 84. Jahrt. Nr. 7 HOCHLEISTUNGS-SCHNELLDREHBANK ? ? WERKZEUGMASCHINENFABRIK GOPPINGEN GMBH VERKAUFSBURO STUTTGART NORDBAHNHOFSTRASSE 18 Hydraulische Rund- und Kopierfrasmaschine, Typ HRF SOO 11 Zum Dearbeiten von Plan- und zy Under- form igen Kurven im Kopierverfahren, sowie fur Planfrkisarbeiten Grater Frds-o fur Plankurven 600 mm Grater Frkis-0 fiir zylindrische Kurven 250 mm Grate Halle zylindrischer Kurven 300 mm Grater 0 beim Planfrkisen 750 mm Schweizerische Industrie-Gesellschaft Neuhausen am Rheinfall Abteilung Maschinenbau Tel. (053) 53 431 Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 Juli 1951 Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 WERKSTATT UND BETRIEB 39 77-7, '111 Eir HIMMELWERK TUBINGEN / WORTT. n Raderrt unid i Ritz erzahnuri9, tts, rnv ange d Modu0 Mod z um rasen vozeSntisrpnictudi?I' sowie ec sionge un Wir fabrizieren: Walzfrdsmaschinen, Zahnformfroser, Zahnroder, Triebe, Schnedcen usw. wie Abbildungen jOH.MORAT & SOHNE G.M.B.H. EISENBACH5 (BAD. SCHWARZWALD) Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 40 WERKSTATT UND BETRIEB 84. Jahrg. Nr. 7 Horizontal-Rundtisch- Flachenschleifmaschine Autom. Trieb-, Rader- und Segment- zahnmaschinen nach dem Teilverfahren Hydr. D U PL E X-Frasautomat Maschinen fiir die Fraserfabrikation Drehstahl- u. Fraser- Schleifmaschinen Oldruckpumpen S A FA G AG., Maschinenfabrik BIEL (Schweiz) Vertreter Mr Deutschland: Hahn & Kolb, Werkzeugmaschinen KiinigstraBe 14 (14a) Stuttgart-N. Hydro -pneumatische Hammerpressen bis 1000to Zweistander Blechscheren 8-40 mm Kniehebelpragepressen bis 50010 Perforiermaschinen bis 1000 to Doppelstander- Kurbelpressen bis 1000 to Excenter- pressen von 60 - 500 to Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 Juli 1951 Approved For Release 2003/10/16: CIA-RDP80-00926A004100010001-6 WERKSTATT UND BETRIEB 41 WEIPERT-DREHBANKE 210 bis 400 mm Spitzenhohe FERDINAND C. WEIPERT WERKZEUGMASCHINENFABRIK UND EISENGIESSEREI HEILBRONN AN ? WEIPERTSTR. 8-30 WM, 4=0. doe. Rationelle Fertigung durch Gelenkspindel.Bohrmaschin en 32-50-80-100 mm Bohrleistung in Stahl 60/11 Sonder-Bohrmaschinen em- u. nnehrspindelig inverschiedenst.AusfCih- rungsarten aufgebautaus Hille-Bohreinheiten 25-40-63-100 mm Bohrleistung in Stahl 60/11 HILLE WERKZEUGMASCHINEN G.M.B.H. WITTEN-ANNEN Approved For Release 2003/10/16: CIA-RDP80-00926A004100010001-6 Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 42 WERKSTATT UND BETRIEB 84. Jahrg. Nr, VERTIKAL-BOHRMASCHINEN EINSPINDLIG UND IN REIHEN RADIAL-BOHRMASCHINEN Direktor Botrischeid, sell 3ohren Detriebsieiter der Firma Metzencluer 3ung eln Mann, der deutsche, europolsche und USA-Fertigung Gus eigener Ertahrung kennt und sell lahmehnten mit beiden Seinen fest In der Praxis der Betriebsfuhrung steMs vertrill bier &nen guns fasten Standpunkl: ?Gemessen am Preis stellt die elektrische AusrUstung stets nur einen Bruchteil des Wertes der jeweiligen Ma- schine oder Anlage dor. Gemessen am Schaden ober, der immer wieder durch un- geeignete Schaltgerate an- gerichtet wird, 1st sie unend- lich hoher zu bewerten. So sind Schaltgerate ouch keine ?Massenware", son- dern hochwertige, genau arbeitende Apparate, die auf Herz und Nieren gepriift sein miissen, und die man nicht sorgfaltig genug aus- wahlen kann." Das 1st wohl ouch der Grund fiir die immer weiter stei- gende Nachfrage nach un- serer) ?F A N AL"- Schaltge-- rdten. Wer einmal ?FANAL"- Gerate installiert hat, der weiB, es sind Gerate,auf die VerlaB 1st ?FANAL".Nockensthalgez (Sterndreieckechalter in Einbauform) Prellschlagfreies 15 A Ltiftschiitz JANAL-Universal 108" Gekapselter Verteilor 111r ?inn GroOkalteanlage ?WEBOu GEMEINSCHAFT WESTDEUTSCHER BOHRMASCHINENFABRIKEN G.M.B.H. ERKRATH (RHEINL.) METZENAUER &JUNG ? GMBH WUPPERTAL- ELBERFELD Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 'Jun, 1951 Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 WERKSTATT UND BETRIEB 43 3 KOMPLETTE PROGRAMME . . BUSCH JAEGER4LUDENSCHEIDER METALLWERKE A.G. LUDENSCHEIO Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 44 WERKSTATT UND BETRIEB 84. Jahrg. Nr. 7 GEVVINDESCHNEID- -Maschinen -Kopfe -Backen (Strehlerbacken) ROHRABSTECHMASCHINEN mit umlaufendem Werkzeug REIKA-WERK G.M.B.H. Maschinenfabrik (21b) Hagen-Kabel fru her: Rudolf Reinery & Co. Maschinenfabrik Gegrundet 1906 Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 Juli 1951 Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 WERKSTATT UND BETRIEB 45 Serien- und Sonderwerkzeuge ? fiir alle Bohr- und Reibaufgaben KOVEIMANNNIREIBAHILEN M. KOYEMANN NACHF. PUCHSTEIN & CO., DUSSELDORF onfinental Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 46 WERKSTATT UND BETRIEB 84. Jahrg. Nr. 7 1144 ITEN Lichtpausmaschinen jetzt auch mit QUECKSILBER- HOCHDRUCKWHREN Lieferbcir in zwei Modellen far mittlere und groBe Leistung. Formschan und zweckmaBig in der Ausfahrung ? zuverlassige Arbeitsweise. Fordern Sie Angebot und Prospekt W 29 METE 0 R-AP PARATE BAU Paul Sthmeck GmbH. 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WERNIEU6- UND MASCHINENFABRIK NI ETHAMMER MEISSELHAM BOH RMASC PFER Ii HAMMER HRHAMMER ETOIlhaifZll1Pll w- BARMEN aM schinenfabrik und Unternehmung fiir bergbauliche Arbeiten Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 Juli 1951 Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 WERKSTATT UND BETRIEB 49 Fur Werkzeug- Vorrichtungs- Formen- und Lehrenbau ELEKTROMAGNETISCHE VU LK A N-K U P P LU NG EN FUR ALLE ANTRIEBSZWECKE HEID-BILLETER G?M?B?H BAD HOMBURG V.D.H. SEEDAMMWEG21a Didtenhobelmasdfinen 630-800-1000-1100-1300 mm Hobelbreite abridit-Finte-Holielmasdtinen 400-500--630 mm Hobelbreite Einseitige und doppelseitig-automatische Abintrz-Zantensdenettl- u. Sdilitzmasdtinen Vielblatt-lireissatten Letstenausammensetzmastalnen Parallel-Abitarz? nod Bestinmaretssenen rormatsatten ? Frasmesdeinen eyerfa t. wa e ? issert er or' 4 Approved For Release 2003/10/16,: CIA-RDP80-00926A004100010001-6 Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 50 WERKSTATT UND BETRIEB Geringer VerschleiB trotz htichster Beanspruchung Das ist die Forderung, die jeder Betriebsingenieur an sei- ne Maschinen stellt. Sie kann our erfullt werden, wenn alle Schmierstellen dauernd ver- sorgt werden und em n reibungs- loses Arbeiten gesichert ist. BOSCH Schmierpumpen 84. Jahrg. Nr. 7 Mit ?BIAX- HARTMETALL- FRASER" erzielt man hochste Fertigungsleistungen schmieren-auch bei langen Rohrleitungen und hohen Gegendrucken ? zuverlas- sig und mengengenau. Sie werden deshalb von zufrie- denen Kunden in der gan- zen Welt seit Jahrzehnten eingebaut. BOSCH liefert fur jede Maschine die ge- eignete Schmierpumpe. Schmierpumpen ROBERT BOSCH GMBH STUTTGART MU LTI-BIAX Jeder gehdrtete Stahl, Nirosta- Stahl oder Hartstahl wird spielend gefrost. Liste 6-22 SCHMID & WEZEL ? MAULBRONN/WURTT. Fabrik fur Maschinen mit biegsamer Welle u. Werkzeuge Telefon 257 u. 258 Telegr. Schmidwezel tar sitzende und stehende Bedienung Unser Fertigungsprogramm. Mechanikerdrehbanke ? Feinstdrehbanke Leitspindeldrehbanke ? Revolverdrehbanke Vielspindelbohr- und GewIndeschneidmaschinen Bilte fordern Sie Druckschriften an BMW_ woolow.-.11.001mc PRAZISIONS- "wellinlithiAist TISCH-EXZENTER-PRESSE TP 3 11111111MONINSkv - 1-*,-'494.111111111111V4' BMW MASCHINENFABRIK SPANDAU G.M.B.H. BERLIN-SPANDAU Grofie 4 ? Spitsenhahe 120 :nm ? Spindeldrehzahlen his 3250 U/min ? Anordnung von mehreren Werkzeugen nut $upport undlieltateek ? Sebelbettitigung ger Werkzeuge Approved FOr Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 lull 1951 Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 WERKSTATT UND BETRIEB 51 Elektromagnet- Lamellen-Kupplungen fur schnelle Schaltungen MASCHINENIABRIK UNNA i. Westf., HansastraBe 118 Ruf 2751-54 Postfach 165 BENZING ev% SICHERUNG DRP U. AUJ L. PAT. 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HOFMANNSTR. 50 Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 Juli 1951 Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 WERKSTATT UND 13ETRIEB Planparallel - Schleifmaschine Schulz-Hermsdorf mit ?Tometer" Melt- und Malt- kopierelnrithtung Ein'ache Bedlenung Mist SWIM- schleitgenauigkelt Tertian des Matjustierens Die Rachenlehrenschlelfmaschine und EIntauch Flachenschleinnaschline ftir Gerate und Maschinenteile bis 500 mm Rachenweite.und 90 mm Eintauehtiefe Alleinverkauf : Hermann Kirchner Miinchen 13, Waltherstr. 18 Westzonenstelle der Bilhling & Baker _K.-G. - Berlin-Friedenau Crifingiteuts-tarke Mechanisch-, druckluft- oder druckol- gesteuerte ?SINUS"- LAMELIEN -KUPPIUNGEN D.R.P. und Auslands-Patente mit plangeschliffenen, gehdrteten, federnden ?SINUS"-Lamellen D.R.P. 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Nr. 7 PRAZISIONS-NACHDREH- UND REVOLVERDREHBANKE26mm.16,,n,DL?thio, Einhebelbedienung 12 Spindelgeschwindigkeiten MAX FORST, Werkzeugfabrik, SOLINGEN I SPEZIAI, SCHINEN-FABRIK KARL HEES & CO. K.G. ? LUDWIGSBURG (WURTT.) Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 Juli 1951 Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 WERKSTATT UND BETRIEI3 57 = = momMm. mmiIMMWM emolim m? 111C UI'- arm E E E woe a LL .,:gremeznezi7 SEIT 1879 -Industrie-Dlamanten in groBer Auswahl ftir alle technischen Zwe.cke Diamantwerkzeuge jeder Art Diamant-Gesteinssagen Diamant-Ziehsteine -Diamantmetall Hochleistungs-Schleif-, Trenn- und Bohrwerkzeuge zur Bearbeitung hartester Werkstoffe Diama nt-Feinstschleifscheiben in Kunststoffbindung -Hartmetall Hochleistungs-Zieh- und Prellwerkzeuge fiir spanlose Veriormung, Mien zum Fiihren mid Ver- formen von Werkstoffen, Fuhrungsbtichsen mid Spannzangen u. a. m. JOH.'URBANEK & CO. 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Dec keeidast rafee ?2 323" hat .sich in weniger als 2 Jahren die Anerkennung aller Fach- leute erobert, die einmal praktisch mit ihm arbeiteten. Durch seine iibersichtliche Konstruktion, seine einfache Handhabung und seine hohe Anzeigegenauigkeit ist Z 323 die Verkorperung des neuesten Entwicklungsstandes auf dem Gebiete der Metall- Harteprbfung. Ausfiihrliche. Auskunf t durch ? ZWICK & CO. KG., Einsingen. bei Ulm/Donau CONZ Die Kennseichen des CON Z- Norm -Motors sind: ? Genorinte Anbaumae nosh DIN 42670. Gleiche Mae be: Schutsart P22 und P33 (MaBlinien der Abbildung) ? Em odder CON Z -Motor in Konstruktion und Auslegung ? Giotto Oberflache be: P22 ? Robuste guRgekapselte Ausfuhrung bei Schutzart P33 ? Norm-Motoren oiler Fabrikate sind oustauschbar untereinonder CONZELEKTRICITATS-GESELLSCHAFT M.13.H ? HAMBURG-BAHRENFELD Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 lull 1951 Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 WERKSTATT UND RETRIES 61 atS1ers't?? r?Sen runqssau In, ochstenipe Zylindersfitte Schraubenfedern und andere Enbauelemente, R1611 Optisthe Feinmely ger& MeBmikroskope LCingenmeBgerdte ?Winkelmesser Profil-Projektoren Oberflachen-PrUfgerate Kleinharteprtifer Koordinaten-Bohrwerk Einbaumikroskope fur Werkzeugmaschinen MASCHINENFABRIK NORMA Friedr. track G.m.b.H. ERFELD ERNST LEITZ Optische Werke WETZLAR STUFE N LOS REGELBARE SEN KRECHT- FRASMASCII-11 NE Steinderausladung 600 mm Spindel-0 90 mm, TischgroBe 1400x350 mm EICHENER MASCHINENFABRIK Kurt an Haack EICHEN, KREIS SIEGEN Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 Approved For Release 2003/10/1,6 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 62 WRI?STATTUND BETRIEB 84. Jahrg. Nr. 7 Automaten zur Herstellung von Muttern. Gewinden mussen im Dauerbetrieb lehren- _ haltige Gewinde mit volt ausgepragten Pro- filen schneiden, dabei hohe Leistungen bei geringem Bohrerverschlei6 aufweisen und Sicherheit gegen Bohrerbruch bieten. Diese Bedingungen erfullen NUTAP- Automaten Ober die unsere illustrierten Prospekte Aus- kunft geben. p Hersteller. Schuh! &von den Steinen, Maschinenfabrik, Hagen/Westf. Ktippersburcl) Hochleistungsbrenner fiir Industrie Gewerbe Laboratorien Mil.Gus Gas und Drueklult Gasdrucklult und Sauerstollnusals F. KOPPERSBUSCH & soHNE, AKTiENGESELLSCHAFT GELSENKIRCHEN, ABT.INDUSTRIE-BRENNER SPEZIALFABRIK FOR PRAZISIONS- ROLLENKETTEN GALL'SCHE bezw. LEINEACME VND KOMIIINIEEEEI STIFTKETTEN ZAHNKETTEN SPEZIALKETTEN FUR TRANSPORT. ANLAGENUNDFORDERBANDER TRANSMISSIONS-, KETTENGETRIEBE BLOCKKETTEN IN ALLEN GEWUNSCHTEN MATERIA? LIEN MIT GESCNNITTENEN EMMEN V?rzahn?n von ?Ing?sondten Zahn' und K?tt?nradarn mit kiisinst?n und groet?n T?ilting?n bis .1500 mm Rad-Durchm. Kostenlos? fachnionnisch? B?ratung WIPPERMANN JR. A.-G. HAGEN-DELSTERN (WESTF.) SPIRALBOHRER-, WERKZEUG- UND MASCHINENFABRIK Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 Juli 1951 Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 ' WERKSTATT UND BETRIEB 63 ELEKTRON EN ROH REN VALVO-ROHREN fur alle Anwendungsgebiete u. a. fiir Rundfunk-Gerate ? Verstarker-Anlagen Elektro-Meditin ? Bohn- und Post-Anlagen Sender-Technik ? Industrielle Elektronik El NZELTEILE Einzelteile und Bauelemente fOr die gesamte Verstarker-, Sender- und MeStechnik ELEKTRO-KERAMIK Keramische Erzeugnisse fOr Hochfrequenz- und - Hochspannungstechnik FUNK - F ERNMELDEWESEN Einrichtungen fOr cue beweglichen Landfunk- dienste ? Schiffsfunk und Funkortung ? Studios und Sender fur Rundfunk und Fernsehen IN DUSTRIE-ELEKTRONIK Elektronische Met- und Steuerungsgerate ? Hoch- frequenzgeneratoren ? Infrarotstrahler Ferner: Diamant-Ziehsteine ? Diamant-Werkzeuge ELEKTRO SPEZIAL GMBH HAMBURG 1?MONCKEBERGSTRASSE 7 WERKZEUGMASCHINENFABRIK KEMPEN-NDRH?ZWEIGBETR.KORBACHNEssm EINBAU-SCHALTER KIEPE THEODOR KIEPE?DOSSELOORFREISHOLZ ELEKTROTECHNISCHE FABRIK POU PLI ER EDELSTAHLE FUR HUCHSTE ANFORDERUNGEN gezogen ? geschalt ? geschliffen poliert ? gegliiht ? vergLitet seit 5 Jahrzehnten QualitaidAegtiff Werkzeugstahle ? Baustahle Automatenstahle ? Federstahle flostbestandige Sonderstahle ?Karoni? Heiz-u.VViderstandsmaterial?Chronika? Stahlwerk Kabel C. Pouplier jr. 16,1: HAGEN-KABEL Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 64 WERKSTATT UND BETRIEB 84. Jahrg. Nr. Preizisions-Werkzeugfabrik TAILFINNGE N/Wttbg. Drehbankspitzen Dreibacken-Bohrfutter und Zentrierkegel selbstspannend-spitz Nur 2 Werkzeuge. ober beide Prdzisionserzeugnisse der bekannten schwabischen Feinmechanik Industrie-ofen GEGR ? 1892 WILHELM RUPPMANN ?STUTTGART INDUSTRIEOFENBAU ? SCHAMOT,TEWERK? Hochelastische Kegelflex- Kupplungen Elastische 1(ado-. Kupplungen VerlaBliche und leistungssteigernde Helfer in der nnodernen Fertigung Fordern Sie Prospekte und Angebot KAUERMANN KOM.-GES. DOSSELDORF-GE. Schrnirgelkleber Geeignet fur all. SchleifmittelArten ant/ Kornungen Aci 1 Er besitzt bessere Eigenschcrften als Lm 2 verhiltet dos Verbrennen beim Schleifen 3 ermoglicht gratere Schnittgeschwindigkeit 4 gewahrleistet Arbettserspamis 5 verringert den Scheibenverbrauch und 6 wird kalt angerart BERLIN (WEST) VERSUCH OBERZEUGTI AST. GALVANOBEDARF Approved, For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 Juli 1951 WERKSTATT UND BETRIEB 65 WEISSER HEILBRONN AUTOMATISCHE VIELSTARDREHBANK MODEll DV 315 fOr racionellste Bearbeitung von Wellen, Achsen, Getriebeteilen usw. kurzfrIStig Ileferbar Dreh-0 315 mm / Spitzenweite 400 mm / 21 Drehzahlen I2o bis I2oo UpM / Antriebsleistung lo PS. 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Approved For Release 2003/10/16 CIA-RDP80-00926A004100010001-6 alle zez 0111116MMINOINVISSI..81...*.1?10M11011,001.101010ISad.1112 Kein Rost mehr! Kein Oxydieren! Ohne Einfetten! Ohne zu putzen. ltr Ohne jedePflegel Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 Bo nkkorlio La ndeszentralban Karlsruhe 722 Bahnsendungen Karlsruhe, Moltkestr Pers?nliche Besuche hitte vereinbare Stair ratiou Berlin Schiacht Breisgo d For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 Blanke Mefalle miissen zur Erhalfung ihres Glanzes vor Oxydafion geschatzt werden! Viele der bisherigen Schutzmittel haben groBe Nachteile. 1st Metall ein- gefettet, so verliert es seinen Glanz und verschmutzt durch Staubansafz. Bei Temperaturwechsel und Feuchtigkeit verseift das Fett; die Folge ist Oxyd. Die altgebrauchlichen farbigen Schutzanstriche verandern das Aussehen blanken Metalles sehr unvorteilhaft und mussen in vielen Fallen wieder abgewaschen werden. Gewohnliche Zaponlacke vertragen keine Nasse. Es fehlte bisher em n widerstandsfahiges Mittel, das unauffallig den edlen Giant blanker Metalle auf die Dauer schiltzt, Eine einfache einmalige Behandlung mit Pantarol gewahrt diesen Schutz! Fertige Erzeugnisse aus Metallen eller Art bedurfen nun keines Einfettens, Anstreichens oder Verpackens mehr. Sie laufen nicht an und ersfrahlen dauernd im Neuglanz. Noch nach jahrelangem Lagern in den Magazinen erscheinen sie so blitzblank, als kamen sie soeben aus der Fabrikation. Jade Kontrolle und Wartung wird ilberflUssig. Noue oder gebrauchte Maschinen, die ihren Kaufer erwarten oder in Be- trieb stehen, bleiben, einmal impragniert, fib* Jahre blank und oxydfrei. Man erspart die Kosten fur ihre Pflege, die jahrlich zehnmal hailer sind als die einmalige Ausgabe filr etwas Pantarol. Die Oberflache mit Pantarol behandelter Metalle behalf ihren Glanz, wird glaft im Griff und bleibt unempfindlich gegen Anfassen mit feuchten Handen. Staub und Schmufz enffernt man durch einfaches Abwaschen. Feuchte Luff, Dampf, Seetransporte, sogar schwache Saurenebel oder em n mehrstundiger Regen schaden nicht. Die Impragnierung ist unsichtbar, leicht und fast unbegrenzt widerstandsfahig. Sie wird durch Streichen, Spritzen oder Tauchen in wenigen Minuten hergestellt und bleibf bis zu 90 - 120? C hitzebestandig. Panfarol ist seit Liber 10 Jahren in Europa und Ubersee erprobt und bewahrt fUr Messing, Bronze, Kupfer, Silber, Nickel, Chrom, Zinn, Zink, SpritzguB, Eisen, Stahl, Aluminium, andere Leichtmetalle, sovvie Legierungen oiler Art. Sogar galvanisierte und phosphatisierfe Metal le gewinnen durch Pantarol noch an Oberflacheng Pantarol erhalt jedes Metall viele Jahre blank! Bestellungen direkt an das Werk, Karlsruhe oder Berlin Pantarol wird in Kannen von 1, 3, 5,10, 30 und 50 Litern lnhalt geliefert. Preis je Liter 8.80 DM netto ab Werk. Machen Sie einen Versuch mit diesem hervorragenden Metallschutz I d For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 Pantarol ist staatlich gepraft! Die Marke ,,Pantarol" 1st in 27 Landern geschiltzti Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 Werkstatt und Betrieb ZEITSCHRIFT FUR NASCHINENBAU UND FERTIGUNG Herausgeber: Prof. Dr.-Ing. Carl Stromberger, Darmstadt Juli 1951 Heft 7 ? Seite 281-328 84. Jahrgang Der Verlag behilit sich das ausschlieBliche Becht der Vervielfaltigung und Verbreitung der in diesem Heft veroffentlichten Anislaze vor Bel alien Anfragen an Schriftleitung und Verlag wird hoflich gebeten doppeites RUckporto beizufligen Ein Riickblick auf die Technische Messe Hannover 1951 Von Professor Dr.-Ing. Carl St rombe r ger, Darmstadt Unter den z. Zt. in der deutschen und europaischen Indu- strie vorherrschenden Verhaltnissen wird der Besucher der diesjahrigen Technischen Messe Hannover mehr noch als in den vergangenen Jahren die ausgestellten Maschinen und Gerate nach den Gesichtspunkten wirtschaftlicher Einsatz- und Ausnutzungsm6glichkeiten betrachtet thaben. Wie drin- gend die Rationalisierung geworden ist, geht aus dem Schrif t- turn der letzten Zeit deutlich hervor. Diesen Gedanken beson- ders zu unterstreichen, mag wohl auch AnlaB dafiir gewesen sein, daB das RKW mit einem besonderen Stand aufgetreten ist, um damit werbend fiir diesen Gedanken einzutreten. Rationelle Fertigung verlangt hohe Leistungen bei nied- rigem, oder besser gesagt, angemessenem Aufwand. Es ist zu beachten, daB diese Leistungen ihren Ausdruck in verschiede- ner Art finden: in der Reihenfertigung zweifellos in groBen Mengenleistungen, daneben immer mehr auch in hohen und gleichmaBigen Qualitaten der Werkstiicke, sei es in bezug auf Formgenauigkeit oder auf Oberflachengiite. Je mehr die Be- triebsart von der Reihenfertigung abweicht, urn so starker treten die Moglichkeiten einfachen und raschen Umrichtens der Werkzeugmaschinen, der Arbeits- und Priifgerate, des Wechselns von Werkzeugen usw. in den Vordergrund. Spannt man ? wie es in dieser Betrachtung geschehen soil ? den Rahmen weiter, so treten als wesentliche Faktoren fiir die Werkzeug eingegangen werden, die zwar in den Vorbericht gehort hatten, fiir die aber die Unterlagen nicht rechtzeitig zur Verfiigung waren. Ein weiterer Grund filr die nachfolgende Erwahnung einiger Maschinen besteht darin, daB auch sie als beispielhaft fiir die in den letzten Jahren erfolgte Weiterentwicklung auf dem Gebiete der Werkzeugmaschinen gelten konnen. Es sei aber ausdriicklich vermerkt, daB es sich hier lediglich urn Er- ganzungen handeln kann, denn die durch den Vorbericht gegebene Vbersicht kennzeichnet Entwicklungsrichtung und -stand bereits umfassend. Versuche, die Leistung der Tischhobelmaschinen durch Aus- nutzung des Riicklaufs zur Arbeitsleistung zu erhohen, sind wohl fast so alt wie die Hobelmaschine selbst. Sie mul3ten scheitern, solange der Steuerung und Spannung der Werk- zeuge nicht genilgend Beachtung geschenkt wurde. Im Verfolg der gerade in dieser Hinsicht fiir die Verwendung von Hart- metallwerkzeugen bei der Firma H. A. Waldrich GmbH., Siegen, bereits seit Jahren gesammelten Erkenntnisse wurde als Versuchsmaschine eine hin- und herarbeitende Vielstahl- Doppelhobelmaschine mit neuartiger Steuerung und Klem- mung der Stahlhalter mit jeweils 3 im Eingriff stehenden Hart- metallmeiBeln entwickelt. Je mehr hartmetallbestiickte Werk- zeuge in Anwendung kommen, urn so bedeutsamer sind solche Versuche, denn schon reichen die jetzt iiblichen Arbeits- geschwindigkeiten nahezu an die durch die Massenwirkungen nach oben begrenzten Riicklaufgeschwindigkeiten heran, so daB die Minderung der Totzeiten durch rascheren Riicklauf sich immer geringer auswirken wird. An sich bekannte Moglichkeiten zur Erzielung hoher Men- genleistungen und guter Maschinenausnutzung liegen in der verschiedensten Art der Automatisierung, zu der auch das Nachformarbeiten zu zahlen ist. Das Nachformdrehen ver- einigt die Firma Geby. Heinemann A.G., St. Georgen i. Schwarz- .) Schulz, K Leistungsschau des Werkzeugmaschinenbaues. Vorbericht zur Deutschen Industriemesse Hannover 1951, Werkst. u, Betr. 84 (1951) S. 161. wirtschaftliche Erzeugung der Giiter vorteilhafte und gut aus- genutzte Fordermittel hinzu und als weiterer Bestandteil des Betriebes eine ausreichende und beziiglich Verteilung und Lichtfarbe richtige Beleuchtung. Geringer Aufwand liegt selbstverstandlich bei niedrigen Be- schaffungs- und Betriebskosten, er auBert sich ferner ? im Endergebnis haufig wesentlich starker ? in der Betriebs- sicherheit, d. h. der geringen Storungsanfalligkeit und der gefahrlosen Bedienbarkeit fiir Maschine, Werkzeug und Werk- stuck, in der langen Lebensdauer der Anlagen, Haltbarkeit ihrer wesentlichen Teile und Standzeit der Werkzeuge. Wenn hier erganzend zu dem in Heft 5 dieser Zeitschrift erschienenen Vorbericht zur Maschinenschaul) em n Riickblick gegeben wird, so soil dies unter dem Gesichtswinkel der wirtschaftlichen An- wendbarkeit der zu besprechenden Ausstellungsgegenstande geschehen. Erganzend zu den in dem erwahnten Vorbericht bereits besprochenen Werkzeugmaschinen wird daher in den folgenden Zeilen besonders den Getrieben, den Werkzeugen und Spannzeugen, den Me/I- und Priifgeraten, ferner den wichtigen Gebieten der Schweiptechnik und der Erweirmung, daneben auBerdem den innerbetrieblichen Foydermitteln und der Werk- steittenbeleuchtung besondere Aufrrierksamkeit geschenkt werden. Doch muB zuvor ? wenn auch nur in aller KUrze ? auf einige maschinen wald, mit dem von ihr seit langem gepflegten Prinzip der Mehr- stahldrehbank. Die Vielstahl- und Kopierdrehbank, deren Werkzeugschlitten in Bild 1 dargestellt ist, eignet sich zum wirtschaftlichen Drehen abgesetzter Wellen, Achsen und Spin- deln. Die wie em n Stahlhalter auf der Spannplatte des vorderen Langsschiebers aufgesetzte Kopiereinrichtung wird durch Ab- fasten einer SChablone hydraulisch gesteuert. Die Schrag- stellung des Kopierschlittens zur Werkstiickachse ermoglicht Bild 1. Halbautomatische Vielstahl- und Kopierdrehbank (Gebr. Heinemann AG., St. Georgen I. Schwarzw.) Grater Dreh-Dmr. Ub. Langsschlittenfiihrung 330 mm ?Grol3ter Dreh-Dmr. db. Querschieber d. LAngsschlittens 250 mm Spitzenweite 610 mm Spindelbohrung 51 mm 8 Hauptspindeldrehzahlen in Bereichen 63...710 oder 90 1000 oder . 125...1100 U/min Antriebsleistung Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 11 kW Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 282 C. Stromberger, Ein Riickblick auf die Technische Messe Hannover.1951 Werkstatt u. Betrieb Bild 2. Hydraulischer Kurzhobler mit Kopiereinrichtung (Walter Bartsch, Berlin-Wittenau) Hobellange Tischverstellung seitlich: in der }Mae: Schnittgeschwindigkeiten stufenlos bis 200 mm 220 mm 150 mm 20 m/min Antrfebsleistung 1,5 kW in beirannter Weise das Kopieren senkrechter Absatze nach der Reitstockseite hin. Durch die an dieser Maschine neuartige Verbindung mit einem selbsttatig arbeitenden Vielstahl-Quer- schlitten konnen auch nach der Spindelkastenseite liegende senkrechte Schultern hergestellt werden. Da alle Bewegungen der Maschine mit Hilfe von PreBluft selbsttatig gesteuert werden, bleiben fiir die Handbetatigung, ebenso wie bei einem Halbautomaten, nur das Ein- und Ausspannen der Werk- stiicke. Als Zeugnis dafiir, daB der Gedanke dee Nachformar- beitens zur Automatisierung der Arbeitsweise von Werkzeug- maschinen sich in stets starkerem MaBe durchsetzt, sei erwahnt, daB Drehbanke mit schrag zur Achse arbeitenden Nachform- schlitten nunmehr auch von Eugen Weiser (5. Co. KG., Heil- bronn a. Neckar, auf den Markt gebracht werden. Eine Nachformdreheinrichtung, Bauart Heidenreich 6- Har- beck, Hamburg, hat die Maschinenfabrik Ravensburg AG., Ravensburg, in ihre groBe Plandrehbank (Planscheibendurch- messer 2000 mm) eingebaut. Da es sich hier urn eine Kopier- einrichtung handelt, die nach zwei Richtungen kopiert, ist eine Schraganordnung des Schlittens nicht notwendig. Zum Nachformarbeiten in Langsrichtung kann das Querbett mit- samt der Kopiereinrichtung urn 900 geschwenkt werden. Aber auch auf andere Werkzeugmaschinen hat das Prinzip iibergegriffen. Der hydraulische Kopierhobler von Walter Bartsch, Berlin-Wittenau, (Bud 2) ist em n sprechendes Beispiel hied iir. Die zu hobelnden Profile werden mittels eines Filhlers von einer Schablone oder einem Musterstiick abgetastet und im Verhaltnis 1: 1 hydraulisch iibertragen. Mit besonderem Bild 4. Aus Aufbaueinheiten zusammengestellte Sondermaschine (Karl Miller GmbH., Ludwigsburg) Zusatzgerat konnen Werkstiicke im Nachformverfahren all- seitig? bearbeitet werden, indent Schablone und Werkstiick dreimal urn 900 weitergeschaltet werden. Die vollhydraulische Arbeitsweise des StoBelantriebes und die stufenlose Einstell- moglichkeit der Schnittgeschwindigkeiten machen die kleine Maschine ebenfalls sehr leistungsfahig. Sie hat ihre Vorziige besonders auch fiir die Einzelfertigung von Schnitt- und Stanzstempeln. Auch .die neue Gewindeschneidmaschine der Firma Gustav Wagner, Reutlingen (Wiirtt.), ist eine Hochleistungsmaschine. Als Werkzeug dient em n Strehlerbackenkopf in bewahrter Kon- struktion, mit dem sich auch Trapez- und Rundgewinde mit mehrfacher Steigung herstellen lassen. Die in Bild 3 wieder- gegebene Maschine ist mit einer Leitspindel ausgeriistet, ihr in 12 Stufen schaltbares Hauptgetriebe lauft sehr ruhig, so daB die erzeugten Gewinde sich durch hohe Steigungsgenauigkeit und saubere Flachen auszeichnen. Werkstiicke, fiir die es auf sehr genauen Rundlauf der Gewinde ankommt, konnen zwi- schen Spitzen gespannt werden. Der leistungssteigernde Gedanke der Aufbaueinheiten war auf der Technischen Messe mehrfach vertreten. Als beson- deres Beispiel sei hier eine aus Aufbaueinheiten zusammen- gestellte Maschine der Firma Karl Huller GmbH., Ludwigsburg, beschrieben. Die in Bild 4 abgebildete Maschine besitzt eine Fraseinheit, deren Vorschubbewegung durch eine hydraulische Tischeinheit erzeugt wird und auf der sie selbst aufgebaut ist. Es sind auBerdem em n hydraulischer Bohrschlitten, eine Ge- windeschneideinheit, em n hydraulischer Schalttisch und mehrere Hydra.ulikaggregate verwendet, urn einen ziigigen Arbeits- ablauf zu erzielen. Die in Bild 4 ebenfalls dargestellten Werkstiicke werden Bild 3. Gewindeschneidmasehine (Gustav Wagner, Reutlingen/Wurtt.) Arbeitsbereich: Metrische und SI-Gewinde M 8 . . . 52, Witworth-Gewinde . . 2", Witworth-Rohrgewinde R 1/4 . . . 2", Trapez- und RumAgewinde 10 ... 44 mm Dmr. Antriebsleistung rd. 3,5 kW Bild 5. Reihenbohrmaschine (Joh. WOrner, Schwenningen a. N.). GroBer Drehzahlbereich (90...3600 U/min) Par Bohr-, Senk-, Reib- und Anfrasarbeiten Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 84. Jahrg. 1951, Heft 7 Werkzeugmaschinen 283 1311d 6. FertigungsstraBe f?r spanloses Formen (Fritz Muller, Efflingen/Neekar) vom Rohstiick bis zum einbaufertigen Zustand bearbeitet, und zwar werden 2 Flachen in 2 verschiedenen Ebenen, 6 Bohrun- gen in 4 verschiedenen Richtungen: die Stirnflachen zweier angegossenen Augen und 4 Gewinde von 3 Seiten gefertigt. Urn Frasriefen beim Fraserriicklauf zu vermeiden, wird die Frasspindel nach beendetem Frasgang selbstatig hydraulisch ?abgehoben. Die stiindliche Leistung von 100 Werkstiicken ist sehr hoch. Dabei ist die Betriebssicherheit der Maschine groB, denn die einzelnen Aggregate werden jeweils durch den Ab- lauf des vorhergehenden geschaltet. EM bekanntes Prinzip zum leistungssteigernden Einsatz von Werkzeugmaschinen in der Reihenfertigung ist von der Firma Joh. Worner, Schwenningen a. N., wieder aufgegriffen worden. Die an sich leistungsfahigen Bohrmaschinen dieser Firma werden fiir das serienmaige Bearbeiten von Werk- stiicken in iibersichtlicher und leicht zu handhabender Weise zu Maschinensatzen zusammengestellt, wofiir Bfld 5 em Bei- spiel gibt. Unter Ausnutzung der guten Zuganglichkeit ihrer Pressen stellte die Firma Fritz Muller, Efilingen a. Neckar, sieben Pressen verschiedener GroBe zu einer FertigungsstraBe zu- sammen. Der mit dem Ausschneiden einer Blechronde auf der ersten Presse beginnende Arbeitsgang wird iiber die weiteren das Beschneiden, Bordeln, Stanzen, Nieten, Pragen usw., auf den folgenden vollendet. Hierfiir lassen sich die Pressen verhaltnismaBig nahe aneinander stellen, so daB die Werk- stiicke von ;Maschine zu Maschine weitergereicht werden konnen. Bild 6 zeigt die FertigungsstraBe. Die fur den modernen Getriebebau besonders wichtige Auf- gabe des Brechens der Zahnkante lost die BMW-Maschinen- fabrik Spandau GmbH., Berlin-Spandau, mit ihrer neuen Zahn- Bud 7. Rundschleifmaschine mit MeB- und Steuereinrichtung zum Einstech- schleifen eingerichtet (Hartex GmbH., Berlin-Marienfelde) Bild 8. Profilschleifmaschine (Hommel-Werke GmbH., Manubeim-Kafertal) kantenschleifmaschine dadurch, dal3 in einfacher Weise mit Hilfe einer Mehrprofilscheibe die Zahnkanten? schrag ge- schliffen werden. Als Leistung werden 10 Zahne/Sektinde an- gegeben ; da geschliffen wird, lassen sich bereits gehartete Rader bearbeiten. Als besondere Aufgabe des modernen Werkzeugmaschinen- balms wurde bereits die Erzielung hoher Werkstiicksgenauig- keiten und Oberflachengilten genannt. Selbstverstandlich tritt dies besonders bei solchen Maschinen in Erscheinung, die speziell fiir die Feinstbearbeitung gebaut sind. Es zieht qich wie em Leitfaden aber durch den gesamten Werkzeugmaschinen- bau hindurch und auBert sich in alien Maschinenarten. Die im folgenden genannten Maschinen lassen dies deutlich erkennen (im iibrigen sei auf die bereits erwahnte Vorschau verwiesen). Unter Verwendung von Schleifkorpern, die in hoher Frequenz (iib. 2000/min.) kleine seitliche Ausschlage ausfiihren, erzielt die Firma Walter Hentzen & Co., Remscheid, mit ihrem Schwing- schleifgerat besonders gute Oberflachen. Das Gerat laBt sich auf einer Drehbank ohne weiteres aufbauen und wird an dem sich drehenden Werkstiick vorbeigefiihrt. Zur Betatigung des " Aggregates ist Druckluft notwendig. Neben diesem, zu der groBen Gruppe des Finishen gehorenden Verfahren ist man auch auf dem Gebiete des eigentlichen Schleifens nicht stehen geblieben. An einer gut gestalteten, leicht bedienbaren und exakt ein- stellbaren Flachenschleifrnaschine, die in 3 Gro3en fiir Schleif- langen von 700, 1000 bzw. 1200 mm gebaut wird, hat die Firma Gebr. Meigerle AG., UsterlSchweiz, ganz besonderen Wert auf die Fiihrung des Arbeitstisches gelegt. Urn eine Beeinflussung der Tischlage durch den bei Stillstand bzw. wahrend der Arbeit des Tisches verschieden starken Schmierfilm zu vermeiden, ist eine Kapillarschmierung eigener Art verwendet worden. Darauf werden die hohen Arbeitsgenauigkeiten zuriickgefiihrt, die bei dieser Maschine innerhalb von 2 kt auf 1000 mm Schleif- lange liegen. Genauigkeits- und leistungssteigernd haben sich bei be- kannten Rundschleifmaschinen die verschiedenen Arten des automatischen Messens und Steuerns bereits vielfach bewahrt. Man kann zwischen den beiden Prinzipien des Schleifens bis zum festen Anschlag und des Fertigbearbeitens mit Zeitrelais und jenem der elektrischen Kontaktmessung unterscheiden. Beide ? Verfahren fand man nunmehr auch an den Schleif- maschinen der Hartex GmbH., Berlin-Marienfelde (Bud 7), angewandt. In der Erkenntnis der Wichtigkeit einwandfreier Lagerung geharteter Teile zum Rundschleifen und unter Beriick- sichtigung des beim Harten auftretenden Verzuges hat die Maschinenlabrik Spandau Geh & Co., Berlin-Spandau, neben ihren bekannten Innenschleifmaschinen und Automaten mit ihrer Zentrierungenschleifmaschine Moglichkeiten geschaffen, um diese Voraussetzungen fur genaues Rundschleifen exakt zu erreichen. Genauigkeitsschleifen ist besonders wichtig bei der Her- stellung von Profilen an geharteten Teilen, sei es an Lehren oder ahnlichen Werkstiicken. In solchen Fallen nach Zeich- nungen unter stark verkleinernder tlbertragung der Bewe- gungen 'auf die Schleifscheibe zu arbeiten, ist bekannt. Doch sind in der Ausbildung einer neuen Maschine die Hommel- Werke GmbH., Mannheim-Kafertal, in verschiedener Hinsicht Approved For Release .2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 284 C. Stromberger, Fin Riickblick au/ die Technische Nlesse Hannover 1951 Werkstatt u. Betr ieb Bild 9. Spindel-Schlagpresse (Maschinen- fabrik Weingarten. Weingarten/Wiirtt.) neueWege gegangen. Die Gestalt ung der in Bild 8 wiedergegebenen Ma- schine 1513t die Beriick- sichtigung unbedingt schwingungsfreien Ar- beitens, guter Vbersicht und leichter Hand- habung erkennen. Die Vorlagezeichnung kann tibersichtlich in den Tisch der Maschine ein- gelegt werden. Von be- sonderer Bedeutung ist es, daB die zwischen Zeichnung und Schleif- scheibe liegende Unter- setzung stufenlos ein- stellbar ist, denn da- durch ergibt sich die Moglichkeit, daB zwi- schen 1 : 50 und 1 : 19 jede beliebige Verklei- nerung gewahlt werden kann. Eine einzige Vor- lage zeichnung genagt somit, urn in den ange- gebenen Grenzen geo- metrisch ahnliche Pro- file verschiedener GroBe zu schleifen. Das Be- obachtungsmikroskop nimmt an den Bewe- gungen teil und laBt das Bild der Schleifscheibe nicht nur beim 'Durch- gang durch das Werk- stack, sondern wahrend des ganzen Schleifhubes, scharf er- scheinen. Man erkennt beim Durchblick auch sehr wohl, daB die Schleifscheibe nur mit einer Kante arbeitet ; das Schleif- scheibenprofil ist demnach ohne EinfluB. Eine neue Maschine far das Scharfschleifen von Messerkopfen wurde von Rohde & Dorrenberg, Diisseldorf-Oberkassel, ausge- stellt. Die Messerkopfe werden in senkrecht stehender Spindel aufgenommen, damit Durchbiegungen und damit Ungenauig- keiten durch ihre zum Toil hohen Gewichte vermieden werden. Es.lassen sich Werkzeuge. bis 800 mm Dmr. einspannen. Aus- gestattet ist die Maschine mit einem rechts- und linkslaufenden, drehbaren Schleifkopf, damit weitgehende Einstellmoglichkeit fiir die zu schleifenden Schneidwinkel vorhanden ist. Die Bild 10. Essa-Naclischneidepresse (Hahn & Kolb, Stuttgart) GrO6ter Werksttickumfang 220 nun Grate Nachschneidedicke 6 nun Gesamthub 38 mm Antriebsleistung rd 5 kW Bild 11. Vertikalfrasmaschine (Ludw. Loewe &Co., Aktiengesellschaft, Berlin) Tischaufspannflache 800 x 200 mm 12 Spindeldrehzahlen 45...2000 IJ/min 12 Vorschtibe 11,2...500 mm/min Langseilgang 2500 U/min Antriebsleistung 2,5 kW Weiterteilung des Messerkopfes ? zum Scharfschleifen des nachsten .Messers erfolgt selbsttatig. Die Maschine laBt sich so einstellen, daB dieses Weiterschalten jeweils nach einer be- stimmten Anzahl von Schleifhaben und damit gleichmaBig far jedes Messer erfolgt. Der Genauigkeit des Abschliffes bzw. dem Rundlauf des Werkzeuges dient auch das sorgfaltige Abrichten der Schleifscheibe, das selbsttatig nach jedem Teilvorgang durch omen Diamanten vorgenommen wird. Beachtlich ist auch die Weiterentwicklung der durch ihre Leistungsfahigkeit, vielfaltige Anwendbarkeit und leichte Be- dienbarkeit bekannten Leit- und Zugspindeldrehbank der Firma G. Boley, Eplingen a. N., zu einer Feindrehbank mit auBerordentlich guten Oberflachenergebnissen an den Werk- stiicken. Die der Berstellung genauer und guter Bohrungen dienenden Feinstbohrwerke der Alfing-Kessler Werke, Wasseralfingenl Wiirtt., die aus der Tradition der Maschinenfabrik AG. Plauen, hervorgegangen sind, sind in Anpassung an weitere Bedarfs- falle nunmehr auch zu senkrechter Bauart entwickelt worden. Verbesserung der Arbeitsgenauigkeiten neben Steigerung der Mengenleistung ist auch kennzeichnend fiir die lange Bild 12. Ausgeschwenktes Oberteil der Maschine nach' Bild 11 zur Schrig- stellung der Vertikalspindel Approved For Release 2003/10/16: CIA-RDP80-00926A004100010001-6 Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 Werkzeugmaschinen 84. Jahrg. 1951, Heft 7 285 BiId 13. Schaublin Universal-Werkzeug-Frasmaschine (Hahn & Kolb,Stuttgart) Nutzbare Aufspannflache 750 x 215 mm Spindeldrehzahlen 50 2100 U/rnin Langs- und Senkrechtvorschub des Tisches . 17 ... 130 ann/min Zeit weniger beachteten Keilnutenziehmaschinen, die sowohl mit hydraulischer, als auch mechanischer Betatigung des StoBels gebaut werden. Sowohl die Frondenberger Maschinen- und Apparatebaugesellschaft mbH., Frondenberd Ruhr (Fro- mag), als auch die Westdeutsche Getriebewerke GmbH,, Bochum, haben durch Verbesserung dieser Maschinen und ihrer Teil- einrichtungen Beachtliches geleistet. Hohe Arbeitsgenauigkeit zu erzielen beherrscht in immer starkerem MaBe auch die Konstruktionsgedanken fiir die Maschinen zur spanlosen Umforrnung der Werkstoffe. Die in ihrem Aufbau klar und gedrungen gehaltene und kraftig aus- gefiihrte Spindel- Schlagpresse derMaschinenlabrik Weingarten AG., Weingarten1Wiirtt. (Bild 9), erfallt diese Aufgabe ins- besondere durch die sehr genaue Einstellbarkeit des Stempel- hubes und die GleichmaBigkeit des Schlages. Unter Ver- meidung von Kupplungen wird die Drehrichtung des Schwung- rades samt Spindel durch elektrisches Umsteuern des Antriebs- motors umgekehrt. Rasch und in jeder beliebigen Lage kann der StoBel mit HiHe. einer am Schwungradkranz wirkenden und mit Praluft betatigten Bremse stillgesetzt werden. Die so erreichten Vorteile der leichten und feinfiihligen Einstellung der StoBelhabe und der StoBelkrafte sind die Hauptvorteile der Maschine. Weitere konstruktive Merkmale sind eine feste Lagerung der Spindel im Kopfstiick der Presse mit der damit verbundenen Entlastung von Spindel und Spindelmutter, eine lange und genaue StoBelfahrung und die mit der Verein- fachung von Antrieb und Steuerung verbundene kleine Bau- weise. In vollig neuer Bauweise ? wenn auch gleich gebliebenem Arbeitsprinzip ? stellt dieselbe Firma jetzt ihre Schnell- laufer- Nutenstanz-Automaten her. Dem Zwecke sehr genauer Bearbeitung bei Schnittarbeiten dient die Essa Nachschneide- und Kalibrierpresse (Bild 10) (Hahn & Kolb, Stuttgart). Sie ist eine Exzenterpresse, deren Aufgabe dariri besteht, ausgeschnittene Teile nachzuarbeiten. Dies erfolgt durch eine Vielzahl von Vibrationshiiben in eine Schnittplatte. Durch dieses Prinzip werden die Schnittflachen geglattet und auBerdem scharfe Kanten erzielt. Eine weitere Nachbearbeitung der Scfinittflachen ist deshalb meistens nicht mehr notwendig. Nicht nur far die Uhrenindustrie, sondern fiir alle feinmechanischen Betriebe, bat diese Arbeitsmethode wegen ihrer gegeniiber anderen Verfahren bedeutend hoheren Leistung besondere Bedeutung. Interessant ist auch. eine Neukonstruktion auf dem Gebiete der Kniehebelpressen. Der May-Pressenbau, Schwiib.-Gmiindl Wiirtt., wendet em n von der ablichen Bauart abweichendes Kniehebelsystem an. Die damit erzielten Vorteile. wirken sich 13iId 14. Schneckenfrasmaschine (Zahnradfabrik Zuffenhausen) 12 260 mm 520 mm GroB 730 mm te Einspannlange Antriebsleistung nicht nur auf die Bauart des Pressengestells, sondern a313 kW Chauf die Austibung des PreBdruckes aus. Durch zeitliche Ver- lagerung des Hochstdruckes wird dem FlieBverhalten der zu bearbeitenden Werkstoffe Rechnung getragen. AuBerdem wirkt sich das erwahnte Kniehebelsystem auf die Genauigkeit der StoBelbewegungen aus und soli iiberraschend geringe MaB- abweichungen bei den Werkstacken bewirken. In verschiedenen GroBen werden die Pressen far Druckleistungen von 30...250 t gebaut. In vielen Fallen der Fertigung, besonders dann, wenn es sich urn kleine Serien oder Einzelfertigung, beispielsweise auch in der Werkzeugmacherei handelt, liegt die gute Ausnutzung einer Werkzeugmaschine darin begriindet, daB sic rasch um- stellbar und einstellbar ist. Hinzu kommt haufig noch die Forderung nach moglichst vielseitiger Verwendbarkeit. Mit der Neukonstruktion ihrer FV 3 -Vertikalfrasmaschine (Bilder 11 und 12) tragt die Firma Ludw. Loewe& Co. AG., Berlin, diesen Gedanken weitgehend Rechnung. Hervorzuheben an dieser Maschine ist die in jeder Richtung leichte und iibersichtliche Einstellbarkeit. Es ist der die Arbeitsspindel tragende Fraskopf einmal gegen den Frastisch verschiebbar, zum andern urn eine horizontal liegende Achse bis zu 45?-Neigung schwenkbar. Im Sinne der Einzelfertigung ist besonderer Wert auf leichte Einstellbarkeit und Ablesbarkeit der MaBstabe gelegt. Die Verwendung 'weiterer bewahrter Konstruktionsmerkmale, wie z. B. die Moglichkeit des Arbeitens gegen festen Anschlag, und zwar unter Verwendung von EndmaBen, macht ' die Maschine ebenso geeignet zum Einsatz in der Reihenfertigung. Diese letztgenannten Merkrnale besitzt gleichfalls die neu herausgebrachte Horizontalfrasmaschine FH 3 derselben Firma. Dem Einsatz hochleistungsfahiger Werkzeuge ist Rechnung getragen durch groBe Drehzahlbereiche der Spin- dein, rasche Stillsetzung der Arbeits- und Vorschubbewe- gungen, Schutz aller ? auch der Querfiihrungen ? gegen Wasser und Spane und groBe Laufruhe bei den hohen Spindel- gescliwindigkeiten durch Riemeniibertragung. Die ?Universal-Werkzeugschleifmaschine der Schweizer Ma- schinenfabrik Schaublin S. A. Bevilard (Bild 13), ? innerhalb der Ausstellung von Hahn & Kolb, Stuttgart ? stellt ebenfalls eine Neukonstruktion dar. Durch besondere Gestaltung des universal verwendbaren Frasspindelkopfes gestattet diese Maschine die rasche Umstellung zu waagerechter, senkrechter oder universeller Arbeitsweise. Dabei ist rauch hier Wert auf hohe- Werkstiickgenauigkeit gelegt. Die vielfachen Einstell- moglichkeiten ersparen haufig Vorrichtungen und erlauben die Bearbeitung verwickelter Werkstiicke ohne Umspannung. Bei der Konstruktion der Maschine war auBerdem der Gedanke vorherrschend, die von Fall zu Fall notwendigen Zusatz- apparate und Aufspannvorrichtungen den verschiedenen Ar- beitsaufgaben entsprechend anbringen zu konnen. In der Absicht, ihre bekannten Flachenschleifmaschinen Grater zu frasender Modul GroBtei Schneckendurchmesser Grate Fraslange Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 286 C. Stromberger, Ein Riickblick auf die Technische Messe Hannover 1951 Werkstatt u. Betrieb auch fiir die Einzelfertigung wirtschaftlich einsatzfahig zu machen, hat die Firma Aba-Werk GmbH., Aschaffenburg, einen Zusatzgeratesatz entwickelt, der die Herstellung von Korpern mit verwickelten Profilen, wie sie beispielsweise im Schnitt- und Stanzwerkzeugbau haufig vorkommen, in auBerordent- licher Genauigkeit herzustellen gestattet. Diese vielfach anzu- wendenden und einfach einzustellenden Gerate machen es sehr viel leichter, bereits gehartete Werkzeuge auf genaue Formen zu bringen. Sehr anpassungsfahig an vielseitige und von Fall zu Fall andere Formen von Werkzeugen sind Stahl- und Metallband- sagen. Mit einer Neukonstruktion hat die Firma Rud. Keine, Efilingen a. N., begonnen, sich auch auf diesem.. Gebiete zu betatigen. In dem Zusammenhang fiir die arerschiedensten Arbeitsmoglichkeiten rasch zur Verffigung stehender Werkzeug- maschinen sei auch auf die von der Fa. Ernst Grob, Munchen, neu herausgebrachte Zahnradentgrat6: und Abrundmaschine hingewiesen. Ihr Vorteil liegt darin, daB wenig Umstellungen an der Maschine notwendig sind. Ein einziges, hartmetall- bestlicktes, einfaches Fraswerkzeug dient f?r alle Zahne- abmessungen. Zur Schaltung des Zahnrades brauchen weder Raderwechsel noch Teilscheibeneinstellungen vorgenommen zu werden, weil fiir den gesamten Zahnezahlbereich innerhalb eines Moduls nur em n gemeinsames Antriebsstirnrad gebraucht wird. AuBerdem geniigt zur Steuerung der Fraserbewegung ftir einen bestimmten Zahnezahlbereich em n dem Modul ent- sprechender Steuernocken. Zum Schlusse sei noch erwahnt, daB mit der von der Zahnrad- fabrik Zuflenhausen, Gebr. Metzger AG., Stuttgart-Zuffenhausen, ausgestellten Schneckenfrasmaschine nach aid 14 auch wieder eine Bearbeitungsart aufgegriffen worden ist, die in letzter Zeit wenig Pflege fand. Der Gestaltung dieser Maschine auf einem an sich nicht neuen Prinzip liegen moderne Gesichtspunkte zugrunde. Rasches?Schalten des Getriebes, leichte und genaue Einstellung, giinstige Kraftaufnahme und Verkiirzung der Leerlaufzeiten durch Eilgangsbewegung sind berticksichtigt. Getriebe Die moderne Werkzeugmaschine erfordert groBe Drehzahl- bereiche mit leichter und haufig feinstufiger, wenn nicht gar stufenloser Einstellung der Spindeldrehzahlen. Dabei ist zu beachten, daB durch Anwendung hochleistungsfaliger Werk- zeuge auch die Schnittkrafte und, von diesen herriihrend, die Drehmomente groB sein konnen. Ahnliche Forderungen treten bei Arbeitsmaschinen ganz allgemein auf. Dies berechtigt, die von den einschlagigen Firmen auf dem Gebiete der Ge- triebe und Getriebeteile gezeigten Neuerungen nicht nur vom Gesichtspunkt der Werkzeugmaschinen, sondern ganz allge- mein zu betrachten. Auf der Technischen Messe Hannover konnte festgestellt werden, daB der Getriebebau mit der Ent- wicklung des modernen Maschinenbaues Schritt gehalten hat. Bekannte, seit Jahren bewahrte Konstruktionen, wurden auch in diesem Jahre wieder gezeigt, meistens mit Vervollkomm- nungen und kleinen Verbesserungen, auf die im einzelnen ein- zugehen hier zu weit f?hren wiirde. Schon im vergangenen Jahre waren einige Firmen mit elektrischen Rohrensteuerungen hervorgetreten. In Ver- bindung mit Werkzeugmaschinen und mit SchweiBmaschinen wurden auch in diesem Jahre solche Steuerungen gezeigt. Elektronische Motorensteuerungen fiir gute Drehzahlkon- stanz trotz wechselnder Belastung bauen die Himmelwerke, Tubingen, fiir die Geschwindigkeitsregelung an Cotton- maschinen.. Sie wurden auf der Messe erstmalig vorgefiihrt und zwar fiir Drehzahlen von 250 bis 3000 U/min bei 1,5 kW Leistung. Eine kleine aus Aufbaueinheiten der Firma Dr. Georg Ferti- gungsmittel GmbH., Hagen-Altenvoerde, zusammengestellte Revolverdrehbank hatte als Antriebsmotor einen 2,5 kW- GleichstromnebenschluBmotor, dessen Drehzahlen durch Rege- lung der Anker- bzw. Feldspannung iiber gittergesteuerte Stromrichterrohi-en (Thyratrons) im Bereiche von 300 ...3000 U/rnin stufenlos regelbar sind. Damit lassen sich Motordreh- Bild 15. Steuerung der Spindeldrehzahlen einer Drehbank von der Plan- schlittcnstellung aus zur Einhaltung konstanter Schnittgeschwindigkeiten (Max Muller, .Brinker Maschinenfabrik, Hannover) ? zahlen im stufenlosen Bereich zwischen 60 und 600 Uimin erzielen. Ein zweiter, ebenfalls und in gleicher Weise im Ver- haltnis 1 : 10 regelbarer Motor dient zur Erzeugung der 61711i Bild 16. Schematische Darstellung der ,Universal-Automatik zum Einhalten konstanter Schnittgeschwindigkeiten beim Plandrehen (PIV Antriebe, Wer- ner Reimers KG.' Bad-Homburg v. d. H.) a P,IV-Universal-Automat, bHbertragungswelle, c Antriebsmotor, d PI V-Getriebe zwischen 10 und 100 Uimin liegenden stufenlos veranderlichen Vorschubgeschwindigkeiten. Fiir den Eilgang findet em n d,ritter Motor, und zwar ? da es sich urn eine einzige Geschwindigkeit handelt ? em n einfacher Drehstrom-Kafig-Laufermotor Ver- avendung. Die Leistungsaufnahme des Hauptmotors liegt bei 2,5 kW. In der Anwendung gittergesteuerter Gleichrichter und Steuerrohren fiir die Anker- und Feldregelung des Gleich- stromnebenschluBmotors zum Antrieb von Drehbanken hat die Firma Max Midler, Brinker Maschinenfabrik, Hannover, weitere Fortschritte machen konnen. Die Ausstattung einer Produktionsdrehbank mit konstantem Drehm.oment bis zu Spindeldrehzahlen von 1000 U/min und mit konstanter Leistung zwischen 1000 und etwa 4000 U/min bei gleichzeitiger stufenloser Einstellung der Drehzahlen ergibt eine Reihe von Vorteilen. Vielfach wird die Bearbeitung von Werkstiicken mit groBeren Durchmesserunterschieden vorteilhaft mit der in den Querschlitten einzubauenden Automatik erfolgen (Bild 15), die eine Konstanthaltung einer einmal eingestellten Schnittgeschwindigkeit gewahrleistet. Interessant ist auch die Verwendung solcher mit konstanter Schnittgeschwindigkeit und kontinuierlich steigender Schnittgeschwindigkeit beitenden Maschinen zur Feststellung der Zerspanbarkeit von Werkstoffen. Die Losung der Aufgabe, tiber groBere Planflachen mit konstant bleibender. Schnittgeschwindigkeit zu arbeiten, ist bei der Universal Automatik der PIV Antriebe, Werner Reimers KG., Bad-Homburg v. d. H. (Bild 16), auf mechanischem Wage Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 84. Jahrg. 1951, Heft 7 Getriebe , 287 Bild 17. Kopp-Variator (Eisenwerk WUlfeI, Hannover-Wiilfel) a Kugeln, 8 Kugelachse, c Stiitzring, d Kegel, e Verstellring, Verstellknopf gelost. Auf die erwahnte Einrichtung wird die Stellung des Planschlittens einer Drehbank iibertragen. Dadurch wirkt der Automat iiber eine nachgeschaltete Welle in der Weise auf das zwischen Antriebsmotor und Drehspindel eingebaute Getriebe, daB sich in der Arbeitsspindel jeweils die zu der ge- wiinschten Schnittgeschwindigkeit und dem vorhandenen Drehdurchmesser gehorende Drehzahl einstgllt. Ein seit Jahren bekanntes Prinzip der stufenlosen Drehzahl- Miderung hat in dein Heynautrieb der Firma Hans Heynau, M?nchen, seinen Niederschlag gefunden. Es soil nicht uner- wahnt bleiben, daB dieser Trieb ? friiher lediglich als Einbau- einheit bekannt ? jetzt auch als vollkommen in sich ge- schlossenes Aggregat zur Verfiigung steht und zwar mit Nach- spannung zwischen Ring- und Kegelscheibe und mit Lei- stungen bis zu 4,5 kW bei einem Regelbereich von 1: 9. Auch der Prymtrieb der Firma Prym, Stolberg (Rhld.), hat ? ohne grundlegende Anderung des Prinzips ? Ver- besserungen erfahren. Sein Regelbereich ist 1 : 10. Er kann in seiner neuen Bauart nicht nur im Lauf, sondern auch im Still- stand eingestellt werden. Damit erfullt er eine Forderung, die haufig notwendig ist, beispielsweise wenn an einer Maschine mit Voreinstellung gewisser Geschwindigkeiten gearbeitet werden soil. Die Moglichkeit, normale Keilriemen fiir die stufenlose Veranderung von Drehzahlen dadurch zu verwenden, daB zwei Keilriementriebe zwischen. Antriebs- und Abtriebswelle durch Verschieben kegeliger Scheiben derart verschoben werden, daB sich ihre Ubersetzungsverhaltnisse multiplizieren, findet in dein Getriebe der Firma Hans Weber, Kronachi0fr., erneut ihren Niederschlag. Diese Getriebe vermogen in Regelbereichen 1 : 10 Leistungen zwischen rd. 0,35 und 7,5 kW je nach Bau- groBe zu iibertragen. Ein ganz neues Prinzip ist vom Eisenwerk Witlfel, Hannover- Witlfel, 1Rei dem Kopp-Variator angewendet worden. (DP) Bei recht giinstigem Wirkungsgrad ist der Regelbereich etwa 1 : 9 und zwar zusam.mengesetzt aus einem Bereich 3: 1 ins Langsarne und 1: 3 ins Schnelle. Die Wirkungsweis,e geht aus Bild 17 hervor. Wie zu erkennen ist, laufen ahnlich wie in einem Kugellager verschiedene Kugeln in einem auBeren Ring, der gewissermaBen als Stiitzring dient. Mit ihrer inneren flalfte beriihren die Kugeln die beiden Kegel der Antriebs- bzw. Ab- triebswelle ; letztere liegen in gleicher Achse. Durch die Friktion der Kugel an den weit auBen liegenden und im Bild an dem rechten Kegel zu erkennenden Reibflachen der Kegel wird das Drehmoment iibertragen. Wesentlich ist, daB die Kugeln sich nur um ihre Achsen drehen kOnnen, die auf der einen Seite Bild 18. Antrieb einer alten Tischhobelmaschine mit 2 in entgegengesetzter Richtung laufenden Elektromotoren. Umschaltung mit Hilfe elektroznagne- tischer Vulkankupplungen. (Heid-Billeter, Werkzeugmaschinen GmbH., Bad-Homburg v. d. H.) mit Vierkant in radial verlaufenden Schlitzen beweglich ge- lagert und auf der anderen Seite kugelformig in den flacher verlaufenden Schlitzen eines Verstellringes gehalten sind. Wird der Verstellerring mittels eines Randelkopfes gedreht, so stellen sich die Achsen der Kugeln schrag zur Achsrichtung des Ge- triebes. Dadurch haben die mit den Laufflachen der beiden Kegel in Beriihrung befindlichen Zonen der Kugeln verschiedene wirksame Radien und somit auch verschiedene Umfangs- geschwindigkeiten. Durch tbernahme einer dieser Umfangs- geschwindigkeiten von dem treibenden Kegel und Abgabe der anderen Umfangsgeschwindigkeiten an den getriebenen Kegel kommt die gewiinschte -Ober- bzw. Untersetzung zustande. Die Reibkegel sind so gestaltet (schrage Flachen auf der Riickseite), daB em n geniigend starker AnpreBdruck durch die ebertragung des Drehmomentes selbsttatig erzeugt wird. Bei An- und Leerlauf besorgen Tellerfederpakete den notwendigen AnpreBdruck. An- und Abtriebswelle konnen vertauscht werden. Ganz allgemein laBt sich bei der Weiterentwicklung der stufenlosen Getriebe die Tendenz erkennen, moglichst groBe Regelbereiche zu erreichen und immer mehr auch die Mog- lichkeit, im Stillstand des Getriebes schalten zu konnen. Untersetzungsgetriebe mit nicht veranderbaren Abtiiebs- drehzahlen, doch mit groBen Ubersetzungen (bis 1: 100), stellen die Flanschmotorgetriebe der Firma Fried. A. Flender & Co., Bocholt, dar. Bemerkenswert an diesen Konstruktionen ist auBerdem die vorteilhafte und in sich geschlossene Bauweise, die es gestattet, das Getriebe samt Motor anzuflanschen. Die gleiche Firma tritt aucli mit einer interessanten Weiter- entwicklung ihrer Almar-Trocken-Reibungskupplungen hervor. Die Vorziige dieser Kupplung sind ihre Nachstellbarkeit und die GleichmaBigkeit des Nachstellens der einzelnen, aus ver- schleiBfestem Werkstoff bestehenden ReibklEitze. Ein yorzug isj weiterhin, daB diese fiir groBe iibertragbare Leistungen ? es werden 18 kW bei 375 Uimin angegeben ? bestimmten Kupplungen verhaltnismaBig kleine BaumaBe aufweisen. Die Anwendung von Kupplungen zur Leistungssteigerung von Arbeitsmaschinen kann auch darin bestehen, daB man mit Hilfe von Kupplungen die Arbeits- und Schaltgeschwindig- keiten alterer Maschinen wesentlich erhoht. So zeigt Bild 18 eine auf diese Weise von der Firma Heid-Billeter GmbH., Bad- Homburg v. d. H., unter Verwendung ihrer elektromagnetischen Vulkankupplungen inodernisierte altere Werkzeugmaschine. Unter Verzicht auf gekreuzte Riemen, die zur Umkehr der Tischbewegungen auf Fest- und Leerscheibe verschoben werden muBten, werden hier jetzt unverandert bleibende Antriebe mit Keilriemen verwendet. Durch Ein- und Auskuppeln der jeweils in Frage kommenden Riemenscheibe wird die Tisch- umkehr eingeleitet. Andere recht interessante Moglichkeiten lassen sich ebenfalls durch Verwendung solcher Kupplungen ausfiihren, Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 288 C. Stromberger, Ein Riickblick auf die Technische Messe Hannover 1951 Werkstatt u. Betrieb Werkzeuge und Spannzeuge Neben der einheitlichen, auf den Besucher geradezu aber- waltigend wirkenden Schau der Werkzeugmaschinen treten rein auderlich die Stande der Werkzeugaussteller zurack. Diese Erscheinung gewissermaden zu einem Wertmaf3stab machen zu wollen, ware entschieden falsch. Zur guten Maschine gehoren das gute Werkzeug und das einwandfreie Spannmittel. Sie massen mit der Entwicklung der Maschinen schritthalten ; Neue- rungen im Bereiche der Werkzeuge konnen sogar richtung- weisend fiir die Gestaltung der Werkzeugmaschinen sein. Die Einfahrung der Schnellstalle, das Aufkommen der Hart- metalle und die Verwendung des Diamanten fiir die span- gebende Metallbearbeitung sind geschichtliche Beispiele Dad nach solchen epochemachenden Erfindungen und Ein- f iihrungen dann wieder Jahre ruhigerer Vervollkommnung mit auf den ersten Buick weniger in Erscheinung tretenden Neue- rungen 'folgen, liegt auf der Hand. So darf es auch nicht wun- dern, wenn nach dem umfassenden Bericht aber die vor- jahrige Messe2), dessen Ausfahrlichkeit ihre Berechtigung darin hatte, dad nach mehrjahriger Pause em n nberblick iiber die Gesamtheit der Werkzeuge herstellenden Industrie gegeben werden sollte, dieses Mal namhafte Hersteller nicht genannt werden. Eine langstielige, katalogmadige Aufzahlung soil ver- mieden werden; deshalb kannen nur neuartige oder auffallend weiterentwickelte Ausfiihrungsformen Erwahnung finden. Das Prinzip des Gewindewalzens bzw. -rollens unter Ver- wendung profilierter Walzen ist an sich alt. Dennoch sind zwei Neukonstruktionen sehr zu beachten, weil sie dieses Ver- fahren in neuartigen Formen anwenden. Ebenso wie em n normales Gewindeschneideisen wird das mit drei um 1200 versetzte und schraggestellte Roden arbeitende Gewindewalzeisen (D.G.M.) (Bud 19) der Abawerk GmbH., A schagenburg, in einen Halter eingesetzt. In dieser Art kann es zum Walzen von Gewinden von Hand verwendet werden. Auderdem ladt sich damit ? wiederum in gleicher Weise wie mit Schneideisen ? auf Gewindeschneidmaschinen, Revolver- drehbanken, Automaten und anderen Maschinen arbeiten. Der Bereich seiner Anwendbarkeit hinsichtlich der mit Ge- winde zu versehenden Werkstoffe reicht von weichen Schrau- benstahlen iiber Automatenstahle bis zu Stahlen hoher Festig- keit und nichtrostendem -Stahl. Daneben lassen sich Leicht- und Buntmetalle damit bearbeiten, wahrend alle sproden Werkstoffe ohne nennenswertes Flied- vermagen (GuL3eisen, ge- harteter Stahl usw.) aus- scheiden. Nach dem gleichen Prin- zip des Einwalzens arbeitet der in Bad 20 dargestellte Gewinderollkopf (DP. an- gem.) der Firma Wilhelm Fette, Hamburg. Er tragt in kraftigen Lagerungen drei Gewinderollen, deren Herstellgenauigkeit aus- ? schlaggebend far die Ge- . nauigkeit des zu walzenden Gewindes ist. Auf Gewindeschneidmaschinen, Revolverdreh- banken; Automaten und anderen Maschinen lassen sich diese Rollkopfe ebenso verwenden wie die bekannten Gewinde- schneidkopfe. Gleich ihnen kannen sie auch mitlaufend arbei- ten und springen selbsttatig auf, wenn sie gegen einen An- schlag anfahren. Gerade hierdurch wirken sie sich zeitsparend aus. Da der erforderliche Gewindeauslauf weniger als 2 Ge- windegange betragt, kann ohne weiteres auch gegen frei geschnittene Bunde gerollt werden. AuBer Spitzgewinden konnen auch Rundgewinde und Trapezgewinde erzeugt werden, wobei grundsatzlich alle Werkstoffe mit Fliedver- mogen in Frage kommen. Die zur Herstellung von Gewinden durch spangebende Bear- beitung dienenden, seit langem bewahrten Gewindeschneid- kopfe wurden von der Firma Eugen Fahrion, Eplingen- MettingenIWiirtt., insofern weiter entwickelt, als sie jetzt auch Bild 19. Gewindewalzeisen (DGM) (Abawerk GmbH., Aschaffenburg) 9 Boker H.: Werkzeuge. Betriebsmittel und Werkzeugmaschinen auf der Deufschen Industriemesse, Hannover 1950, Werkst. u. Betr. 83 (1950) S. 299. Bild 20. Gewinderollkopf (DP angem.) (Wilhelm Fette, Hamburg) ? Darunter: Gewalzte Gewinde fiir grodere Anwendmigsbereiche zur Verfagung stehen. Auf die verhaltnismadig kleinen Durchmesser der Schneidkopfe ? selbst, in bezug auf die zu schneidenden Gewindedurchmesser, verdient hingewiesen zu werden. In Richtung auf maglichst geringes Eigengewicht und auf abersichtliche und ohne Hinzuziehung besonderer Werkzeuge zu handhabende Einstellung sind die Strehlerkluppen der Prototyp-Werke GmbH., Zell-Harmersbach (Schwarzw.), ver- bessert worden. Auf die nahere Wirkungsweise dieser Werk- stiicke, darunter auch die Moglichkeit, sie sowohl fiir Links- als auch Rechtsgang zu verwenden und durch Wechsel der Schneidwerkzeuge sie ftir die verschiedensten Gewinde anzu- wenden, braucht an dieser Stelle nicht naher eingegangen zu werden. Das in Bild 21 wiedergegebene Rohrabstichgerat ist eine Neukonstruktion der Firma Eduard Witte, Wuppertal-Kronen- berg, und dient besonders den sich im Rohrleitungsbau er- gebenden Aufgaben. Nach Aufklemmen des aufklappbaren Gerates auf das Werkstiick werden radial verschiebbare Ab- stichstahle nach innen vorgeschoben. Die Vorschubbewegungen werden beim Umlauf des die Stahlhalter tragenden Kranzes iiber die auBen aufgesetzten Zahnrader eingeleitet. Der im Bild zu sehende Handantrieb kann ohne Schwierigkeiten durch maschinellen Antrieb ersetzt werden. Bild 21. Rohrabstichgerat (Eduard Wile, Wuppertal-Kronenberg) Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 84. jahrg. 1951, Heft 7 Werkzeuge und Spannzeuge 289 Bild 22. WEBA Gewindeschleifmaschine (Fritz 1A'eern, Wuppertal-Ober- barmen) Als ein maschinelles Werkzeug ist auch die Gewindeschneid- maschine von Fritz Weeren, Wuppertal-Oberbarmen, anzusehen. Die Aufgabe, den Gewindebohrer vor Werkzeugbruch bei Vberlastung zu sichern, ist hier so gelost, daB die Drehmomente durch Kupplungen auf Rechts- und Linkslauf eingeleitet und diese Kupplungen durch Federn so belastet sind, daB der Gewindebohrer bei Vberbelastung der Kupplung stehen bleibt. Solche Anordnung soil exakter ansprechen als einfach wirkende Rutschkupplungen. Beim Arbeiten gegen Anschlag bleibt der Gewindebohrer stehen, ein Vorteil, der sich ganz besonders bei der Bearbeitung kleiner Massenteile sehr gut auswirken kann. Bild 22 zeigt das Gerat als kleines Maschinenaggregat zum Schneiden von Innengewinden. Die neueren Erkenntnisse und Erfahrungen mit Schneiden- winkeln, Messerstellung .und starrer Befestigung haben die Walter-Montan--Werke, Tubingen, bei der Weiterentwicklung ihrer Werkzeuge ausgenutzt, wofiir besonders die neu gestal- tete Befestigung der Einsatzmesser an Messerkopfen und ahnlichen Werkzeugen spricht. Neben unbedingt festem Sitz ist bei diesen Konstruktionen auch an leichtes Einsetzen, Aus- wechseln und Nachstellen der Messer gedacht. Streng genom- men zwar nicht in diesen Bericht gehorend, soil doch die konsequente Weiterentwicklung der hartmetallbestiickten Walter-Werkzeuge auch auf dem Gebiete der Holzbearbeitung erwahnt werden. In immer starkerem MaBe werden Hartmetalle auch fiir Schnitt- und Stanzwerkzeuge verwendet. EM Schnittwerkzeug fiir Kettenlaschen der Widia-Fabrik, Essen, dessen Stempel und Matrizen aus Hartmetall bestehen, zeigt Bild 23. Neue Werkzeugwerkstoffe waren in diesem Jahre in Han- nover nicht zu sehen. Auch hier beschrankte sich die Entwick- lung auf Verbesserungen und weitere Anwendungsmoglich- keiten. Einen interessanten Stahlhalter (Bud 24) zeigte die Widia- Fabrik, Essen. In den kraftigen Halter ist em hartmetall- bestiicktes Werkzeug so eingeklemmt, daB es beim Arbeiten mit einer Ecke zum Eingreifen kommt. Durch Umsetzen des Einsatzes kann nach Abstumpfen dieser Ecke nacheinander jede der sieben iibrigen Ecken benutzt werden. Damit ist emn Bild 23. Hartmetallbestnektes Schnittwerkzeug ftir Kettenlaschen (Widia- Fabrik, Essen) Bild 24. Stahlhalter mit eingesetztem, umwechselbaren Hartmetalleinsatz (Widia-Fabrik, Essen) Weg beschritten, der neben einfachstem Nachschliff eine weit- gehende Ausnutzung des hochwertigen Metalls gewahrleistet. Sparsamkeit im Verbrauch hochwertiger Werkzeugwerk- stoffe war auch Leitgedanke fur die auswechselbaren Werk- zeuge der Duramet Werkzeugfabrik GmbH., Wilhelmshaven. Ihre Anwendung wird vor alien Dingen dort gegeben sein, wo Spezialwerkzeuge fiir alle vorkommenden Falle nicht gehalten werden konnen. GewiB wird dieser Anwendungsbereich wesentlich in Reparatur- und Zusammenbauwerkstatten liegen, doch ist anzunehmen, daB er iiber diese hinausgeht. Dem Diamanten als spangebendem Werkzeug eroffnen sich stets weitere Anwendungsmoglichkeiten. Das beruht erheblich darauf, daB in den letzten Jahren neuartige Werkzeuge ge- schaffen wurden. Als nen in diesem Sinne stehen jetzt von der Firma Ernst Winter & Soline, Hamburg, Diamantfeilen zur Verfiigung. Diese Feilen werden auBer flach, vierkant, drei-? kant und rund auch in anderen gangigen Profilen hergestellt und lassen sich mit Vorteil einsetzen bei der Bearbeitung von gehartetem Stahl, Hartmetallen, harten Kunststoffen und anderen sehr harten Materialien. Es sei auBerdem erwahnt, daB die Diamanthohlbohrer dieser Firma weiter verbessert wurden und nunmehr auch fiir recht geringen Durchmesser vorhanden sind. Die Firma H. Urbanek, Frankfurt a. M., gleichfalls bekannt- fiir ihre Diamant-Hartmetallwerkzeuge, bringt Zieheisen mit Hartmetallen und Edelsteinen zu beachtlichen Leistungen. Weniger augenfallig in Erscheinung treten die Edelstein- spitzen dieser Firma, die fiir genaue Abtastinstrumente zum Priifen und Steuern verwendet werden und bei denen es nicht nur auf die geringe Abnutzbarkeit des Edelsteins, sondern auch auf die Feinheit und Genauigkeit seiner Spitze ankommt. Bei den Spannzeugen zeichnen sich zwei Entwicklungsrich- tungen ab: Die Moglichkeit, auch verwickelte, in ihren T.ImriB- Bild 26. Hilti-Universalspannwerkzeug (Hahn & Kolb, Stuttgart) Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 Approved For Release 2003/10/16 ;, CIA-RDP80-00926A004100010001-6 290 G. Stromberger, Ein Ruchblick auf die Technische Messe Hannover 1951 Werkstatt .u. Betrieb Bild 26. Wendespanner (Bauart Seitter) mit .aufgespannter Bohrvorrichtung ( J. Gottlieb Peiseler, Remscheid) formen unregelmaBige Stiicke spannen zu konnen und auBer- dem die Anpassung der Spannzeuge an vorliegende Winkel- stellungen oder Werkstiicklagen, wobei stets der Aufgabe des raschen Ein- und Ausspannens gerecht werden soil. Beim Hilti-Universal-Spannwerkzeug der Firma Hahn & Kolb, Stuttgart, sind die Spannbacken in jeweils etwa 8 Seg- mente aufgeteilt, die sich parallel zu einander in Spannrich- tung verschieben konnen. Dieses Verschieben paBt sich den Werkstiickformen an, und eine Ausgleichshydraulik sorgt fiir gleichmaBige Anpressung samtlicher Segmente an das Werk- stuck (Bud 25). Die Firma Friedr. Thienes, Solingen, lost bei ihrem Alles- spanner ?Polyp" die Backenflachen in jeweils zwei Auflagen auf. Diese Klemmstiicke passen sich deshalb. den Werkstiick- formen an, weil die Kraft der Spannstiickspindel iiber Hebel- systeme auf sie iibertragen wird. Dies geschieht dadurch, daB die Schraubstockspindel gegeneinander laufende Muttern bewegt, auf denen horizontal schwenkbar Doppelhebel sitzen, die auch bei Schragstellung um ihre vertikalen Achsen gleich- maBig driicken. An Arbeit und Arbeitsrichtung gut anpassungsfahige Spann- zeuge wurden von der Firma J. Gottlieb Peiseler, Remscheid, vorgefiihrt. Die kreisrunde, mit T-Nuten und Winkeleinteilung versehene Spannplatte des Wendespanners, Bauart Seitter (Bild 26) laBt sich um ihre horizontal liegende Achse in jeder Winkellage drehen. In hieran gespannte Werkzeuge lassen sich sornit Locher unter bestimmten Winkeln bohren, auBerdem konnen selbstverstandlich auch kleinere Vorrichtungen in die Planscheibe gespannt werden. Die Wendespanner werden mit Planscheibendurchmessern von 125 bis 1000 mm in 7 GroBen, geometrisch gestuft, gebaut. Peiseler-BohfSpanner (Bauart Seitter) (Bud 27) haben ver- anderlichen Saulenabstand, so daB die BohrplattengroBe jeweils in optimaler GroBe ausgefiihrt werden kann. AuBerdem lassen sich die Bohrplatten leicht und einwandfrei auswechseln. Der Anstellweg ist groB, damit die Werkstticke bequem ein- mid ausgespannt werden konnen. Wesentlich ist auch die Wig- lichkeit der Einstellung der Spannkraft entsprechend den vor- liegenden Verhaltnissen. Die Vorrichtungen sind bei leichter Bild 27. Bohrspanner (Bauart Seitter) (J. Gottlieb Peiseler, Remscheid) Bauweise sehr formsteif ausgefiihrt. Auch ihre GroBen sind geometrisch gestuft. Zeitsparendes EM- und Ausspannen unter Ausnutzung der Genauigkeit von Zangenspannung erlaubt das mit Morsekegel versehene Bohr- und Frasfutter der Firma Eugen Fahrion, Efilingen-Mettingen, wie aus Bild 28 hervorgeht. Die Spann- Bild 28. Bohr- und Frasfutter mit Morsekegel (Eugen Fahrion, Esslingen- Mettingen) zange ist riickseitig mit einer im Hauptkorper eingeklemmten Schraubendruckfeder belastet. Beim offnen der tberwurf- mutter wird die Spannzange nach vorn geschoben, womit das Werkstiick entspannt ist. Somit ist das Herausnehmen des Werkstiickes und das Einlegen eines neuen einfach gemacht. Als neue Sonderheit der Firma Paul Forkardt KG., D?ssel- dorf, sei das Futter mit schwebender Aufhangung erwahnt. Hier erfolgt z. B. bei der Kurbelwellenbearbeitung auf dem von der Firma +Boehringer gezeigten Kurbelwellendrehautomaten die Spannung der Kurbelwelle an einer mittleren Spannstelle mit Hilfe von 3 Spannbacken und zwar derart, daB sich der Spannbackenteil des Futters nach der in den Kornerspitzen eingelegten und damit zentrierten Kurbelwelle ausrichtet (schwimmt). Erst dann folgt die Festlegung des vorher schwimmenden Teiles innerhalb des Futters, so daB das Futter fur die Aufnahme der Schnittkrafte ausgenutzt wird. Bau und Anwendung der preBluftbetatigtenForkardtfutter werden durch die neuen Preffluft-Magnet-Steuerhahne, bei denen Magnete benutzt werden, um Praluftventile fur die Futterbetatigung zu steuern, weiteren Bereichen zuganglich. Me13-, Priif- und Steuergerate Ganz im Anfang dieser Betrachtungen wurden einige Ge- danken entwickelt, die maBgebend fur die neuzeitliche Ferti- gung sind und unter denen die in Hannover zur Schau ge- stellten Maschinen und Einrichtungen zu betrachten seien. An die bereits hochentwickelten MeB-, und Steuergerate sind sinngemaB gleiche Anforderungen zu stellen, wie sie filr den Fertigungsbetrieb als solchen feststehen. Im Vordergrund steht auch bier die Einsparung an Arbeitszeit, sofern es sich um Gerate handelt, die in den FertigungsfluB gehoren. Es treten hinzu die Forderungen auf hohe MeBgenauigkeit, letzten Endes im Sinne , hoher Fertigungsgenauigkeit, und schlieBlich hat auch hier bereits der Grundsatz mehr oder we- niger selbsttatiger Arbeitsweise FuB gefaBt. Wie bereits an anderer Stelle zum Ausdruck gebracht werdeft muBte, ist auch fiir dieses Gebiet zu sagen, daB hoch- wertige Instrumente in erstklassiger Ausfiihrung bereits seit Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 84. Jahrg. 1951, Heft 7 ? MO-, Prat- und Steuergerate 291 . Bild 29. Interferenzkomperator zur Endma3messung (ZeiB-Oplon, OberkochenlWartt.) Jahren den Markt beherrschen. Es sei deshalb gestattet, sich hier auf friihere Berichte3) zu beziehen, im Folgenden also nor auf Gerate einzugehen, die erstmalig oder in bemerkenswerter Weiterentwicklung gezeigt wurden. Fiir Messungen allerhochster Genauigkeit werden in Inter- ferenzgeraten verschiedenster Art die von den verwendeten Lichtarten bekannten Wellenlangen ausgenutzt. In neuer An- wendung des Prinzips, die Interferenzerscheinungen fur die absolute wie auch fiir die vergleichende Langenmessung aus- zuwerten, hat die Firma Zeifl- Opton, Oberkochen (Wurtt.), einen Interferenzkomparator nach Bild 29 herausgebracht. Dieses Gerat dient der Mes- sung von EndmaBen und stellt einen Fortschritt insbe- sondere insofern dar, als emn Ansprengen der EndmaBe auf eine Hilfsplatte nicht mehr erforderlich ist. Neuartig ist die Verwendung eines I Ter- gleichsspiegels an Stelle frti- herer Planglasplatten. Dieser Vergleichsspiegel ist so kon- struiert, daB die Anspreng- schicht ? wie es richtig ist ? in dem MeBergebnis stets ein- geschlossen ist. Neben der ein- fachen Handhabung und der Sicherheit, die solche Art Messung ergibt, bringt sie den weiteren Vorteil, auch bereits h5,ufig benutzte EndmaBe messen zu konnen, deren Oberflachenzustand em n Ansprengen nicht mehr moglich macht. Ftir die Absolutmessung werden die Spektrallinien rot, griin und blau einer Kadmiumlampe verwendet ; die Vergleichs- messung geschieht im weiBen Licht. MeBgenauigkeit bis zu 0,1 u gestattet der neue optische Feintaster (Bud 30) der Firma Ernst Leitz GmbH., Wetzlar (Lahn), der durch erhebliche Steigerung der VergroBerungen aus dem bekannten Leitz-Projektometer weiterentwickelt wurde. Mit einem Warmeschutzkasten werden von auBen wirkende Einfliisse gemindert. Das von der Maschinen-Apparate-Werkzeug GmbH., Stutt- gart, (Bud 31) vorgefiihrte Etamic-Gerat, ftir dessen genauigkeit ebenfalls 9,1 fe angegeben wird, beruht auf dem Prinzip der Lnftspaltmessung. Eine Differenzialanordnung gleicht Temperatur und Druck aus. Fiir die Sicherheit, der Arbeitsweise ist es wesentlich, daB hier mit verhaltnismaBig hohem Luftdruck von tiber 4 kg/cmg gearbeitet wird; die darauf beruhende hohe Ausstromgeschwindigkeit wirkt reinigend auf die zu messende Flache und erhoht die MeBgenauigkeit. Es ist bekannt, daB solche Gerdte mit Registrier-, Markier- und Sortiereinrichtungen vereinigt werden konnen und daB sie sich zum Einbau in Arbeitseinrichtungen eignen, wodurch die Ferti- gung laufend gepriift und gesteuert werden kann. Bild 30. Optischer Feintaster (Ernst Leitz GmbH., WetzlarlLahn) .) Georg, K.: Neue MeBgerate fur Werkstatt und Fritfraum. Werkst. U. Beth 83 (1950) S. 104. ? Derselbe: mid Pridgerate auf der Deut- schen Industriemesse Hannover '1950, ebenda S. 317.. Bild 31. Etamic-Steuer- und Abschaltgerat, aufgebaut auf einer Rund- schleifmaschine (Maschinen-APParate-Werkzeug GmbH., Stuttgart) Die Verwendung nichtrOstenden Stahles f tir die Herstellung von MeBgeraten hat ftir deren Haltbarkeit besondere Vorteile4). Die Firma Carl Mahr, E 13lingen (Neckar), macht hiervon bei Schieblehren mit vertieft liegender Skala Gebrauch. MeBuhren stellt die gleiche Firma nunmehr auch in Ganz- stahlausfiihrung her, wobei nichtrostender Stahl fiir Anspann- schaft und Tastbolzen verwendet wird. Das konstruktive Prinzip der Trennung von Spannstange und Tastbolzen ist auch hier beibehalten, urn diese? MeBuhren stoBunempfindlich zu machen. Bild 32. Kegelprtifgerat mit prismatischer Aufnahme (Carl Mahr, Esslingen/Neckar) 4). Leitzig, W.: Schraublehren aus nichtrostendem Stahl. Werkst. u. Eetr. 84 (1951) S. 214 (Heft 5). Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 292 C. Stromberger, Ein RUckblick auf die Technische Messe Hannover 1951 Werkstatt u. Betrieb BiId 33. Teilungsmessung an Zahnradern (Ernst Leitz, GmbH., WetzlarlLahn) ? Zur Priffung von Kegeln verwendet die Firma Mahr ihr Millimel3gerat, mit dem eine Kegelmantelflache abgefahren wird. Urn die Mantellinie in die richtige Lage zum MeBgerat zu bringen, wird der zu messende Kegel nach der Sinus- methode ausgerichtet (Bud 32). Eine sehr vorteilhafte Anwendung der Strichmessung bildet em n von der Firma Alfred H. Schillte, K?ln-Deutz, vorgefiihrtes Gera zum Messen von Rundformstahlen. An Stelle fester Lehren kann hier dem jeweils vorliegenden Fall entsprechend em MeBschieber eingestellt werden, so dad dieses Gerat viel- seitig verwendbar ist. Die gleiche Firma zeigt em n Prtifgerat der Firma Maag Zahn- radar A.G., Zurich. Das Prinzip der Teilungsmessung an Ver- zahnungen, wie es an bekannten Lehren f?r AuBenverzahnun- Bild 34. Mehrstellenprafgerat (Georg Reicherter, Esslingen/Neckar) gen durch die Flankenmessung nicht unmittelbar benachbarter Flanken gegeben ist, wird hierbei angewandt. Auch dieses Gerat ist eine Neuentwicklung und fiir Schragverzahnung ebenso geeignet wie ftir die normale Geradverzahnung. Die Messung wird auf eine Uhr mit 2 It Ablesegenauigkeit tiber- tragen, ist somit sehr genau. Bei einem von Ernst Leitz GmbH., Wetzlar, herausgebrachten Verfahren wird das zu messende Zahnrad auf einen optischen Teilkopf mit hoher Einstell- und Ablesegenauigkeit aufge- steckt. EM Tastbolzen wird auf die Zahnflanke aufgesetzt; seine Stellung wird auf einen MeBbolzen in ftinffacher Ver- groBerung tibertragen dadurch, dad beide an einem federnden Parallelogramm befestigt sind. Der MeBbolzen tragt eine Glas- skala; zur Ablesung wird em Mikroskop mit 25facher Ver- groBerung benutzt (Bud 33). Die Verwendung ihres auBerordentlich genau arbeitenden Teilkopfes benutzt die gleiche Firma auch fiir andere Maschi- nenteile, z. B. durch radiales Abtasten von Nockenwellen. Eine fiir die wirtschaftliche Durchfiihrung gleichartiger MeBvorgange vorteilhafte Zusammenstellung bildet das in Bild 34 wiedergegebene MehrstellenlangenprUfgerat der Firma Georg Reicherter,. Efilingen (Neckar). Die zu priifenden Pall- made der Werkstiicke werden selbsttatig durch Reiterlehren gemessen; Lichtsignale lassen unmittelbar erkennen, ob die MeBergebnisse innerhalb der SollmaBe liegen. Gleichfalls dem Gedanken rascher und zuverlassiger Reihen- messung dienen die Mehrfachgerate mit elektrischen Toleran- zen der Firma Mitthof, Ludwigsburg (Hahn & Kolb, Stuttgart) und der Gewindeschnellprtifer mit Gewichtsaufzug der Firma Dr.-Ing. Nieberding & Co. KG., Neu/3 (Rhein). Auf dem Gebiete der Oberflachenmessung und Priifung waren verschiedene Fortschritte zu verzeichnen. Die Firma ZeiI3-Opton, Oberkochen (Wiirtt.), hat ihr Interferenzmikroskop besonders dahingehend ausgebaut, dad das Arbeiten mit dem Gerat sicherer und einfacher geworden ist. Das nach dem lmpulsverfahren abtastende Gera nach A. Forster der Firma Ernst Leitz GmbH., Wetzlar (Lahn), steht nunmehr unter Beibehaltung des bewahrten Verfahrens auch zum lnnenmessen an Bohrungen zur Verfiigung. Ein besonders wesentlicher Fortschritt ist die Bauart des Forster- Gerates als Werkstattgerat zum Anbringen an die zu messen- den K8rper. Nachdem sich das Abtasten der Oberflachen zum Zwecke ihrer Priifung in vielen Industriezweigen rasch einge- fiihrt hat, ist der Wunsch nach einem solchen Gerat immer dringender geworden. EM anderes Abtastgerat, das in Bild 35 dargestellte Mikro- geometer (Hahn & Kolb, Stuttgart), arbeitet nach dem Tast- schnittverfahren. Es schreibt seine Ergebnisse auf einen Papierstreifen auf. Bei gleichbleibender Horizontalgeschwin- digkeit, also stets gleicher horizontaler Vergrof3erung ist die vertikale Vergrof3erung bis zu 10000fach einstellbar. Die Bild 35. Mikrogeometer-Oberflachenprnigerat (Hahn & Kolb, Stuttgart) Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 r Release 2003/10/16 : CIA-RDRAINSAY0010001-6 Hochdruck-Acelylen-Eniwickler ?Z" in feuerverzinkter Ausfahrung far Montage, Werkstatt und Grogbetrieb. Standard-Ausfahrungen far 0,5-5 kg Fallungen Sonderausfahrungen und Groganlagen aber 5 bis 100 und 1000 kg Fallung auf Anfrage. Fordern Sic unser Angebot und Sonderliste. Autogen-Armaturen Kompl. SchweiB- u. Schneidbrenner- garnifuren Druckminderer far Sauerstoff, Acetylen, Wasserstoff usw. SchweiBplatz-Bedarf SchutzKhilde - Kopfmasken Schutzglaser: farbig und farblos. Elektrodenhalter Schwei6- und Netzanschlunabel Polzwingen - Schweieerhammer Stahldrahtbarsten - Britten usw. Fordern Sic unsere Sonderliste. 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Wahrend des Messens IaBt sich der Lichtpunkt beobachten und es er- scheint gleichzeitig seine bereits erwahnte Aufzeichnung auf den fortlaufenden Papierstreifen. Damit ?schadliche Er- schiitterungen nicht an die Tastspitze gelangen und das Me13- ergebnis falschen, gleitet der Tastkopf mit zwei Kufen, zwi- schen denen sich die Saphirspitze befindet, auf dem Werksttick. Weniger haufig angewandte Messungen sind solche von Schnittkraften und von Schwingungen bei der Bearbeitung. In der neuzeitlichen, auf hohe Mengenleistungen zielenden Fer- tigung werden die Aufgaben fiir eine nach dieser Richtung ent- wickelten MeStechnik und ' die Anforderungen an derartige Gerate groBer. Die hohere Spanleistung bedingt meistens here Schnittkrafte und oft tritt die Aufgabe, Schnittkrafte zu. messen, jetzt auch in Betrieben auf, denen friiher solche Messun- gen ungewohnt waren. Ein Einkomponentenschnittkraftmesser nach Prof. Schall- broch wird von der Schoppe & Faeser GmbH., Minclen1Westf gebaut ; seine Mef3moglichkeit beschrankt sich auf die Hauptschnittkraft und reicht bis 500 kg. Wie aus Bild 36 zu ersehen ist, wird das Gerat in einfacher Weise wie em n Werk- zeug eingespannt. Es gestattet unmittelbare Ablesung und Auf- nahme eines Diagrammstreifens. Seine Wirkungsweise beruht auf der Durchbiegung einer Mef3membrane, die Ober em n Fein- tastgerat gemessen wird. Die Schwingungsgerate der Firmen Askania-W erke A.G., Berlin-Friedenau, Gebr. Hofmann, Darmstadt (Hahn & Kolb, Stuttgart), Dr. Georg Reutlinger, Darmstadt, und Carl Schenck, Darmstadt, stellen Fortentwicklungen bekannter und be- wahrter Systeme dar. Neben dem Messen und Priifen spielt das gleichzeitige Steuern der Maschinen eine immer groBere Rolle. Auf seine Anwendbarkeit zum Steuern von Schleifmaschinen wurde bereits an anderer Stelle eingegangen. Ein ganz neues Steuer- verfahren fiir Werkzeugmaschinen, fiir die Fertigungsiiber- wachung sowie fiir Sicherheitsanlagen, das aber auch far viele andere Anwendungen denkbar ist, entwickelte die Firma Dipl.-Ing. Arnold Forster, Wetzlar, in ihrer Forster-Ion- Steuerung. Die Grundlage des Verfahrens (DPa.) beruht auf der Ver- schiebung eines elektrostatischen Gleichgewichtszustandes. Durch eine zwischengeschaltete Glattungsrohre werden die storenden Schwankungen der Netzspannung verhindert und eine gleichbleibende hohe Empfindlichkeit erreicht. Weiterhin lassen sich durch Verwendung eines bei Ziindung des Glimm- relais umlaufenden Leitungswahlers gleichzeitig beliebig viele Steuerstellen iiberwachen und steuern. Durch em n nachge- schaltetes Relais konnen Steuerungen bis 0,5 kW Leistung betatigt werden, in Sonderfallen sogar bis 1 kW. BEd 37. Mikro-Harteprtifer (Karl Franck GmbH., Weiioheim-Birkena Bei gleicher Empfindlichkeit wie bereits bekannte Elektronik- anlagen ist das neue Verfahren auBerordentlich einfach und betriebssicher und durch robusteren Aufbau gekennzeichnet. Es hat anderen bekannten Steuerverfahren gegeniiber den weiteren Vorzug, mit auBerordentlich geringen Fiihlerkraften arbeiten zu konnen5). Auf die Werkstoffprilfung als solche einzugehen, miiBte den Rahmen dieses Aufsatzes zu wait ausdehnen. Da sich dieser Riickblick auf die rein betrieblichen Figuren beschranken soil, werden Gerate fiir die Werkstoffpriifung nur insoweit beriick- sichtigt, als sie regelrecht in die Fertigung mit eingreifen. Hier verdienen insbesondere zwei neue Kleinlastpriifer Er- wahnung. Das Mikro-Testor-Gerat der Otto Wolpert-Werke GmbH., Ludwigshafen a. Rh., arbeitet in Priiflastbereichen zwischen 10 und 3000 g und mit 500 facher VergroBerung in einem FeinmeBokular bzw. 200 facher VergroBerung in der Mattscheibe. An Stelle der Mattscheibe laBt sich eine Foto- kassette zur Aufnahine der Priifeindriicke einschieben. Mit Priiflasten bis 1000 g bei 600 facher VergroBerung im Ablesemikroskop arbeitet das von der Firma Karl Franck GmbH., Weinheim-Birkenau, ausgestellte Mikro-Hartepriif- gerat zur Bestimmung der Knoopharte. Das in Bild 37 gezeigte Gerat zeichnet sich durch einen iibersichtlichen Aufbau, leichte Handhabung, sehr rasche Einstellbarkeit fiir verschiedene Ver- griaBerungen und gute Beherrschung der Belastungsgeschwin- digkeiten aus. EM Hartepriifgerat fiir Schleifscheiben nach Prof. Pahlitzsch wird von der Mail elder Maschinenbau GmbH., Miinstermaileld, hergestellt. Es arbeitet nach dem Schlagbohrver?ahren und zeigt, outer Berticksichtigung der Kornart, unmittelbar in Nortonhartegraden an. Eine Fortentwicklung der Heubach-Gertite zum Aufdecken von Rissen in magnetisierbaren Werkstoffen (Hahn & Kolb, Stuttgart) besteht darin, daB zur Magnetisierung gerichteter Wechselstrom mit Stromstarken his zu 4000 A verwendet wird. Risse in grof3erer Tiefe von 2 . . . 3 mm werden noch angezeigt, und schadliche Erwarmung des PrUflings tritt selbst bei den hohen Stromstarken nicht em. SchweiBen, Schneiden und Erwarmen Der auf der Technischen Messe Hannover gewonnene 'Ober- blick auf dem Gebiete des SchweiBens und Schneidens ergab keine tberraschungen in bezug auf neu entwickelte Verfahren. Es war festzustellen, dat3 die seit einigen Jahren bereits auf hoher Entwicklungsstufe stehenden Verfahren weiter ent- wickelt und verbessert wurden. Selbstverstandlich liegen diese Verbesserungen zum Teil auf der Werkstoffseite, auBerdem in der Erzeugung einwandfreier SchweiBungen mit hohen Giitewerten. Dabei spielt auch die Frage der Stoffeinsparung an wertvollen Legierungselementen eine Rolle, wie z. B. die Weiterentwicklung der SchnellstahlaufschweiBelektrode durch 5) In einem der nachsten Hefte dieser Zeitschrift wird tiber das Verfahren eingehend berichtet werden. Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 294 C. Stromberger, Fin Riickblick auf die Technische Messe Hannover 1951 Werkstatt U. Betrieb ? BM 3$. Wechselschweillbrenner in Leichtmetallausftihrung (Weber-Werke Siegen) die Firma Griesheim Autogen, Frankfurt a. M., zeigt. Zum andern herrscht aber auch bei SchweiBen und Schneiden wie auch bei anderen Verfahren, die die Erwarmung des Werk- stoffes zur Grundlage haben, das Bestreben vor, zeitsparend und gerade auch in dieser Hinsicht wirtschaftlich zu arbeiten. Bleibt man bei der Elektrodenentwicklung, so sind hier die von der Firma Adolf Messer GmbH., Frankfurt a. M., vorge- fiihrten Neuentwicklungen zu nennen. Es sind dies eine Kontakt- oder Schleifelektrode mit sehr ganstigen SchweiB- eigenschaften fiir Waagerecht- und Senkrechtnahte und mit leichter Schlakenentfernung, die sich fiir Stallle bis St 60, in erster Linie auch far KehlnahtschweiBungen, eignet. AuBer- dem liegt eine neue Tiefbrandelektrode mit iiblicher Um- hiillungsdicke vor, die mit normaler Stromstarke, aber hOherer SchweiBspannung verschweiBt wird und deren Vorteile in bezug auf Zeiteinsparungen durch Wegfall sorgaltiger Nahtvorbe- reitung gegeben ist. Zur besonders guten Anpassung von SchweiBmaschinen fiir die WiderstandsschweiBung an die jeweils vorliegende Arbeits- weise hat man auch auf diesem Gebiete schon zu der Elektronen- steuerung gegriff en, wie sie von der Brown 6- Boveri AG., Mannheim-Kafertal, vorgefiihrt wurde. Auch SchnellpunktschweiBmaschinen dieser Firma werden beziiglich der Stromstarke bereits elektronisch gesteuert, wahrend die Erzeugung des SchweiBdruckes in bekannter Weise mittels Druckluft geschieht. Solche Maschinen arbeiten mit halber Program msteuerung und erzeugen bis zu 200 Punkte in der Minute. Ebenfalls rohre ngesteuert ist der BBC-Energie-Regler, dessen Aufgabe es ist, beim PunktschweiBen den SchweiBstrom jeweils dem Zustand der Blechoberflachen anzupassen. Diese automa- tische Regelung wirkt sich insofern giinstig aus, als die Blech- oberflachen nicht einwandfrei gleichmaBig zu sein brauchen und?auch unsaubere Oberflachen einwandfreieVerschweiBungen ergeben. Im Sinne der Leistungssteigerung liegt zweifellos weiterhin auch die weitgehende Anwendung der automatischen Licht- bogenschweiBung. Es ist bekannt, daB die Stromzufiihrung bei Anwendung umhiillter Elektroden wegen ihrer Schwierigkeiten zu besonderen Systemen gefiihrt hat. AuBerdem milssen urn- hiillte Elektroden dem SchweiBkopf aus einem Magazin zuge- fiihrt werden, wahrend blanker Draht demgegeniiber den Vor- teil hat, daB er aus grOBerem Vorrat abgehaspelt werden kann. Bild 39. Ultra-Rex-Universalprazisionsbrennschneidmaschine zum umnittel- haren Abtasten der Striche von Zeichnungsvorlagen (Kjellberg-Eberle GmbH., Franifurt a. M.) Bild 40. Steuerpult der Schichau-Monopol-Schneidmaschine (F. Schichau AG., Bremerhaven) Diesen Vorteil, gleichzeitig mit den Vorziigen einer Elektroden- umhiillung, verbindet die von der Firma Brown& Boveri AG., Mannheim-Ktifertal, neu entwickelte Anordnung. Ein ent- sprechend zusammengesetztes Pulver wird in einem Schweif3- kopf mit dem vorlaufenden Draht in Beriihrung gebracht und bleibt elektromagnetisch an ihm haften. Es ist verhaltnisma3ig einfach, von Fall zu Fall die Dicke dieser Umhiillung zu vet- andern. Die Allgemeine Elektrizittitsgesellschaft, Berlin-Grunewald (AEG), ist in der Entwicklung ihres Ignitron SchweiBschiitzes von dem rein elektrischen Weg mit zweifellos recht verwickelten Rohrensteuerungen abgewichen und versucht, die Programm- steuerung von SchweiBmaschinen elektromechanisch zu be- wirken. Man verspricht sich von diesem Gerat besondere Vor- teile durch die einfachere Wartung und Instandhaltung. Ein 'weiteres, von der gleichen Firma neu herausgebrachtes Gerat ist em n StrommeBband, mit dem es moglich ist, in Be- reichen bis zu 360000 A den SchweiBstrom zu messen. Das Gerat wird hierzu in einfacher Weise um den SchweiBstrom- leiter gelegt und gestattet unmittelbares Ablesen der Strom- starke. Der neue SchweiBwandler der AEG belastet alle 3 Phasen des Drehstromnetzes bei einphasigem AnschluB gleichma,Big und bildet somit einen Fortschritt, der mancherlei Bedenken gegen die Anwendung des Transformators statt des Umformers zu zerstreuen vermage). Bemerkenswerte Neuerungen im GasschweiBen sind nicht zu verzeichnen. Eine neue 50 kg-Azetylen-Entwickleranlage der Weberwerke, Siegen, arbeitet nach dem Verdrangungs- system. Konstruktiv bemerkenswert und fiir den Betrieb von Wichtigkeit ist die weitgehende Entfernung des schadlichen Azetylen-Luftgemisches. Die Weberwerke haben einen LeichtmetallschweiBbrenner neu herausgebracht, der neben guten konstruktiven Eigen- schaften und seinem geringen Gewicht besonders durch seine gute Griffigkeit dem SchweiBer das Arbeiten erleichtert, was letzten Endes ebenfalls der SchweiBleistung zugute kommt (Bud 38). Auch die ausgestellten Brennschneideinrichtungen lassen beziiglich des Verfahrens in diesem Jahre nichts neues er- kennen. Allerdings .haben die Konstrukteure hier auf Verein- fachung der Anwendung und Rationalisierung des Arbeits- vorganges hingearbeitet. Zu den bereits im vergangenen Jahre erwahnten Klein- schneidmaschinen sind nun auch solche vom Autogenwerk Sirius GmbH., Dusseldorf, und den Weber-Werken Siegen, letztere in Weiterentwicklung nach noch kleinerem Eigen- gewicht, gekommen. Die Rationalisierung des Schneidvorganges wurde an Maschinen gezeigt, die es gestatten, Schnitte auch groBer Abmessungen selbsttatig durch unmittelbares Abtasten von e) Zahn: SchweiBwandler ftir Drehstromanschlu6 mit symmetrischer Netzbelastung. Werkst. u. Betr. 84 (1951) S. 241 (Heft 6). Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 84. Jahrg. 1951, Heft 7 Schweip'en, Schneiden and Erudirmen 295 BiId 41. Dreikammerbrenner (DP) (F. Kiippersbusch & Sohne AG., Gelsen- kirchen) Zeichnungen auszufiihren. Die Ultra-Rex- Schneidmaschine der Kfellberg-Eberle GmbH., Frankfurt a. M., fiihrt dies voll- automatisch durch fotoelektrisches Abtasten aus. Zum Ab- tasten dient em n Lichtpunkt, der genau auf Innen- oder AuBen- kante der Zeichnungslinie eingestellt werden kann und iiber Fotozellen und gittergesteuerte Rohren arbeitet. Die Brenn- schneidgeschwindigkeit laBt sich von Null bis zu einem Hochst- wert stufenlos einstellen, wofiir eine elektronische Regel- einrichtung vorhanden ist. Durch em n geeignetes Dreibrenner- system konnen mit der Maschine unmittelbar auch fiir X-Nahte geeignete Kanten mit dazwischen liegender Nase (Wurzel) geschnitten werden (Bild 39). Eine neue Maschine tragbarer Bauart mit zwei l3rennern ist fiir die Herstellung von genau parallelen Blechstreifen bis zu 1000 mm Brejte und unbegrenzter Lange entwickelt worden, wobei Schnittkanten unter beliebigen Winkeln bis zu 450 Neigung nach beiden Seiten ausgefiihrt werden konnen. Die ebenfalls lichtelektrisch gesteuerte, vollautomatische Brennschneidmaschine der Firma F. Schichau AG., Bremer- haven, deren in der Mitte der Maschine angeschlossenes Schalt- pult Bild 40 zeigt, verwendet das von der genannten Firma zusammen mit der Dr. Boger AG., Hamburg, herausgebrachte optische AnreiBverfahren. Sic arbeitet unmittelbar von einem 4,5 x 12 cm groBen Negativ der Strichzeichnung im Verhaltnis 1 : 100. Das Negativ wird im Steuerpult eingesetzt. Es lauft dort auBer dem Abtastlicht em n Schreibstift, der im MaBstab des Negativs die tatsachlich ausgefiihrten Kurven auf einem Papierstreifen aufzeichnet. Fiir Kontroll- und Kalkulations- zwecke ist diese Aufzeichnung wertvoll. Zur Bauweise der Maschinen ist noch zu sagen, daB der auf dem Bild z. T. zu sehende Auslegerbalken nach beiden Seiten weit Ober das Steuerpult auskragt. Es kann also gleichzeitig auf beiden Seiten geschnitten werden und, falls es die BlechgroBen er- lauben, ermoglicht die Anbringung zweier weiterer Brenner die- Ausfiihrung von 4 Schnitten gleichzeitig. Der Geblasebrenner, sowohl wie auch die elektrische Energie, die bei den einzelnen SchweiBverfahren als Warmequelle dienen,' werden in den verschiedensten Formen auch dort zur Warmeerzeugung verwendet, wo ganzlich andere Behandlungs- arten der Werkstoffe in Frage stehen. DaB die Neuentwick- lurigen in dieser Hinsicht mehr auf dem Gebiete der Elektro- technik liegen, ist verstandlich. Trotzdem erf ahrt auch der Gasbrenner immer noch Verbesserungen, sei es in bezug auf wirtschaftliche Ausnutzung der l3renngase, oder hinsichtlich der Anwendbarkeit solcher Gerate. Der in Bild 41 gezeigte Dreikammerbrenner der Firma F. Kiippersbusch & &gine AG., Gelsenkirchen, vermischt mit dem Brenngas die nach dem Injektorprinzip angesaugte Luft, zweigt aber auBerdem eine gewisse Luftmenge insofern sehr giinstig ab, als jede einzelne Bild 42. Ringschwenkbrenner (Autogenwerk Sirius GmbH., Dusseldorf) Bild 43. Vergiitungsanlage fur Wellenstticke (DEW mbH., Remscheid-Hasten) Elotherm-Gesellschaft Flamme mit geniigend Luft umhiillt ist und in alien Fallen vollkommene Verbrennung und damit restlose Ausnutzung des Heizwertes der Brenngase erfolgt. Einen fiir Propan, Leuchtgas und Azetylen gleich gut ge- eigneten Ringschwenkbrenner nach Bild 42 hat das Autogen- werk Sirius GmbH., Dusseldorf, herausgebracht. Mit ihm lassen sich Rohren zu den verschiedensten Zwecken, sei es zum Nach- vergiiten von SchweiBnahten, zum Nachrichten oder zum Biegen in einfacher und wirtschaftlicher Weise erwarmen. Die Gasgeblaseflamme zur Erhitzung von Werkstiicken fiir die nachfolgende Hartung verwendet die Pyrodur, Vereinigte Htirtemaschinengesellschaft m.b.H., Frankfurt a. M., nunmehr auch in besonderer Ausbildung zum Innenharten von Kurven an Kurvenscheiben und verschafft ihrem seit Jahren ge- pflegten Verfahren damit weitere ,Anwendungsmoglichkeiten. Neben der Flammenhartung hat sich in den letzten Jahren auch in Deutschland die Induktionshartung starker durch- gesetzt. Kleine Massenteile fiir die Schreibmaschinenfertigung hartet die Schoppe 6- Faeser GmbH., Minden/Westf., mit einem besonderen Harteapparat im Durchlaufverfahren. Dabei wurden ? und hierin liegt eine hervorragende Ausnutzung dieses Verfahrens ? die Werkstiicke nur ortlich auf Mite- temperatur gebracht, so daB sic beim nachfolgenden Ab- schrecken nur an den gewiinschten Stellen gehartet waren. Auch um Vergiitungsgliihen ist die Erwarmung mit induk- tivem Strom geeignet, wie die in Bild 43 wiedergegebene Anlage der DEW Elotherm GmbH., Remscheid-Hasten, veranschaulicht. Zur Erviarmung anderer Werkstoffe und zu ganz anderen Zwecken dienen ebenfalls hochfrequente Strome. So haben die Himmel-Werke, Tubingen, einen Hochfrequenzvorwarmer ge- baut, der der Erwarmung von Kunststoffpramassen djent. Eine induktive Erhitzung ist hier nicht mOglich, die Anlage arbeitet kapazitiv. In 1 Minute Anwarmzeit werden jeweils 150 ... 800 kg Einsatzgewicht bewaltigt. Die Hochfrequenz- strome werden durch Rohren erzeugt und gesteuert. - Fiir die Erwarmung von Stoffen auf niedrigereTemperaturen, z. B. zum Trocknen, Vorwarmen, Vordampfen, Backen, Heizen mid Vulkanisieren, wird immer mehr die Infrarotstrahlung angewandt. Der von der A EG hierfiir herausgebrachte Rohren- strahler ist neu durch seine hohen Leistungen (1 kW) und die grof3en Abmessungen der Rohren (rd. 500 mm). Die Erwarmung von Werkstoffen unter Verwendung von Geblaseflammen oder elektrischen Wicklungen fiir das Metall- spritzen nach dem Verfahren von Schoop ist seit Jahrzehnien bekannt. Es mull aber auch hier eine Neuentwicklung in bezug auf die .Gerategestaltung erwahnt werden, namlich das Metall- Spritz- und Traggerat der Apparatebau MetallisierUng Uni- versal GmbH., Brunsbiittel-Koog. Das bemerkenswerte dieses Gerates besteht darin, daB auBer der Pistole selbst auch eine Drahtspule mit etwa 5 kg Spritzdraht unmittelbar zur Arbeits- stelle mitgenommen werden kann, womit sich die Anwendung des Gerates an Stahlkonstruktionen ermoglicht. Damit wird dem Verfahren selbst die Einfiihrung als Rostschutzverfahren vielerorts ermoglicht werden. Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 296 C. Stromberger, Ein 1?iichblick auf die Technische Messe Hannover 1951 Werkstatt u. Betrieb Innerbetriebliche Fordermittel Angefangen vom Laufkran bis zu einfachen Wagen und Rollern ist das Gebiet der innerbetrieblichen Fordermittel emn auBerordentlich reichhaltiges. Es wird, angeregt durch stets neu auftretende Forderungen des fertigungstechnischen Be- triebes, sich auch weiterhin immer vielgestaltiger entwickeln miissen. Starke Anregungen sind gerade auf diesem Gebiete dem deutschen Betriebsingenieur von USA gekommen1). Wahrend in dem Bereich der Hebezeuge, sowohl durch leich- Bild 44. Elektroschlepper ?Mull-Mobil" int Einsatz in einer Werkhalle (Hans Still, Motorenfabrik, Hamburg) tere Ausfiihrungen, als auch groBere Geschwindigkeiten, schnelle Wendigkeit, EH- und Feinhubbewegungen bereits vieles geschaffen und in deutschen Betrieben eingebaut ist, ebenso wie auch Forderbander, Rollengange, Wuchtforderer, Rutschen u. dgl. in der vielfaltigsten Art seit Jahren Ver- wendung finden und neuere Konstruktionen im groBen und ganzen Verbesserungen dieser Systeme darstellen, kann man wohl sagen, daB die Flurforderung bei uns erst in letzter Zeit die Pflege erfahrt, die ihr gebiihrt. Mild 45. 1,2 t-Fahrersttz-Elektrokarren mit zusatzlicher Schlepp- ' leistung von (3 t (Hans Still, Motorenfabrik, Hamburg) Elektroschlepper der Hans Still, Motorenfabrik, Hamburg, gestatten das Zusammenstellen mehrerer Wagen zu gleislosen Transportziigen (Bud 44) und dienen einer raschen, anpassungs- fahigen und den Betrieb nicht storenden Flurforderung. Neue Elektrokarren sah man bei derselben Firma (Bud 45) und beim MIAG-Fahrzeugbau-GmbH., Ober-Ramstadt (Hessen). Bei den Fahrersitz-Wagen der letztgenannten Firma wird eine gute Wendigkeit durch neuartige Lenkungsanordnung (DPa.) und durch gleitende Beschleunigung em n feinfiihliges Rangieren ermtiglicht. Der seit langen Jahren auch in deutschen Betrieben einge- fiihrte Hubwagen entspricht dem ganz klaren betriebswirt- schaftlichen Gesetz, daB em n Fordermittel umso besser aus- genutzt ist, je starker die sogenannten Umschlagzeiten heruntergedrackt werden. Auf dieses Gerat hier noch naher einzugehenc eriibrigt sich. Es wird von bekannten Firmen Bild 46. Elektroroller als Transport- und Hilfsgerdt zum Einsetzen eines Keltbaumes in einen mechanischen Webstuhl (Hans Still, Motorenfabrik, Hamburg) in auBerst wendigen, auch far verhaltnismaBig groBe Lasten verwendbaren und in ihren Beladeeinrichtungen den betreffen- den Anwendungsfallen angepaf3ten Formen gebaut. Dem Fach- mann sind die Ausfiihrungsformen der Firmen Steinbock GmbH., Moosburg, und Ernst Wagner, Reutlingen, bekannt und es sei auBerdern auf die Erzeugnisse der Firmen Karl H. Bar- tels, Hamburg-Schenefeld, und C. 6-, W. Sichelschmidt, Volmar- B Id 47. Gabelstapler (Albert Trion Nachfolger, Stuttgart ? Munster) .) Innerbetriebliches FOrderwesen. Heft 3 des Auslandsdienstes des R KW. Carl Hanser Verlag, Munchen 1951. Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 84. Jahrg. 1951, Heft 7 Bereuchtung' 297 . Bilder 48 bis 50. Gabe(stapler (MIAG-Fahrzeugbau GmbH., Oberramstadt/ Hessen) ftir verschiedene FOrderaufgaben stein (Ruhr), hingewiesen. Elektrisch betriebene, .aber von Hand im FuBgangertempo steuerbare Gerate sind die ?Ameise" der Firma Jungheinrich 6, Co, Hamburg, und die Gerate der Firmen Hans Still Motorenfabrik, Hamburg, und Steinbach GmbH., Moosburg. Mit solchen Geraten ist der Wendigkeit und dem raschen Ablauf der Werkstattentransporte auBer- ordentlich viel gedient. Als neue Gerate wird. der die Technische Messe Hannover besuchende Betriebsingenieur ebenfalls die wendigen Stapel- hubforderer gesucht haben, in Ausfiihrungen, wie sie in ameri- kanischen Betrieben verwendet werden. Nachdem im ver- gangenen Jahre bereits die Firmen Hans Still, Motorenfabrik, Hamburg, und Steinbock GmbH., Moosburg (Obb.), solche Gerate bis zu Tragfahigkeiten von 1 t vorfiihrten und sie in der Zwischenzeit verbesserten, zeigte nunmehr die Firma Albert Irion Nachfolger, Stuttgart-Munster (Bud 47), ebenfalls einen Gabelstapler. Audi er arbeitet bis zu Traglasten von 1 t. Sein Antrieb kann elektrisch oder mit Dieselmotor erfolgen. Der neue Gabelstapler des MIAG-Fahrzeugbau-GmbH, Ober-Ramstadt (Hessen); arbeitet bis 2 t Tragkraft. Beispiele fiir seine vielfaltigen Anwendungsmoglichkeiten veranschau-- lichen die Bilder 48 bis 50. Angetrieben werden diese Gabel- stapler entweder mit Elektromotor und Batteriespeisung oder mit luftgekiihltem (VW-) Verbrennungsmotor. Das Hubwerk wird hydraulisch betatigt. Es kann im Stillstand und wahrend der Fahrt arbeiten. Die Triebrader befinden sich an der Last- seite des Staplers, sie sind doppelt bereift. Zur Verbesserung der Fahreigenschaften und der Gangigkeit auch in weniger gutem Gelande tragt :wesentlich die Luftbereifung aller Rader bei. Sicherheit und Wendigkeit werden erzielt durch die breite Spur und den groBen Einschlag der gut gefederten Lenkachse. Wesentlich far die Betriebssicherheit sind auBerdem die Servo- Bremsen an samtlichen Radern. Bei der Gestaltung des be- schriebenen Gabelstaplers ist der Anbau vielgestaltiger Zusatz- einrichtungen beriicksichtigt. Die Tatsache, daB von der MIAG bereits im Jahre 1930 ? wohl friiher als im Ausland ? bereits sogenannte Zinken- hubwagen in grundsatzlich gleicher Art wie die neuen Gerate gebaut wurden, daB aber erst jetzt ? angeregt durch ameri- kanische Vorbilder ? das Interesse f?r solche Gerate allge- meiner wird, kann wohl mar daran liegen, daB vielen Betriebs- ingenieuren die Forderaufgaben und -moglichkeiten seither zu fremd geblieben sind. Wenn auch heute noch in manchen deutschen Betrieben die Einsatzmoglichkeiten moderner Fordermittel von vornherein nicht gegeben sein mogen, so lassen sie sich doch zweifellos vielerorts schaffen. Bild Si. Einachsschlepper(M IAG-Faluzeugbau GmbH., Oberramstadt/Hessen) im Rangierdienst Ein im Rangier- und Schleppbetrieb als Batterie-Fahrzeug seit Jahren gut bewahrtes Gerat, der Einachsschlepper, wurde von dem MIA G-Fahrzeugbau-GmbH., Ober-Ramstadt (Hessen), auf der Messe erstmalig auch mit Antrieb durch luftgektihlten Verbrennungsmotor (VW-Motor) vorgefiihrt. Dem im Bild 51 im Schleppdienst dargestellten Gerat werden sich als Folge seiner wesentlich groBeren Unabhangigkeit weitere An- wendungsfalle erschlieBen. Beleuchtung In einem Bericht iiber neuzeitliche Fertigungsmittel und Fertigungswerkstatten muB die Werkstattenbeleuchtung bei der Bedeutung, die sie fiir die Giite der Arbeit und die Leistungs- fahigkeit der in den Betrieben arbeitenden Menschen hat, eben- falls besprochen werden. Seit Jahren wird die Entwicklung auf diesem Gebiete von fortschrittlichen Betriebsleitern ge- nauestens beobachtet und es ist erfreulich, daB die in Frage kommenden Herstellfirmen stets weitere Moglichkeiten in der Ausnutzung von Lichtquellen und in der Gestaltung von Be- leuchtungskorpern suchen. Die Bumix-Mischlicht-GmbH., Geislingen (Steige), be- schrankt sich auf den Bau von Mischlichtlampen. Diese Licht- quelle zeigt sie in ihrem neuesten Entwicklungsstand so, daB das Verhaltnis der beiden Lichtkomponenten, namlich das rote Licht und das Quecksilberdampflicht, je nach dem vor- herrschenden Bedarfsfalle eingestellt werden konnen. Damit ist eine hervorragende Anpassung dieses Lichtes an die in den Betrieben vorliegenden Notwendigkeiten moglich. Sollte man in Zukunft auch in deutschen Betrieben starker an die An- wendung verschiedener Anstrichfarben gehen, so konnte diese Entwicklung weiter an Bedeutung gewinnen. Bild 52 zeigt das Innere einer mit solchen Leuchten ausgestatteten Werks- halle. Es ist auch wesentlich, daB bei der Entwicklung von Leuch- ten fiir industrielle Zwecke an einen? zweckmdfligen und einfachen Zusammenbau dieser Gerate gedacht wird. Auch Vberwachung und Wartung der Leuchten sollten einfach sein. Hier ist auf die Raster- und Werkleuchten der Novalux-Ges., Koln-Braunsfeld, hinzuweisen. Der zur Erzeugung eines blen- dungsfreien Lichtes bewahrte Raster laBt sich als selbstandiger Teil em- und ausbauen. Zusammen mit den Armaturen sind die Lichtquellen an einem Zwischenboden montiert: wenn dieser Zwischenboden nach unten geklappt wird, sind alle Teile gut zuganglich (Bud 53). Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 298 Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 G. Schaeffeler, Gut losbare Schraubenverbindung Werkstatt u. Betrieb Bild 52. Werkshalle (MAN) mit Mischlichtlampen (Bumix-Mischlicht-GmbH., Bild 54 . Teilbild aus einem GieBereibetrieb, beleuchtet mit Natrium-Dampt- Geislingen (Steige) lampe (Deutsche Philips GmbH., Hamburg) Viele Anwendungsfalle werden nach wie vor der Gliihbirne vorbehalten bleiben. Sie wird von der Osram GmbH., KG., HeidenheimlBrenz, nunmehr wieder als Doppelwendellampe mit groBer Energieausbeute hergestellt. Solche Doppelwendel- lampen stehen als Silikalampen mit milchweiBer, licht-streuen- der Schicht auf der Innenseite des Glaskolbens zur Verfagung. Sic geben em wohltuendes und nicht blendendes Licht. Bild 53. Raster-Werkstattleuchte (Novalux-Ges., Koln-Braunsfeld) EntladungslImpen der gleichen Firma werden jetzt mit geringer Leistungsaufnahme von 20 Watt geliefert. Andere Lampenarten haben mehr oder weniger enge An- wendungsgebiete, so die an sich sehr wirtschaftliche Hochdruck- quecksilberdampflampe, deren blauliches Licht innerhalb der Industriebeleuchtung lediglich far die Beleuchtung von AuBen- anlagen und dort in Frage kommt, wo eine Farberkennung nicht notwendig ist. Das Licht der Natriumdampflampe ist bekannt far das gute Erkennen und Unterscheiden von Einzelheiten, sic ist aber auch dort zu gebrauchen, wo Farbunterschiede keine Be- deiitung haben. Andererseits hat sich diese Lichtart auch im Industriebetrieb in Fallen bewahrt, in denen die Vbersicht durch Qualmbildung gestort ist. Bild 54 ist dem Inneren eines GieBereibetriebes entnommen, der mit Natriumdampflampen der Deutschen Philips GmbH., Hamburg, ausgestattet ist. Man erkennt trotz des Qualmes deutlich die Einrichtungen, Arbeitsgerate und Werkstiicke. Druckfehlerberichtigung: Im 84. Jahrgang, Heft 5, Mai 1951 mull es auf Seite 166 2. Absatz, in der Beschreibung der Einstanderkarussell- drebbank der Maschirtenfabrik Froriep GmbH., RheydtilThld., statt 3,6 ... 80 TJ/min der Planscheibe 3,6...180 II/min und auf Seite 171, rechts oben, erster Absatz, derselben Nummer bei einem Teil der Auflage statt 1500 mm ns Voile 150 mm ins Voile heiBen. Gut ltisbare Schraubenverbindung filr htihere Temperaturen Von Ing. G. Sch aeff eler, M?nchen-Feldmoching Das Losen von Schraubenverbindungen, die hoheren Tern- peraturen ausgesetzt waren, macht oft erhebliche Schwierig- keiten und ist nicht immer ohne Zerstorung der Schrauben moglich. Fin gutes Mittel, das durch den EinfluB h?herer Tempera- turen verursachte Festsitzen zu verhindern, ist die Nitrier- hartung. Nitrierschichten entsprechend legierter Stalle sind bekanntlich sehr hart, verhaltnismaBig gut korrosionsfest und behalten ihre Harte ? bis zu Temperaturen von rd. 5000 C ? auch in der Warme bei: Man mull allerdings der Sprodigkeit der Nitrierschichten Rechnung tragen und darf daher nur die Muttern, nicht dagegen starker auf Zug beanspruchte Schrau- ben nitrieren, weil diese infolge der geringen Dehnfahigkeit der Nitrierschicht leicht anreiBen und im Betrieb Brache ver- ursachen wiirden. Bei sehr gering beanspruchten Schrauben, die auch beim Anziehen der Schraubenverbindung keine be- sonderen Zugkrafte aufzunehmen brauchen, besteht jedoch keine Gefahr. Die Erfahrung wurde mitSchraubenverbindungen an Ab- gasturbinen gemacht, welche mehrere 100 Stunden im Betrieb waren und sich danach ohne jede Schwierigkeit Ibsen lieBen, wahrend and'ere Mittel, einschl. verschiedener far diesen Zweck empfohlener Graphitpasten, versagten. Es handelte sich urn Stiftschrauben M 10 aus 50 Cr V 4 vergatet auf -90... 110 kg/ mm2 Festigkeit, deren zugehorige Muttern nitriert wurden. Bereits beim probeweisen Nitrieren von Muttern aus un- legiertem Stahl, der far das Nitrieren an sich nicht geeignet ist, wurde wider Erwarten eine wesentliche Verbesserung erzielt. Die besten Ergebnisse erhielt man aber mit Muttern aus Chrom-Vanadium-Vergatungsstahl 50 Cr V 4, bei dem durch das Nitrieren Oberflachenharten von etwa 600 HV, oder mit Al.-freien Nitrierstahlen, bei denen Oberflachenharten von etwa 700 HV erreicht werden. Von der Verwendung Al.-haltiger Nitrierstahle wurde abgesehen, well sic im allgemeinen sehr harte, aber auch besonders sprode Nitrierschichten ergeben, so daB ein Abplatzen der Gewindespitzen und dadurch emn Fressen der Schraubenverbindung befiirchtet werden muBte. Aus demselben. Grunde sollte die Nitrierschichtdicke nicht mehr als 0,05 mm betragen. .Diese Erfahrung 15i3t erwarten, daB das Nitrieren bei rich- tiger Anwendung auch an anderen Stellen, wo Schraubenver- bindungen der Einwirkung hoherer Temperaturen ausgesetzt sind, gute Ergebnisse liefert. 2078 A Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 84. Jahrg. 1951, Heft 7 F. Rainbow, Fotografische Ermittlung der Geschwindigkeiten usu.). 290 Fotografische Ermittlung der Geschwindigkeiten bei geradliniger Bewegung Von Friedrich-Karl Rambo w, Hamburg Im Rahmen einer groBeren Untersuchung an einer voll- hydraulischen Tischhobelmaschine ergab sich die Frage nach der Gleichformigkeit 'der Tischbewegung, d. h. der Schnitt- geschwindigkeit. Es kommt im Betrieb haufig vor, daB eine Hobelmaschine Werkstiicke mit unterbrochenem Schnitt be- arbeiten mull Deshalb wurde auch fiir die Untersuchung emn kammartig ausgespartes Werkstrick (Bud 1) gewahlt. Die Beobachtung ergab, daB der Tisch bei jedem neuen Anschnitt sehr starke Geschwindigkeitsverluste erlitt, urn dann nach beendetem Schnitt sich wieder auf seine Leerlauf- geschwindigkeit zu beschleunigen. Diese Schwankungen der Tischgeschwindigkeit lieBen sich mit den normalerweise zur Verfilgung stehenden Mitteln, z. B. Tachometer und Stoppuhr, nicht erfassen. Da diese Gerate zu trage sind, kann man ihre Bild 1. Hobelmaschinentisch mit Versuchs-Werksttick ? a Maschinentisch, b Hobelstahl, W Werkstikk Maergebnisse nur als Mittelwerte ansehen. Urn zu einem exakten Ergebnis zu kommen und auch kleinste Schwan- kungen der Geschwindigkeit festzuhalten, wurde die Tisch- bewegung mit der in Bild 2 gezeigten Versuchsanordnung fotografisch aufgenommen1). Mit dem Hobelmaschinentisch fest verbunden ist eine Lampe C. Diese Lampe fiihrt die hin- und hergehenden Be- wegungen des Tisches mit aus und wurde auf der Platte einer stillstehenden Kamera einen waagerechten Strich erzeugen. Wie aus Bild 2 hervorgeht, ist die Kamera urn eine waagrechte Achse schwenkbar. Bei hin- und hergehender Bewegung der Lampe C und gleichzeitigem Abwartsschwenken der Kamera wird daher kein waagerechter, sondern em n schraz nach Oen verlaufender Strich entstehen. Setzt man eine gleichmaBige Bewegungsgeschwindigkeit fiir das Schwenken der Kamera voraus, so gibt die Neigung des entstehenden Kurvenzuges Bild 2. Versuchsanordnung a Hobelmaschinent'sch, b Hobelstahl, c am Maschinentisch befestigte Lampe, d feststehende Lampe, e Schlitzscheibe, / Kamera Vgl. such: Frede, W.: Fotografische MeStechnik im em n Mat) f tir die vorherrschende Tischgeschwindigkeit; gleich- bleibende bzw. veranderliche Neigung lassen auf gleichformige bzw. veranderliche Tischgeschwindigkeit schlieBen. Urn dariiber hinaus zu absoluten Werten fiir die Tisch- geschwindigkeiten zu gelangen, ist es erforderlich, gleichzeitig eine Zeitskala aufzunehmen. Hierzu wird das Bild einer zweiten, feststehenden Lampe d festgehalten. Das Schwenken der Kamera ruft von dieser Lampe eine senkrecht verlaufende Spur hervor. Wird aber vor die feststehende Lampe eine mit bekannter Drehzahl rotierende Scheibe gebracht, die dem Licht nur durch einen Schlitz Durchtritt gestattet, so ent- stehen auf der fotografischen Platte lediglich Punkte der erwahnten senkrechten Spur, deren Abstande deft gewiinschten ZeitmaBstab ergeben. 1st die Drehzahl der Schlitzscheibe n 107221 W98 Bild 3. Auswertung aufgenommener Bilder a Spur der auf dem Tisch mitfahrenden Lampe, b unterbrochene Spur der feststehenden Lampe Uimin, so bedeutet der Abstand zweier Lichtpunkte die Zeit = min. Nach Bild 3 ergibt sich dann die Geschwindigkeit der hin- und hergehenden Lampe, d. i. die Tischgeschwindigkeit zu v = sit [m/mm]. Die Genauigkeit der Messung ist von verschiedenen Ver- suchsbedingungen abhangig. Die Ermittlung der Drehzahl der Schlitzscheibe muB einwandfrei erfolgen. Bei den be- schriebenen Untersuchungen erfolgte sie iiber eine Zeit von 3 min mit Hilfe eines Stroboskopes von Zeiss. Die beiden Lampen sind so angeordnet, daB sie sich auf die Mattscheibe in gleicher Hohenlage abbilden, damit aus der Aufnah me fest- zustellen ist, welche Punktabstande zu den auszuwertenden Wegstrecken gehoren. Dies urn so mehr, als das Schwenken der Kamera_von Hand vorgenommen wurde, wodurch kleine t\1 .4-- Rithlrlauf Weg Bild 4. Aufnahme der Tischgeschwindigkeiten im Leerlauf Maschineneinstellung: Vorlauf : va = 20 m/min Rticklauf: ye = 60 m/min Auswertungsergebnisse: Vorlauf: va = 24,95 m/min Riicklauf: yr = 70,6 m/min Umsteuerzeit: tu = 0,562 s Maschinenbau. Werkst. U. Betr. 83 (1950) S. 465. Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 300 P. Hettler, Neuartige Feinstbohrstangen Werkstatt u. Betrieb 11772.5 r-- L.J L. Li ! Weg Bild 5. Aufnahme der Tischgeschwindigkeiten beim HobeIn Werksttick nach Bild 1; StC 45.61 Maschineneinstellung: Spanquerschnitt: q = 12 x 1,3 mna, Vorlauf : va = 20 in/mmn Rticklauf : vr = 60 m/min Auswertungsergebnisse: Vorlauf : va max = 30,88 m/min Riicklauf : Umsteuerzeit: va min = 8,29 m/min va mittel = 23,48 m/min vr = 76,6 m/min tu -= 0,58 s Ungleichformigkeiten der Schwenkgeschwindigkeit unver- meidbar sind._ Die durch die bei groBeren Tischwegen ein- tretende kleine Verzerrung der Weglange konnte vernach- 1 ass igt werden. Als Kamera wurde em n 9 x 12-Apparat, Blende 4,5, Brenn- weite 13,5 cm benutzt. Es haben sich lichthofffreie Platten 19/10? DIN bewahrt. Far die beiden Lichtquellen, die sich in 2,5 m Entfernung von der Kamera befanden, dienten Stab- Taschenlampen mit abgenommenen Reflektoren und besttickt mit Gliihbirnen 3 V, 0,3 A. Die vor der feststehenden Lampe laufende Schlitzscheibe war eine Pappscheibe mit rd. 200 mm Dmr. und 24? Ausschnittwinkel. Sie wurde mit einer elek- trischert Handbohrmaschine mit n = 396 lymin betrieben, so daB der Zeitraum zwischen zwei Punkten t1 = 0,1516 s und die Belichtungszeit eines Punktes T =-- 0,01 s betragt. Bei der Durchfiihrung der Versuche war es nicht notwendig, den Raum v011ig zu verdunkeln. Es wurde abends, bei kunst- licher Beleuchtung gearbeitet, und die im Einfallwinkel der Kamera liegenden Beleuchtungskorper wurden ausgeschaltet. Zur Messung werden die Platten wahrend eines Doppelhubes der Maschine belichtet. Die Auswertung der Platten erfolgt entweder im Original, oder genauer dadurch, daB die Platte wieder in die Kamera eingesetzt und auf em n mit Millimeter- papier bespanntes ReiBbrett projiziert wird. Unter Beriick- sichtigung des AbbildungsmaBstabes kann dann die Kurve graphisch differenziert werden.. Damit ist es moglich, die Geschwindigkeit in jedem Punkt nach der Formel ds vo = zu berechnen. Aus den Geschwindigkeiten zweier nahe bei- einanderliegenden Wegstrecken und der Zeit, die zu dieser Geschwindigkeitsanderung erforderlich ist, laBt sich dann auch die Beschleunigung bzw. Verzogerung berechnen nach dv bo = ?dt Etwas vereinfacht wiedergegeben zeigen die Bilder 4 und 5 zwei durchgefithrte Aufnahmen, und zwar einmal im Leerlauf, zum anderen unter Last. Die her dargestellten Ergebnisse lassen die Brauchbarkeit des MeBverfahrens erkennen, sie sollen nichts aussagen fiber die zu wahlenden zweckmaBigen Arbeitsbedingungen. 1772 A Neuartige Feinstbohrstangen Zum. Feinstbohren von Zylindern, Pleuellagern, Kolben- bolzenlochern, Lagerschalen, Spindelfiihrungen u. dgl. stellt man heute Feinstbohrstangen her, die sich nicht nur durch genaues Arbeiten, sondern auch durch einfachste Einstell- moglichkeit auszeichnen. Bei der lifer beschriebenen Ausfilh- rung ist es z. B. moglich, mit Hilfe einer Mikrometerschraube das Schneidwerkzeug auf 1/1000 mm- genau zuzustellen. Bild 1. Feinstbohrstange a Nitrierter Zentrierkorper fur Kornerspitze, b Bohrstange, c Mikrometer- schraube, d Langsverschiebbarer Ring, e Mitnahmeschraube, I Gegenmutter, g Stellkeil, h Fiihrungshillse, i Halteschraube, 8 FederverschluBschraube, 1 Feder, In Federstift, n Schraube zur Grobeinstellung, o Werkzeugeinsatz, p Feststellschraube Die Funktion des Werkzeuges geht aus Bild 1 hervor. Der in die Bohrstange eingelassene Werkzeugeinsatz o wird durch einen Stellkeil g radial verstellt, der wiederum durch eine auf die Bohrstange aufgeschobene Mikrometerschraube c in axialer Richtung bewegt wird. Das Verschieben des in einer Nute der Bohrstange eingelassenen Stellkeils erfolgt iiber einen mit dem Keil verschraubten Ring d, der von beiden Seiten, einmal von der Mikrometerschraube und andererseits von einer Gegenmutter f fixiert wird. Am anderen Ende des Keiles ist eine starre HUlse h itber die Bohrstange geschoben und ebenfalls durch ? Schrauben befestigt. Auch die Rtickfahrung des Werkzeugeinsatzes erfolgt selbst- tatig durch einen seitlich angreifenden Federstift m, der gegen die Unterkante der Grobeinstellschraube n driickt. Wahrend des Arbeitens wird der Einsatz mit der Schraube p iiber ein Messingdruckstack fixiert. Die in Bild 2 gezeigte Ausfiihrung enthalt zusatzlich noch einen grob einstellbaren Vorbohrer, so daB Grob- und Feinst- bearbeitung in einem Zuge moglich werden. Die Bohrstange Bild 2. Bohrstange fiir Grob- und Feinstbearbeitung Bild 3. Fliegend eingespannte Bohrstange wird zwischen den Spitzen eingespannt, wofiir an den Enden besonders gehartete Zentrierkorper eingesetzt sind. Daneben gibt es noch eine zweite Ausfiihrung nach Bild 3, die fliegend im Bohrwerk oder in die Lehrenbohrmaschine mittels konischem Schaft gespannt wird. Der Werkzeugein- satz ist am unteren Ende der Stange gelagert,. so daB auch Sacklocher ausgebohrt werden konnen. Da em n langgestreckter Keil wie beim ersten Modell nicht unterzubringen ist, kann mit der Mikrometerschraube nur auf 5/1000 mm genau einge- stellt werden. Die Werkzeugeinsatze sind entweder mit Diamant oder mit Hartmetall bestiickt. Diamantwerkzeuge eignen sich nur far NE-Metalle, Leichtmetalle, Kunstharze und GrauguB. Far Stahl kommt nur Hartmetall in Frage. Ing. Paul Hettler, Stuttgart 1336 A Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 84. Jahrg. 1951, Heft 7 H. Bialer, Einsatzhartung 301 Einsatzhartung Bericht iiber die deutsche Entwicklung 1939-1946 Von Professor Dr.-Ing. Hans Biihler, Saarbriicken Die Entwicklung der Einsatzhartung in Deutschland 'kurz vor und wahrend des Krieges 1st gekennzeichnet durch die Einfiihrung der Cr-Mo- Und sparer der Cr-Mn- Einsatzstahle [1]. Gleichzeitig hiermit ging das Bestreben dahin, die zunachst allenthalben uneinheitlichen Ansichten iiber Wirkung und GesetzmaBigkeiten bei den verschie- denen Arbeitsweisen zu klaren, wobei dem Vergleich der verschiedenen Aufkohlungsarten groBte Beachtung ge- schenkt wurde. A. Slattenschek [2, 3, 4] unterzog die Gesetze der Diffusion bei der Aufkohlung im Pulver und im Salzbad einer eingehenden Betrachtung. Nach seinen Feststellun- gen gentigen im auBersten FaIle nur zwei Kohlungsver- suche, urn eine Stahl-Charge in ihrem Aufkohlungsver- halten unter allen tiberhaupt moglichen Bedingungen ein- deutig zu kennzeichnen. Die Aufkohlung im Pulver und im Salzbad liefern Kohlungskurven, die durch die Diffusions- gesetze darstellbar .sind. Durch die vorgeschlagene, theo- retisch begrandete Prlifung der Einsatzstahle und der Kohlungsmittel werden objektive und vergleichbare Kenn, werte f?r das Aufkohlungsverhalten gegeben. l3ie prak- tische Anwendung dieser grundlegenden Untersuchungen bringt bedeutende technische und wirtschaftliche Vorteile gegentiber der friiher iiblichen subjektiven Behandlung dieser Fragen. Auf die Einfachheit und Niitzlichkeit der von A. Slattenschek [4] vorgeschlagenen Kurzprtifver- fahren sei besonders hingewiesen. Obergang von Chrom-Nickel-Stahlen auf die Chrom- Molybdan-Stahle ergab, daB letztere nicht nur mit wirt- schaftlichen Vorteilen bei hoher Temperatur gekohlt wer- den konnen, sondern, daB auch unmittelbares Abschrecken aus dem Einsatz ohne weitere Temperaturbehandlung trotz des groben Geftiges meist einwandfreie Ergebnisse liefert. Diese einfache Warmebehandlung, die vordem in Deutsch- land abgelehnt wurde, in USA allgemein iiblich war, setzte sich sparer also auch hier durch. Der Obergang auf die kohlenstoffreichen Einsatzstahle erforderte langere Kohlungsdauern als bei den friiheren Einsatzstahlen. Bei Einsatztrefen iiber etwa 1,6 mm besteht bei diesen Stalllen die Gefahr der Oberkohlung der Rand- zonen wegen der zu langen Einsatzzeiten. Die wahrend des Krieges in Deutschland eingefahrten Cr-Mn-Einsatzstahle lieBen sich ohne Schwierigkeiten be- handeln und kohlen, solange Einsatztiefen bis zu etwa 1 mm erzielt werden sollten. Als Kohlungstemperatur hat sich hierbei 9300 C bewahrt. Weiter hat es sich als zweck- maBig erwiesen, die Werkstacke unmittelbar nach der Kohlung in heiBem 01 oder im Warmbad abzuschrecken: Werden groBe Einsatztiefen gefordert, so empfiehlt es sich, den KohlungsprozeB zu unterteilen und em n ?Ver- teilungsglahen" einzuschalten [5]. Die Verteilungsglfi- hung bewirkt eine gleichmaBigere Verteilung des einge- wanderten Kohlenstoffes zum Inneren him bei gleichzerti- : gem Abbau des Kohlenstoffgehaltes in den Oberflachen- zonen unter Vermeidung von Karbiden. Wird bei der vorgesehenen Warmebehandlung eingesetzter Werkstacke eine Zwischengliihung zur Beseitigu.ng von Restaustenit in den Randzonen angewandt, so wird .diese Zwischen- glahung durch die Einschaltung der geschilderten Ver- teilungsgliihung aberflassig, da die Verteilungsglahung in den Randzonen den Kohlenstoffgehalt soweit herab- setzt, daB die Neigung zur Restaustenitbildung him- fallig wird. Durchweg kann man bei den Stabler' EC 80 und EC 100 his zu 1 mm tief und bei ECMo 200 his etwa 0,8 mm tief kohlen ohne eine Verteilungsglahung als Zwischenbehandlung der Kohlung vorzunehmen. Bei den niedriglegierten Stahlen, z. B. EC 60 und EC 80, hat man mit Ferritausscheidungen im Kern zu rechnen. Abhilfe kann hier die bekannte Doppelhartung bringen, die jedoch immer wieder die Gefahr des Harteverzuges mit sich fiihrt. Schon bei Einfahrung der Cr-Mo-Stahle zeigte sich storend im Betrieb die Eigentamlichkeit, die alien chromhaltigen, nickelarmen Baustahlen anhaftet, das leichtere Verzundern und Entkohlen. Diese "Ind andere Grande trugen dazu bei, dem Einsatz in fliissigen Koh- lungsmitteln, den Salzbadern, vielfach den Vorzug zu geben, wozu natarlich nicht zuletzt auch die bessere Ein- haltung genauer Temperaturen der Salzbadofen insbeson- dere bei ungeschultem Personal den Ausschlag gab. Auch die Arbeiten von P. Birk [6] sind der Vermeidu.ng der Entkohlung der Randzonen bei der Zementation in Pulvern gewidmet. Als Abhilfe wird hier u. a. nach der Kohlung eine moglichst schnelle Abkiihlung auf Tempera- turen unter 7000 C vorgeschlngen, sowie weiter entspre- chende Aufheizung auf Hartetemperaturen in ?Mitteln, die eine Entkohlung nicht zulassen. H. Staudinger [7] zeigte durch seine Untersuchungen an Stahl EC 80, dal3 gemessen am.Harteverlauf, dem Ver- zug nach dem Harten, der Gefageausbildung, der Bear- beitbarkeit und der Dauerfestigkeit die Pulver- und Salz- badaufkohlung als gleichwertige Einsatzverfahren zu be- zeichnen sind. Wie schon erwahnt, wurde auch dem Studium des Wer- tes einer Zwischengliihung eingehende Beachtung ge- schenkt. Gerade in diesem Punkt bestanden in der Fach- welt verschiedene Meinungen und Unklarheiten. Nach be- trieblichen Erfahrungen und Untersuchungen hat das Zwi- schenglahen nur dort einen Sinn, wo man nach dem Auf- kohlen em n sehr weiches Geftige benotigt, wenn man z. B. nach dem Aufkohlen noch bearbeiten mull. Weiter 1st die Zwischengliihung dort anzuwenden, wo. sehr bestandiger Restaustenit vorliegt. Es 1st zu beracksichtigen, daB auch bei der Erwarmung zur SchluBhartung beim Durchlaufen des Temperaturbereiches urn Ac3 im beschrankten Urn- fang, merst jedoch nur bei schwachlegierten Stahlen, Austenit zum Zerf all gebracht wird. Bei holier legierten Stahlen bleiben groBere Mengen Restaustenit erhalten und verursachen nach dem Abschrecken bei der SchluBhartung weiche Haut und grobes Randgefage, vielfach falschlich als Entkohlung gedeutet. Diese Austenitschicht ist oft der AnlaB zu Schleifrissen. Nachstehende Aufstellung gibt einen Anhalt far die Anwendung einer ZwisChengliihung bei den in Deutschland tiblichen Stahlsorten [8]. Stahl Zwischengliihen StC 10.61 StC 16.61 St 34.11 nicht notwendig EC 30 EC 60 EN 15 selten nOtig EC 80 oft unnatig ECMo 80 gegebenenfalls 1/...1 h bei 680? C ECMo 100 bei kraf tiger Kohltmg oft notwendig EC 100 I/2 .. .2 h bei 680? C Flieg 1409 vielfach schon bei schwachem Einsatz ECN 35 notwendig ECN 45 3i ...4 h Glithzeit bei 630? C Die unteren Zeiten, die hier angegeben sind, haben sich bei Einsatztiefen von etwa 0,5 his 0,8 mm turd die oberen Zeiten von 1,2 bis 1,5 mm Kohlungstiefen bewahrt. Diese bei Zwischengliihung in Salzbadern gemachten Er- fahrungen sind bei Zwischengliihungen in der Muffel urn 500/0 ohne Verpackung und urn 1000/o mit Verpackung zu erh?hen. Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 302 H. Bdhler, Stahlhartung durch Abschrecken im W arrnbad ? Das OCe-Verfahren Werkstatt u. Betrieb Gleichzeitig mit der starkeren Abwendurig von den festen Kohlungsmitteln zu den fliissigen setzte in Deutschland kurz vor dem Kriege auch die Anwendung der gasformigen Kohlungsmittel em, die in USA schon seit langerer Zeit Anwendung gefunden hatfen. Nach Inbetriebnahrne der Hydrierwerke standen f?r diesen Zweck Propan und Butan zur Vertilgung, welche an Stelle des frilher schon be- nutzten Leuchtgases traten. Diese Arbeitsweise mit gas- formigemEinsatz gestattet es, den Vorgang des Einsetzens auch im FlieBverfaliren unter Anwendung von Durchlauf- Men einzufiihren, wie sie bereits frillier in England und Frankreich benutzt wurden. E. Schmidt [9] zeigte, daB im Vergleich zur Pulverauf- kohlung zwecks Erzielung der gleichen Kohlungsverhalt- nisse nur die halben Einsatzzeiten notwendig sind. Vorteile des gasformigen Einsatzes sind die giinstige Regelbarkeit von Gaszufuhr und Temperatur und mithin des gesamten Aufkohlungsprozesses. Die Anschaffungskosten der Spe- zialofen zur Gaskohlung sind zwar h?her als die Einrich- ? tungen fur die anderen Verfahren. Die Billigkeit der ge- ringen erforderlichen Gasmengen, sowie die Abkiirzung des Kohlungsprozesses bringen Ersparnisse von 30 bis 600/o. Bei Zuleitung von Ammoniak zu den Kohlungsgasen k?n- nen die gleichen Wirkungen wie bei den Zyansalzbadern erzielt werden, wobei die Behandlungstemperaturen nied- riger ? etwa 8000 C liegen als bei der reinen Auf- kohlung. Das Mischungsverhaltnis Kohlungsgas zu Ammo- niak und mithin die Bildung von Karbiden und Nitriden kann bei dieser ?trockenen Zyanhartung" wahlweise be- einfluBt werden. Qualitativ sind die drei Arbeitsweisen bei richtiger Aus- fiihrung gleich. Das Arbeiten mit Pulvern ist em n alt.. bewahrtes Universalverfahren, das sich vielfach mit ein- fachen Mitteln und auch an den groBten Werkstiicken durchfithren laBt, wenn normale Ofeneinrichtungen vor- handen sind. Das Arbeiten mit Salzbadern und Gasen er- fordert zwar Sondereinrichtungen, die jedoch bei Serien- fertigung ungeheuere Vorteile bieten. SChrifttum 1. H. Vofl: Stahle ftir Einsatzhartung. Ferrous Metallurgy 2 (1948) S. 148/50. ? Siatteiischek: Die Anwendung der Diffusionsgesetze far das Aufkohlen von Stahlen. Harterei-Techn. Mitt. 1 (1942) S. 85/135. ? 3. A. Slattenschek: Die Gesetze der Diffusion bei der Aufk6hlung im Salzbad mid iri Pulver. Harterei-Techn. Mitt. 2 (1943) S. 110/28. 4. A. Slattenschek: Kurzverfahren zur Ermittlung der KenngroBe des Werkstoffes und der Kohlungsmittel fur die Aufkohlung. Harterei-Techn. Mitt. 3 (1944) S. 99/121. ?5. C. Albrecht: Die Warmebehandlung sparstoffarmer Stahle in elektrischen Salzbadofen. Schweiz. Arch. angew. Wiss. Techn. 8 (1942) S. 322/28; Elektro- warme 11 (1941) S. 101/06. ? 6. P. Birk: Die Ursache der Entkohlung bei der Zementation im Einsatzhartepulver und bei der Erwarmung auf Harte- temperatur. Techn. Zbl. prakt. Metallbearb.. 53 (1943) S. 12/14 .und 41. ? 7. H. Staudinger: Vergleichende Untersuchung tiber Einsatzhartung und Verzug bei Pulver- und Salzbad-Aufkohlung von EC 80. Fertigungstechn. 1944 S. 14/16. ? 8. K. Winterer: Das Zwischenglithen von Einsatzstallen. Dur- ferrit-Hausmitt. 11 (1944) S. 25/29. ? 9. E. Schmidt: Die Gaskohlung. Harterei- Techn. Mitt. 2 (1943) S. 123/31.. 1151A StahlhHrtung (lurch Abschrecken im Warmbad Das OCe-Verfahren Von Professor Dr.-Ing. Hans Biihler, Saarbriicken Das OCe-Verfahren [1] wurde vor dem Kriege als Verfahren zur Oberflachenhartung von Stahl entwickelt. Es hat wahrend des Krieges in Deutschland neben anderen Oberflachenhartungsverfahren insbesondere bei der Be- handlung von Zahnradern, Zahnstangen, verzahnten Kupp- lungen, Schiebewellen, Schiebemuffen und Bauteden ahn- licher Form Anwendung gefunden, also bei Teilen, fur welche die Forderung gestellt wurde, an durch Reibung beanspruchten Flachen glasharte Oberflache bei zahem Kern aufzuweisen. Der Name des Verfahrens ist aus den Anfangsbu.ch- staben der beiden Worte ?Ohne Cementation" gebildet und deutet damit an, daB das Verfahren ohne em n Ein- setzen, also ohne Zementation, arbeitete. Vom Standpunkt der Warmebehandlungstechnik unterscheidet sich das OCe-Verfahren von den anderen Verfahren zur Oberfld- chenhartung von Stahl wie folgt. Bei der Flammenhartung, der Induktionshartung und der Tauchhartung wird das Werkstiick vor der beschleu- nigten Abkiihlung ganz oder nur teilweise an der Ober- flache auf Hartetemperatur erhitzt. Diese Oberflachen- hartungsverfahren finden hauptsachlich nur Anwendung an vorher vergiiteten Werkstiicken. Bei der Flammen- hartung und der Induktionshartung werden meist nur die erhitzten Oberflachenstellen zur Hartung abgeschreckt, bei der Tauchhartung wird der gesamte Korper in das Ab- schreckbad getaucht. Bei der OCe-Hartung wird das bis in den Kern .er- warmte Werkstiick als Ganzes abgeschreckt, wobei gleich- zeitig mit der Oberflachenhartung eine Kernvergiitung be- wirkt wird. Kennzeichnend und maBgebend f?r diese bei- den mit einer einzigen Warmebehandlung erzielbaren Wir- kungen ist die Abschreckung in einem Tauchbad von etwa 2000 C und anschlieBender Abkiihlung auf Raum- temperatur an ruhiger Luft. Die Erzielung der gewiinsch- ten Wirkung einer glasharten Oberflache bei zahem Kern der Werkstiicke ist nicht nur von der geschilderten Warmebehandlung abhangig, sondern auch an den ver- wendeten Werkstoff gebunden. Die fur das OCe-Verfahren geeigneten Statile wiesen im Laufe der Entwicklung bei einem mittleren C-Gebalt von 0,80/0 einen V-Gehalt von etwa 0,10/0 auf. Die Ab- stufung der Einhartungstiefe wurde durch den Mn-Gehalt geregelt. AuBer dem V-Gehalt, der die Aufgabe hat, den Stahl feinkornig zu machen und dem Mn-Gehalt, der hier zur Regelung der Hartungstiefe benutzt wird, waren Chrom und Nickel nur soweit im Stahl, wie sie unver- meidlich im Schrott vorhanden waren. Geht der Cr-Ge- halt fiber em bestimmtes MaB hinaus, so wird seine Anwesenheit durch Anderung des Mn-Gehaltes ausge- glichen [2]. Bei Schaffung des Sonderstahles fiir das OCe-Verfah- ren benutzte man also annahernd einen eutektoiden Werk- zeugstahl als Baustahl. Durch die feinabgestuf ten Anfor- derungen an die Hartungsfahigkeit wird an diesen Sonder- stahl in erster Linie die Forderung auf hochste Rein- heit und GleichmaBigkeit gestellt, was einmal durch be- sondere Auswahl des Ausgangsmaterials bei der Stahl- herstellung sowie durch Herstellung im Elektroofen er- reicht wird. Es handelt sich hier mithin urn einen Edelstald. Wesentlich fiir den Erfolg der geschilderten Warms- behandlung ist mithin nicht allein die richtige Durch- fiihrung der Warmebehandlung und die je ,nach der ge- forderten Hartetiefe gewahlte Stahlzusammensetzung, son- dern nicht zuletzt die Hartbarkeit des Stahles. ? Wahrend vorstehend die Hauptkennzeichen der Warmebehandlung und der bei dem OCe-Verfahren be- nutzten Stahlsorten geschildert wurden, soil nachstehend die gesamte Warmebehandlung als Beispiel bei der Her- stellung von Zahnradern in Einzelheiten beschrieben wer- den. Die gegossenen Stahlblocke werden bei 7090 C gegliiht, werden dann je nach der Art der gewahlten Verformung auf Walz- oder Schmiedetemperatur ?von 11000 C erhitzt. Die Warmverformung erfolgt in dem Gebiet von 1100? C bis herunter zu 8000 C. Beim Schmieden im Gesenk wird man eine Anfangstemperatur von 10500 C wahlen. Vor Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 Approved For Release 2003/10/16 : CIA-RDP80-00926A004100010001-6 84. Jahrg. 1951, Heft 7 H. Bahler, Stahlhdrtung durch Abschrecken im Warmbad - Das OCe-Verfahren 303 Marken- bezeich- Werk- stoff . Chemische Zusammensetzung in ./ol flung Nr. C Si Mn P S Cr Ni V 76 Ni 1 6970 0,75 ... 0,80 0,10 ... 0,20 0,25 ... 0,35